Katalog "Ferienakademien 2017" - Thomas-Morus

Ferienakademien
2017
Ferienakademien 2017
Dem Besonderen auf der Spur
„Die Poesie des Reisens
liegt im Erleben.“
Hermann Hesse
(1877-1962)
Reisen schaffen Abstand zum alltäglichen Rhythmus. Sie beflügeln
die Neugier auf Neues und Fremdes, aber auch auf Bekanntes. Sie
motivieren, Begegnungen mit der Welt als Anregung für das eigene
Leben zu nehmen, in die Tiefe zu gehen, sich Gesprächen zu öffnen oder Themen am Wegesrand aufzugreifen. So schmecken und
hören, riechen und fühlen Sie die Welt anders, intensiver. Genau
darauf verweist Hermann Hesse, wenn er die Poesie des Reisens
im Erleben sieht.
Reisen Sie mit uns auf den Spuren großer Denker, Dichter, Komponisten, Künstler oder zu geographisch, kulturell, geschichtlich und
politisch eindrucksvollen Orten und Ländern oder besuchen Sie
herausragende Festspiele sowie Ausstellungen. Diese Begegnungen
tragen zu einem besseren Verständnis der Welt, kunstgeschichtlicher Epochen und kulturhistorischer Zusammenhänge bei. Das
Geheimnis liegt oft in der Beschränkung auf das Wesentliche – und
im aktiven Erleben.
Die sorgsam geplanten Ferienakademien mit engagierter und
kompetenter Begleitung eröffnen Ihnen die Perspektive, im Kreis
interessierter Mitreisender zu neuen Einsichten und Erfahrungen
zu gelangen, Schönes zu genießen, beeindruckende Orte oder Hintergründe kennenzulernen.
Ihre Anmeldung
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Ihre Premium-Angebote
Mit dem Formular in diesem Katalog
können Sie sich direkt anmelden.
Alle wichtigen Einzelheiten für Ihre
Entscheidung finden Sie, abgesehen
von wenigen Ausnahmen, auf der
Doppelseite jeder Ferienakademie.
Der persönliche Kontakt mit Ihnen
ist uns wichtig. Zögern Sie nicht, uns
anzurufen! Wir helfen Ihnen gerne
bei der Klärung Ihrer Fragen weiter.
Unsere Ferienakademien sind einzeln
für Sie entwickelt worden. Sie tragen unsere persönliche Handschrift
sowie die unserer Reiseleiterinnen
und Reiseleiter und sind zusammengestellt mit Kenntnis, Empathie, Engagement und Qualitätsbewusstsein.
Bitte warten Sie nicht auf die Zusendung von Einzelprogrammen,
da wir planen, den Postversand zu
reduzieren.
Ihre Hin- und Rückreise
Wenn es für Sie angenehmer ist, die
Hin- und Rückreise selbst zu gestalten, so ist dies selbstverständlich
möglich. Oft können wir Ihnen den
Beginn einer Ferienakademie direkt
am Ausgangspunkt ermöglichen.
Erfahren Sie im Sinne von Hermann Hesse die Poesie des Reisens
und ergreifen Sie die Chance, Unterwegs-Sein als Sehnsucht nach
dem Leben in einer sich ändernden Welt (neu) zu entdecken.
Dr. Wolfgang Isenberg
Akademiedirektor
Unsere Ferienakademien zielen auch
darauf, Akzente jenseits touristischer
Standardangebote zu setzen.
Gerne empfehlen wir Ihnen auch den Katalog Erkundungen 2017
mit unseren eintägigen Exkursionsangeboten. Diese konzentrieren
sich auf die kulturellen Wurzeln und das Gedächtnis vor allem der
Regionen Rheinland, Bergisches Land sowie Eifel und gewähren
Ihnen interessante, oft unerwartete Einsichten.
3
Ziele und Themen, die begeistern.
Kulturstädte
ƒƒMechelen und Leuven ......................................................... 16
ƒƒBrügge, Gent, Oostende ..................................................... 18
ƒƒAugsburg: Lutherwege......................................................... 26
ƒƒKöln: Dom ................................................................................ 46
ƒƒMetz und Nancy .................................................................... 56
ƒƒFlorenz ....................................................................................... 78
ƒƒRom: Papstkapellen.............................................................. 82
ƒƒVenedig ............................................................................ 80/102
ƒƒKrakau .................................................................................... 110
ƒƒBreslau ................................................................................... 112
ƒƒToledo und Madrid ............................................................ 124
ƒƒPrag ......................................................................................... 132
Literatur
ƒƒBerlin .......................................................................................... 34
ƒƒMark Brandenburg ............................................................... 44
Kulturlandschaften
ƒƒArmenien .................................................................................. 12
ƒƒLitauen, Lettland, Estland .................................................. 14
ƒƒDessau und Wörlitz .............................................................. 30
ƒƒSauerland: WaldSkulpturenWeg (Wandern) .............. 38
ƒƒBretagne ................................................................................... 54
ƒƒFranche-Comté ...................................................................... 60
ƒƒBurgund .................................................................................... 62
ƒƒPérigord .................................................................................... 64
ƒƒInsel Kreta (Wandern) ......................................................... 66
ƒƒInsel Rhodos ........................................................................... 68
ƒƒJersey, Guernsey, Sark ........................................................ 72
ƒƒBath, Stonehenge, Wells .................................................... 74
ƒƒIrland: Süd und Nord .......................................................... 76
ƒƒGolf von Neapel ..................................................................... 84
ƒƒApulien ...................................................................................... 86
ƒƒInsel Ischia ............................................................................... 88
ƒƒEmilia Romagna .................................................................... 90
ƒƒFriaul .......................................................................................... 92
ƒƒVenetien .................................................................................... 94
ƒƒNördliches Latium ................................................................ 96
ƒƒInsel Capri und Amalfi ........................................................ 98
ƒƒSiena, San Gimignano, Montepulciano ..................... 100
ƒƒKroatische Inseln (Wandern) ......................................... 104
ƒƒKatalonien ............................................................................. 122
ƒƒKastilien und Extremadura (Paradores) ................... 128
Urbane Welten
ƒƒKopenhagen............................................................................. 20
ƒƒTallinn ......................................................................................... 48
ƒƒLyon ............................................................................................ 50
ƒƒNantes ....................................................................................... 58
ƒƒLissabon ................................................................................. 114
ƒƒBilbao ...................................................................................... 118
ƒƒMadrid .................................................................................... 120
ƒƒBarcelona .............................................................................. 130
Festspiele
ƒƒHildesheim: Oratorium „Lux in tenebris“ ................... 24
ƒƒWeimar: Liszt Biennale Thüringen ................................ 28
ƒƒSommerfestspiele Salzburg .......................................... 108
Museen und Kunstsammlungen
ƒƒMünchen ................................................................................... 22
ƒƒSchwäbisch Hall, Künzelsau, Waldenbuch ................. 32
ƒƒWorpswede, Fischerhude, Bremen ................................ 36
ƒƒChemnitz .................................................................................. 40
ƒƒ„Blaues Land“ ........................................................................ 42
ƒƒCôte d’Azur .............................................................................. 52
ƒƒLondon ...................................................................................... 70
ƒƒRotterdam und Amsterdam .......................................... 106
ƒƒSchweiz: Museen und Sammlungen ......................... 116
ƒƒMálaga .................................................................................... 126
5
Ihre Ferienakademien im Überblick
Einstimmung ................................................................................. 2
Armenien
15. bis 23. Juli 2017 (Sa.-So.)/Sommerferien NRW
Faszinierendes Armenien
Geschichte, Landschaft, Gegenwart .................................. 12
Baltikum
9. bis 19. Juni 2017 (Fr.-Mo.)
Baltische Impressionen
Litauen, Lettland, Estland ...................................................... 14
Belgien
4. bis 5. Juli 2017 (Di.-Mi.)
Schätze im Herzogtum Brabant
Mechelen und Leuven ............................................................. 16
10. bis 14. Oktober 2017 (Di.-Sa.)
Brügge, Gent, Oostende
Kulturelles Erbe Flanderns .................................................... 18
Dänemark
23. bis 27. August 2017 (Mi.-So.)/Sommerferien NRW
Wegweisend
Kopenhagen, Malmö und Helsingborg ............................ 20
Deutschland
14. bis 18. Februar 2017 (Di.-Sa.)
Kunstmetropole München
Museen und Sammlungen .................................................... 22
29. Juni bis 2. Juli 2017 (Do.-So.)
Künstlerkolonie Worpswede
Maler, Landschaften, Wirkungen ......................................... 36
24. bis 26. März 2017 (Fr.-So.)
Licht in der Finsternis
Zum Oratorium „Lux in tenebris“ nach Hildesheim .. 24
29. bis 30. August 2017 (Di.-Mi.)
Von Skulptur zu Skulptur
Kunst in der Natur .................................................................... 38
30. April bis 3. Mai 2017 (So.-Mi.)
Luther, Augsburg und die Reformation
Spurensuche in der Stadt am Lech .................................. 26
31. August bis 3. September 2017 (Do.-So.)
Kunstmetropole Chemnitz
Museen, Sammlungen, Wandel ........................................... 40
31. Mai bis 5. Juni 2017 (Mi.-Mo.)/Pfingsten
Vielseitig. Franz Liszt!
„Liszt Biennale 2017“ in Weimar ....................................... 28
18. bis 22. September 2017 (Mo.-Fr.)
Ins „Blaue Land“
Auf den Spuren der „Blauen Reiter“ ................................ 42
11. bis 15. Juni 2017 (So.-Do.)
Fürstliche Landschaft
Das Gartenreich Dessau-Wörlitz ......................................... 30
9. bis 14. Oktober 2017 (Mo.-Sa.)
Literarischer Herbst
Erkundungen in der Mark Brandenburg ......................... 44
13. bis 15. Juni 2017 (Di.-Do.)
Schrauben, Schokolade, Kunst
Museen der Unternehmen Würth und Ritter Sport .... 32
25. bis 27. Oktober 2017 (Mi.-Fr.)/Herbstferien NRW
Dem Himmel entgegen
Der Kölner Dom als Gesamtkunstwerk ............................ 46
25. bis 29. Juni 2017 (So.-Do.)
Berlin – Lektüre der Straßen
Spuren von Brecht, Döblin, Fallada, Kästner … ............ 34
Estland
12. bis 16. Juli 2017 (Mi.-So.)
Moderne trifft Mittelalter
Tallinn: überraschend vielfältige Stadtfacetten ............. 48
7
Italien
Frankreich
22. bis 26. März 2017 (Mi.-So.)
Vielfältiges Lyon
Die Metropole an Rhône und Saône ................................. 50
10. bis 14. August 2017 (Do.-Mo.)/Sommerferien NRW
Einzigartig. Nantes.
Faszinierender Wandel in der Stadt an der Loire ........ 58
27. November bis 4. Dezember 2017 (Mo.-Mo.)
Jenseits von San Marco
Venedigs versteckte Schönheiten .................................... 102
19. bis 26. April 2017 (Mi.-Mi.)
Chagall, Matisse, Picasso …
Die Maler der Moderne an der Côte d’Azur ................... 52
5. bis 11. September 2017 (Di.-Mo.)
Reizvolle Franche-Comté
Überraschende Vielfalt im Osten Frankreichs ............... 60
Kroatien
5. bis 13. Juli 2017 (Mi.-Do.)
Land des Meeres – die Bretagne
Kulturschätze und faszinierende Landschaften ........... 54
29. September bis 6. Oktober 2017 (Fr.-Fr.)
Schlicht. Zisterziensisch.
Burgund und Klosterreformen des Mittelalters ........... 62
18. bis 22. Juli 2017 (Di.-Sa.)/Sommerferien NRW
Gesichter Lothringens
Metz und Nancy, Sarrebourg und Sillegny .................... 56
22. bis 30. Oktober 2017 (So.-Mo.)/Herbstferien NRW
Höhlenmalereien, Kirchen und Bastiden
Entlang der Dordogne ............................................................. 64
Griechenland
10. bis 17. Mai 2017 (Mi.-Mi.)
Kreta zur schönsten Jahreszeit
Wandern, schauen, erleben .................................................. 66
Niederlande
25. bis 28. Juli 2017 (Di.-Fr.)/Sommerferien NRW
Jenseits von Giebeln und Grachten
Moderne Architektur in den Niederlanden .................. 106
Österreich
14. bis 21. Oktober 2017 (Sa.-Sa.)
Sonneninsel Rhodos
Geschichte, Landschaft, Lebensart .................................... 68
Großbritannien
23. bis 27. Februar 2017 (Do.-Mo.)/Karneval
Kunstmetropole London
Museen und Sammlungen .................................................... 70
24. September bis 1. Oktober 2017 (So.-So.)
Fern vom Lärm der Welt
Wandern auf den Inseln Lošinj und Cres ..................... 104
24. bis 31. August 2017 (Do.-Do.)
Sommer in Salzburg
Zu den Festspielen 2017 an die Salzach ..................... 108
Polen
23. bis 29. Juli 2017 (So.-Sa.)/Sommerferien NRW
Quellen, Gärten, Kathedralen
Bath und der Südwesten Englands ................................... 74
28. Mai bis 3. Juni 2017 (So.-Sa.)
Königliches Krakau
Die lebendige Stadt an der Weichsel ............................. 110
5. bis 10. September 2017 (Di.-So.)
„Die Blume Europas“
Kulturgeschichtliche Spaziergänge durch Breslau 112
Portugal
Schweiz
Irland
28. September bis 3. Oktober 2017 (Do.-Di.)
Die Sehnsucht ist blau, blau wie das Meer!
Lissabon – Lichtgestalt am Ufer des Tejo .................... 114
3. bis 9. April 2017 (Mo.-So.)
Kunst. Reich.
Museen und Sammlungen in der Schweiz ................. 116
24. August bis 2. September 2017 (Do.-Sa.)
Kelten, Kirchen, Klippen
Irland – Geschichte, Natur und Gegenwart .................... 76
Spanien
20. bis 27. Mai 2017 (Sa.-Sa.)
Perlen im Atlantik
Jersey, Guernsey und Sark .................................................... 72
Italien
24. Februar bis 1. März 2017 (Fr.-Mi.)/Karneval
Einzigartiges Florenz
Glanzvolles Mittelalter und Wiege der Neuzeit ............. 78
11. bis 19. Mai 2017 (Do.-Fr.)
Auf der Via Emilia
Zwischen Ravenna und Parma ............................................ 90
6. bis 13. März 2017 (Mo.-Mo.)
Venedig – Königin der Adria
Kunst und Kultur der Serenissima .................................... 80
6. bis 13. Juni 2017 (Di.-Di.)
Das Friaul
Kunst und Kultur zwischen Alpen und Adria ................ 92
5. bis 9. April 2017 (Mi.-So.)
Papstkapellen, Fresken, Bilderwelten
Außergewöhnliche Betrachtungen in Rom .................... 82
3. bis 10. September 2017 (So.-So.)
Prächtige Villen, reizvolle Gärten
Venetien – Venedigs schönes Hinterland ........................ 94
20. bis 27. April 2017 (Do.-Do.)
„Die schönste Gegend der Welt”
Natur und Kultur am Golf von Neapel ............................. 84
23. bis 30. September 2017 (Sa.-Sa.)
Nördliches Latium
Etruskergräber, Papstburgen, Gärten des Adels .......... 96
20. bis 28. April 2017 (Do.-Fr.)
Eindrucksvolles Apulien
Kulturgeschichtliche Höhepunkte ...................................... 86
14. bis 21. Oktober 2017 (Sa.-Sa.)
Dort, wo die Zitronen blühen
Capri und die Amalfitana ....................................................... 98
4. bis 11. Mai 2017 (Do.-Do.)
Bella Ischia
Grüne Insel im Golf von Neapel .......................................... 88
28. Oktober bis 4. November 2017 (Sa.-Sa.)
Herbstferien NRW
Schätze der Toskana
Siena, San Gimignano, Montepulciano ......................... 100
8
18. bis 23. April 2017 (Di.-So.)/Osterferien NRW
Baskisch. Modern.
Bilbao, San Sebastián und die Weinregion Rioja ...... 118
3. bis 8. Oktober 2017 (Di.-So.)
Kunstmetropole Málaga
Museen und Sammlungen am Mittelmeer ................. 126
12. bis 17. Juni 2017 (Mo.-Sa.)
¡Bienvenidos a Madrid!
Facetten der spanischen Hauptstadt ............................. 120
7. bis 15. Oktober 2017 (Sa.-So.)
Von Parador zu Parador
Kastilien und Extremadura ................................................. 128
26. Juni bis 3. Juli 2017 (Mo.-Mo.)
Katalanisch. Herausragend!
Kultur- und Naturschätze am Fuße der Pyrenäen ... 122
7. bis 12. November 2017 (Di.-So.)
Kulturmetropole Barcelona
Spaziergänge durch die Hauptstadt Kataloniens ..... 130
1.bis 7. Oktober 2017 (So.-Sa.)
Toledo und Madrid
El Greco und das königliche Kastilien ........................... 124
Tschechien
11. bis 17. Oktober 2017 (Mi.-Di.)
Traditionsreiches Prag
Facetten der böhmischen Metropole ............................. 132
9
Ankündigungen
„Heilige Orte“ im Bergischen Land
Unterwegs mit Jürgen Becker
und Martin Stankowski ........................................................ 134
Im Land der Mauren
Heute und Gestern im Süden Spaniens ....................... 134
„Spannungen“
Kammermusikfest im
RWE-Kraftwerk Heimbach .................................................. 134
Archäologie praktisch
Grabungskampagne auf dem
Zionsberg in Jerusalem ....................................................... 134
„La Biennale di Venezia“
57. Internationale Kunstausstellung in Venedig ........ 135
Jüdisches Leben am Rhein
Speyer, Worms, Mainz .......................................................... 135
Auf den Spuren der Olive
Auf die „Insel Europas“ zur Olivenernte ....................... 135
Goethe Akademien ............................................................... 136
Thomas Mann-Akademie ................................................... 138
Monatsübersicht
Ferienakademien 2017 ........................................................ 141
Erkundungen 2017 ............................................................... 145
Hinweise
Allgemeine Hinweise ............................................................. 149
Allgemeine Reisebedingungen ......................................... 150
10
Bildnachweise .......................................................................... 154
Anmeldeformular ................................................................... 155
15. bis 23. Juli 2017 (Sa.-So.)/Sommerferien NRW
Armenien
Faszinierendes Armenien
Geschichte, Landschaft, Gegenwart
Dienstag, 18. Juli 2017
Matenadaran – Aragats
Nach einem Besuch des Museums der armenischen Handschriftensammlung,
das den kulturellen Reichtum des Landes in Schriftzeugnissen aus Jahrhunderten widerspiegelt, ruft die Gedenkstätte Tsitsernakaberd die Ereignisse
des Genozids an den Armeniern (1915) ins Gedächtnis. Das Museum informiert über wenig Bekanntes, hinterlässt Fassungslosigkeit. Nachmittags
Fahrt zum hochgelegenen Felsplateau (2 000 m) mit der Burgruine und der
Kirche von Amberd (11. Jh.) zu Füßen des 4 090 m hohen Aragat-Massivs sowie zum eindrucksvoll an der Khasach-Schlucht gelegenen Kloster Saghmosavank (13. Jh.).
Mittwoch, 19. Juli 2017
Armeniens Nordwesten
Auf der Fahrt nach Gyumri, das ein Erdbeben 1988 fast vollständig zerstörte, beeindrucken die Kirche Karmravor (7. Jh.), die Kuppelhallenbasilika von
Arutsch (7. Jh.) und die eindrucksvolle Landschaft des Khasachtals. Nachmittags informieren Gespräche über die wirtschaftliche, kirchliche und soziale
Situation in dieser Region.
Donnerstag, 20. Juli 2017
Auf der „Klösterstraße“ nach Norden
Fahrt über den Dschadschurpass (1 680 m) durch eine canyonartige Landschaft zum Kloster Sanahin (Muttergotteskirche, 10. Jh.) sowie zum Kloster
Haghpat (11. bis 13. Jh.; UNESCO-Welterbe), das auf einem Felsplateau thront.
Unverwechselbare alte Kirchen und Klöster in grandiosen Landschaften
erwarten den Reisenden in Armenien ebenso wie Relikte der 70-jährigen
Zugehörigkeit zur Sowjetunion. Wie tief dieses Land – heute angrenzend an
den Iran und die Türkei, an Georgien und Aserbeidschan – aber auch durch
Eroberungen, Verfolgungen und vor allem durch den Genozid zu Beginn des
20. Jahrhunderts geprägt ist, lässt sich beim Besuch des Genozid-Denkmals
in Yerevan nur ahnen. Besuche und Gespräche mit Vertretern von Kirche
und Politik sowie mit sozial Engagierten vertiefen daher die Einblicke in Geschichte und Gegenwart.
Programm
Samstag, 15. Juli 2017
Flug mit Austrian Airlines von Düsseldorf (20.05 Uhr) über Wien nach Yerevan
(3.35 Uhr am 16.7.2017).
Sonntag, 16. Juli 2017
Zum „Vatikan Armeniens“: Etschmiadsin
Über die Kirche Surb Hriphalme (7. Jh.), die zu den herausragenden Meisterwerken der klassischen armenischen Baukunst gehört, und die Ruinen der
Palastkirche von Zvarthnots (7. Jh.) wird das religiöse Zentrum des Landes
und Sitz des armenischen Katholikos Edschmiadsin erreicht (UNESCO-Weltkulturerbe). Besuch der Kathedrale mit Grundmauern aus dem Jahr 303 und
Gelegenheit zum Besuch des Gottesdienstes.
Montag, 17. Juli 2017
Yerevan – Garni – Geghard
Während die Ausgrabungen der uratäischen Festung Erebuni (782 v. Chr.)
den Blick in die Zeit der Gründung Yerevans richten, führt ein Ausflug später
zum einstigen Sommersitz der armenischen Könige: In exponierter Lage
am Rande einer malerischen Basaltschlucht ist in Garni der Mithras-Tempel
erhalten, er ist das einzige hellenistische Relikt im Kaukasus. Beeindruckend
ist auch das am Ende einer Schlucht gelegene Höhlenkloster, einer der bedeutendsten Wallfahrtsorte Armeniens.
12
Leistungen
ƒƒ Flug mit Austrian Airlines von
Düsseldorf über Wien nach Yerevan sowie zurück inkl. Steuern
und Gebühren u. a. für ein Gepäckstück bis 23 kg, das aufgegeben wird (Fluggesellschaft und
Flugzeiten vorbehaltlich möglicher Änderungen; andere Abflughäfen auf Anfrage und ggf. gegen
Aufpreis);
ƒƒ 8 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/
WC in - und -Hotels und
Frühstücksbuffet in den Hotelrestaurants;
ƒƒ Mittagsimbiss am 19.7., 20.7.,
21. und 22.7.2017;
ƒƒ Abendmenü im Hotelrestaurant
bzw. in örtlichen Restaurants;
ƒƒ Führungen, Besichtigungen, Hintergrundgespräche, Eintritte und
Gebühren;
ƒƒ Rundreise mit einem komfortablen Reisebus laut Programm;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg ab/bis Düsseldorf unter durchgehender Begleitung einer örtlichen, deutschsprachigen Fachkraft;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
Freitag, 21. Juli 2017
Zur „blauen Perle“ Armeniens
Nach dem Besuch von Kloster Goshavankh (11. Jh.) sowie der versteckt
liegenden Klosterakademie von Haghartzin (11.-13. Jh.) Fahrt über den
Sevanpass (2 114 m) an den wunderschön gelegenen Sevansee (2 000 m) mit
dem malerisch auf einer Landzunge gelegenen Sevankloster (9. Jh.), einst
Verbannungsort des armenischen Adels.
Samstag, 22. Juli 2017
Passstraßen und Basaltplateaus
Fahrt über das Dorf Noratus mit einem der schönsten Friedhöfe des Landes
(650 Kreuzsteine aus acht Jahrhunderten), durch eine atemberaubende
Landschaft (2 410 m) zur Selim Karawanserei (14. Jh.) und weiter zum Kloster Noravankh (13. Jh.), eines der schönsten Klöster Armeniens, wo im Jahre
2008 der älteste Schuh und der älteste Weinkeller der Welt entdeckt wurde
(Spaziergang). Über Areni wird die Fahrt in die Araratebene zum Kloster Khor
Virap fortgeführt. Nach der Überlieferung war hier der Missionar Armeniens,
Gregor der Erleuchter, 15 Jahre in einer Grube gefangen. Unvergessen bleibt
hier auch der Blick über die nahe türkische Grenze auf den „heiligen Berg“
Ararat (5 165 m; wetterabhängig).
Hotels
ƒƒ Yerevan: Das Tufenkian Historic
Yerevan Hotel ist ein zentral gelegenes Boutique-Hotel
(82 Zimmer, Pool) und verbindet
historische und zeitgenössische
Elemente. (5 Übernachtungen)
ƒƒ Gyumri: Das Hotel Araks hat
hinter den Fassaden eines alten
Palais 21 individuell eingerichtete Zimmer. (1 Übernachtung)
ƒƒ Alaverdi: In einer Schlucht, am
Ufer des Flusses Debed wurde
das Avan Dzoraget Hotel in
Form einer armenischen mittelalterlichen Kirche im Lodge-Stil
erbaut und eingerichtet.
(54 Zimmer; 1 Übernachtung)
ƒƒ Sevansee: Das Harsnaqar
Hotel (30 Zimmer) liegt etwas
erhöht, so dass sich ein schöner
Blick auf den See bietet.
(1 Übernachtung)
Preis
1.989,00 €
Einzelzimmerzuschlag
210,00 €
Teilnehmerzahl
min. 15 Personen
max. 28 Personen
Leitung
ƒƒ Matthias Kopp, Köln
Archäologe, Theologe, Journalist,
Pressesprecher der Deutschen
Bischofskonferenz
ƒƒ Elisabeth Bremekamp, Bensberg
Leiterin des Referates Ferienakademien
Sonntag, 23. Juli 2017
Abschied von Armenien
Flug mit Austrian Airlines von Yerevan (4.25 Uhr) über Wien nach Düsseldorf
(8.45 Uhr).
Hinweise
ƒƒ Die Ferienakademie bietet unverwechselbare Begegnungen mit dem reichen kulturgeschichtlichen Erbe Armeniens. Besuche und Gespräche zur
aktuellen sozialen, kirchlichen und wirtschaftlichen Situation ergänzen
diese Eindrücke.
ƒƒ Eine gute körperliche Kondition ist angesichts der Fahrtstrecken, der
klimatischen Verhältnisse sowie der Höhenunterschiede erforderlich.
Armenien ist ein ausgeprägtes Gebirgsland: 90 % des Landes befinden
sich auf einer durchschnittlichen Höhe von 1 000 m, die mittlere Höhe
beträgt 1 800 m.
ƒƒ Für die Einreise nach Armenien sind ein Reisepass, der fünf Monate
über das geplante Rückkehrdatum hinaus gültig sein muss, sowie ein
Visum erforderlich. Das Visum beantragt die Akademie.
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
13
9. bis 19. Juni 2017 (Fr.-Mo.)
Baltikum
Baltische Impressionen
Litauen, Lettland, Estland
besticht ihrerseits durch barocken Glanz. Spätnachmittags kann in Klaipeda
am Simon-Drach-Brunnen dem „Ännchen von Tharau“ gedacht werden.
Montag, 12. und Dienstag, 13. Juni 2017
Auf der Kurischen Nehrung und weiter nach Lettland
Annähernd 60 m hoch ist die höchste Wanderdüne Europas, von der sich
ein weiter Blick über die von Sand, Wald und Wasser geprägte, einzigartige
Landschaft der Kurischen Nehrung bietet. Im malerischen Fischerort Nidden
kaufte sich Thomas Mann ein Sommerhaus. Dort, wo er einst am Romanzyklus „Joseph und seine Brüder“ mit „Toskanablick“ arbeitete, ist heute ein
Museum eingerichtet. Spazierend kann der Besucher des „Hexenbergs“ in
Juodkrante (Schwarzort) anhand von Holzskulpturen die Märchenwelt Litauens
erleben. Ein eindrucksvolles Zeugnis litauischer Volksfrömmigkeit entstand in
Siauliai, wo über Jahre Kreuze in den Boden gesteckt und geschichtet wurden.
Unterbrochen wird die Fahrt nach Riga am Barockschloss Rundale, das im
18. Jahrhundert mit der großen Parkanlage als Residenz des Herzogs von
Kurland entstand und als „Versailles der Ostsee“ gilt.
Mittwoch, 14. Juni 2017
Riga: Hauptstadt Lettlands
Gotische, vor 800 Jahren von den Gründern der Stadt gebaute Kirchen, eine
mittelalterliche Altstadt, ein eleganter Grüngürtel und einzigartige Architekturensembles des „Rigaer Jugendstil“ prägen das Stadtbild, das vom Turm
der Petrikirche (123,5 m) überragt wird. Die alten Gildehäuser, allen voran
das Schwarzhäupterhaus (1477), zeugen von glanzvollen Hansezeiten. An
Johann Gottfried Herder, der hier fünf Jahre lebte und lehrte, erinnert ein
Denkmal vor dem in rotem Backstein strahlenden Dom.
Auch wenn Litauen, Lettland und Estland viele Gemeinsamkeiten teilen, so
sind doch gleichzeitig Unterschiede zwischen ihnen in Sprache, Geschichte
und auch in den Stadtbildern ihrer Hauptstädte offensichtlich: Während das
historische Stadtbild von Tallinn deutliche Spuren des Mittelalters aufweist und
so ganz anders wirkt als das teils im Jugendstil glänzende Riga, so erstrahlt
Vilnius im Glanz des Barock. Hinzukommen in allen drei Städten auch die
Spuren der Aufbrüche und Veränderungen nach dem Zerfall der Sowjetunion.
So schlägt die Ferienakademie einen großen Bogen zwischen Geschichte
und Gegenwart der drei Länder. Sie geht dem Verbindenden und dem Unterscheidenden nach und ermöglicht es auch, die besondere Landschaft und
Atmosphäre auf der kurischen Nehrung, der estnischen Küsten- und Inselwelt
und im Lahemaa-Nationalpark zu erleben.
Programm
Freitag, 9. und Samstag, 10. Juni 2017
Flug mit Lufthansa von Frankfurt/Main (10.30 Uhr) nach Vilnius (13.30 Uhr).
Vilnius: Stadtansichten
Spaziergänge verweisen auch auf das Nebeneinander von Vergangenheit und
Gegenwart: hier schmale mittelalterliche Gassen, viele barocke Kirchen – wie
die St. Peter- und Pauls-Kirche –, die klassizistische St. Stanislaus-Kathedrale,
die Burg und die 1578 gegründete Universität. Aber auch moderne Architektur
prägt neben der Altstadt, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, das Stadtbild der „Europäischen Kulturhauptstadt 2009“. Auf einer Insel im Galve-See
beeindruckt die Backsteinburg Trakai, die im 15. Jahrhundert unter Großfürst
Vytautas eine der wichtigsten Residenzen des litauischen Großreiches war.
Sonntag, 11. Juni 2017
Gelegenheit zum Besuch eines katholischen Gottesdienstes.
Kaunas: Litauens ehemalige Hauptstadt
Dass einst Kaufleute mit ihrer Verbindung zur Hanse die Altstadt von Kaunas
prägten, das malerisch an der Memel liegt und von 1919 bis 1940 die erste
Hauptstadt des modernen Litauen war, ist bis heute zu erkennen. So erhebt
sich auf einem riesigen Marktplatz das ehemals gotische, heute klassizistische
Rathaus („Weißer Schwan“). Die Kathedrale des Erzbischofes von Litauen
14
Leistungen
ƒƒ Flug mit Lufthansa von Frankfurt/Main nach Vilnius sowie
zurück von Tallinn nach Frankfurt/Main inkl. Steuern und Gebühren u. a.für ein Gepäckstück
bis 23 kg, das aufgegeben wird
(Fluggesellschaft und -zeiten
vorbehaltlich möglicher Änderungen; andere Flughäfen auf
Anfrage und ggf. gegen Aufpreis);
ƒƒ 10 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/
WC in - und Hotels;
ƒƒ Frühstücksbuffet;
ƒƒ an sieben Tagen Abendmenü
oder -buffet in den Hotelrestaurants, an drei Tagen in örtlichen
Restaurants;
ƒƒ Führungen, Besichtigungen, Eintritte und Gebühren;
ƒƒ Bereitstellung eines Funk-Kopfhörersystems;
ƒƒ Fährfahrten von Klaipeda auf die
Kurische Nehrung sowie auf die
Insel Muhu und zurück;
ƒƒ Kurtaxe und Abgaben;
ƒƒ Rundreise mit einem Reisebus
ab Vilnius und bis Tallinn;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg ab/bis
Frankfurt/Main unter Mitwirkung
örtlicher, lizenzierter Fachkräfte;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
Donnerstag, 15. Juni 2017
Turaida und Cesis
Fahrt durch den Gauja-Nationalpark (921 km²) zur Bischofsburg von Turaida
und weiter nach Cesis (ab 1214; Komturei des Deutschen Ritterordens), eine
der ältesten Städte Lettlands und einst Mitglied im Hansebund. Die Ruine des
ehemaligen Hauptsitzes des Ordenshochmeisters sowie die Johanneskirche
erinnern an die Macht mönchischer Ritter und das verwunschene Gutshaus
in Orellen an die deutsch-baltische Vergangenheit.
Freitag, 16. und Samstag, 17. Juni 2017
Perspektiven Estlands und die Hauptstadt Tallinn
Lange, einsame Straßen gesäumt von Mischwäldern und ab und zu wie
eingestreut wirkende Felder oder der Blick auf die Ostsee prägen die Fahrt
nach Estland. Überraschend präsentiert sich das beliebte Seebad Pärnu mit
Badeeinrichtungen im Stil des Art déco, mit schmucken Häusern und einem
sehr langen, hellen Ostseestrand. In Virtsu startet die Fähre zur Insel Muhu,
wo das Bauernmuseum Einblicke in das einst harte Leben estnischer Bauern
auf den Inseln gibt. Von Muhu geht es über einen Damm zur Insel Saaremaa
(Ösel), wo Wälder, Felder und Wacholderheide die Landschaft des flachen
Eilandes bestimmen und die Bischofsburg von Kuressare oder die Kirche
von Karja von einer reichen Vergangenheit erzählen. Erste Eindrücke von der
estnischen Hauptstadt Tallinn bietet ein Spaziergang, der zum Rathaus sowie
zur Nikolaikirche („Totentanz“ des Lübecker Meisters Bernt Notke, 1463) führt.
Hotels
ƒƒ Vilnius: Das Radisson Blu Royal
Astorija Hotel liegt in der
Altstadt. (2 Übernachtungen)
ƒƒ Klaipeda: Das Hotel Ararat All
Suits verfügt über Apartment-Zimmer und ist am Stadtpark gelegen. Das Restaurant
serviert armenisch-internationale
Küche. (2 Übernachtungen)
ƒƒ Riga: Das Hotel Metropole
Semarah liegt am Rande der
Altstadt. (3 Übernachtungen)
ƒƒ Kuressare: Das Hotel Georg Ots
Spa ist nahe des Strandes
erbaut. (Pool, 1 Übernachtung)
ƒƒ Tallinn: Das moderne Stadt-Hotel
Nordic Forum befindet sich
nahe der Altstadt und dem Freiheitsplatz. (2 Übernachtungen)
Preis
2.439,00 €
pro Person im Doppelzimmer
Einzelzimmerzuschlag
498,00 €
Doppelzimmer zur Einzelnutzung
Teilnehmerzahl
min. 15 Personen
max. 28 Personen
Leitung
ƒƒ Rainer Thiesen, Köln
Kunsthistoriker
Sonntag, 18. Juni 2017
Gelegenheit zum Besuch eines katholischen Gottesdienstes.
Tallinn und Umgebung
Ein besonderes Landschaftserleben bietet auch der Ausflug in den LahemaaNationalpark, das Land der Buchten, Moore und Wälder, mit alten deutschbaltischen Herrensitzen wie Palmse. Auf der Rückfahrt nach Tallinn runden
Besuche der „Sängerbühne“, die an die „singende Revolution“ gegen die
Sowjetunion erinnert, sowie der Ruine des Birgittenklosters den Tag ab.
Montag, 19. Juni 2017
Abschied von Tallinn. Abschied vom Baltikum.
Ein abschließender Spaziergang durch den mittelalterlichen Stadtkern
(UNESCO-Welterbe) führt zum Domberg sowie zur Alexander-Newskij-Kirche,
durch Gassen der Unteren Stadt mit ihren Gilde- und Kaufmannshäusern
und zur Heiliggeistkirche.
Flug mit Lufthansa von Tallinn (14.15 Uhr) nach Frankfurt (15.45 Uhr).
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
15
4. bis 5. Juli 2017 (Di.-Mi.)
Belgien
Schätze im Herzogtum Brabant
Mechelen und Leuven
Die beiden Städte nahe Brüssel sind wahre Schatzkammern der Architektur
und Geschichte Brabants: Im 9. Jahrhundert erstmals erwähnt entwickelte
sich Leuven im 11. und 12. Jahrhundert als wichtigster Ort im Herzogtum
Brabant zu einem blühenden Handelszentrum mit Ringmauer, Kirchen und
Abteien. In Mechelen hingegen residierte Anfang des 16. Jahrhunderts die
Statthalterin Margarete von Österreich in ihrem imposanten Stadtpalast. Hier
befand sich das höchste Gericht der Niederlande. Mechelen war zugleich
seit 1560 Sitz des Erzbischofs und so beeindruckt noch heute die St. Romboutskathedraal. Leuven lockt vor allem mit der romanisch-gotischen Sankt
Petrikirche (spätgotischer Lettner), dem Rathaus im Stil der Flamboyantgotik
und mit den ehemaligen Tuchhallen, die heute für die Universität genutzt
werden. Höhepunkt des Besuches ist ein Rundgang durch die fast vollständig
erhaltene Anlage des großen Beginenhofes, die zum UNESCO-Welterbe gehört.
Begeben Sie sich mit Prof. Dr. Frank Günter Zehnder auf einen Streifzug zu
den Zeugnissen blühender Stadtkulturen vergangener Zeit, die auch heute
noch Mechelen und Leuven prägen!
Programm
Dienstag, 4. Juli 2017
Busreise ab Bensberg (7.30 Uhr) und Köln (8.15 Uhr) nach Mechelen.
Mechelen: Stadt des Handels und des Geistes
Mittelpunkt der Stadt ist der Grote Markt, der von schönen Renaissanceund Barockhäusern umgeben ist. Die Stadt hat ihren Reichtum durch den
Tuchhandel im Mittelalter erworben, aus jener Zeit finden sich hier vielfältige
Zeugen. So residiert das Stadhuis (Rathaus) in den alten Tuchhallen aus dem
14. Jahrhundert.
St. Romboutskathedraal
97 m hoch ist der Glockenturm der Kathedrale (13. bis 16. Jahrhundert) und
sollte mit ursprünglich geplanten 168 m Höhe der „höchste Turm der Christenheit“ werden. Ein aus 49 Glocken bestehendes Carillon wird immer noch
geschlagen – zumal Mechelen Sitz der Königlichen Glockenspielschule ist.
Die Liebfrauenkirche
Vom einstigen Reichtum zeugt auch die spätgotische Liebfrauenkirche
(15. Jahrhundert) mit dem beeindruckenden Gemälde „Der wunderbare
Fischzug“ von Peter Paul Rubens.
16
Leistungen
ƒƒ Busreise ab Bensberg und Köln
sowie zurück;
ƒƒ 1 Übernachtung im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/WC
im Hotel Martin’s Patershof
in Mechelen;
ƒƒ Frühstücksbuffet im Hotelrestaurant;
ƒƒ Drei-Gänge-Abendmenü in einem Restaurant in Mechelen;
ƒƒ Führungen, Besichtigungen, Eintritte, Gebühren laut Programm;
ƒƒ Bereitstellung eines Funk-Kopfhörersystems;
ƒƒ Stadtsteuer;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg ab/bis
Bensberg;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
Der Justizpalast
Östlich des Marktes befindet sich der Justizpalast im Stil der Renaissance
mit einem gartenähnlich gestalteten Innenhof: Einst war es die Residenz der
Statthalterin Margarete von Österreich, heute ist es ein beschaulicher Ort,
der aber von den einstigen internationalen Verflechtungen der Stadt zeugt.
Mittwoch, 5. Juli 2017
Leuven: Stadt des Handels und des Geistes
Auch Leuven verdankt seinen Reichtum der Tuchproduktion und dem Tuchhandel – darauf weisen die wunderbaren gotischen Gebäude am Großen
Markt aus jener Blütezeit im 15. Jahrhundert hin. Nicht nur in der Zeit des
französischen Königs Louis XIV., sondern vor allem während der beiden Weltkriege wurde die Stadt jedoch mehrfach zerstört.
Das Stadthuis
Zahlreiche Gebäude bringen noch heute das Selbstbewusstsein der einstigen
Stadtherren zum Ausdruck. Das 1439 begonnene und von berühmten Baumeistern wie Sulpitius van Vorst und Matheus de Layens errichtete Rathaus
hat ein charakteristisches spätgotisches Aussehen, geschmückt mit Zierrat
und Figuren, im Stil der Flamboyantgotik.
Het Tafelrond
Der gotische Tafelrond wurde zwischen 1480 und 1487 erbaut und diente
ursprünglich als Versammlungshaus der Gilden der Rhetoriker und Schützen, später auch als Festsaal. Das Gebäude war im 19. Jahrhundert stark
heruntergekommen, wurde abgerissen und nach dem Ersten Weltkrieg
wieder aufgebaut.
Meisterwerk Brabanter Gotik
Die in unmittelbarer Nachbarschaft 1497 fertig gestellte Kirche St. Peter ist
ein Musterbeispiel reiner Brabanter Gotik, auch wenn sie aufgrund ungünstiger Bodenverhältnisse unvollendet und turmlos blieb. Dem imposanten
Äußeren entspricht das prächtige Innere mit Chorumgang und Kapellenkranz.
Besonders sehenswert sind auch der spätgotische Lettner und die Gemälde
mit biblischen Szenen von Dirk Bouts.
Oude Markt
Um den Markt der kreisförmig angelegten Stadt schart sich ein beeindruckendes Gebäudeensemble, das sich heute – nach fast vollständiger Zerstörung im Ersten Weltkrieg und originalgetreuer Restaurierung – eindrucksvoll
präsentiert.
Katholische Universität
Zur 1426 gegründeten Universität gehören in der Altstadt noch zahlreiche
schöne Gebäude und Kollegs (15.-18. Jahrhundert). Ein kleiner Rundgang
stellt daher verschiedene Kollegien mit ihren Gärten vor und führt vorbei an
der um 1150 errichteten alten Stadtmauer, deren Reste noch an einigen
Stellen der Ringstraßen zu sehen sind, bis zur Universitätsbibliothek, die
nach Zerstörungen in beiden Weltkriegen originalgetreu rekonstruiert wurde.
Der Große Beginenhof (UNESCO-Welterbe)
Mit hunderten von Häusern, mit Gassen, Plätzen, mit der Kirche und mit
Gärten gleicht der „Große Beginenhof“ (13. Jahrhundert) mit einer Fläche
von rund drei Hektar einer kleinen Stadt in der Stadt. Die unverwechselbare Atmosphäre wird bei einem Spaziergang über diesen bedeutendenden
Beginenhof und entlang des Flusses Dijle erfahrbar: ein Höhepunkt des
Besuches von Leuven.
Rückreise nach Köln (Ankunft ca. 20.00 Uhr) und Bensberg (Ankunft ca.
20.45 Uhr).
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
Hotel
ƒƒ Das Hotel Martin’s Patershof
liegt im Herzen der historischen
Stadt Mechelen und ist in einer
ehemaligen Franziskanerkirche
aus dem 19. Jahrhundert eingerichtet. Die 79 Zimmer verbinden
alten Charme mit modernem
Design. Der einstige Chor der
ehemaligen Kirche wird heute als
Frühstücksrestaurant genutzt.
Preis
348,00 €
pro Person im Doppelzimmer
Einzelzimmerzuschlag
65,00 €
Doppelzimmer zur Einzelnutzung
Teilnehmerzahl
min. 15 Personen
max. 28 Personen
Leitung
ƒƒ Prof. Dr. Frank Günter Zehnder,
Euskirchen
Kunsthistoriker, von 1996 bis
2004 Direktor des Rheinischen
LandesMuseums Bonn, seit 2009
Direktor der Internationalen
Kunstakademie Heimbach/Eifel
ƒƒ Andreas Würbel, Bensberg
Thomas-Morus-Akademie Bensberg
17
10. bis 14. Oktober 2017 (Di.-Sa.)
Belgien
Brügge, Gent, Oostende
Kulturelles Erbe Flanderns
Gent und Brügge bewahren einen kaum zu übertreffenden Reichtum an
Kunstschätzen unterschiedlicher Epochen. Ihre Museen und Kirchen gleichen
wahren Schatztruhen mit Meisterwerken: Vertreten sind hier die Brüder van
Eyck, Petrus Christus, Michelangelo, Hieronymus Bosch ebenso wie Hans
Memling. Begründet liegt dieser Kunstreichtum in der Hochblüte der Städte
im Spätmittelalter, als diese zu europaweit agierenden Handelsmetropolen
aufstiegen und sich hier Produzenten kostbarer Tuche etablierten. Großhändler traten als Mäzene auf, taten es damit den fürstlichen Landesherren
gleich und schufen eine für die Künste unvergleichlich fruchtbare Atmosphäre
städtischen Selbstbewusstseins. Auch die Architektur entwickelte eine eigene
Dynamik: Rathäuser, Tuchhallen, Bürgerhäuser, Beginenhöfe und natürlich
auch die Sakralarchitektur steigerten sich ins Monumentale und zeigen sich
als glanzvolles Erbe eines stolzen Bürgertums.
Ganz andere interessante Perspektiven bietet dagegen Oostende: Die einst
raue Hafenstadt wurde mondänes Seebad und empfing in den 1930er
Jahren Gäste zur Sommerfrische. Zugleich wurde die Stadt Zufluchtsort für
deutschsprachige Literaten, Intellektuelle und Aktivisten wie Stefan Zweig,
Egon Erwin Kisch, Eugen Roth oder auch Irmgard Keun. Volker Weidemann
spürte ihrem Leben in seinem Roman „Ostende 1936. Sommer der Freundschaft“ eindrucksvoll nach.
Programm
Dienstag, 10. Oktober 2017
Busreise von Bensberg (7.30 Uhr) und Köln (8.15 Uhr) nach Gent.
Das sakrale Gent
In unmittelbarer Nähe zu Rathaus und Tuchhalle befindet sich das sakrale
Zentrum der Stadt: die Niklaaskerk und die Kirche Sint-Baafs, die heutige
Kathedrale des Bistums Gent. In ihren gotischen Mauern birgt sie bedeutende Kunstwerke wie den „Altar der Anbetung des Lammes“ der Brüder van
Eyck. Dieses herausragende Tafelbild gehört zu den wegweisenden Werken
der altniederländischen Kunst; da es restauriert wird, sind einige Teile im
Museum für Schöne Künste Gent zu sehen. Auch die Niklaaskerk verdankt
ihre prachtvolle Choranlage (15. Jahrhundert) dem Reichtum der Bürger von
Gent. Langhaus und Vierung zeigen die typischen Stilmerkmale der Schel18
degotik (13. Jahrhundert). Ein Spaziergang durch das Stadtzentrum führt
zu den wichtigsten Bauten der Bürger und auch zum Gravensteen, der Burg
der Grafen von Flandern. Im Prinsenhof wurde Kaiser Karl V. im Jahr 1500
geboren, Beginen unterhielten bis in die Neuzeit gleich mehrere florierende
Klöster, wie den kleinen Beginenhof.
Mittwoch, 11. Oktober 2017
Brügge – kunstsinniger Klerus, Memling und Brueghel
Bis in die Neuzeit fungierte das mittelalterliche Sint Jans Hospital als Krankenhaus, heute sind die mächtigen Räume würdiger Rahmen für die Werke Hans
Memlings (Johannesaltar, 1474; Ursulaschrein). Die gotische Liebfrauenkirche
gleich gegenüber war und ist die wichtigste Pfarrkirche der Bürger. Neben
der Grablege des Herzogs Karl dem Kühnen und seiner Tochter Maria von
Burgund birgt die Kirche Michelangelos Frühwerk „Muttergottes mit Kind“
(1503). Im Spätmittelalter zählte Brügge zu den reichsten Handelsstädten
der Grafschaft Flandern und war mit der Hanse und den Medici in Florenz
vernetzt. Dieser Reichtum brachte ein unverwechselbares Stadtbild hervor,
das nahezu komplett erhalten blieb und sich besonders schön bei einer
Grachtenfahrt zeigt (wetterabhängig).
Leistungen
ƒƒ Busreise ab Bensberg und Köln
sowie zurück;
ƒƒ 4 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/
WC im Hotel Novotel Brugge
Centrum;
ƒƒ Frühstücksbuffet im Hotelrestaurant;
ƒƒ Drei-Gänge-Abendmenü am
10.10.2017 im Hotelrestaurant;
ƒƒ Drei-Gänge-Abendmenü an drei
Tagen in verschiedenen Restaurants;
ƒƒ Führungen, Besichtigungen, Eintritte und Gebühren laut
Programm;
ƒƒ Bereitstellung eines Funk-Kopfhörersystems;
ƒƒ Grachtenfahrt am 11.10.2017;
ƒƒ Kulturförderabgabe;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg ab/bis
Bensberg;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
Donnerstag, 12. Oktober 2017
Oostende – Seebad und Zufluchtsort
Dieser Tag widmet sich der Geschichte des Seebades und der Hafenstadt
Oostende: Der Maler James Ensor (1860-1949) liebte seine Geburtsstadt
und die ungestüme Nordsee, die Stadt war ihm Muse und Inspirationsquelle
zugleich. Auch der Maler Léon Spilliaert, zwanzig Jahre jünger als Ensor, ist
mit der „Königin der Badeorte“ verbunden. Seine nächtlichen Streifzüge und
die Strandspaziergänge haben ihn zu seinen besten Werken inspiriert: dunkel
und geheimnisvoll! Das neu konzipierte Kunstmuseum MuZee widmet sich
in der Ausstellung „Zwei Großmeister aus Ostende“ beiden Künstlern und
das einstige Wohnhaus von Ensor „entführt“ in die Welt dieses Künstlers.
Stefan Zweig, Joseph Roth, Egon Erwin Kisch und viele andere entdeckten in
den 1930er Jahren das Seebad. Ihrer Heimat beraubt, glich Oostende den
Verfolgten einem Versprechen für ein freies Leben. Sie diskutierten, philosophierten, rauchten und tranken in den Bars und Cafés; ein kleiner literarischer
Spaziergang zeigt einige „ihrer“ Orte.
Hotel
ƒƒ Im historischen Zentrum von
Brügge befindet sich das Hotel
Novotel Brugge Centrum mit
126 komfortablen, zweckmäßig
eingerichteten Zimmern und ist
ein guter Ausgangspunkt für die
Stadterkundungen.
Preis
864,00 €
Einzelzimmerzuschlag
144,00 €
Doppelzimmer zur Einzelnutzung
Teilnehmerzahl
min. 15 Personen
max. 28 Personen
Leitung
ƒƒ Rainer Thiesen, Köln
Kunsthistoriker
Freitag, 13. Oktober 2017
Brügge – Bürgerstolz und Mäzenatentum
Im Trubel des viel besuchten Brügge ist der Beginenhof eine Oase der Ruhe.
Wo sich ehemals Frauen aller Schichten in Gemeinschaft karitativen Aufgaben
widmeten, leben heute Benediktinerinnen. Von internationalem Rang ist das
Groeningemuseum, denn hier sind alle großen Namen der altniederländischen
Malerei vertreten: Robert Campin, Rogier van der Weyden, Petrus Christus,
Hans Memling, Hugo van der Goes und natürlich Jan van Eyck. Seine „Madonna des Kanonikus Joris van der Paele“ (1436) ist einzigartiges Beispiel
der Erzählfreude und der Technik des Meisters. Im Stadtzentrum beherrschen
der Belfried der Tuchhalle und das Rathaus das Bild. Der Schöffensaal des
Rathauses „erzählt“ mit seiner Architektur und Ausstattung von der glorreichen Geschichte der Stadt, während in der Oberkirche der Heilig-Blut-Basilika
noch heute die kostbare Reliquie des Blutes Christi verehrt wird.
Samstag, 14. Oktober 2017
Gent – Adel, Bürger, Arbeiter
Das Museum für Schöne Künste in Gent bietet einen guten Überblick über
die flämische Malerei vom 15. Jahrhundert bis in die Gegenwart, so sind hier
insbesondere auch zwei kleine, aber beeindruckende Werke von Hieronymus
Bosch sehenswert. Die Sint Pieters Abij erstrahlt als einst reichste Abtei Flanderns nach umfangreicher Restaurierung im neuen Glanz. Im Viertel zwischen
der Abtei und der Altstadt wird mit dem Kulturzentrum Vooruit und den angrenzenden Straßenzügen Gents Arbeitergeschichte genauso erlebbar, wie
im Bücherturm Henry van de Veldes moderne Architektur sichtbar.
Rückreise nach Köln (Ankunft ca. 19.30 Uhr) und Bensberg (Ankunft ca.
20.15 Uhr).
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
19
23. bis 27. August 2017 (Mi.-So.)/Sommerferien NRW
Dänemark und Schweden
Wegweisend
Kopenhagen, Malmö und Helsingborg
Mit kontrastreicher Architektur – vom Barock bis zur Postmoderne –, umspült
von Nord- und Ostsee, mit lebendigen Szene- und Sanierungsvierteln und
typisch nordisch-entspannter Atmosphäre ist Kopenhagen ein ganz besonderes Reiseziel. Der Kunsthistoriker Christian Gänsicke liebt die nordische
Metropole und ist fasziniert von der innovativen Architektur und der Stadtentwicklung seit den 1990er Jahren. Doch auch der Umgebung diesseits und
jenseits des Öresunds gilt bei dieser Ferienakademie das Interesse. Daher sind
Ausflüge über die spektakuläre Öresundbrücke ins schwedische Malmö mit
dem neuen Viertel Västra Hamnen und dem „Turning Torso“ des spanischen
Stararchitekten Santiago Calatrava ebenso vorgesehen wie der Besuch des
Schlossgartens und des Schlosses Sofiero bei Helsingborg. Diese vielfältigen
Perspektivwechsel verbinden sich in diesen Sommertagen mit Besuchen
herausragender Museen und Sammlungen sowie gemeinsamer Abendessen
in Restaurants, die überraschen.
Programm
Mittwoch, 23. August 2017
God Morgen Kopenhagen!
Flug mit Air Berlin von Düsseldorf (9.10 Uhr) nach Kopenhagen (10.30 Uhr).
Erste Eindrücke von der dänischen Hauptstadt bietet die Fahrt mit dem Reisebus zum Absalon Hotel, das sich im quirligen Viertel Vesterbro befindet.
Dänisch. Vielfältig. Kopenhagen.
Gleich der erste Spaziergang führt auf die berühmte Flanier- und Einkaufsmeile Strøget (Strich) zwischen Radhuspladsen (Rathausplatz) und Kongens Nytorv (Königlicher Neuer Markt). Ein guter Ort, um sich über aktuelle
Trends dänischen Designs zu informieren, ist das Einrichtungshaus Illums
Bolighus, denn hier präsentieren sich die bekanntesten Namen: von Hans
Wegner, Arne Jacobsen, Verner Panton, Finn Juhl, Bang & Olufsen bis hin
zum Royal Copenhagen. Hier befindet sich auch eines der trendigsten Cafés
in Dänemark. Dank umfassender Rekultivierung reihen sich im Nyhavn – dem
Neuen Hafen – wunderschöne, renovierte Häuser und hochwertige Restaurants sowie Cafés und Bars aneinander, außerdem beeindrucken auch die
neuen Gebäude des Königlichen Theaters wie die Oper. Schon fast legendär
ist der „Schwarze Diamant“, der Anbau der Königlichen Bibliothek. Und wie
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Leistungen
ƒƒ Flug mit Air Berlin von Düsseldorf nach Kopenhagen sowie
zurück inkl. Steuern und Gebühren u. a. für ein Gepäckstück
bis 23 kg, das aufgegeben wird
(Fluggesellschaft und -zeiten
vorbehaltlich möglicher Änderungen; andere Flughäfen auf
Anfrage und ggf. gegen Aufpreis);
ƒƒ 4 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/
WC im Absalon Hotel und
Frühstücksbuffet im Hotelrestaurant;
ƒƒ Drei-Gänge-Abendmenü an drei
Tagen in verschiedenen Restaurants;
ƒƒ Führungen, Besichtigungen,
Eintritte und Gebühren;
ƒƒ Bereitstellung eines Funk-Kopfhörersystems;
ƒƒ Transfers mit einem Reisebus
vom/zum Flughafen Kopenhagen;
ƒƒ Fahrt mit einem Reisebus auf der
Fähre von Helsingör nach Helsingborg/Schweden und zurück
am 24.8.2017;
ƒƒ Privat-Bootsfahrt am 25.8.2017;
ƒƒ Fahrt mit einem Reisebus über
die Öresundbrücke nach Malmö/Schweden und zurück am
26.8.2017;
im Kontrast zu dieser klaren modern-spektakulären Architektur präsentieren
sich die „Marmorkirche“ und das nahe Rokoko-Schloss Amalienborg, die
Stadtresidenz von Königin Margarethe II.
Donnerstag, 24. August 2017
Diesseits und jenseits des Öresunds
Auf einer der schönsten Straßen Dänemarks geht es entlang des Öresunds
in Richtung Norden. Erstes Ziel ist das Karen Blixen Museum in Rungsted
Kyst, das sich dem Leben und Werk der bekannten dänischen Schriftstellerin
widmet („Jenseits von Afrika“, Hollywoodfilm, 1985). In fantastischer Lage
inmitten eines großen Parks zeigt das Louisiana Museum nicht nur moderne
und zeitgenössische Kunst, sondern lädt im Park auch zur Betrachtung von
Skulpturen ein. Von Helsingör startet die Fähre am Hamlet-Schloss Kronborg
vorbei ins schwedische Helsingborg und weiter zum Schloss Sofiero, das 1864
von Kronprinz Oskar und seiner Frau Sophia von Nassau errichtet wurde. Es
besticht durch seine einmalige Lage am Öresund und mit einem Park, in dem
mehr als 10 000 verschiedene Pflanzen wachsen.
Freitag, 25. August 2017
Dänisch. Vielfältig. Kopenhagen.
Der rasante Wandel der dänischen Hauptstadt ist besonders gut vom Wasser
aus zu betrachten: Die private Bootsfahrt startet am Hafen und führt vorbei an
einstigen Hafengebäuden, die zu modernen Wohnanlagen wurden, vorbei an
der Börse, einem Kleinod der Renaissance, vorbei am „Schwarzen Diamanten“,
am neuen Opernhaus und dem Schauspielhaus und – natürlich auch – vorbei an der „Kleinen Meerjungfrau“, die an die Geschichte von Hans Christian
Andersen erinnert. Nicht vom Wasser, sondern vom Turm der Erlöserkirche
im Stadtteil Christianshavn, der über Treppen erreicht wird, bietet sich ein
beeindruckender Blick auf die Stadt und den Öresund. An der alternativen
Wohnsiedlung Christiania vorbei führt der Spaziergang weiter zum neuen
Opernhaus, das vom dänischen Architekten Henning Larsen entworfen und
von verschiedenen Künstlern mitgestaltet wurde: Per Kirkeby schuf hierfür
vier Bronzereliefs und der dänisch-isländische Künstler Olafur Eliasson kreierte drei große Lichtskulpturen für das Foyer.
Samstag, 26. August 2017
Über die Öresundbrücke nach Schweden
Ein unvergleichliches Erlebnis ist es, über die 8 km lange Öresundbrücke in
die drittgrößte Stadt Schwedens, nach Malmö, zu fahren. Faszinierend ist hier
das Nebeneinander von alter und neuer Stadtarchitektur: Etwa die St. PetriKirche im schlichten gotisch-baltischen Backstein-Stil, die Festung Malmöhus,
die im 15. Jahrhundert von Erich von Pommern gegründet wurde, und dort
der neue Stadtteil Västra Hamnen. Dieser ist im Rahmen der Europäischen
Wohnungsbauausstellung 2001 mit dem Ziel entstanden, Architektur, Stadtplanung, Landschafts- und Innenarchitektur zukunftsweisend miteinander
zu verbinden. Gleich einem Zukunfts-Wegweiser ragt mit 190 m Höhe der
„Turning Torso“ empor, den der spanische Architekt Santiago Calatrava plante.
Weiter geht es an die Hafenpromenade zum Gewächshaus Glasbubbla und
zum Moderna Museet Malmö, das ebenso mit einzigartiger Architektur überrascht, die Vergangenheit (1900) und Moderne (2009) verbindet, wie mit einer
interessanten Sammlung schwedischer, nordischer und internationaler Kunst.
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg ab/bis
Düsseldorf;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
Hotel
ƒƒ Das Absalon Hotel liegt im
Stadtteil Vesterbro in der pulsierenden Mitte Kopenhagens, in
unmittelbarer Nachbarschaft des
Hauptbahnhofs. Der Freizeitpark
Tivoli, der Meatpacking District,
die Einkaufsstraßen Strøget und
Gl. Kongevej, der Rathausplatz
sowie viele trendige Restaurants
und Cafés liegen in Gehweite.
Nach einer Gesamtrenovierung
2015 sind die 161 schallisolierten Zimmer individuell, puristisch
und farbenfroh eingerichtet.
Preis
1.565,00 €
pro Person im Doppelzimmer
Einzelzimmerzuschlag
390,00 €
Doppelzimmer zur Einzelnutzung
Teilnehmerzahl
min. 15 Personen
max. 25 Personen
Leitung
ƒƒ Christian Gänsicke, Köln
Kunstwissenschaftler,
Kunstvermittlung und Bildung
Hinweis
ƒƒ Dank der zentralen Lage des Hotels werden die Programmpunkte
in Kopenhagen durch ausgiebige, ganztägige Spaziergänge
miteinander verbunden. Für
ausgewählte Zwischendistanzen
werden öffentliche Verkehrsmittel
genutzt (U-Bahn und Bus).
Sonntag, 27. August 2017
Dänisch. Vielfältig. Kopenhagen.
Obwohl der Bildhauer Bertel Thorvaldsen (1770-1844), der einer der bekanntesten Künstler Dänemarks war, die meiste Zeit seines Lebens in Rom lebte
und arbeitete, ist ihm auf der kleinen Insel Slotsholmen ein imposantes Museum gewidmet. Ziel des weiteren Spaziergangs durch den Park von Schloss
Rosenborg ist der weitläufige Botanische Garten, der mit 27 Gewächshäusern,
einschließlich des 1874 errichteten 16 m hohen Palmenhauses, begeistert:
eine 10 Hektar große Oase inmitten der Kopenhagener Innenstadt. Mit diesen Impressionen gilt es, Abschied zu nehmen von dieser vielseitigen Stadt.
Farvel Kopenhagen!
Flug mit Air Berlin (19.05 Uhr) nach Düsseldorf (20.25 Uhr).
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
21
14. bis 18. Februar 2017 (Di.-Sa.)
Deutschland
Kunstmetropole München
Museen und Sammlungen
Konzentriert herausragende Museen und Sammlungen Münchens unter
fachkundiger Leitung zu besuchen, bietet ganz besondere Chancen. So erhalten Sie bei dieser Ferienakademie nicht nur einen guten Überblick über
die vielfältige Münchener Museumslandschaft, sondern Sie tauchen auch
in verschiedene Epochen der Kunstgeschichte ein und „begegnen“ großen
Meistern der Jahrhunderte bis in die Gegenwart: in den Pinakotheken, im
„Stall des Blauen Reiters“, im Museum Brandhorst, in der privaten Sammlung Goetz, im Bayerischen Nationalmuseum und im Ägyptischen Museum.
Programm
Dienstag, 14. Februar 2017
Bahnreise von Köln Hbf. (7.55 Uhr) nach München Hbf. (12.27 Uhr) und
Transfer mit dem Reisebus zum Tagungshaus der Katholischen Akademie in
Bayern und Gelegenheit zur Mittagspause.
Kunsthalle München (Ausstellung „Spaniens Goldene Zeit“)
Im Herzen Münchens zwischen Marienplatz und Odeonsplatz befindet sich
die Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung (kurz Kunsthalle). Die jährlichen drei
Sonderausstellungen begründen den internationalen Ruf des Hauses. Die
aktuelle Ausstellung „Spaniens Goldene Zeit. Die Ära Velázquez in Malerei
und Skulptur“ richtet den Blick auf Meister wie El Greco, Velázquez, Zurbarán
oder Murillo. Gezeigt werden rund hundert Meisterwerke internationaler
Sammlungen, u. a. aus dem Museo del Prado in Madrid, dem Museo Nacional de Escultura in Valladolid, dem Metropolitan Museum of Art in New York
und dem Louvre in Paris.
Mittwoch, 15. Februar 2017
Neue Pinakothek
Einen interessanten Überblick über die Epochen der europäischen Kunst von
der Aufklärung bis zum Beginn der Moderne bieten die Säle der Neuen Pinakothek. Gezeigt werden hier vor allem Landschafts-, Genre- und Historienbilder,
Werke der Deutschen Romantik, darunter solche von Caspar David Friedrich,
sowie der Münchner Schule um Karl von Piloty. Arbeiten von Spitzweg („Armer
Poet“), Schwind, Böcklin, Feuerbach sowie dem Deutschrömer von Marées
komplettieren hier die Eindrücke ebenso wie die Gemälde von Vorreitern
der Moderne, so von Gauguin, van Gogh („Sonnenblumen“) oder Cézanne.
22
Leistungen
ƒƒ Bahnreise (ICE; 2. Kl.) von Köln
Hbf. nach München Hbf. sowie
zurück (andere Abfahrts-/Zustiegsorte auf Anfrage und ggf.
gegen Aufpreis);
ƒƒ 4 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Dusche/WC im Kardinal Wendel Haus;
ƒƒ Frühstücksbuffet im Tagungshaus;
ƒƒ Drei-Gänge-Abendmenü in verschiedenen Restaurants an allen
Tagen;
ƒƒ Führungen, Besichtigungen,
Eintritte und Gebühren laut
Programm;
ƒƒ Bereitstellung eines Funk-Kopfhörersystems;
ƒƒ Transfers mit einem Reisebus
ab/bis München Hbf. am Anund Abreisetag;
ƒƒ Mehrtageskarten für die Nutzung
öffentlicher Verkehrsmittel im
Stadtgebiet von München;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg ab/bis
Köln Hbf.;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
Städtische Galerie Lenbach
Berühmt ist das „Lenbachhaus“ für die weltweit größte Sammlung zur Kunst
des „Blauen Reiters“ mit Werken von Franz Marc, Wassily Kandinsky, August
Macke, Marianne von Werefkin, Paul Klee und Gabriele Münter. Ihr ist diese
Sammlung zu verdanken, denn an ihrem 80. Geburtstag überließ sie dem
Haus u. a. 25 eigene Gemälde, 90 Ölbilder Kandinskys, etwa 330 seiner Aquarelle und Zeichnungen, seine Skizzenbücher, Hinterglasbilder, Druckgrafiken
und zahlreiche Arbeiten auf Papier. Weitere Abteilungen widmen sich den
einst in München arbeitenden Malern oder der Kunst nach den beiden Weltkriegen. Beachtenswert ist auch das Ausstellungsgebäude selbst: Der britische Architekt Norman Foster verband die einstige Villa des „Malerfürsten“
Franz von Lenbach mit einem golden glänzenden Neubau (eröffnet 2013).
Donnerstag, 16. Februar 2017
Alte Pinakothek
In 19 Sälen und 47 Kabinetten zeigt die Gemäldegalerie, die zu den bedeutendsten der Welt zählt, europäische Malerei vom 14. bis zum 18. Jahrhundert.
Die Sammlung geht zurück auf Ludwig I. von Bayern und seine Vorliebe für
altdeutsche Bilder und Werke der italienischen Renaissance. So erwarb er
1827 die Sammlung der Kölner Brüder Boisserée mit 216 altdeutschen und
niederländischen Meisterwerken. Schon bald fühlte er sich verpflichtet, die
Kunstwerke der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Allerdings lässt auch die
Sammlung niederländischer Meister eine Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Ansprüchen des 17. Jahrhunderts an die Malerei zu. (Auch wenn
aufgrund umfangreicher Sanierungsarbeiten bis Ende 2017 nur ausgewählte
Säle geöffnet sind, sind Einblicke in die Qualität der Sammlung möglich.)
Bayerisches Nationalmuseum
Mit Exponaten aus zwei Jahrtausenden gleicht der Besuch des Hauses einer
Reise durch die europäische Kunst- und Kulturgeschichte: mit regionaler
und europäischer Malerei, mit Skulpturen, Kunsthandwerksarbeiten, Elfenbein- und Goldschmiedearbeiten, Bildteppichen, Möbeln, Waffen und erlesenem Porzellan. Auch diese Sammlung hat „königlichen“ Ursprung, denn
die Gründung geht auf König Maximilian II. zurück (1855). Die aus Berlin
„zugezogene“ Sammlung Bollert umfasst insbesondere spätgotische Plastik
des deutschen Raumes.
Freitag, 17. Februar 2017
Pinakothek der Moderne
Die hier gezeigte Sammlung ist erst nach 1945 durch Stiftungen, Vermächtnisse und Zukäufe entstanden. Schwerpunkt ist die Klassische Moderne: vom
Expressionismus über Fauvismus, Kubismus, Neue Sachlichkeit, Bauhaus und
Surrealismus bis zur Gegenwartskunst seit den späten 1950er Jahren. Für
diese Zeit des Abstrakten Expressionismus, der Pop Art und der Minimal Art
sind international herausragende Künstler wie Andy Warhol, Jasper Johns,
Willem de Kooning, Robert Motherwell, Lucio Fontana und viele andere zu
nennen. Auch sind Exponate der Neuen Medien, Fotografie- und Video-Kunst
hier zu betrachten.
Museum Brandhorst
Unweit der Pinakotheken, auf dem Gelände der ehemaligen Türkenkaserne,
beherbergt das Museum Brandhorst die Sammlung von Udo und Anette
Brandhorst. Den Schwerpunkt bilden Arbeiten zeitgenössischer Größen, die
die Kunst seit 1945 entscheidend beeinflussten: mit Werken von Pablo Picasso, Sigmar Polke, Cy Twombly, Andy Warhol, Joseph Beuys u. a., die hier mit
ihren Werken ins rechte Licht gerückt werden. Präsentiert wird die Sammlung
in immer neu konzipierten Ausstellungen: Aktuell akzentuiert die Ausstellung
„Schiff ahoy, zeitgenössische Kunst aus der Sammlung Brandhorst“ Minimal
Art, Arte Povera und Konzeptkunst; im Obergeschoss wird Cy Twombly „In
the studio“ retrospektivisch gezeigt.
Hotel
ƒƒ Das Kardinal Wendel Haus in
München-Schwabing ist Tagungszentrum der Katholischen
Akademie in Bayern, verfügt über
33 funktional eingerichtete Zimmer und liegt in unmittelbarer
Nähe des Englischen Gartens.
Preis
898,00 €
pro Person im Doppelzimmer mit
Bahnreise ab/bis Köln Hbf.
794,00 €
pro Person im Doppelzimmer bei eigener An-/Abreise zum/vom Kardinal
Wendel Haus München
Einzelzimmerzuschlag
126,00 €
Teilnehmerzahl
min. 15 Personen, max. 28 Personen
Leitung
ƒƒ Rainer Thiesen, Köln
Kunsthistoriker
Hinweise
ƒƒ Besuch der Sonderausstellung
„Spaniens Goldene Zeit. Die
Ära Velázquez in Malerei und
Skulptur“ (Kunsthalle München)
ƒƒ Spaziergänge und Fahrten mit
öffentlichen Verkehrsmitteln verbinden die Museumsbesuche.
Samstag, 18. Februar 2017
Ägyptisches Museum
Als „klein aber fein“ gilt die ägyptische Sammlung Münchens. Die Architektur
des Neubaus von Peter Böhm nimmt Bezug auf Ägypten: Nun schreitet der
Besucher durch ein riesiges Portal – in Erinnerung an die ausgefeilte ägyptische Grabkultur – hinab ins „Licht“.
Bahnreise von München Hbf. (15.28 Uhr) nach Köln Hbf. (20.05 Uhr).
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
23
24. bis 26. März 2017 (Fr.-So.)
Deutschland
Licht in der Finsternis
Zum Oratorium „Lux in tenebris“ nach Hildesheim
Mitwirkende
Martina Gedeck (Rezitation), Geraldine Zeller (Sopran), Anne Bierwirth (Alt),
Manuel König (Tenor), Stephan Freiberger (Bariton), Chöre der Hildesheimer
Dommusik
Musikalische Leitung
ƒƒ Dommusikdirektor Thomas Viezens und Domkantor Stefan Mahr
Samstag, 25. März 2017
vormittags (Führung im Dom)
Ursprünglich. Romanisch.
Der Dom St. Mariä Himmelfahrt
Hell, klar, einnehmend, konzentriert … so präsentiert sich seit 2015 nach
langer Renovierung der „neue“ Dom. Er birgt einzigartige Kunstwerke wie
die bronzene Bernwardtür mit Darstellungen der Heilsgeschichte oder die
Bernwardsäule mit Darstellungen der Taten Christi (beides 11. Jahrhundert),
den Heziloleuchter oder den Tausendjährigen Rosenstock an der Außenwand
der Apsis, der seit vielen Jahren das Symbol der Stadt Hildesheim ist.
ƒƒ Dr. Claudia Höhl, Hildesheim, Direktorin des Dommuseums
nachmittags (Führung im Dommuseum und im Kloster Marienrode)
„Mehr als ein Schatz“
Das Dommuseum: Konzeption und Exponate
In harmonischer Verbindung von historischer und moderner Architektur bietet
das Haus rund um den „Tausendjährigen Rosenstock“ faszinierende Blicke
auf die herausragenden Exponate der zum UNESCO-Welterbe gehörenden
sakralen Schatzkunst. Blickachsen setzen hier Kunstwerke von höchster Qualität – wie das Marienreliquiar, das reich verzierte Bernwardkreuz, das kostbare
Bernwardevangeliar oder das Ringelheimer Kreuz – eindrucksvoll in Szene.
ƒƒ Dr. Claudia Höhl, Hildesheim, Direktorin des Dommuseums
Aus Anlass der Wiederaufführung des Friedens-Oratoriums „Lux in tenebris –
Licht in der Finsternis“ laden wir Sie für ein Wochenende nach Hildesheim ein.
Denn der Besuch des Oratoriums, das im Dom – nach der fulminanten Uraufführung 2015 zum 1200-jährigen Jubiläum des Bistums Hildesheim – nun
an nur drei Abenden wiederaufgeführt wird, ist eine wunderbare Hommage
an den Dom. Ausgehend von den dargestellten alt- und neutestamentlichen
Themen der Bernwardtür des Domes erzählt „Lux in tenebris“ vom Fall in die
Dunkelheit und der Suche nach dem neuen Licht. Biblische Szenen werden
mit Reflexionen über die spirituelle Dimension von Licht und Finsternis im
Zusammenspiel von Musik, Text und Lichtkunst spirituell eindrucksvoll in
Beziehung gesetzt.
Wir freuen uns daher sehr, Ihnen den Besuch des Oratoriums sowie exklusiv
ein Gespräch mit dem Komponisten Helge Burggrabe und der Mitautorin
Angela Krumpen über Kontexte und Akzente zu ermöglichen.
Nach dem Erleben des abendlichen Doms wird im Licht des Tages dann die
Direktorin des Dommuseums, Dr. Claudia Höhl, die Schätze des Domes und
„ihres“ Hauses zeigen. Abgerundet werden die Eindrücke dieses Wochenendes durch den Besuch des Benediktinerinnenklosters Marienrode sowie der
Basilika St. Michaelis, die wie der Dom zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.
Programm
Freitag, 24. März 2017
Busreise von Köln (7.30 Uhr) und Bensberg (8.15 Uhr) zum Hotel van der
Valk nach Hildesheim. Ankommen, Begrüßung und Gespräche beim
Mittagessen im Hotelrestaurant.
nachmittags (Einführungsgespräch)
Das Oratorium „Lux in tenebris“
Kontexte, Akzente, Resonanz
ƒƒ Helge Burggrabe, Fischerhude, Komponist und Flötist
ƒƒ Angela Krumpen, Tönisvorst, Journalistin und Librettistin des Oratoriums
abends (Besuch des Oratoriums im Dom)
„Lux in tenebris – Licht in der Finsternis“
Oratorium für Frieden und Versöhnung von Helge Burggrabe mit Musik,
Sprache und Lichtkunst im Dom
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Leistungen
ƒƒ Busreise von Köln und Bensberg
sowie zurück;
ƒƒ 2 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Dusche/WC im
Hotel Van der Valk;
ƒƒ Frühstücksbuffet im Hotelrestaurant;
ƒƒ Lunchbuffet am 24.3.2017;
ƒƒ Drei-Gänge-Abendmenü an beiden Tagen im Hotelrestaurant;
ƒƒ Vortrag, Führungen, Besichtigungen, Eintritte und Gebühren laut
Programm;
ƒƒ Karte für das Oratorium „Lux in
tenebris“ (36,50 €);
ƒƒ Bereitstellung eines Funk-Kopfhörersystems;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg ab/bis Köln;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
Vor den Toren der Stadt
Das Benediktinerinnenkloster Marienrode
Seit 1988 bewohnen Benediktinerinnen aus der Abtei St. Hildegard in Rüdesheim-Eibingen das 1125 von Bischof Berthold von Hildesheim gegründete
Augustiner-Chorherrenstift. Zuvor waren das Kloster, die Pfarrkirche und die
Wirtschaftsgebäude von der Klosterkammer Hannover käuflich erworben und
instandgesetzt worden. Zum Kloster gehört die katholische Pfarrkirche St. Michael und am Rande des Klostergeländes eine ehemalige Wallfahrtskirche,
die heutige evangelische Pfarrkirche St. Cosmas und Damian.
ƒƒ Gerhild Radvan, Hildesheim, Vorsitzende der Hildesheim Stadtführer
Gilde e. V.
Hotel
ƒƒ Das Van der Valk Hotel befindet sich mit 108 Zimmern hinter
denkmalgeschützter Fachwerkund Rokokofassade am Marktplatz von Hildesheim.
Preis
528,00 €
pro Person im Doppelzimmer
Einzelzimmerzuschlag
51,00 €
Doppelzimmer zur Einzelnutzung
Teilnehmerzahl
min. 15 Personen, max. 28 Personen
Leitung
ƒƒ Elisabeth Bremekamp, Bensberg
Leiterin des Referates Ferienakademien
Hinweise
ƒƒ Freitag, 24. März 2017
Exklusive Einführung in das Oratorium „Lux in tenebris“ durch
den Komponisten Helge Burggrabe und die Mitautorin Angela
Krumpen
ƒƒ Samstag, 25. März 2017
Gespräch mit einer Benediktinerin im Kloster Marienrode
Sonntag, 26. März 2017
Gelegenheit zum Besuch eines katholischen Gottesdienstes im Dom St. Mariä Himmelfahrt (10.00 Uhr) bzw. eines evangelischen Gottesdienstes in der
Basilika St. Michaelis (11.00 Uhr)
Einzigartig. Romanisch.
Die Kirche St. Michaelis
Als doppelchörige Basilika ist St. Michaelis, einst von Bischof Bernward zwischen 1010 und 1022 als Klosterkirche erbaut, ein Schlüsselwerk mittelalterlicher Baukunst und nimmt mit der bemerkenswerten baulichen Rhythmik
und der bemalten Holzdecke, die den Stammbaum Christi („Wurzel Jesse“)
darstellt, gefangen. Interessant sind ebenso die Engelschorschranke und
Kapitelle, der Kreuzgang (um 1250) sowie die Krypta mit dem Grab Bischof
Bernwards (1015/1022).
Historisch?! Der Marktplatz von Hildesheim
Mit dem Rathaus, dem alten Patrizierhaus (Tempelhaus), dem Wedekindhaus, dem Bäcker- und Knochenamtshaus, dem Lünzel- oder Rolandhaus
strahlt der Marktplatz von Hildesheim nicht nur Geschichtsträchtigkeit aus,
sondern scheint auch historisch authentisch. Doch der zweite Blick zeigt: Der
historische Marktplatz wurde nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges
originalgetreu wieder errichtet.
Rückreise (14.00 Uhr) nach Bensberg (Ankunft ca. 18.00 Uhr) und Köln
(Ankunft ca. 18.45 Uhr).
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
25
30. April bis 3. Mai 2017 (So.-Mi.)
Deutschland
Luther, Augsburg und die Reformation
Spurensuche in der Stadt am Lech
Nicht nur Wittenberg hat mit Martin Luther Reformationsgeschichte geschrieben, sondern auch Augsburg: 1518 verweigerte Martin Luther bei dem Verhör durch Kurienkardinal Cajetan in den Fuggerhäusern den Widerruf seiner
Thesen. In der Stadt am Lech wurde Philipp Melanchthons Augsburger Bekenntnis, die Confessio Augustana, 1530 vor dem Kaiser und den Großen des
Reiches verlesen. 1555 wurde hier der Augsburger Religionsfrieden besiegelt
und nicht zuletzt unterzeichneten Vertreter beider Konfessionen 1999 in der
Kirche St. Anna die gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre. Gründe
genug, anlässlich des Gedenkens an 500 Jahre Reformation in Augsburg
zwischen Dom und St. Ulrich, der Jakobervorstadt mit der Fuggerei und im
malerischen Lechviertel auf Spurensuche zu gehen.
Programm
Sonntag, 30. April 2017
In die Stadt der Reformation
Reise mit der Deutschen Bahn von Köln Hbf. (9.55 Uhr) nach Augsburg Hbf.
(13.53 Uhr). Transfer mit einem Reisebus zum Tagungshotel Haus Sankt
Ulrich, das ideal im Zentrum der Stadt liegt.
nachmittags (Vorträge)
Der katholische Luther – Theologische Wurzeln
Nach 95 Thesen – Stationen der Reformationsgeschichte
Montag, 1. Mai 2017
Von Fuggern und der rechten konfessionellen Parität
Die durch Martin Luther initiierten Veränderungen werden nach 1517 in Augsburg von den einzelnen Gliedern der Stadt unterschiedlich aufgenommen:
Während das vornehme Geschlecht der Fugger dem „alten Glauben“ treu
bleibt und ihn nach Kräften unterstützt, folgen die Handwerker mehrheitlich
sehr früh den neuen Ideen. So bedeutet ein Rundgang durch die Jakobervorstadt und die Oberstadt entlang der Maximilianstraße daher ein „Pendeln“
zwischen den Orten der einen oder der anderen Haltung: Die Jakobervorstadt
war durch eher arme Handwerker und Tagelöhner geprägt, deren Pfarrkirche
St. Jakobus sich schon 1521 dem neuen Glauben öffnete. Selbst alteingesessene Institutionen wie das Barfüßerkloster der Franziskaner, wo der Mönch
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Leistungen
ƒƒ Bahnreise (ICE, 2. Kl.) von Köln
Hbf. nach Augsburg Hbf. sowie
zurück (andere Abfahrts-/Zustiegsorte auf Anfrage und ggf.
gegen Aufpreis);
ƒƒ 3 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/
WC im Tagungshotel Haus Sankt
Ulrich;
ƒƒ Frühstücksbuffet im Tagungshaus;
ƒƒ Kaffee- und Teepause am
30.4.2017;
ƒƒ Drei-Gänge-Abendmenü in örtlichen Restaurants an allen Tagen;
ƒƒ Führungen, Besichtigungen, Eintritte und Gebühren laut
Programm;
ƒƒ Tagungsraummiete;
ƒƒ Bereitstellung eines Funk-Kopfhörersystems;
ƒƒ Transfers mit einem Reisebus
ab/bis Augsburg Hbf. am
An- und Abreisetag;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg ab/bis
Köln Hbf.;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
Johann Schilling bis 1524 durch sozialreformerische Predigten begeisterte,
wandten sich hier der Reformation zu. Die Fugger dagegen bauten mitten
in der Vorstadt seit 1516 an der Fuggerei, einer bis heute tätigen Sozialeinrichtung, die Jakob Fugger 1521 per Stiftungsbrief nur katholischen armen
Augsburgern öffnete. An der Maximilianstraße in der Oberstadt sorgten sie
durch die Stiftung einer Predigerstelle in der Moritzkirche für fundierte katholische Predigten in „ihrer“ Pfarrkirche. 1518 öffneten sie ihre Residenz,
die Fuggerhäuser, Kardinal Cajetan, der hier vergeblich versuchte, Luther
zum Widerruf seiner Thesen zu zwingen. Nach den Wirren der Reformation
und den in der Folge sogar kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen
den Konfessionen prägten Bemühungen um die strikte Einhaltung der konfessionellen Parität das Miteinander. Dafür steht in der Jakobervorstadt die
alte „Stadtmetzg“, wo seit 1712 die von Direktoren beider Konfessionen
paritätisch geführte reichsstädtische Kunstakademie ihren Sitz hatte. Auch
das prachtvolle Ende der Maximilianstraße ist paritätisch: Im rechten Winkel
angelehnt an die machtvolle ehemalige Abteikirche St. Ulrich und Afra steht
die evangelische Ulrichskirche.
Dienstag, 2. Mai 2017
„Confessio Augustana“, Religionsfriede und das evangelische Zentrum
Zwischen Rathaus, Annenkirche und Dom spielten sich die großen Ereignisse
ab, die Augsburgs Platz in der Reformationsgeschichte manifestierten. Im
Vorgänger des prachtvollen Goldenen Saals des Rathauses wurde 1555 der
Augsburger Religionsfriede verkündet. Mit der Kurzformel „Cuius regio, eius
religio“ bestimmte dieser hierzulande lange die konfessionelle Landschaft. Die
Annenkirche und das zugehörige ehemalige Karmeliterkloster sind heute das
evangelische Zentrum Augsburgs. Hier nahm Martin Luther 1518 Quartier,
hier unterzeichneten aber auch Vertreter beider Konfessionen die gemeinsame
Erklärung zur Rechtfertigungslehre im Jahre 1999. Das Museum „Lutherstiege“ im Kreuzgang verdeutlicht Augsburgs Einbindung in die Reformationsgeschichte, insbesondere Luthers Verhör durch Kardinal Cajetan. Gleichzeitig
ist das Kirchengebäude radikal paritätisch: Die evangelische Annenkirche
geht nahtlos in die katholische Fuggerkapelle über. Führt der Weg zur ehemaligen fürstbischöflichen Residenz, so ist dies der andere Ort eines großen
Reformationsereignisses: Hier wurden 1530 die 28 Artikel des Augsburger
Bekenntnisses (Confessio Augustana) vor Kaiser, Fürsten und Reichsständen
verlesen. Auch in den Vierteln rund um den Dom ist die Reformation z. B.
mit der Doppelanlage der Kreuzkirchen mit ihrer wechselvollen Geschichte
lebendig. Interessant ist auch, im Fugger-und-Welser-Erlebnismuseum Luthers
kritische Haltung zu den Geschäften der Fugger zu verfolgen.
Hotel
ƒƒ Im Zentrum der 2 000 Jahre
alten Reichs- und Fuggerstadt
Augsburg und in unmittelbarer
Nachbarschaft zur Basilika St.
Ulrich und Afra befindet sich das
Tagungshotel Haus Sankt Ulrich
der Diözese Augsburg. Es verfügt
u. a. über 71 funktional-puristisch
eingerichtete Zimmer und über
ein Innen-Schwimmbad.
Preis
679,00 €
pro Person im Doppelzimmer
549,00 €
Bei eigener An-/Abreise zum/vom
Tagungshotel Haus Sankt Ulrich
Einzelzimmer
ohne Aufpreis
Teilnehmerzahl
min. 15 Personen
max. 28 Personen
Leitung
ƒƒ Rainer Thiesen, Köln
Kunsthistoriker
Hinweis
ƒƒ Dank der zentralen Lage des
Tagungshotels Haus Sankt Ulrich
werden alle Programmpunkte
durch ausgedehnte Stadtspaziergänge miteinander verbunden.
Mittwoch, 3. Mai 2017
Der Augsburger Dom
Am Portal des Augsburger Domes ließ Martin Luther am 22. Oktober 1518
die „Appellation von dem übel unterrichteten an den besser zu unterrichteten
Papst“ anschlagen. So gilt abschließend das Interesse sowohl diesem Ereignis
als auch der langen Baugeschichte der Kathedrale.
Transfer mit dem Reisebus zum Augsburger Hauptbahnhof und Rückreise
(14.03 Uhr) nach Köln Hbf. (18.05 Uhr).
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
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31. Mai bis 5. Juni 2017 (Mi.-Mo.)/Pfingsten
Deutschland
Vielseitig. Franz Liszt!
„Liszt Biennale 2017“ in Weimar
Donnerstag, 1. Juni 2017
Franz Liszt und der Weimarer Hof
Ohne die Großherzogin Maria Pawlowna, die seit 1804 in Weimar mit Erbprinz Carl Friedrich verheiratet war, hätte Franz Liszt vermutlich hier nicht
Musikgeschichte geschrieben. Denn nachdem sie auf dem Wiener Kongress
für eine Aufwertung des kleinen Staates gesorgt hatte, entfaltete sie ein umfangreiches kulturelles und soziales Engagement: So holte sie auch Franz
Liszt als Hofkapellmeister und weitere Künstler in die Kleinstadt. Mit ihrem
Namen ist seitdem das „Silberne Zeitalter“ Weimars verbunden. Lohnenswert
ist es, ihrer Spur zu folgen: in die „Dichterzimmer“, in den Garten von Schloss
Belvedere, zu ihrer Grabkapelle.
Freitag, 2. Juni 2017
Exzentrisch. Virtuos: Liszt in Weimar – Spurensuche
Vom Denkmal im Ilmpark und seinem Wohnhaus an der Marienstraße mit
Original-Inventar führt der Weg zum Theaterplatz, denn Liszt war es, der ab
1842 als „Hofkapellmeister im außerordentlichen Dienst“ dem Städtchen
an der Ilm zu neuem kulturellen Aufschwung verhalf. Welche Bedeutung der
„Russische Hof“ oder der „Goldene Anker“ zu jener Zeit hatten, darüber wird
ebenso zu reden sein wie über die Umtriebigkeit von Liszt. Eine besondere
Begegnung mit seinem Werk bietet sich im Goethe- und Schiller-Archiv: Aus
dem Liszt-Nachlass sehen Sie ausgewählte Partituren.
ƒƒ
Ungar von Herkunft, Deutscher in der Sprache, Franzose durch Neiƒƒ und Europäer aus Überzeugung – viele Rollen charakterisieren
gung
den Klaviervirtuosen und Komponisten Franz Liszt, der von Großherzogin Maria Pawlowna 1842 als Hofkapellmeister an den Weimarer
Hof gerufen wurde und schon zuvor in Weimar kein Unbekannter war.
Diese Rollen-Vielfalt greift die „Liszt Biennale 2017“ auf und lädt zu
Konzerten ein. Für Sie ausgewählt haben wir – neben dem Eröffnungskonzert – drei weitere Aufführungen: Im Festsaal des Stadtschlosses Weimar und in „seinem“ Wohnhaus, der Altenburg, setzen Ensembles das
Leitthema des Festivals musikalisch um. Das Konzert in der Predigerkirche in Erfurt akzentuiert mit Orgel und Gesang weitere Facetten. Neben
diesen Höhepunkten besuchen Sie mit Rainer Thiesen Orte in Weimar,
die mit Leben und Wirken von Liszt und seiner Zeitgenossen verbunden
sind. Nicht zuletzt erklingt für Sie die „Liszt-Orgel“ in Denstedt und Sie
sind mit dem Koordinator der „Liszt Biennale Thüringen“ im Gespräch.
Programm
Mittwoch, 31. Mai 2017
Vom Rhein an die Ilm
Busreise von Köln (7.30 Uhr) und Bensberg (8.15 Uhr) nach Weimar.
nachmittags
Vielseitig. Franz Liszt!
Programmeinführung und ein erster Spaziergang: durch den Park an der Ilm,
zum Liszt-Denkmal, zum Wohnhaus, das ab 1869 Liszts saisonaler Lebensmittelpunkt und Schauplatz zahlreicher privater Konzerte war.
abends (Konzertbesuch im Deutschen Nationaltheater Weimar)
Eröffnet: Die „Liszt Biennale 2017“
ƒƒ Programm: Franz Liszt: Zwei Szenen aus Lenaus „Faust“, Richard Wagner:
Vorspiel und Liebestod aus „Tristan und Isolde“, Ludwig van Beethoven:
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 5 Es-Dur op. 73
ƒƒ Ausführende: Staatskapelle Weimar, Enrico Pace (Klavier)
Leistungen
ƒƒ Busreise von Köln und Bensberg
sowie zurück;
ƒƒ 5 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Dusche/WC im Dorint Hotel Am Goetheparks;
ƒƒ Frühstücksbuffet im Hotelrestaurant;
ƒƒ Drei-Gänge-Abendmenü oder
-buffet an vier Abenden im Hotelrestaurant sowie am 4.6.2017 in
einem Restaurant in Erfurt;
ƒƒ Vorträge, Führungen, Besichtigungen, Eintritte und Gebühren;
ƒƒ Tagungsraummiete;
ƒƒ Bereitstellung eines Funk-Kopfhörersystems;
ƒƒ Festspielarrangement: Eröffnungskonzert (31.5.2017, PK A),
Konzerte am 3. und 4.6.2017
(freie Platzwahl);
ƒƒ Privatkonzert auf der „Liszt-Orgel“ am 4.6.2017;
ƒƒ Ausflug mit dem Reisebus am
4.6.2017;
ƒƒ Kulturförderabgabe;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg ab/bis Köln;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
Hotel
Das Dorint Hotel Am Goethepark
Weimars verdankt seine Ausstrahlung der architektonischen
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Samstag, 3. Juni 2017
Liszt und Beethoven, Liszt und Chopin (Vortrag, Prof. Dr. Wolfram Huschke)
Akzente und Kompositionen der „Liszt-Biennale Thüringen 2017“
mittags (Konzertbesuch in der Altenburg)
„Musik bei Liszt“
ƒƒ Alexej Gorlatch. 1. Preisträger Klavier des ARD-Wettbewerbs (2011), spielt
Werke von Ludwig van Beethoven und Chopin.
nachmittags (Besuch und Führung)
Im Spiegel des Bildes: die Liszt-Zeit
Welche Themen, Stilformen, Farben und Nuancen wählten darstellende
Künstler im „Silbernen Zeitalter“? Die Gemäldegalerien des Stadtschlosses
bieten interessante Anhaltspunkte bei Werken von Caspar David Friedrich bis
Auguste Rodin und geben Hinweise auf den „Zeitgeist“ jener Ära.
frühabends (Konzertbesuch im Festsaal des Residenzschlosses)
„Liebe. Lieder. Liszt.“
ƒƒ Programm: Tre Sonetti di Petrarca (Lied- und Klavierversion) Liebesträume
(3 Notturnos, Lied- und Klavierversion), Liebeslieder Liszts, in verschiedenen
kompositorischen Fassungen
ƒƒ Ausführende: Mariam Batsashvili (Klavier), Lied-Duo: André Schuen (Bariton) und Daniel Heide (Klavier)
Sonntag, 4. Juni 2017 (Pfingstsonntag)
Gelegenheit zum Besuch eines katholischen Gottesdienstes in der HerzJesu-Kirche oder eines evangelischen Gottesdienstes in der „Herderkirche“.
nachmittags
Liszt und „seine“ Orgel
1980 entdeckte der Organist Michael von Hintzenstern die „Liszt-Orgel“ in der
kleinen Dorfkirche von Denstedt und ließ sie restaurieren. Hierher lud einst
Liszt mit seinem „legendarischen Kantor“ Alexander Wilhelm Gottschalg zu
„Orgelconferenzen“ ein und veranstaltete zwei „Privatkonzerte“.
abends (Konzertbesuch in der Predigerkirche, Erfurt)
Liszt. Religiös.
ƒƒ Programm: Werke von Richard Wagner, Franz Liszt u. a.
ƒƒ Ausführende: Undine Dreißig (Mezzosopran), Professor Matthias Dreißig
(Orgel)
Verbindung zweier klassizistischer
Villen mit einem Neubau und befindet sich nahe am historischen
Stadtkern. Die 143 Zimmer sind
komfortabel eingerichtet, alle Bäder
verfügen über eine Badewanne mit
integrierter Dusche.
Preis
1.189,00 €
pro Person im Doppelzimmer
Einzelzimmerzuschlag
165,00 €
Doppelzimmer zur Einzelnutzung
Teilnehmerzahl
min. 15 Personen, max. 28 Personen
Leitung
ƒƒ Rainer Thiesen, Köln
Kunsthistoriker
Exklusiv
Präsentation im Goethe- und
Schiller-Archiv am 2.6.2017
ƒƒ Evelyn Liepsch, Goethe- und
Schiller-Archiv, Klassik Stiftung
Weimar
Vortrag/Gespräch am 3.6.2017
ƒƒ Professor em. Dr. Wolfram
Huschke, Weimar
Koordinator der „Liszt-Biennale
Thüringen 2017“,
Rektor der Hochschule Franz
Liszt Weimar i. R.,
Präsident der Deutschen LisztGesellschaft
Orgelführung und Privatkonzert
am 4.6.2017
ƒƒ Michael von Hintzenstern,
Weimar
Studium Komposition an der
Hochschule für Musik Franz Liszt
in Weimar, Orgel an der Thüringer Kirchenmusikschule in
Eisenach und Musikwissenschaft
in Halle
Montag, 5. Juni 2017 (Pfingstmontag)
Gelegenheit zum Besuch eines kath. Gottesdienstes in der Herz-Jesu-Kirche
oder eines ev. Gottesdienstes in der „Herderkirche“.
Von der Ilm an den Rhein
Rückreise nach Bensberg (Ankunft ca. 18.30 Uhr) und Köln (Ankunft ca.
19.15 Uhr).
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
29
11. bis 15. Juni 2017 (So.-Do.)
Deutschland
Fürstliche Landschaft
Das Gartenreich Dessau-Wörlitz
Auenwälder, ausgedehnte Wiesen und Flüsse prägen die Landschaft, in der
Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau sein Gartenreich gestalten ließ.
Als Fürst der Aufklärung lehnte er den Barockgarten ab und suchte für seine
Gartenschöpfung Vorbilder, die sich an der Natur orientierten. Inspiriert durch
gemeinsame Reisen nach England und Italien zum Beispiel mit dem befreundeten Architekten Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff ließ er eine Auenlandschaft anlegen, die einem Kunstwerk gleicht und schon Goethe faszinierte:
„Hier ist‘s ietzt unendlich schön.“ Der Kleinstaat Anhalt-Dessau entwickelte
sich unter seinem Regenten im 18. Jahrhundert zu einem geistig-kulturellen
Zentrum und gilt als ein herausragendes Beispiel für die Umsetzung philosophischer Prinzipien der Aufklärung in einer Landschaftsgestaltung. Mit
dem Umzug des Bauhauses von Weimar nach Dessau erlebte die einstige
Residenzstadt 1925 eine weitere baukünstlerisch-kulturelle Blüte. Trotz der
Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg sind die bedeutenden Bauten dieser
Epoche erhalten und präsentieren sich heute in einem gepflegten Ensemble.
Erkunden und erleben Sie mit Ralph Hoppe, der für die Staatlichen Schlösser
und Gärten Wörlitz tätig war, das Herausragende dieser Kulturlandschaft.
Programm
Sonntag, 11. Juni 2017
Vom Rheinland ins Welterbe-Gartenreich Dessau-Wörlitz
Busreise von Bensberg (8.00 Uhr) und Köln (8.45 Uhr) nach Dessau-Roßlau.
Ein erster Spaziergang am Nachmittag führt durch die Altstadt. Das Anhaltische Theater, das Denkmal von Fürst Leopold III. Friedrich Franz vor der
Johanniskirche, der Johannbau, die Marienkirche mit einem Denkmal von
Fürst Leopold I., den Theodor Fontane in einem Gedicht den „Alten Dessauer“ nennt, sind Haltepunkte. Eine Gedenktafel auf dem Weg ist Moses
Mendelssohn, 1729 in Dessau geboren, gewidmet. Er gilt als Begründer der
jüdischen Aufklärung.
Nähe auch eine Wohnsiedlung für die Bauhauslehrer entstand. Neben den
Führungen durch das Bauhausgebäude und den Meisterhäusern von Feininger, Kandinsky, Klee oder Schlemmer schließt sich am Nachmittag eine
Stadtrundfahrt an. Besucht werden das Kornhaus an der Elbe, das historische
Arbeitsamt und die Gebäude des Neuen Bauens in Dessau-Törten.
Dienstag, 13. Juni 2017
Wörlitz: Synthese von englischer Aufklärung und Antike
Als Herzstück des „Gartenreiches Dessau-Wörlitz“ spiegeln die Wörlitzer
Gärten Aufklärung und Klassizismus in Deutschland wider. Landschaft und
Park fließen ineinander, so verschmelzen hier Gartenräume, Bauwerke und
bildende Kunst zu einem Gesamtkunstwerk dreidimensionaler Landschaftsbilder. Um den See gruppieren sich fünf Einzelgärten, die durch ein System
von Sichtbeziehungen, Wegen, Brücken und Fähren in Verbindung stehen.
Auch das klassizistische Schloss und das Gotische Haus sind Teile des „Gesamtkunstwerks Garten“.
Leistungen
ƒƒ Busreise von Bensberg und Köln
sowie zurück;
ƒƒ 4 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Dusche/WC im
Radisson Blu Fürst Leopold
Hotel;
ƒƒ Frühstücksbuffet im Hotelrestaurant;
ƒƒ Drei-Gänge-Abendmenü oder
-Abendbuffet im Hotelrestaurant
an allen Tagen;
ƒƒ Mittagessen am 12.6.2017 in der
Mensa am Bauhaus (inkl. Mineralwasser);
ƒƒ Zwei-Gänge-Mittagessen am
13.6.2017 im Landhaus Wörlitzer Hof Wörlitz (inkl. Mineralwasser);
ƒƒ Drei-Gänge-Mittagessen am
14.6.2017 im Ringhotel Zum
Stein (inkl. Mineralwasser);
ƒƒ Führungen, Besichtigungen, Eintritte, Fährfahrten und Gebühren
laut Programm;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg ab/bis
Bensberg;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
Mittwoch, 14. Juni 2017
Oranienbaum: ein wenig Holland
Im Zuge der Anhaltischen Heiratspolitik im 17. Jahrhundert ist das Fürstentum
mit dem Haus Oranien verbunden. Oranienbaum – ein Ensemble aus Stadt,
Schloss und Park – ist seltenes Beispiel einer weitgehend niederländisch
geprägten Barockanlage. Entstanden ist sie durch Henriette Catharina von
Oranien-Nassau, die ab 1683 den Ort Nischwitz umbenennen und neugestalten ließ und den Dreiklang aus Gartengestaltung, Architektur und bildender
Kunst erstellte, der auch die Anlagen in Wörlitz bestimmen sollte.
Das „Luisium“: Refugium der Fürstin
Ein kubischer, klassizistischer Schlossbau bildet den Blickfang des „Luisiums“,
benannt nach der Gemahlin von Fürst Leopold von Anhalt-Dessau. Der Fürst
verbrachte einige Zeit seiner Jugend hier und ließ ab 1774 den Barockgarten
im Sinne einer „Landschaftsverschönerung“ durch Friedrich Wilhelm von
Erdmannsdorff umgestalten.
Donnerstag, 15. Juni 2017 (Fronleichnam)
Das „Georgium“: Gartenanlage im englischen Stil
Durch Reisen nach England und Italien inspiriert, gestaltete Prinz Johann
Georg mit Johann George Schoch, Sohn des Wörlitzer Gärtners, das „Georgium“, der nach den Wörlitzer Anlagen der wohl bedeutendste Landschaftspark
englischen Stils ist. Zahlreiche klassizistische und romantisierende Parkbauten
und Skulpturen sind hier harmonisch in die Natur eingebettet.
Vom Gartenreich ins Rheinland
Am frühen Nachmittag Busreise nach Köln (Ankunft ca. 18.30 Uhr) und
Bensberg (Ankunft ca. 19.15 Uhr).
Hotel
ƒƒ Das Radisson Blu Fürst Leopold
Hotel liegt im Zentrum von
Dessau (198 Zimmer). Angelehnt
an den Stil der Bauhaus-Architektur prägen ein harmonisches
Farbenspiel, klare Formen und
gestalterische Raffinesse das
Design. Die Zimmer bieten einen
Blick auf das Anhaltische Theater
oder auf den angrenzenden Park.
Preis
899,00 €
pro Person im Doppelzimmer
Einzelzimmerzuschlag
80,00 €
Doppelzimmer zur Einzelnutzung
Teilnehmerzahl
min. 15 Personen, max. 28 Personen
Leitung
ƒƒ Ralph Hoppe, Berlin
Kunstwissenschaftler, arbeitete
vor seinem Studium von 19831984 als Museums- und Parkführer in den Staatlichen Schlössern und Gärten Wörlitz, in Oranienbaum und im „Luisium“.
ƒƒ Edith Dietzler-Isenberg, Niederkassel
Hinweis
ƒƒ Für die längeren Spaziergänge
empfiehlt sich festes Schuhwerk.
Montag, 12. Juni 2017
Das „Bauhaus“ in Dessau-Roßlau (UNESCO-Welterbe)
Nordwestlich der Altstadt siedelte sich nach 1925 das Bauhaus als städtische
Einrichtung an. Walter Gropius entwarf das neue Schulgebäude, in dessen
30
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
31
13. bis 15. Juni 2017 (Di.-Do.)
Deutschland
Schrauben, Schokolade, Kunst
Museen der Unternehmen Würth und Ritter Sport
Der „Schraubenhändler“ Reinhold Würth nennt gleich mehrere private Museen sein Eigen: In seiner Heimat schuf er in Schwäbisch Hall und Künzelsau
anspruchsvolle Orte für seine umfangreichen Kunstsammlungen. Zugleich
wertete er damit Städte auf, die zuvor eher weniger mit hochrangigen Ausstellungen in Verbindung gebracht wurden.
Auch das Museum Ritter in Waldenbuch nahe Stuttgart ist verbunden mit
einem Unternehmen und wird privat geführt: Marli Hoppe-Ritter, Miteigentümerin des Schokoladenherstellers Ritter Sport, präsentiert in dem 2005
eröffneten Haus ihre umfangreiche Kunstsammlung, in der die geometrische
Form des Quadrats im Fokus steht.
Diese interessanten Museumsstandorte hat daher Dr. Andreas Baumerich, der
bestens vertraut ist mit moderner Kunst und Architektur, als Ziele für diese
Ferienakademie ausgewählt.
Programm
Dienstag, 13. Juni 2017
Busreise ab Köln (7.00 Uhr) und Bensberg (7.45 Uhr) nach Künzelsau.
Beeindruckend, innovativ: Das Museum Würth in Künzelsau
Am Sitz der Konzernzentrale des Unternehmens Würth wurden bereits 1991
zwei öffentlich zugängliche Museumsbereiche in das postmoderne Verwaltungsgebäude integriert: eine Sammlung zu Schrauben und Gewinde sowie
ein Museum für moderne und zeitgenössische Kunst, das wechselnde Ausstellungen zur Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts zeigt. Mit diesem Konzept
gehen hier Kunst und industrielle Arbeit eine spannende Verbindung ein.
Leistungen
als Museum: Denn hier sind Architektur des Mittelalters und Kunst modern
kombiniert. Die hochkarätige Sammlung besteht aus Werken der Zeit vor und
nach 1500. Den Kernbestand bildet der ehemals „Fürstlich Fürstenbergische
Bilderschatz“ aus Donaueschingen, den Reinhold Würth 2003 erwarb. Die
„Schutzmantelmadonna“ von Hans Holbein d. J. ist hier unbestrittener Höhepunkt. Das herausragende Werk, das zuvor im Besitz des Hauses Hessen war,
verbindet das religiöse Motiv mit den Porträts eines Baseler Bürgermeisters
und seiner Familie. Gerade bei diesen zeigt sich die Meisterschaft des berühmten Porträtmalers Holbein.
Kunst mit Weitblick: Kunsthalle Würth
Gezeigt werden in dem 2001 eröffneten Museum Wechselausstellungen
mit Werken aus dem Bestand der Sammlung Würth ergänzt um Leihgaben
internationaler Museen. Die aktuelle Ausstellung „WWW – Wasser, Wolken,
Wind. Elementar- und Wetterphänomene“ rückt das große Bedeutungsspektrum der fließenden, beziehungsweise flüchtigen Elemente von der Kunst des
Mittelalters bis zu Werken der Gegenwart ins Zentrum. Wunderbare Blicke auf
die Altstadt von Schwäbisch Hall bieten sich von der Terrasse der Kunsthalle,
die der dänische Architekt Hennig Lasen entworfen hat.
Donnerstag, 15. Juni 2017
Am Anfang war das Quadrat: Das Museum Ritter in Waldenbuch
Die berühmte quadratisch-praktische Schokoladenform inspirierte Marli Hoppe-Ritter dazu, für ihre Sammlung das Konzept einer kleinen Geschichte des
Quadrats zu wählen. Mittlerweile besitzt sie mehr als 900 Gemälde, Objekte,
Skulpturen und grafische Arbeiten. Die spannende Geschichte des Quadrats
im 20. und 21. Jahrhundert beginnt mit Kasimir Malewitsch, führt über den
Konstruktivismus zu der De-Stijl-Bewegung und den Zürcher Konkreten bis
hin zur Minimal Art. Die Vielzahl der Künstlerinnen und Künstler, die sich mit
dem Quadrat beschäftigen, erstaunt hier ebenso wie die unterschiedlichen
Interpretationen der zweidimensionalen Form: ernsthaft oder spielerisch,
mathematisch oder spirituell, analytisch oder witzig.
Rückreise nach Bensberg (Ankunft ca. 20.00 Uhr) und Köln (Ankunft ca.
20.45 Uhr).
Hotel
ƒƒ Das familiengeführte Ringhotel
Hohenlohes (114 Zimmer)
liegt am Fluss Kocher am Rande des historischen Stadtkerns
von Schwäbisch Hall. Die reservierten Komfort-Zimmer sind
auf die Garten- und Flussseite
ausgerichtet. Das Hotel hat einen 2 500 m2 großen Wellnessbereich, der auch über einen
Innen- und Außenpool (Solebad)
verfügt.
Preis
559,00 €
pro Person im Doppelzimmer
Einzelzimmerzuschlag
52,00 €
Teilnehmerzahl
min. 15 Personen
max. 25 Personen
Leitung
ƒƒ Dr. Andreas Baumerich, Köln
Kunsthistoriker
ƒƒ Busreise ab Köln und Bensberg
sowie zurück;
ƒƒ 2 Übernachtungen im Doppelzimmer der Kategorie Komfort
mit Dusche/WC im Ringhotel
Hohenlohes in Schwäbisch
Hall;
ƒƒ Frühstücksbuffet im Hotelrestaurant;
ƒƒ Drei-Gänge-Abendmenü im
Hotelrestaurant an beiden Tagen;
ƒƒ Führungen, Besichtigungen,
Eintritte und Gebühren laut Programm unter Mitwirkung örtlicher Fachkräfte;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg ab/bis Köln;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
Mittwoch, 14. Juni 2017
Malerisch: Die Altstadt von Schwäbisch Hall
Zahlreiche Bauten von der Romanik bis zum Historismus prägen die im
Zweiten Weltkrieg weitgehend verschont gebliebene Altstadt von Schwäbisch
Hall, die mit ihren vielen Fachwerkshäusern einen malerischen Anblick bietet.
Ein Besuch der Stadt wäre ohne die Kirche St. Michael unvollständig: Die
Hallenkirche mit ihren vielen mittelalterlichen Altären, Skulpturen, Fenstern
und Malereien gehört zu den bedeutendsten Werken der Spätgotik.
Beeindruckend, innovativ: Die Sammlung Würth in der Johanniterhalle
Wer das Haus betritt, erlebt die stimmige Umnutzung der Johanniterkirche
32
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
33
25. bis 29. Juni 2017 (So.-Do.)
Deutschland
Berlin – Lektüre der Straßen
Spuren von Brecht, Döblin, Fallada, Kästner …
Zahlreiche Romane, Erzählungen oder Gedichte machen Berlin zu einem
herausragenden literarischen Schauplatz. Mit den Wahrnehmungen, Reflexionen und lokalen Bezügen fordern Autoren wie Franz Hessel eine „Lektüre
der Straße“ geradezu heraus. Bertolt Brecht, Alfred Döblin, Hans Fallada,
Erich Kästner, aber auch moderne Autorinnen und Autoren führen in Berlin
zu literarischen Entdeckungen. Flanieren Sie mit Michael Bienert und Ralph
Hoppe durch die Stadt an der Spree und suchen Sie nach Spuren des literarischen Lebens. Entdecken Sie dabei Schönheiten, unbekannte Seiten und
Geheimnisse der Metropole Berlin.
Programm
Sonntag, 25. Juni 2017
Bahnreise von Köln Hbf. (7.48 Uhr) nach Berlin Hbf. (12.25 Uhr) und TaxiTransfer zum Hotel Albrechtshof.
Berliner Wege von Bertolt Brecht
Bertolt Brecht und Helene Weigel lassen sich nach einem längeren Aufenthalt in der Schweiz 1948 in Ostberlin nieder. Gemeinsam gründen sie das
„Berliner Ensemble“. Im Frühjahr 1954 beziehen sie ein eigenes Haus am
Schiffbauerdamm und entwickeln dieses Theater zu einer der bedeutendsten
Experimentierbühnen Europas. Zuletzt lebte Brecht mit seiner Frau in der nahen Chausseestraße 125 – mit Blick auf den Dorotheenstädtischen Friedhof.
Hier befindet sich auch sein Grab sowie die letzte Ruhestätte vieler Literaten.
Montag, 26. Juni 2017
Villa Liebermann am Wannsee
1909 ließ sich Max Liebermann nach eigenen Vorstellungen sein „Schloss am
See“ bauen. Hier fand er die nötige Ruhe und die entscheidenden Motive für
sein Spätwerk. Mehr als 200 Gemälde entstanden in seinem nach eigenen
Ideen gestalteten Garten. 2006 wurden Villa und Garten nach denkmalgerechter Wiederherstellung für das Publikum geöffnet.
Heinrich von Kleist
Seit 1807 lebte und arbeitete Heinrich von Kleist in Berlin, veröffentlichte
hier seine wichtigsten Erzählungen und gab auch die Berliner Abendblätter
heraus. Die heute so bekannten literarischen Werke fanden zu seinen Leb34
Leistungen
ƒƒ Bahnreise (2. Kl., ICE) von Köln
Hbf. nach Berlin Hbf. sowie zurück (andere Abfahrts-/Zustiegsorte auf Anfrage und ggf. gegen
Aufpreis);
ƒƒ 4 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Dusche/WC im
Hotel Albrechtshof;
ƒƒ Frühstücksbuffet im Hotelrestaurant;
ƒƒ Drei-Gänge-Abendmenü im
Hotelrestaurant am 25. und
27.6.2017;
ƒƒ Führungen, Eintritte, Lesung und
Gebühren laut Programm;
ƒƒ Bereitstellung eines Funk-Kopfhörersystems;
ƒƒ Taxi-Transfer vom Hauptbahnhof
Berlin zum Hotel Albrechtshof
am An-/und Abreisetag;
ƒƒ Mehrtageskarte für die Nutzung
öffentlicher Verkehrsmittel im
Stadtgebiet von Berlin;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg ab/bis
Köln Hbf.;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
Hotel
ƒƒ Das Hotel Albrechtshof (100
Zimmer) genießt eine ruhige Lage in Berlin-Mitte rund fünf Geh-
zeiten keine große Anerkennung. Fehlende Anerkennung, finanzielle Not und
traumatische Kriegserlebnisse können Gründe dafür gewesen sein, dass er
mit der festen Absicht an den Kleinen Wannsee reiste, sich das Leben zu
nehmen. Unter hohen Bäumen, auf einem naturnahen Gelände zwischen
der Bismarckstraße und dem Kleinen Wannsee ist das Grab Heinrich von
Kleists und Henriette Vogels.
Berliner Geistesleben um 1900 in Grunewald
Im Westen von der Havel, im Osten von der Seenkette gerahmt, war der
Grunewald schon immer ein bevorzugtes Gebiet. Nicht nur Bankiers und
Fabrikbesitzer, auch Autoren, Filmschaffende und Schauspieler lockte das
Grün, die Steuervergünstigungen und die gute Verkehrsanbindung hierher.
Die Villen waren Treffpunkt von Industriellen wie Walter Rathenau, Verlegern
wie Samuel Fischer, Theaterkritikern wie Alfred Kerr, Literaten wie Gerhart
Hauptmann, Lion Feuchtwanger, Vicki Baum, Theaterleuten wie Max Reinhardt.
abends
Gelegenheit zum Besuch einer Aufführung des Berliner Ensembles oder des
Deutschen Theaters.
Dienstag, 27. Juni 2017
„Industriegebiet der Intelligenz“ – Unterwegs im „Neuen Westen“
Der „Neue Westen“ um den Kurfürstendamm und die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche entwickelte sich nach 1900 zu einem Treffpunkt der Avantgarde, so auch das „Café Größenwahn“ und das „Romanische Café“. Heute
spielen das Haus der Festspiele in der Schaperstraße und das Literaturhaus
in der Fasanenstraße eine wichtige Rolle im Berliner Literaturbetrieb.
Hans Fallada in Berlin – Biographisch-literarische Streifzüge
Der Autor der kleinen Leute, der im wohlbehüteten Schöneberg aufwächst,
durchstreift das kaiserliche Berlin und findet hier in den 1920er und 1930er
Jahren seine literarischen Themen. Nach 11 Jahren Aufenthalt in der Feldberger Seelandschaft kehrt er zurück nach Berlin und stirbt nach seinem
unruhigen Lebenim Februar 1947 in Berlin-Niederschönhausen.
abends (Lesung, Autor Michael Bienert)
Auszüge aus „Kästners Berlin. Literarische Schauplätze“.
Mittwoch, 28. Juni 2017
Mit Hoffmanns Erzählungen in der Romantik unterwegs
Im Weinkeller des heutigen Restaurants „Lutter & Wegner“ trafen sich E. T. A.
Hoffmann und seine Freunden. Im Spannungsfeld zwischen Biedermeier
Restauration und Vorrevolution traf sich abends die literarisch-künstlerische
Szene, die Hoffmann schätzte und mitprägte. Welchen Einfluss er auf die
künstlerische Produktion im 19. Jahrhundert hatte, zeigt sich u. a. in Jacques
Offenbachs Oper „Hoffmanns Erzählungen“. Fast sein gesamtes literarisches
Werk entstand zwischen 1814 und 1822, als er eine Stelle am Kammergericht in Berlin hatte.
„Dichter-Dichte“ um den Breslauer Platz – Unterwegs in Friedenau
Die Landhaussiedlung „Friedenau“ galt als „Dichterkolonie“, denn viele bekannte Künstler und Schriftsteller lebten hier. Möglicherweise führte die Idee
des Stadtentwicklers David Born, die oberen Etagen der Landhauskolonie mit
preiswerten Dachateliers auszustatten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, dazu. Auch Günther Grass, Nobelpreisträger und Mitglied der „Gruppe
47“, wohnte seit 1964 hier. Ebenso hatte Uwe Johnson schon einige Jahre
zuvor im früheren Atelier des Malers Schmidt-Rottluff eine Wohnung bezogen.
Zuhause waren hier u. a. auch die Comedian Harmonists, Tucholsky, Frisch,
Kästner oder Weisenborn. Kreativität, Geschichte und Literatur verleihen
diesem Stadtteil Berlins einen besonderen Charme.
abends
Gelegenheit zum Besuch einer Aufführung des Berliner Ensembles oder des
Deutschen Theaters.
minuten vom Bahnhof Friedrichstraße (U- und S-Bahnhof und
Straßenbahnhaltestelle) entfernt.
Das Haus gehört zum Verband
Christlicher Hotels.
Preis
885,00 €
pro Person im Doppelzimmer mit
Bahnreise ab/bis Köln Hbf.
789,00 €
pro Person im Doppelzimmer bei
eigener An-/Abreise zum/vom Hotel Albrechtshof
Einzelzimmerzuschlag
248,00 €
Doppelzimmer zur Einzelnutzung
Teilnehmerzahl
min. 15 Personen
max. 25 Personen
Leitung
ƒƒ Michael Bienert, Berlin
Germanistik und Philosoph,
Buchautor und Journalist
ƒƒ Ralph Hoppe, Berlin
Kunstwissenschaftler und
Buchautor
ƒƒ Edith Dietzler-Isenberg,
Niederkassel
Hinweise
ƒƒ Michael Bienert und Ralph Hoppe sind Autoren des Buches
„Eine Stunde Stadt: Berliner
Ringbahn-Reise“ und sind u. a.
als Stadtführer in Berlin tätig.
ƒƒ An zwei Abenden bieten sich
Besuche von Aufführungen im
Berliner Ensemble und/oder im
Deutschen Theater an (26. und
28.6.2017). Nach Veröffentlichung der Spielpläne können
Karten vermittelt werden.
ƒƒ Ganztägige Spaziergänge und
Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln verbinden die intensive „Lektüre der Straße“.
Donnerstag, 29. Juni 2017
Berlin Alexanderplatz – Auf den Spuren von Alfred Döblins Großstadtroman
In Döblins Roman „Berlin Alexanderplatz“ versucht Franz Biberkopf 1927,
nach mehrjähriger Haftstrafe in ein geregeltes Leben zurückzukehren. Alfred
Döblins 1929 erschienener Großstadtroman gilt als Meilenstein der Literaturgeschichte. Seinen Spuren folgt dieser Spaziergang mit spannenden
Entdeckungen im Scheunenviertel.
Bahnreise von Berlin Hbf. (14.34 Uhr) nach Köln Hbf. (19.09 Uhr).
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
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29. Juni bis 2. Juli 2017 (Do.-So.)
Deutschland
Künstlerkolonie Worpswede
Maler, Landschaften, Wirkungen
Als intensive Begegnung mit den Protagonisten der „Künstlerkolonie Worpswede“ Fritz Mackensen, Hans am Ende, Otto Modersohn, Fritz Overbeck, Heinrich
Vogeler und selbstverständlich auch mit Paula Modersohn-Becker ist diese
Ferienakademie konzipiert. So werden bei Rundgängen in Worpswede und
Fischerhude, bei Besuchen der herausragenden Museen in diesen kleinen
Orten sowie in Bremen Inspirationsquellen und Akzentsetzungen der Künstler
jener Zeit ebenso deutlich wie ihr Miteinander. Doch warum eigentlich wurde
Worpswede innerhalb weniger Jahre zu einer Pilgerstätte für Künstler und
Sinnsucher und wie wirkten sich die besonderen Stimmungen der Moorlandschaft auf das künstlerische Schaffen aus? Diese Fragen werden ebenso
erläutert wie das Beziehungsgeflecht zwischen den Künstlern.
Programm
Donnerstag, 29. Juni 2017
Busreise von Köln (7.30 Uhr) und Bensberg (8.15 Uhr) nach Worpswede
zum Hotel Buchenhof, das einst der Künstler Hans am Ende erbaute.
Programmeinführung bei einer Kaffeetafel.
Aufbruch ins Teufelsmoor: Der Ort Worpswede
Ein erster Spaziergang durch den Ort führt auch zum Museum „Haus im
Schluh“, einem malerischen Hofensemble, das vom Jugendstil geprägte
Kunstwerke aus der Sammlung des Ehepaares Vogeler zeigt und wo noch
immer nach Vorlagen von Vogeler gearbeitet wird.
ihr Atelier, ihr Grab und die Kirche lassen die geniale Malerin in ihrer eigenen
Umgebung hautnah „erleben“.
Samstag, 1. Juli 2017
Bremen: Paula Modersohn-Becker und die Impressionisten
Unweit des Bremer Marktplatzes mit dem berühmten Roland ist in der
Böttcherstraße das Paula Modersohn-Becker-Haus nicht nur als Hauptwerk
expressionistischer Architektur interessant, es ist auch das weltweit erste Museum für eine Malerin: Hier werden dauerhaft zahlreiche ihrer Meisterwerke
gezeigt. Die umfangreiche Sammlung der Kunsthalle Bremen umfasst auch
Werke des Ehepaares Modersohn und weiterer Mitglieder der Worpsweder
Künstlerkolonie. Nach Gelegenheit zur individuellen Mittagspause Besuch der
Kunstsammlung Bremen unter dem Fokus „Einfluss der französischen Malerei
auf die Entwicklung der deutschen Moderne“. Denn Werke französischer Realisten und Impressionisten lassen sich in Beziehung setzen zu den Künstlern
Worpswedes und dem deutschen Expressionismus. Ein Spaziergang durch
das beschauliche Schnoor-Viertel und die Gelegenheit zum Besuch eines
katholischen Gottesdienstes runden den Besuch in Bremen ab.
Leistungen
Sonntag, 2. Juli 2017
Fischerhude: Vater und Sohn Modersohn
Nach dem tragischen Tod seiner Frau Paula Modersohn-Becker und angesichts der zunehmenden Spannungen innerhalb der „Künstlervereinigung
Worpswede“ siedelte Otto Modersohn 1908 ins kleine Fischerhude über.
Das nach ihm benannte Museum mit seinen historischen Fachwerkhäusern
liegt idyllisch etwas abseits inmitten der Wümmewiesen – jener Landschaft,
mit der er sich künstlerisch so intensiv auseinandersetzte. So ist hier, am
Entstehungsort vieler seiner Werke, eine Begegnung mit Otto Modersohn in
besonderer Weise möglich. Lohnenswert ist es zudem, auch den Blick auf
seinen Sohn Christian zu richten, der bis 2009 das Erbe pflegte und selbst
künstlerisch tätig war.
Nach einem Spaziergang an der Wümme erfolgt die Rückreise nach Bensberg
(Ankunft ca. 18.45 Uhr) und Köln (ca. 19.30 Uhr).
Hotel
ƒƒ Das Haus, in dem heute das
Hotel Buchenhof eingerichtet ist, erbaute Hans am Ende,
einer der ersten Maler, die nach
Worpswede kamen. Das Hotel
mit 28 individuell eingerichteten
Zimmern empfängt die Gäste mit
einem Interieur im Stil der frühen 1900er Jahre. Zeichnungen
und Gemälde des ersten Hausherrn zieren die Wände.
Preis
719,00 €
pro Person im Doppelzimmer
Einzelzimmerzuschlag
38,00 €
Teilnehmerzahl
min. 15 Personen
max. 25 Personen
Leitung
ƒƒ Rainer Thiesen, Köln
Kunsthistoriker
ƒƒ Busreise von Köln und Bensberg
nach Worpswede sowie Fischerhude und zurück sowie Tagesausflug nach Bremen;
ƒƒ 3 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad/Dusche WC im
Hotel Buchenhof;
ƒƒ Frühstücksbuffet im Hotelrestaurant;
ƒƒ Kaffeetafel am 29.6.2017;
ƒƒ Drei-Gänge-Abendmenü an allen
Tagen in verschiedenen Restaurants;
ƒƒ Führungen, Eintritte und Gebühren laut Programm;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg ab/bis Köln;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
Freitag, 30. Juni 2017
Worpswede: Auf den Spuren der Künstlerkolonie
Am Vormittag richtet sich der Blick auf den nahen, wunderschönen „Barkenhoff“, einst Wohn- und Atelierhaus von Heinrich Vogeler: Es ist ein Gesamtkunstwerk des Jugendstils und war ab 1900 gesellschaftliches Zentrum der
Künstlerkolonie. Das sogenannte Hoetger-Ensemble umfasst gleich mehrere
Einheiten: Einen Skulpturengarten, das Café Worpswede, im hiesigen Sprachgebrauch auch gerne „Café Verrückt“ genannt, und die Große Kunstschau, in
der Werke der Worpsweder Künstler den Blick auf die jeweiligen Eigenheiten
der Maler lenken. Der Nachmittag ist Paula Modersohn-Becker, der wohl außergewöhnlichsten Künstlerin von Worpswede, gewidmet. Ihr Wohnhaus und
36
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
37
29. bis 30. August 2017 (Di.-Mi.)
Deutschland
Von Skulptur zu Skulptur
Kunst in der Natur
Kunst im Sauerland! Verbinden Sie Wandern mit der Betrachtung von Kunstwerken auf dem „WaldSkulpturenWeg“ im Rothaargebirge! Mit Ihnen wandert
Dr. Frank Günter Zehnder, Professor für Kunstgeschichte. Gemeinsam machen Sie Station an 11 großen bis monumentalen Skulpturen internationaler
Künstlerinnen und Künstler und kommen vor den Kunstwerken inmitten der
Natur miteinander ins Gespräch. In bequemen Etappen lernen Sie auf dem
22 km langen Weg ungewöhnliche Skulpturen, die Hintergründe ihrer Entstehung und ihre Wirkungen kennen und Sie erleben, wie sich hier, zwischen
Bad Berleburg und Schmallenberg, in einzigartiger Weise Kunst, Natur und
Geschichte einer Region aufeinander beziehen.
Programm
Dienstag, 29. August 2017
Busreise von Köln (8.00 Uhr) und Bensberg (8.45 Uhr) zum Wanderparkplatz
Kühhude, nahe Bad Berleburg.
Von Skulptur zu Skulptur:
„Kein leichtes Spiel“ und „Der Krumstab“
Mitten im Wald und etwas versteckt greift Ansgar Nierhoff mit der fast vier
Meter hohen und knapp 64 Tonnen schweren Stahlskulptur „Kein leichtes
Spiel“ den Konflikt zwischen den über Jahrhunderten territorial, sprachlich,
kulturell und konfessionell getrennten Regionen Sauerland und Wittgenstein
auf. Weithin sichtbar dagegen ist „Der Krummstab“ von Heinrich Brummack.
Der Künstler bezieht sich mit der Skulptur ebenfalls auf diese historische
Trennung: Hier, auf dem Weg vom katholischen Sauerland ins protestantische Wittgensteiner Land, erinnert seine Skulptur an den „Hirtenstab“, den
Anno II. im Jahr 1072 an die Benediktinerabtei Kloster Grafschaft verlieh: als
Mahnung zur Fürsorge und als Zeichen der Macht.
Von Skulptur zu Skulptur:
„Hexenplatz“, „Blinker II“ und „Über den Teichen“
Lili Fischer besetzt eine Talsenke, die seit alters her als „Hexenplatz“ bezeichnet wird, mit Relikten eines vermeintlich versunkenen Hexendorfes:
Schornsteine, die aus dem Waldboden ragen, eine Wetterfahne, Tore aus
großen Ofengabeln und ein großer kupferner Topf einer Hexenküche, die
von aufgeklappten Zauberbüchern umstellt ist. Bei der riesigen lichtkineti38
Leistungen
ƒƒ Busreise ab Köln und Bensberg
sowie zurück;
ƒƒ 1 Übernachtung im Doppelzimmer mit Dusche/WC im Hotel
Jagdhaus Wiese
ƒƒ Frühstücksbuffet und DreiGänge-Abendmenü im HotelRestaurant;
ƒƒ Lunchpaket am 30.8.2017;
ƒƒ Führungen und Gebühren laut
Programm;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg ab/bis Köln;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
schen Skulptur „Blinker II“ von Timm Ulrichs führt dagegen die Sonne Regie:
196 bewegliche, polierte Edelstahl-Spiegel verbinden winkend-blinkend die
natürlichen Elemente Licht und Luft, Sonne und Wind, Himmel und Erde.
Und die letzte Skulptur dieses Tages schwebt als rätselhafter Klangteppich
„Über den Teichen“. Andreas Oldörp lässt beim Kloster Grafschaft Geräusche
erklingen. Aus Wald und Flur mischen sich mystische Laute, die natürlichen
Ursprungs zu sein scheinen und doch so unvertraut sind.
Mittwoch, 30. August 2017
Von Skulptur zu Skulptur:
„Stein-Zeit-Mensch“ und „The Monument of the Lost Falcon“
Mit dem „Stein-Zeit-Mensch“ hat Nils-Udo das Monument eines riesigen Felsens errichtet. Umrahmt von einer monumentalen Baumstammarchitektur,
die an einen archaischen Tempel erinnert, bildet der 150 Tonnen schwere
Quarzit ein Denk- und Mahnmal seiner selbst in der stillen Erhabenheit des
Waldes. An den Schattenriss eines schwebenden Falken erinnert die Skulptur
„The Monument of the Lost Falcon“. Geschaffen hat sie Alan Sonfist auf aufgeworfenen Erdwällen, die mit spezifischen Baumarten aus der geologischen
Vergangenheit des Ortes bepflanzt sind.
Von Skulptur zu Skulptur:
„Grünstation“, „Was war zuerst?“ und „Der Wettbewerb“
Produzierte die in Frankreich lebende Künstlerin Gloria Friedmann anfangs
eher reduzierte Werke aus unterschiedlichen Naturmaterialien, so schuf sie
später symbolische Bilder, Objekte und Installationen, die zur Auseinandersetzung anregen. Hier nun äußert sie sich mit der „Grünstation“ zum Verhältnis
des Menschen zur Natur. „Was war zuerst?“ fragt Magdalena Jetelová und
positioniert an sehr prominentem Ort ein Ei als Ausgangspunkt des Lebens:
Vergoldet, etwa 6,5 Meter hoch und mit 4 Meter Durchmesser wirkt das Ei
gleichermaßen monumental wie geheimnisvoll. Die zwischen und in den beiden Städten Bad Berleburg im Sauerland und Schmallenberg in Wittgenstein
platzierte Arbeit „Der Wettbewerb“ von Jochen Gerz ist sowohl Ausgangs- als
auch Endpunkt des internationalen Projekts „WaldSkulpturenWeg“: Gerz lud
die Einwohner von Schmallenberg und Bad Berleburg ein, einen Brief über
den trennenden Rothaarkamm hinweg zur anderen Stadt zu senden – als
Versuch, alte Vorurteile zu beseitigen und eine Brücke zwischen Identitäten
und Traditionen zu bauen.
Rückreise nach Bensberg (Ankunft ca. 19.00 Uhr) und Köln (Ankunft ca.
19.45 Uhr).
Hotel
ƒƒ Das Hotel Jagdhaus Wiese
liegt auf einem Hochplateau auf
dem Kamm des Rothaargebirges.
Das seit mehr als 150 Jahren
von der Familie Wiese geführte
Hotel ist von einer großzügigen
Parkanlage umgeben. Die geräumig eingerichteten Zimmer
bieten behaglichen Wohnkomfort (62 Zimmer; Schwimmbad,
Sauna).
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
Preis
309,00 €
pro Person im Doppelzimmer
Einzelzimmer
Einzelzimmer ohne Aufpreis
Teilnehmerzahl
min. 15 Personen, max. 28 Personen
Leitung
ƒƒ Prof. Dr. Frank Günter Zehnder,
Euskirchen
Kunsthistoriker, von 1996 bis
2004 Leiter des Rheinischen
Landesmuseums Bonn, seit
2009 Direktor der Internationalen Kunstakademie Heimbach/
Eifel
ƒƒ Andreas Würbel, Bensberg
Referent, Thomas-Morus-Akademie Bensberg
Hinweise
ƒƒ Die Wanderung auf dem „WaldSkulpturenWeg“ bietet neben der
Erfahrung der Natur ein besonderes Erleben von Kunst, das in
einem guten Verhältnis zur körperlichen Anstrengung steht. An
den Stationen bleibt ausreichend
Zeit, die Skulpturen zu betrachten, Erläuterungen zu hören und
miteinander über das Kunstwerk
zu sprechen. Damit der Weg ohne Hast begangen werden kann,
ist die Gesamtwanderstrecke in
zwei Etappen von je ca. 11 km/
Tag eingeteilt. Vom hochgelegenen Wanderparkplatz Kühhude
führt der Weg hinab ins Tal,
leichte Steigungen sind jedoch
auf dem Weg zu überwinden.
ƒƒ Die Mitnahme eines Tagesrucksackes sowie wetterfester Wanderkleidung und guten Schuhwerkes
wird empfohlen. Gelegenheit
zu einer Mittagspause in einem
Gasthof ist am 29.8.2017.
39
31. August bis 3. September 2017 (Do.-So.)
Deutschland
Kunstmetropole Chemnitz
Museen, Sammlungen, Wandel
Chemnitz ist eine Reise wert! Denn wo einst Industrie das Bild bestimmte,
haben namhafte Architekten wie Helmut Jahn, Hans Kollhoff und Christoph
Ingenhoven seit 1990 an einem neuen Stadtbild mitgewirkt. Historische
Gebäude wie die ehemaligen Kaufhäuser Tietz und Schocken – „Architekturikonen“ der 1930er Jahre – wurden nach ihren Plänen revitalisiert und
erhielten neue Funktionen: „DASTietz“ ist heute „Kulturkaufhaus“, im einstigen „Schocken“ eröffnete nach Plänen des Stararchitekten Erich Mendelsohn
2014 das Staatliche Museum für Archäologie Chemnitz (SMAC). Die Kunstsammlungen Chemnitz zählen mit mehr als 60 000 Werken zu Deutschlands
renommiertesten Kunstmuseen und erhielt 2010 vom Kunstkritikerverband
die Auszeichnung „Museum des Jahres“. Rund 2 500 bedeutende Werke
der Klassischen Moderne, darunter eine der weltweit größten Otto Dix- und
Alexej von Jawlensky-Sammlungen, zeigt das Museum Gunzenhauser. Aber
auch wertvolle Baudenkmäler wie die Villa Esche von Henry van de Velde, die
hochgotische Hallenkirche St. Jakobi oder das Gründerzeitviertel Kaßberg,
das als eines der größten zusammenhängenden Jugendstil- und Gründerzeitviertel Europas seit 1991 als Flächendenkmal geschützt ist, sind nur einige
gute Gründe, mit dem Kunsthistoriker Dr. Till Busse Chemnitz zu besuchen.
Programm
Leistungen
ƒƒ Busreise ab Köln und Bensberg
sowie zurück;
ƒƒ 3 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Dusche/WC der
Kategorie Komfort im Günnewig
Hotel Chemnitzer Hofs;
ƒƒ Frühstücksbuffet im Hotelrestaurant;
ƒƒ Drei-Gänge-Abendmenü im Hotelrestaurant an allen Tagen;
ƒƒ Führungen, Besichtigungen, Eintritte und Gebühren laut
Programm;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg ab/bis Köln;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
Jugendstil-Gesamtkunstwerk in die Kunstgeschichte einging. Auch weitgehend
original erhaltene Möbel des ehemaligen Speisezimmers und des Musiksalons
spiegeln die Gestaltungsprinzipien van de Veldes wider.
Museum des Jahres 2010: Kunstsammlungen Chemnitz
Mit der zweitgrößten Sammlung von Werken Schmidt-Rottluffs, Mitbegründer
der expressionistischen Künstlervereinigung „Brücke“, sowie des deutschen
Impressionismus (Liebermann, Corinth, Slevogt, Kuehl, Sterl) ist das Haus
überreich ausgestattet. Zugleich lassen sich hier 200 Plastiken französischer
und deutscher Bildhauer von Rodin über Degas bis zu Lehmbruck, Stuck sowie Barlach studieren. Im Kontrast dazu stehen zeitgenössische Skulpturen
und Objekte von Claus, Glöckner, Mack und Uecker. In der Außenperspektive
begeistert das Gebäude nach Plänen von Richard Möbius aus dem Jahr
1909 am Theaterplatz.
„Balkon von Chemnitz“: der Schlossberg
Besondere Akzente setzt auch die dreischiffige spätgotische Schlosskirche mit
dem Astwerkportal von Hans Witten und Franz Maidburg, der Geißelsäule von
Hans Witten (um 1515), einem Katharinenaltar (1499) und drei Gemälden
aus der Werkstatt Lucas Cranachs d. Ä. (um 1515). Auch beeindrucken in
der einstigen Benediktinerklosteranlage (12. Jahrhundert) der umlaufende
Kreuzgang, der Kapitelsaal, das Parlatorium sowie Refektorium oder der kleine
Renaissancesaal (Schlossmuseum).
Samstag, 2. September 2017
Facetten der Industriegeschichte
An prachtvollen Villen, Gründerzeitvierteln, dem Opernhaus und an zahlreichen Fabrikhallen, die heute zu modernen Kultureinrichtungen, Restaurants,
Lofts und Büros umgebaut wurden, lässt sich die Industriegeschichte der Stadt
seit Mitte des 19. Jahrhunderts sehr gut „ablesen“: von der größten Spinnerei
Sachsens über drei Mahlmühlen, der Trikotagenfabrik William Janssen bis
zum ehemaligen Umspannwerk am Getreidemarkt. Ein Rundgang folgt der
„Industrieroute“ und führt auch zum Sächsischen Industriemuseum, das in
der ehemaligen Gießerei Escher nach aufwendigen Umbauten 2003 eröffnete.
Sammelleidenschaft: Museum Gunzenhauser
Im einstigen Hauptsitz der Chemnitzer Sparkasse zeigt das 2007 eröffnete
Haus auf vier Etagen eine der umfangreichsten Privatsammlungen der Klassischen Moderne und der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Das Interesse
des Münchener Galeristen und Sammlers Dr. Alfred Gunzenhauser galt vor
allem Otto Dix und Alexej von Jawlensky, so dass das Museum Gunzenhauser
über eine der weltweit größten Sammlungen dieser beiden Künstler verfügt.
Hotel
ƒƒ Das Traditionshotel Günnewig
Hotel Chemnitzer Hofs befindet sich in direkter Innenstadtlage am architektonisch schönsten
Platz von Chemnitz, direkt neben
dem Opernhaus, den Kunstsammlungen und der Petrikirche
(61 Zimmer).
Preis
585,00 €
pro Person im Doppelzimmer
Einzelzimmerzuschlag
59,00 €
Teilnehmerzahl
min. 15 Personen
max. 28 Personen
Leitung
ƒƒ Dr. Till Busse, Köln
Kunsthistoriker
Sonntag, 3. September 2017
Sammelleidenschaft: Lindenau Museum in Altenburg
Einen weiteren kunsthistorisch bedeutenden Akzent setzt bei dieser Ferienakademie der Besuch des Lindenau Museums: Denn in einem wunderbaren
Palast zeigt das Haus eine der weltweit kostbarsten Spezialsammlungen
früher italienischer Tafelbilder (13.-16. Jahrhundert). Den Grundstock für
diese legte der sächsische Staatsmann, Mäzen und Naturwissenschaftler
Bernhard August von Lindenau (1779-1854). Aber auch Kunst des 20. und
21. Jahrhunderts ist hier zu sehen.
Zurück ins Rheinland
Weiterreise nach Bensberg (Ankunft ca. 19.00 Uhr) und Köln (Ankunft ca.
19.45 Uhr).
Donnerstag, 31. August 2017
Busreise ab Köln (7.30 Uhr) und Bensberg (8.15 Uhr) zum Günnewig Hotel
Chemnitzer Hofs nach Chemnitz.
Gesichter des Wandels: Stadtzentrum
Dass und wie sich Chemnitz seit der Wiedervereinigung 1990 gewandelt hat,
zeigt gleich der erste Spaziergang, der das Augenmerk auf architektonische
Stilmittel des Wandels legt: Wie verbinden sich hier mit welchen neuen architektonischen Akzenten Tradition und Moderne? Antwortem geben u. a. die
Gebäude der einst traditionsreichen Kaufhäuser Tietz und Schocken.
Freitag, 1. September 2017
Jugendstil-Gesamtkunstwerk: Villa Esche
Für die Textilfabrikantenfamilie Esche und seine Familie entwarf der belgische
Künstler und Architekt Henry van de Velde 1902/1903 das Gebäude, das als
40
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
41
18. bis 22. September 2017 (Mo.-Fr.)
Deutschland
Ins „Blaue Land“
Auf den Spuren der „Blauen Reiter“
Mittwoch, 20. September 2017
Ins „Blaue Land“ – nach Penzberg und Sindelsdorf
Heinrich Campendonk (1889-1957), jüngstes Mitglied des „Blauen Reiters“,
schuf zwei der Glasfenster der Kirche Christkönig in Penzberg: Das „Passionsfenster“ entstand zu einer Zeit, als sein Werk von den Nationalsozialisten
als „entartet“ bekämpft wurde. Das „Jesaja-Fenster“ (1954) war ursprünglich
Teil eines Entwurfes für ein riesiges Nordfenster des Kölner Doms. Weitere
Werke Campendonks zeigt das Stadtmuseum Penzberg, das sich seit 2002
diesem Künstler in besonderer Weise widmet. Ein Spaziergang auf dem „Sindelsdorfer Malerweg“ führt zu Stätten, wo die Künstler lebten, ihre Motive
fanden und Franz Marc seine bedeutendsten Werke schuf. „Den Namen ‚Der
Blaue Reiter‘ erfanden wir am Kaffeetisch in der Gartenlaube in Sindelsdorf.
Beide liebten wir Blau, Marc Pferde, ich Reiter. So kam der Name von selbst“,
wie Kandinsky in seiner Autobiographie bemerkt.
Donnerstag, 21. September 2017
Ins „Blaue Land“ – nach Kochel am See
Nur kurz konnte Franz Marc sein Haus am Kochelsee genießen, denn schon
bald erhielt er den Gestellungsbefehl und fiel mit nur 36 Jahren im März
1916 in Verdun. Das in moderner Architektur im Jahr 2008 malerisch über
dem See eingerichtete Museum widmet sich dem Werk von Franz Marc und
stellt dieses in neue Kontexte. Auch das Werk seiner Malerfreunde wird in
Sonderausstellungen immer wieder thematisiert.
Eldorado des Expressionismus: das „Museum der Phantasie“
Malerisch am Ufer des Starnberger Sees errichtete der Architekt Günter
Behnisch für die umfangreiche Sammlung des Malers, Fotografen und Buchautoren Lothar-Günther Buchheim das „Museum der Phantasie“. Zentrum
des Hauses ist Buchheims berühmte Expressionisten-Sammlung, in anderen
Abteilungen widmet sich das Haus der Völkerkunde, zeigt Kunsthandwerk aus
aller Welt, bayerische Volkskunst oder auch Kultgegenstände aus Afrika – alles
bestückt aus Buchheims Sammlung.
Vor der malerischen Kulisse der bayerischen Alpen verbinden sich zwischen
Starnberger See, Staffel-, Ammer- und Kochelsee in besonderer Weise Naturerlebnisse mit Kunstgenuss. Denn zu Beginn des 20. Jahrhunderts entdeckten
Künstler wie Franz Marc, Wassily Kandinsky, Gabriele Münter, Alexej Jawlensky
oder Marianne von Werefkin diese Landschaft mit ihren wechselnden Lichtstimmungen und interpretierten sie in eindrucksvollen Gemälden.
Diese Ferienakademie lädt dazu ein, den Spuren der Künstler und ihrer faszinierenden Bildwelt zu folgen und vor Ort sowohl Originalmotive in Augenschein
zu nehmen als auch die Motivation, Inspiration und Strahlkraft der damaligen
Avantgarde nachzuvollziehen. Selbstverständlich darf dabei auch ein Besuch
im „Stall des Blauen Reiters“, im Lenbachhaus in München, nicht fehlen.
Programm
Montag, 18. September 2017
Vom Rhein ins „Blaue Land“
Bahnreise von Köln Hbf. (7.53 Uhr) nach München Hbf. (13.39 Uhr) und Weiterfahrt mit einem Reisebus zum Hotel Marina am Ufer des Starnberger
Sees in Bernried gelegen.
abends (Vortrag, Rainer Thiesen)
Die Künstlervereinigung „Blauer Reiter“
Ihre Motive. Ihre Protagonisten. Ihr Umfeld.
Dienstag, 19. September 2017
Ins „Blaue Land“ – nach Murnau
Fasziniert von der Landschaftskulisse des Voralpenlandes mit den wechselnden Lichtwirkungen wählten Wassily Kandinsky und seine Schülerin Gabriele
Münter Murnau als Wohnort. Das heutige Gabriele Münter-Haus, in dem sie
einst gemeinsam lebten, arbeiteten (1909-14) und ihre Freunde trafen, bietet
ebenso wie das Schlossmuseum Murnau mit Originalexponaten und Werken
der Künstler des „Blauen Reiters“ unverwechselbare Einblicke. Ein Spaziergang durch Murnau zu „Originalmalplätzen“ von Kandinsky und Münter lässt
die Landschaft mit „ihren Augen sehen“.
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Leistungen
ƒƒ Bahnreise (ICE, 2. Kl.) von Köln
Hbf. nach München Hbf. und
zurück;
ƒƒ 4 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Seeblick im Hotel
Marina am Ufer des Starnberger Sees;
ƒƒ Frühstücksbuffet im Hotelrestaurant;
ƒƒ Drei-Gänge-Abendmenü oder
-buffet im Hotelrestaurant an
allen Tagen;
ƒƒ Vortrag, Führungen, Besichtigungen, Eintritte und Gebühren laut
Programm;
ƒƒ Bereitstellung eines Funk-Kopfhörersystems;
ƒƒ Transfers mit einem Reisebus
von München Hbf. nach Bernried
am 18.9.2017 sowie zurück bis
München Hbf. am 22.9.2017;
ƒƒ Ausflüge mit einem Reisebus laut
Programm;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg ab/bis
Köln Hbf.;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
Hotel
ƒƒ Als eines der wenigen Hotels
liegt das Hotel Marina direkt
am Westufer des Starnberger
Sees. Zum Hotelresort in einem
50 000 m2 großen Areal gehören
87 individuell eingerichtete Zimmer in verschiedenen Häusern
sowie u. a. ein Innenpool, eine
Sauna und ein Strand mit Badeplattform.
Preis
1.108,00 €
pro Person im Doppelzimmer mit
Seeblick und Balkon oder Terrasse
Einzelzimmerzuschlag
170,00 €
Doppelzimmer zur Einzelnutzung mit
Seeblick und Balkon oder Terrasse
Teilnehmerzahl
min. 15 Personen
max. 28 Personen
Leitung
ƒƒ Rainer Thiesen, Köln
Kunsthistoriker
Freitag, 22. September 2017
Fahrt mit dem Reisebus nach München.
Der „Stall des Blauen Reiters“: die Galerie Lenbachhaus
Unvollständig bliebe eine Reise auf den Spuren der Künstlervereinigung ohne
den Besuch des Lenbachhauses, denn hier wird die größte Sammlung zur
Kunst des „Blauen Reiters“ mit Werken von Franz Marc, Wassily Kandinsky,
August Macke, Marianne von Werefkin, Paul Klee oder Gabriele Münter gezeigt;
ihr ist diese Sammlung zum Großteil zu verdanken. Interessant ist auch, wie
der Stararchitekt Norman Foster die einstige Villa des „Malerfürsten“ Franz
Lenbach mit einem Neubau verband.
Zurück ins Rheinland
Transfer mit dem Reisebus zum Hauptbahnhof München und Bahnreise
(15.28 Uhr) nach Köln Hbf. (20.05 Uhr).
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
43
9. bis 14. Oktober 2017 (Mo.-Sa.)
Deutschland
Literarischer Herbst
Erkundungen in der Mark Brandenburg
Else Weil eine besonders schöne Zeit verbrachte, bezieht sich in „Rheinsberg,
ein Bilderbuch für Verliebte“ auf diesen Ort. Nach dem Besuch des Kurt
Tucholsky-Literaturmuseums Rückkehr nach Neuruppin.
Mittwoch, 11. Oktober 2017
„Vergangenes kann man nicht ändern, aber sich selbst kann man ändern …“
Hans Fallada in Carwitz
Im Jahre 1933 erwarb Hans Fallada in Carwitz ein Grundstück. Sein literarischer Welterfolg „Kleiner Mann – was nun?“ hatte es ihm ermöglicht, seinen
lang gehegten Traum von einer eigenen Landwirtschaft zu erfüllen. Mit dem
Umzug in die Abgeschiedenheit der Feldberger Seenlandschaft floh Fallada
auch vor den Verlockungen der Großstadt. Für ihn wurde diese Zeit zur produktivsten seiner schriftstellerischen Karriere. Zwischen 1996 und 2002 wurde
das gesamte Anwesen unter denkmalpflegerischen Aspekten restauriert und
dem Zustand von 1938 angenähert. Seit 2002 zählt das Hans Fallada-Museum
in Carwitz zu den kulturellen Gedächtnisorten mit nationaler Bedeutung.
Donnerstag, 12. Oktober 2017
„Die Schwärmerei für die Natur kommt von der Unbewohnbarkeit der Städte.“
Bertolt Brecht in Buckow
Die literarische Spur von Bertolt Brecht führt zu seinem Sommersitz in Buckow
in der Märkischen Schweiz. Das Atelierhaus bot Bertolt Brecht, Helene Weigel
und ihren Gästen einen herrlichen Blick auf den Schermützelsee und mag den
Schriftsteller zu seinem Gedichtzyklus „Buckower Elegien“ inspiriert haben.
Schlossatmosphäre
Das klassizistische Ensemble von Schloss Neuhardenberg, das Karl Friedrich
Schinkel in ein repräsentatives Palais umgestaltete, erschließt sich bei einem
Spaziergang, der auch zur Schinkel-Kirche führt sowie durch den von Peter
Joseph Lenné unter Mitwirkung von Hermann Fürst von Pückler-Muskau
gestalteten Park.
Neben Theodor Fontane, der sich der Mark Brandenburg in seinen „Wanderungen“ so eindrucksvoll widmete, finden sich hier Spuren weiterer Literaten:
Heinrich von Kleist wandte sich weniger der Landschaft und den Baudenkmälern seiner Heimat, sondern vielmehr den Konflikten zwischen Staat und
Individuum zu. Bertolt Brecht und Helene Weigel hielten sich regelmäßig im
Sommerhaus am Schermützelsee auf und genossen mit ihren Gästen die
Schönheit der Märkischen Schweiz. Kurt Tucholsky beschreibt in „Rheinsberg,
ein Bilderbuch für Verliebte“ die Wald- und Seenlandschaft dieser Region,
Hans Fallada fand vorübergehend in seinem Haus in Carwitz nahe der Grenze
zu Brandenburg Zuflucht. Welch wichtige Rolle Brandenburg und das angrenzende Mecklenburg im Gegensatz zur Metropole Berlin bei vielen Künstlern
des 19. und 20. Jahrhunderts spielte, lässt sich bei Lesungen und Gesprächen
sowie bei Besuchen literarischer Orte und Gedenkstätten nachvollziehen.
Programm
Montag, 9. Oktober 2017
Flug mit Air Berlin von Köln/Bonn (9.55 Uhr) nach Berlin-Tegel (11.00 Uhr).
Fahrt mit einem Reisebus nach Nauen, Ortsteil Ribbeck. Vor mehr als 100
Jahren hat Theodor Fontane mit seinem bekannten Gedicht „Herr von Ribbeck
auf Ribbeck im Havelland“ diesem kleinen Ort und seinem Patron zu einem
Stück Unsterblichkeit verholfen. Besichtigung der mittelalterlichen Kirche
und des historischen Kirchhofes mit einer Nachpflanzung des berühmten
Birnbaums und Weiterfahrt nach Neuruppin in die Geburtsstadt Fontanes.
Dienstag, 10. Oktober 2017
„Man soll den Augenblick ergreifen. Ist er der rechte, so bedeutet er das Glück.“
Theodor Fontane in Neuruppin
Nach einer Lesung aus „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ Spaziergang auf den Spuren seines Romans „Meine Kinderjahre“ durch Neuruppin.
„Erfahrungen vererben sich nicht, jeder muss sie allein machen.“
Kurt Tucholsky in Rheinsberg
Auf Schloss Rheinsberg, idyllisch am Grienericksee gelegen, verbrachte Kronprinz Friedrich II. die glücklichsten Jahre seines Lebens, auch Fontane hat
die Ausstrahlung des Schlosses begeistert. Kurt Tucholsky, der hier 1912 mit
44
Leistungen
ƒƒ Flug mit Air Berlin von Köln/
Bonn nach Berlin-Tegel sowie
zurück inkl. Steuern sowie Gebühren u. a. für ein Gepäck-stück
bis 23 kg, das aufgegeben wird
(Fluggesellschaft und -zeiten
vorbehaltlich möglicher Änderungen; andere Flughäfen auf
Anfrage und ggf. gegen Aufpreis);
ƒƒ 3 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/WC im Resort Mark
Brandenburg;
ƒƒ 2 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/
WC im Hotel Schloss Neuhardenberg;
ƒƒ Frühstücksbuffet in den Hotelrestaurants;
ƒƒ Drei-Gänge-Abendmenü oder
Buffet in den Hotelrestaurants;
ƒƒ Lesungen, Führungen, Besichtigungen, Eintritte und Gebühren
laut Programm;
ƒƒ Rundreise mit einem Reisebus
ab/bis Berlin-Tegel laut Programm;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg ab/bis Köln/
Bonn;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
Freitag, 13. Oktober 2017
„Nur wer den Augenblick lebt, lebt für die Zukunft.“
Heinrich von Kleist in Frankfurt an der Oder
Heinrich von Kleist, dem berühmten Sohn Frankfurts, ist in einer ehemaligen
Garnisonsschule und dem 2013 eröffneten Erweiterungsbau ein Literaturmuseum am Ufer der Oder gewidmet. Ganz in der Nähe befindet sich die 1506
gegründete Universität Viadrina sowie die restaurierte Marienkirche mit 117
mittelalterlichen Bleiglasfenstern, die von Russland zurückgegeben wurden.
abends (Lesung)
„Von Kleist zu Tucholsky“ – ein literarischer Streifzug durch drei Jahrhunderte.
Samstag, 14. Oktober 2017
„Sobald man in einer Sache Meister geworden ist, soll man in einer neuen Schüler werden.“
Gerhart Hauptmann in Erkner
Auf der Fahrt nach Berlin lohnt ein Abstecher nach Erkner im schönen Grünheider Wald- und Seengebiet. Hier lebte der Schriftsteller Gerhart Hauptmann
mit seiner Familie in einer Gründerzeitvilla (1885-89), die auch ein Ort des
Schaffens war: In einer ersten Fassung schrieb er „Bahnwärter Thiel“ und
„Vor Sonnenaufgang“.
Flug mit Air Berlin von Berlin-Tegel (17.00 Uhr) nach Köln/Bonn (18.05 Uhr).
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
Hotels
ƒƒ Neuruppin: Das Resort Mark
Brandenburg (139 Zimmer)
liegt malerisch am Ruppiner See
und verfügt über einen Heilwasser-Spa-Bereich mit Innen- und
Außenpool. (3 Übernachtungen)
ƒƒ Neuhardenberg: Hotel Schloss
Neuhardenberg liegt 70 km
östlich von Berlin. Die modern
eingerichteten Zimmer (z. T. im
Maisonettestil) befinden sich in
der ehemaligen Remise sowie im
Kavaliershaus West der Schlossanlage. Der von Peter Joseph
Lenné und Hermann Fürst von
Pückler-Muskau gestaltete Park
lädt zum Verweilen ein.
(2 Übernachtungen)
Preis
1.289,00 €
pro Person im Doppelzimmer
Einzelzimmerzuschlag
91,00 €
Doppelzimmer zur Einzelnutzung
Teilnehmerzahl
min. 15 Personen
max. 28 Personen
Leitung
ƒƒ Ralph Hoppe, Berlin
Kunstwissenschaftler
ƒƒ Edith Dietzler-Isenberg,
Niederkassel
Hinweis
ƒƒ Für die längeren literarischen
Spaziergänge und ebenso für
die Schifffahrten wird geeignetes
Schuhwerk und wetterfeste Kleidung empfohlen.
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25. bis 27. Oktober 2017 (Mi.-Fr.)/Herbstferien NRW
Deutschland
Dem Himmel entgegen
Der Kölner Dom als Gesamtkunstwerk
Donnerstag, 26. Oktober 2017
vormittags (Spaziergang zum und literarische Führung im Dom)
„Dein Atem ist Weihrauch“ (Guillaume Apollinaire)
Texte aus zwei Jahrhunderten dokumentieren den poetischen Blick auf den
Dom. In einer geführten Lesung mit Texten von Forster, Schlegel, Heine bis
Apollinaire, Böll und Wellershoff wird dem Bauwerk als romantische Idealgestalt und Quell der dichterischen Phantasie nachgespürt.
nachmittags (Ausflug zum Altenberger Dom mit Führung)
Die Bergische Schwester: der Altenberger Dom
Zeitgleich mit den ersten Ausführungen des Kölner Doms wurde mit dem Bau
des Altenberger Doms begonnen. Ähnlichkeiten des Grundrisses wie manche
Details lassen die Mitarbeit der damaligen Kölner Bauhütte an der Baustelle
im Bergischen Land vermuten. Auch die Geschichte beider Bauwerke im
19. Jahrhundert zeigt erstaunliche Parallelen.
abends (Spaziergang zum Dom und Nachtführung)
NachtSchattenGewächs
Wie anders wirkt der Kölner Dom am Abend! Die Stille und das gedämmte
Licht vermitteln zu späterer Abendstunde einen einzigartigen Eindruck dieses
gewaltigen Raums mit der gotischen Chorausstattung, dem Dreikönigenschrein, den Seitenaltären und den Heiligenfiguren.
Freitag, 27. Oktober 2017
vormittags (Spaziergang zum und Führung im Dom)
Camera Aurea
In der Domschatzkammer werden nicht nur liturgische Geräte, Reliquiare,
Insignien und Paramente vom Mittelalter bis zur Gegenwart gezeigt. In den
historischen Kellerräumen dreizehn Meter tief unter dem Domniveau werden auch mittelalterlicher Fassadenschmuck und spektakuläre Funde der
Grabungen bewahrt.
Die lange Baugeschichte des Kölner Doms und die Qualität seiner Ausführung machen ihn zu einem Monument, das immer wieder neu und anders
entdeckt werden kann. Seine Größe fordert die Augen, die Literatur über ihn
füllt Bibliotheken, der überbordende Reichtum seiner Ausstattung in Stein,
Glas, Holz und edlem Material ist kaum zu ermessen. So laden wir Sie ein,
diesem Hauptwerk der Gotik an drei Tagen von allen Seiten intensiv näher zu
kommen. Ein besonderes Erleben bietet der abendliche Besuch des „stillen“
Doms. Prosa, Lyrik und Anekdoten zu Kölns Kathedrale, die der Kunsthistoriker und Germanist Markus Juraschek-Eckstein für Sie ausgewählt hat, bieten
einen weiteren interessanten Zugang.
Programm
Mittwoch, 25. Oktober 2017
Individuelle Anreise zum Maternushaus nach Köln
10.00 Uhr (Vortrag, Markus Juraschek-Eckstein)
Im Wandel der Zeit
Die äußere Gestalt des Kölner Doms und seine Einbindung in das städtische
Umfeld geben bei genauerem Hinsehen aufschlussreiche Hinweise auf seine
Baugeschichte. Das 1248 begonnene und erst 1880 fertiggestellte Bauwerk
erfuhr in seiner langen Entstehungszeit weniger Veränderungen im Baustil als
in seinen Funktionen: Als Grabeskirche der Heiligen Drei Könige begonnen,
wurde der Dom als deutsches Nationaldenkmal vollendet.
nachmittags (Spaziergang zum und Führung im Dom)
Abglanz des Himmels
Deutschlandweit besitzt der Kölner Dom den größten Schatz mittelalterlicher
Glasfenster, denn ihre Entstehungszeit reicht vom 13. bis zum frühen 16.
Jahrhundert. Doch auch moderne Fenster, wie das viel diskutierte Fenster
von Gerhard Richter im Südquerhaus (2007 fertiggestellt), sind Ausdruck
der nach Transzendenz strebenden hochgotischen Architektur.
Tief gegründet: Die Ausgrabungen unter dem Dom
Die 1946 begonnenen Ausgrabungen ermöglichen tiefe Einsichten in die
Vorgeschichte des Doms. Zwischen den mächtigen gotischen Fundamenten
liegt die Geschichte seiner Vorgänger aus dem 6. und 9. Jahrhundert offen.
In der Antike standen anstelle des Domes Villen und Lagerhallen.
46
Leistungen
ƒƒ 2 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/
WC im Maternushaus in Köln;
ƒƒ Frühstücksbuffet im Restaurant
des Maternushauses;
ƒƒ Begrüßungskaffee am
25.10.2017;
ƒƒ Mittagessen am 25. und
26.10.2017 im Restaurant
des Maternushauses und am
27.10.2017 in einem örtlichen
Restaurant;
ƒƒ Abendessen am 25. und
26.10.2017 im Restaurant des
Maternushauses;
ƒƒ Vortrag, Führungen, Besichtigungen, Eintritte und Gebühren;
ƒƒ Bereitstellung eines Funk-Kopfhörersystems;
ƒƒ Kulturförderabgabe;
ƒƒ Ausflug mit einem Reisebus nach
Altenberg am 26.10.2017;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
nachmittags (Spaziergang zum Dom und Führung durch die Ausgrabungen)
Erste der Heiden
Die Wallfahrt zu den Heiligen Drei Königen zählte bis ins 17. Jahrhundert zu
den bedeutendsten der Christenheit. Vom Beginn der Verehrung dieser drei
Männer führt ein langer Weg bis zu einer heute bisweilen kurios anmutenden
Volksfrömmigkeit.
Hotel
ƒƒ Das Maternushaus ist ein zentral
in der Innenstadt von Köln gelegenes Tagungshaus des Erzbistums Köln. Hauptbahnhof und
Dom werden in gut 10 Gehminuten erreicht. Die 63 Zimmer sind
funktional eingerichtet. Unter
dem Maternushaus befindet sich
eine Tiefgarage (18,00 €/Tag).
Preis
378,00 €
pro Person im Doppelzimmer
Einzelzimmer
Einzelzimmer ohne Aufpreis
Teilnehmerzahl
min. 15 Personen
max. 25 Personen
Leitung
ƒƒ Markus Juraschek-Eckstein,
Bensberg
Kunsthistoriker und Germanist
Hinweis
ƒƒ Das Maternushaus ist vom Hohen Dom zu Köln ca. 750 m
entfernt, sodass die Strecke gut
mehrmals täglich als Spaziergang zurückgelegt werden kann.
spätnachmittags (Auffahrt und Führung über die Dächer des Doms)
Aufs Dach gestiegen
Wörtlicher Höhepunkt dieser Ferienakademie ist die Auffahrt zum hohen
Dach der Kathedrale. Die 1860 nach der Idee von Dombaumeister Zwirner
realisierte eiserne Dachkonstruktion zählt zu den bedeutendsten frühen Ingenieurleistungen. Bei gutem Wetter ermöglicht die Aussicht von der 70 m hohen
Aussichtsplattform des Dachreiters einen Weitblick bis ins Siebengebirge.
Rückkehr ins Maternushaus und Verabschiedung (ca. 19.00 Uhr).
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
47
12. bis 16. Juli 2017 (Mi.-So.)
Estland
Moderne trifft Mittelalter
Tallinn: überraschend vielfältige Stadtfacetten
Newski-Kathedrale wird der Dom, die einstige Kirche des deutschen Adels
in Estland, erreicht.
Geschichtsträchtig: die Altstadt (UNESCO-Weltkulturerbe)
Im Herzen Tallinns liegt das historische Rathaus, das Anfang des 15. Jahrhunderts als Versammlungsort für die regierenden Bürgermeister und Ratsherren
am zentralen Marktplatz gebaut wurde. Ihr wichtigstes Wahrzeichen ist der
124 m hohe Turm der St. Olai-Kirche; wer die Mühen des Aufstiegs über eine
enge, steile Wendeltreppe nicht scheut, wird mit einem fantastischen Ausblick
auf die Altstadt, den Domberg und den Hafen belohnt (wetterabhängig).
Freitag, 14. Juli 2017
Tallinn modern: das Rotermann-Viertel
Nur wenige Minuten vom Nordic Hotel Forum entfernt befindet sich zwischen
Altstadt, Hafen und Viru Platz ein sich rasant veränderndes altes Industriegelände: Hier, wo sich im 19. Jahrhundert Lebensmittelfabriken, eine Mehl- und
eine Graupenmühle, ein Dampfsägewerk sowie ein Salzspeicher befanden,
entstehen neue Orte zum Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und Flanieren. Futuristisch wirkende Avantgarde-Architektur kontrastiert alte Industriekomplexe:
ein beeindruckendes Symbol der Entwicklung Tallins.
Tallinn modern: das Telliskivi-Viertel
Auch das junge Kreativviertel „Telliskivi“ befindet sich unweit der Innenstadt
in einem ehemaligen Industrieareal. Seit einigen Jahren haben sich hier
Künstler, Start-ups im digitalen Bereich, Kulturschaffende oder NGOs aber
auch Design- oder Einrichtungsgeschäfte niedergelassen, hier laden trendige
Restaurants, Kneipen und Bars ein, hier befindet sich das Theater der Freien
Bühne und die Bühne des Souveränen Tanzes.
Mit altehrwürdiger Historie einer alten Hansestadt, modernem Lebensrhythmus, innovativer Architektur und multimedialer Moderne begeistert die
Hauptstadt Estlands. Einerseits prägen Türme und Türmchen, rote Ziegeldächer und alte Gildehäuser mit vielen prächtigen Bauten die malerische
Stadtsilhouette. Doch sind in Tallinn in den vergangenen Jahren interessante
Aufbrüche in Stadtarchitektur und Lebensstil zu beobachten, gilt die einstige
Kulturhauptstadt 2011 doch als Anziehungspunkt für junge Designer, Computerfachleute und vielfältig kreative Köpfe. Schon länger haben hier einstige
Industriegelände eine neue Nutzung erfahren, gehen Start-ups verschiedener
Branchen neue Wege.
So werden Sie von der Mischung aus altehrwürdiger Geschichte und aktueller
Lebendigkeit und Dynamik, die Sie bei ausführlichen Spaziergängen durch
Tallinn erleben werden, überrascht und begeistert sein. Ihr fachkundiger
Begleiter ist der Kunstwissenschaftler Christian Gänsicke, der auch bestens
vertraut ist mit moderner Architektur sowie mit Trends und Entwicklungen
städtischer Kultur in Kopenhagen, Mailand, Marseille …
Programm
Mittwoch, 12. Juli 2017
Flug mit Lufthansa von Frankfurt/Main (9.55 Uhr) nach Tallinn (13.10 Uhr),
Fahrt mit dem Reisebus zum Nordic Hotel Forum am Rande der Altstadt.
Geschichtsträchtig: die Altstadt (UNESCO-Weltkulturerbe)
Ein erster Spaziergang führt in die „Unterstadt“ der historischen Altstadt mit
ihren engen Gassen, mit vielen restaurierten und teils originalgetreu erhaltenen Bauwerken reicher Kaufleute. So lassen sich hier auch sehr gut die
verschiedenen Wurzeln, aus denen das heutige Estland hervorgegangen ist,
verfolgen – allen voran Tallinns Zugehörigkeit zur Hanse.
Donnerstag, 13. Juli 2017
Geschichtsträchtig: der Domberg (UNESCO-Weltkulturerbe)
Gleichsam „von oben“, vom Domberg der Oberstadt, wo über Jahrhunderte
Adel und Klerus residierten, bietet sich ein wunderbarer Blick über die Stadt
und die zu zwei Dritteln erhaltene, mächtige Stadtmauer mit 20 Wachtürmen. Vorbei am Schlosskomplex, heute Präsidialsitz, und der Alexander48
Leistungen
ƒƒ Flug mit Lufthansa von Frankfurt/Main nach Tallinn sowie
zurück inkl. Steuern und Gebühren u. a.für ein Gepäckstück
bis 23 kg, das aufgegeben wird
(Fluggesellschaft und -zeiten
vorbehaltlich möglicher Änderungen; andere Flughäfen auf
Anfrage und ggf. gegen Aufpreis);
ƒƒ 4 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/
WC im Nordic Hotel Forum;
ƒƒ Frühstücksbuffet im Hotelrestaurant;
ƒƒ Drei-Gänge-Abendmenü im
Hotelrestaurant am 12.7.2017;
ƒƒ Drei-Gänge-Abendmenü in verschiedenen Restaurants an drei
Tagen;
ƒƒ Führungen, Besichtigungen, Eintritte und Gebühren;
ƒƒ Bereitstellung eines Funk-Kopfhörersystems;
ƒƒ Fahrten mit einem Reisebus
vom/zum Flughafen Tallinn;
ƒƒ Halbtagesausflug mit einem
Reisebus am 15.7.2017;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg ab/bis
Frankfurt/Main;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
Samstag, 15. Juli 2017
Tallinns Kunstschätze
Nach gestrigen Blicken auf Trends richtet sich heute der Blick wieder auf kultur- und kunstgeschichtliche Schätze der Stadt: Das Museum in der im 13.
Jahrhundert erbauten Nikolaikirche zeigt Kirchenkunst vom Feinsten. Neben
mittelalterlichen Grabsteinen und einzigartigen Altären wird ein Gemälde-Fragment des „Totentanzes“ von Bernt Notke gezeigt (1463). Auch wenn vom einst
bis zu 30 m langen Kunstwerk nur das Anfangsstück mit 13 Figuren erhalten
ist, fordert es ebenso wie das Hochaltarretabel seines Künstlerkonkurrenten
Hermen Rode zu einer ausführlichen Betrachtung auf (gegebenenfalls sind
nur Ausschnitte des Hochaltarretabels zu sehen). Der nachmittägliche Ausflug
verbindet Kulturgeschichte mit Meeresluft: Die Geschichte der Ruinen des
Birgittenklosters am Ufer des Flusses Pirita reicht zurück ins Jahr 1407, dem
Gründungsjahr dieses einst größten Nonnenklosters Alt-Livlands, das 1577
die Truppen Iwan des Schrecklichen vernichteten; geblieben sind die massive
Fassade des Hauptgebäudes, die Wände, Kellerräume und der Friedhof. Von
ganz anderer Geschichte „erzählt“ die „Tallinner Sängerwiese“: Hier begann
1988 mit der „Singenden Revolution“ der Weg Estlands in die Unabhängigkeit.
Hotel
ƒƒ Das Tagungs- und KongressNordic Hotel Forum
(267 Zimmer) ist mit der Nähe
zur Altstadt und zum Freiheitsplatz ein guter Ausgangspunkt
für die Stadtspaziergänge
(Schwimmbad, Sauna, Fitnessraum).
Preis
1.158,00 €
pro Person im Doppelzimmer
Einzelzimmerzuschlag
218,00 €
Doppelzimmer zur Einzelnutzung
Teilnehmerzahl
min. 15 Personen, max. 25 Personen
Leitung
ƒƒ Christian Gänsicke, Köln
Kunstwissenschaftler,
Kunstvermittlung und Bildung
Hinweise
ƒƒ Ganztägige Spaziergänge richten
intensiv den Blick auf Vergangenheit und Gegenwart der Hauptstadt Estlands.
ƒƒ Der Domberg, der rund 500 m
über der Unterstadt liegt, wird
über steile Wege erreicht und
während des Aufenthaltes mehrfach zu Fuß überquert.
Sonntag, 16. Juli 2017
mittags
Geschichtsträchtig: der Kadriorg-Park mit dem KUMU
Kein geringerer als Zar Peter der Große veranlasste den Bau des Katharinenpalastes inmitten des Kadriorg-Parks und ließ diesen im Stil des 18. Jahrhunderts
mit Springbrunnen und Bächen gestalten. Estlands größte Kunstsammlung
mit Werken estnischer Künstler (18. Jahrhundert bis 1991) wird im 2006
gebauten Kunstmuseum KUMU Art Museum gezeigt. Wechselausstellungen
akzentuieren in diesem Haus, das 2008 zum „Europäischen Museum des
Jahres“ gewählt wurde, internationale und zeitgenössische Kunst.
Flug mit Lufthansa von Tallinn (18.00 Uhr) nach Frankfurt/Main (19.30 Uhr).
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
49
22. bis 26. März 2017 (Mi.-So.)
Frankreich
Vielfältiges Lyon
Die Metropole an Rhône und Saône
Stadtperspektiven: Der Blick von oben
Mit der Funiculaire geht es hinauf auf den Hügel von Fourvière. Von hier bietet
sich bei klarer Sicht nicht nur ein interessanter Blick auf die Stadt, in diesem
Viertel ist auch ein Eintauchen in die 2 000-jährige Stadtgeschichte möglich:
im Musée gallo-romain und dem römischen Theater aus der Zeit von Kaiser
Augustus, das einst bis zu 10 000 Zuschauern Platz bot. Die Basilika NotreDame de Fourvière ist ein weithin sichtbarer, extravagant wirkender Kalksteinbau mit vier achteckigen Türmen und ein Zentrum der Marienfrömmigkeit.
abends
Spaziergang durchs abendliche Lyon mit durch Licht in Szene gesetzten
Gebäuden und Sehenswürdigkeiten („Plan Lumière“).
Freitag, 24. März 2017
Traditionsreich: Die Seide. Das Essen.
Lyon steht gleichsam auch für eine lange Geschichte erfolgreicher Seidenweberei sowie gehobener Gastronomie. Eine Einstimmung in die Seidenwebkunst
bietet das riesige Wandgemälde „Mur des canuts“ auf dem Hügel von CroixRousse. Hier, wo einst die Webstühle der Seidenarbeiter klapperten, ist ein
Szeneviertel entstanden mit Restaurants, Bars, Künstlerateliers und kleineren
Theatern. Einblicke in die typische Seidenweberei und den Seidendruck bietet
das Atelier de Soierie Vivante. Nach der Mittagspause in einer typischen Lyoner
Bouchon richtet sich der Blick auf „Les Halles de Bocuse“: Benannt nach dem
legendären Sternekoch Paul Bocuse setzt die riesige Markthalle eindrucksvoll
Maßstäbe in der französischen und internationalen Feinschmecker-Küche.
Lyon ist eine Reise wert! Denn die drittgrößte Metropole Frankreichs, markant gelegen auf zwei Hügeln am Zusammenfluss von Rhône und Saône,
überrascht mit vielen Facetten: Zum Reichtum der 2 000 Jahre alten Stadt
gehören ebenso gallo-römische Überreste wie ein Renaissance-Viertel, das
seit 1998 UNESCO-Weltkulturerbe ist. Auch die klassizistischen Gebäude auf
der Halbinsel, das Seidenweberviertel Croix-Rousse, schmale Gassen und
interessante Hinterhöfe oder auch die futuristisch anmutende Architektur
im Viertel La Confluence setzen überraschende Akzente. Und nicht zuletzt
gilt Lyon als die französische Hauptstadt der Gaumenfreuden zwischen den
Weinregionen Côte-du-Rhône und Beaujolais.
Lassen Sie sich faszinieren von dieser vielseitigen wie liebenswerten Stadt!
Programm
Mittwoch, 22. März 2017
Bonjour Lyon!
Flug mit Lufthansa von Frankfurt/Main (12.55 Uhr) nach Lyon (14.10 Uhr),
Fahrt mit dem Reisebus zum Grand Hôtel des Terreaux in der Altstadt.
Ziele eines ersten Spaziergangs sind die „Fresque des Lyonnais“ – Porträts
von 24 berühmten Stadtbewohnern Lyons auf Balkonen eines Hauses an
der Saône, perfektes Trompe d‘œil im Großformat – aber auch die Place des
Terreaux, das Rathaus und die Nationaloper, ein spannender Bau zwischen
Tradition und Moderne, den der Stararchitekt Jean Nouvel entwarf.
Donnerstag, 23. März 2017
Stadtperspektiven: Die Altstadt
Vom Terreaux-Viertel zwischen den Flüssen führt der Weg über die Saône
durch schmale Gassen und versteckte, für Lyon typische Hausdurchgänge
(Traboules) zur Kathedrale Saint-Jean. In der Altstadt, die sich zwischen Saône
und Fourvière erstreckt, hatten einst die Innungen der Seidenweber, die Händler und Bankiers ihre Sitze. Viele Palais in dezenten Rosa- und Ockertönen,
nicht selten mit prächtigen Innenhöfen ausgestattet, entstanden im 15. und
16. Jahrhundert. Der Rundgang endet an der beeindruckenden Kathedrale
Saint-Jean, deren rund 350 gotische Reliefs an den Portalen auch Spiegel
des Weltbildes ihrer Bauherren sind.
50
Leistungen
ƒƒ Flug mit Lufthansa von Frankfurt/Main nach Lyon sowie
zurück inkl. Steuern und Gebühren u. a. für ein Gepäckstück
bis 23 kg, das aufgegeben wird
(Fluggesellschaft und -zeiten
vorbehaltlich möglicher Änderungen; andere Flughäfen auf
Anfrage und ggf. gegen Aufpreis);
ƒƒ 4 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/WC im Grand Hôtel des
Terreaux und Frühstücksbuffet im Hotelrestaurant;
ƒƒ Mittagessen am 24.3.2017;
ƒƒ Drei-Gänge-Abendmenü in verschiedenen Restaurants an drei
Tagen;
ƒƒ Führungen, Besichtigungen, Eintritte und Gebühren laut
Programm;
ƒƒ Bereitstellung eines Funk-Kopfhörersystems;
ƒƒ Transfers mit einem Reisebus am
Ankunfts- und Abreisetag zum/
vom Hotel;
ƒƒ Mehrtageskarten für die Nutzung
öffentlicher Verkehrsmittel im
Stadtgebiet von Lyon;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg ab/bis
Frankfurt/Main;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
Samstag, 25. März 2017
Kontrastreich! Das Musée des Beaux-Arts und das Musée des Tissus
Wo bis zur Französischen Revolution Benediktinerinnen lebten, beteten und
arbeiteten, zeigt das Musée des Beaux-Arts Werke aus den eigenen hervorragenden Sammlungen u. a. von El Greco, Tintoretto, Veronese, Rubens,
Delacroix, den französischen Impressionisten sowie von Vertretern des 20.
Jahrhunderts. Der Schatz der Skulpturen des Hauses reicht von der römischen
Zeit, über Gotik und Renaissance bis in die Moderne am Beginn des letzten
Jahrhunderts. Das Musée des Tissus ist nicht nur ein „Stoffmuseum“. Denn
neben Produkten der Seidenindustrie, den Innovationen Frankreichs vom
17. bis 19. Jahrhundert und prachtvollen Gewändern und Tapeten werden
zugleich einmalige Stücke der orientalischen Seidenweber präsentiert. Das
Museum befindet sich in der Nähe der klassischen Viertel auf der Presqu’île
mit den Brunnen an der Place des Jacobins, der riesigen Place Bellecour
sowie den Geschäfts- und Einkaufsstraßen.
Hotel
ƒƒ Das Grand Hôtel des Terreaux
ist in einem Haus aus dem 19.
Jahrhundert eingerichtet und
befindet sich in der Altstadt von
Lyon, unweit der Place des Terreaux, in unmittelbarer Nähe
vieler Restaurants, Bars und Cafés sowie der Metrostation. Das
Hotel verfügt über 53 individuell
eingerichtete Zimmer und einen
Innenpool.
Preis
1.176,00 €
Einzelzimmerzuschlag
170,00 €
Doppelzimmer zur Einzelnutzung
Teilnehmerzahl
min. 15 Personen
max. 25 Personen
Leitung
ƒƒ Rainer Thiesen, Köln
Kunsthistoriker
Hinweis
ƒƒ Ausgiebige Spaziergänge erschließen die Vielgestaltigkeit der
Stadt und verbinden die Besuche
der Sehenswürdigkeiten. Ab und
an werden auch öffentliche Verkehrsmittel genutzt.
Sonntag, 26. März 2017
Futuristisch: Das Musée des Confluences
Ganz im Kontrast zu altehrwürdigen Palais fasziniert die futuristisch anmutende Architektur des Musée des Confluences an der Spitze der Halbinsel,
dort wo Rhône und Saône zusammenfließen. Durch die Baumaterialien Glas,
Beton und Metall gleicht es von außen einem Kristall, im Innern informieren
wechselnde Ausstellungen über naturwissenschaftliche Phänomene.
Flug mit Lufthansa (14.45 Uhr) nach Frankfurt/Main (16.10 Uhr).
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
51
19. bis 26. April 2017 (Mi.-Mi.)
Frankreich
Chagall, Matisse, Picasso …
Die Maler der Moderne an der Côte d’Azur
Freitag, 21. April 2017
Vallauris, Cagnes-sur-Mer, Biot: Picasso, Renoir und Léger
Immer neue künstlerische Ausdrucksmöglichkeiten entdeckte Picasso in der
Nachkriegszeit, so etwa die Töpfereien von Vallauris, denen er mit phantasiereichen Skulpturen zu neuer Blüte verhalf. Zudem schenkte er der Stadt
das Gemälde „Krieg und Frieden“ für die Ausschmückung der romanischen
Kapelle der Burg. Zauberhaft eingebettet zwischen einem Hanggarten und
alten Olivenbäumen liegt die Villa des Collettes in Cagnes-sur-Mer, in der
Pierre-Auguste Renoir seine letzten Lebens- und Schaffensjahre mit einem
wunderbaren Blick auf das Mittelmeer verbrachte. Fernand Légers Kunst
entspringt dem Kubismus, setzt sich mit dem Thema Mensch und Maschine
auseinander, findet zeitweise zu einer klassischen Ausdrucksweise zurück –
wie das Musée National Fernand Léger in Biot eindrucksvoll zeigt.
Samstag, 22. April 2017
Vence und Saint-Paul: Sinfonie der Sinne
Weiße Kacheln mit schwarzen Strichzeichnungen und umspielt von den
kräftigen Farben der Fenster kennzeichnen die Chapelle du Rosaire der Dominikanerinnen in Vence: ein großes, sehenswertes Vermächtnis des späten
Henri Matisse. In Saint-Paul-de-Vence, eingebettet in einen schattigen Kiefernhain, schuf der Architekt Josep Lluís Sert nach den Vorstellungen des
Sammlerpaares Maeght ein spektakuläres Gebäude als Begegnungsstätte
für moderne Kunst und legte mit 6 000 Werken von Künstlern wie Chagall,
Giacometti oder Miró den Grundstock der Fondation Maeght.
Azurblau strahlt das Wasser des Mittelmeeres vor grünen Hängen der Seealpen, in Schattierungen von Gelb über Ocker bis Rot leuchten Wände und
Dächer in Dörfern und Städten an der Côte d’Azur, die Sonne taucht hier
die Landschaft mit ihren Strahlen in ein sanftes, goldenes Licht. Wer sollte
sich da nicht angezogen fühlen von den Facetten der Farben und Formen
und dem alles überstrahlenden Licht? Welcher Künstler könnte sich hier den
Reizen für die Sinne und den immer neuen Perspektiven und Stimmungen
entziehen? Bezeichnend ist, dass immer wieder Maler die Sonnenküsten
des Mittelmeeres gerade dann entdecken, wenn sie sich vom Realismus der
visuellen Wahrnehmung verabschieden und die Farbe zur gestaltenden Kraft
der Kunst erheben: Matisse, Chagall, Picasso und Renoir sind nur die bekanntesten Namen dieser künstlerischen Hinwendung zum Süden Frankreichs.
Wie lohnend ist es daher, den Spuren der Maler in dieser eindrucksvollen
Landschaft zu folgen sowie ihnen und ihrem Wirken in Museen zu begegnen!
Programm
Mittwoch, 19. April 2017
Flug mit Eurowings von Köln/Bonn (10.20 Uhr) nach Nizza (12.10 Uhr).
Bienvenue à Nice!
Treffpunkt der mondänen Welt, ein Stück Frankreich mit italienischem Flair
zwischen schmalen Gassen und großzügigen Platzanlagen und immer wieder
das azurblaue Meer: Das ist Nizza! Ein erster Spaziergang über die berühmte
Promenade des Anglais führt durch die Altstadt zur Place Masséna.
Donnerstag, 20. April 2017
Antibes und Nizza: Picasso, Chagall und Matisse
Pablo Picasso schuf – nach einer Schaffenskrise während des Zweiten Weltkrieges – in Antibes in nur einem Jahr unzählige sehr verschiedene Werke,
von denen einige heute im Musée Picasso in der Burg der Grimaldi zu sehen
sind. Die 17 Ölgemälde „Le Message Biblique“ von Marc Chagall sind farbenprächtige Beispiele seiner Auseinandersetzung mit der Bibel und werden
seit seiner Schenkung an den französischen Staat im Musée National Marc
Chagall in Nizza neben vielen anderen Werken des Künstlers gezeigt. Fast
vierzig Jahre lebte und arbeitete Henri Matisse in der Nähe der Villa des
Arènes, heute bietet hier das Musée Matisse einen Überblick über sein Œuvre.
52
Leistungen
ƒƒ Flug mit Eurowings von Köln/
Bonn nach Nizza sowie zurück
inkl. Steuern und Gebühren u. a.
für ein Gepäckstück bis 23 kg,
das aufgegeben wird (Fluggesellschaft und -zeiten vorbehaltlich
möglicher Änderungen; andere
Flughäfen auf Anfrage und ggf.
gegen Aufpreis);
ƒƒ 7 Übernachtungen im Doppelzimmer im Hotel Mercure Nice
Grimaldi in Nizza;
ƒƒ Frühstücksbuffet im Hotelrestaurant;
ƒƒ Drei-Gänge-Mittags- oder
-Abendmenü inkl. Tischgetränken
an allen Tagen in verschiedenen
Restaurants;
ƒƒ Führungen, Besichtigungen, Eintritte und Gebühren laut
Programm;
ƒƒ Bereitstellung eines Funk-Kopfhörersystems;
ƒƒ Fährfahrt zur Île de Saint-Honorat sowie zurück am 23.4.2017;
ƒƒ Transfers und Ausflüge mit einem Reisebus laut Programm;
ƒƒ Stadtsteuer;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg ab/bis
Köln/Bonn;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
Sonntag, 23. April 2017
Île Saint-Honorat – Insel-Idylle
Still liegt die Île Saint-Honorat vor dem trubeligen Cannes. Durch den Heiligen
Honoratus im 4. Jahrhundert besiedelt, wurde die Insel zu einer Keimzelle
westlicher Klosterkultur. Heute „wachen“ Zisterzienser über das Idyll im Mittelmeer, das durch Kiefern, Steineichen und Weinfelder geprägt ist und dessen
mittelalterliche Klosterfestung in Staunen versetzt. (Es bietet sich Gelegenheit,
den Gottesdienst in der Klosterkirche zu besuchen.)
Nizza – Yves Klein, Niki de Saint Phalle …
Neben den blauen monochromen Werken von Yves Klein, der in Nizza geboren
wurde, widmet sich das Musée d’Art Contemporain den französischen und
amerikanischen avantgardistischen Bewegungen seit den 1960er Jahren.
Und dies in einem bemerkenswerten Gebäude, das der Architekt Yves Bayard
entwarf. Den Vorplatz zieren Skulpturen von Niki de Saint Phalle, Alexander
Calder und Max Cartier.
Hotel
ƒƒ Im Herzen von Nizza erwartet
Sie das vor wenigen Jahren renovierte Hotel Mercure Nice
Grimaldi (84 Zimmer) am
Rande der Fußgängerzone, nur
wenige Gehminuten vom Strand
und der Promenade des Anglais
entfernt. Die Altstadt und der
Markt sind fußläufig zu erreichen.
Preis
1.678,00 €
pro Person im Doppelzimmer
Einzelzimmerzuschlag
364,00 €
Teilnehmerzahl
min. 15 Personen
max. 28 Personen
Leitung
ƒƒ Rainer Thiesen, Köln
Kunsthistoriker
Montag, 24. April 2017
Menton: Jean Cocteau
Futuristisch mutet das direkt am Meer eröffnete Musée Jean Cocteau an, das
sich dank der Sammlung Séverin Wunderman dem Universalkünstler widmet,
der in den 1950er Jahren mehrere Werke in Menton schuf. Malerisch steigt
die Altstadt an den Hängen an und birgt weitere Werke von Cocteau wie das
Mosaik „Die Liebenden von Menton“ im Hafenkastell. Mit seinen Werken ist
auch die Petrus-Kapelle in Villefranche gestaltet.
Dienstag, 25. April 2017
Èze und die Rothschilds
Malerische Gassen winden sich bis auf den 427 m hohen Bergkegel von Èze
hinauf, auf dessen Spitze sich von den Jardins Exotiques grandiose Blicke auf
die Riviera und die Dächer des Ortes bieten (wetterabhängig). In Saint-JeanCap-Ferrat umgibt sich die italienisch-orientalisch anmutende Villa Ephrussi
de Rothschild mit Gärten verschiedener Stilrichtungen. Sie bildet den Rahmen
für die Sammlung der leicht exzentrischen Baronin Ephrussi de Rothschild
und lässt gleichzeitig Raum für den Blick auf die buchtenreiche Côte d’Azur.
Mittwoch, 26. April 2017
Au revoir Nice!
Ein letzter Spaziergang über die Promenade des Anglais und Flug mit Eurowings von Nizza (12.45 Uhr) nach Köln/Bonn (14.20 Uhr).
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
53
5. bis 13. Juli 2017 (Mi.- Do.)
Frankreich
Land des Meeres – die Bretagne
Kulturschätze und faszinierende Landschaften
Freitag, 7. Juli 2017
Die Côte de Granit Rose
Über das mondäne Seebad Dinard, hier flanierten einst Kaiser Wilhelm II.,
Agatha Christie oder Pablo Picasso, erreichen Sie ein Naturdenkmal besonderer Qualität: das Cap Fréhel mit den grau-rosa Sandsteinklippen, umspült
vom smaragdgrünen Meer. Nach der Mittagspause in Paimpol statten Sie
dem wichtigen bretonischen Heiligen Saint-Yves in der mächtigen Kathedrale
Saint-Tugdual von Tréguier einen Besuch ab. Und zum Tagesausklang begeistert Perros-Guirec mit dem rosa Granit: Bei einer kurzen Wanderung durch
bizarre Granitformationen erleben Sie einen der schönsten Küstenabschnitte.
Samstag, 8. Juli 2017
Pfarrbezirke und Kalvarienberge
Probieren Sie zunächst eine weitere Spezialität der Bretagne: Vieles Wissenswerte über den Cidre und seinen unverkennbaren Charakter hören Sie bei
einer Kostprobe auf der Domaine de Kerveguen. Der weitere Tag ist den für
die Region berühmten Pfarrhöfen (Enclos paroissiaux) mit Beinhäusern, Triumphbögen und den reich verzierten Kalvarienbergen (Calvaires) gewidmet.
Als herausragende Beispiele gelten die von Saint Thégonnec, Guimiliau und
Pleyben. Sie lernen diese Besonderheiten sakraler Architektur kennen, bevor
Sie am Abend das Seebad Bénodet erreichen.
Wilde Felsküsten, mächtige Klippen, tiefeingeschnittene Buchten, viele Strände
sowie das besondere Schauspiel von Wolken und Licht prägen das Bild von
der Bretagne. Daher lässt diese Ferienakademie die vielfältigen Landschaften
von Saint-Malo im Norden über Paimpol, Quimper und Carnac bis Nantes
intensiv erleben. Selbstverständlich richtet sich der Blick auch auf vielfältige
und einzigartige kulturelle Schätze dieser Region Frankreichs: Sie begegnen Megalithen ebenso wie religiöse Denkmälern, so den reich verzierten
Kalvarienbergen oder den umfriedeten Pfarrbezirken. Da die Bretagne aber
auch bekannt ist für ihre kulinarischen Spezialitäten, erwarten Sie mit Ihrem
Reiseleiter Rainer Thiesen auch Kostproben. Er lässt außerdem Kommissar
Dupin, der hierzulande viele Leserinnen und Leser in seinen Bann zieht und in
Concarneau „im Dienst ist“, zu Wort kommen. Und nicht zuletzt erfahren Sie,
warum Gustave Flaubert, der vor 170 Jahren mit seinem Freund Maxime Du
Camp die Bretagne bereiste, gänzlich dem Zauber der Landschaft erlegen ist.
Programm
Mittwoch, 5. Juli 2017
Be Breizh!: Spüren Sie die Kraft der Bretagne!
Flug mit HOP! Air France von Düsseldorf (10.25 Uhr) nach Nantes (12.00 Uhr)
und Fahrt ins maritime Saint-Malo. Hier ist der einstige Reichtum noch immer
deutlich sichtbar. Stolz erhebt sich die nach dem Zweiten Weltkrieg sorgsam
wieder aufgebaute Altstadt mit ihren Mauern oberhalb der langen Sandstrände und des lebendigen Hafens. So bietet sich ein Rundgang geradezu an.
Donnerstag, 6. Juli 2017
Der Klosterberg, Gotik in Dol und Austern in Cancale
Der ursprünglich bretonische Mont-Saint-Michel, seit 1979 UNESCO-Weltkulturerbe, gehört – nur weil der Fluss Couesnon seinen Lauf veränderte – heute
zur Region Normandie. Mit großen Anstrengungen wurde die Versandung
eingedämmt, so dass der Klosterberg seine einzigartige Lage wiedergewonnen
hat. In Dol-de-Bretagne führt der Weg dann vorbei an alten Fachwerkhäusern
zur mächtigen Kathedrale Saint-Samson, einem Juwel der bretonischen Gotik.
Nicht ohne einen Blick auf den Menhir de Champ Dolent zu werfen, erreichen
Sie Cancale. Hier erfahren Sie nicht nur Hintergründe über die Austernkulturen, Sie können auch Austern probieren, wenn Sie mögen …
54
Leistungen
ƒƒ Flug mit HOP! Air France von
Düsseldorf nach Nantes sowie
zurück inkl. Steuern und Gebühren u. a. für ein Gepäckstück
bis 23 kg, das aufgegeben wird
(Fluggesellschaft und -zeiten
vorbehaltlich möglicher Änderungen; andere Flughäfen auf
Anfrage und ggf. gegen Aufpreis);
ƒƒ 8 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Dusche/WC in und -Hotels sowie
Frühstücksbuffet;
ƒƒ Drei-Gänge-Abendmenü inkl.
Tischgetränken an allen Abenden;
ƒƒ Führungen, Besichtigungen, Eintritte und Gebühren;
ƒƒ Bereitstellung eines Funk-Kopfhörersystems;
ƒƒ Kulturförderabgabe;
ƒƒ Rundreise mit einem Reisebus
ab/bis Flughafen Nantes;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg ab/bis
Düsseldorf;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
Hotels
ƒƒ Saint-Malo: Direkt am Strand,
nahe dem historischen Zentrum
liegt das Hotel Oceania.
(78 Zimmer; 2 Übernachtungen)
Sonntag, 9. Juli 2017
Gelegenheit zum Besuch eines katholischen Gottesdienstes.
Filmkulisse und Naturschauspiel
Erstes Ziel der heutigen Entdeckungen ist Locronon mit seinem granitenen
und vollständig erhaltenen mittelalterlichen Ortsbild, das immer wieder Kulisse
von Film- und Fernsehproduktionen ist. „Das Ende der Welt“, die legendäre
Westspitze, erreichen Sie an der Pointe du Raz. Auch besuchen Sie den ältesten Calvaire der Bretagne an der Chapelle de Tronoën, die sich in einer
weiten Dünen- und Heidelandschaft nahe Saint-Jean-Trolimon befindet. In
Bénodet stellt die Fabrik François Garrec das gesamte Spektrum der berühmten bretonischen Kuchen und Kouign Amann her. Überzeugen Sie sich selbst!
Montag, 10. Juli 2017
Nach Quimper und auf zur Südküste
Mit seinen Fachwerkhäusern, Fayence-Geschäften und der Kathedrale SaintCorentin offenbart Quimper ein reiches Erbe. In Concarneau ist Kommissar
Dupin, eine Romanfigur des Krimiautors Jean-Luc Bannalec, zu Hause. Ruhe
zum Nachdenken nach einem Fall findet Dupin am liebsten im Restaurant
„L’Amiral“ und gegenüber der Ville Close, der Altstadt, die wie eine Festung
ins Meer ragt. Auf Paul Gauguin und seine Malerfreunde stoßen Sie später in
Pont-Aven. Sie ließen den Ort zu einer Künstlerkolonie werden. In der Chapelle
de Trémalo von Pont-Aven erinnert auch der „Gelbe Christus“ an die Künstler.
ƒƒ Perros-Guirec: Von Ihrem
Zimmer im Hotel Castel Beau
Site, das am Strand errichtet
wurde, bietet sich ein Blick auf
eine Meeresbucht. (33 Zimmer;
1 Übernachtung)
ƒƒ Bénodet: Das Hôtel Ker Mor
(78 Zimmer, Außenpool) liegt in
einem großen Park in unmittelbarer Nähe zum Atlantik. Zimmer mit Meerblick stehen in begrenzter Anzahl zur Verfügung.
(2 Übernachtungen)
ƒƒ Carnac: Das Hôtel Best Western
Plus Celtique & Spa verfügt
über 55 Zimmer und ein Hallenschwimmbad.
(2 Übernachtungen)
ƒƒ Nantes: Das Hotel Oceania Nantes Aéroport liegt mit 87
modernen und schallisolierten
Zimmern am Flughafen Nantes
Atlantique. (1 Übernachtung)
Preis
2.198,00 €
pro Person im Doppelzimmer
Einzelzimmerzuschlag
439,00 €
Doppelzimmer zur Einzelnutzung
Teilnehmerzahl
min. 15 Personen, max. 28 Personen
Leitung
ƒƒ Rainer Thiesen, Köln
Kunsthistoriker
Dienstag, 11. Juli 2017
Geheimnisumwittert: Ein Ausflug in die Steinzeit
In Carnac, dem Zentrum der bretonischen Megalithkultur, und in Locmariaquer
finden sich Steingiganten, die teils 5 000 Jahre alt sind. Über 3 000 dieser
vorzeitlichen Steinmonumente verteilen sich hier auf Wiesen und Heideflächen und bieten einen ganz besonderen Anblick und regen die Phantasie und
Forschung an. Auf der Halbinsel Quiberon begeistert noch einmal eine spektakuläre Küste, die Côte Sauvage: felsig im Westen und feinsandig im Osten.
Mittwoch, 12. Juli 2017
Das weiße Gold von Guérande
Die Salzgärten von Guérande bilden ein historisches Naturerbe. Noch heute
ernten die Paludiers das Meersalz auf traditionelle Weise per Hand. Ein geführter Rundgang mit Besuch des Zentrums Terre de Sel bieten Ihnen hierzu
interessante Hintergründe. Auch die Guérande verdient mit dem erhaltenen
Befestigungsring und der mittelalterlichen Anmutung Ihre Aufmerksamkeit.
Auch wenn sich die 8 km lange Bucht von La Baule ganz dem Tourismus
verschrieben hat, ist die einstige Schönheit noch zu erahnen.
Donnerstag, 13. Juli 2017
Abschied von der Bretagne
Flug mit HOP! Air France von Nantes (8.25 Uhr) nach Düsseldorf (9.55 Uhr).
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
55
18. bis 22. Juli 2017 (Di.-Sa.)/Sommerferien NRW
Frankreich
Gesichter Lothringens
Metz und Nancy, Sarrebourg und Sillegny
Mittwoch, 19. Juli 2017
Metz: Kathedrale, Zitadelle und Stadt des Handels
Rund fünfzig Kirchen weisen Metz als einstiges religiöses Zentrum aus. Markantes Wahrzeichen der Stadt ist die gotische Kathedrale Saint-Étienne: Bei
einer Breite von nur 13,5 Metern erhebt sich das Kirchenschiff auf 42 Metern
Höhe und zählt mit den Kathedralen von Beauvais und Amiens zu den höchsten Frankreichs. Zu bewundern sind Glasmalereien auf rund 6 500 m² Fläche;
einige Glasfenster wurden von Marc Chagall gestaltet. Im Areal der Zitadelle
lohnen zwei weitere Kirchenbesuche: Die Église Saint-Pierre-aux-Nonnains
geht auf eine römische Markthalle zurück. Die Templerkapelle wurde von den
seit 1133 in Metz ansässigen Tempelrittern errichtet, erinnert an das Heilige
Grab in Jerusalem und zeigt den Übergang von der Romanik zur Gotik. Das
Musée de la Cour d‘Or gibt in historischem Rahmen interessante Einblicke in
die Geschichte von Metz, insbesondere in die Zeit der Römer und Merowinger. Bei einem Spaziergang durch die Stadt gibt die Place Saint-Louis tiefere
Einblicke in alte Markt- und Handelsstrukturen.
Donnerstag, 20. Juli 2017
Sarrebourg und Sillegny: Werke Marc Chagalls
Ein Ausflug in die kleine lothringische Stadt Sarrebourg wird zu einer überraschenden Begegnung mit der Welt Marc Chagalls. Für die Chapelle des
Cordeliers, eine ehemalige Franziskanerkirche, schuf der Künstler das Westfenster mit dem Titel „La Paix“. Es verknüpft in leuchtenden Farben Themen
des Alten und Neuen Testamentes. Das Musée du Pays de Sarrebourg zeigt
Wandteppiche, die – nach Entwürfen Chagalls für das Friedensfenster des
UNO-Gebäudes in New York – von Yvette Cauquil-Prince gefertigt wurden.
In drastisch naiver Weise hingegen beschreiben die Fresken der Dorfkirche
von Sillegny (1540) die Heilsgeschichte, das Leben der Heiligen und das
Jüngste Gericht.
Unterschiede wie Gemeinsamkeiten verbinden die geschichtsträchtigen
Städte Metz und Nancy im Herzen Lothringens gleichermaßen. Die heutige
pulsierende Handelsstadt Metz ist Verkehrsknotenpunkt zwischen Ost und
West und bewahrt mit vielen kirchlichen Monumenten ihr Gesicht als Bischofsund Bürgerstadt. Zeugnisse der Herzöge von Lothringen machen dagegen
in architektonischer wie kunsthistorischer Sicht den Reiz von Nancy aus.
Die Herzöge residierten über Jahrhunderte, sorgten für die Erweiterung der
Stadt und ließen dabei großzügige Parks und Plätze anlegen, wie die Place
Stanislas (UNESCO-Weltkulturerbe). Nancy war Ende des 19. Jahrhunderts
aber auch Zufluchtsort von Franzosen aus dem Reichsland Elsass-Lothringen,
die u. a. die industriellen Grundlagen für eine blühende Jugendstil-Kultur
schufen. Doch auch Metz bietet mit dem spektakulären Neubau des Centre
Pompidou gleichzeitig ein wichtiges Zentrum zeitgenössischer Kunst. Weiterhin begeistern in Lothringen die leuchtenden Werke eines Marc Chagall,
ob in der Kathedrale von Metz oder im eher abgelegenen Sarrebourg. War
Metz zwischenzeitlich ab 1871 deutsche Festung, so spiegeln beide Städte
schließlich die wechselhafte deutsch-französische Beziehung wider.
Programm
Dienstag, 18. Juli 2017
Busreise ab Bensberg (7.30 Uhr) und Köln (8.15 Uhr) durch die Eifel, über
Trier und Luxemburg nach Nancy.
Nancy: Place Stanislas und Musée Lorrain
Der heutige erste Besuch von Nancy nimmt die Geschichte der Stadt als
einstige Residenz der Lothringer Herzöge in den Blick, denn diese haben mit
großzügiger Architektur und mit Platzanlagen in barocker Pracht hier ihre
städtebaulichen Spuren hinterlassen. Das großzügige Rechteck der Place Stanislas mit Pavillons, Brunnen und vergoldeten Gittern wurde vom Architekten
Emmanuel Héré und dem Kunstschmied Jean Lamour entworfen – im Auftrag
von Stanislaus I. Lesczyński, dem Schwiegervater von Ludwig XV. Heute gilt die
Place Stanislas als eine der schönsten Platzkompositionen Europas und ist
auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes zu finden. Das Musée Lorrain im
alten Herzogspalast gewährt Einblicke in die lothringische Geschichte und in
das Werk von Georges de La Tours. Außerdem findet sich hier die herzogliche
Grablege in der Église des Cordeliers.
56
Leistungen
ƒƒ Busreise ab Bensberg und Köln
sowie zurück;
ƒƒ 4 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Dusche/WC im Hotel
La Citadelle in Metz;
ƒƒ Frühstücksbuffet im Hotelrestaurant;
ƒƒ Drei-Gänge-Abendmenü inkl.
Tischgetränken in verschiedenen
Restaurants an allen Tagen;
ƒƒ Führungen, Besichtigungen, Eintritte und Gebühren laut
Programm;
ƒƒ Bereitstellung eines Funk-Kopfhörersystems;
ƒƒ Kulturförderabgabe;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg ab/bis
Bensberg;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
Hotel
ƒƒ Das Hotel La Citadelle befindet sich in der Nähe des historischen und kulturellen Zentrums
von Metz. Es wurde 2005 in
einem Militärgebäude von 1559
eröffnet, verfügt über 68 Zimmer
und gehört zur MGallery Collection, Memorable Hotels by Accor,
einer weltweiten Kollektion exklusiver Hotels, die auf moderne
Weise Geschichte erzählen.
Preis
948,00 €
pro Person im Doppelzimmer
Einzelzimmerzuschlag
160,00 €
Teilnehmerzahl
min. 15 Personen
max. 28 Personen
Leitung
ƒƒ Rainer Thiesen, Köln
Kunsthistoriker
Freitag, 21. Juli 2017
Nancy: Jugendstil und schöne Künste
Erneut in Nancy richtet sich der Blick auf den Jugendstil, der die Stadt
in unverwechselbarer Weise prägt: in Stadtteilen wie Saurupt oder Nancy
Thermal, mit den Jugendstilgebäuden zwischen Bahnhof und Stadtmitte
und nicht zuletzt im einzigartigen Jugendstilmuseum Musée de l’École de
Nancy. Hier wird einmal mehr deutlich, wie groß die Dekorationsfreude und
vor allem das Bemühen um Ganzheitlichkeit bei den Innenausstattungen in
dieser Epoche waren. Das Musée des Beaux-Arts in einem Pavillon an der
berühmten Place Stanislas zeigt – in teils ungewöhnlicher Hängung – Werke
vom 14. bis 21. Jahrhundert: von Perugino über Breughel, Rubens und Caravaggio bis Manet, Monet, Gris oder Picasso.
Samstag, 22. Juli 2017
Metz: Centre Pompidou Metz
Der Spaziergang zum Centre Pompidou Metz führt durch das Bahnhofsviertel,
wo sich architektonisch die Zugehörigkeit der Stadt zum deutschen Kaiserreich
1871-1918 deutlich ablesen lässt. Das Centre Pompidou Metz, ein Ableger
des Centre Pompidou Paris, präsentiert die facettenreiche Kunst des 20. und
21. Jahrhunderts aus dem Fundus des Musée National d’Art Moderne. Die
Architektur des Hauses, das 2010 eröffnet wurde, ähnelt einem riesigen
Zirkuszelt aus Kunststoff, Glas und Holz und entstand nach den Plänen des
japanischen Architekten Shigeru Ban.
Rückreise nach Köln (Ankunft ca. 18.00 Uhr) und Bensberg (Ankunft ca.
18.45 Uhr).
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
57
10. bis 14. August 2017 (Do.-Mo.)/Sommerferien NRW
Frankreich
Einzigartig. Nantes.
Faszinierender Wandel in der Stadt an der Loire
Mutig und kreativ erfand sich in den letzten 30 Jahren die einstige Hafen- und
Schiffbaumetropole Nantes neu, sie ist längst zu einem der dynamischsten
Zentren Frankreichs für Architektur und Kunst geworden. Mit interessanten
und großflächigen Stadtentwicklungsprojekten wie der l’Île de Nantes zieht
die Stadt an der Loire sowohl das Interesse zeitgenössischer Architekten und
Landschaftsplaner wie Kunstschaffende an. Zielgerichtete Investitionen werteten auch das einst halb verfallene historische architektonische Erbe wieder
auf, so dass sich Nantes – ähnlich wie Bilbao, nur bisher weniger bekannt – als
gelungenes Beispiel einer Stadterneuerung nach dem Zusammenbruch der
Industrie zeigt. Auch lenken verschiedene Festivals das Interesse auf Nantes
und prägen Atmosphäre und Lebensgefühl. So lädt in jedem Sommer das
Festival „Le Voyage à Nantes“ Künstler und Kunstschaffende ein, den öffentlichen Raum mit temporären Installationen sowie innovativen Kunstprojekten
zu bespielen, schafft Orte unerwarteten Zusammentreffens.
Programm
Donnerstag, 10. August 2017
Flug nach Nantes und Fahrt mit dem Reisebus zum Hotel Radisson Blu.
Ausblicke. Einblicke.
Gleich zu Beginn Auffahrt auf die Dachterrasse des 144 Meter hohen Tour
de Bretagne aus den 1970er Jahren. Von hier oben bietet sich ein wunderbarer Blick über die Hauptstadt der Region Pays de la Loire und ihre
Umgebung. Spazierend durch die Straßen der Altstadt wird dann ebenso
der Wandel wie das historische Erbe im einstigen Zentrum des Herzogtums
der Bretagne deutlich (Château des Ducs le Bretagne, gotische Kathedrale
Saint-Pierre, spätgotische Kirche Sainte-Croix). Die Passage de Pommeraye,
die Louis Pommeraye nach Pariser Vorbildern Mitte des 19. Jahrhunderts
bauen ließ, präsentiert sich als Einkaufspassage über drei Etagen und mit
prunkvoller Treppe.
Leistungen
ƒƒ Flug nach Nantes sowie zurück
inkl. Steuern und Gebühren;
ƒƒ 4 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/
WC im Hotel Radisson Blu;
ƒƒ Frühstücksbuffet im Hotelrestaurant;
ƒƒ Drei-Gänge-Mittags- oder Abendmenü an allen Tagen;
ƒƒ Führungen, Besichtigungen,
Eintritte und Gebühren;
ƒƒ Bereitstellung eines Funk-Kopfhörersystems;
ƒƒ Transfers mit einem Reisebus
vom/zum Flughafen Nantes;
ƒƒ Ausflug mit einem Reisebus am
12.8.2017;
ƒƒ Stadtsteuer;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
neuerung ist, erschließen sich unter fachkundiger Führung eines Architekten:
Deutlich wird, wie es auf dem 337 ha großen und sich über fünf Kilometer
erstreckenden Areal gelang, einen urbanen Raum zu schaffen, der Leben,
Wohnen, Arbeiten und Genießen im Zeichen der Nachhaltigkeit neu definiert.
Zeitgenössische Gebäude nach den Plänen namhafter Architekten fügen sich
mit der Revitalisierung und Umnutzung alter Häuser zu einem neuen Gesamtbild. Ein kultureller Anziehungspunkt sind auch die Machines de l’Île: In
der Geburtsstadt von Jules Verne entwarfen Francois Delarozière und Pierre
Orefice auf den Geländen der ehemaligen Werften interessante „Geschöpfe“.
Berühmt ist Le Grand Eléphant, der 49 Tonnen schwer und 12 Meter hoch
mit bis zu 45 Passagieren 30 Minuten lang über l’Île de Nantes schreitet,
trompetet und mit dem Rüssel Wasser ins Publikum spritzt. „Les Machines de
I’Île“ bieten weitere Überraschungen, die der Phantasiewelt von Jules Verne
entsprungen zu sein scheinen.
Samstag, 12. August 2017
Aufbrüche gestern. Aufbrüche heute.
Neben Marseille realisierte Le Corbusier auch in Nantes eine Unité d’Habitation,
eine „vertikale Stadt“. Interessant ist es, vor Ort mehr über dieses Konzept
und die Anlage mit 300 Wohnungen zu erfahren und eine Musterwohnung
zu besuchen. Aufschlussreich ist es später auch, in Saint-Nazaire Atlantikluft
einzuatmen und Hinweise auf die Veränderungen der viertgrößten Hafenstadt
Frankreichs zu erhalten. Dort, wo die Loire in den Atlantik mündet, biegt sich
die Saint-Nazaire-Brücke wie der Stab eines Hochseilartisten. Auch gilt dem
Skelett einer riesigen Seeschlange, das der Künstler Huang Yong Ping schuf
und das sich in den Wellen wie ein Seeungeheuer windet, ein Blick.
„Le Voyage à Nantes“
Lassen Sie sich am Nachmittag durch das Stadtleben treiben und genießen
Sie die Atmosphäre. Erleben Sie, wie Künstler mit ihren Festival-Beiträgen das
Straßenbild verändern. Folgen Sie der grünen Linie, die Sie auf Kunstwerke
und städtische Architektur aufmerksam macht. Stimmen Sie anschließend
den Kuratoren der Stadt zu, dass Kunst nicht Mittel zum Zweck, sondern
„L’art de vivre“ ist?
Hotel
ƒƒ Der ehemalige Gerichtshof wurde
zum Hotel Radisson Blu mit
142 Zimmern umgebaut und puristisch-komfortabel eingerichtet.
Es ist idealer Ausgangspunkt für
die Stadtspaziergänge.
Preis
Nähere Angaben entnehmen Sie
bitte dem Einzelprogramm.
Teilnehmerzahl
min. 15 Personen
max. 28 Personen
Leitung
ƒƒ Rainer Thiesen, Köln
Kunsthistoriker
Sonntag, 13. August 2017
Gelegenheit zum Besuch eines katholischen Gottesdienstes.
Auch das ist Nantes: Mahnmal zur Abschaffung des Sklavenhandels
Wenig bekannt ist, dass im 18. Jahrhundert mehr als 40 % des französischen
Sklavenhandels über Nantes erfolgte. Seit 2012 nun erinnert ein begehbares
Mahnmal am geschichtsträchtigen Quai de la Fosse davon. Hier, wo einst
die Sklavenschiffe anlegten bevor sie nach Afrika aufbrachen, wird nun eindrucksvoll jener Zeit gedacht. Der Kampf gegen die Sklaverei, über die Rolle
Frankreichs und Nantes’ bis zu heutigen Formen der Sklaverei wird hier
ebenfalls thematisiert.
Kunst & Garten: Das Musée des Arts und der Botanische Garten
Umgebaut und erweitert nach Plänen von Stanton William öffnet das Musée
des Arts 2017 wieder seine Pforten und lädt zu einer Reise durch die Welt
der Malerei vom 13. Jahrhundert bis in die Gegenwart ein. Das Haus zeigt
auch Werke von Ingres, Courbet, Delacroix oder Kandinsky. Der benachbarte
7 ha große Botanische Garten wurde als Landschaftsgarten mit Wasserflächen, Brücken und Pflanzen aus aller Welt angelegt, er ist die „grüne Lunge
der Stadt“ und trägt das Label „bemerkenswerter Garten“.
Montag, 14. August 2017
Flug von Nantes nach Düsseldorf.
Freitag, 11. August 2017
Aufbrüche und Wandel: l’Île de Nantes
Facetten der Revitalisierung der Île de Nantes, die umflossen von der Loire
einst Zentrum der Werftindustrie war und heute Schlüsselprojekt der Stadter58
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
59
5. bis 11. September 2017 (Di.-Mo.)
Frankreich
Reizvolle Franche-Comté
Überraschende Vielfalt im Osten Frankreichs
Kulturschaffens wie die großen Wandbilder des Malers Pignon-Ernest an
Hausfassaden.
Herausragende Architektur nahe Belfort
Mit der expressiven Dachgestaltung, der südlichen Fensterfassade sowie dem
nach Osten gerichteten Freialtar und der Außenkanzel ist die Kapelle NotreDame-du-Haut, die der Architekt Le Corbusier in den 1950er Jahren entwarf,
eine Architekturikone des 20. Jahrhunderts; seit Sommer 2016 gehört sie
auch zum UNESCO-Weltkulturerbe. Nach Entwürfen des Stararchitekten Renzo
Piano wurden im Jahr 2011 ein Empfangsgebäude für die vielen Besucher
der Kirche sowie neue Zellen für die Klarissenschwestern des angrenzenden
Klosters eröffnet.
Donnerstag, 7. September 2017
Ornans, Gustave Courbet und die Schönheit seiner Heimat
Südlich von Besançon wurde der Künstler Gustave Courbet 1819 in Ornans
geboren und entwickelte sich – geprägt von den Eindrücken seiner Kindheit
und insbesondere der ihn umgebenden Landschaft – zu einem der führenden
Realisten in der französischen Malerei. Sein Geburtshaus am Ufer der Loue ist
heute Museum und fügt sich ein in den malerischen Ortskern mit Häusern,
die dicht bei dicht das Flussufer säumen. Im weiteren Talverlauf offenbart
sich ebenso die landschaftliche Schönheit der Comté wie auf dem Roche du
Prêtre oder an den Saut du Doubs, die durch eine Bootsfahrt erreicht werden.
Südlich des Elsass und der Vogesen und westlich der Alpen prägen wunderschöne, teils schroffe Täler mit klaren Flüssen und Seen des Jura die
hierzulande zu Unrecht eher unbekannte Region Franche-Comté. Denn:
Alte Städte säumen die Randlagen des alpinen Höhenzugs, allen voran die
Hauptstadt der Franche-Comté, Besançon, oder die Stadt Belfort, die durch
die nahe Grenze zum Deutschen Reich zu einer der größten Festungen Europas ausgebaut wurde. Auch Arbois im Süden oder Dole im Norden lohnen
es, besucht zu werden. Von Wirtschaftsgeschichte und -kraft berichten hier
Salinen, sonnenreiche Südwesthänge zeugen von profitablem Weinbau, hier
nähren satte Weiden Kühe, aus deren Milch der großartige Comté hergestellt
wird. Zu sprechen ist dann auch über legendäre Schmugglerpfade oder vom
Absinth, dessen Herstellung und Konsum in dieser Region auf eine lange
Tradition blickt.
Herzlich laden wir Sie ein, mit Rainer Thiesen diese kulturell vielfältige und
landschaftlich ausgesprochen reizvolle Region im Osten Frankreichs zu
entdecken.
Programm
Dienstag, 5. September 2017
Auf zu neuen Entdeckungen!
Busreise von Bensberg (7.30 Uhr) und Köln (8.15 Uhr) nach Belfort.
Festungsstadt Belfort
Als militärische Schlüsselstellung in der burgundischen Pforte wurde die Stadt
einst durch Vauban zur riesigen Zitadelle gegen das Heilige Römische Reich
ausgebaut. So beherrscht bis heute die Burg mit dem berühmten „Löwen
von Belfort“ das Stadtbild.
Mittwoch, 6. September 2017
Moderne Kunst in Belfort
Belfort wartet jedoch nicht nur mit seinen Wahrzeichen, der Zitadelle und
dem Löwen auf, sondern auch mit sehenswerter Kunst: Die Donation Maurice
Jardot zeigt 112 Werke u. a. von Braque, Gris, Léger, Chagall und Picasso, die
der Kunsthistoriker, Denkmalpfleger und Sammler Maurice Jardot im Jahr
1997 der Stadt übereignete. Die Stiftung ist ebenso Ausdruck modernen
60
Leistungen
ƒƒ Busreise ab Bensberg und Köln
sowie zurück;
ƒƒ 2 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Dusche/WC
im Grand Hôtel du Tonneau
d‘Or in Belfort;
ƒƒ 4 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Dusche/WC im Hôtel
Le Domaine du Revermont in
der Nähe von Passenans;
ƒƒ Frühstücksbuffet in den Hotelrestaurants;
ƒƒ Wein- und Käsedegustation am
9.9.2017;
ƒƒ Drei-Gänge-Abendmenü inkl.
Tischgetränken an zwei Abenden
in einem Restaurant in Belfort;
ƒƒ Vier-Gänge-Abendmenü an drei
Tagen im Hotelrestaurant in
Passenans;
ƒƒ Drei-Gänge-Abendmenü in
einem Restaurant in Arbois am
9.9.2017;
ƒƒ Führungen, Besichtigungen,
Eintritte und Gebühren;
ƒƒ Bereitstellung eines Funk-Kopfhörersystems;
ƒƒ Schifffahrt am 7.9.2017;
ƒƒ Kulturförderabgabe;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg ab/bis
Bensberg;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
Freitag, 8. September 2017
Naturschönheit und Salzkultur
Da das Jura geologisch zu den mehrheitlich aus Kalkstein bestehenden
Gebirgen zählt, sind auch Höhlenformationen wie die Grotte d’Oselle, deren
Stalaktiten- und Stalagmitenformationen stets neue Assoziationen zulassen,
nicht selten. Überraschend ist auch die Pracht der Saline Royale in Arc-etSenans, seit 1982 UNESCO-Weltkulturerbe: Wahrlich königlich gruppieren sich
hier die Salinen-Gebäude im Kreis und „erzählen“ von der Geschichte des
Salzes und seiner Gewinnung. Die Altstadt von Dole ist mit der Stiftskirche
ein weiterer Ort, der die Vergangenheit überraschend lebendig werden lässt,
z. B. die Zeit, als Louis Pasteur 1822 hier geboren wurde.
Samstag, 9. September 2017
Mönche, Felsen und Köstlichkeiten
Aus der Abgeschiedenheit der Abtei Baume-les-Messieurs – umgeben von
hohen Felswänden, im runden Talkessel Cirque de Baume – gründete im Jahr
910 Berno von Baume das einflussreiche Kloster von Cluny. Von der Benediktinerabtei ging eine weitreichende Klosterreform aus und noch heute vermittelt sie eine Ahnung vom täglichen Leben der einstigen Mönche. Sehenswert
ist in der Kirche der Schnitzaltar aus dem 16. Jahrhundert. Weitere Akzente
setzen an diesem Tag Gaumenfreuden: Hoch über den Weinfeldern des Jura
thront das Château-Chalon, ein uraltes Winzerdorf mit romanischer Kirche
und malerischen Winzerhäusern, das sich ebenso zu erkunden lohnt wie es
reizt, Wein aus Arbois zu kosten, der schon in Trinkliedern der Renaissance
besungen wurde. Wie überhaupt Arbois für regionale Köstlichkeiten steht,
lockt allen voran sowohl der Comté-Käse als auch der Vin Jaune des Jura.
Hotels
ƒƒ Belfort: Das Grand Hôtel du
Tonneau d‘Or wurde 1907
erbaut und befindet sich mit
52 Zimmern hinter neoklassizistischer Fassade, mit einem markanten Treppenhaus inmitten der
Altstadt. (2 Übernachtungen)
ƒƒ Passenans (Nähe): Im Herzen
der Weinberge des Jura liegt das
familiengeführte Hôtel Le Domaine du Revermont (28 Zimmer; Swimmingpool) mit einer
Küche, die der Region verbunden
und Mitglied der Vereinigungen
„Logis de France“ sowie „Relais
du Silence“ ist.
(4 Übernachtungen)
Preis
1.462,00 €
pro Person im Doppelzimmer
Einzelzimmerzuschlag
261,00 €
Doppelzimmer zur Einzelnutzung
Teilnehmerzahl
min. 15 Personen
max. 28 Personen
Leitung
ƒƒ Rainer Thiesen, Köln
Kunsthistoriker
Sonntag, 10. September 2017
Gelegenheit zum Besuch eines katholischen Gottesdienstes.
Facetten Besançons
Innerhalb einer riesigen Schleife des Flusses Doubs liegt die Altstadt von
Besançon, von der mächtigen Zitadelle des Baumeisters Vauban geschützt.
Als Zentrum der einstigen Freigrafschaft Burgund und der heutigen FrancheComté war und ist die Stadt kulturelles Zentrum der Region, die Stadt, in
der Victor Hugo am 26. Februar 1802 geboren wurde (Musée Victor Hugo).
Interessante Aspekte der Wirtschaftsgeschichte setzt das Musée du Temps
in Szene, denn hier waren etliche Unternehmen der Uhren-Produktion verpflichtet. Und dann sind da noch alte Straßen, die prächtigen Boulevards und
die Kathedrale Saint-Jean …
Montag, 11. September 2017
À bientôt
Rückreise durch Lothringen, Luxemburg und die Eifel nach Köln (Ankunft ca.
18.00 Uhr) und Bensberg (ca. 18.45 Uhr).
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
61
29. September bis 6. Oktober 2017 (Fr.-Fr.)
Frankreich
Schlicht. Zisterziensisch.
Burgund und Klosterreformen des Mittelalters
Sonntag, 1. Oktober 2017
Gelegenheit zum Besuch eines katholischen Gottesdienstes.
Zu den Wurzeln: Bernhard von Clairvaux und Cîteaux
Bernhard von Clairvaux, der wie kein anderer das zisterziensische Ordensideal weiterführen sollte, wurde um 1090 in Château de Fontaine-lès-Dijon
geboren, wo die Église Saint-Bernard an ihn erinnert. 1112 trat er in das
1098 gegründete Kloster Cîteaux ein, das heute wieder ein Zentrum zisterziensischer Spiritualität ist. Auch wenn das Klostergebäude nur noch wenig
alte Bausubstanz aufweist, so bietet es sich hier an, ins Gründungsjahr zu
blicken: auf jene Unzufriedenheit, die den 70-jährigen Robert von Molesme
bewog, in Cîteaux neu zu beginnen. Die Mönche von Cîteaux gründeten später
zur Verwaltung der klösterlichen Weinberge auch Clos de Vougeot, das heute
Weinkennern bekannt sein dürfte.
Montag, 2. Oktober 2017
Romanik, die Abtei von Cluny und die Klosterreformen
Ein frühes Beispiel romanischen Monumentalbaus ist die Kirche Saint-Philibert
in Tournus (11. Jh.) ebenso wie Saint-Martin in Chapaize. Ein zentraler Ort,
um Gründungsimpulse für den Orden der „Weißen Mönche“ im geschichtlich-spirituellen Kontext zu verstehen, ist Cluny. Der einst dort ausufernde
benediktinische Lebensstil in Bezug auf Liturgie, Besitz und weltliche Macht
drückte sich auch in der Architektur aus. Darauf verweisen bis heute die
Größe der Anlagen und die Ruinen. Andererseits war Cluny im 10. Jahrhundert auch Ausgangspunkt einer klösterlichen Reformbewegung, die im
11. Jahrhundert erheblichen Einfluss auf das europäische Klosterleben bis
hin zum Papsttum hatte.
Mit über 200 kostbaren Ausstellungsobjekten aus ganz Europa erzählt die Ausstellung „Die Zisterzienser. Das Europa der Klöster.“ im LVR-LandesMuseum
Bonn die Erfolgsgeschichte dieses Ordens. Mit ihrer Rückbesinnung auf die
Regel des Heiligen Benedikts konzentrierten sich die Gründungsväter einst
auf das Wesentliche benediktinischen Lebens. Sie führten ein zurückgezogenes Leben meist fernab der Städte, kultivierten und bewirtschafteten ganze
Landstriche. Vom späten 11. bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts vernetzte
sich der „Konzern der Weißen Mönche“ und entwickelte sich so zu einem
der mächtigsten Verbände der Christenheit.
Daher ist es interessant, sowohl die Exponate der Ausstellung zu betrachten
als auch an Ursprungsorten des Zisterzienserordens im Burgund den Blick
auf Kontexte, Ausdrucksformen und Folgen jener „Zeitenwende“ der europäischen Geistesgeschichte zu richten.
Programm
Freitag, 29. September 2017
bis 15.00 Uhr
Individuelle Anreise zum InterCityHotel Bonn.
Begrüßung und Spaziergang zum Rheinischen Landesmuseum.
15.30 Uhr
„Die Zisterzienser. Das Europa der Klöster.“
Die Ausstellung im Rheinischen Landesmuseum Bonn lässt die mittelalterliche Klosterwelt der Zisterzienser mit Gemälden, Skulpturen, Manuskripten
und Modellen lebendig werden: in Bezug auf die Spiritualität, das Bilden der
Netzwerke, die Leistungen der klösterlichen Schreibwerkstätten. Ein Akzent
setzt – im 500. Gedenkjahr der Reformation – auch die Auseinandersetzung
Martin Luthers mit den kirchenkritischen Schriften des Zisterzienserabtes
Bernhard von Clairvaux.
Samstag, 30. September 2017
Ins Burgund
Busreise von Bonn (8.30 Uhr) über Trier, Luxemburg und Lothringen zum
Hôtel Le Dracy in der Nähe von Chalon-sur-Saône.
62
Leistungen
ƒƒ Busreise mit einem Reisebus ab
Bonn nach Burgund sowie zurück nach Bonn und Köln;
ƒƒ 1 Übernachtung im Doppelzimmer mit Dusche/WC im InterCityHotel Bonn;
ƒƒ 6 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Dusche/WC im Hôtel
Dracy Le Fort;
ƒƒ Frühstücksbuffet in den Hotelrestaurants;
ƒƒ Zwei-Gänge-Abendmenü am
29.9.2017 in einem örtlichen
Restaurant in Bonn;
ƒƒ Drei-Gänge-Abendmenü an fünf
Tagen inkl. Tischgetränken im
Hotelrestaurant;
ƒƒ Vier-Gänge-Abendmenü inkl.
Tischgetränken am 5.10.2017
im Hotelrestaurant;
ƒƒ Führungen, Besichtigungen,
Eintritte und Gebühren laut
Programm;
ƒƒ Bereitstellung eines Funk-Kopfhörersystems;
ƒƒ Stadtsteuer in Bonn;
ƒƒ Kurtaxe in Dracy-le-Fort;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg ab Bonn/
bis Köln;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
Dienstag, 3. Oktober 2017
Theologie in Stein: Abtei Fontenay und Stiftskirche in Semur-en-Auxois
Die ehemalige Abtei von Fontenay lädt ein, die steingewordene Geistes-Welt
der Zisterzienser zu deuten: Zunächst besticht die Abgeschiedenheit des
Ortes. Die Klosterkirche zeigt sich als Musterbeispiel bernhardinischer Argumente gegen den Bauluxus: Asketisch und schnörkellos sind Kreuzgang,
Kapitelsaal, der Saal der Mönche und selbst die Wirtschaftsgebäude gestaltet.
Wie anders wirkt da die Stiftskirche im mauerumwehrten Semur-en-Auxois:
Deutlich zu erkennen sind hier die Prinzipien der Gotik mit all ihren Feinheiten. In Saulieu zeigt sich dann nochmals die den Zisterziensern so ferne
Bildwelt der Romanik.
Mittwoch, 4. Oktober 2017
Bildwelt der Cluniazenser: Kathedrale von Autun
Obwohl die Kathedrale von Autun keine Klosterkirche ist, stehen ihr vielfältiger
Figurenschmuck wie auch die Architektur in der Tradition von Cluny, initiiert
von Bischof Etienne de Bagé, einem erklärten Anhänger der Cluniazensischen
Reform. Das Weltgerichtstympanon am Westportal, die großartigen Kapitelle rund um den „Traum der Könige“ und die einmalige „Eva“ vom Türsturz
des Nordportals im Musée Rolin gehören zu den wichtigsten romanischen
Plastiken Europas und prägten sowohl künstlerisch als auch inhaltlich die
folgende christliche Bildwelt.
Hotels
ƒƒ Bonn: Das InterCityHotel
Bonn (161 Zimmer) befindet sich auf der Rückseite des
Hauptbahnhofs Bonn, rund 5
Gehminuten vom Rheinischen
Landesmuseum entfernt. Es sind
schallisolierte Business-Zimmer
in der dem Hauptbahnhof abgewandten Seite reserviert.
(1 Übernachtung)
ƒƒ Dracy-le-Fort: In einem zwei
Hektar großen Park wurde das
Hôtel Dracy Le Fort mit 47 individuell eingerichteten Zimmer
erbaut. Das Hotel verfügt einen
Außenpool (kostenfrei).
(6 Übernachtungen)
Preis
1.589,00 €
pro Person im Doppelzimmer
Einzelzimmerzuschlag
223,00 €
Doppelzimmer zur Einzelnutzung
Teilnehmerzahl
min. 15 Personen, max. 28 Personen
Leitung
ƒƒ Rainer Thiesen, Köln
Kunsthistoriker
Hinweis
Führung durch die Ausstellung
„Die Zisterzienser. Das Europa der
Klöster.“
ƒƒ Lothar Altringer, Kurator der Ausstellung, stellvertretender
Direktor des LVR-LandesMuseums Bonn
Donnerstag, 5. Oktober 2017
Klosterursprung: Auxerre und Pontigny
Als eines der ältesten Klöster Frankreichs gilt Saint-Germain in Auxerre. Zu
Beginn des 6. Jahrhunderts ließ die merowingische Königin Chrodechild,
Ehefrau von König Chlodwig I., die Kapelle zu einer Basilika ausbauen. Zu
bewundern sind hier die karolingische Krypta mit Wandmalereien aus der Zeit
um 850 sowie aufwendige Klosterbauten der Gotik. In Pontigny repräsentiert
dagegen die Klosterkirche der viertältesten Tochtergründung von Cîteaux
den Übergang von der Romanik zur Gotik, ohne die gewünschte Schlichtheit
vermissen zu lassen.
Freitag, 6. Oktober 2017
Adieu Bourgogne
Rückreise von Dracy-le-Fort nach Bonn (17.30 Uhr) und Köln (18.15 Uhr).
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
63
22. bis 30. Oktober 2017 (So.-Mo.)/Herbstferien NRW
Frankreich
Höhlenmalereien, Kirchen und Bastiden
Entlang der Dordogne
Beaulieu-sur-Dordogne einstimmt: Über dem Südportal der benediktinischen
Wallfahrtskirche ist dort die „Wiederkunft Christi als endzeitlicher Richter“
mit außergewöhnlichen Darstellungen der Sünde zu sehen. Vollständig in
rotem Sandstein gebaut, bieten die kleinen Rittergüter und alten Häuser von
Collonges-la-Rouge einen romantischen Anblick.
Mittwoch, 25. Oktober 2017
Zisterzienser, Burgen und Bastiden
Variantenreich sind die Spuren des Mittelalters im Tal der Dordogne: Der
Wallfahrt zum „Heiligen Leichentuch“ verdankt die Zisterzienserabtei von
Cadouin ihren hochwertigen spätgotischen Kreuzgang. Die Burg von Castelnaud dagegen ist ein Relikt der Auseinandersetzungen zwischen Engländern
und Franzosen während des Hundertjährigen Krieges. Gleichzeitig verdankt
die Bastide von Domme, deren grandioser Ausblick auf die Dordogne ihren
heute friedlichen Charakter unterstreicht, ihre Entstehung den kriegerischen
Auseinandersetzungen des Spätmittelalters. Da das Périgord auch als „Walnussregion“ bekannt ist, informiert ein Besuch im Eco-Musée de la Noix über
die Produktion und Verarbeitung dieser Frucht.
Donnerstag, 26. Oktober 2017
Die Höhlen von Lascaux und Les Eyzies-de-Tayac
Zu den bedeutendsten Zeugnissen der steinzeitlichen Höhlenmalerei zählt die
heute in originalgetreuer Nachbildung zu bestaunende Höhle von Lascaux.
Vor allem jagdbares Wild wie Stiere, Hirsche, Pferde und Rentiere sind in
den zwischen 15 000 und 20 000 Jahre alten Malereien in zum Teil überraschender Perspektive dargestellt. Das Museum für Prähistorie in Les Eyziesde-Tayac eröffnet mit einer modernen Präsentation ungeahnte Einblicke in
die Lebenswelt der europäischen Urahnen.
In zahllosen Windungen schlängelt sich die Dordogne mit ihren Nebenflüssen durch die Täler im Südwesten Frankreichs und prägt hier eine liebliche
Region mit Eichenwäldern, Nussplantagen und Getreidefeldern. In den kleinen Orten und Städten an ihren Ufern scheint die Zeit stehen geblieben zu
sein. Doch nicht nur die anmutige Kulturlandschaft, sondern auch das reiche
historische Erbe und die prähistorischen Kunstwerke laden dazu ein, diese
Flusslandschaft näher kennenzulernen. Romanische Kirchen sind hier Zeugen
eines regen Pilgerwesens, Burgen sowie die einst verteidigungsstrategisch
bedeutsamen Bastiden erinnern an die Auseinandersetzungen zwischen
England und Frankreich im Hundertjährigen Krieg. Und nicht zuletzt sind es
auch die vielfältigen Gaumenfreuden, die eine Reise ins Périgord zu einem
Erlebnis werden lassen.
Programm
Sonntag, 22. Oktober 2017
Über Orléans ins Périgord
Busreise von Bensberg (7.00 Uhr) und Köln (7.45 Uhr) nach Orléans. Die
Stadt der Heiligen Jeanne d’Arc hat zwar durch Kriegszerstörungen einige
Modernisierungen erfahren, doch prägt weiterhin die exponierte, im nachgotischen Stil errichtete Kathedrale Sainte-Croix das Stadtbild.
Montag, 23. Oktober 2017
Durch das Limousin an die Dordogne
Auf der Fahrt an die Dordogne lohnt ein Besuch von Limoges, einst bedeutende
Pilgerstation auf dem Weg nach Santiago de Compostela, heute bekannt als
Stadt des Porzellans. Ein Stadtrundgang führt zur gotischen Kathedrale SaintÉtienne und zum Musée Adrien-Dubouché (Porzellansammlung). Tagesziel
ist das familiäre Hotel Plaisance, idyllisch an der Dordogne gelegen, das
mit lokaler Küche verwöhnt.
Dienstag, 24. Oktober 2017
Romanische Kirchen in idyllischer Landschaft
Die romanische Kuppelkirche von Souillac birgt das Relief „Tanzender Jesaja“,
das fast expressionistisch wirkt. Im malerischen Carennac ist der Anziehungspunkt ein kleines romanisches Tympanon, dessen Betrachtung auf dasjenige in
64
Leistungen
ƒƒ Busreise ab Bensberg und Köln
sowie zurück;
ƒƒ 2 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/
WC im Hotel Escale Oceania
in Orléans;
ƒƒ 6 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/
WC im Hotel Plaisance in
Vitrac;
ƒƒ Frühstücksbuffet in den Hotelrestaurants;
ƒƒ Drei-Gänge-Abendmenü
inkl. Tischgetränken am 22.10.
im Hotelrestaurant sowie am
29.10.2017 in einem Restaurant
in Orléans;
ƒƒ Drei-Gänge-Abendmenü inkl.
Tischgetränken im Restaurant
des Hotels Plaisance an
sechs Tagen;
ƒƒ Führungen, Besichtigungen, Eintritte und Gebühren;
ƒƒ Bereitstellung eines Funk-Kopfhörersystems;
ƒƒ Fahrt mit einer traditionellen
Gabarre am 28.10.2017;
ƒƒ Stadtsteuer in Orléans und
Vitrac;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg ab/bis
Bensberg;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
Freitag, 27. Oktober 2017
Ins Flusstal der Ouysse
Der Gouffre de Padirac ist eine gigantische Tropfsteinhöhle mit einer Länge
von 2 000 m, die zum Teil nur per Boot erkundet werden kann. Bis zur Reformation war die Pilgerfahrt nach Rocamadour eine der berühmtesten der
Christenheit. Nach und nach wurden im Mittelalter die verschiedenen Kapellen
und Pilgerstätten in die Felswand über dem Flusstal der Ouysse gebaut, so
dass das Heiligtum einem Adlerhorst gleicht.
Hotels
ƒƒ Orléans: Das Hotel Escale Oceania Orléans befindet sich mit
58 Zimmern hinter historischen
Mauern an der Loire, nahe dem
Stadtzentrum.
(2 Übernachtungen)
ƒƒ Vitrac: Das Hotel Plaisance
liegt mit 48 zweckmäßig eingerichteten Zimmern am Ufer
der Dordogne und verwöhnt mit
frisch zubereiteter, regional-rustikaler Küche. Zum Hotel gehört
ein Außenpool, der sich rund
100 m vom Hotel entfernt in
einem kleinen Park befindet.
(6 Übernachtungen)
Preis
1.498,00 €
pro Person im Doppelzimmer
Einzelzimmerzuschlag
200,00 €
Teilnehmerzahl
min. 15 Personen
max. 28 Personen
Leitung
ƒƒ Rainer Thiesen, Köln
Kunsthistoriker
Samstag, 28. Oktober 2017
Das Périgord Noir
Das mittelalterliche Stadtbild von Sarlat-la-Canéda, Hauptstadt des Périgord
Noir – einst von einer Abtei zum Bischofssitz aufgestiegen – gilt als Perle
französischer Denkmalpflege. Besonders an den Markttagen strahlt die Stadt
mit den Ständen, an denen Produkte aus der Region angeboten werden, den
Charme einer Handelsstadt des Ancien Régime aus. Beschnittener Buchsbaum und naturbelassene Partien kennzeichnen den Ende des 19. Jahrhunderts angelegten Park von Marqueyssac. Die Blicke, die sich von hier ins Tal
der Dordogne bieten, bleiben unvergessen (wetterabhängig). Von La RoqueGageac, reizvoll an einem Felsvorsprung gelegen, startet eine Bootsfahrt mit
einer traditionellen Gabarre auf einem der schönsten Abschnitte des Flusses.
Sonntag, 29. Oktober 2017
Über Bourges nach Orléans
Die Fahrt gen Norden wird durch einen Besuch in einer der ältesten Städte
Frankreichs ergänzt: Bourges, Hauptstadt des Berry. Neben der Fachwerkaltstadt beeindruckt hier die gotische Kathedrale Saint-Étienne mit ihrer wuchtigen Fünfschiffigkeit (1195-1215), mit fünf figurengeschmückten Westportalen
sowie großartigen Glasmalereien (13. Jahrhundert).
Montag, 30. Oktober 2017
Zurück ins Rheinland
Rückreise nach Köln (Ankunft ca. 18.00 Uhr) und Bensberg (Ankunft ca.
18.45 Uhr).
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
65
10. bis 17. Mai 2017 (Mi.-Mi.)
Griechenland
Kreta zur schönsten Jahreszeit
Wandern, schauen, erleben
Die „Insel Europas“ ist mit 300 Sonnentagen, reicher Geschichte, mit abwechslungsreichen Landschaften und Küstenabschnitten besonders im Frühjahr
ein attraktives Ziel. Denn die Farbenpracht und Intensität der dann erblühten
Landschaften laden dazu ein, die Insel wandernd zu erleben. Ausgehend von
einem kleinen Hotel direkt am Hafen von Chania im Westen Kretas starten
Sie mit Dr. Stamatis Lymperopoulos, der viele Jahre auf der Insel gelebt hat,
zu Tagesausflügen, lernen bei Wanderungen und Besuchen „Land und Leute“
ebenso kennen wie Sie sich in die Insel-Geschichte vertiefen. Verschwiegene
Orte und Schluchten, einsam gelegene Kirchen und Klöster sind dabei Ziele.
Begegnungen und Gespräche „auf dem Lande“ vertiefen die Eindrücke und
die Blicke über die Landschaften, in die Schluchten und übers Meer bleiben
unvergessen.
Programm
Mittwoch, 10. Mai 2017
Kalos ilthate! Herzlich willkommen!
Flug mit Eurowings von Düsseldorf (7.50 Uhr) nach Heraklion (12.25 Uhr),
Empfang durch Dr. Stamatis Lymperopoulos und Fahrt zum Hotel Porto
Veneziano, das direkt am malerischen venezianischen Hafen von Chania,
einer der schönsten Städte der Insel, liegt.
Donnerstag, 11. Mai 2017
Traditionelle Städte: Chania und Rethymnon
Ein ausgiebiger Spaziergang führt durch Chania, das die Osmanen einst zur
Inselhauptstadt ernannten: vorbei an zahlreichen stolzen Stadtpalästen, zur
quirligen Markthalle von 1912, ins jüdische Viertel mit der Synagoge, zur
griechisch-orthodoxen Hauptkirche und zum Archäologischen Museum in
einer Kirche. Mit interessanten Funden wird hier die Stadtgeschichte seit der
Minoerzeit beleuchtet. In die Zeit, als Kreta noch von den Osmanen oder Venezianern regiert wurde, versetzt ein Ausflug in die südlich gelegene pulsierende
Kleinstadt Rethymnon mit Überresten der venezianischen Stadtmauer aus
dem 16. Jahrhundert („Castel Vecchio“). In den verwinkelten Altstadtgassen
verweisen schließlich viele Häuser mit dem typischen Holzbalkonen auf die
osmanische Zeit.
66
Leistungen
ƒƒ Flug mit Eurowings von Düsseldorf nach Heraklion sowie zurück
inkl. Steuern und Gebühren u. a.
für ein Gepäckstück bis 23 kg,
das aufgegeben wird (Fluggesellschaft und -zeiten vorbehaltlich
möglicher Änderungen; andere
Flughäfen auf Anfrage und ggf.
gegen Aufpreis);
ƒƒ 7 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/
WC im Porto Veneziano Hotel
und Frühstücksbuffet im Hotelrestaurant;
ƒƒ Picknick am 12.5.2017, Weinprobe und Mittagsimbiss am
14.5.2017;
ƒƒ Abendessen in einer Taverne am
Hafen von Chania an allen Tagen;
ƒƒ Gespräche, Führungen, Wanderungen, Eintritte und Gebühren;
ƒƒ Transfers und Ausflüge mit einem Reisebus laut Programm;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg ab/bis
Heraklion;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
Freitag, 12. und Samstag, 13. Mai 2017
Die Weißen Berge: Viehzucht und Käsereien
Heute geht’s ins Gebirge: In den Weißen Bergen „Lefka Ori“ liegt in 1 080 m
Höhe die Omalos-Hochebene. Von hier bieten sich beeindruckende Blicke in
die berühmte Samaria-Schlucht, die an der Südküste ins Meer mündet. Die
Wanderung (leicht, 3 Std.) führt über die Hochebene und macht mit Flora
und Fauna ebenso vertraut wie mit der Zucht von Ziegen und Schafen. Ein
Gespräch mit dem Hirten Stavros Christojanakis informiert über die traditionellen Methoden der Milch-, Joghurt- und Käseproduktion, die hier noch
immer gepflegt werden. Andere Einblicke bietet dann der Besuch einer modernen Käserei, die den heutigen Maßstab und das Werben um neue Märkte
zeigt. Über Käseherstellung zu sprechen ist das Eine, das Andere ist, den
traditionellen Feta mit Tomaten und Oliven bei einem Picknick zu genießen …
Durch die Agia Irini Schlucht
Die Wanderung führt durch die idyllische, vegetationsreiche Schlucht von Agia
Irini, die beim gleichnamigen Dorf beginnt und im kleinen Fischerdorf Sougia
an der Südküste der Insel endet. Viele Pflanzenarten aus Kretas Bergwelt,
imposante steile Hänge, Zypressen, Eichen und Pinien säumen den Weg, der
meist entlang eines ausgetrockneten Flussbetts führt (leicht bis mittelschwer,
Höhenunterschied 450 m, ca. 4,5 Std.). Wer gerne mit Oregano würzt, kann
heute kretisches Oregano frisch ernten und zum Trocknen mitnehmen: eine
schöne und schmackhafte Erinnerung an Kreta in der heimischen Küche!
Sonntag, 14. Mai 2017
Gelegenheit zum Besuch eines Gottesdienstes.
Gebirge, Ausblicke und Wein
Aptera ist eine vom 17. Jahrhundert v. Chr. bis zum 9. Jahrhundert n. Chr.
kontinuierlich bewohnte Hochebene vor grandioser Bergkulisse oberhalb der
Bucht von Souda. Von der osmanischen Festung (1867) aus bietet sich ein
herrlicher Panoramablick auf die Bucht von Souda. Erhalten sind die Reste
einer riesigen römischen Zisterne sowie das Kloster Agios Ioannis Theologos.
Der Weg nach Alikambos im Nordwesten wird für ein Gespräch mit dem Winzer Giorgos Dourakis über einheimische Rebsorten und mit einer Degustation
unterbrochen. So eingestimmt bietet das kleine Kafenion in Alikambos, das
Taverne und Lebensmittelpunkt des abgelegenen Dorfes ist, den idealen Ort
für einen gemeinsamen Mittagsimbiss. So klein der Ort ist, so beeindruckend
ist hier die Kirche (10. Jh.) mit gut erhaltenen Fresken (14. Jh.).
Hotel
ƒƒ Das Porto Veneziano Hotel
befindet sich am Rande des
malerischen venezianischen Hafens von Chania an einer langen
Promenade und ist ein guter
Ausgangspunkt für Spaziergänge
in das nahe gelegene historische
Zentrum von Chania. Die 57 Zimmer bieten mit ihren Balkonen
Aussicht auf den Hafen, die Altstadt oder die Weißen Berge.
Preis
1.529,00 €
pro Person im Doppelzimmer
Einzelzimmerzuschlag
195,00 €
Doppelzimmer zur Einzelnutzung
Teilnehmerzahl
min. 12 Personen
max. 28 Personen
Leitung
ƒƒ Dr. Stamatis Lymperopoulos,
Delphi und Heraklion
Archäologe, Philologe, Historiker
Gespräche
ƒƒ Stavros Christojanakis, Hirte
ƒƒ Giorgos Dourakis, Winzer
ƒƒ Dr. Emanuela Larentzakis, Direktorin der Orthodoxen Akademie,
Chania
Montag, 15. und Dienstag, 16. Mai 2017
Zu den Klöstern Agia Triada, Gouverneto und Katholiko
Erstes Ziel ist das malerisch, inmitten von Oliven- und Orangenhainen gelegene Kloster Agia Triada (17. Jh.). Es ist das größte Kloster Kretas und ein
schönes Beispiel des venezianischen Renaissancestils. Von hier aus führt
die Wanderung vorbei am festungsähnlichen Kloster Agios Ioannis Gouverneto, über einen „Ziegenpfad“ durch die mediterrane Vegetation hinunter
in Richtung Meer zu den Ruinen des im Felsen gebauten und verlassenen
Klosters Katholiko (5. Jh.). Auch wenn die „Bärenhöhle“ passiert wird, so ist
eine Begegnung mit einem Bären hier nicht zu befürchten; vielmehr gab ein
Stalagmit in der Tropfsteinhöhle ihr diesen Namen. (mittelschwer, Höhenunterschied 440 m, ca. 6 Std.).
Schöne Aussichten und Schauplätze der Geschichte
Durch einen Wald mit Avocado-, Eichen- und Walnussbäumen geht es wandernd in die Schlucht von Theriso (einfach, 2,5 Std.). Neben Landschaftseindrücken richtet sich der Blick auch auf die Geschichte Kretas im 20.
Jahrhundert: auf Eleftherios Venizelos, den ersten Ministerpräsidenten Griechenlands, auf die Zeit des Zweiten Weltkrieges und auf Widerstandskämpfer. Abgerundet werden die Eindrücke durch den Besuch von Kloster Gonia,
einst wichtiges Zentrum des Kampfes gegen die türkische Fremdherrschaft,
mit einer großen Sammlung wertvoller Ikonen aus nachbyzantinischer Zeit.
In der Orthodoxen Akademie verbinden sich Blicke in die Bibliothek und auf
die Kräutersammlung mit einem Gespräch über die kirchliche Situation auf
der „Insel Europas“.
Mittwoch, 17. Mai 2017
Kalo taxidi! Gute Reise!
Flug mit Eurowings von Heraklion (13.05 Uhr) nach Düsseldorf (15.40 Uhr).
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
67
14. bis 21. Oktober 2017 (Sa.-Sa.)
Griechenland
Sonneninsel Rhodos
Geschichte, Landschaft, Lebensart
Montag, 16. Oktober 2017
Ialyssos und Kamiros
Wer die Hauptstraße in Richtung Ialyssos verlässt, glaubt sich in einer anderen Welt zu befinden: Inmitten eines Pinienwaldes ragen hier die hohen
gotischen Mauern des Klosters Filerimos empor, das mit der Johanniter-Kirche
während der italienischen Besatzungszeit zerstört wurde, aber – wie das Kloster – vollständig restauriert ist. Wer nach antiken Resten von Ialyssos sucht,
stellt fest, dass diese fast vollständig von der beindruckenden Klosteranlage
der Johanniterritter überbaut wurden. Erhalten sind nur die Fundamente
des Athena-Tempels, über die eine frühchristliche Basilika mit Baptisterion
errichtet wurde. Großer Bekanntheit erfreut sich das idyllische Petaloudes-Tal
im Nordwesten der Insel. Weiter geht es nach Kamiros – dem „Pompeji von
Rhodos“. Die Stadt ist nahezu vollständig ausgegraben und bietet mit gut
erhaltenen Tempeln, Häusern und Zisternen Einblicke in die hellenistische
Zeit. Nach einer Pause am kleinen Fischerhafen von Kamiros Skala führt ein
Spaziergang zur Johanniterfestung von Kamiros Skala (ca. 2 km).
Dienstag, 17. Oktober 2017
Die Aphrodite von Rhodos
Das Archäologische Museum im ehemaligen Hospital der Johanniter in der
Altstadt von Rhodos zeigt eine Sammlung von Statuen, Skulpturen und Vasen
aus archaischer, klassischer, hellenistischer und römischer Zeit. Weiterhin
geben Grabsteine, Wappen und Säulen Auskunft über das Ritterzeitalter und
die Großmeister. Zu den besonderen Exponaten zählt die berühmte badende
Aphrodite. Dem Ausflug in die griechische Geschichte schließt sich der Besuch
der ältesten Synagoge in Griechenland und ein Gespräch mit dem Rabbiner
von Rhodos über die Geschichte und Schicksale der jüdischen Gemeinde der
Insel an. Nachmittags ist Zeit zur Entspannung, für eigene Erkundungen …
Einst war die Insel Rhodos in der südlichen Ägäis dem Sonnengott Helios
geweiht. Doch nicht allein die Sonnentage machen die viertgrößte Insel Griechenlands zu einem lohnenden Ziel. In der Altstadt verschmelzen die Gotik
der Ritterzeit mit orientalischem Flair, als Sehenswürdigkeiten stechen der
Großmeisterpalast, das Hospital, die Ritterstraße mit den Herbergen der Nationen, Moscheen sowie türkische Brunnen und der Hamam hervor: Sie sind
Spuren des Zusammentreffens von Osmanen, Byzantinern und Genuesern.
Die „Roseninsel“ lebt auch von ihrer sprichwörtlichen Fruchtbarkeit und besitzt üppige Gärten, Pinienwälder, Orangenhaine und Weinberge, denen das
milde Klima zugute kommt. Und im Inselinneren locken idyllisch gelegene
Ortschaften, so dass die Vielfältigkeit reizt, die Insel Rhodos zu entdecken
und zu erleben.
Programm
Samstag, 14. Oktober 2017
Willkommen auf Rhodos
Flug mit Air Berlin von Düsseldorf (13.20 Uhr) nach Rhodos (17.45 Uhr).
Empfang durch Dr. Stamatis Lymperopoulos, Transfer zum Hotel Elysium
Resort in Kallithea und Programmeinführung.
Sonntag, 15. Oktober 2017
Gelegenheit zum Besuch eines Gottesdienstes.
Inselhauptstadt: Der Koloss und die Ritter von Rhodos
In Rhodos-Stadt bietet sich von der Akropolis auf dem Monte Smith ein herrlicher Rundblick. Es ist ein idealer Ort, um in die Inselgeschichte einzutauchen:
Denn die Tempel, das Theater und das Stadion lassen die Bedeutung der
Insel in der Antike erahnen. In Hafennähe, in der heutigen Altstadt, die von
einer Befestigungsmauer umgeben ist, ragte bis zu einem Erdbeben 292 v.
Chr. wohl die 30 m hohe Bronzestatue „Koloss von Rhodos“ empor. Die Ritterstraße und der riesige Großmeisterpalast mit der aufwendigen Außenfassade,
dem Innenhof und rund 300 Zimmern sind beeindruckende Gebäude aus
der Zeit des Johanniterordens. Dagegen weisen Moscheen, Brunnenanlagen
und der Hamam auf die osmanische Zeit. Den Kontrapunkt zur Altstadt setzt
die prachtvolle Architektur der 1930er Jahre am Mandraki-Hafen in der Neustadt, die an die italienische Besatzungszeit von Rhodos bis 1948 erinnert.
68
Leistungen
ƒƒ Flug mit Air Berlin von Düsseldorf nach Rhodos sowie zurück
inkl. Steuern und Gebühren u. a.
für ein Gepäckstück bis 23 kg,
das aufgegeben wird (Fluggesellschaft und -zeiten vorbehaltlich
möglicher Änderungen; andere
Flughäfen auf Anfrage und ggf.
gegen Aufpreis);
ƒƒ 7 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/WC im Elysium Resort &
Spa mit Meerblick;
ƒƒ Frühstücksbuffet im Hotelrestaurant;
ƒƒ Abendbuffet im Hotelrestaurant
an allen Tagen;
ƒƒ Weindegustation und Picknick
am 19.10.2017;
ƒƒ Vorträge, Führungen, Besichtigungen, Eintritte und Gebühren
(u. a. für die Nutzung eines Tagungsraumes);
ƒƒ Schifffahrt am 18.10.2017 laut
Programm;
ƒƒ Transfers vom/zum Flughafen
Rhodos sowie Ausflüge mit einem Reisebus laut Programm;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg ab/bis
Rhodos;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
Mittwoch, 18. Oktober 2017
Zur Insel Symi: die Insel der Rhodier
Ein Schiffsausflug führt nach Symi mit prächtigen klassizistischen Herrenhäusern, die sich um den Hafen ziehen und mit ihren bunten Farben das Bild von
Symi bestimmen. Wohlstand erreichte die Insel durch den Bau von schnellen
Segelbooten für den Kurierdienst des osmanischen Sultans und durch die
Schwammtaucherei. Pilgerziel der Dodekanes ist das in einer tiefen Bucht
versteckt liegende Kloster Panormitis, das dem Erzengel Michael geweiht ist.
Hotel
ƒƒ Das Elysium Resort & Spa
befindet sich unmittelbar am
Strand von Kallithea rund 8 km
von Rhodos-Stadt entfernt und
verfügt u. a. über einen Pool. Die
300 Zimmer sind auf drei Gebäude verteilt. Es sind Zimmer
mit Meerblick sowie Balkon oder
Terrasse reserviert.
Preis
1.668,00 €
pro Person im Doppelzimmer mit
Meerblick
Einzelzimmerzuschlag
245,00 €
Doppelzimmer zur Einzelnutzung
mit Meerblick
Teilnehmerzahl
min. 15 Personen
max. 28 Personen
Leitung und Vorträge
ƒƒ Dr. Stamatis Lymperopoulos,
Delphi und Heraklion
Archäologe, Philologe, Historiker
Vorträge
Vortragsthemen
ƒƒ Die Johanniterritter und Rhodos
ƒƒ Tradition, Volksmusik und neugriechische Musik
Donnerstag, 19. Oktober 2017
Rund um die Insel Rhodos
Entlang der Ostküste führt die Fahrt zu den Thermen von Kalithea, die Kuranlagen aus der italienischen Besatzungszeit sind ein architektonischer Traum
vom Orient. Inmitten einer zauberhaften Landschaft am Hang von Profitis
Ilias befindet sich die Klosterkirche Agios Nikolaos Funtoukli mit Fresken aus
dem 15. Jahrhundert. Im Winzerdorf Embona unterhalb vom Berg Attaviros
lohnt es Halt zu machen, um die verschiedenen Weinsorten von Rhodos zu
probieren. Traditionell ist auch die Bienenzucht und Honigwirtschaft, über die
ein Imker berichten wird. Weiter geht es in den Südwesten, wo sich auf der
Felsspitze von Monolithos eine der schönsten Johanniter-Festungen befindet.
Über Kattavia geht es zurück an die Ostküste zum schönen Strand von Kiotari.
Freitag, 20. Oktober 2017
Die Akropolis von Lindos und die Apokalypse von Asklepios
Ein Muss ist es, den Ort Lindos an der Ostküste mit der bekannten Akropolis,
die einst See- und Handelszentrum der antiken Welt war und fast vollständig
restauriert ist, zu besuchen. Vom mit mächtigen Mauern umgebenen Tempelbezirk bietet sich ein weiter Rundblick übers Meer und auf den „PaulusHafen“. Sehr dekorativ wirkt unterhalb der Akropolis das weiße Häusermeer
mit den vielen kleinen Gassen. In der kleinen byzantinischen Marienkirche in
Asklepio „erzählen“ gut erhaltene Fresken aus dem 17. Jahrhundert Szenen
aus dem Leben Jesu, Mariens sowie der Offenbarung des Johannes.
Samstag, 21. Oktober 2017
Abschied von Rhodos
Gelegenheit für eigene Erkundungen, Transfer zum Flughafen und Flug mit
Air Berlin von Rhodos (18.35 Uhr) nach Düsseldorf (21.05 Uhr).
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
69
23. bis 27. Februar 2017 (Do.-Mo.)/Karneval
Großbritannien
Kunstmetropole London
Museen und Sammlungen
Verschont von zerstörerischen Revolutionen, ausgestattet von Sammlern mit
besonderem Blick und Geschmack sowie eingebettet in eine reiche koloniale
Geschichte präsentieren sich die Londoner Museen mit einer Internationalität,
die die angebliche Isolation der britischen Inseln Lügen straft. The British
Museum, The National Gallery, The Victoria & Albert Museum, The Courtauld
Institute of Art und die Tate Modern sind für Kunstinteressierte ein Eldorado.
Nationale und private Sammlungen zeigen eine unverwechselbare Vielfalt an
Kunstwerken der Spitzenklasse.
Die Ferienakademie bietet eine einmalige Chance, sich unter Leitung des
Kunsthistorikers Rainer Thiesen mit der europäischen Kulturgeschichte von
der Antike bis zur Moderne zu beschäftigen.
Programm
Donnerstag, 23. Februar 2017
Flug mit Eurowings von Köln/Bonn (14.40 Uhr) nach London-Heathrow (15.10
Uhr) und Fahrt mit einem Reisebus an ausgewählten Sehenswürdigkeiten
vorbei zum K+K Hotel George im Stadtteil Kensington.
Freitag, 24. Februar 2017
The National Gallery
Gleich zu Beginn führt der Weg zu einer der herausragenden Gemäldesammlungen der Welt, die ihren Ursprung in der privaten Sammlung von
John Julius Angerstein hat: Mit rund 2 300 Werken von Giotto über Tizian,
Rubens, Rembrandt, Hogarth oder auch Lorrain bis zu Cézanne und Matisse.
Insbesondere ein Blick auf die Entwicklung der italienischen Renaissance ist
hier, weitab von Italien, hervorragend möglich.
Courtauld Institute of Art
Der Textilfabrikant Samuel Courtauld sammelte vor allem (spät-)impressionistische Werke und ist Mitbegründer des Courtauld Institute of Art im
Somerset House (1932). Neben impressionistischen zieren italienische
und englische Meisterwerke, aber auch Werke von Peter Paul Rubens sowie
Kunst des 20. Jahrhunderts die Räume der ehemaligen Royal Academy im
Somerset House. Sie stammen meist aus „The Princess Gate Collection“ des
österreichisch-englischen Grafen Antoine Seilern. In dieser kleinen aber feinen Ausstellung sind hochinteressante Einblicke in die Kunst mittelalterlicher
70
Elfenbeinschnitzerei, in die Arbeitsweise von Peter Paul Rubens oder in die
Entwicklung der Grundlagen der Moderne am Beispiel des Impressionismus
und nachfolgender Kunstrichtungen möglich.
Samstag, 25. Februar 2017
The British Museum
Als der leidenschaftliche Kunstsammler Hans Sloane 1753 seine umfangreiche Sammlung dem Staat übergab, wurde zugleich der Grundstein für
das British Museum gelegt. Seitdem haben Schenkungen, Vermächtnisse
sowie vom Parlament gekaufte Sammlungen den Bestand ständig erweitert. Mittlerweile zählt das Museum zu den größten kulturgeschichtlichen
Museen der Welt. Heute sind es vor allem die Exponate des Altertums, wie
die Skulpturen des Parthenon oder das Mausoleum von Halikarnassos, die
neben der Old British Library den Ruhm des Hauses begründen. Großartig
stellt sich hier die Kunst des griechischen Altertums von der archaischen bis
zur hellenistischen Periode dar, Exponate lassen aber auch ägyptische und
assyrische Hochkulturen lebendig werden oder lenken den Blick auf kleinere
Kulturgebiete wie Zypern.
The Wallace Collection
Die Witwe von Richard Wallace schenkte dem englischen Staat die Familiensammlung der Marquis von Hertford, die wiederum Nachfahren von Edward
Seymour, Herzog von Somerset waren. Neben vielen kunsthandwerklichen
und plastischen Exponaten glänzt die Sammlung mit großen Meistern der
flämischen, niederländischen, englischen und französischen Malerei. Eine
Vielfalt französischer Werke des 18. Jahrhunderts (u. a. Boucher und Fragonard) sowie Werke Rembrandts und seiner Zeitgenossen lassen den Kontrast
zwischen einer höfisch-absolutistischen und einer bürgerlich-moralisierenden
Kunst offensichtlich werden.
Leistungen
ƒƒ Flug mit Eurowings von Köln/
Bonn nach London-Heathrow
sowie zurück inkl. Steuern und
Gebühren u. a. für ein Gepäckstück bis 23 kg, das aufgegeben
wird (Fluggesellschaft und -zeiten vorbehaltlich möglicher Änderungen; andere Flughäfen auf
Anfrage und ggf. gegen Aufpreis);
ƒƒ 4 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/
WC im K+K Hotel George
und Frühstücksbuffet im Hotelrestaurant;
ƒƒ Zwei-Gänge-Mittagsmenü am
24.2.2017 und Drei-GängeAbendmenü am 26.2.2017 in
örtlichen Restaurants;
ƒƒ Drei-Gänge-Abendmenü oder
-buffet am 23. und 25.2.2017
im Hotelrestaurant;
ƒƒ Führungen, Besichtigungen,
Eintritte und Gebühren;
ƒƒ Bereitstellung eines Funk-Kopfhörersystems;
ƒƒ Transfers mit einem Reisebus in
London am An-/Abreisetag;
ƒƒ Tickets für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel in London;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg ab/bis Köln/
Bonn;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
Sonntag, 26. Februar 2017
Gelegenheit zum Besuch eines Gottesdienstes.
Tate Modern
Am 12. Mai 2000 wurde die Tate Modern in einem alten Kohlekraftwerk im
Herzen Londons eröffnet und zeigt seitdem Werke der einflussreichsten Künstler der Klassischen Moderne sowie der Gegenwart: darunter des Impressionismus, Kubismus, Fauvismus, Futurismus, Expressionismus, Dadaismus und
Surrealismus, der Pop-Art, Minimal Art und Conceptual Art. Höhepunkte sind
berühmte Meisterwerke von Picasso, Braque, Matisse, Mondrian, Duchamp,
Dalí oder Warhol – in der ständigen Auseinandersetzung mit der Gegenwartskunst in immer neuen Hängungen.
Tate Britain
Die Tate Britain wurde 1897 nach dem Vermächtnis des Zuckermaklers Henry
Tate eröffnet und hat sich zur Aufgabe gemacht, britische Kunst nicht nur
auszustellen, sondern auch zu archivieren. So bietet sich hier ein Überblick
über die Malerei Großbritanniens von der Zeit um 1500 bis ins 20. Jahrhundert. Deutlich wird so, wie lange die englische Malerei von Kontinentaleuropa
abhängig war, sich dann aber seit dem 18. Jahrhundert inhaltlich wie stilistisch eigenständig weiterentwickelte. Ein Schwerpunkt ist die William-TurnerSammlung. (Bedingt durch Ausstellungen sowie die besondere Konzeption
des Hauses werden nicht immer alle bekannten Werke gezeigt.) Zum 80. Geburtstag von David Hockney zeigt das Haus in einer großen Retrospektive die
bekanntesten Bilder, Zeichnungen, Drucke, Fotografien und Videoinstallationen
aus sechzig Schaffensjahren.
Hotel
ƒƒ Das K+K Hotel George befindet sich im Stadtteil South Kensington und verbindet viktorianische Pracht mit der gediegenen
Atmosphäre englischer Architektur. Die Einrichtung der 154 Zimmer ist durch klare Linien und
warme Farben geprägt.
Preis
1.178,00 €
pro Person im Doppelzimmer
Einzelzimmerzuschlag
305,00 €
Doppelzimmer zur Einzelnutzung
Teilnehmerzahl
min. 15 Personen, max. 25 Personen
Leitung
ƒƒ Rainer Thiesen, Köln
Kunsthistoriker
Hinweis
ƒƒ Die Fahrten innerhalb Londons
erfolgen mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Im Preis eingeschlossen ist daher eine Mehrtagesfahrkarte.
Besuch der Sonderausstellung
ƒƒ David Hockney-Retrospektive
in der Tate Britain
Montag, 27. Februar 2017
The Victoria & Albert Museum
Das Gebäude des Victoria & Albert Museums wurde 1851 auf Betreiben von
Prinz Albert zur Weltausstellung errichtet und präsentiert Werke der bildenden
und angewandten Kunst aller Länder, Stilrichtungen und Epochen. Insgesamt
vier Millionen Objekte, darunter Nachbildungen von Werken der italienischen
Renaissance (u. a. „David“ von Michelangelo) oder die Raffael-Kartons für
die Sixtinische Kapelle begründen den exzellenten Ruf des Hauses. Seit der
letzten Jahrtausendwende widmet sich eine eigens geschaffene Galerie der
englischen Kulturgeschichte seit der Renaissance.
Flug mit Eurowings von London-Heathrow (20.00 Uhr) nach Köln/Bonn
(22.25 Uhr).
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
71
20. bis 27. Mai 2017 (Sa.-Sa.)
Großbritannien
Perlen im Atlantik
Jersey, Guernsey und Sark
Montag, 22. Mai 2017
Insel-Entdeckungen: Jerseys Osten
Erstes Ziel ist La Hougue Bie, diese megalithischen Grabanlagen gelten als
eine der größten und besterhaltenen Europas. Nicht nur im Vorübergehen
beeindruckt auch das mächtige Mont Orgueil Castel (12. Jh.), das zum Schutz
gegen Frankreich erbaut wurde und über dem malerischen Fischerdorf Gorey
thront. Auch heute darf der Besuch eines Gartens nicht fehlen: Samarès Manor
wurde von Sir James Knott in den 1920er Jahren gegründet und begeistert
mit Gartenräumen, hunderten Pflanzenarten aus aller Welt, einem japanischen
Garten und einem der größten Kräutergärten Europas.
Dienstag, 23. Mai 2017
Insel-Entdeckungen: Jerseys Hauptstadt St. Helier
Auf der Fahrt nach St. Helier lohnt ein Halt an der St. Matthew’s Glass Church,
die der Pariser Art déco-Künstler René Lalique mit Glasfenstern ausstattete.
Vom lebendigen Liberation Square in St. Helier führt der Spaziergang zu
den viktorianischen Markthallen mit Gourmet-, Gemüse-, Obst- und Blumenständen und zum alten Fischmarkt. Dem Jersey Museum, das in einem
alten Kaufmannshaus die Kulturgeschichte der Inseln dokumentiert, gilt das
Interesse ebenso wie dem Elizabeth Castle (16. Jh.) auf einem Felsen in der
St. Aubin’s Bay. Interessant ist hier auch der „Besatzungs-Teppich“, der zum
50. Jahrestag der Befreiung von der deutschen Besatzung fertig gestellt wurde.
Steile Klippen, feinsandige Strände, üppige Vegetation, interessante Spuren
der Geschichte sowie die besondere Liaison von französischer Lebensart und
britischem Stil machen die Kanalinseln zu einem außergewöhnlichen Reiseziel.
Unweit der Küste Frankreichs gelegen und doch zu Großbritannien gehörend
sind diese „Perlen im Atlantik“ durch den Golfstrom und die Sonne begünstigt.
In schön angelegten Gärten gedeihen hier subtropische Pflanzen in großer
Farbenpracht und Vielfalt. Warum die Inseln seit dem 13. Jahrhundert zu
England gehören, jedoch deutlich durch Frankreich geprägt sind, warum sie
häufig umkämpft waren, heute „Steuerparadiese“ sind und die Queen hier
nur „Herzogin“ ist, auch das sind interessante Besonderheiten.
So verbindet diese Ferienakademie ausgewählte Höhepunkte der Inseln Jersey,
Guernsey und Sark. Wohltuend sind auch die Ruhe und die immer neuen
Blicke – nicht zuletzt aus Ihrem Zimmer mit Meerblick im Hotel L‘Horizon
in der St. Brelade-Bucht auf Jersey.
Programm
Samstag, 20. Mai 2017
Aufbruch in die Inselwelten
Flug mit Eurowings von Düsseldorf (15.20 Uhr) nach Jersey (16.50 Uhr), Fahrt
mit dem Reisebus zum Hotel L’Horizon in St. Brelade und Einblicke in
die kulturgeschichtlichen Besonderheiten der Inselgruppe.
Sonntag, 21. Mai 2017
Gelegenheit zum Besuch eines Gottesdienstes.
Insel-Entdeckungen: Jerseys Süden und Westen
Die Kraft der Gezeiten wird eindrucksvoll beim Leuchtturm von Corbière
deutlich, der seit 1874 Seefahrern den Weg leuchtet: Er ist nur bei Ebbe
trockenen Fußes zu erreichen. Ebenso imposant thront am Ende des langen,
naturgeschützten Sandstrandes der St. Queen’s Bay die Ruine von Grosnez
Castle, in seiner Nähe erhebt sich majestätisch die Felsformation La Pinacle
aus dem Meer. Im Kontrast zur rauen Meeresszenerie gleicht Judith Quérée’s
Garden einem kleinen Paradies. Dass im Golfstromklima auch Wein gedeiht,
zeigt der Besuch eines Weinbaubetriebes, dessen Weine bereits mehrfach
ausgezeichnet wurden.
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Leistungen
ƒƒ Flug mit Eurowings von Düsseldorf nach Jersey sowie zurück
inkl. Steuern und Gebühren u. a.
für ein Gepäckstück bis 23 kg,
das aufgegeben wird (Fluggesellschaft und -zeiten vorbehaltlich
möglicher Änderungen; andere
Flughäfen auf Anfrage und ggf.
gegen Aufpreis);
ƒƒ 7 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/
WC und Meerblick im L‘Horizon
Beach Hotel and Spa;
ƒƒ Frühstücksbuffet im Hotelrestaurant;
ƒƒ Cream Tea am 24. und
27.5.2017;
ƒƒ Mittagessen am 22. und
25.5.2017;
ƒƒ Drei-Gänge-Abendmenü oder
Buffet im Hotelrestaurant am
20., 23., 24. und 26.5.2017;
ƒƒ Drei-Gänge-Abendmenü auf
einem Weingut am 21.5.2017;
ƒƒ Führungen, Besichtigungen,
Eintritte (ca. 134,00 €) und Gebühren laut Programm;
ƒƒ Transfers mit einem Reisebus
vom/zum Flughafen Jersey;
ƒƒ Ausflüge mit einem Reisebus laut
Programm;
ƒƒ Tagesticket für die Nutzung des
Linienbusses am 23.5.2017;
Mittwoch, 24. Mai 2017
Gelegenheit, mit Rainer Thiesen die „Jersey War Tunnels“ zu besuchen, um
hier das Augenmerk auf die Zeit des Zweiten Weltkrieges auf Jersey zu richten.
(Aufpreis für Eintritt und Taxifahrten: ca. 20,00 GBP)
Insel-Entdeckungen: Der Corbière Walk auf Jersey
An der malerischen Bucht von St. Brelade laden gleich mehrere Orte zum
Besuch ein: Die St. Brelade’s Parish Church gilt als eine der schönsten Kirchen
der Insel. Gleich daneben überrascht die Fishermen’s Chapel (11./12. Jh.)
mit wunderbaren Fresken (14./15. Jh.) – und einem direkten Fluchtweg zum
Meer. Der Corbière Walk, der sich auf einer ehemaligen Bahnlinie schlängelt,
lädt zu einer kleinen Wanderung (6 km) ein, die auch einen Hauch von Provence einfängt: Die Jersey Lavender Farm widmet sich seit 1983 dem Anbau
und der Pflege verschiedener Lavendelsorten, sodass sich hier interessante
Informationen mit einem Cream Tea auf der Terrasse verbinden lassen.
Donnerstag, 25. Mai 2017
Insel-Entdeckungen: Sark
Nach einer rund einstündigen Fährfahrt (tideabhängig) wird Maseline Harbour
auf Sark erreicht. Die Insel gilt als Natur- und Vogelparadies mit wunderbaren
Buchten und wirkt wie ein begrünter Felsblock im türkisblauen Meer. Mit dem
Pferdewagen wird die autofreie Insel vom Süden, wo der 90 m hohe Naturdamm „La Coupee“ Great Sark mit Little Sark verbindet, bis in den Norden
erkundet. Danach gilt es, die Insel zu Fuß und auch einen der schönsten
Gärten der Insel, La Seigneuerie Gardens, zu entdecken.
Freitag, 26. Mai 2017
Insel-Entdeckungen: Guernsey
Die Inselrundfahrt setzt nach einer Fährfahrt (ca. 1,5 Std., tideabhängig)
Schwerpunkte: Die Parkanlage Sausmarez Manor lädt mit einem subtropischen Garten zum Verweilen ein, die mittelalterliche St. Apollinare Chapel
(Fresken, 11. Jh.) überrascht ebenso wie die mit Muscheln und Porzellanscherben überreich dekorierte Little Chapel. Im Inselwesten in der Rocquaine
Bay erhebt sich das Fort Grey, wo ein kleines Museum an die Schiffsunglücke
vor den Inseln erinnert. Auch gilt es, Victor Hugo Referenz zu erweisen, der
– nach seiner Verbannung aus Frankreich – in St. Peter Port von 1856 bis
1870 im Exil lebte.
ƒƒ Schifffahrt von Jersey nach Sark
und zurück sowie von Jersey
nach Guernsey und zurück;
ƒƒ Fahrt mit einem Pferdewagen auf
der Insel Sark;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg ab/bis
Düsseldorf;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
Hotel
ƒƒ Das L‘Horizon Beach Hotel and
Spa (106 Zimmer) wurde
direkt an einem der schönsten
Strände im Süden Jerseys, an
der St. Brelade‘s Bay Promenade
erbaut und vereint mediterranes
Flair mit britischem Charme.
Bei Ebbe kann nach einem Spaziergang die benachbarte Bucht
„Qaisne Bay“ erreicht werden.
Das Hotel verfügt über mehrere
Restaurants und einen IndoorSwimmingpool.
Preis
2.699,00 €
pro Person im Doppelzimmer mit
Meerblick
Einzelzimmerzuschlag
122,00 €
Doppelzimmer zur Einzelnutzung
mit Meerblick
Teilnehmerzahl
min. 15 Personen
max. 28 Personen
Leitung
ƒƒ Rainer Thiesen, Köln
Kunsthistoriker
Hinweise
ƒƒ Zwei Wanderungen auf Jersey
und der autofreien Insel Sark setzen Trittsicherheit und eine gute
Kondition voraus.
ƒƒ Je nach Wetterlage kann es bei
den Fährüberfahrten nach Sark
(ca. 1 Stunde/Fahrt) und Guernsey (ca. 1,5 Stunden/Fahrt) zu
Wellengang kommen.
Samstag, 27. Mai 2017
Private Gartenträume
Auf dem privaten Landsitz Domaine des Vaux öffnen sich exklusiv die Pforten
eines großen Privatgartens, den der Architektur- und Gartenexperte Marcus
Binney mit seiner Frau anlegte – ein Ort des Staunens bei einem Cream Tea.
Abschied von den Inselwelten
Flug mit Eurowings von Jersey (17.30 Uhr) nach Düsseldorf (19.05 Uhr).
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
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23. bis 29. Juli 2017 (So.-Sa.)/Sommerferien NRW
Großbritannien
Quellen, Gärten, Kathedralen
Bath und der Südwesten Englands
Schon die Römer wussten vor knapp 2 000 Jahren das milde Klima und
die heißen Quellen an den Ufern des Avon zu schätzen und bauten in Bath
große tempelartige Thermen. Im 18. Jahrhundert entdeckte dann die feine
englische Gesellschaft die Vorteile der Quellen und Bath verwandelte sich zu
einer mondänen Kurstadt. So ist, wer heute die Stadt besucht, auch fasziniert
von den großzügig angelegten Plätzen, eleganten Straßenzügen und prachtvollen georgianischen Gebäuden. Da Bath auch ein idealer Ausgangspunkt
für Betrachtungen der herausragenden gotischen Architektur im nahen Wells,
Bristol oder Salisbury, prachtvoller Gartenanlagen und auch des einzigartigen
prähistorischen Monuments Stonehenge ist, akzentuiert die Ferienakademie
unter Leitung von Rainer Thiesen vielfältige Interessen.
Wir haben für Sie ein zentral gelegenes Viersterne-Hotel in Bath ausgewählt,
sodass Sie auch bei eigenen Spaziergängen die denkmalgeschützte Architektur vieler Gebäude betrachten und in die Atmosphäre dieser traditionsreichen
Stadt eintauchen können.
Programm
Sonntag, 23. Juli 2017
Welcome to merry old England!
Flug mit Eurowings von Düsseldorf (10.55 Uhr) nach London-Heathrow (11.30
Uhr) und Fahrt mit dem Reisebus nach Bath (UNESCO-Weltkulturerbestadt).
Erste Eindrücke in Bath
Angesichts der aufwendigen Architektur am Queen Square, The Circus oder
Royal Crescent, wo in der No. 1 das Musterhaus des Georgian Style den
Geschmack des späten 18. Jahrhundert lebendig werden lässt, wird rasch
deutlich, warum Bath seit 1987 zum UNESCO-Welterbe zählt.
Montag, 24. Juli 2017
Faszinierendes Thermalbad Bath
Die Römischen Bäder, mit der bis heute einzigen warmen Thermalquelle
Großbritanniens, sind wahre Tempelanlagen und verweisen auf die luxuriösen
Vorstellungen ihrer Erbauer, denen die heißen Quellen im kalten England einst
Wärme boten. Nebenan ließen die Bischöfe von „Bath and Wells“ im englischen Perpendicular Style die Abbey Church neu errichten und bezogen sich
74
Leistungen
ƒƒ Flug mit Eurowings von Köln/
Bonn nach London-Heathrow
sowie zurück inkl. Steuern und
Gebühren u. a. für ein Gepäckstück bis 23 kg, das aufgegeben
wird (Fluggesellschaft und -zeiten vorbehaltlich möglicher Änderungen; andere Flughäfen auf
Anfrage und ggf. gegen Aufpreis);
ƒƒ 6 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/
WC im Francis Hotel Bath MGallery by Sofitel;
ƒƒ Frühstücksbuffet im Hotelrestaurant;
ƒƒ Cream Tea am 27.7.2017;
ƒƒ Drei-Gänge-Abendmenü im
Hotelrestaurant an allen Tagen;
ƒƒ Führungen, Besichtigungen,
Eintritte (ca. 130,00 €) und
Gebühren;
ƒƒ Bereitstellung eines Funk-Kopfhörersystems;
ƒƒ Transfers mit einem Reisebus
vom/zum Flughafen LondonHeathrow sowie Ausflüge laut
Programm;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg ab/bis Köln/
Bonn;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
dabei auf die französische Gotik. Die Assembly Rooms erstrahlen wiederum
im Glanz des späten 18. Jahrhunderts und bieten wie das Fashion Museum
Mosaiksteine zum Kennenlernen des traditionsreich-mondänen Bath. Dass
auch Jane Austen diese Stadt liebte und sich hier für ihre Gesellschaftsromane
inspirieren ließ, darüber informiert das Jane Austen Centre.
Dienstag, 25. Juli 2017
Bischöfe, Mönche und Gartenkulturen
Weltberühmt machten die Kathedrale von Wells die spektakuläre Westfassade
sowie die eigenwilligen Scherenbögen in der Vierung. Der Vicars‘ Close, das
Kapitelhaus und die figurenreiche Fassade spiegeln die Gotik im Stil des Early
English wider. Dagegen lebt die Abteiruine in Glastonbury von der mythischgeheimnisvollen Erinnerung an die vermeintliche Gründung durch Joseph von
Arimathäa oder an das sagenumwobene Grab von König Artus. Nachmittags
verzaubert Hestercombe mit dem Herrenhaus und drei sehr verschiedenen
Gärten: mit einem Landschaftsgarten (18. Jh.), einer viktorianischen Terrasse
(19. Jh.) und einem formalen Garten aus der Zeit Edwards VII. Steingefasste
Rasenflächen und die bunte Welt der Pflanzenstauden lassen die von Gertrude
Jekyll und Edwin Lutyens im Stil der Arts-and-Crafts-Bewegung gestalteten
Gärten zum programmatischen Kontrast des Tages werden.
Mittwoch, 26. Juli 2017
Steinkreise, frühe Christen und eine Kathedrale
Mal gilt Stonehenge als entschlüsselt, mal wirft die Forschung neue Fragen
auf. Gleichwohl sind die monumentalen Steinkreise in der Grafschaft Wiltshire
eine der berühmtesten prähistorischen Stätten der Welt (UNESCO-Welterbe).
Ganz in der Nähe ließ der Bischof von Salisbury eine neue Stadt gründen, um
dem widrigen Wetter in Sarum zu entgehen. An deren Rand entstand zwischen
1220 und 1258 aus silbergrauem Chilmark-Kalkstein und mit Pfeilern aus
Purbeck-Marmor eine der schönsten Kathedralen Englands im vollkommensten Early English Style. Einen weiteren Akzent dieses Tages setzt St. Laurence
in Bradford-on-Avon. Die Kirche ist eines der wenigen Gebäude, wo angelsächsische Elemente aus der Erbauungszeit noch studiert werden können.
Hotel
ƒƒ Das Francis Hotel Bath – MGallery by Sofitel ist in sieben
Stadthäusern eingerichtet, die im
späten 19. Jahrhundert miteinander verbunden wurden (98 individuell gestaltete Zimmer). Mit
der zentralen Lage am historischen Queen Square in der Nähe
des Circus, Royal Crescent und
der Römischen Bäder ist das
Haus idealer Ausgangspunkt.
Preis
1.839,00 €
pro Person im Doppelzimmer
Einzelzimmerzuschlag
499,00 €
Doppelzimmer zur Einzelnutzung
Teilnehmerzahl
min. 15 Personen
max. 28 Personen
Leitung
ƒƒ Rainer Thiesen, Köln
Kunsthistoriker
Donnerstag, 27. Juli 2017
Vergil in Somerset und Adelsherrlichkeit
Vergils „Aeneis“ stand bei der Anlage der Gärten von Stourhead genauso Pate
wie die Gemälde des Franzosen Claude Lorrain, den die englische Oberschicht
im 18. Jahrhundert verehrte. Spazierend können hier Ideale des englischen
Landschaftsgartens wie die „line of beauty“ oder großartige Sichtachsen
bewundert werden. Das imposante, im Stil der Tudor-Gotik errichtete dreigeschossige Longleat House bei Warminster in der Grafschaft Wiltshire zeigt
eine Inneneinrichtung, die ein Spiegel typisch englischer Sammelleidenschaft
aus vier Jahrhunderten ist. Den dazugehörenden 3,6 km2 großen Park mit
einem serpentinenförmigen See entwarf Lancelot Brown.
Freitag, 28. Juli 2017
Hafen, Festung, Kloster – an der Grenze zu Wales
In Bristol verweisen der Hafen, historische Gasthöfe, mit Kopfstein gepflasterte Straßen und prachtvolle Gebäude auf jene Zeit, als die Stadt wichtiger
Handelshafen und Tor zur Welt war. Auf die Seefahrertradition Englands geht
auch die von Seefahrern gestiftete spätgotische Pfarrkirche Saint Mary Redcliffe zurück, die mit Wasserspeiern, Spitzbögen und ihrem Dachschmuck ein
Meisterwerk gotischer Baukunst ist. Ebenso eindrucksvoll sind die Festung
Chepstow sowie die Ruinen der Zisterzienserabtei Tintern. Hier spiegeln sich
die Machtpolitik Wilhelms des Eroberers und, im Falle Tinterns, die erfolgreiche
Inbesitznahme der Insel durch die Mönchsorden des Festlandes.
Samstag, 29. Juli 2017
Klösterlicher Adelssitz: Lacock Abbey
Abschließend lohnt ein Besuch der Lacock Abbey, denn sie ist ein gutes
Beispiel für die Wandlung von Klöstern in Adelssitze unter Heinrich VIII.: Im
Erdgeschoss sind die Klosterräume noch immer erkennbar, das Obergeschoss
ist zum adeligen Landsitz umgebaut.
Farewell!
Flug mit Eurowings von London-Heathrow (17.35 Uhr) nach Düsseldorf
(19.55 Uhr).
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
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24. August bis 2. September 2017 (Do.-Sa.)
Irland
Kelten, Kirchen, Klippen
Irland – Geschichte, Natur und Gegenwart
Samstag, 26. und Sonntag, 27. August 2017
„Long long way to Tipperary“: Rock of Cashel
Gewaltig erhebt sich Rock of Cashel, das Zentrum katholisch-irischen Glaubens, über die Landschaft. Hier taufte einst St. Patrick den irischen Großkönig
Angus; eine Kathedralruine und McCormack’s Chapel, das bedeutendste Bauwerk irischer Romanik, bezeugen die lange kirchliche Geschichte des Ortes.
Durch den Südwesten geht es weiter in den Killarney National Park, wo ein
Wanderweg (ca. 2,5 km) über die Muckross Peninsula vorbei an Klosterruinen
und dem viktorianisch herrschaftlichen Muckross House führt.
Wilde Natur und gälische Kultur: Halbinsel Dingle
Die Halbinsel Dingle ist buchtenreich, dünn besiedelt und besticht mit ihren
eindrucksvollen Stränden und Klippen. Mit den berühmten prähistorischen
Bienenkorbhütten von Fahan und dem mörtellos gemauerten Gallary-Oratorium aus dem 8. Jahrhundert setzt sie zugleich kulturgeschichtliche Akzente.
Und dann ist da noch eine stille Poesie, wie sie nur die vielen Volksschriftsteller
von den Blasket-Inseln aus ihrem harten Leben gewinnen konnten.
Montag, 28. und Dienstag, 29. August 2017
County Clare, Burren Country und ein Ausflug zur Aran-Insel Inishmore
Seevögel ziehen ihre Kreise über den Nistplätzen in den 200 m hohen Cliffs of
Moher, dramatisches und windumtostes Ende von Burren Country im County
Clare, wo sich auf kargen Kalksteinplateaus reiche Zeugnisse irischen Glaubens wie die Kathedralruine und die Hochkreuze in Kilfenora finden. Imposant
schlagen die Wellen gegen die steil abfallenden Felsen der Insel Inishmore,
deren Ebene von steinigen Feldern geprägt ist. In fast lebensfeindlich wirkender Umwelt ist das vorgeschichtliche Ringfort Dun Aengus ein einzigartiges
kulturgeschichtliches Zeugnis. Und natürlich wird hier auch von den Schafen
die Rede sein, aus deren Wolle die Inselbewohner dicke Pullover stricken …
Von Megalithgräbern über ungezählte Kirchen, Klöster und Wegkreuze sowie
mit vielfältigen Landschaften präsentiert sich Irlands Süden und Norden: mal
karg und rau, dann wieder grün und lieblich, mal spektakulär wie die Cliffs of
Moher, dann wieder Ruhe ausstrahlend wie die Landschaft von Kerry, dann
auch turbulent wie die Insel-Hauptstädte Dublin und Belfast.
In einem Rundkurs durch die eindrucksvollen Landschaften widmet sich
diese Ferienakademie den vielfältigen Kulturschichten der Insel mit gälischen
Klöstern und Hochkreuzen, mit herrschaftlich-britischen Landhäusern, kleinen Orten und pulsierenden Städten und richtet den Blick auf offensichtliche
Glanzlichter aber auch auf versteckte Sehenswürdigkeiten.
Diese Insel am Rande Europas mit lebendiger Vergangenheit und unverwechselbarem Charme bereist mit Ihnen Rainer Thiesen.
Programm
Donnerstag, 24. August 2017
Fáilte go hÉireann! Welcome to Ireland!
Flug mit Aer Lingus von Düsseldorf (10.20 Uhr) nach Dublin (11.15 Uhr).
Nördlich von Dublin: Gälische Hochkreuze und Megalith-Kultur
Seit über tausend Jahren ragt Muiredach‘s Cross in den Himmel über dem
Kirchhof von Monasterboice und weist bildreich weit zurück in die christliche
Tradition Irlands. Noch tiefere Einblicke in die Geschichte gewährt das mehrere tausend Jahre alte Ganggrab von Knowth, Zeugnis der geheimnisvollen
Megalith-Kultur, die im Zentrum Brú na Bóinne anschaulich aufbereitet wird.
Freitag, 25. August 2017
Dublin: Hauptstadt der Republik Irland
Faszinierend präsentiert sich die irische Metropole: Hier die gotische
St. Patrick’s Cathedral, dort das architektonisch rasant veränderte „neue
Hafenviertel“. Hier Platzgestaltung im Georgian Style des 18. Jahrhunderts,
dort Daniel Libeskinds Grand Canal Theatre. Hier das prachtvoll illuminierte
Book of Kells im Trinity College, dort der kühne „Harfenschwung“ der Beckett
Bridge über den Liffey, die Stararchitekt Santiago Calatrava entwarf. Abends
reizt es vielleicht, in die irische Pub-Kultur im legendären Viertel Temple Bar
einzutauchen.
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Leistungen
ƒƒ Flug mit Aer Lingus von Düsseldorf nach Dublin sowie zurück
inkl. Steuern und Gebühren u. a.
für ein Gepäckstück bis 20 kg,
das aufgegeben wird (Fluggesellschaft und -zeiten vorbehaltlich
möglicher Änderungen; andere
Flughäfen auf Anfrage und ggf.
gegen Aufpreis);
ƒƒ 9 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/
WC in - und -Hotels;
ƒƒ Frühstücksbuffet in den Hotelrestaurants;
ƒƒ Abendmenü oder -buffet an allen
Tagen in den Hotelrestaurants;
ƒƒ Bootsfahrt am 29.8.2017;
ƒƒ Führungen, Besichtigungen,
Eintritte (ca. 112,00 €) und
Gebühren laut Programm;
ƒƒ Rundreise mit einem Reisebus
ab/bis Dublin laut Programm;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg ab/bis
Düsseldorf;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
Mittwoch, 30. August 2017
Iro-keltisches Christentum und Landschaften am Oberlauf des Shannon
Die Wasser des Shannon passieren die Klosterruinen von Clonmacnoise, einst
Zentrum keltisch-christlicher Gelehrsamkeit – heute eine romantische Klosterruine wie aus dem Bilderbuch. Fester Bestandteil irischer Kultur ist auch der
Whiskey. Die Destillerie Kilbeggan ist seit Generationen mit der Herstellung
dieses „Wassers des Lebens“ vertraut (Besuch). Entlang des Shannon geht
es weiter in die nordirische Seenlandschaft von Fermanagh mit den buchtenreichen Flächen wie den stillen Lough Erne.
Donnerstag, 31. August 2017
Causeway Coast: Die Küsten von Antrim
Durch die Berge von County Donegal, vorbei an der Stadt Derry, wo einst die
Auseinandersetzungen zwischen Protestanten und Katholiken begannen, wird
der atemberaubende Giant’s Causeway erreicht; dass die vielen Basaltsäulen
einst die Phantasien der Menschen anregten, ist nur allzu verständlich. Auch
die Fahrt entlang der Küste des County Antrim nach Belfast gleicht einem
Eintauchen in die Schönheiten und Ausstrahlung irischer Landschaften.
Freitag, 1. September 2017
Hauptstadt Nordirlands: Belfast
Überraschend vielfältig und sehr modern präsentiert sich die traditionsreiche Handelsstadt Belfast: Die Rundfahrt führt entlang der Hafenlandschaft
mit dem 2012 eröffneten Titanic Museum (Besuch) auf dem ehemaligen
Gelände von Harland & Wolff – der damals größten Werft der Welt, wo die
Titanic gebaut wurde, zum Parlament und weiter durch die Stadt, die wie
keine andere auch Ort jahrzehntelanger gewalttätiger Konflikte war; politische
Wandmalereien verweisen auf Ereignisse der älteren und jüngeren Geschichte.
Im Kontrast dazu präsentiert sich vor den Toren der Stadt englische Adelsherrlichkeit im klassizistischen Mount Stewart House und seinem Garten mit
den Pflanzen der Welt.
Hotels
ƒƒ Dublin: Das Hotel Riu Plaza The
Gresham Dublin (300 Zimmer) befindet sich im Stadtzentrum, so dass der Fluss Liffey, das
Ausgehviertel Temple Bar und
die Einkaufsviertel in wenigen
Gehminuten erreicht werden.
(2 Übernachtungen)
ƒƒ Killarney: Am Ufer von Loch
Léin, 2 km von Killarney entfernt, liegt The Lake Hotel
(131 Zimmer), das 1820 gegründet wurde; Queen Victoria
übernachtete hier 1861. Es sind
Zimmer mit Seeblick reserviert.
(2 Übernachtungen)
ƒƒ Galway: Das Galway Bay
Hotel (153 Zimmer) liegt direkt am Strand und verfügt auch
über einen Wellnessbereich mit
Pool. (2 Übernachtungen)
ƒƒ Enniskillen: Das am Loch Erne
gelegene Killyhevlin Hotel
(70 Zimmer) verfügt über einen
Freizeit- und Spabereich. Das
historische Zentrum von Enniskillen ist rund 1 km entfernt. Es
sind Zimmer mit Seeblick reserviert. (1 Übernachtung)
ƒƒ Belfast: Das Fitzwilliam Hotel
Belfast (131 Zimmer) ist
ein Boutiquehotel und befindet
sich im Herzen der Stadt. Es sind
Zimmer der Executive-Kategorie
reserviert. (2 Übernachtungen)
Preis
2.580,00
pro Person im Doppelzimmer
Einzelzimmerzuschlag
598,00 €
Doppelzimmer zur Einzelnutzung
Teilnehmerzahl
min. 15 Personen, max. 28 Personen
Leitung
ƒƒ Rainer Thiesen, Köln
Kunsthistoriker
Samstag, 2. September 2017
Slán! Farewell!
Gleich einem Brennglas fokussiert das Irische Nationalmuseum in Dublin
mit Exponaten aus Vor- und Frühgeschichte, dem Ardagh-Kelch oder der
Tara-Fibel (beide 8. Jahrhundert) die Einmaligkeit irischer Kulturgeschichte.
Flug mit Aer Lingus (17.30 Uhr) nach Düsseldorf (20.15 Uhr).
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
77
24. Februar bis 1. März 2017 (Fr.-Mi.)/Karneval
Italien
Einzigartiges Florenz
Glanzvolles Mittelalter und Wiege der Neuzeit
Florenz gilt mit Recht als die Wiege der italienischen Renaissance. Doch bereits im hohen Mittelalter brachte diese Stadt Kunstwerke von einzigartiger
Bedeutung hervor. Das Baptisterium, der Dom und die großen Ordenskirchen der Franziskaner und Dominikaner bezeugen diesen Reichtum. Als
die Kaufmannsfamilie Medici zu einer der mächtigsten Dynastien Italiens
aufstieg, beauftragte sie herausragende Künstler wie Ghiberti und Donatello,
Brunelleschi und Botticelli, Ghirlandaio und Michelangelo, die für Cosimo
de‘ Medici und Lorenzo den Prächtigen arbeiteten und deren Genialität noch
heute zu bewundern ist.
Auf engstem Raum begegnen sich so in der Stadt am Arno Mittelalter und
Renaissance und im Spannungsfeld zwischen Dante und Macchiavelli spiegelt
sich der Anbruch einer neuen Weltanschauung wider.
Programm
Freitag, 24. Februar 2017
Benvenuti a Firenze!
Flug mit Air Berlin von Düsseldorf (13.40 Uhr) nach Florenz (15.40 Uhr),
Fahrt mit einem Reisebus zum Hotel Santa Maria Novella. Ein erster
Spaziergang führt zum Dom Santa Maria del Fiore, zum Baptisterium San
Giovanni sowie zur Piazza Signoria.
Samstag, 25. Februar 2017
Im Schatten der Domkuppel und im Banne der Medici
In der Dominikanerkirche Santa Maria Novella gestaltete Masaccio mit dem
Fresko „Trinität“ ein frühes Werk der Renaissance. Zentralperspektive und
klarer Bildaufbau dieser Kirche künden von den neuen Ideen des Architekten Brunelleschi, der auch die Domkuppel schuf. Eine Generation später
verwandelte Ghirlandaio für die Familie Tornabuoni die Chorkapelle mit den
neuen malerischen Mitteln in eine Bühne für den Adel der Stadt. San Lorenzo,
Brunelleschis erster Sakralbau, wurde als Grablege für die Medici errichtet.
Die Skulpturen Michelangelos für die Medici sind Meisterwerke des genialen Manieristen, ein Höhepunkt der abendländischen Kunst und entziehen
sich einer Einordnung. In der neuen Domopera dagegen lässt sich – an der
„Paradiespforte“ Pisanos und Ghibertis sowie an der Domplastik, die u. a.
Donatello und Luca della Robbia gestaltete – der Weg von der Gotik in die
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Leistungen
ƒƒ Flug mit Air Berlin von Düsseldorf nach Florenz sowie zurück
inkl. Steuern und Gebühren u. a.
für ein Gepäckstück bis 23 kg,
das aufgegeben wird (Fluggesellschaft und -zeiten vorbehaltlich
möglicher Änderungen; andere
Flughäfen auf Anfrage und ggf.
gegen Aufpreis);
ƒƒ 5 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/WC im Hotel Santa Maria
Novella;
ƒƒ Frühstücksbuffet im Hotelrestaurant;
ƒƒ Drei-Gänge-Abendmenü in einem örtlichen Restaurant inkl.
Tischgetränken an drei Abenden;
ƒƒ Mittagessen am 27.2.2017;
ƒƒ Führungen, Besichtigungen,
Eintritte (ca. 115,00 €) und Gebühren laut Programm;
ƒƒ Bereitstellung eines Funk-Kopfhörersystems;
ƒƒ Transfers mit einem Reisebus
zum/vom Flughafen Florenz am
Anreise- und Abreisetag;
ƒƒ Stadtsteuer Florenz;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg ab/bis Düsseldorf;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
Renaissance eindrucksvoll nachvollziehen. Während Brunelleschis Domkuppel
das Wahrzeichen der Stadt ist, beeindruckt die um Jahrhunderte ältere Kuppel
des romanischen Baptisteriums durch florentinisch-byzantinische Mosaike.
Sonntag, 26. Februar 2017
Gelegenheit zum Besuch eines katholischen Gottesdienstes.
Fresken-Pracht und Grab-Denkmale
Im Dominikanerkloster San Marco schuf Fra Angelico zu Beginn der Renaissance Fresken von großer Harmonie und farblicher Schönheit, sein Schüler
Gozzoli schmückte etwas später die Palastkapelle der Medici mit einem märchenhaften goldenen „Zug der Heiligen Drei Könige“ aus; der Erbe beider
Meister wird Botticelli mit seinen Mythologien sein. Die Franziskanerkirche
Santa Croce gilt als Pantheon der Großen der Stadt und birgt u. a. Grab-Denkmale von Giotto und Galilei, von Dante und Michelangelo. Trotz der überreichen
Ausstattung atmet die Kirche durch die gotischen Meisterwerke Cimabues
und Giottos den franziskanischen Geist des 13. und 14. Jahrhunderts.
Montag, 27. Februar 2017
Skulptur und Malerei der Frührenaissance
Die bedeutendsten Bildhauer von Florenz geben sich im alten Justizpalast,
dem Bargello, ein Stelldichein: Donatellos „David“ und Ghibertis „Isaakopfer“, Michelangelos „Bacchus“ und Della Robbias „Madonna“ sind hier
zu bestaunen. Nirgendwo ist die Entwicklung von den Anfängen der Renaissance über den Manierismus bis zur Schwelle des Barock daher besser zu
verfolgen als hier. Doch Kunsthandwerk und ein kleiner Schatz spätantiker
und karolingischer Elfenbeinen zeigt, dass auch 1000 Jahre vor der Renaissance in Italien kunstfertige Meister tätig waren. Jenseits des Arno birgt
Santa Maria del Carmine mit der Cappella Brancacci und dem Zyklus zum
Leben des Apostels Petrus, den Masaccio und Masolino gestalteten, einen
Meilenstein in der Malerei: Hier verbinden sich späteste Gotik und früheste
Renaissancemalerei auf sehr harmonische Weise. Der reife Brunelleschi aber
bleibt in seiner Radikalität unverstanden, so ist „seine“ Kirche (Santo Spirito)
ein ästhetischer Solitär.
Hotel
ƒƒ An der verkehrsberuhigten Piazza Santa Maria Novella befindet sich das Hotel Santa Maria
Novella (71 Zimmer, Dachterrasse). Der Dom oder die Uffizien sind rund 10 Gehminuten
vom Hotel entfernt.
Preis
1.428,00 €
pro Person im Doppelzimmer
Einzelzimmerzuschlag
338,00 €
Doppelzimmer zur Einzelnutzung
Teilnehmerzahl
min. 15 Personen
max. 25 Personen
Leitung
ƒƒ Dr. Andreas Thiel, Bad Soden
Kunsthistoriker und Archäologe
Hinweis
ƒƒ Dank der zentralen Lage des Hotels Santa Maria Novella werden die Programmpunkte durch
(ausgiebige) Stadtspaziergänge
verbunden.
Dienstag, 28. Februar 2017
Der Schatz der Medici und die Uffizien
Im Palazzo Pitti residierten einst die späten Großherzöge der Toskana und
hüteten die einzigartige Schatzkammer der Medici, die die Zeiten überdauerte: Prunkvolle Gefäße, Schmuck und Kabinettstücke sind eine prachtvolle
Hinterlassenschaft des Manierismus in Florenz, einzig mit dem barocken
Dresdner Grünen Gewölbe vergleichbar. In Vasaris Verwaltungspalast des
Großherzogtums befinden sich die Uffizien, eine der weltweit glanzvollsten
Gemäldegalerien: Giottos, Duccios und Cimabues monumentale „Madonnen“ eröffnen hier 1300 den Reigen mit hochgotischen Altartafeln. Martinis
„Verkündigung“ und Fabrianos „Anbetung“ zeigen die Blüte spätgotischer
Malerei um 1400. Alle Meister der Renaissance sind in der Sammlung mit
Hauptwerken vertreten. Botticellis Werke – wie die „Geburt der Venus“ und
„Der Frühling“ – sind nur hier vollständig zu studieren. Bewundert werden
können hier auch Frühwerke von Leonardo und Raffael oder der Maler Michelangelo. Werke von Tizian und Bronzino stehen dann für den Ausklang
der Blütezeit gegen 1550.
Mittwoch, 1. März 2017
Arrivederci Firenze!
Fahrt mit dem Reisebus zum Flughafen und Flug mit Air Berlin (10.30 Uhr)
nach Düsseldorf (12.35 Uhr).
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
79
6. bis 13. März 2017 (Mo.-Mo.)
Italien
Venedig – Königin der Adria
Kunst und Kultur der Serenissima
Mittwoch, 8. März 2017
„Wo ist das Volk von Königen geblieben /
Das diese Marmorhäuser durfte bauen …“
Romanische, gotische und barocke Palastfassaden begleiten eine Fahrt über
den Canal Grande bis ins venezianische Ghetto, einst „Wirkungskreis“ des
Shylock. Der Spaziergang führt dann über den morgendlichen Fischmarkt
am Rialto und durch die volkstümlichsten Stadtviertel zur Ca’ d’Oro mit ihren
Renaissance-Schätzen. Beeindruckend ist auch die Sammlung venezianischer
Malerei in der Accademia: Carpaccios „Ursulazyklus“, Giorgiones „Tempesta“,
Tizians „Tempelgang Mariae“ oder Veroneses „Abendmahl“ gehören zu den
Schätzen der Galerie.
abends (Lesung)
Weitere Auszüge aus Thomas Manns „Tod in Venedig“.
Donnerstag, 9. März 2017
„O Venezia, Stadt der Träume /
Die du reich machst deine ärmsten Kinder.“
Nach einer Bootsfahrt über den Bacino San Marco geht es zu Fuß zum Seeportal des Arsenal und zur Basilika Santi Giovanni e Paolo mit ihren mannigfaltigen Dogengrabmälern. Die nahe Kirche Santa Maria dei Miracoli ist
ein Wunderwerk der eigentümlich östlich-venezianischen Renaissance, der
Palast des Dogen eindrucksvolles Zeugnis des Nebeneinander von Macht
und Kunst: Die Staatsräume und Versammlungssäle sind Schatzkammern
venezianischer Malerei.
abends (Lesung)
Auszüge aus William Shakespeares „Kaufmann von Venedig“.
Was soll man noch schreiben, sagen oder singen, was über Venedig nicht bereits geschrieben, gesagt oder gesungen worden ist? Die Stadt begeistert seit
Jahrhunderten! Venedig ist ein Mythos, eine hinreißende Schönheit zwischen
Land und Meer, abgedankte Herrscherin des halben Mittelmeerraumes. Sie
ist die Stadt des Evangelisten Markus, der Marktplatz der Welt, Wirkungsstätte
Vivaldis und Verdis, Tummelplatz Shylocks und Casanovas, Sehnsuchtsziel von
Generationen. Faszinierend sind die immer neuen Blicke, die Meisterwerke
in Kirchen und Museen, vielfältig ist der Charakter der Stadt mit ihren stillen
Gassen und Kirchhöfen sowie mit ihren belebten Plätzen. Glanz und Verfall
Venedigs spiegeln sich gleichermaßen im Wasser der Kanäle – eine Stadt, die
sich literarisch und kunstgeschichtlich immer wieder neu erschließt.
Programm
Montag, 6. März 2017
„Mein Auge ließ das hohe Meer zurücke /
Als aus der Flut Palladios Tempel stiegen.“
Flug mit Eurowings von Düsseldorf (13.20 Uhr) nach Venedig (14.55 Uhr),
Bootsfahrt über die Lagune nach San Marco. Ein erster Spaziergang führt
über den Markusplatz mit seinem grandiosen Staatspalast, der Dogenkirche
und den Prokuratien und durch enge Gassen.
abends (Lesung)
Auszüge aus Goethes „Italienischer Reise“.
Dienstag, 7. März 2017
„In diesem Innern, das wie ausgehöhlt /
Sich wölbt und wendet in den goldnen Smalten.“
Ein Spaziergang führt nach San Marco und in das Museo Marciano auf den
Emporen der Kirche. Der Blick von den Dachterrassen auf die Piazza ist so
faszinierend wie die goldglänzenden Gewölbe der Kirche. Der Hauptaltar,
die Pala d’Oro, sowie der Kirchenschatz überwältigen mit Gold, Emaille und
Juwelen. Nachmittags führt der Weg mit dem Boot über die Lagune zur
Klosterinsel von San Giorgio und weiter auf die Giudecca zu Palladios Erlöserkirche Il Redentore.
abends (Lesung)
Auszüge aus Thomas Manns „Tod in Venedig“.
80
Leistungen
ƒƒ Flug mit Eurowings von Düsseldorf nach Venedig sowie zurück
inkl. Steuern und Gebühren u. a.
für ein Gepäckstück bis 23 kg,
das aufgegeben wird (Fluggesellschaft und -zeiten vorbehaltlich
möglicher Änderungen; andere
Flughäfen auf Anfrage und ggf.
gegen Aufpreis);
ƒƒ 7 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/
WC im Hotel Violino d’Oros;
ƒƒ Frühstücksbuffet im Hotelrestaurant;
ƒƒ Drei-Gänge-Abendmenü inkl.
Tischgetränken in einem örtlichen Restaurant an allen Tagen;
ƒƒ Lesungen, Führungen, Eintritte
und Gebühren laut Programm;
ƒƒ Bereitstellung eines Funk-Kopfhörersystems;
ƒƒ Privatboottransfer vom und zum
Flughafen Venedig;
ƒƒ Ausflug mit einem Privatboot am
9.3. und 11.3.2017;
ƒƒ Wochenkarte für die Nutzung der
Linienboote;
ƒƒ Stadtsteuer;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg unter Mitwirkung einer örtlichen deutschsprachigen lizenzierten Fachkraft;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
Freitag, 10. März 2017
„Venezia, du jüngeres Byzanz! /
Leicht dehnst du dich in zierlichen Fassaden.“
Über den Canal Grande geht es mit dem Boot nach Santa Maria della Salute
und durch das Künstlerviertel Dorsoduro weiter bis zur Frarikirche. Hier locken Meisterwerke der Malerei wie Tizians „Assunta“ und Bellinis „Madonna
mit Heiligen“. In der Scuola Grande di San Rocco beeindruckt die überreiche
Ausstattung mit Gemälden Jacopo Tintorettos. Die kleine Kirche San Sebastiano wurde von Veronese reich mit Gemälden ausgestattet. Über die Piazza
Santa Margherita wird schließlich das Ufer von Zattere erreicht, bevor es mit
dem Boot zurück zur Piazza San Marco geht.
Hotel
ƒƒ Das Hotel Violino d’Oros befindet sich nur wenige Schritte vom
Markusplatz entfernt in einem
historischen Gebäude aus dem
18. Jahrhundert, das unter Denkmalschutzauflagen umgestaltet
wurde. Der Blick auf den Rio di
San Moisè sowie die Inneneinrichtung bieten venezianisches
Flair.
Preis
1.738,00 €
pro Person im Doppelzimmer
Einzelzimmerzuschlag
315,00 €
Doppelzimmer zur Einzelnutzung
Teilnehmerzahl
min. 15 Personen
max. 28 Personen
Leitung
ƒƒ Dr. Andreas Thiel, Bad Soden
Kunsthistoriker und Archäologe
Samstag, 11. März 2017
„Ave weht von den Türmen her /
Immer noch hörst du die Kirchen erzählen.“
Mit einem eigenen Boot geht es über die nördliche Lagune „aufs Land“: Auf
Torcello erhebt sich in einsamer Landschaft eine mittelalterliche Basilika mit
byzantinischen Mosaiken aus dem 11. Jahrhundert. Das dörflich-bunte Treiben
der Insel Burano lädt zum Bummeln ein und die Paläste sowie die romanische San Donato setzen auf der Glasinsel Murano einen weiteren Akzent.
abends (Lesung)
Auszüge aus Casanovas „Memoiren“.
Sonntag, 12. März 2017
Gelegenheit zum Besuch eines katholischen Gottesdienstes.
„Und das Volk will Kronen sehn /
Auf dem Markusplatze stehn …“
Ein Spaziergang zum Campo von Santa Maria Formosa führt zur Fondazione
Querini Stampalia mit kulturhistorisch hochinteressanten Bildern zu venezianischen Festen. Nach einem Gang durch die barocken Prunkräume der Ca’
Rezzonico mit Tiepolos Deckenfresken gibt es Zeit, eigene Akzente zu setzen:
etwa durch den Besuch der Sammlung Peggy Guggenheim (Klassische Moderne) oder des Museums für Zeitgenössische Kunst in der Punta della Dogana.
Montag, 13. März 2017
„Venedig liegt nur noch im Land der Träume /
Und wirft nur Schatten her aus alten Tagen.“
Nach dem Besuch im Museo Correr und eigenen Erkundungen Fahrt mit
dem Boot über die Lagune zum Flughafen. Flug mit Eurowings von Venedig
(15.30 Uhr) nach Düsseldorf (17.05 Uhr).
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
81
5. bis 9. April 2017 (Mi.-So.)
Italien
Papstkapellen, Fresken, Bilderwelten
Außergewöhnliche Betrachtungen in Rom
nachmittags
Vatikanische Museen: Cappella Niccolina, Cappella Sistina und die
Stanzen Raffaels
Auf etwas anderen Wegen geht es in die Vatikanischen Museen, um gezielt
die Stanzen Raffaels, die – eigens für diesen Besuch geöffnete – prächtig
mit Fresken ausgestattete Cappella Niccolina sowie die Sixtinische Kapelle
mit den Quattrocento-Fresken, der wunderbaren Decke und dem „Jüngsten
Gericht“ zu betrachten (Sonderöffnung).
Freitag, 7. April 2017
„Kirche der Kirchen“ – der Petersdom
So beeindruckend die Ausmaße von Sankt Peter sind, so vielschichtig ist die
Baugeschichte und so vielfältig sind die Schätze im Inneren dieser „Kirche der
Kirchen“, die Anziehungspunkt von Pilgern und Touristen aus aller Welt ist.
Neben der berühmten Pietà Michelangelos und der Petrusstatue konzentriert
sich der Rundgang auch auf Bildprogramme ausgewählter Altäre sowie auf
Papstgrabdenkmäler und architektonische Besonderheiten.
Cappella Sancta Sanctorum, Lateranbasilika und Quattro Coronati
Mit einzigartiger Fresken-Ausstattung spiegelt die ehemalige Privatkapelle
der Päpste Sancta Sanctorum Verkündigung, Glaubensleben und Kirchengeschichte wider (Sonderöffnung). Nach Besuch der gegenüberliegenden
Bischofskirche des Papstes, San Giovanni in Laterano, und der ältesten Taufkirche Roms lohnt ein Besuch des nahen Klosters Quattro Coronati mit den
vielgerühmten Fresken aus dem 13. Jahrhundert in der Kapelle des Heiligen
Silvesters („Konstantinslegende“).
Weithin sichtbar und majestätisch erstrahlt in der „Ewigen Stadt“ die Kuppel des Petersdoms, ebenso Symbol für die Genialität Michelangelos wie
Wahrzeichen der Christenheit. Doch nicht nur der „Kirche der Kirchen“, dem
Petersplatz und dem Apostolischen Palast gilt bei diesem Programm in Rom
das Interesse, sondern vor allem den Bildprogrammen in drei Privatkapellen
der Päpste: in den sonst geschlossenen Cappella Sancta Sanctorum und
Cappella Niccolina sowie in der Cappella Sistina. Zahlreiche Meister – allen
voran Fra Angelico, Raffael und Michelangelo – haben hier Werke hinterlassen,
deren Strahl- und Ausdruckskraft bis heute ungebrochen ist.
Und nicht nur im Vorübergehen öffnen Ihnen darüber hinaus Prälat Professor Dr. Max-Eugen Kemper und Matthias Kopp Türen und „Fenster“ zu
Bild- und Glaubenswelten in den grandiosen Apsis-Mosaiken von Santa
Maria Maggiore, Santa Prassede, in der Kapelle im Kloster Quattro Coronati
sowie im nicht-öffentlichen Bereich der Domitilla-Katakomben. Ein weiterer
Höhepunkt der Ferienakademie ist der Ausflug zum einmalig im Gebirge liegenden Benediktinerkloster von Subiaco, das ebenfalls mit eindrucksvollen
Ausmalungen begeistert.
Programm
Mittwoch, 5. April 2017
Flug mit Eurowings von Köln/Bonn (13.05 Uhr) nach Rom (15.00 Uhr) und
Fahrt mit einem Reisebus zum Gästehaus Domus Carmelitana in der Nähe
der Engelsburg.
Willkommen in der „Ewigen Stadt“
Spaziergang zum Petersplatz mit Blick auf die Fassade des Petersdoms, die
Kuppel Michelangelos, die Brunnen, die Kolonnaden und den Apostolischen
Palast.
Donnerstag, 6. April 2017
vormittags (Vortrag, Prälat Prof. Dr. Max-Eugen Kemper)
Zwei Papstkapellen. Zwei Bildprogramme.
Die Cappella Niccolina und die Cappella Sistina: Kunstgeschichtlich-theologische Betrachtungen.
82
Leistungen
ƒƒ Flug mit Eurowings von Köln/
Bonn nach Rom sowie zurück
inkl. Steuern und Gebühren u. a.
für ein Gepäckstück bis 23 kg,
das aufgegeben wird (Fluggesellschaft und -zeiten vorbehaltlich
möglicher Änderungen; andere
Flughäfen auf Anfrage und ggf.
gegen Aufpreis);
ƒƒ 4 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/
WC im Gästehaus Domus
Carmelitana;
ƒƒ Frühstücksbuffet im Hotelrestaurant;
ƒƒ Drei-Gänge-Abendmenü inkl.
Tischgetränken in verschiedenen
Restaurants an allen Tagen;
ƒƒ Vortrag, Führungen, Besichtigungen, Eintritte und Gebühren laut
Programm;
ƒƒ Gebühren für einen „Semi-PrivatBesuch“ der Vatikanischen Museen am 6.4.2017 sowie Gebühren für die Sonderöffnung der
Papstkapelle Sancta Sanctorum
am 7.4.2017;
ƒƒ Bereitstellung eines Funk-Kopfhörersystems;
ƒƒ Transfers mit einem Reisebus
vom/zum Flughafen Rom sowie
Fahrten am 7. und 8.4.2017 laut
Programm;
Samstag, 8. April 2017
Faszinierende Bildwelten. Leuchtende Glaubensaussagen.
Prachtvoll zeugen die Mosaiken in den Basiliken Santa Maria Maggiore
(„Krönung Mariens“) und Santa Prassede („Himmlisches Jerusalem“) von
der frühchristlichen Glaubensgeschichte. Ganz mit Mosaiken ausgekleidet
ist in Santa Prassede auch die Kapelle des Heiligen Zeno, Grabraum für die
Mutter von Papst Paschalis I. In San Pietro in Vincoli lohnt nicht nur die Betrachtung des monumentalen Grabmales für Papst Julius II., das ebenfalls
von Michelangelo geschaffen wurde. Hier gilt es auch, dem großen Theologen
Nikolaus Cusanus zu gedenken, der bereits im 15. Jahrhundert vom notwendigen Dialog der Religionen sprach.
nachmittags
Ausflug zum spektakulär in den Bergen liegenden Kloster von Subiaco, das
mit eindrucksvollen Ausmalungen überrascht. Eng verbunden ist der Ort mit
dem Heiligen Benedikt, der sich Ende des 5. Jahrhunderts hierher zurückzog.
Sonntag, 9. April 2017 (Palmsonntag)
Gelegenheit zum Besuch der feierlichen Messe mit Papst Franziskus auf
dem Petersplatz.
Grabkirche des Apostels Paulus und Domitilla-Katakomben
Den Schlussakkord dieser Ferienakademie setzen Besuche der Basilika Sankt
Paul vor den Mauern, die Kaiser Konstantin über dem Grab des Apostels
Paulus errichtete, und die wunderbaren frühchristlichen Darstellungen im
nicht-öffentlichen Bereich der Domitilla-Katakomben.
Flug mit Eurowings von Rom (20.10 Uhr) nach Köln/Bonn (22.10 Uhr).
ƒƒ Stadtsteuer;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg ab/bis Köln/
Bonn;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
Hotel
ƒƒ In der Nähe der Engelsburg,
rund 15 Gehminuten vom Petersplatz entfernt befindet sich
das Gästehaus Domus Carmelitana mit 64 funktional eingerichteten Zimmern. Von der Dachterrasse des ehemaligen Klosters
bietet sich ein schöner Blick.
Preis
1.398,00 €
pro Person im Doppelzimmer
Einzelzimmerzuschlag
168,00 €
Doppelzimmer zur Einzelnutzung
Teilnehmerzahl
min. 15 Personen
max. 28 Personen
Vorträge und Führungen
ƒƒ Prälat Prof. Dr. Max-Eugen
Kemper, Münster
Professor für Kunstgeschichte,
Geistlicher Botschaftsrat i. R. an
der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland beim Heiligen
Stuhl
ƒƒ Matthias Kopp, Köln
Journalist, Archäologe und katholischer Theologe,
Pressesprecher der Deutschen
Bischofskonferenz
Leitung
ƒƒ Elisabeth Bremekamp, Bensberg
Leiterin des Referates Ferienakademien, Thomas-Morus-Akademie Bensberg
Programm-Besonderheiten
ƒƒ Sonderöffnungen der Papstkapellen Cappella Niccolina und
Sancta Sanctorum
ƒƒ Besuch der Sixtinischen Kapelle
nach Schließung der Vatikanischen Museen
ƒƒ Ausflug zu dem vom heiligen
Benedikt gegründeten Kloster
von Subiaco mit phantastischen
Fresken
ƒƒ Besuch des nicht-öffentlichen
Bereichs der Domitilla-Katakomben
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
83
20. bis 27. April 2017 (Do.-Do.)
Italien
„Die schönste Gegend der Welt“
Natur und Kultur am Golf von Neapel
Samstag, 22. April 2017
Sehnsuchtsziel Sorrent
Mit mildem Klima, üppiger Vegetation, dem Duft der Zitronen und grandiosen
Aussichten über den Golf von Neapel lässt Sorrent noch heute ahnen, warum
dieses Paradies gerne von Schriftstellern und Künstlern aus ganz Europa aufgesucht wurde. Nach einem Spaziergang Einkehr in einem Agriturismo in den
Bergen der Sorrentinischen Halbinsel: In einer ehemaligen Klosteranlage aus
dem 17. Jahrhundert, die umgeben ist von Kastanienwäldern und Olivenhainen, werden für Sie in der alten Klosterküche traditionelle Gerichte zubereitet.
Sonntag, 23. April 2017
Gelegenheit zum Besuch eines katholischen Gottesdienstes.
Phlegräische Felder, Pozzuoli und Cumae
Die vulkanische Natur der Phlegräischen Felder ist nicht zu übersehen. Dass
es sich aber um den sichtbaren Teil eines Supervulkans handelt, wissen die
Wenigsten. Bei Besichtigung der Solfatara können Fumarolen aus Schwefeldampf und blubbernde Schlammtümpel beobachtet werden. Interessant
sind auch die langsamen Auf- und Abbewegungen der Erdoberfläche, die
in Pozzuoli über 2 000 Jahre Spuren an den Säulen des „Serapis-Tempels“
hinterließen. Zum Muss einer Bildungsreise an den Golf von Neapel gehören
seit jeher Besuche des vermeintlichen Grabes von Vergil in Posillipo, der Sibyllengrotte in Cumae und der Piscina Mirabilis.
Goethe nannte die Region am Golf von Neapel die „schönste Gegend der
Welt“. Wie andere Grand Tour-Reisende begeisterte ihn das Licht des Südens,
die vielfältigen Zeugnisse vergangener Zeiten und der aktive Vesuv. Ihren
Eindrücken und Erfahrungen ist unser Bild dieser süditalienischen Region
zu verdanken, die bis heute ein Sehnsuchtsziel ist.
Freuen Sie sich so auf ein vielseitiges Programm mit der Geographin Annette
Brünger: Mit ihr besuchen Sie bedeutende kulturelle Sehenswürdigkeiten verschiedener Zeitepochen (Cumae, Pompeji, Neapel), wie Sie mit ihr auch bezaubernde Kulturlandschaften kennenlernen (Phlegräische Felder, Sorrentinische
Halbinsel, Capri) und wilde Natur erleben werden (Vesuv, Solfatara, Capri) .
Programm
Donnerstag, 20. April 2017
Flug mit Eurowings von Düsseldorf (10.00 Uhr) nach Neapel (12.10 Uhr) und
Fahrt mit dem Reisebus zum zentral gelegenen Renaissance Naples Hotel
Mediterraneo.
Herzlich willkommen in Neapel!
Gleich der erste Spaziergang führt durch das „königliche Neapel“, das zum
UNESCO-Weltkulturerbe zählt: zur Piazza del Municipio, zum Castel Nuovo
mit dem Triumphbogen von Alfons I., zum Opernhaus San Carlo (Besuch)
und dem Palazzo Reale an der Piazza del Plebiscito, zur Galleria Umberto
und zur Via Toledo. Abgerundet werden die Eindrücke mit dem Besuch im
traditionsreichen Literatentreffpunkt, dem Gran Caffè Gambrinus.
Freitag, 21. April 2017
Antike Altstadt „Neapolis“ (UNESCO-Weltkulturerbe)
Die heutige „Zeitreise“ durch die 2 500-jährige Siedlungsgeschichte Neapels
beginnt mit der Piazza Bellini mit Resten der griechischen Stadtmauer und
der Piazza San Gaetano, wo sich einst die Agora und dann das Forum befanden. Weiter geht es ins unterirdische Neapel, „eine Stadt unter der Stadt“,
mit gut erhaltenen antiken Gebäuden, griechischen Zisternen, Resten eines
antiken Theaters und dem Marcellum. Nach einem Besuch des großen Doms
mit der Seitenkapelle von San Gennaro, dem Schutzpatron der Stadt, geht
es über die berühmte Krippenstraße zur „Spaccanapoli“ und mit der Metro
zurück zur Via Toledo.
84
Leistungen
ƒƒ Flug mit Eurowings von Düsseldorf nach Neapel sowie zurück
inkl. Steuern und Gebühren u. a.
für ein Gepäckstück bis 23 kg,
das aufgegeben wird (Fluggesellschaft und -zeiten vorbehaltlich
möglicher Änderungen; andere
Flughäfen auf Anfrage und ggf.
gegen Aufpreis);
ƒƒ 7 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/
WC im Renaissance Naples Hotel
Mediterraneo und Frühstücksbuffet im Hotelrestaurant;
ƒƒ Drei-Gänge-Mittagsmenü am
22. und 23.4.2017 sowie DreiGänge-Abendmenü an fünf Tagen in örtlichen Restaurants;
ƒƒ Führungen, Besichtigungen,
Eintritte und Gebühren;
ƒƒ Fahrten mit einem Reisebus
vom/zum Flughafen Neapel
sowie am 22., 23. und
25.4.2017;
ƒƒ Schifffahrten sowie Fahrten mit
der Funicolare am 24.4.2017;
ƒƒ Stadtsteuer in Neapel;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg ab/bis
Neapel;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
Hotel
ƒƒ Das Renaissance Naples Hotel
Mediterraneo (222 Zimmer)
befindet sich im Herzen von
Neapel, unweit des Teatro di San
Carlo, der Fußgängerzone Via
Toledo, der Piazza del Plebiscito
und des Hafens. Von der Dachterrasse und dem Restaurant
in der 11. Etage bietet sich ein
schöner Blick auf den Vesuv und
den Hafen.
Preis
1.486,00 €
pro Person im Doppelzimmer
Einzelzimmerzuschlag
315,00 €
Doppelzimmer zur Einzelnutzung
Teilnehmerzahl
Montag, 24. April 2017
Sehnsuchtsziel Capri
Vom Hafen Neapels startet das Schiff auf die Insel Capri, die bis heute eine
fast magische Faszination ausübt. Auch wenn ein Besuch der berühmten Piazetta nicht fehlen darf, führt der Weg doch rasch durch enge Gässchen und
auf schmalen Pfaden weg vom Trubel. Umgeben von duftender Vegetation
wird der Arco Naturale erreicht, weiter geht es über viele Treppenstufen an
der Casa Malaparte und den berühmten Faraglioni-Felsen vorbei zurück zur
Piazetta. Unvergessen bleiben die wechselnden Blicke ins türkisblaue Meer
und in die Weite. Vor der Rückfahrt ist natürlich Zeit für ein Zitroneneis!
min. 15 Personen, max. 20 Personen
Dienstag, 25. April 2017
Zum Vesuv und nach Pompeji
Etwas anderes ist es, den Vesuv „nur“ von der Hotelterrasse zu betrachten als
tatsächlich nach einer Wanderung an seinem Kraterrand zu stehen. Von hier
oben bietet sich dann bei klarem Wetter ein herrliches Panorama über den
gesamten Golf. Informationen zu seiner Eruptionsgeschichte leiten hier zum
Besuch von Pompeji (UNESCO-Weltkulturerbe) über. Interessante Einblicke
in das tägliche Leben der Bewohner dieser Stadt, die im Jahre 79 vollständig
durch den Vulkanausbruch verschüttet wurde, bietet der Spaziergang durch
das weitläufige Ausgrabungsgelände. Als Goethe 1787 in Pompeji war, schrieb
er treffend: „Es ist viel Unheil in der Welt geschehen, aber wenig, das den
Nachkommen so viel Freude gemacht hätte.“
ƒƒ Die ganztägigen Spaziergänge
und Ausflüge erfordern eine
gute körperliche Kondition und
Trittsicherheit: Die Wanderung
zum Kraterrand des Vesuvs überwindet rund 150 Höhenmeter
und dauert – wie die Wanderung
auf der Insel Capri – rund zwei
Stunden.
ƒƒ Es bietet sich auch die Möglichkeit, am Sonntag, 23.4.2017, die
Oper „La Traviata“ im Teatro di
San Carlo zu besuchen.
Leitung
ƒƒ Annette Brünger, Neapel
Geographin und Mathematikerin,
lizenzierte Reiseleiterin für Kampanien, lebt seit 20 Jahren mit
ihrer Familie in Neapel
Hinweise
Mittwoch, 26. April 2017
Archäologisches Nationalmuseum von Neapel
Mit den großartigen Sammlungen ist das Archäologische Nationalmuseum
eine wahre Schatztruhe: Die Funde aus Pompeji und Herculaneum, die berühmte Farnese-Sammlung und das berühmte Alexandermosaik machen es
weltweit zu einem der bedeutendsten Museen! Nachmittags bietet sich Gelegenheit zum Besuch des Museo di Capodimonte mit den königlichen Prunkräumen und den Gemäldegalerien oder zu anderen eigenen Erkundungen.
Donnerstag, 27. April 2017
Überraschender Schluss: Die Zoologische Station Anton Dohrn
Inmitten einer weitläufigen Parkanlage unweit des Meeres gründete der deutsche Zoologe Anton Dohrn 1872 das biologische Forschungsinstitut. Es zählt
weltweit zu den ältesten biowissenschaftlichen Forschungseinrichtungen und
überrascht mit Fresken in der Bibliothek, die Hans von Marées und Adolf von
Hildebrand gestalteten.
Weiterfahrt mit dem Reisebus zum Flughafen von Neapel und Flug mit Eurowings (12.50 Uhr) nach Düsseldorf (15.10 Uhr).
Arrivederci e buon volo!
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
85
20. bis 28. April 2017 (Do.-Fr.)
Italien
Eindrucksvolles Apulien
Kulturgeschichtliche Höhepunkte
und mit Kunstwerken geschmückt, ist bis heute Ziel der Wallfahrer. Weit im
Hinterland erhebt sich über dem Landstädtchen Lucera eine riesige gotische
Festungsanlage. Troia, einst Zeuge vernichtender Naturgewalten und heute
kaum mehr als ein Dorf mit großem Namen, kann stolz sein auf eine zierliche Domkirche mit phantasievoller Fensterrose und bizarrem Bronzeportal.
Sonntag, 23. April 2017
Gelegenheit zum Besuch eines katholischen Gottesdienstes.
Trani – Castel del Monte
Die Bischofskirche San Nicola Pellegrino in der Hafenstadt Trani, die „Königin“ der Kathedralen Apuliens, ist ein Meisterwerk der Romanik und besticht
durch die Klarheit der Architektur, die Ausstattung mit mittelalterlichen Bronzeportalen und Bodenmosaiken und – nicht zuletzt – mit ihrer phantastischen
Lage am Meer. Das berühmteste Monument des hier fast allgegenwärtigen
Stauferkaisers Friedrich II. ist das Castel del Monte, die „Krone Apuliens“: Die
achteckige, vieltürmige gotische Burg ist einzigartig und ein kaum vollständig
zu entschlüsselndes Baudenkmal der Kaisermacht (UNESCO-Weltkulturerbe).
Montag, 24. April 2017
Barletta – Matera
Nach einem kurzen Besuch in Barletta geht die Fahrt durch weite Ebenen
und sanfte Hügellandschaften nach Südwesten. Am Rand einer tief eingeschnittenen Schlucht liegt Matera mit der einzigartigen Altstadt und den
Felsenhäusern („Sassi“, UNESCO-Weltkulturerbe). Diese drängen sich eng
um die Domkirche und wurden bis in die 1960er Jahre von den Ärmsten
bewohnt. Die westlichen Steilhänge sind Eremitengebiet: Schwer zugängliche
Höhlenkirchen mit Malereien liegen in wildromantischer Landschaft. Über
den südlichsten Abschnitt der Via Appia wird spätnachmittags die Masseria
Montalbano bei Ostuni erreicht.
ƒƒ
Apulien im Südosten der italienischen Halbinsel gehört zu den historisch
interessantesten Gebieten des Landes. Im Gegensatz zu Rom fasziniert hier
jedoch weniger die Antike als vielmehr das Erbe einer spannenden Symbiose aus ost- und weströmischer Kultur, die noch lange in die Neuzeit hallte.
Hier beeindrucken auch prachtvolle Dome und mächtige Burgen, die einst
Byzantiner, Normannen, Staufer und Anjou erbauten.
Auf diese Meisterwerke der Romanik und Gotik richtet Dr. Andreas Thiel
ebenso das Augenmerk wie auf wunderbare barocke Glanzlichter oder auf
die berühmten Trulli von Alberobello. Dass die Region mit dem Monte Gargano, der Küstenebene bei Trani, dem unendlich scheinenden Hügelland der
Murge oder der kahlen Steilküste bei Otranto auch sehr abwechslungsreich
ist, werden Sie bei dieser Ferienakademie erleben.
Programm
Donnerstag, 20. April 2017
Willkommen in Apulien!
Flug mit Lufthansa von Düsseldorf (13.30 Uhr) über München nach Bari
(17.05 Uhr) und Fahrt mit einem Reisebus über Barletta nach Margherita
di Savoia zum Grand Hotel Terme, das direkt am Meer erbaut wurde.
Freitag, 21. April 2017
Bari – Bitonto – Molfetta
Von mächtigen Mauern umgeben und von zwei Häfen flankiert, birgt die
Altstadt von Bari Wunderwerke der Romanik: die lichte Halle des Domes
und vor allem San Nicola als Mutterkirche der Region und Grabstätte des
Heiligen Nikolaus. Prachtvoll geschmückte Portale und herrliche Kapitelle
bietet auch der Dom von Bitonto, wo sich eine Kathedra und ein Ambo mit
reichem Skulpturenschmuck erhalten haben. Von anderer Art ist die zierliche
Kirche am Hafen von Molfetta: Die Kuppeln byzantinischer Kirchen standen
hier Pate für eine einzigartige romanische Architektur.
Samstag, 22. April 2017
Monte Sant‘Angelo – Lucera – Troia
Am Südrand des bewaldeten Monte Gargano liegt hoch oben ein eigentümliches Heiligtum: Die Grotte des Erzengels Michael, über Jahrhunderte erweitert
86
Leistungen
ƒƒ Flug mit Lufthansa von Düsseldorf über München nach Bari
sowie zurück inkl. Steuern und
Gebühren u. a. für ein Gepäckstück bis 23 kg, das aufgegeben
wird (Fluggesellschaft und -zeiten vorbehaltlich möglicher Änderungen; andere Flughäfen auf
Anfrage und ggf. gegen Aufpreis);
ƒƒ 8 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/
WC in -Hotels;
ƒƒ Frühstücksbuffet in den Hotelrestaurants;
ƒƒ Drei-Gänge-Abendmenü in den
Hotelrestaurants an allen Tagen;
ƒƒ Führungen, Besichtigungen, Eintritte und Gebühren laut
Programm;
ƒƒ Bereitstellung eines Funk-Kopfhörersystems;
ƒƒ Stadtsteuer in Ostuni;
ƒƒ Rundreise mit einem Reisebus
ab/bis Bari;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg ab/bis
Düsseldorf;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
Dienstag, 25. April 2017
Egnazia – Polignano a Mare
An der flachen Felsenküste zwischen Bari und Brindisi liegt die antike Hafenstadt Egnazia, die wohl bedeutendste Ausgrabung in Apulien. Vorrömische
und vorgriechische Denkmäler zeugen hier von einem Verlauf der antiken
Geschichte, der sich deutlich vom griechischen Sizilien oder dem etruskischen
Mittelitalien unterscheidet. Reizvoll liegt der kleine Fischerort Polignano an
der Steilküste und im Hinterland prunken Kleinstädte mit dem klassischen
apulischen Doppel aus Kastell und Dom. Dabei wird die Landschaft lieblich,
fruchtbare sanfte Täler lösen die weiten Hügel und tiefen Schluchten im
Norden und Westen ab.
Mittwoch, 26. April 2017
Lecce – Otranto
Nach den vielen romanischen Schönheiten setzt der Barock nun einen
Kontrapunkt: Ganz Lecce ist ein architektonisches Juwel aus dem 17. und
18. Jahrhundert, wo verspielte Kirchenfassaden, prunkvolle Paläste oder
skurrile Plastiken auch von der Lebensfreude vergangener Zeit zeugen.
Apuliens südlichste Stadt von historischem Rang ist Otranto. Im Dom sind
die einzigartige Hallenkrypta und das phantastische Bodenmosaik (12. Jahrhundert) im Langhaus von Interesse. In der Altstadt beeindruckt die kleine
Kreuzkuppelkirche San Pietro mit byzantinischen Fresken. Sowohl Mosaik
als auch Fresken zeugen in Otranto von der einst starken Orientierung über
die Adria gen Osten.
Hotels
ƒƒ Margherita di Savoia (nahe
Barletta): Das Grand Hotel
Terme (70 Zimmer) wurde
1991 direkt am Strand des Seebades erbaut. Es ist guter Ausgangspunkt für die Tagestouren
und bietet neben der Strandpromenade ein Panoramarestaurant.
Zimmer mit Meerblick stehen in
begrenzter Anzahl zur Verfügung.
(4 Übernachtungen)
ƒƒ Ostuni (Nähe): Die Masseria
Montalbano ist ein ehemaliges landwirtschaftliches Gut
(16. Jahrhundert) inmitten eines
20 ha großen Olivenhains, das
mustergültig restauriert wurde
und über einen Swimmingpool
verfügt. (4 Übernachtungen)
Preis
1.785,00 €
pro Person im Doppelzimmer
Einzelzimmerzuschlag
160,00 €
Doppelzimmer zur Einzelnutzung
Teilnehmerzahl
min. 15 Personen
max. 28 Personen
Leitung
ƒƒ Dr. Andreas Thiel, Bad Soden
Kunsthistoriker und Archäologe
Hinweis
ƒƒ Die interessanten Sehenswürdigkeiten Apuliens befinden sich
meist in den Altstädten und sind
nur zu Fuß zu erreichen. Daher
erfordert diese Ferienakademie –
auch angesichts des dichten Tagesprogramms und der längeren
Fahrtstrecken – eine gute körperliche Kondition.
Donnerstag, 27. April 2017
Ostuni – Locorotondo – Martina Franca – Alberobello
Abseits der Küste liegt im Hügelland das fruchtbare Itriatal. Auf den größten
Erhebungen sitzen weiß gekalkte barocke Städtchen, deren Kirchen und Paläste den einstigen Reichtum widerspiegeln. Berühmt aber sind vor allem die
pittoresken Kuppelhäuser, die Trulli, die die Region prägen und in Alberobello
ganze Stadtviertel bilden und zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen.
Freitag, 28. April 2017
Abschied von Apulien
Flug mit Lufthansa von Bari (12.05 Uhr) über München nach Düsseldorf
(16.40 Uhr).
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
87
4. bis 11. Mai 2017 (Do.-Do.)
Italien
Bella Ischia
Grüne Insel im Golf von Neapel
Samstag, 6. Mai 2017
Thermalinsel Ischia (Vortrag und Ausflug)
Die Entdeckung und Nutzung der heißen Quellen machte Ischia berühmt. Der
Vortrag über die geologischen Zusammenhänge eröffnet daher Einblicke in die
erdgeschichtlichen Zusammenhänge und erläutert die Wirkkraft der heißen
Quellen, auf die schon die Griechen „setzten“. Der anschließende Ausflug führt
zu Orten und zeigt Phänomene des Thermalismus: Vor allem Orte wie Ischia
Porto (Lavastrom), Vatoliere (Vulkankrater) oder die Nitrodi-Quellen lassen
nicht nur die Geschichte Ischias augenscheinlich werden, sondern auch die
therapeutische Nutzung der heißen Thermalquellen.
Sonntag, 7. Mai 2017
Gelegenheit zum Besuch eines katholischen Gottesdienstes in der malerisch
gelegenen Kirche San Michele oberhalb von Sant’Angelo sowie Zeit zum Lesen, für einen Spaziergang oder auch zur Nutzung der Apollon-Thermalpools.
Im Garten La Mortella
Mit über 500 seltenen mediterranen und exotischen Pflanzen auf mehreren
Terrassen, mit Teichen, Wasserläufen, Tempeln und einem Teehaus ist La
Mortella ein kleines Paradies: Der englische Komponist Sir William T. Walton
und seine argentinische Frau ließen den Park nach englischem Gartenideal
anlegen, als sie Ende der 1940er Jahre nach Ischia kamen.
Sehnsuchtsziel Sant’Angelo
Der kleine Fischerort mit dem markanten Torre inspirierte viele Künstler und
diente als Filmkulisse u. a. für die romantische Komödie „Scampolo“ mit Romy
Schneider (1958). Heute ist Sant’Angelo ein verkehrsberuhigter, touristischer
Anziehungspunkt. Interessantes gibt es auch über die Geschichte des Hotels
Miramare zu erzählen, das schon viele Prominente beherbergte.
Wer per Schiff in Ischia Porto ankommt, nimmt schnell Abstand vom Alltag.
Die üppige Vegetation im Frühling, die vielfältigen Landschaften, die kleinen
Orte, in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint, helfen dabei. Und
immer wieder nehmen die einmaligen Ausblicke über den Golf von Neapel
gefangen und regen zum Träumen an. Es mag daher nicht verwundern, dass
Ischia auch ein Sehnsuchtsziel von Literaten, Künstlern und Schauspielern war.
All diesen Facetten der Insel im Golf von Neapel widmet sich die Ferienakademie und lädt auch dazu ein, mehr über die erdgeschichtliche Entstehung
sowie die Fauna und Flora der grünen Insel zu erfahren – und nicht zuletzt,
die heißen Thermalquellen zu genießen.
Programm
Donnerstag, 4. Mai 2017
Aufbruch nach Ischia
Flug mit Eurowings von Köln/Bonn (12.40 Uhr) nach Neapel (14.45 Uhr),
Fahrt mit dem Reisebus zum Hafen Neapel, mit dem Schnellboot nach Ischia
Porto und weiter mit dem Kleinbus an die Insel-Südküste, nach Sant’Angelo.
Freitag, 5. Mai 2017
Ischia – Inselgeschichte(n)
Von der Insel Euböa kommend, gründeten die Griechen um 770 v. Chr. am
Monte Vico die erste Kolonie westlich der Magna Graecia, später fiel die Insel
an Neapel, bis sie unter römische Herrschaft und im 6. Jahrhundert unter
diejenige des byzantinischen Kaisers Maurikios geriet. Von diesen Spuren „erzählt“ das kleine Archäologische Museum oberhalb der barock ausgestatteten
Kirche Santa Restituta, die Zentrum christlichen Insellebens ist. Den Blick in
die jüngere Zeitgeschichte richtet die Villa Arbusto (18. Jahrhundert), einst
Wohnsitz des Verlegers Angelo Rizzoli: Denn er lud Stars wie Richard Burton,
Sophia Loren, Herbert von Karajan oder Ava Gardner ein und machte einst
Lacco Ameno zu einem Nobelkurort. Symbol einer ganz anderen Zeit ist das
markante Castello Aragonese, das auf einem 112 m hohen Basaltfelsen im
Meer thront und Wahrzeichen der Insel ist.
88
Leistungen
ƒƒ Flug mit Eurowings von Köln/
Bonn nach Neapel sowie zurück
inkl. Steuern und Gebühren u. a.
für ein Gepäckstück bis 23 kg,
das aufgegeben wird (Fluggesellschaft und -zeiten vorbehaltlich
möglicher Änderungen; andere
Flughäfen auf Anfrage und ggf.
gegen Aufpreis);
ƒƒ 7 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/
WC und Meerblick im Hotel
Miramare;
ƒƒ Frühstücksbuffet im Hotelrestaurant;
ƒƒ Degustation am 5.5.2017;
ƒƒ Mittagessen am 6.5. und Mittagsimbiss am 8.5.2017;
ƒƒ Drei-Gänge-Abendwahlmenü im
Hotelrestaurant an allen Tagen;
ƒƒ Vortrag, Führungen, Besichtigungen, Eintritte und Gebühren;
ƒƒ Nutzung der Thermalpools im
Apollon-Club;
ƒƒ Transfers mit einem Reisebus
vom Flughafen Neapel zum Hafen von Neapel und zurück sowie
nach/von Sant’Angelo;
ƒƒ Ausflüge mit einem Reisebus am
5., 6., 7., 8. und 10.5.2017;
ƒƒ Fähr-Fahrten von Neapel-Hafen
nach Ischia Porto und zurück
sowie zu/von der Insel Procida;
Montag, 8. Mai 2017
Insel der Ruhe, Insel des Lichts
Zahlreiche Autoren und Künstler zog es im 20. Jahrhundert nach Forio, in der
„Bar Maria Caffè Internazionale“ am kleinen Markt trafen sie sich: Literaten
wie Auden, Williams, Capote, Neruda, Pasolini und Maler wie Werner Gilles
oder Eduard Bargheer. Ein Spaziergang folgt den Spuren einiger Künstler,
lässt Motive erkennen und nimmt auch die weiße Wallfahrtskirche Santa
Maria del Soccorso auf einem Felsvorsprung über dem Meer in Augenschein.
Nach einem Mittagsimbiss bleibt Zeit zum Lesen, für einen Spaziergang, zur
Entspannung …
Dienstag, 9. Mai 2017
Wandern, Entspannen oder Kuren?
Heute gilt es zu wählen: Zeit zum Entspannen im Thermalpool, zum Lesen …
oder zum Wandern.
Von West nach Ost: Epomeo-Bergwanderung
Oberhalb von Serrara (500 m) startet die Wanderung, führt durch Felsenmeere
und über grüne Hochebenen zum Epomeo-Gipfel (789 m), wo sich bei klarem
Wetter herrliche Ausblicke auf die Nachbarinseln, das Festland, den Vesuv
und den Golf von Neapel bieten, bevor der Abstieg durch Kastanien- und
Eichenwälder beginnt (reine Gehzeit: ca. 6 Std.; Aufpreis: 26,00 €).
Mittwoch, 10. Mai 2017
Von Insel zu Insel: Von Ischia nach Procida
Enge, steile Gassen, Freitreppen, malerische Innenhöfe und Gärten, zierliche
Balkone an ineinander verschachtelten pastellfarbenen Häusern prägen mit
dem kleinen Fischerhafen den Hauptort von Procida, der „kleinen Schwester“ von Ischia. Mit ihrer Vielfalt an Tuffgesteinen strahlt die Insel eine eigene
Atmosphäre aus und bietet schöne Ausblicke.
Donnerstag, 11. Mai 2017
Abschied von Ischia
Fahrt mit dem Kleinbus nach Ischia Porto, weiter mit dem Schnellboot nach
Neapel und dem Reisebus zum Flughafen. Flug mit Eurowings (15.25 Uhr)
nach Köln/Bonn (17.35 Uhr).
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
ƒƒ Gepäcktransport vom Parkplatz
Sant’Angelo zum/vom Hotel am
4. und 11.5.2017;
ƒƒ Kulturförderabgabe;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg ab/bis Köln/
Bonn unter Mitwirkung einer
örtlichen deutschsprachigen
Fachkraft;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
Hotel
ƒƒ Das Hotel Miramare ist terrassenförmig oberhalb des Meeres angelegt, befindet sich ganz
in der Nähe der Piazzetta von
Sant’Angelo und atmet das Flair
vergangener Zeit. Von der Restaurant-Terrasse sowie den individuell-mediterran eingerichteten
Zimmern bietet sich ein weiter
Blick bis nach Capri (wetterabhängig). Zum Resort gehört der
Apollon-Club mit Thermalpools,
der in rund 10 Gehminuten erreicht wird.
Preis
1.625,00 €
pro Person im Doppelzimmer mit
Meerblick
Einzelzimmerzuschlag
219,00 €
Doppelzimmer zur Einzelnutzung
mit Meerblick
Teilnehmerzahl
min. 15 Personen
max. 28 Personen
Leitung
ƒƒ Elisabeth Bremekamp, Bensberg
Leiterin des Referates Ferienakademien, Thomas-Morus-Akademie Bensberg
Vortrag, Wanderung, Ausflug
ƒƒ Aniello Di Iorio, Fiaiano/Ischia
Diplomgeologe, Studium und Abschluss an der Universität Mainz.
Der geborene Ischiataner erklärt
die Erdgeschichte „seiner“ Insel:
der Vulkanismus mit inseltypischen Ausprägungen wie Thermalismus, Topografie und Fruchtbarkeit der Landschaft.
89
11. bis 19. Mai 2017 (Do.-Fr.)
Italien
Auf der Via Emilia
Zwischen Ravenna und Parma
Dommuseum mit Skulpturen und prachtvollen Handschriften und endet an
den Gräben des gewaltigen Stadtpalastes der kunstsinnigen Familie d’Este.
Nachmittags geht es weiter zur Abtei von Pomposa, in der sich die Künstlerschulen von Ravenna und Bologna begegnen. In der Dämmerung führt der
Weg entlang der Lagune von Comacchio zurück nach Ravenna.
Sonntag, 14. Mai 2017
Gelegenheit zum Besuch eines katholischen Gottesdienstes.
Ravenna: Gebet zu goldenen Heiligen
Der Vormittag ist der Betrachtung ausgewählter Kunstschätze Ravennas gewidmet: Von den berühmten Mosaiken von San Vitale über das Mausoleum der
Galla Placidia bis zum Nationalmuseum. Nachmittags locken Sehenswürdigkeiten in der Altstadt wie das Baptisterium der Arianer, die berühmte Basilika
Sant‘Apollinare Nuovo, die seit Jahrhunderten unter Wasser stehende Krypta
von San Francesco mit dem Grabmal Dantes oder der Palast des Theoderich.
Montag, 15. Mai 2017
Bologna: Vom Stolz, Stadt zu sein
Erstes Ziel des Spaziergangs sind die riesige Bettelordenskirche San Francesco
und die Piazza mit Rathauspalast und Neptunbrunnen. San Petronio sollte
einmal die größte Kirche Italiens werden – auch als Torso beeindruckt die
unvollendete gotische Halle. Atmosphärisch dichter erscheint der Kirchenkomplex von Santo Stefano. Es bleibt noch Zeit für einen Bummel durch
Markthallen und elegante Arkaden. Tagesziel ist der Kurort Salsomaggiore
Terme bei Fidenza.
Wie Perlen einer Kette verbindet die Via Emilia geschichtlich bedeutende
Städte: Gen Osten setzen das spätantike Ravenna und die alte Universitätsstadt Bologna Akzente. Gen Westen sind es die Fürstenresidenzen Parma und
Modena. Aber auch viele kleine Städte und Dörfer prägen mit ihren Domen,
Abteien, Palästen und Burgen die Region. Nahezu aller Städte Fundament
ist das Römerreich. Im Frühmittelalter regierten hier Langobarden und Karolinger, im 11. Jahrhundert herrschte Mathilde von Tuszien; in ihrer Burg
Canossa wurde Weltgeschichte geschrieben. Im 12. Jahrhundert standen die
Städte gegen den Stauferkaiser auf und bauten in neuem Selbstbewusstsein
Ratspaläste und Kathedralen. Auch Spätmittelalter, Renaissance und Barock
wurden durch illustre Fürsten geprägt: die Familien Farnese, Gonzaga und
d’Este förderten als kunstsinnige Herrscher und Mäzene die Künste.
Programm
Donnerstag, 11. Mai 2017
In die Emilia-Romagna
Flug mit Eurowings von Köln/Bonn (11.10 Uhr) nach Bologna (12.35 Uhr)
und Fahrt über die Via Emilia zum Hotel Aurelia an die Adriaküste, Programmeinführung und ein erster Spaziergang.
Freitag, 12. Mai 2017
Von Griechen und Goten
Fahrt in das spätantike Hafenviertel von Ravenna mit der frühchristlichen
Kirche Sant‘Apollinare in Classe, über die es heißt: „Der Besucher verlasse
mit dem Eindruck der Apsismosaiken diese ehrwürdige Stätte – er wird sie
niemals vergessen.“ Ein Blick gilt auch dem Mausoleum des Gotenkönigs
Theoderich sowie dem Dom, dem Baptisterium und dem Museum. Sein bedeutendstes Denkmal ist die elfenbeinerne Kathedra von Bischof Maximianus
aus der Mitte des 6. Jahrhunderts.
Samstag, 13. Mai 2017
Ferrara und die Abtei von Pomposa
Nach einer Fahrt durch die Po-Ebene wird Ferrara erreicht. Ein Rundgang
durch die Stadt beginnt am Sommerpalast des Borso d‘Este, führt zum
90
Leistungen
ƒƒ Flug mit Eurowings von Köln/
Bonn nach Bologna sowie zurück
inkl. Steuern und Gebühren u. a.
für ein Gepäckstück bis 23 kg,
das aufgegeben wird (Fluggesellschaft und -zeiten vorbehaltlich
möglicher Änderungen; andere
Flughäfen auf Anfrage und ggf.
gegen Aufpreis);
ƒƒ 4 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/
WC und Meerblick im Hotel
Aurelia in Milano Marittima;
ƒƒ 4 Übernachtungen im Hotel Villa Fiorita in Salsomaggiore
Terme;
ƒƒ Frühstücksbuffet in den Hotelrestaurants;
ƒƒ Drei-Gänge-Abendmenü oder
–buffet an allen Tagen inkl. Tischgetränken;
ƒƒ Führungen, Besichtigungen, Eintritte und Gebühren;
ƒƒ Bereitstellung eines Funk-Kopfhörersystems;
ƒƒ Transfers und Ausflüge mit einem Reisebus laut Programm;
ƒƒ Stadtsteuer in Salsomaggiore
Terme;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg ab/bis Köln/
Bonn;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
Dienstag, 16. Mai 2017
Parma: Stadt und Land der Farnese
Der Palast der Herzöge von Farnese, das Theater und die Galerie vermitteln
einen Eindruck vom Einfluss der Fürstenfamilie auf die Entwicklung Parmas.
Zeugnis der frühen Stadtgeschichte ist der mächtige romanische Dom. Das
Baptisterium mit Skulpturen von Antelami zählt zu den bedeutendsten mittelalterlichen Bauwerken Oberitaliens. In reizvoller Landschaft erhebt sich
auf steilen Felsen die historisch bedeutsame Burg von Canossa: Infolge des
Investiturstreits trafen sich hier 1077 der exkommunizierte Salierkönig Heinrich IV. und Papst Gregor VII.
Mittwoch, 17. Mai 2017
Stadt und Land der Gonzaga
Jenseits des Po, in der Lombardei, liegt die Herrschaft der Gonzaga mit den
Renaissancestädten Sabbioneta und Mantua. Während in Sabbioneta alles
Miniaturformat hat, zählt Mantua mit der Renaissancekirche Sant’Andrea und
dem Palazzo Ducale zu den wichtigsten Kunststätten Italiens. Der Palazzo Te
wurde von Giulio Romano, einem Schüler Raffaels, entworfen und ausgemalt.
Hotels
ƒƒ Milano Marittima: Vom Strand
ist das Hotel Aurelia (101
Zimmer, zwei beheizte Swimmingpools) nur durch den eigenen Garten getrennt. Das touristische Zentrum von Milano Marittima wird in wenigen Gehminuten
erreicht. (4 Übernachtungen)
ƒƒ Salsomaggiore Terme: Das Hotel Villa Fiorita befindet sich
in einem liebevoll restaurierten
Jugendstil-Stadthaus in der Nähe
der Kuranlage von Salsomaggiore Terme. Die 48 Zimmer sind
modern und komfortabel ausgestattet, die Aufenthaltsräume und
der Speisesaal atmen den Geist
und Geschmack vergangener
Epochen. (4 Übernachtungen)
Preis
1.692,00 €
pro Person im Doppelzimmer
Einzelzimmerzuschlag
120,00 €
Doppelzimmer zur Einzelnutzung
Teilnehmerzahl
min. 15 Personen
max. 28 Personen
Leitung
ƒƒ Dr. Andreas Thiel, Bad Soden
Kunsthistoriker und Archäologe
Donnerstag, 18. Mai 2017
In die Heimat von Giuseppe Verdi
Nach einem Besuch von Fidenza geht es durch die Po-Ebene in das kleine
Le Roncole mit dem Geburtshaus von Giuseppe Verdi (1813-1901). Jenseits
von Busseto – hier ging Verdi zur Schule und die Stadt widmete ihm später
ein winziges Opernhaus in der Burg – erhebt sich einsam das Zisterzienserkloster von Chiaravalle. Am Hang der ersten Apenninberge liegt an der alten
Krönungsstraße der Könige schließlich das hübsche Castell’Arquato mit einer
pittoresken Burganlage, einem gotischen Stadtpalast und einer romanischen
Kollegskirche.
Freitag, 19. Mai 2017
Hohe Kunst und Lebensart
Auf dem Rückweg nach Bologna ist ein Abstecher in die historische Altstadt
von Modena vorgesehen. Hier steht der Dom mit den Skulpturen des Wiligelmus und mit dem Lettner – Vorbild aller Domkirchen an der Via Emilia. Es
bleibt noch Zeit für einen Einkauf in der Markthalle.
Flug mit Eurowings von Bologna (17.00 Uhr) nach Köln/Bonn (18.30 Uhr).
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
91
6. bis 13. Juni 2017 (Di.-Di.)
Italien
Das Friaul
Kunst und Kultur zwischen Alpen und Adria
Donnerstag, 8. Juni 2017
Cividale del Friuli: Die Langobarden in Oberitalien
Im Nordosten liegt Cividale, das Julius Cäsar gründete und mit bedeutenden,
teils einzigartigen Zeugnissen aus der Spätzeit der Völkerwanderung überrascht: der Tempietto Longobardo ist eine Kapelle aus dem 8. Jahrhundert
mit reichen figürlichen Stuckreliefs. Von der Ausstattung frühmittelalterlicher
Kirchen sind Marmorplatten und Altäre mit reicher Ornamentik erhalten. Auch
die Gräber der Langobarden bargen Beigaben wie Goldblattkreuze und Gewandfibeln von großer Kunstfertigkeit. Nachmittags führt eine Panoramafahrt
durch die villenbesetzten Hügel ins Grenzgebirge zu Slowenien und in die
Täler der Julischen Alpen zum Marienheiligtum von Castelmonte und schließlich zum Kloster von Rosazzo, dem Sommersitz des Patriarchen von Udine.
Freitag, 9. Juni 2017
Über Udine in den Norden
Vorbei an der Festungsstadt Palmanova geht es ins heutige politische Zentrum, nach Udine. Vom Burghügel schweift der Blick zu den Berggipfeln und
über den Kern der liebenswerten Stadt mit venezianischem Flair (Uhrturm,
Dogenloggia). In Udine führte Tiepolo mehrere Jugendwerke aus, darunter
die Fresken der Galerie im Patriarchenpalast. Auf der Fahrt an den Rand der
Karnischen Alpen sind in Gemona der romanische Dom Santa Maria Assunta mit beeindruckenden Fassadenskulpturen sowie in Venzone der gotische
Dom Sant‘Andrea und die spätmittelalterliche Stadt sehenswert, die nach
dem Erdbeben von 1976 behutsam wiederhergestellt wurden.
Zwischen den Südalpen und dem Adriabogen gelegen, bietet die italienische
Region Friaul eine reizvolle Landschaft mit liebenswerten Dörfern und Städten,
Burgen und Villen sowie einer reichen Geschichte: Die Römerstadt Aquileia
verweist mit ihren Kirchen und farbenfrohen Mosaikfußböden auf das frühe
Christentum und die Zeit der Völkerwanderung lässt sich nirgends so gut
fassen wie in Cividale. Während in Klöstern und Domkirchen die Zeit des
Mittelalters sowie die beginnende Renaissance lebendig werden, triumphiert
in Udine der venezianische Spätbarock des Giovanni Battista Tiepolo. An der
Küste faszinieren die Schlossanlagen von Miramare oder Duino.
Programm
Dienstag, 6. Juni 2017
Benvenuti!
Flug mit Lufthansa von Köln/Bonn (9.30 Uhr) über München nach Triest
(12.35 Uhr) und Fahrt mit dem Reisebus zum Hotel Savoy im Seebad
Grado. Ein erster Spaziergang führt zur Strandpromenade und in die Altstadt
mit der frühchristlichen, im 6. Jahrhundert nach ravennatischem Vorbild entstandenen Kirchengruppe von Sant’Eufemia und Santa Maria delle Grazie.
Mittwoch, 7. Juni 2017
In die Römerstadt Aquileia
An der Lagune von Grado liegt die einst bedeutende Römerstadt Aquileia,
Ausgangspunkt für die Heerstraßen in die Alpenländer und auf den Balkan.
Hier soll der Evangelist Markus im Auftrag vom Apostel Simon Petrus den
neuen Glauben verkündet haben. Von den Hunnen 452 n. Chr. zerstört, wird
das Patriarchat von Aquileia im Hohen Mittelalter ein wichtiger Bischofssitz.
Ein Spaziergang sowie der Besuch des Museums erschließen die antiken
Schätze (Forum, Hafen, Gräber, Kleinkunst…). Beeindruckend ist der Dom
von Aquileia, erbaut über Kirchenhallen aus der Zeit Kaiser Konstantins und
mit reichen, frühchristlichen Mosaiken ausgestattet. Mittelalterliche Fresken
in der Apsis und der Krypta feiern das salische Kaiserhaus. Spätnachmittags
erschließt eine Bootsfahrt durch die naturbelassenen Lagunen von Grado
mit ihren „Fischerkaten“ und Inselchen die eigentümliche Landschaft an der
Grenze zwischen Gebirge und Meer.
92
Leistungen
ƒƒ Flug mit Lufthansa von Köln/
Bonn über München nach Triest
sowie zurück inkl. Steuern und
Gebühren u. a. für ein Gepäckstück bis 23 kg, das aufgegeben
wird (Fluggesellschaft und -zeiten vorbehaltlich möglicher Änderungen; andere Flughäfen auf
Anfrage und ggf. gegen Aufpreis);
ƒƒ 7 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/
WC im Hotel Savoy;
ƒƒ Frühstücksbuffet im Hotelrestaurant;
ƒƒ Drei-Gänge-Abendmenü an allen
Tagen im Hotelrestaurant;
ƒƒ Führungen, Besichtigungen, Eintritte und Gebühren laut
Programm;
ƒƒ Bereitstellung eines Funk-Kopfhörersystems;
ƒƒ Bootsfahrten am 7.6.2017 und
11.6.2017;
ƒƒ Transfers und Ausflüge mit einem Reisebus laut Programm;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg ab/bis Köln/
Bonn;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
Samstag, 10. Juni 2017
Klöster, Burgen und Ortschaften/Siedlungen am Tagliamento
An der Grenze zum Veneto liegt die ehemalige Benediktinerabtei von Sesto al
Reghena, die als Keimzelle der Kultivierung der Region gilt; Fresken der Gotik
und der Renaissance künden von der reichen Geschichte. Entlang des Flusses
Tagliamento geht es dann nach Norden bis zum hochgelegenen Spilimbergo,
wo Stadt und Kastell mit farbenfrohen Fassadenmalereien prunken. Im Dom
liegt der Kärntner Adel bestattet, der die Region einst als Lehen des Kaisers
beherrschte. San Daniele ist nicht nur durch seinen schmackhaften Schinken
bekannt, sondern beeindruckt auch mit dem „venezianischen“ Dom, mit Palästen und Renaissancefresken in der Antoniuskapelle. Hier mischen sich die
Einflüsse Venedigs und der Alpenländer zu einem unverwechselbaren Ganzen.
Hotel
ƒƒ Das Hotel Savoy liegt an
der Lagunenseite von Grado,
nur wenige Gehminuten vom
Strand und der Altstadt entfernt.
Obschon ein Stadthotel, verfügt
es über eine großzügige Gartenund Poollandschaft. Die Zimmer
sind modern und komfortabel
eingerichtet, die Fenster schallisoliert. Lounge, Frühstücksterrasse und Speisesaal laden zum
Verweilen ein.
Preis
1.798,00 €
pro Person im Doppelzimmer
Einzelzimmerzuschlag
70,00 €
Teilnehmerzahl
min. 15 Personen
max. 28 Personen
Leitung
ƒƒ Dr. Andreas Thiel, Bad Soden
Kunsthistoriker und Archäologie
Sonntag, 11. Juni 2017
Gelegenheit zum Besuch eines katholischen Gottesdienstes auf einer Klosterinsel in den Lagunen von Grado.
Von Schloss Duino an den Isonzo
Das Schloss Duino der Fürsten Thurn und Taxis bot um 1900 einen der
bedeutendsten literarischen Salons Europas – vor allem Rilkes „Duineser
Elegien“ (1912) haben diesen Ort in die Literaturgeschichte eingeschrieben.
Ein Spaziergang auf dem „Rilkeweg“ entlang der Steilküste des Karstgebirges
bietet herrliche Ausblicke auf die Bucht von Triest (wetterabhängig). Im Kontrast zur Schönheit der Küste birgt das Hinterland am Isonzo ein schweres
historisches Erbe: Das Grenzgebiet des Flusses gilt als Hauptkampffeld an
der südlichen Front im Ersten Weltkrieg.
Montag, 12. Juni 2017
Triest – Zwischen Habsburg und Italien
Fahrt über die kalkige Steilküste nach Triest: Auf dem Stadthügel von San
Giusto befinden sich Ruinen einer römischen Basilika, der romanische Dom
mit prachtvollen Mosaiken und die Burg. Zu Fuß geht es steil hinab in die
habsburgisch geprägte Unterstadt, wo verspielte Paläste und Kirchen unterschiedlicher Baustile das Bild prägen und das Flair der Kaffeehauskultur der
einstigen k. u. k.-Monarchie einlädt. Spätnachmittags führt ein Spaziergang
durch das malerische Schloss und den Park von Miramare – einst Sommersitz
der Habsburger und Ort tragischer Ereignisse um Kaiser Maximilian.
Dienstag, 13. Juni 2017
Arrivederci!
Eine kurze Panoramafahrt führt aus der Ebene in die zauberhafte Hügellandschaft des Collio mit Weinbergen und Obstwiesen bei Gorizia nach Triest.
Flug mit Lufthansa (13.10 Uhr) über München nach Köln/Bonn (17.00 Uhr).
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
93
3. bis 10. September 2017 (So.-So.)
Italien
Prächtige Villen, reizvolle Gärten
Venetien – Venedigs schönes Hinterland
herrlichen Hauptaltar und auch das Reiterstandbild auf dem Vorplatz.
„Es ist erfreuend und belehrend, unter einer Vegetation einherzugehen,
die uns fremd ist.“
Nach einem Besuch der Kapelle des Heiligen Antonius mit der Arca di
Sant‘Antonio und wunderbaren Marmorreliefs führt der Spaziergang durch
den ältesten Botanischen Garten Europas und zu einer Palme mit „literarischer
Lizenz“: Diese inspirierte Goethe zu den Überlegungen über die Metamorphose der Pflanzen, als er sich 1786 für wenige Stunden in Padua aufhielt.
Mittwoch, 6. September 2017
„Besonders muss ich die Vicentiner loben …“
Zahlreiche Stadtpaläste, die riesige Basilika und nicht zuletzt das Teatro
Olimpico sind in Vicenza Zeugnisse der Ideen, Prinzipien und Schaffenskraft
des Architekten Andrea Palladio: Wohl proportioniert und vornehm wirkt die
Basilika, das Teatro Olimpico wurde von ihm aus Holz und Stuck nach antiken Vorbildern errichtet.
„Inwendig kann man es wohnbar, aber nicht wöhnlich nennen.“
Vor den Toren der Stadt strahlt Palladios „Villa Rotonda“, sie ist längst eine
Ikone der Weltarchitektur. Vicenza ist aber auch mit Meisterwerken der Malerei
z. B. von Giovanni Bellini und Paolo Veronese sowie mit Tiepolos herrlichen
Fresken in der Villa Valmarana ai Nani gesegnet.
Einst schätzten die Adeligen und Mächtigen – ein wenig abseits ihres
Machtzentrums Venedig – die Region des heutigen Venetiens für ihre Sommeraufenthalte. Sie beauftragten daher Architekten wie Palladio und Maler
wie Tiepolo ihre „Landhäuser“ prächtig auszustatten – und prägten so eine
über Jahrhunderte in ganz Europa und Amerika nachwirkende Villenkultur.
Daneben gab es vor und neben Venedigs Herrschaft auf der „terra ferma“
bereits berühmte Städte wie Padua oder Vicenza, aber auch Kleinstädte wie
Arqua Petrarca, Castelfranco oder Monselice, die Besuche lohnen.
Herzliche Einladung, mit Dr. Andreas Thiel den Spuren des venezianischen
Adels und Johann Wolfgang von Goethes durch eine der kulturell reichsten
Regionen Italiens zu folgen.
Programm
Sonntag, 3. September 2017
„Heute Abend hätte ich können in Italien sein …“
Flug mit Eurowings von Köln/Bonn (11.20 Uhr) nach Verona (12.45 Uhr).
Auf dem Weg zum Hotel Villa Tacchi liegt in den Hügeln des Weinanbaugebietes Soave die Villa Cordellina Lombardi bei Montecchio Maggiore – ein
Hauptwerk von Giorgio Massari – mit bedeutenden Fresken Tiepolos.
Montag, 4. September 2017
„Ich ging auf der Kante des amphitheatralischen Kraters …“
Verona kann seine römische Vergangenheit nicht leugnen: Die Arena genießt
Weltruhm, die Triumphbögen, Brücken und Stadttore sind edel gestaltet.
Mächtige romanische Kirchen schmücken die Stadt, allen voran der Dom
mit seinem herrlichen Baptisterium und die Basilika San Zeno Maggiore mit
ihrem bedeutenden Bronzeportal und dem Hauptaltar von Mantegna. Auch
an gotischen Burgen und Palästen sowie feinster Renaissancearchitektur
rund um die Piazza delle Erbe macht sich hier deutsche Italiensehnsucht fest.
Dienstag, 5. September 2017
„So verweil ich auch gern in der Kirche …“
Nach Einführungsvorträgen am Vormittag Fahrt ins nahe Padua, auch berühmt
durch den Heiligen Antonius. „Seine“ Kirche ist die gotisch-venezianische,
mit Fresken reich ausgestattete Basilika del Santo. Hier schuf Donatello den
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Leistungen
ƒƒ Flug mit Eurowings von Köln/
Bonn nach Verona sowie zurück
inkl. Steuern sowie Gebühren
u. a. für ein Gepäckstück bis
23 kg, das aufgegeben wird
(Fluggesellschaft und -zeiten
vorbehaltlich möglicher Änderungen; andere Flughäfen auf
Anfrage und ggf. gegen Aufpreis);
ƒƒ 7 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/
WC im Hotel Villa Tacchi;
ƒƒ Frühstücksbuffet im Hotelrestaurant;
ƒƒ Kaffeepause am 5.9.2017;
ƒƒ Mittagsimbiss im Hotel am
5.9.2017 im Hotelrestaurant;
ƒƒ Drei-Gänge-Abendmenü im Hotelrestaurant an allen Tagen;
ƒƒ Führungen, Besichtigungen, Eintritte und Gebühren laut
Programm;
ƒƒ Bereitstellung eines Funk-Kopfhörersystems;
ƒƒ Transfers und Ausflüge mit einem Reisebus laut Programm;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg ab/bis
Köln/Bonn;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
Donnerstag, 7. September 2017
„So entwickelte sich die Kunst nach der barbarischen Zeit“
Von der altehrwürdigen Universität von Padua führt der Weg zum riesigen
Stadtpalast mit seinen Marktplätzen, zum berühmten Caffè Pedrocchi und
vor allem zur Kapelle an der römischen Arena, die Giotto um 1305 ausmalte:
Die 39 Fresken der Heilsgeschichte markieren – einhundert Jahre vor der
Renaissance – den Beginn einer neuen Epoche der Malerei. In der nahen
Chiesa degli Eremitani spiegeln selbst die Reste der Fresken, die einst Andrea
Mantegna schuf, seine visionäre Kraft wider.
„Die Fahrt auf der Brenta ist anständig und angenehm …“
Ziel des Nachmittags ist die einstige Sommerfrische der Venezianer: die Villenlandschaft am Brenta-Kanal. Vor allem die grandios-imposante Villa Pisani
hat mit ihrem Garten schon den Charakter eines absolutistischen Schlosses.
Freitag, 8. September 2017
„Es lässt sich denken, dass Palladio auch diesmal an allen Orten und
Enden war.“
An den ersten Ausläufern der Alpen liegt Maser mit der Villa Barbaro, deren
Ruhm weniger die Architektur Palladios als die Innenausstattung von Paolo
Veronese begründet. Im nahen Asolo erheben sich vielleicht die meisten Villen
auf den Hügeln, eine perfekte Sommerfrische noch des Fin de Siècle. Die Villa
Emo präsentiert in besonders reiner Form Palladios Gedanken zur Gestalt
eines adeligen Hofgutes um die Mitte des 16. Jahrhunderts.
„Der venezianische Maler muss alles klarer und heiterer sehen als andere Menschen.“
Im nahen Castelfranco Veneto verwahrt die Domkirche ein Juwel der venezianischen Hochrenaissance: Giorgiones „Madonna von Castelfranco“. Sein
Geburtshaus neben der Kirche ist heute ein Museum.
Hotel
ƒƒ Das Hotel Villa Tacchi befindet sich in einer im 18. Jahrhundert im Palladio-Stil erbauten
Villa mit Hofgut und eigener Kapelle in einem weitläufigen Park,
rund 5 km von Vicenza, 25 km
von Padua und 50 km von Verona entfernt. Die Villa verfügt über
49 individuell eingerichtete Zimmer und einen Swimmingpool.
Das Restaurant bietet in den
alten Stallungen typisch italienische Küche.
Preis
1.558,00 €
pro Person im Doppelzimmer
Einzelzimmerzuschlag
161,00 €
Doppelzimmer zur Einzelnutzung
Teilnehmerzahl
min. 15 Personen, max. 28 Personen
Leitung und Vorträge
ƒƒ Dr. Andreas Thiel, Bad Soden
Kunsthistoriker und Archäologe
Vortragsthemen
ƒƒ Die Arenakapelle Giottos – ein
Meilenstein der Malerei
ƒƒ Donatellos Bronzen für
San Antonio zu Padua
ƒƒ Antiker Form sich nähernd –
Andrea Palladios Architektur
Samstag, 9. September 2017
„Der Po, ein freundlicher Fluss, zieht hier durch große Plainen.“
Auf der Fahrt zwischen den Hügeln Vicenzas und Paduas gen Süden reizt
es, dem kleinen Fratta Polesine einen Besuch abzustatten. Hier schuf Palladio mit der Villa Badoer ein weiteres, herrlich proportioniertes Meisterwerk.
„Heut abend setzt ich mich in einen Winkel und hatte meine stille Betrachtung.“
In den Euganeischen Hügeln liegt Arqua, der Alterssitz des Dichters Petrarca.
Sein Haus gilt als die erste Villa des Veneto. Später gönnten sich in der Nähe
auch Kirchenfürsten ihren Landsitz, so die Villa dei Vescovi aus dem frühen
16. Jahrhundert oder die phantasievolle Villa Duodo von Scamozzi mit einem
Pilgerweg „en miniature“ am Burgberg von Monselice.
Sonntag, 10. September 2017
„Kennst Du das Haus, auf Säulen ruht sein Dach“
Flug mit Eurowings von Verona (13.20 Uhr) nach Köln/Bonn (14.40 Uhr).
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
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23. bis 30. September 2017 (Sa.-Sa.)
Italien
Nördliches Latium
Etruskergräber, Papstburgen, Gärten des Adels
2000 Jahre älteren Etruskernekropolen und ist wohl doch nur die Caprice
eines humanistisch gebildeten Adeligen aus der Familie Orsini: schiefe Häuser, steinerne Dämonenkampfgruppen und Teufelsmasken bilden das skurrile
Inventar eines manieristischen Berggartens.
Dienstag, 26. September 2017
Im Spannungsfeld von Stadt und Papst
Fahrt über die Via Cassia zur Basilika Santo Sepolcro in Acquapendente
mit einer Krypta, die vielleicht die kraftvollste unter den Hallenkrypten der
Region ist. Später geht es weiter über Montefiascone mit der Kirche San Flaviano, einem architektonischen Juwel mit prachtvollen Kapitellen aus dem
12. Jahrhundert, nach Viterbo. Hier erschließt ein Spaziergang die Altstadt
mit Adelspalästen und dem Dom. Ziel einer kurzen Wanderung am späteren
Nachmittag ist die einsam gelegene Felsnekropole von Blera mit vielen hundert Grabkammern der Etrusker (wetterabhängig).
Mittwoch, 27. September 2017
Die rätselhafte Welt der Etrusker
Fahrt durch das verlassene und karge Hügelland in das reizvolle Landstädtchen Tarquinia mit bedeutenden mittelalterlichen Kirchen und einem lebendigen Stadtkern. Unbedingt lohnend ist auch ein Besuch des Nationalmuseums mit eindrucksvollen Zeugnissen aus der rätselhaften Welt der Etrusker.
Weltberühmt sind vor allem die einzigartigen, leuchtend bunt ausgemalten
Felsgräber Tarquinias. Sie gehören zu den seltenen Beispielen antiker Malerei. Die heiteren Szenen aus Tanz, Spiel und Festgelage begeistern noch
nach Jahrtausenden.
Nördlich von Rom, in der Region Latium, zeugen Gräberstraßen und wertvolle
Kunstschätze in Städten wie Viterbo, Tarquinia oder Cerveteri von der rätselhaften antiken Hochkultur der Etrusker. Auch erzählen in dieser reizvollen
Landschaft mittelalterliche Burgen von einstigen karolingischen, ottonischen
und salischen Königen, die über die Via Francigena zur Kaiserkrönung nach
Sankt Peter kamen. Eindrucksvolle Renaissance- und Barockvillen mit prachtvollen Gärten verweisen auf die Herkunft vieler Päpste aus latinischem Adel.
Auf eine Entdeckungsreise in die eher unbekannte Region nördlich von Rom
begleitet Sie der Kunsthistoriker und Archäologe Dr. Andreas Thiel.
Programm
Samstag, 23. September 2017
Auf ins Latium!
Flug mit Eurowings von Köln/Bonn (11.25 Uhr) nach Rom (13.20 Uhr)
und Fahrt nach Norden an den Bolsenasee, zum Holiday Hotel sul Lago di
Bolsena.
Sonntag, 24. September 2017
Gelegenheit zum Besuch eines katholischen Gottesdienstes.
Vom Wunder zu Bolsena und dem Traum eines Kardinals
Ein Spaziergang führt in die Altstadt von Bolsena mit den Katakomben und
der Kirche Santa Cristina, dem Ort eines Eucharistischen Wunders. Später
geht es hinauf in die mittelalterliche Oberstadt bis zur Burg. Erstes Ziel des
Nachmittags ist die Villa Lante von Bagnaia, die einen der schönsten Gärten
der italienischen Renaissance bietet. Über die Wallfahrtskirche Madonna
della Quercia und das antike Theater von Ferento geht es zurück an den
Lago di Bolsena.
Montag, 25. September 2017
Von Höllenrachen und Himmelsglanz
Die auf einem Tafelberg liegende Stadt Orvieto begeistert mit großer Kunst
und urbanem Flair. Zuerst beeindrucken der Dom, ein Meisterwerk italienischer Gotik, sowie das „Jüngste Gericht“ (Renaissancefresken, 1499-1504).
Der Sacro Bosco di Bomarzo ist fast so geheimnisumwittert wie die um rund
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Leistungen
ƒƒ Flug mit Eurowings von Köln/
Bonn nach Rom sowie zurück
inkl. Steuern und Gebühren u. a.
für ein Gepäckstück bis 23 kg,
das aufgegeben wird (Fluggesellschaft und -zeiten vorbehaltlich
möglicher Änderungen; andere
Flughäfen auf Anfrage und ggf.
gegen Aufpreis);
ƒƒ 7 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/
WC im Holiday Hotel sul Lago di
Bolsena;
ƒƒ Frühstücksbuffet im Hotelrestaurant;
ƒƒ Drei-Gänge-Abendmenü im Hotelrestaurant inkl. Tischgetränken
an allen Tagen;
ƒƒ Mittagessen am 28.9.2017;
ƒƒ Fischmenü am 29.9.2017;
ƒƒ Bereitstellung eines Funk-Kopfhörer-Systems;
ƒƒ Schifffahrt auf dem Lago di
Bolsena am 29.9.2017;
ƒƒ Führungen, Besichtigungen,
Eintritte und Gebühren laut
Programm;
ƒƒ Transfers und Ausflüge mit einem Reisebus laut Programm;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg ab/bis Köln/
Bonn;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
Hotel
ƒƒ Das familiär geführte Holiday
Hotel sul Lago di Bolsena
befindet sich in ruhiger Lage
direkt an der östlichen Uferpromenade des Bolsena-Sees. Es
verfügt über einen kleinen Park
mit Swimmingpool und bietet
landestypische Küche.
Preis
1.448,00 €
pro Person im Doppelzimmer
Einzelzimmerzuschlag
196,00 €
Doppelzimmer zur Einzelnutzung
Teilnehmerzahl
min. 15 Personen
max. 28 Personen
Leitung
ƒƒ Dr. Andreas Thiel, Bad Soden
Kunsthistoriker und Archäologe
Donnerstag, 28. September 2017
Zum Ruhme der Kaiser und Päpste
Weit mächtiger als die verspielte Villa Lante von Bagnaia thront der Palazzo Farnese von Caprarola am Berghang des Lago di Vico. Sein fünfeckiger
Baukörper steigt festungsgleich auf und umschließt neben einem runden
Innenhof manieristisch ausgemalte Festräume. Und nicht zu vergessen: der
zierliche „Giardino all’italiana“ mit Skulpturen aus der Werkstatt von Vater
Bernini. Der nachmittägliche Spaziergang durch Civita Castellana führt zum
Dom, dessen Mosaikfassade ein römischer Cosmatenmeister ausschmückte, in eine reizvolle Schlucht und hinab zur romanischen Kirche von Castel
Sant’Elia, einer franziskanischen Klosterlandschaft.
Freitag, 29. September 2017
Der Lago di Bolsena
Bei Tuscania stehen in den Überresten einer mittelalterlichen Bischofsburg
die romanischen Kirchen Santa Maria und San Pietro (11. Jahrhundert) mit
wundervollen Fensterrosen, Fresken und einer eleganten Hallenkrypta. Nach
gemeinsamem Mittagessen in einem Fischrestaurant geht es nach Capodimonte, Stammburg der Familie Farnese am Lago di Bolsena. Der Burg vorgelagert, befindet sich die Insel Martana der gotischen Königin Amalasuntha.
Eine Schifffahrt von Capodimonte über den See zurück nach Bolsena rundet
den Tag ab (wetterabhängig).
Samstag, 30. September 2017
Abschied vom Latium
Fahrt zum Flughafen Rom und Flug mit Eurowings (14.00 Uhr) nach Köln/
Bonn (16.00 Uhr).
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
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14. bis 21. Oktober 2017 (Sa.-Sa.)
Italien
Dort, wo die Zitronen blühen
Capri und die Amalfitana
Tiberius ließen sich auf der kleinen Insel zahlreiche Luxusvillen bauen. Von
der Villa Jovis aus regierte Kaiser Tiberius sogar für zehn Jahre das gesamte
Römische Reich (Gehzeit rund 2 Std.). Nach der (Wieder-)Entdeckung der
„Blauen Grotte“ begann der Tourismus: Zahlreiche Schriftsteller und Künstler
zog es nun bei ihrer Bildungsreise durch Italien auch auf diese Fischerinsel.
Der eine oder andere verliebte sich sogleich in sie und blieb länger als gedacht, wie ein Spaziergang zeigt.
Montag, 16. Oktober 2017
Anacapri: Die Villa San Michele und der Monte Solaro
Eine der prachtvollsten Insel-Villen erbaute 1896 der schwedische Arzt Axel
Munthe – und erfüllte sich mit ihr einen Traum. Wer heute die Villa inmitten
eines prachtvollen Gartens in exponierter Lage in Anacapri besucht, versteht
dies sofort. Ganz in der Nähe führt ein Sessellift auf die höchste Erhebung
der Insel, den 589 m hohen Monte Solaro. Von oben bietet sich bei klarem
Wetter ein wunderbarer Blick über die gesamte Insel, den Golf von Neapel
bis zu den Nachbarinseln Ischia und Procida, zum Vesuv und zur Sorrentinischen Halbinsel. Wandernd geht es auf schmalen Pfaden nach Anacapri
oder – wer es bequemer möchte – mit dem Sessellift (Gehzeit ca. 2,5 Std.).
Dienstag, 17. Oktober 2017
Inselrundfahrt zur „Blauen Grotte“
Vorbei an mediterranen Gärten mit exotischen Pflanzen und landwirtschaftlich
genutzten Flächen führt der Weg zum Porto turistico di Capri. Hier beginnt
eine Inselrundfahrt (ca. 2 Std.), die wunderbare Blicke auf die Felseninsel
mit ihren kleinen Buchten, mit Höhlen und den berühmten Faraglioni-Felsen
bietet. Die Besichtigung der „Blauen Grotte“ ist mit der leuchtenden kobaltblauen Farbe des Meerwassers auch heute noch, wie vor fast 200 Jahren,
Naturerlebnis und heute Touristenattraktion der ganz besonderen Art! Nur
wer den Mut hat, in ein kleines Boot umzusteigen, wird in die „Blaue Grotte“
hineinfahren können. Es bleibt Zeit zum Lesen, zum Schwimmen …
Nicht Goethe, sondern der deutsche Dichter und Künstler August Kopisch,
löste mit der (Wieder-)Entdeckung der „Blauen Grotte“ im Jahr 1826 den
Tourismus auf der Insel aus. Fasziniert vom Charme der Insel hört er von
der geheimnisvollen Grotte und schwimmt mit seinem Freund Ernst Fries
in diese hinein. Überwältigt von dem besonderen blauen Licht der Grotte,
das er nuancenreich in einer Abenteuergeschichte beschreibt, prägt er
maßgeblich den „Mythos Capri“.
Heute ist die unvergleichliche Insel ein Touristenmagnet. Wenn am Abend
die Tagesbesucher wieder auf dem Festland sind, entfaltet Capri eine ganz
besondere Stimmung. Dies erfuhr Annette Brünger bei vielen Aufenthalten.
Daher freuen wir uns sehr, Ihnen mit ihr die Möglichkeit zu eröffnen, die Insel
als „Bewohner auf Zeit“ kennenzulernen. Sie wohnen in einem kleinen familiengeführten Hotel nahe der berühmten Piazzetta und erkunden wandernd
die Insel. Sie erleben die duftende Vegetation, genießen das tiefe Blau des
Meeres, blicken natürlich in die „Blaue Grotte“, folgen Spuren von Literaten
und Künstlern, können im Meer schwimmen ...
Doch unvollständig wäre eine Reise in diese Sehnsuchtsregion im Golf von
Neapel, wenn ein Besuch an der Amalfitanischen Küste fehlen würde. Daher
setzt ein Aufenthalt in Amalfi mit Ausflügen nach Positano und Ravello den
Schlussakkord dieser Ferienakademie.
Programm
Samstag, 14. Oktober 2017
Flug mit Eurowings von Köln/Bonn (10.20 Uhr) nach Neapel (12.25 Uhr),
Empfang durch Annette Brünger, Fahrt mit dem Reisebus zum Hafen von
Neapel und mit dem Schiff nach Capri.
Benvenuto a Capri!
Ein erster Spaziergang führt durch Gassen des kleinen Städtchens zu atemberaubenden Aussichtspunkten. Selbstverständlich darf ein Aperitif auf der
Piazzetta, im „Wohnzimmer“ Capris, nicht fehlen.
Sonntag, 15. Oktober 2017
Berühmtheiten der Insel
Vielerorts gibt es Spuren der Antike auf Capri, denn die Kaiser Augustus und
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Leistungen
ƒƒ Flug mit Eurowings von Köln/
Bonn nach Neapel sowie zurück
inkl. Steuern und Gebühren u. a.
für ein Gepäckstück bis 23 kg,
das aufgegeben wird (Fluggesellschaft und -zeiten vorbehaltlich
möglicher Änderungen; andere
Flughäfen auf Anfrage und ggf.
gegen Aufpreis);
ƒƒ 4 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/
WC im Hotel Villa Sanfelice
auf Capri;
ƒƒ 3 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/
WC im Hotel Residence in
Amalfi;
ƒƒ Frühstücksbuffet in den Hotelrestaurants;
ƒƒ Drei-Gänge-Abendmenü an allen
Tagen in verschiedenen Restaurants;
ƒƒ Führungen, Besichtigungen,
Eintritte und Gebühren;
ƒƒ Transfers mit einem Reisebus
vom/zum Flughafen Neapel am
14. und 21.10.2017;
ƒƒ Fahrten mit einem Reisebus am
16., 19. und 20.10.2017;
ƒƒ Schifffahrten am 14., 17., 18.
und 20.10.2017;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg ab/bis
Neapel;
Mittwoch, 18. Oktober 2017
Arrivederci Capri! Benvenuti Amalfi!
Heute gilt es Abschied zu nehmen von Capri. Die rund 90-minütige Schifffahrt
nach Amalfi bietet auch schöne Blicke auf die Sorrentinische Halbinsel mit
ihren steilen, oft terrassierten Hängen, auf Orte wie Positano, Praiano und
Amalfi. In Amalfi gilt sowohl dem Dom, der dem Apostel Andreas geweiht ist,
als auch einer Papiermühle das Interesse. Denn Amalfi war die erste Stadt in
Italien, in der schon im 13. Jahrhundert Büttenpapier hergestellt wurde. Bis
heute bezieht übrigens der Vatikan das Büttenpapier aus Amalfi.
Donnerstag, 19. Oktober 2017
Wanderung im Mühlental und Spaziergang in Ravello
Eine Wanderung (3 Std., Höhenunterschied 260 m) startet in Pontone und
führt in das tief eingeschnittene Mühlental bis zum beeindruckenden Naturschutzgebiet „Valle delle Ferriere“ mit Wasserfällen, tropischem Mikroklima
und seltenen Pflanzen. Nach gemeinsamem Mittagessen mit regionalen
Produkten aus biologischem Anbau in einem Agriturismo und dem Besuch
des dazugehörenden Zitronenhains führt abends ein Spaziergang durch das
reizvolle Ravello mit dem Dom und der Villa Cimbrone mit ihren Gärten, die
gleich Balkonen über dem Meer zu schweben scheinen.
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
Hotels
ƒƒ Capri: Das Hotel Villa
Sanfelice liegt mit 36 Zimmern nur wenige Minuten von
der berühmten „Piazzetta” entfernt. Es blickt auf eine interessante Geschichte zurück und befindet sich mit einem Außenpool
in einer Gartenanlage. (4 Übernachtungen)
ƒƒ Amalfi: Das zwischen Meer
und Dom gelegene Hotel
Residence verfügt über
27 Zimmer. (3 Übernachtungen)
Preis
1.756,00 €
pro Person im Doppelzimmer
Einzelzimmerzuschlag
274,00 €
Doppelzimmer zur Einzelnutzung
Teilnehmerzahl
min. 12 Personen
max. 20 Personen
Leitung
ƒƒ Annette Brünger, Neapel
Geographin und Mathematikerin,
lizenzierte Reiseleiterin für Kampanien, lebt seit 20 Jahren mit
ihrer Familie in Neapel
Spaziergang am 16.10.2017
ƒƒ Dr. Stefanie Sonnentag, Capri
Autorin des Buches „Spaziergänge durch das literarische Capri
und Neapel“, freie Korrespondentin in Neapel und Capri
Freitag, 20. Oktober 2017
Auf dem „Götterweg“ nach Positano
Entlang des berühmten „Götterweges“ – einer der wohl bekanntesten Wanderwege an der Amalfi-Küste – geht die Wanderung auf einem alten Maultierpfad
nach Positano und verspricht herrliche Aussichten über die Steilküsten der
Amalfitana, auf die Sorrentinische Halbinsel und die Insel Capri (3 Std., Höhenunterschied 640 m, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich). In
Positano, dem mondänsten Küstenort der Amalfitana, bleibt Zeit zum Schauen
und Verweilen bevor das Linienschiff wieder gen Amalfi startet. (Wer nicht
mitwandern möchte, fährt mit dem Schiff nach Positano.)
Samstag, 21. Oktober 2017
Über die Bergkette der Sorrentinischen Halbinsel fährt der Reisebus nach
Neapel. Von dort Flug mit Eurowings (13.05 Uhr) nach Köln/Bonn (15.15 Uhr).
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
99
28. Oktober bis 4. November 2017 (Sa.-Sa.)/Herbstferien NRW
Italien
Schätze der Toskana
Siena, San Gimignano, Montepulciano
Montag, 30. Oktober 2017
Benediktinische Einsamkeit
Schon weit im Süden der Toskana liegt in einem kleinen Tal einsam die Abtei
Sant‘Antimo, die der Überlieferung nach auf Karl den Großen zurückgeht. Der
jetzige Bau wurde – inspiriert durch den zisterziensischen Baustil – errichtet
und gilt als eines der besterhaltenen Beispiele romanischer Kirchenbaukunst
in Italien. Das Kloster von Monte Oliveto Maggiore wartet mit einem Renaissance-Freskenzyklus zum Leben des Heiligen Benedikt im Kreuzgang auf.
Dienstag, 31. Oktober 2017
Gotisch, prächtig: Siena
Sienas einstige Stadtväter – angestachelt vom Wettstreit mit dem reichen und
mächtigen Florenz – gründeten auf einem der Hügel in Siena einen Dom,
dessen schwarz-weiße Steinschichtung höchst reizvoll, dessen Skulpturenschmuck durch Bildhauer aus Pisa hochbedeutend und dessen Innenausstattung einmalig ist. Nicht zufrieden mit dem Erreichten, versuchten sie später,
den Dom in seiner Größe zu verdreifachen – und blieben mitten im Bauen
stecken. Unter den weiten Arkadenbögen ohne Gewölbe finden sich heute
im Museo dell‘Opera del Duomo sowohl die Fenster des Domes als auch die
berühmte Madonna, die Duccio di Buoninsegna für die Kathedrale malte.
Eingebettet in die Landschaft der südlichen Toskana mit romantisch wirkenden Hügeln, mit fruchtbaren Ebenen und Weinfeldern, liegen Städte wie das
mittelalterliche San Gimignano mit den charakteristischen, hoch aufragenden
Geschlechtertürmen, wie Pienza - Paradebeispiel einer Renaissance-Planstadt
in der Zeit des Humanismus - und nicht zuletzt Siena: die prächtige gotische
Stadt und ewige Rivalin von Florenz.
Diese so reiche Kulturlandschaft prägten einst auch wohlhabende, einflussreiche Ordensgemeinschaften wie die Klöster Sant‘Antimo oder Monte Oliveto
Maggiore. Auch sie profitierten von der Via Francigena, die zum wichtigsten
Verkehrsweg dieser Region wurde: Auf dem Weg in die Ewige Stadt durchquerten die Pilger ebenso diese Region wie deutsche Herrscher zu ihrer Krönung.
Ein schöner Ausgangspunkt für diese kunsthistorischen Entdeckungen mit Dr.
Andreas Thiel ist das Hotel Garden vor den Toren von Siena.
Programm
Samstag, 28. Oktober 2017
Benvenuti a Siena
Flug nach Florenz und Fahrt mit dem Reisebus zum Hotel Garden nach
Siena.
Sonntag, 29. Oktober 2017
Gelegenheit zum Besuch eines katholischen Gottesdienstes.
Die Zentren der Macht und der Barmherzigkeit
Die gesamte Altstadt Sienas ist UNESCO-Weltkulturerbe: ein geschlossenes,
einheitlich gotisches Ensemble aus Palästen, Handelshäusern, Kirchen und
Klöstern rund um den Dom und die Piazza del Campo, das profane Machtzentrum der Stadt. Im Palazzo Pubblico beeindrucken die berühmten Fresken,
die Kennzeichen einer guten und schlechten Regierung thematisieren. Sie
sind einmalige, unverwechselbare Zeugen städtischen Stolzes. Ein weiterer
Höhepunkt ist der Besuch der Museen im Domhospital mit archäologischen,
stadthistorischen und kunstgeschichtlichen Zeugnissen und Werken aller
Gattungen: von etruskischen Urnen über einen prächtigen Brunnen der Frührenaissance zu einem Freskenzyklus, der die sozialen Dienste im ehemaligen
Hospital verherrlicht.
100
Leistungen
ƒƒ Flug nach Florenz sowie zurück
inkl. Steuern und Gebühren;
ƒƒ 7 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/
WC im Hotel Garden;
ƒƒ Frühstücksbuffet im Hotelrestaurant;
ƒƒ Drei-Gänge-Abendmenü im Hotelrestaurant an allen Tagen;
ƒƒ Wein-Degustation am 2.11.2017;
ƒƒ Führungen, Besichtigungen,
Eintritte und Gebühren laut Programm;
ƒƒ Bereitstellung eines Funk-Kopfhörersystems;
ƒƒ Fahrten mit einem Reisebus
vom/zum Flughafen Florenz;
ƒƒ Ausflüge mit einem Reisebus am
30.10., 2. und 3.11.2017;
ƒƒ Fahrkarten zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel in Siena am
29., 31.10. und 1.11.2017;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg unter Mitwirkung einer örtlichen deutschsprachigen lizenzierten Fachkraft;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
Mittwoch, 1. November 2017 (Allerheiligen)
Gelegenheit zum Besuch eines katholischen Gottesdienstes.
Sienas Schatzkammern
Der Dom und das Rathaus sind Sienas herausragende Schätze. Jedoch hat
die Stadt noch weitere bedeutende Kunst zu bieten: Beim Dominikanerkloster findet sich die in der Renaissance ausgestattete Kapelle der Heiligen
Katharina von Siena. In einem alten Palast ist in der Pinacoteca Nazionale
der Glanz der spätromanischen, vor allem aber der gotischen Malerei eines
Duccio, Martini oder Lorenzetti zu bewundern. Am Nachmittag bleibt Zeit für
eigene Erkundungen sowie für einen Kaffee und ein Stück Panforte di Siena
in der wundervollen Altstadt.
Donnerstag, 2. November 2017
Geschlechtertürme und guter Wein: San Gimignano
Nicht nur weitläufige Weinterrassen und pinienbesetzte Hügel prägen die
Landschaft der Toskana, sondern auch die typischen mittelalterlichen Geschlechtertürme mancher Stadt. Besonders gilt dies für San Gimignano
(UNESCO-Welterbe). Die gut erhaltene mittelalterliche Stadt mit der Piazza
del Duomo, dem wunderbaren Freskenzyklus des Domes, mit der Malteserkirche San Francesco oder der Collegiata Santa Maria Assunta spiegelt die
Glaubenswelt und den einstigen Reichtum der Herrscher wider. Sant‘Agostino
zeigt, in märchenhafter Frührenaissance ausgestaltet, einen Bildzyklus zum
Leben des Heiligen Augustinus. Abschließend wird es nicht versäumt, den
lokalen Wein zu kosten.
Hotel
ƒƒ Das Hotel Garden (116 Zimmer, Swimmingpool) liegt vor
den Toren Sienas in einem ruhigen Garten auf einem Hügel. Von
der Terrasse bietet sich ein schöner Blick auf die Stadtsilhouette.
Das Haupthaus (Rezeption, Bar,
Terrasse) ist eine alte Villa aus
dem 18. Jahrhundert.
Preis
ca. 1.699,00 €/Person im Doppelzimmer
Nähere Angaben entnehmen Sie
bitte dem Einzelprogramm.
Einzelzimmerzuschlag
499,00 €
Doppelzimmer zur Einzelnutzung
Teilnehmerzahl
min. 15 Personen, max. 28 Personen
Leitung
ƒƒ Dr. Andreas Thiel, Bad Soden
Kunsthistoriker und Archäologe
Hinweise
ƒƒ Teils längere Spaziergänge durch
die mittelalterlichen, oft am Berg
gelegenen Städte führen zu den
Sehenswürdigkeiten.
ƒƒ Die Nutzung des öffentlichen
Nahverkehrs ist vorgesehen.
Freitag, 3. November 2017
Città ideale: Pienza
In Siena war es nicht die Familie Medici, die vermögend und einflussreich das
Geschehen prägte, sondern die Familie Piccolomini; aus ihr stammten Papst
Pius II. (1405-64) sowie Papst Pius III. (1439-1503). Papst Pius II. verwandelte seinen Heimatort in ein städtebauliches Kunstwerk: Bernardo Rosselino,
einer der besten Florentiner Baumeister, erhielt 1459 den Auftrag, diesen
päpstlichen Traum nach den Plänen des bedeutenden Renaissancearchitekten Leon Battista Alberti zu realisieren. Auch wenn nur das Zentrum und der
Hauptplatz nach diesen Vorstellungen gebaut wurden, spiegelt Pienza doch
Pracht und Macht sowie das Bewusstsein jener Zeit wider: der Mensch als
Maß aller Dinge, die Stadt als Haus für die Bewohner, die Piazza als Audienzsaal. In Montepulciano sind Fassaden von Palästen mit etruskischen Reliefs
ausgestattet. Bemerkenswert sind auch ein herrlicher Altar in der Stadtkirche und die Kirche San Biagio, die von den Baumeistern der Bauhütte von
Sankt Peter in den Formen der römischen Hochrenaissance errichtet wurde.
Samstag, 4. November 2017
Arrivederci Toscana
Fahrt mit dem Reisebus nach Florenz und Rückflug.
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
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27. November bis 4. Dezember 2017 (Mo.-Mo.)
Italien
Jenseits von San Marco
Venedigs versteckte Schönheiten
Mittwoch, 29. November 2017
Zwischen Byzanz und Moderne
Der Besuch der Staatskirche des Evangelisten Markus führt ins mosaikenreiche Innere des byzantinisch-romanischen Gebäudes, an den Hochaltar
mit der Pala d’Oro, in die Schatzkammer und in das auf den Emporen neu
eingerichtete Museo Marciano. In scharfem Kontrast zu den Mosaiken stehen
die Exponate im Peggy Guggenheim Museum (Klassische Moderne) oder in
der Punta della Dogana (Museum für Gegenwartskunst).
abends (Lesung)
Weitere Auszüge aus Thomas Manns „Tod in Venedig“.
Donnerstag, 30. November 2017
Jenseits des Rialto
An romanischen, gotischen und barocken Palästen des Canal Grande vorbei
geht es zum morgendlichen Fischmarkt am Rialto und weiter ins venezianische Ghetto, einst „Wirkungskreis“ des Shylock (Besuch des Jüdischen
Museums und mehrerer Synagogen). Nachmittags Besuch der Sammlung
venezianischer Malerei in der Accademia: von ihren byzantinisierenden Anfängen (Paolo Veneziano) über das Goldene Zeitalter (Giorgione, Carpaccio,
Bellini) bis zu ihrem Höhepunkt (Tizian, Veronese, Tintoretto).
Weil prachtvolle Architektur, grandiose Malerei und glanzvolle Mosaike in
Venedig faszinieren, bleibt bei einem ersten Besuch der Lagunenstadt für
versteckte Schönheiten meist (zu) wenig Zeit. Daher führt Dr. Andreas Thiel
in der Vorweihnachtszeit zu eher selten besuchten Orten Venedigs und setzt
neue Akzente beim Besuch bekannter Denkmäler. Bei Spaziergängen durch
die verschiedenen Stadtviertel der Lagunenstadt und bei Ausflügen auf einsame Klosterinseln entdecken Sie Venedigs versteckte Schätze. Abendliche
Lesungen ergänzen das Programm.
Programm
Montag, 27. November 2017
Die Seerepublik Venedig
Flug nach Venedig und Transfer mit dem Taxiboot zum Hotel Violino d’Oros
am Rio di San Moisè. Nachmittags Aufbruch zu den Zeugnissen der 1 000-jährigen Seerepublik: zum Palast des Dogen (Außenbesichtigung) mit den Gefängnissen, zur Münze sowie zu den Prokuratien mit dem Museo Correr und
der Biblioteca Nazionale Marciana.
abends (Lesung)
Auszüge aus Goethes „Italienischer Reise“.
Dienstag, 28. November 2017
Die großen Schulen
Besuch der Kirche San Sebastiano, die von Veronese reich mit Gemälden ausgestattet wurde, sowie Spaziergang durch das Studentenviertel zu den Scuole
Grandi dei Carmini (Deckenmalerei von Tiepolo) und di San Rocco (Gemäldezyklus von Tintoretto). Nach einem Blick auf die Fassade der Scuola Grande
di San Giovanni Evangelista beeindrucken an der schmalsten Stelle des Canal
Grande Paläste und Handelshäuser. In engen Gassen öffnen sich schlichte
Türen in weite Kirchenräume, Hinterhöfe bergen bizarre Treppentürme: ein
Kompendium venezianischer Architektur von der Romanik bis zum Barock.
abends (Lesung)
Auszüge aus Thomas Manns „Tod in Venedig“.
102
Leistungen
ƒƒ Flug nach Venedig sowie zurück
inkl. Steuern und Gebühren u. a.
für ein Gepäckstück bis 23 kg,
das aufgegeben;
ƒƒ 7 Übernachtungen im Doppelzimmer im Hotel Violino
d’Oros;
ƒƒ Frühstücksbuffet im Hotelrestaurant;
ƒƒ Drei-Gänge-Abendmenü inkl.
Tischgetränken in einem örtlichen Restaurant an allen Tagen;
ƒƒ Lesungen, Führungen, Besichtigungen, Eintritte und Gebühren
laut Programm;
ƒƒ Bereitstellung eines Funk-Kopfhörersystems;
ƒƒ Privatboottransfer vom und zum
Flughafen Venedig;
ƒƒ Wochenkarte für die Nutzung der
Linienboote;
ƒƒ Stadtsteuer;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg unter Mitwirkung einer örtlichen deutschsprachigen lizenzierten Fachkraft;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
Freitag, 1. Dezember 2017
Zwischen Orient und Okzident
Den Auftakt macht ein Spaziergang zur Kirche San Zaccaria mit ihrer besonderen Architektur zwischen Gotik und Renaissance sowie Meisterwerken
venezianischer Malerei. Nicht weit entfernt birgt San Giorgio dei Greci eine bedeutende Sammlung griechischer und venezianischer Ikonen. Ganz versteckt
liegt die Scuola di San Giorgio degli Schiavoni (Bilderzyklus von Carpaccio).
Nachmittags führt dann ein Spaziergang vom Arsenal durch das volkstümliche Viertel zur Dogenkirche Santi Giovanni e Paolo (Grabmäler, Altäre) und
zum kleinen Renaissance-Juwel Santa Maria dei Miracoli.
abends (Lesung)
Auszüge aus Casanovas „Meine Flucht aus den Bleikammern“.
Hotel
ƒƒ Das Hotel Violino d’Oros befindet sich nur wenige Schritte vom
Markusplatz entfernt in einem
historischen Gebäude aus dem
18. Jahrhundert, das unter Denkmalschutzauflagen umgestaltet
wurde. Der Blick auf den Rio di
San Moisè sowie die Inneneinrichtung bieten venezianisches
Flair.
Preis
ca. 1.718,00 €
pro Person im Doppelzimmer
Nähere Angaben entnehmen Sie
bitte dem Einzelprogramm, das im
Frühjahr erscheint.
Einzelzimmerzuschlag
315,00 €
Doppelzimmer zur Einzelnutzung
Teilnehmerzahl
min. 15 Personen
max. 28 Personen
Leitung
ƒƒ Dr. Andreas Thiel, Bad Soden
Kunsthistoriker und Archäologe
Samstag, 2. Dezember 2017
Lagunenmelancholie
Vorbei an San Salvatore und der Jesuitenkirche (Gemälde von Tizian) geht es
zu den neuen Fundamenten. Von dort legen die Boote nach San Michele ab,
der stimmungsvollen Friedhofsinsel Venedigs. Ein Rundgang unter Zypressen
erschließt die ältesten Teile der Anlage. Am Nachmittag Fahrt mit dem Vaporetto über die offene Lagune zur Klosterinsel von San Lazzaro degli Armeni
(Sammlung, Bibliothek, Gedenkstätte für Lord Byron).
Sonntag, 3. Dezember 2017
Gelegenheit zum Besuch eines katholischen Gottesdienstes.
Von Dogenglanz und Adelsmacht
Mittags führt der Spaziergang durch die Künstlerviertel von Dorsoduro zur
Ca’ Rezzonico, wo mit den Deckenfresken von Tiepolo das heitere Rokoko
den staunenden Besucher empfängt. Nach einer Bootsfahrt über den Bacino San Marco zu Palladios Kirchen San Giorgio Maggiore und Il Redentore
bleibt am Nachmittag Zeit für eigene Erkundungen in den Gassen der einzigartigen Stadt.
Montag, 4. Dezember 2017
Arrivederci Venezia!
Bootsfahrt vom Canal Grande zum Flughafen von Venedig und Rückflug.
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
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24. September bis 1. Oktober 2017 (So.-So.)
Kroatien
Fern vom Lärm der Welt
Wandern auf den Inseln Lošinj und Cres
Pracht, venezianischen Altären und Gemälden auch vom Reichtum erfolgreicher Einwohner. Nach jahrelanger „Tournee“ durch verschiedene Museen
Europas zeigt das 2016 eröffnete „Museum des Apoxyomenos“ nun dauerhaft
die 2 m große antike Bronzestatue, die 1999 vor der Insel Lošinj im Meer
gefunden wurde. In aufwendig renovierten Räumen wird die Entdeckung,
Bergung und Restaurierung dieses einzigartigen Fundes präsentiert. (leichte
Küstenwanderung auf festen Wegen, Gehzeit 2-3 Std.)
Mittwoch, 27. September 2017
Televrin, der Berg des Heiligen Gaudentius, Bischof von Osor
Eine Wanderung (Gehzeit ca. 3 Std.) führt über kleine, sehr steinige Pfade
durch Olivenhaine, vorbei an duftenden Salbei- und Thymianpflanzen, unter
schattenspendenden Kiefern, immergrünen Steineichen und Relikten eines
alten Hauwaldes zur Kapelle des Heiligen Mikul (Nikolaus) und auf den Televringipfel (589 m). Von hier aus bietet sich ein phantastischer Rundblick
über die Inselgruppe in der Adria, bei gutem Wetter sogar bis nach Istrien
und Italien. Über Wege mit eindrucksvollen Blicken auf Meeresbuchten und
die Gebirgslandschaft geht es zurück zum Hotel (Gehzeit ca. 2,5 Std.).
Donnerstag, 28. September 2017
Zur Wein- und Lößinsel Susak
Eine alte Klosterruine, ein Leuchtturm, nur im Sommer besuchte Strände
sowie das Unter- und Oberdorf sind Zeugnisse der Siedlungsgeschichte der
Insel Susak (Bootsfahrt, wetterabhängig). Die Kirche aus dem 11. Jahrhundert
ist dem Heiligen Nikolaus geweiht, der hier auch als Patron der Seefahrer
verehrt wird. Ein Glas des regionalen Rotweins und frisch gegrillter Fisch gehören neben einer leichten Wanderung (Gehzeit ca. 1,5 Std.) auf festen und
unbefestigten Wegen über Lößflächen zum besonderen Erlebnis des Tages.
Die grüne Insel Lošinj und die karge, dünn besiedelte Insel Cres blicken beide
auf eine bewegte Geschichte zurück. Alle Völker um das östliche Mittelmeer
waren hier: Illyrer, Römer, Slawen, Osmanen, Ungarn, Venezianer. Auch Franzosen, Österreicher und Italiener besiedelten die Inseln und hinterließen ihre
Spuren: Kirchen, Plätze, Gassen, Militärbauten, Fischerhäfen … „erzählen“
von dieser Zeit.
Entdecken Sie wandernd diese beiden kroatischen Inseln und tauchen Sie ein
in eine mediterrane Karstlandschaft, die von Ursprünglichkeit und ehemalig
bäuerlicher Hirtenkultur geprägt ist und die der moderne Tourismus bisher
noch wenig verändert hat.
Die Wanderungen führen zu unterschiedlichen Kultur- und Vegetationszonen
der Inseln. Ausgangspunkt ist das Hotel Televrin direkt am Fischerhafen
von Nerezine auf Lošinj.
Programm
Sonntag, 24. September 2017
Willkommen!
Flug mit Eurowings von Düsseldorf (9.25 Uhr) nach Rijeka (11.00 Uhr) und
Fahrt mit Bus und Fähre auf die Insel Lošinj zum Hotel Televrin.
Montag, 25. September 2017
Archäologie in Osor
Osor, einst dicht bevölkertes Zentrum der Inseln und im frühen Mittelalter
sogar Bischofssitz, wird nach einer Wanderung am Fuße des Televrins über
steinige Wege, vorbei an verwilderten Terrassenkulturen, Erdbeer- und Lorbeerbäumen, immergrünen Steineichen und Olivenbäumen, aufgegebenen
Weinbergen und verlassenen Gehöften erreicht (Gehzeit ca. 3 Std.).
Dienstag, 26. September 2017
Lošinj, ein österreichischer Kurort
Dank des milden und gesunden Klimas wurde die Insel in österreichischer
Epoche (19. Jahrhundert) als Kurort im Stil der „k. u. k. – Doppelmonarchie“
ausgebaut, wie ein Spaziergang durch Veli Lošinj und Mali Lošinj zeigt. Anziehend wirken die ehemaligen Villen der wohlhabenden Kapitäne und ihre
farbenprächtigen Gärten. Die Pfarrkirche in Veli Lošinj zeugt mit barocker
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Leistungen
ƒƒ Flug mit Eurowings von Düsseldorf nach Rijeka sowie zurück
inkl. Steuern und Gebühren u. a.
für ein Gepäckstück bis 23 kg,
das aufgegeben wird (Fluggesellschaft und -zeiten vorbehaltlich
möglicher Änderungen; andere
Flughäfen auf Anfrage und ggf.
gegen Aufpreis);
ƒƒ 7 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/
WC im Hotel Televrin;
ƒƒ Frühstücksbuffet im Hotelrestaurant;
ƒƒ Lunchpakete;
ƒƒ Drei-Gänge-Abendmenü im Hotelrestaurant an allen Tagen;
ƒƒ Führungen, Besichtigungen,
Eintritte und Gebühren laut Programm;
ƒƒ Transfers mit einem Kleinbus
laut Programm sowie mit der
Fähre vom Flughafen Rijeka zum
Hotel und zurück am Anreiseund Abreisetag;
ƒƒ Schifffahrt zur Insel Susak und
zurück am 28.9.2017;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg ab/bis
Rijeka;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
Freitag, 29. September 2017
Die Venezianer in Cres und Lubenice
Der Stadtkern von Cres vermittelt einen lebhaften Eindruck der venezianischen
Epoche. Die zahlreichen Kirchen und Kapellen sowie das Franziskanerkloster
mit der einzigartigen glagolitischen Bibelübersetzung (16. Jahrhundert) sind
Zeugnisse einer tiefen Frömmigkeit. Im gotischen Palazzo Arsan-Petris, dem
Geburtshaus des Naturwissenschaftlers und Philosophen Frane Petrić, ist
heute ein kleines Museum eingerichtet. Von Lubenice (380 m­), einer ehemals
befestigten ländlichen, über 3500 Jahre alten Siedlung in eindrucksvoller
Höhenlage mit weitem Blick über die Adria, startet eine leichte Wanderung
(Gehzeit ca. 1,5 Std.) nach Zbičina. Zurück geht’s mit dem Bus: zur Küste
über Valun, Drehort der Fernsehserie „Der Sonne entgegen“ (1984/85).
Samstag, 30. September 2017
Zu den Hirtenkapellen
Obwohl viele Dörfer in der Karstlandschaft auf der Insel Lošinj verlassen sind,
verweisen diese noch auf eine landwirtschaftliche Nutzung. Ungezählte, liebevoll gepflegte, aber auch verfallene Kapellen sind Zeugen eines tiefen Glaubens
der Bewohner. Ziele einer Wanderung über alte Wege und bewirtschaftete
Schafsweiden mit Gattern aus Wacholderstämmen sind Hirtenkapellen, Wasserstellen für Schafe, kleine Dolinen mit landwirtschaftlicher Nutzung und
kleine Weiler. Und immer wieder öffnet sich der Blick auf Meeresbuchten und
den Velebit („Großes Wesen“), einen Gebirgszug an der kroatischen Küstenregion (leichte Wanderung auf festen Wegen und teils schmalen Pfaden in
einer sanft geformten Kalklandschaft; Gehzeit ca. 4-5 Std.).
Hotel
ƒƒ Das Hotel Televrin, direkt am
kleinen Fischerhafen von Nerezine auf der Insel Lošinj gelegen,
verfügt über 16 Zimmer (z. T. mit
Balkon/Terrasse) und ein Restaurant mit Blick auf den Hafen und
rustikal-mediterraner Küche.
Preis
1.198,00 €
pro Person im Doppelzimmer
Einzelzimmerzuschlag
70,00 €
Teilnehmerzahl
min. 8 Personen, max. 20 Personen
Leitung
ƒƒ Martina Pütz, Nerezine/Köln
Gastgeberin im Hotel Televrin
Sie ist von Kindheit an durch ihre
Familie eng mit dem Ort Nerezine vertraut und mit den Inseln
Lošinj und Cres verbunden.
ƒƒ Alan Kucic, geboren in Mali
Lošinj
Als ausgebildeter Tourismusfachwirt sind seine Schwerpunkte
Kulturgeschichte sowie Wandermöglichkeiten auf den Inseln
Cres und Lošinj.
Hinweis
ƒƒ Die Wanderungen setzen eine
durchschnittliche Kondition voraus. Knöchelhohe Wanderschuhe, geeignete Wanderkleidung,
Teleskopstöcke und ein leichter
Rucksack sind sehr empfehlenswert. Die abwechslungsreichen,
aber unbefestigten Wege verlangen erhöhte Aufmerksamkeit
und Trittsicherheit. Zum Teil können die Strecken verkürzt gegangen werden. Wetterbedingt kann
eine Änderung der Wanderroute
erforderlich sein.
Sonntag, 1. Oktober 2017
Auf Wiedersehen!
Fahrt mit Bus und Fähre nach Rijeka sowie Flug mit Eurowings (11.35 Uhr)
nach Düsseldorf (13.15 Uhr).
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
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25. bis 28. Juli 2017 (Di.-Fr.)/Sommerferien NRW
Niederlande
Jenseits von Giebeln und Grachten
Moderne Architektur in den Niederlanden
Spektakuläre und experimentelle Neubauten prägen seit Jahren das Baugeschehen in den niederländischen Metropolen Amsterdam und Rotterdam
und geben diesen – jenseits von Giebelhäusern und Grachtenromantik – ein
neues Gesicht. Bereits seit 1900 lieferte die Architektur des Königreichs
entscheidende Beiträge zur Moderne. So sind Architekten wie Berlage, de
Klerk, Rietveld, van Eyck oder Koolhaas in diese Architekturgeschichte fest
eingeschrieben. Immer wieder überraschen hier weiterhin ungewöhnliche
und richtungsweisende Entwürfe. Dabei zeigt sich gleichzeitig ein zutiefst
menschliches, soziales und am Praktischen orientiertes Denken. All das
macht den Reiz niederländischen Bauens aus, wie Ihnen der Kunsthistoriker
Dr. Andreas Baumerich zeigen wird – ausgehend vom Hotel New York,
das im einstigen Hauptbüro der Linie Holland-America im neu entwickelten
Hafengebiet Kop van Zuid in Rotterdam eingerichtet ist.
Programm
Dienstag, 25. Juli 2017
Fahrt mit dem Reisebus von Köln (8.15 Uhr) und Bensberg (9.00 Uhr) nach
Amsterdam.
Schiff aus Backstein: Meisterwerk der Amsterdamer Schule
Wer hätte das dem Backstein zugetraut? Was man mit ihm alles anstellen
kann, zeigen die exzentrischen Arbeiterhäuser, die von 1915 bis 1920 im Amsterdamer Bezirk Spaarndammerbuurt erbaut wurden. So verbinden sich an
„Het Schip“ (das Schiff) von Michel de Klerk Schiffsmotive und altägyptische
Elemente. Neben der ungewöhnlichen Außenarchitektur zeigen in dem Viertel
eine Wohnung, das zugehörige Museum und das original erhaltene Postamt
den Stil der mit dem deutschen Expressionismus verwandten Amsterdamer
Schule der Zwischenkriegszeit.
Mittwoch, 26. Juli 2017
Rotterdam: Hauptstadt moderner Architektur
ƒƒ Ganz schön schräg: Kop van Zuid
Stadt und Brücke einmal anders! Das ist Rotterdam! Dafür steht beispielhaft das dynamische Highlight der modernen Skyline: Die Erasmusbrücke mit ihrem schiefen Pylon trägt die Fahrbahn, die über die Maas
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Leistungen
ƒƒ Busreise ab Köln und Bensberg
sowie zurück;
ƒƒ 3 Übernachtungen im Doppelzimmer der Kategorie Wilhelminapier mit Dusche/WC im Hotel
New York in Rotterdam;
ƒƒ Frühstücksbuffet im Hotelrestaurant;
ƒƒ High Tea am 27.7.2017;
ƒƒ Drei-Gänge-Abendmenü im
Hotelrestaurant an allen Tagen;
ƒƒ Führungen, Besichtigungen, Eintritte und Gebühren laut
Programm;
ƒƒ Kulturförderabgabe;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg ab/bis Köln;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
Hotel
ƒƒ Das Hotel New York ist in
Rotterdam im einstigen Hauptbüro der Linie Holland-America,
an der Spitze des Stadtteils Kop
van Zuid mit vielen OriginalDetails eingerichtet. Von diesem
Ort am Wilhelminapier stachen
ein Jahrhundert lang die Schiffe
nach New York in See, hier starteten zehntausende Auswanderer
gen Nordamerika. Die 72 Zimmer verfügen über eine individuelle Form und Farbgebung. Bei
nach Kop van Zuid/Wilhelminapier führt. In diesem Stadtteil auf einer
Halbinsel des ehemaligen Hafengebiets ist in den letzten Jahren ein
Quartier mit hypermodernen Wolkenkratzern, wie dem „Toren Op Zuid“,
dem „Montevideo“ oder dem „Maas-Turm“ als höchstes Gebäude der
Niederlande entstanden. Daneben finden sich hier auch das riesige Rotterdam-Gebäude als größter Bau der Niederlande und das „Neue Luxor
Theater“. Zu diesen zeitgenössischen Bauten bildet das historische Hotel
New York einen reizvollen Kontrast.
ƒƒ Materialmix und Funktion: das Museumsquartier
Bis heute innovativ wirkt die – in der Zwischenkriegszeit werbewirksam
gestaltete – Fassade der Gruppe De Stijl. Der Neubau des Museums Boijmans Van Beuningen von Ad van der Steur setzte in den 1930er Jahren
einen städtebaulichen Akzent. Nicht weit entfernt überraschen seit den
1990er Jahren mit ungewöhnlichen Materialien die Kunsthalle von Rem
Koolhaas und das Neue Institut von Jo Coenen. Die seltene Möglichkeit,
in die Welt der frühen Moderne zu schauen, bietet das Sonneveldhaus
(1929), das mit seiner originalen Ausstattung als eines der besterhaltenen funktionalistischen Häuser der Welt gilt.
ƒƒ Auf die Spitze getrieben: Rotterdams Innenstadt
Radikaler hat kaum eine Stadt nach 1945 in Europa den Neuanfang
gewagt! Verschont blieben nur wenige Bauten wie die Laurentiuskirche
oder das Witte Huis, Europas erster Wolkenkratzer. Auf der entstandenen
Leerfläche wurden städtebauliche Konzepte der Moderne – wie die Trennung zwischen Fußgängern und Autoverkehr – verwirklicht. Einen neuen
spektakulären Akzent setzt in diesem Kontext die elf Stockwerke hohe
und bewohnte Markthalle, die sich mit ihrem monumentalen Wandgemälde über den Marktständen wölbt. Auch der Besuch des „Kijk-Kubus“
mit seinem Interieur gehört zu den unvergesslichen Erlebnissen in Rotterdam. Er ist eines der von 1978 und 1984 errichteten Kubushäuser
von Piet Blom, die – als auf eine Spitze gestellten Würfel – auf Pfählen
am Alten Hafen ruhen.
Donnerstag, 27. Juli 2017
Amsterdam (fast) ohne Giebel: Innenstadt und neue Hafenbauten
ƒƒ Neu, sachlich, expressiv: Moderne in der Innenstadt
Ein neues Tor für eine neue Zeit! Wie ein neues Stadttor zur Kunstmetropole Amsterdam wirkt der um 1900 gebaute Hauptbahnhof von
Aelbert Cuyp: Motive des Goldenen Zeitalters verbinden sich hier mit
der Lösung neuer Bauaufgaben. Den Übergang zur Moderne verkörpert
dagegen die sachliche Architektur der Börse von Hendrik Petrus Berlage,
der die Amsterdamer Schule gründete. Einen exotischen Kontrapunkt
mit Verweisen auf Indonesien setzt das expressionistische Schifffahrtshaus. Expressiv wirkt – in allerdings hochmoderner Form – das „Wissenschaftsmuseum Nemo“, das Renzo Piano in den 1990er Jahren entwarf,
und das einen neuen Akzent im historischen Stadtbild setzt.
ƒƒ Schwimmendes Wohnen: Neubaugebiete am und im Wasser
Häfen zu Wohngebieten! Eindrucksvoll nutzt Amsterdam – wie andere
Metropolen auch – ehemalige Hafeninseln für aktuelle Architektur mit
so ungewöhnlichen Lösungen wie einer bebauten Brücke. Hier blüht seit
den 1990er Jahren ein Experimentierfeld für urbanes Leben. Noch jünger sind die künstlichen Inseln im IJ-See, denn hier schwimmt das Wohnen. Im neuen Stadtteil IJburg wird das große (niederländische) Thema
„Wohnen am und auf dem Wasser“ mit innovativen Einzelhäusern und
besonders den „Schwimmenden Häusern“ von Marlies Rohmer neu definiert. Brücken, wie die elegant geschwungene Enneüs-Heerma-Brücke
von Grimshaw oder die „kurvige“ Nescio-Brücke, ergänzen das Bild.
schönem Wetter lädt die Terrasse
mit Blick auf das Wasser und die
Skyline von Rotterdam zum Verweilen ein.
Preis
898,00 €
pro Person im Doppelzimmer der
Kategorie „Wilhelminapier“ (Rückseite des Gebäudes, Blick auf den
Wilhelminapier bzw. auf die Maas)
Einzelzimmerzuschlag
94,00 €
Doppelzimmer zur Einzelnutzung
(Kategorie „Patio Plus“ zum Innenhof gelegen)
128,00 €
Doppelzimmer zur Einzelnutzung
der Kategorie „Wilhelminapier“
nach Verfügbarkeit (Rückseite des
Gebäudes, Blick auf den Wilhelminapier bzw. auf die Maas)
Teilnehmerzahl
min. 15 Personen, max. 25 Personen
Leitung
ƒƒ Dr. Andreas Baumerich, Köln
Kunsthistoriker
Hinweis
ƒƒ Ganztägige Spaziergänge durch
die Großstädte Rotterdam und
Amsterdam prägen das Programm dieser Ferienakademie.
Freitag, 28. Juli 2017
Ein Haus wie ein Baukasten: Das Rietveld-Schröder-Haus in Utrecht
Liebe und neue Architektur gehen bei diesem Haus zusammen: In Utrecht
hat Gerrit Thomas Rietveld für seine Freundin Truus Schröder-Schräder eine
Ikone der Moderne mit einer Vielzahl von raffinierten und beweglichen Elementen gebaut. Das bis heute ausgefallen wirkende Haus aus den 1920er
Jahren verbindet Gestaltungsansätze Piet Mondrians mit Aspekten des
Schreinerhandwerks Rietvelds.
Rückreise nach Bensberg (Ankunft ca. 18.00 Uhr) und Köln (Ankunft ca.
18.45 Uhr).
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
107
24. bis 31. August 2017 (Do.-Do.)
Österreich
Sommer in Salzburg
Zu den Festspielen 2017 an die Salzach
Samstag, 26. August 2017
Barockstadt Salzburg (Stadtspaziergang)
Im Jahr 2014 hat Salzburg seinen historischen Kern in einen neuen Sinnzusammenhang gestellt: Die Sammlungen der barocken Residenz, des Domes
und des Stiftes Sankt Peter wurden miteinander verbunden. Über die Galerien
und Emporen des Domplatzes führt der Weg in die historischen Teile des
Klosterstifts, der Keimzelle der Salzburger Kultur und geistigen Heimat auch
des Musikers Johann Michael Haydn.
nachmittags (Vortrag, Dr. Andreas Thiel)
Shakespeare und die Oper
Gleich nach den Mythen der Antike steht das Werk des englischen Dramendichters obenan bei der Stoffauswahl der Opernkomponisten des 19. und
20. Jahrhunderts. Selbst der junge Wagner greift auf ihn zurück. Für Verdi
waren Shakespeares Werke ein Lebensthema und sein Scheitern am „Lear“
verunsicherte den Meister zutiefst. Erst Aribert Reimann setzt 1978 den väterlichen Wahnsinn in Töne.
Sonntag, 27. August 2017
Gelegenheit zum Besuch eines katholischen Gottesdienstes.
„Die Himmel rühmen“
Ob in der barocken Domkirche, dem romanischen Klosterkomplex von Sankt
Peter oder in der weiten gotischen Halle der Franziskanerkirche – das sonntägliche Hochamt wird von hochkarätiger geistlicher Musik begleitet sein.
Kantaten und Messen gehören in den Kirchen zum Salzburger Sommer.
Nach einem festlichen Mittagessen in der Altstadt führt der Weg am frühen
Nachmittag erneut in den Festspielbezirk.
Unvergleichlich ist die Atmosphäre während der Sommerfestspiele in Salzburg. Die ganze Stadt wird Bühne, Dirigenten, Schauspieler, Sänger und Virtuosen von Weltniveau geben sich ein Stelldichein. So ist es höchst reizvoll,
Besuche ausgewählter Festspielaufführungen mit Erkundungen in der Stadt
an der Salzach und ihrer Umgebung sowie mit Blicken hinter die Kulissen zu
verbinden. Ausgewählt haben wir für Sie eine Festspielwoche, in der gleich
mehrere mögliche Festspiel-Höhepunkte vereint sind: Natürlich ist ein Besuch
von Hofmannsthals „Jedermann“ vor der Kulisse des Domes vorgesehen. Verdis „Aida“ gehört zu den unsterblichen Klassikern. Daneben steht Donizettis
„Lucrezia Borgia“ für Unbekanntes, Reimanns „Lear“ für Modernes auf der
Opernbühne. Der Besuch eines Gastkonzertes mit dem Pittsburgh Symphony
Orchestra und Anne-Sophie Mutter rundet das Angebot ab.
Wir laden Sie ein, zum Festspielsommer 2017 ins Salzkammergut und in
seine berauschende barocke Hauptstadt zu reisen.
Programm
Donnerstag, 24. August 2017
Flug nach Salzburg und Fahrt mit dem Reisebus zum Hotel St. Virgil Salzburg.
Willkommen zu den Salzburger Festspielen!
Nach einem Spaziergang entlang der Furtwängler-Promenade in Aigen und
durch den Park vom Hotel St. Virgil Salzburg folgt eine inhaltliche Einstimmung
in das Programm und auf die Aufführungen der Festspielwoche.
Freitag, 25. August 2017
Salzburger Mozart-Impressionen (Stadtspaziergang)
Einen lebhaften Eindruck von der Mozartfaszination Salzburgs bietet ein Gang
vom Mozartdenkmal über den Mozartplatz, vorbei an zahlreichen Konditoreien
mit den „echten“ Mozartkugeln, zu seinem Geburtshaus in der Getreidegasse.
Über den Mozartsteg wird das Wohnhaus der Familie Mozart erreicht, in dem
sie ab 1773 lebte und in dem die wertvolle Autographensammlung untergebracht ist. Ein Spaziergang durch den Garten von Schloss Mirabell führt zum
Zauberflötenhäuschen, zum Mozarteum und zum nahen Sebastiansfriedhof,
auf dem neben Mitgliedern der Familie Mozart auch Fürsterzbischof Wolf
Dietrich von Raitenau oder Paracelsus ihre letzte Ruhe fanden.
108
Leistungen
ƒƒ Flug nach Salzburg sowie zurück
inkl. Steuern und Gebühren;
ƒƒ 7 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad/WC im Hotel
St. Virgil Salzburg;
ƒƒ Frühstücksbuffet im Hotelrestaurant;
ƒƒ Drei-Gänge-Mittags- oder Abendbuffet an allen Tagen;
ƒƒ Vorträge, Lesungen, Führungen,
Besichtigungen, Eintritte und
Gebühren;
ƒƒ Festspielarrangement;
ƒƒ Transfers mit einem Reisebus
zum/vom Flughafen Salzburg sowie zu/von den Festspielstätten;
ƒƒ Ganztagesausflug mit einem Reisebus ins Salzkammergut;
ƒƒ Wochenticket zur Nutzung
öffentlicher Verkehrsmittel in
Salzburg;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg ab/bis Köln/
Bonn unter Mitwirkung einer örtlichen lizenzierten Fachkraft;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
Montag, 28. August 2017
Salzburg – Die Festspiele (Stadtspaziergang, Besuch „hinter den Kulissen“)
Sommerfestspiele in Salzburg ohne den „Jedermann“ sind undenkbar! Die
Idee Max Reinhardts, Hugo von Hofmannsthals Werk von 1911 auf dem
Domplatz aufzuführen und das barocke Ambiente in die Regie einzubeziehen,
wurde erstmals am 22. August 1920 umgesetzt. Bis heute gehört das „Spiel
vom Sterben des reichen Mannes“ zu den Grundsteinen der Festspiele. Der
Besuch des Archivs der Salzburger Festspiele bietet ebenso wie ein Rundgang durch die Spielstätten Einblicke in die bewegte Festspiel-Geschichte.
Dienstag, 29. August 2017
Salzburger An- und Aussichten (Stadtspaziergang)
Mittelpunkt des Panorama Museums neben dem Dom ist ein von Johann Michael Sattler 1829 fertig gestelltes Rundgemälde: Wie von der Festung gleitet
hier der Blick auf die Stadt der Biedermeierzeit und die umliegende Landschaft. Was diese Stadtlandschaft historisch bedeutet, macht das Salzburg
Museum in der Neuen Residenz in einer anregenden Ausstellung deutlich.
Ein Spaziergang durch die reale Stadtlandschaft führt schließlich über den
Mönchsberg (Aufzug) hinüber zur Festung Hohensalzburg und erschließt das
Panorama der Stadt- und Alpenlandschaft.
Mittwoch, 30. August 2017
Ins Salzkammergut (Ganztagesausflug)
In St. Gilgen, wo Mozarts Mutter geboren wurde und seine Schwester „Nannerl“ lebte, wartet das Schiff, das über den Wolfgangsee nach St. Wolfgang
fährt. In der dortigen Pfarrkirche begeistert der Schnitzaltar von Michael
Pacher (1481). Auf der Rückfahrt nach Salzburg Halt an der prachtvoll ausgestatteten Kirche des einstigen Benediktinerstifts Mondsee.
Donnerstag, 31. August 2017
Auf Wiedersehen Salzburg!
Rückflug von Salzburg.
Hotel
ƒƒ Das Hotel St. Virgil Salzburg ist
Zentrum katholischer Erwachsenenbildung und liegt in einem
Park in Salzburg-Aigen. Im Haus
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
St. Virgil, das der Architekt Holzbauer in den 1970er Jahren entwarf, sind u. a. ein Restaurant, ein
Café sowie Tagungsräume eingerichtet. Die reservierten Zimmer
im Haus St. Rupert sind dem
traditionellen alpenländischen
Stil verpflichtet. Da das Haus gut
an den Bus-Linienverkehr angebunden ist, erfolgen die Fahrten
in die Stadt und zurück mit dem
Linienbus; die Bushaltestelle
wird nach rund 15 Gehminuten
erreicht.
Preis
Nähere Angaben entnehmen Sie
bitte dem Einzelprogramm, das im
Januar 2017 erscheint.
Teilnehmerzahl
min. 15 Personen, max. 28 Personen
Leitung
ƒƒ Dr. Andreas Thiel, Bad Soden
Kunsthistoriker und Archäologe
Festspielarrangement
Besuche folgender Festspielaufführungen sind geplant:
ƒƒ Freitag, 25.8.2017
Aida, Oper von Guiseppe Verdi
Musikalische Leitung:
Riccardo Muti
Regie: Shirin Neshat
ƒƒ Samstag, 26.8.2017
Lear, Oper von Aribert Reimann
Musikalische Leitung:
Franz Welser-Möst
Regie: Simon Stone
ƒƒ Sonntag, 27.8.2017
Lucrezia Borgia (konzertant),
Melodrama von Gaetano
Donizetti
Musikalische Leitung:
Marco Armiliato
ƒƒ Montag, 28.8.2017
Jedermann, Schauspiel von
Hugo von Hofmannsthal
Regie: Brian Mertes, Julian
Crouch
Mitwirkende:
Tobias Moretti (Jedermann),
Stefanie Reinsperger (Buhlschaft) u. a.
ƒƒ Dienstag, 29.8.2017
„Orchester zu Gast“
Dirigent: Manfred Honeck
Mitwirkende:
Anne-Sophie Mutter (Violine)
Pittsburgh Symphony Orchestra
109
28. Mai bis 3. Juni 2017 (So.-Sa.)
Polen
Königliches Krakau
Die lebendige Stadt an der Weichsel
Krakauer Universität, das Collegium Maius, die Kirchen der Bettelorden, die
beeindruckende Verteidigungsanlage mit der Barbakane und der Grüngürtel Planty, der anstelle der Stadtmauer im 19. Jahrhundert angelegt wurde.
Dienstag, 30. Mai 2017
Das königliche Krakau
Der Wawelhügel mit der Kathedrale und dem Königsschloss war seit dem
11. Jahrhundert das politische und religiöse Zentrum. Die Kathedrale St. Stanislaus und Wenzel gilt als das polnische Pantheon und beherbergt die im
Stil der italienischen Renaissance erbaute Sigismund-Kapelle. Das Schloss
erhielt seine heutige Gestalt im 16. Jahrhundert und beeindruckt mit dem
von Loggien eingefassten Hof. Im 14. Jahrhundert gründete König Kazimierz
Wielki die Stadt Kazimierz. In dem heutigen Stadtviertel von Krakau entfaltete
sich seit Ende des 15. Jahrhunderts das jüdische Leben. Nach der Umsiedlung der jüdischen Bevölkerung entstand in Kazimierz etwa die berühmte
Remuh-Synagoge, die ebenso wie die jüdischen Friedhöfe und das Museum
in der Alten Synagoge noch heute deren Kultur bezeugt.
Mittwoch, 31. Mai 2017
Krakaus Künstler
Im 19. Jahrhundert war Krakau Teil der österreichischen Habsburgermonarchie. In diesen Jahren konnte die Stadt ihre Autonomie behaupten und
zog die geistige Elite Polens an. Künstler und Literaten wurden zu Trägern
patriotischer Inhalte, so schuf der Krakauer Maler Jan Matejko einen Kanon
für die Darstellung der polnischen Vergangenheit. Einige seiner Werke sind in
der Galerie der polnischen Malerei in den Tuchhallen zu bewundern. Matejkos
Schüler Stanisław Wyspiański und Józef Mehoffer gehörten gemeinsam mit
anderen Dichtern und Schriftstellern zu den Vertretern des sogenannten Jungen Polens, des polnischen Modernismus. Das Wohnhaus von Józef Mehoffer
und die dort erhaltene Kunstsammlung und Einrichtung erinnern an diese
innovative und produktive Epoche der polnischen Kunst.
„Cracovia totius Poloniae urbs celeberrima“ – Krakau, die in ganz Polen berühmteste Stadt, so lautet eine Inschrift auf der Vedute der Stadt aus dem
17. Jahrhundert. Von Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg verschont, bezeugt
noch heute das vollständig erhaltene historische Stadtbild die Vergangenheit
der ehemaligen Hauptstadt des Polnischen Königreiches als geistiges und
kulturelles Zentrum. Baudenkmäler, Bürgerhäuser, Kirchen, Paläste und Museen beeindruckenden ebenso wie die Mischung aus italienischem Flair und
Wiener Charme. Als UNESCO-Weltkulturerbe ausgezeichnet ist Krakau gegenwärtig – neben Warschau und Breslau – eine der wichtigsten Städte Polens.
Die Ferienakademie lädt dazu ein, gemeinsam mit der Kunsthistorikerin Dr. Katharina Chrubasik, die in Polen geboren wurde, dort lebte und arbeitete, diese
faszinierende Stadt an der Weichsel zu entdecken. Ein Ausflug in die Welt der
Hohen Tatra und deren berühmten Skiort Zakopane ergänzt das Programm.
Programm
Sonntag, 28. Mai 2017
Flug mit Lufthansa von Frankfurt/Main (12.20 Uhr) nach Krakau (13.50 Uhr)
und Fahrt mit einem Reisebus zum Boutique-Hotel Unicus, ideal in der
Krakauer Altstadt gelegen.
Erste Impressionen
Der nachmittägliche Spaziergang führt auf den Hauptmarkt, Rynek Glówny,
der zu den größten Marktplätzen Europas gehört. Rund um diesen Mittelpunkt des öffentlichen Lebens reihen sich einige Wahrzeichen der Stadt wie
die Tuchhallen, die Marienkirche oder das Mickiewicz-Denkmal.
Montag, 29. Mai 2017
Bürgerliches Krakau: Die Stadt des Mittelalters
Krakau gehört zu den ältesten Städten in Polen und war seit dem 11. Jahrhundert Sitz der Fürsten und Könige. Im 13. Jahrhundert entstand mit dem
Hauptmarkt das Zentrum des Handels und der Verwaltung. Die Tuchhallen
und die Marienkirche waren Mittelpunkte des öffentlichen Lebens. Die Bürger von Krakau finanzierten den Bau ihrer Kirche und beauftragten den
Bildhauer Veit Stoß, den Hauptaltar für den Kircheninnenraum zu schaffen.
Eindrucksvolle Zeugnisse der Stadtgeschichte sind das älteste Gebäude der
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Leistungen
ƒƒ Flug mit Lufthansa von Frankfurt/Main nach Krakau sowie
zurück inkl. Steuern und Gebühren u. a. für ein Gepäckstück
bis 23 kg, das aufgegeben wird
(Fluggesellschaft und -zeiten
vorbehaltlich möglicher Änderungen; andere Flughäfen auf
Anfrage und ggf. gegen Aufpreis);
ƒƒ 6 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/WC im Boutique-Hotel
Unicus in Krakau und Frühstücksbuffet im Hotelrestaurant;
ƒƒ Drei-Gänge-Abendmenü im
Hotelrestaurant am 28.5. und
1.6.2017, in örtlichen Restaurants am 29.5., 30.5. und
2.6.2017;
ƒƒ Führungen, Besichtigungen,
Eintritte und Gebühren;
ƒƒ Bereitstellung eines Funk-Kopfhörersystems;
ƒƒ Transfers mit einem Reisebus
vom/zum Flughafen Krakau sowie Ausflüge laut Programm;
ƒƒ Karten zur Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg ab/bis
Frankfurt/Main unter Mitwirkung
örtlicher deutschsprachiger lizenzierter Fachkräfte;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
Donnerstag, 1. Juni 2017
Die Welt der Hohen Tatra – Zakopane
Im späten 19. Jahrhundert entdeckte die städtische Bevölkerung das beschauliche Dorf Zakopane am Fuße des Tatra-Gebirges: Zwischen 1880
und 1914 etablierte sich der Ort zum künstlerisch-intellektuellen Zentrum.
Ausgehend von der traditionellen Holzbauweise und unter Einbeziehung von
Jugendstilelementen entwickelte der Maler und Kunsttheoretiker Stanisław
Witkiewicz den „Zakopiański-Stil“, der bald zum „Nationalstil“ erklärt wurde.
Der Rundgang durch das Zentrum führt u. a. in das erste im Zakopiański-Stil
erbaute Haus, die Villa Koliba.
Hotel
ƒƒ Das Boutique-Hotel Unicus
befindet sich mit 35 individuellfunktional gestalteten Zimmern
im Herzen der Altstadt von Krakau, nur 200 m vom Hauptmarkt
entfernt.
Preis
1.224,00 €
pro Person im Doppelzimmer
Einzelzimmerzuschlag
314,00 €
Doppelzimmer zur Einzelnutzung
Teilnehmerzahl
min. 15 Personen
max. 28 Personen
Leitung
ƒƒ Dr. Katharina Chrubasik, Bonn
Kunsthistorikerin und Ausstellungsleiterin
Hinweise
ƒƒ Dank der zentralen Lage des Hotels werden die Programmpunkte
durch ausgedehnte Spaziergänge miteinander verbunden.
ƒƒ Für ausgewählte Zwischendistanzen werden öffentliche Verkehrsmittel genutzt.
Freitag, 2. Juni 2017
Modernes Krakau
Im Fokus dieses Tages stehen die jenseits des historischen Zentrums gelegenen Stadtviertel und ihre architektonischen Denkmäler. Die Jugendstilarchitektur des frühen 20. Jahrhunderts repräsentieren die Häuser des Architekten
Teodor Talowski. Zahlreiche öffentliche Bauten, darunter die Hauptgebäude
des Nationalmuseums und der Jagiellonischen Bibliothek entstanden in der
produktiven Zwischenkriegszeit. Jenseits des Zentrums liegt der Stadtteil Nowa
Huta, der 1949 als Standort eines Eisenhüttenkombinats gebaut wurde. Diese
sozialistische Planstadt erfüllte eine politische Rolle als Gegenpol zum bürgerlich katholischen Krakau. Die ersten, auf dem Grundriss des Gänsefußmusters entstandenen Bauten ähneln den Wiener Gemeindebauten der 1920er
Jahre. Berühmtheit erlangte Nowa Huta aufgrund der Auseinandersetzungen
um den Bau der Kirche der Muttergottes, die unter großem Widerstand der
Kommunisten im Jahr 1977 geweiht wurde.
Samstag, 3. Juni 2017
Do widzenia!
Zeit für einen letzten Spaziergang. Fahrt mit dem Reisebus zum Flughafen
Krakau und Flug mit Lufthansa (14.25 Uhr) nach Frankfurt/Main (16.05 Uhr).
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
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5. bis 10. September 2017 (Di.-So.)
Polen
„Die Blume Europas“
Kulturgeschichtliche Spaziergänge durch Breslau
Der Rundgang führt daher zum Zentrum des Handels, dem Altstädtischen
Markt mit Breslaus Wahrzeichen, dem gotischen Rathaus. Die an der Oder
gelegene Universität verdankt ihre Entstehung dem gegenreformatorischen
Geist der Jesuiten: Ihre Schule wurde von Kaiser Leopold I. 1702 in den Rang
einer Hochschule erhoben, die Aula Leopoldina gehört zu den bedeutendsten
profanen Barockbauten Europas. Die rege Bautätigkeit des 18. Jahrhunderts
ist auch an den zahlreichen Barockbauten – Kirchen und Bürgerhäusern –
sichtbar. Weiter geht es auf die Sand- und Dominsel, denn hier sind nicht
nur das älteste Siedlungsgebiet und die erste Burg der Stadt zu verorten,
hier steht auch eines der wertvollsten Ensembles mittelalterlicher Kirchenarchitektur in Europa (u. a. die Kathedrale des Heiligen Johannes des Täufers).
Donnerstag, 7. September 2017
Auf den Spuren des 19. und 20. Jahrhunderts
Im Breslauer Königsschloss, das seit 1750 die Residenz der Hohenzollern
war, ist heute nach zahlreichen Umbauten das Historische Museum der Stadt
eingerichtet. Im sogenannten Vier-Tempel-Stadtbezirk, dem ehemaligen jüdischen Viertel, befinden sich auf engstem Raum Gotteshäuser von drei christlichen Konfessionen und der jüdischen Gemeinde: Die ehemalige Hofkirche,
heute Kirche der Göttliche Vorsehung, ist das Gotteshaus der evangelischaugsburgischen Gemeinde, in der Nähe befinden sich die Synagoge zum
Weißen Storch und die römisch-katholische Kirche des Heiligen Antonius aus
Padua, an die sich die orthodoxe Kathedrale anschließt. Über die ehemalige
Kaiserbrücke, vorbei an dem im Stil des Backsteinexpressionismus erbauten
Postscheckamt Breslau (heute Museum für Post und Telekommunikation)
geht es zur Jahrhunderthalle. Dieser spektakuläre Kuppelbau aus Stahlbeton
wurde zur Weltausstellung errichtet (1911-1913), ist Teil eines weitläufigen
Ensembles mit dem Scheitniger Park sowie der nahen Werkbundsiedlung
mit Bauten namhafter Bauhaus-Architekten.
Als „Die Blume Europas“ bezeichnete in der Barockzeit der Historiker Nicolaus Henel von Hennenfeld die Stadt an der Oder. Gleich ob die „Europäische
Kulturhauptstadt 2016“ Wrotizla – Wretslaw – Presslaw – Bresslau – Breslau
oder Wrocław hieß, weckte die Stadt immer wieder das Interesse der Mächtigen und spiegelt wie kaum eine andere deutsch-polnische Geschichte wider.
Über Jahrhunderte lebten hier Deutsche, Polen und Juden gemeinsam unter
wechselnder Herrschaft: der slawischen, später böhmischen Krone, den Habsburgern und Preußen. Im Zweiten Weltkrieg erlebte Breslau eine schreckliche
Zerstörung und bis 1948 vollzog sich hier ein kompletter Bevölkerungstausch:
An Stelle der vertriebenen Deutschen kamen die – aus den ehemals polnischen, nun russischen Ostgebieten – vertriebenen Polen. Unterstützt durch
Papst Johannes Paul II. entfalteten sich in den 1980er Jahren dann auch hier
mit der Gewerkschaft Solidarność Bewegungen gegen die kommunistische
Regierung; die „Breslauer Zwerge“ erinnern vielerorts an die Oppositionsgruppe „Orangene Alternative“.
Breslau: eine Stadt mit vielen Facetten! Seien Sie daher gespannt auf die
Akzente, welche die Kunsthistorikerin Dr. Katharina Chrubasik für Sie setzt.
Auch besucht Sie mit Ihnen Schloss Fürstenstein und die Fachwerkfriedenskirche Schweidnitz (UNESCO-Weltkulturerbe). Lassen Sie sich einnehmen
vom heutigen Breslau mit dem reichen und wechselvollen historischen Erbe
und der erfrischenden Atmosphäre einer Studentenstadt.
Programm
Dienstag, 5. September 2017
Witamy we Wrocławiu! Willkommen in Breslau!
Flug mit Eurowings von Düsseldorf (10.55 Uhr) nach Breslau (12.20 Uhr),
Transfer mit dem Reisebus zum zentral in der Altstadt gelegenen Le Granary
Suite Hotel und ein erster Spaziergang.
Mittwoch, 6. September 2017
Das historische Breslau
Dank der günstigen Lage an der Oder, am Schnittpunkt der Bernsteinstraße
und der Hohen Straße (vom Rhein bis nach Preßburg) entwickelte sich Breslau
seit dem 13. Jahrhundert zum Handelsplatz und erhielt 1261 das Stadtrecht.
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Leistungen
ƒƒ Flug mit Eurowings von Düsseldorf nach Breslau sowie zurück
inkl. Steuern und Gebühren u. a.
für ein Gepäckstück bis 23 kg,
das aufgegeben wird (Fluggesellschaft und -zeiten vorbehaltlich
möglicher Änderungen; andere
Flughäfen auf Anfrage und ggf.
gegen Aufpreis);
ƒƒ 5 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/WC im Le Granary Suite
Hotel;
ƒƒ Frühstücksbuffet im Hotelrestaurant;
ƒƒ Kaffeetafel am 5.9.2017;
ƒƒ Drei-Gänge-Abendmenü am
5. und 8.9.2017 im Hotelrestaurant;
ƒƒ Drei-Gänge-Abendmenü in verschiedenen Restaurants am
6., 7. und 9.9.2017;
ƒƒ Führungen, Besichtigungen,
Eintritte und Gebühren;
ƒƒ Bereitstellung eines Funk-Kopfhörersystems;
ƒƒ Transfers und Ausflüge mit einem Reisebus laut Programm;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg ab/bis
Düsseldorf;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
Freitag, 8. September 2017
Fürstenstein und Schweidnitz
Unweit von Breslau beeindruckt das größte Schloss Schlesiens: Im Mittelalter
war die Burg Fürstenstein Stammsitz der Fürsten von Schweidnitz, später
im Besitz der böhmischen Krone, dann des Geschlechtes derer von Hoberg,
später Hochberg. Beschlagnahmt und umgebaut während des Zweiten Weltkrieges und dann auch geplündert, ist Schloss Fürstenstein heute wieder
zugänglich. Den Besuch rundet die Besichtigung des dortigen Palmenhauses
ab, das Hans Heinrich XV., Fürst von Pleß und Graf von Hochberg, für seine
englische Frau Mary Theresa Cornwallis-West, genannt Daisy, Anfang des 20.
Jahrhunderts bauen ließ. Im Mittelalter residierten die Fürsten ebenfalls im
wichtigen Handelsort Schweidnitz, das im 16. Jahrhundert zum Zentrum der
Reformation wurde. Im 17. Jahrhundert entstand hier eine der drei Friedenskirchen, welche die Protestanten nach den Beschlüssen des Westfälischen
Friedens in Schlesien bauen durften. Der 1657 unter strengen Auflagen entstandene Bau ist die größte Fachwerkkirche Europas und gehört seit 2001
mit der Fachwerkkirche in Jauer zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Hotel
ƒƒ In einem ehemaligen Getreidespeicher aus dem 16. Jahrhundert wurde das Boutique-Hotel
Le Granary Suite Hotel mit
46 individuell, in modernem
Design gestalteten Zimmern
(Grandlits 1,80 x 2,00 m) eingerichtet. Das Haus gehört zur
Gruppe der Small Luxury Hotels
of the World.
Preis
989,00 €
pro Person im Doppelzimmer
Einzelzimmerzuschlag
250,00 €
Doppelzimmer zur Einzelnutzung
Teilnehmerzahl
min. 15 Personen, max. 28 Personen
Leitung
ƒƒ Dr. Katharina Chrubasik, Bonn
Kunsthistorikerin und Ausstellungsleiterin
Hinweis
ƒƒ Dank der zentralen Lage des Hotels werden die Programmpunkte
durch ausgedehnte Spaziergänge miteinander verbunden.
Samstag, 9. September 2017
Kunst in Breslau
Der letzte Tag in Breslau führt ins wichtigste Museum der Stadt, ins Nationalmuseum, das sich heute im ehemaligen Königlichen Regierungsgebäude befindet. Die Sammlungen erlitten infolge der Kriegszerstörung große Schäden.
Zahlreiche Objekte wurden nach 1945 in die Nationalmuseen in Warschau,
Krakau oder Posen transferiert, während Lemberger Sammlungsbestände
nach Breslau kamen. Unter diesen befand sich das berühmte „Panorama von
Racławice“, ein monumentales Panoramagemälde auf 17 000 Quadratmetern
aus dem späten 19. Jahrhundert, das den Sieg der polnischen Armee im Jahr
1794 unter Führung des Generals Tadeusz Kościuszko über die russische
Armee in Racławice zeigt.
Sonntag, 10. September 2017
Do widzenia! / Auf Wiedersehen!
Transfer mit dem Reisebus zum Flughafen Breslau und Flug (12.55 Uhr) mit
Eurowings nach Düsseldorf (14.15 Uhr).
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
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28. September bis 3. Oktober 2017 (Do.-Di.)
Portugal
Die Sehnsucht ist blau, blau wie das Meer!
Lissabon – Lichtgestalt am Ufer des Tejo
sileira gleicht dann einer „Begegnung“ mit Ricardo Reis oder Alberto Caeiro,
um nur zwei Synonyme des berühmten Schriftstellers Fernando Pessoa zu
nennen. Das Chiado-Viertel war sein Zuhause, der, in Durban geboren, sonst
nie seine Heimatstadt verließ.
Freitag, 29. September 2017
Schöner Einblick: dem Azulejo auf der Spur
Die Vielfalt und Ausdruckskraft von Azulejo-Kacheln nimmt dieser Spaziergang in den Blick: Besonders in Alfama, vorbei an der Kathedrale Sé hinauf
zum Miradouro Santa Luzia und Portas do Sol, in den Gassen und an den
Häuserfassaden erzählen die Azulejos Geschichten vom Stolz vergangener
Zeiten, erregen vielleicht Mitleid ob ihres Zustandes oder verzaubern, wenn sie
ihre eigentliche Ausstrahlung im warmen Licht des Nachmittags entwickeln.
Das Museu do Azulejo zeigt die Entwicklung der Gestaltung und Herstellung
der Kacheln. Ergänzt werden diese Eindrücke in der Gartenanlage des Palácio
dos Marqueses de Fronteira, die sich exklusiv zum Besuch öffnet.
Samstag, 30. September 2017
Schöner Weitblick: königlicher Azulejo trifft aktuelles Azulejo-Handwerk
Eine spannende Entdeckung des Azulejo als Markenzeichen portugiesischer
Ausstattungskunst ist durch den Besuch des Palácio nacional de Sintra mit
der größten Azulejoa-Ausstattung in einem herrschaftlichen Gebäude garantiert und wird durch einen Aufenthalt im Atelier von Manuel Marques in
Alcabediche auf zeitgenössische Ausdrucksformen hin geweitet. Und nicht
nur nebenbei bieten sich immer wieder neue Ausblicke auf die Stadt und in
die Schichten ihrer Geschichte.
Wie keine andere europäische Hauptstadt ist Lissabon mit dem Meer und der
Farbe Blau verbunden: das Blau des Meeres, das Blau der Azulejo-Kacheln.
So lohnt es sich, der Farbe Blau in Lissabon zu folgen, um in Gegenwart und
Geschichte der Stadt am Tejo einzutauchen.
In der Zeit des Goldenen Zeitalters im 15. Jahrhundert brachen portugiesische
Caravellen auf, neue Wege über das Meer zu erkunden – gen Afrika, Brasilien
oder Indien. Sie entdeckten das Meer als Handelsstraße, brachten Gewürze,
kostbare Waren und nicht zuletzt Gold aus den Kolonien mit. Diese Zeit hat
sich tief in das kulturelle Gedächtnis Lissabons wie Portugals eingeprägt.
Vielfältige Monumente im Manuelinik-Stil zeugen von jenem Aufschwung und
Lebensgefühl, die inspiriert waren von den Weiten und dem Blau des Atlantiks.
Auch eine weitere Epoche ist eng mit der Farbe Blau verbunden: blau wie
die Azulejo-Kachel, die in ihrer ursprünglichen von den Arabern ererbten
Formensprache an den Orient und die dortigen Teppichmustern erinnert.
Und so eigenwillig es klingt: Sie ist eng mit dem schrecklichen Erdbeben von
1755 verbunden. Nach den gewaltigen Zerstörungen erlebte Lissabon eine
Neukonzeption nach Prinzipien der Aufklärung in barocker Pracht. Seitdem
zieren Azulejo-Kacheln mit mannigfaltigen Motiven und Themen vielerorts
Wände, Böden oder den öffentlichen Raum wie etwa Metrostationen.
Heute werden von Portugal aus keine neuen Länder mehr entdeckt, dafür
können Sie in Lissabon auf Entdeckungsfahrt durch eine Stadt gehen, die
geboren ist aus Licht und dem Blau des Meeres, eine Stadt, die Sie vielleicht
auf die Spur Ihrer eigenen Sehnsüchte bringt?
Programm
Donnerstag, 28. September 2017
A partida à Lisboa
Flug mit Eurowings von Köln/Bonn (10.00 Uhr) nach Lissabon (12.05 Uhr).
Schöner Ausblick: Lissabon – erbaut auf sieben Hügeln
Lissabon ist die Stadt der wechselnden Aussichtspunkte. So wechseln sich
nicht nur bei diesem ersten Spaziergang die Perspektiven ab: Der Weg führt
zunächst vom Rossio (Praça Dom Pedro IV.) in den Bairro Alto. Von der
prächtigsten Kirche São Roque geht es nur ein paar Schritte weiter zum
Aussichtsplatz Miradouro São Pedro de Alcântara. Der Besuch des Café a Bra114
Leistungen
ƒƒ Flug mit Eurowings von Köln/
Bonn nach Lissabon sowie zurück inkl. Steuern und Gebühren u. a. für ein Gepäckstück
bis 23 kg, das aufgegeben wird
(Fluggesellschaft und -zeiten
vorbehaltlich möglicher Änderungen; andere Flughäfen auf
Anfrage und ggf. gegen Aufpreis);
ƒƒ 5 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/
WC im H10 Duque de Loulés;
ƒƒ Frühstücksbuffet im Hotelrestaurant;
ƒƒ Drei-Gänge-Abendmenü im
Hotelrestaurant an allen Tagen;
ƒƒ Führungen, Besichtigungen,
Eintritte und Gebühren;
ƒƒ Bereitstellung eines Funk-Kopfhörersystems;
ƒƒ Transfers mit einem Reisebus am
An- und Abreisetag sowie Transfers am 29. und 30.9.2017;
ƒƒ Mehrtagesfahrkarten für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel;
ƒƒ Karten für die Fähre am
1.10.2017;
ƒƒ Stadtsteuer;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg ab/bis
Köln/Bonn;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
Sonntag, 1. Oktober 2017
Schöner Überblick: diesseits und jenseits des Tejo
Die Straßenbahnlinie 28, die manchen an die „cabelcars“ in San Francisco
erinnert, ist legendär. Durch enge Gassen geht die reizvolle Fahrt mit überraschenden Einblicken: zu den wunderschönen Aussichtspunkten Miradouro da
Graça und Nossa Senhora da Graça und wieder zurück zur Baixa Pombalina,
wo sich die Praça do Commercio befindet, der Platz, wo sich Stadt und Tejo
ein unaufhörliches Stelldichein geben. Nicht nur Gustave Eiffel, der die Ponte
Maria Pia entwarf, erfreut sich in Portugal als Konstrukteur „seines“ Turmes
in Paris hoher Wertschätzung, sondern auch seine Schüler! Einer von ihnen,
Raoul Mesnier de Ponsard, erbaute 1902 den Aufzug Santa Justa, der seitdem den Höhenunterschied zum Bairro Alto überwindet. Von dort geht es
zur Ruine des Convento do Carmo, die Zeugnis des Erdbebens von 1755 ist.
Der Weg führt weiter zu den Cais do Sodré und mit der Fähre hinüber nach
Cacilhas. Von dort darf selbstverständlich ein Blick vom berühmten Christo
Rei mit seinen geöffneten Armen auf die Stadt nicht fehlen.
Hotel
ƒƒ Das Boutique-Hotel H10 Duque
de Loulés (89 Zimmer)
wurde 2015 hinter historischer
Fassade eröffnet und kombiniert traditionelle portugiesische
Elemente wie das Blau und Weiß
der Azulejo-Kacheln mit modernfunktionalen; von der Terrasse
bietet sich ein schöner Blick auf
Lissabon und den Tejo.
Preis
1.429,00 €
pro Person im Doppelzimmer
Einzelzimmerzuschlag
345,00 €
Doppelzimmer zur Einzelnutzung
Teilnehmerzahl
min. 15 Personen, max. 25 Personen
Leitung
ƒƒ Arno-Lutz Henkel, Bonn
Kunsthistoriker, katholischer
Priester mit portugiesischen
Wurzeln
Hinweise
ƒƒ Die Gartenanlage des Palácio dos
Marqueses de Fronteira ist überreich mit Azulejos dekoriert und
öffnet sich für Sie exklusiv.
ƒƒ Lissabon liegt wie Rom auf sieben Hügeln und erschließt sich
bei ausgiebigen Spaziergängen.
Montag, 2. Oktober 2017
Schöner Rückblick: blau wie das Meer
Da die Sehnsucht der Portugiesen noch immer mit dem Meer verbunden ist,
runden Besuche des Expogeländes von 1998 mit dem weltweit zweitgrößten
Oceanarium sowie des berühmten Aussichtsturms Torre de Belém, der an
die „goldene Seefahrerzeit“ erinnert, die Eindrücke ab. Eine kulinarische Süßigkeit der Confeitaria de Belém möge noch lange nachklingen: Die kleinen
Blätterteigtörtchen Pastéis de Belém sind die besten Lissabons.
Dienstag, 3. Oktober 2017
Adeus e até à próxima!
Flug mit Eurowings von Lissabon (12.45 Uhr) nach Köln/Bonn (16.30 Uhr).
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
115
3. bis 9. April 2017 (Mo.-So.)
Schweiz
Kunst. Reich.
Museen und Sammlungen in der Schweiz
Mittwoch, 5. April 2017
Zürich: Kunst in Kirchenfenstern
Gleich in mehreren Züricher Kirchen schufen renommierte Künstler Glasfenster: Im Fraumünster kreierte Marc Chagall den fünfteiligen Fensterzyklus und die Rosette. Sigmar Polke schuf aus Achat und Glas die Fenster im
Großmünster und Augusto Giacometti wirkte in beiden Kirchen.
Zürich: Kunsthaus Zürich mit „Kirchner-Ausstellung“
Das Kunsthaus präsentiert eine ungemein dichte Sammlung der Kunst der
Moderne: von der größten Munch-Sammlung außerhalb Norwegens über
Werke von Giacometti, Picasso, Monet und Chagall bis zu Kokoschka, Beckmann und Corinth. Aber auch Vertreter der Pop Art und Werke von Rothko,
Merz, Twombly, Beuys, Bacon und Baselitz sind hier ebenso zu sehen wie
mittelalterliche Skulpturen und Tafelbilder oder Werke zeitgenössischer
Schweizer Künstler. In der aktuellen Ausstellung „Großstadtrausch/Naturidyll
Kirchner – die Berliner Jahre“ würdigt das Haus Ernst Ludwig Kirchner im
Spannungsverhältnis zwischen seinem Leben in der pulsierenden Großstadt
Berlin und auf der beschaulichen Ostseeinsel Fehmarn.
Donnerstag, 6. April 2017
Winterthur: Sammlung Reinhart „Am Römerholz“
In der ehemaligen Villa des namhaften Schweizer Kunstsammlers Oskar Reinhart spiegelt sich dessen Vorliebe für die französische Malerei des 19. Jahrhunderts wider. Mit größeren Werkgruppen sind Courbet, Daumier, Renoir und
Cézanne vertreten und werden durch bedeutende Beispiele älterer Epochen
ergänzt. Einzigartig ist dieser Ort, da die einstige Privat-Villa heute mit der
angebauten Gemäldegalerie als Ausstellungsfläche dient.
Winterthur: Museum Oskar Reinhart am Stadtgarten
Im Zentrum Winterthurs präsentiert ein eigenes Museum die Sammlung der
Malerei des 19. Jahrhunderts von Oskar Reinhart. Werke von Feuerbach, Leibl,
Böcklin, Kersting und allen voran Friedrichs „Kreidefelsen auf Rügen“ geben
einen sehr guten Überblick über die Kunst des Klassizismus und der Romantik.
Wer die beeindruckend hochwertige und vielfältige „Museumslandschaft“
der Schweiz erkunden möchte, steht vor der Entscheidung, aus rund 200
Kunstmuseen auszuwählen. Oftmals gehen diese zurück auf kunstinteressierte
Industrielle oder Kunsthändler, die ihre Kollektionen Museen übergeben. Die
Sammlungen werden mit je eigenen Akzenten „in Szene“ gesetzt, so dass
eine „Begegnung“ mit Künstlern verschiedener Epochen ermöglicht wird.
Neben den großen Häusern in Basel, Zürich und Bern wird der Kunsthistoriker Rainer Thiesen mit Ihnen auch private Museen in Baden, Winterthur
und Rorschach besuchen.
Programm
Montag, 3. April 2017
Busreise von Köln (7.30 Uhr) und Bensberg (8.15 Uhr) nach Bad Säckingen,
das sich am späten Nachmittag bei einem Spaziergang erschließt.
Dienstag, 4. April 2017
Basel: Kunstmuseum Basel
Zu den Schätzen der weltberühmten Sammlung mit rund 4 000 Gemälden,
Skulpturen, Installationen und Videos sowie 300 000 Zeichnungen und Druckgrafiken aus sieben Jahrhunderten gehören ebenso Hans Holbeins berühmtes
„Familienbildnis“, Franz Marcs „Tierschicksale“ und Max Beckmanns „Das
Nizza in Frankfurt am Main“ wie Hauptwerke von Böcklin, Hodler, Giacometti,
Picasso, Sophie Taeuber-Arp oder Jackson Pollock.
Basel: Tinguely Museum
Das direkt am Rhein gelegene Haus wurde vom Tessiner Architekten Mario
Botta 1996 entworfen und zeigt die größte Werksammlung des zeitgenössischen Eisenplastikers Jean Tinguely.
Basel: Fondation Beyeler mit „Monet-Ausstellung“
Zur Präsentation der umfangreichen Kunstsammlung des Galeristen-Ehepaares Beyeler entwarf der Architekt Renzo Piano in den 1990er Jahren ein Haus,
in dem Natur, Tageslicht und Kunst ein spannendes Verhältnis eingehen. In
einer Jubiläums-Sonderausstellung sind nun 50 Meisterwerke von Claude
Monet – entliehen aus berühmten Sammlungen und Museen – zu sehen.
116
Leistungen
ƒƒ Busreise ab Köln und Bensberg
sowie zurück;
ƒƒ 6 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Dusche/WC im Ringhotel Goldener Knopf in Bad
Säckingen;
ƒƒ Frühstücksbuffet im Hotelrestaurant;
ƒƒ Drei-Gänge-Abendmenü im
Hotelrestaurant an allen Tagen;
ƒƒ Führungen, Besichtigungen, Eintritte (98,00 CHF) und Gebühren
laut Programm;
ƒƒ Bereitstellung eines Funk-Kopfhörersystems;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg ab/bis Köln
unter Mitwirkung lizenzierter
Fachkräfte in einigen Museen;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
Freitag, 7. April 2017
Rorschach: Forum Würth Rorschach
Das Unternehmen Würth eröffnete 2013 einen neuen Firmensitz direkt am
Ufer des Bodensees, der auch die 15. Kunstdependance des Unternehmers
und Sammlers Reinhold Würth ist. Auf rund 600 Quadratmetern zeigen Wechselausstellungen Werke aus seiner umfangreichen Sammlung. Die aktuelle
Ausstellung „Menagerie“ akzentuiert mit Werken von Picasso, Magritte, Flanagan und Longo das Thema Tiere, Fabelwesen und mythologische Kreaturen.
Baden: Kunstmuseum Villa Langmatt
Ebenfalls auf eine private Sammlung geht das Konzept der Villa Langmatt
zurück: Das Industriellen- und Sammlerpaar Sidney und Jenny Brown-Sulzer
richtete das Interesse auf französische Impressionisten, darunter bekannte
Namen wie Corot, Degas, Monet, Renoir, Pissaro, Sisley, Cézanne und Gauguin, ergänzt durch Vertreter des 18. Jahrhunderts. Einen Eindruck vom
kultivierten Lebensstil einer Industriellenfamilie jener Zeit vermitteln die mit
französischem Mobiliar ausgestatteten einstigen Wohnräume.
Hotel
ƒƒ Das traditionsreiche Ringhotel
Goldener Knopf befindet sich
mit 68 Zimmern im Herzen der
Altstadt von Bad Säckingen. Idyllisch ist der Blick auf den Rhein
und Europas längste gedeckte
Holzbrücke, die in die Schweiz
führt.
Preis
1.456,00 €
pro Person im Doppelzimmer
Einzelzimmerzuschlag
90,00 €
Teilnehmerzahl
min. 15 Personen
max. 25 Personen
Leitung
ƒƒ Rainer Thiesen, Köln
Kunsthistoriker
Besuch der Sonderausstellungen
ƒƒ Claude Monet
in der Fondation Beyeler, Basel
ƒƒ Großstadtrausch/Naturidyll
Kirchner – die Berliner Jahre
im Kunsthaus Zürich
ƒƒ Menagerie – Tiere, Fabelwesen,
mythologischen Kreaturen
im Forum Würth, Rorschach
Samstag, 8. April 2017
Bern: Zentrum Paul Klee
Markant ist die wellenförmig gestaltete Fassade des Zentrums Paul Klee, das
einer Landschaftsskulptur gleicht. Das Ziel des Architekten Renzo Piano war
es, mit dem Haus „einen Ort zu schaffen, der dem Geist von Paul Klee entspricht, der außergewöhnlich war in seiner Einfachheit und seiner Kreativität.“
Auch das Innere des Hauses begeistert: Mit rund 4 000 Gemälden, Aquarellen
und Zeichnungen verfügt es über die weltweit umfassendste Klee-Sammlung.
Skulpturenpark Kloster Schönthal
Seit nunmehr 16 Jahren entsteht im Park des ehemaligen Klosters Schönthal
auf rund 100 ha ein Skulpturenpark. Getragen von einer Privatinitiative
entwickeln internationale und Schweizer Künstler im Dialog mit der Natur
Skulpturen (Spaziergang).
Sonntag, 9. April 2017
Rückreise nach Bensberg (Ankunft ca. 17.00 Uhr) und Köln (Ankunft ca.
17.45 Uhr).
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
117
18. bis 23. April 2017 (Di.-So.)/Osterferien NRW
Spanien
Baskisch. Modern.
Bilbao, San Sebastián und die Weinregion Rioja
als Fremdkörper im historischen Stadtbild wirkt, zeigt das avantgardistisch
wirkende Guggenheim-Museum von Frank O. Gehry. Nimmt das amorphe,
silbern glänzende Gebäude aus Kalk, Glas und Titan schon von außen gefangen, so faszinieren im Innern die sublimen Lichtwirkungen, die die Werke der
Avantgarde bis zur Gegenwartskunst wirkungsvoll in Szene setzen. Nach dem
Mittagessen im Bistro des Guggenheim Museums, das ebenfalls von Gehry
entworfen wurde und mit zeitgenössischer Kunst ausgestattet ist, präsentiert
sich die Altstadt: mit den „Sieben Straßen“ am rechten Flussufer, mit vielen
Cafés, Restaurants und Geschäften, dem Arriaga-Theater, der Kathedrale
Santiago oder auch der Plaza Nueva.
Donnerstag, 20. April 2017
Zu „Kathedralen“ des Weins in die Rioja Alavesa
Wie kaum in einer anderen Weinregion verwirklichten Star-Architekten im
Rioja-Gebiet ihre Vorstellungen von moderner Weinarchitektur. In der bezaubernden Landschaft finden sich neben wunderschönen, traditionellen
Bodegas auch wahre „Kathedralen des Weins“: Wie eine einzige organische
Wellenlinie aus Holz und Stahl präsentiert sich die von Santiago Calatrava
entworfene Bodega Ysios nahe dem Winzerstädtchen Laguardia (Außenbesichtigung). Frank O. Gehry baute mit gestalterischen Elementen, die an die
Architektur des Guggenheim-Museums erinnern, die „Ciudad del Vino“, die
Stadt des Weines. An eine liegende Weinflasche erinnert der futuristische
Anbau der iranischen Architektin Zaha Hadid an der traditionellen Bodega
Viña Tondonia in Haro, von dessen legendärem Bahnhofsviertel aus einst die
Weinzüge im Stundentakt Richtung Frankreich und dem restlichen Europa
rollten (Außenbesichtigung). Ergänzt wird der Tag mit einer Weinprobe in der
herrschaftlichen Weinbodega Marqués de Riscal und einem Mittagessen im
„Restaurant 1860“ des dazugehörigen avantgardistisch wirkenden Luxushotels, das einem Entwurf von Frank O. Gehry folgt.
Mit spektakulären Neubauten der bekanntesten Architekten der Welt sind
Bilbao, das Weinbaugebiet Rioja Alavesa und San Sebastián Magneten für
Architektur-, Wein- und Kunstliebhaber geworden. Herausragend sind das
Guggenheim Museum von Frank O. Gehry, das mit seinen Titankurven neues Wahrzeichen Bilbaos ist, die Zubizuri-Fußgängerbrücke, die von Santiago
Calatrava als Segelschiff mit gläsernem Boden gestaltet wurde, die kurios
überdachten U-Bahn-Eingänge von Norman Foster oder das von ihm verkleidete Gebäude des Gesundheitsministeriums Osakidetza, das wie ein großer
Kristall wirkt. Ebenso setzen die Hochhäuser der Architekten Arata Isozaki und
César Pelli im Konzert mit Gebäuden anderer Zeiten städtebauliche Akzente.
Da in der nahen Rioja Alavesa spektakuläre „Kathedralen des Weins“ in zauberhafter Landschaft entstanden, nehmen Sie diese mit dem Kunsthistoriker
Dr. Till Busse ebenso in Augenschein, wie Sie Köstlichkeiten aus Küche und
Keller genießen. Wie belebend das Miteinander von Tradition und Moderne
im Baskenland ist, erleben Sie auch bei Spaziergängen durch mittelalterliche
Winzerstädtchen und nicht zuletzt in San Sebastían, der „Perle des Atlantiks“.
Programm
Dienstag, 18. April 2017
Flug mit Eurowings von Düsseldorf (12.05 Uhr) nach Bilbao (14.10 Uhr). Schon
am Flughafen erhalten Sie einen ersten Eindruck moderner Architektur, denn
dieser ist ein Werk des Star-Architekten Santiago Calatrava.
¡Bienvenidos!
Vom Aussichtspunkt Artxanda bietet sich ein wunderbarer Panoramablick auf
Bilbao, bevor es mit der Standseilbahn hinab ins Stadtzentrum geht. Über die
Zubizuri-Fußgängerbrücke von Santiago Calatrava führt der Spaziergang entlang des Flusses Nervión zur neu entstandenen Kunstmeile. Hier beeindruckt
auch das Museum der Schönen Künste, das nach dem Prado in Madrid die
zweitgrößte Kunstsammlung Spaniens ist und mit Werken alter spanischer
Meister wie Morales, El Greco, Zurbarán, Ribera oder Goya, aber auch mit
baskischen und zeitgenössischen Künstlern punktet.
Mittwoch, 19. April 2017
Spektakuläre Architektur, Flair und Tradition
Dass und warum in Bilbao außergewöhnliche, moderne Architektur nicht
118
Leistungen
ƒƒ Flug mit Eurowings von Düsseldorf nach Bilbao sowie zurück
inkl. Steuern und Gebühren u. a.
für ein Gepäckstück bis 23 kg,
das aufgegeben wird (Fluggesellschaft und -zeiten vorbehaltlich
möglicher Änderungen; andere
Flughäfen auf Anfrage und ggf.
gegen Aufpreis);
ƒƒ 5 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/
WC im Hotel Mercure Jardines
de Albia und Frühstücksbuffet im Hotelrestaurant;
ƒƒ Weinprobe am 20.4.2017;
ƒƒ Drei-Gänge-Mittagsmenü
inkl. Tischgetränken im Bistro
des Guggenheim Museums am
19.4.2017;
ƒƒ Fünf-Gänge-Mittagsmenü inkl.
Tischgetränken am 20.4.2017
im „Restaurant 1860“ des Hotels
Márques de Riscal;
ƒƒ Drei-Gänge-Abendmenü inkl.
Tischgetränken am 21. und
22.4.2017 in verschiedenen
Restaurants inkl. Tischgetränken;
ƒƒ Führungen, Besichtigungen,
Eintritte und Gebühren;
ƒƒ Bootsfahrt am 22.4.2017;
ƒƒ Transfers mit einem Reisebus am
An-/und Abreisetag;
ƒƒ Ausflüge mit einem Reisebus am
20. und 21.4.2017;
Freitag, 21. April 2017
An die spanische „Côte d’Azur“: nach San Sebastián
Vom Hausberg Monte Igueldo bietet sich ein wunderbarer Blick auf San
Sebastían, das sowohl durch elegante Villen, Cafés und Bauten der Belle
Époque geprägt ist als auch durch moderne Architektur. Entlang der „Concha“, der berühmten Sandbucht mit herrlicher Strandpromenade, führt der
Spaziergang durch die Altstadt mit dem Palast von Miramar, den Kirchen San
Vicente und Santa María del Coro, dem Marktviertel mit Fischerhafen sowie
zum avantgardistischen, vom spanischen Architekten Rafael Moneo entworfenen „Kursaal“. Das aus zwei Kuben bestehende Gebäude wirkt wie riesige
gestrandete und schräg steckengebliebene Kristalle. In faszinierender Weise
„antwortet“ die moderne Skulptur „Peine del Viento“ von Eduardo Chillida
auf die Nähe des oft stürmischen Atlantiks. Auch in weiteren Bauwerken setzt
sich das Wechselspiel zwischen Natur und Architektur fort: Das Museo del
Telmo, das ein Klostergebäude aus dem 16. Jahrhundert mit einem modernen
Gebäude von 2011 verbindet, fügt sich in die felsige Landschaft des Monte
Urgull ein. Und das Chillida-Leku-Museum, ein Werk des Bildhauers Eduardo
Chillida, verbindet eindrucksvoll Kunst, Natur und Reflexion.
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg ab/bis
Düsseldorf;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
Hotel
ƒƒ Vom Hotel Mercure Jardines de
Albia im Hauptgeschäftsviertel von Bilbao sind das Guggenheim Museum, das Museum
der Schönen Künste und das Altstadtviertel Casco Viejo fußläufig
zu erreichen. Die 138 Zimmer
wurden unlängst modernisiert.
Preis
1.573,00 €
pro Person im Doppelzimmer
Einzelzimmerzuschlag
257,00 €
Doppelzimmer zur Einzelnutzung
Teilnehmerzahl
min. 15 Personen
max. 28 Personen
Leitung
ƒƒ Dr. Till Busse, Köln
Kunsthistoriker
Hinweis
ƒƒ Dank der zentralen Lage des
Hotels werden die Programmpunkte in Bilbao durch Spaziergänge miteinander verbunden.
Samstag, 22. April 2017
Bilbao: Jugendstil, Industriegeschichte, Lebenskultur
Der Besuch des Mercado de la Ribera regt in interessanter Architektur Geruchs- und Geschmackssinn an. Interessant ist auch die Konzeption der
„Azkuna Zentroa“ in einem Jugendstilgebäude von Ricardo Bastida, das nach
Plänen des französischen Designers Philippe Starck restauriert wurde. Dort,
wo über Jahrzehnte Wein lagerte, laden heute zahlreiche Restaurants ein. Das
Industriemuseum unweit des Hafens und in Sichtweite der Biskaya-Brücke
zeigt anschaulich, wie die Industriekrise in den 1970er- und 1980er-Jahren
Bilbao zu tief greifenden Veränderungen veranlasste. Die Biskaya-Brücke ist
die älteste Schwebefähre der Welt und verbindet die Stadtteile Portugalete und Getxo. Nach einer Überquerung in 45 Metern Höhe (Fahrt mit der
Schwebefähre oder Spaziergang über den Brückensteg) bieten sich bei einer
Bootsfahrt zum Guggenheim-Museum interessante Perspektiven.
Sonntag, 23. April 2017
¡Adiós!
Flug von Bilbao mit Eurowings (13.20 Uhr) nach Düsseldorf (15.20 Uhr).
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
119
12. bis 17. Juni 2017 (Mo.-Sa.)
Spanien
¡Bienvenidos a Madrid!
Facetten der spanischen Hauptstadt
Prächtige Avenidas und schmale Gassen der Altstadt, Gebäude des Mittelalters
und der Postmoderne, ausgedehnte Parkanlagen und mondäne Kaffeehäuser,
Renaissance und Jugendstil – wer eine europäische Hauptstadt mit besonderem Flair neu entdecken möchte, ist in Madrid richtig. Der Königspalast, das
„Wohnzimmer“ der Bourbonen-Monarchie, lädt hier ebenso ein wie die Residenz des Malers Joaquín Sorolla oder die populärste kulinarische Sammlung
der Stadt: das Schinkenmuseum. Madrid kennt viele Gesichter und spiegelt
in Architektur und Ambiente den Einfluss der spanischen Regionen. Reiche
Geschichte trifft hier auf ein pulsierendes Leben, das in seinen Bann zieht.
Entdecken Sie bei geruhsamen Spaziergängen die spanische Hauptstadt sozusagen von innen, es begleiten Sie die Madrilenin Blanca Carillo und Raimund
Allebrand, für den Spanien seit vielen Jahren sein „zweites Zuhause“ ist.
Programm
Montag, 12. Juni 2017
¡Bienvenidos a Madrid!
Flug mit Iberia von Düsseldorf (12.05 Uhr) nach Madrid (14.50 Uhr) und Fahrt
mit dem Reisebus zum Hotel Liabeny, das ideal in der Fußgängerzone
liegt. Nachmittags führt ein Spaziergang in den weitläufigen Parque del Buen
Retiro, der einer der beliebtesten Parks der Madrilenen inmitten der Stadt
und mit vielen Monumenten ausgestattet ist, die auf die Geschichte seiner
einst königlichen Anlage weisen.
Dienstag, 13. Juni 2017
Madrid der Madrilenen
Lange eine höfische Kleinstadt mit streng kastilischer Architektur, atmet das
historische Zentrum zwischen Gran Vía und Plaza Mayor bis heute diesen
Geist, wie sich bei einem Stadtrundgang in kleiner Gruppe zeigt, der auch
von vielen Stationen lebt: Traditionelle Schokolade mit Gebäck in der Chocolatería San Ginés darf dabei ebenso nicht fehlen wie ein Halt an einem der
populärsten Orte, dem Schinkenmuseum. Mittags bietet sich Gelegenheit
zu einem Mittagsimbiss im Jugendstil-Kasino des Círculo de Bellas Artes.
Die Gran Vía
Am Nachmittag werden Entwicklungen der modernen Metropole vom Beginn
des 20. Jahrhunderts an beleuchtet. Durch eine abwechslungsreiche Szene120
Leistungen
ƒƒ Flug mit Iberia von Düsseldorf
nach Madrid sowie zurück inkl.
Steuern und Gebühren u. a. für
ein Gepäckstück bis 23 kg, das
aufgegeben wird (Fluggesellschaft und -zeiten vorbehaltlich
möglicher Änderungen; andere
Flughäfen auf Anfrage und ggf.
gegen Aufpreis);
ƒƒ 5 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/
WC im Hotel Liabeny;
ƒƒ Frühstücksbuffet im Hotelrestaurant;
ƒƒ Drei-Gänge-Abendmenü inkl.
Tischgetränken im Hotelrestaurant an allen Tagen;
ƒƒ Führungen, Besichtigungen,
Eintritte und Gebühren;
ƒƒ Transfers mit einem Reisebus
vom/zum Flughafen Madrid;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg ab/bis
Madrid;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
rie mit monumentalen Gründerzeitfassaden führt die Prachtstraße Gran Vía
über die Plaza de España mit dem berühmten Cervantes-Denkmal in eine
überraschende Parklandschaft.
Mittwoch, 14. Juni 2017
Madrid der Bourbonen
Im „Wohnzimmer“ der Monarchie: Die Führung im Königspalast bringt Einblicke in Stil und Lebenswelt der Bourbonen-Dynastie. Dazu gehören auch
Fresken des Hofmalers Francisco Goya in der Kapelle von San Antonio de la
Florida unterhalb der Königlichen Gärten. Ein Verweilen im mondänen Café
de Oriente am Opernplatz rundet die Eindrücke ab, bevor das lebhafte Fußgängerviertel um die Puerta del Sol oder andere Ziele der Stadt Raum für
die Gestaltung eines eigenen Programms lassen.
Donnerstag, 15. Juni 2017
In der Museumsmeile
Am Paseo del Prado befinden sich die berühmten Madrider Kunstmuseen
mit ihrer Vielfalt an Schätzen aus den vergangenen Jahrhunderten. Da liegt
es nahe, dass Sie im Museo del Prado unter Leitung von Blanca Carillo einen
Einblick in ausgewählte Abteilungen der großen Gemäldesammlung vom
flämischen Spätmittelalter bis zu Picasso erhalten. Anschließend ist Zeit,
Eindrücke zu vertiefen oder das Kunstzentrum Reina Sofía zu besuchen, das
einen Querschnitt spanischer Malerei präsentiert.
Barcelona in Madrid
Abstecher in ein Wohnviertel: Zwischen der Paseo de la Castellana und der
Gran Vía entstand mit der Stadterweiterung ein Quartier, das deutliche Einflüsse des Modernisme, wie er aus Katalonien bekannt ist, verrät. Hier befindet
sich in einer typischen Wohnetage des 19. Jahrhunderts das Nationalmuseum
der Romantik, das exzellente Gemälde aus derselben Zeit von Künstlern wie
Francisco de Goya, Federico de Madrazo oder Antonio Esquivel ebenso birgt,
wie es mit Möbeln aus der Zeit der Romantik und weiteren Gegenstände das
Wohnambiente der Gründerzeit erahnen lässt.
Freitag, 16. Juni 2017
Berühmte Sammlungen
Wo einst der bedeutende spanische Dichter des sogenannten Goldenen
Zeitalters, Lope de Vega, und der Autor des „Don Quijote“, Miguel de Cervantes, wohnten, führt der Spaziergang durch das „Literatenviertel“ zum
Museum Thyssen-Bornemisza im Palacio de Villahermosa, das mit seiner
reichen Sammlung einem Gang durch die Kunstgeschichte vom 13. bis zum
20. Jahrhundert gleicht.
Andalusien in Madrid
Ein Geheimtipp ist das einstige Palais des impressionistischen Modemalers
Joaquín Sorolla, das im andalusischen Stil am Stadtrand errichtet wurde. Hier
werden zahlreiche Werke dieses vielseitigen, im Ausland wenig bekannten
Künstlers, der 1923 in Madrid starb, gezeigt. Anschließend lädt die Prachtstraße Paseo de la Castellana mit mondänen Kaffeehäusern zum Spaziergang und später vielleicht zum Ausklang des Tages zu einem Aperitif auf der
lebhaften Plaza Santa Ana ein.
Hotel
ƒƒ Das Traditionshotel Liabeny
(220 Zimmer) befindet sich nahe
der Puerta del Sol inmitten der
Fußgängerzone. Viele Sehenswürdigkeiten wie das Museo del
Prado oder die Sammlung Thyssen-Bornemisza werden nach
rund 10 Gehminuten erreicht.
Preis
1.418,00 €
pro Person im Doppelzimmer
Einzelzimmerzuschlag
250,00 €
Doppelzimmer zur Einzelnutzung
Teilnehmerzahl
min. 15 Personen, max. 20 Personen
Leitung
ƒƒ Raimund Allebrand, Bonn
Publizist und Spanien-Experte
ƒƒ Blanca María Carrillo, Madrid
Kunsthistorikerin und lizensierte
Fremdenführerin
Hinweis
ƒƒ Die Hauptstadt Spaniens erschließt sich bei ausgedehnten
Spaziergängen. Etwaige Kosten
zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel sind nicht im Preis
inkludiert.
Samstag, 17. Juni 2017
¡Adiós Madrid!
Nach Zeit für einen Abschiedsspaziergang Transfer mit dem Reisebus zum
Flughafen und Flug mit Iberia (15.55 Uhr) nach Düsseldorf (18.25 Uhr).
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
121
26. Juni bis 3. Juli 2017 (Mo.-Mo.)
Spanien
Katalanisch. Herausragend!
Kultur- und Naturschätze am Fuße der Pyrenäen
Mittwoch, 28. Juni 2017
Schätze in wunderbarer Landschaft
Nach einem Aufenthalt in Cardona lockt es auf Fahrt gen Norden, zwei weitere
interessante Kirchen zu besuchen: Sant Esteve d’Olius repräsentiert lombardische Romanik des 11. Jahrhunderts und verfügt auch über eine kleine dreischiffige Krypta, die von sechs unterschiedlichen Säulen getragen wird. In der
gotischen Kathedrale von Solsona sind ein Portal aus dem 12. Jahrhundert
und eine der schönsten romanischen Mariendarstellungen erhalten: La Mare
de Déu del Claustre des okzitanischen Meisters Gilabertus. Abends wird der
Parador in La Seo d’Urgell erreicht, der sich neben der romanischen Kathedrale befindet. Sie ist ein schönes Beispiel italienisch beeinflusster Romanik
im Katalonien des 11. und 12. Jahrhunderts.
Donnerstag, 29. Juni 2017
Romanische Schätze in der Einsamkeit (UNESCO-Weltkulturerbe)
Im kargen, abgeschiedenen Gebirgstal Vall de Boí in den westlichen Pyrenäen
ist das wohl weltweit bedeutendste Ensemble romanischer Kirchen aus dem
11. und 12. Jahrhundert mit einzigartigen Fresken zu sehen: Heilige und
Fabelwesen bisher unbekannter Maler schmücken die Wände, ein Lifan, der
mit den Stoßzähnen an einen Elefanten erinnert, ein Kamel, das von Bergbewohnern erdacht wurde …
Südlich der Pyrenäen zeugen in einsam gelegenen Gebirgstälern, auf Bergen
wie in malerischen Dörfern und Kleinstädten vor allem auch großartige Kirchen und Klöster von einer kulturell reichen Vergangenheit. So verbindet diese
Ferienakademie – abseits gängiger Reiserouten – herausragende Zeugnisse
einstiger Lebens- und Glaubenswelten mit beeindruckenden Landschaftserfahrungen: von Poblet im Süden über Cardona und das einsam gelegene
Pyrenäen-Gebirgstal Vall de Boí und über Víc bis Girona. Nicht versäumt
werden auch Besuche in den sehr bedeutenden Museen romanischer Kunst
in Barcelona und Víc. Einen besonderen Akzent bei dieser Rundreise setzen
nicht zuletzt die Übernachtungsorte: Sie wohnen in drei historischen Paradores sowie im Gästehaus des Zisterzienserklosters Poblet.
Programm
Montag, 26. Juni 2017
Aufbruch nach Katalonien
Flug mit Lufthansa von Frankfurt/Main (13.00 Uhr) nach Barcelona
(15.00 Uhr), Empfang durch Ihren Reiseleiter Matthias Franze und Fahrt
zum Gästehaus des bis heute von den „Weißen Mönchen“ bewohnten Klosters Santa Maria de Poblet, das 1151 gegründet wurde und zum UNESCOWeltkulturerbe zählt.
Dienstag, 27. Juni 2017
Zisterziensisch. Eindrucksvoll: Die Klöster Poblet und Santa Creus
Als „Theologie in Stein“ sind die beiden Zisterzienserklöster Poblet und Santa Maria de Creus zu begreifen: Ihre Anlagen mit Kirchen und Kreuzgängen
spiegeln in ihrer Klarheit und Schlichtheit in unverwechselbarer Weise den
benediktinischen Grundsatz „Ora et labora“ wider.
„Schatzkammer romanischer Fresken“
Da das Museu National d’Art de Catalunya die weltweit größte Sammlung romanischer Fresken zeigt, ist ein Abstecher nach Barcelona unbedingt lohnend.
In maßstabgerechter Architekturkulisse beeindrucken hier Original-Fresken
aus Apsiden von 29 bedeutenden romanischen Kirchen, die vor den Zerstörungen des Spanischen Bürgerkrieges gerettet wurden. Tagesziel ist der Parador
Cardona, der die Gäste in einer mächtigen romanischen Burg empfängt.
122
Leistungen
ƒƒ Flug mit Lufthansa von Frankfurt/Main nach Barcelona sowie
zurück inkl. Steuern und Gebühren u. a. für ein Gepäckstück
bis 23 kg, das aufgegeben wird
(Fluggesellschaft und -zeiten
vorbehaltlich möglicher Änderungen; andere Flughäfen auf
Anfrage und ggf. gegen Aufpreis);
ƒƒ 1 Übernachtung im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/WC
im Gästehaus des Zisterzienserklosters Poblet;
ƒƒ 1 Übernachtung im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/WC
im Parador de Cardona;
ƒƒ 2 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/
WC im Parador de La Seu
D‘Urgell;
ƒƒ 1 Übernachtung im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/WC
im Parador de Víc-Sau;
ƒƒ 2 Übernachtungen im Doppelzimmer im Hotel Melia
Girona;
ƒƒ Frühstücksbuffet in den Hotelrestaurants;
ƒƒ Mehr-Gänge-Abendmenü an
sechs Tagen in den Hotelrestaurants sowie am letzten Tag in
einem Restaurant in Girona;
ƒƒ Führungen, Besichtigungen,
Eintritte und Gebühren;
Freitag, 30. Juni 2017
Mittelalterliche Kunst und Naturerleben: Ripoll, Abadesses, Víc
Über das Städtchen Ripoll, wo sich am romanischen Portal des Klosters
Santa Maria der reiche Skulpturenschmuck aus dem 12. Jahrhundert mit
biblischen, historischen und allegorischen Szenen wie ein Bilderbuch liest,
wird Sant Joan de les Abadesses erreicht. Hier überrascht eine Skulpturengruppe mit sieben Figuren aus dem Jahr 1251, welche die Kreuzabnahme
darstellt und als Heiliges Mysterium bekannt ist. Später lohnt – inmitten der
Vulkanlandschaft von La Garrotxa – ein Spaziergang durch das mittelalterlich
geprägte Santa Pau mit dem bogenumsäumtem Marktplatz, der Burg und
der Kirche Santa María.
Samstag, 1. Juli 2017
Von Víc über L’Estany nach Girona
Ziele des Aufenthaltes in Víc sind die beeindruckende Kathedrale mit romanischer Krypta, gotischem Kreuzgang und dem einstigen Altar aus Alabaster
(15. Jahrhundert) und vor allem das Episkopalmuseum. Mit seiner Sammlung
von Meisterwerken der romanischen und gotischen Malerei und Bildhauerei
ist das Haus – neben dem Museu National d’Art de Catalunya – eines der
bedeutendsten Romanik-Museen der Welt. Die Eindrücke dieses Tages werden
abgerundet durch die Betrachtung des reichen und hervorragend erhaltenen
Kapitellschmucks im Kreuzgang des einstigen Augustinerklosters in L’Estany:
ein weiterer Höhepunkt der Romanik in Katalonien.
Sonntag, 2. Juli 2017
Malerisches Girona und ein Abstecher nach Sant Pere de Rodes
Ein Rundgang durch die engen Gassen der historischen Altstadt führt zur
gotischen Kathedrale Santa Maria (Baubeginn um 1300) mit barocker Fassade und romanischer Ausstattung. Besonders sehenswert sind der Kreuzgang
mit Kapitellen aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts und vor allem der
„Schöpfungsteppich“ (11. Jahrhundert). Auch die arabischen Bäder, die Abtei
Sant Pere de Galligants, die Kirche San Feliu sowie gut erhaltene Reste des
ehemaligen Judenviertels sind von Interesse. Vom Schmuckstück der Romanik – Sant Pere de Rodes – genießen Sie am Nachmittag bei gutem Wetter
einen atemberaubenden Blick auf das Mittelmeer und über die Costa Brava.
Montag, 3. Juli 2017
Über Kloster Montserrat zurück
Abschließend Besuch des auf einem zerklüfteten Bergmassiv gelegenen
Benediktinerklosters Santa Maria de Montserrat, dem spirituellen Zentrum
Kataloniens. Die hier verehrte Schwarze Madonna aus dem 12. Jahrhundert
ist Schutzpatronin Kataloniens und thront über dem Hochaltar.
Flug mit Lufthansa von Barcelona (15.50 Uhr) nach Frankfurt/Main (18.00
Uhr).
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
ƒƒ Bereitstellung eines Funk-Kopfhörersystems;
ƒƒ Rundreise mit einem Reisebus
ab/bis Flughafen Barcelona;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg ab/bis
Barcelona;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
Hotels
ƒƒ Poblet: Das Gästehaus des Zisterzienserklosters verfügt über
42 geschmackvoll-schlicht eingerichtete Zimmer und besticht
durch die Atmosphäre im Klosterkomplex. (1 Übernachtung)
ƒƒ Cardona: Der Parador de
Cordona (54 Zimmer) ist in
einer prachtvollen Festung aus
dem 9. Jahrhundert eingerichtet,
die malerisch über dem Ort Cardona liegt. (1 Übernachtung)
ƒƒ La Seu d’Urgell: Am Fuße der
katalonischen Pyrenäen befindet
sich neben der romanischen Kathedrale der Parador de La Seu
D‘Urgell (79 Zimmer, Pool;
(2 Übernachtungen)
ƒƒ Víc (Nähe): In ruhiger Lage am
Stausee Sau und mit Panoramablick auf den Gebirgszug Guillerás empfängt der Parador de
Vic-Sau in einem traditionellen katalanischen Landhaus (38
Zimmer, Pool; 1 Übernachtung)
ƒƒ Girona: Vom Hotel Meliá
Girona (111 Zimmer) ist die
Altstadt mit ihren vier Flüssen,
dem jüdischen Viertel und den
arabischen Bädern fußläufig zu
erreichen. (2 Übernachtungen)
Preis
1.789,00 €
pro Person im Doppelzimmer
Einzelzimmerzuschlag
345,00 €
Doppelzimmer zur Einzelnutzung
Teilnehmerzahl
min. 15 Personen, max. 28 Personen
Leitung
ƒƒ Matthias Franze M. A., Arcos de la
Frontera-Cadiz/Spanien
Studium: vergleichende Religions- und Islamwissenschaften,
Indologie, Europäische und
Orientalische Kunstgeschichte
in Bonn, lebt seit 1990 in Andalusien
123
1.bis 7. Oktober 2017 (So.-Sa.)
Spanien
Toledo und Madrid
El Greco und das königliche Kastilien
Dienstag, 3. Oktober 2017
Kathedrale und Hospitäler
Gelegenheit zum Besuch eines Gottesdienstes im mozarabischen Ritus in
der Turmkapelle der Kathedrale mit anschließendem Rundgang durch diese
ranghöchste Kirche Spaniens. Unter dem Titel „El-Greco-Räume“ sind wichtige
Gemälde von El Greco in der Sakristei der Kathedrale, im Hospital de Tavera
und in der Kirche Santo Tomé („Begräbnis des Grafen von Orgaz“) vereinigt.
Auch die kunstvollen Teppiche und Paramente der Kathedrale erhielten
jüngst ein eigenes Museum. Der Besuch im Kloster Santo Domingo mit der
Grabeskirche des El Greco setzt einen weiteren Akzent.
Mittwoch, 4. Oktober 2017
Nach Madrid, in den Prado
Nirgendwo sonst ist die spanische Malerei von der Romanik über El Greco
und Velázquez bis Goya so vollständig zu studieren wie im Museo Nacional
del Prado zu Madrid. Darüber hinaus präsentiert das Haus eine italienische Sammlung mit Weltgeltung. Der Venezianer Tizian war Hofmaler der
spanischen Könige Karls V. und Philipps II.; viele seiner Werke hingen einst
im Alcázar von Toledo. Durch die historische Verbindung Spaniens mit den
Niederlanden hat hier auch die Sammlung der Altniederländischen und Flämischen Malerei höchste Qualität.
Mit der einzigartigen Mischung römischer, westgotischer und islamischer Baustile zieht die malerisch gelegene Stadt Toledo den Besucher in ihren Bann:
Eine Vielzahl romanisch-mudéjarer Pfarr- und Klosterkirchen, zwei sehenswerte Synagogen, die französisch-gotische Kathedrale sowie Bauwerke der
isabellinischen Spätgotik und der Frührenaissance bestimmen das Stadtbild.
Seit dem 16. Jahrhundert erfuhr es kaum Veränderungen.
Besonderes Augenmerk richtet der Kunsthistoriker Dr. Andreas Thiel auf das
Leben und Wirken von El Greco, der rund 40 Jahre in dieser Stadt wirkte und
hier seine bedeutendsten Gemälde schuf. Besuche ausgewählter Sammlungen
im Museo del Prado sowie im Archäologischen Nationalmuseum ergänzen
ebenso die Eindrücke wie ein Spaziergang durch die Gärten von Aranjuez.
Programm
Sonntag, 1. Oktober 2017
Willkommen in Toledo!
Flug mit Iberia von Düsseldorf (12.05 Uhr) nach Madrid (14.50 Uhr) und
Fahrt mit dem Reisebus über die Meseta nach Toledo. Eine Panoramafahrt
um die auf einem Felsen gelegene Altstadt und entlang an der Schlucht des
Tajo vermittelt erste Eindrücke.
Montag, 2. Oktober 2017
Synagogen, Kirchen und Moscheen
An der Nordmauer (Bisagra-Tor, Sonnentor) beginnt der Rundgang durch die
Altstadt: Die Kirche Santiago del Arrabal ist ein hervorragendes Beispiel des
Mudéjar-Stils und wird daher auch „Mudéjar-Kathedrale“ genannt. Die im
Jahr 999 erbaute kleine Moschee Cristo de la Luz weist einen quadratischen
Umriss auf, der mit neun verschieden gestalteten Kuppeln gekrönt ist. Vom
Turm der Jesuitenkirche fällt der Blick auf das Gewirr der Altstadtgassen. Der
lebendige Stadtplatz Zocodover, früher Viehmarkt, lädt zum Verweilen ein.
Weitere Facetten Toledos leuchten beim Besuch der ehemaligen Synagoge
Santa María la Blanca auf. Abschließend beeindruckt San Juan de los Reyes,
Grabkirche der katholischen Könige, mit ihrem herrlichen Kreuzgang.
124
Leistungen
ƒƒ Flug mit Iberia von Düsseldorf
nach Madrid sowie zurück inkl.
Steuern und Gebühren u. a. für
ein Gepäckstück bis 23 kg, das
aufgegeben wird (Fluggesellschaft und -zeiten vorbehaltlich
möglicher Änderungen; andere
Flughäfen auf Anfrage und ggf.
gegen Aufpreis);
ƒƒ 6 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/
WC im Hotel Carlos V;
ƒƒ Frühstücksbuffet im Hotelrestaurant;
ƒƒ Abendmenü im Hotelrestaurant
an allen Tagen;
ƒƒ Lesungen, Führungen, Besichtigungen, Eintritte und Gebühren
laut Programm;
ƒƒ Bereitstellung eines Funk-Kopfhörersystems;
ƒƒ Transfers und Ausflüge mit einem Reisebus laut Programm;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg ab/bis Düsseldorf unter Mitwirkung örtlicher
deutschsprachiger lizenzierter
Fachkräfte;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
Donnerstag, 5. Oktober 2017
El Greco und die Judería
Sowohl das Museo de Santa Cruz als auch das Hospital de Tavera beeindrucken mit Werken vor allem von El Greco, aber auch mit solchen von Ribera,
Tintoretto, Luca Giordano oder Tizian. Nachmittags führt der Spaziergang
durch die Judería mit dem einstigen Wohnhaus El Grecos. Die Synagoge
El Tránsito zeigt einen Innenraum im Alhambra-Stil. Dann geht‘s hinauf zur
Kirche San Román mit einem kleinen Museum zur Kultur der Westgoten in
Spanien. Eine kurze Wanderung durch die Tajoschlucht, vorbei an Felsen und
Schilfgürteln, beschließt den Tag.
Hotel
ƒƒ In der historischen Altstadt von
Toledo – neben der Kathedrale,
der Festung Alcázar sowie der
Plaza Zocodover – befindet sich
das Hotel Carlos V (67 Zimmer) und ist idealer Ausgangspunkt für die Stadtspaziergänge.
Preis
1.376,00 €
pro Person im Doppelzimmer
Einzelzimmerzuschlag
113,00 €
Doppelzimmer zur Einzelnutzung
Teilnehmerzahl
min. 15 Personen
max. 28 Personen
Leitung
ƒƒ Dr. Andreas Thiel, Bad Soden
Kunsthistoriker und Archäologe
Freitag, 6. Oktober 2017
Aranjuez und Madrid
Ein morgendlicher Spaziergang um die Palastanlage und durch die Gärten
von Aranjuez „entführt“ ins Goldene Zeitalter der Spanischen Krone. Später
geht es weiter nach Madrid, wo ein Stadtrundgang den Platz vor dem Königsschloss, die Plaza Mayor und die Gran Vía in Augenschein nimmt. Großartig
präsentiert sich das 2014 neu eröffnete Nationalmuseum und präsentiert
abwechslungsreich die Geschichte Spaniens: Stierskulpturen, die „Dame
von Elche“, griechische, punische und römische Antiken, die Schätze der
Westgoten und der Araber, schließlich die mittelalterlichen Kunstwerke des
Jakobsweges und der Königsklöster birgt diese „Schatzkammer der Nation“.
Samstag, 7. Oktober 2017
Abschied von Toledo
Nach einem letzten Spaziergang durch Toledo Fahrt zum Flughafen von Madrid und Flug mit Iberia (15.55 Uhr) nach Düsseldorf (18.25 Uhr).
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
125
3. bis 8. Oktober 2017 (Di.-So.)
Spanien
Kunstmetropole Málaga
Museen und Sammlungen am Mittelmeer
Hierzulande weniger bekannt ist, dass sich Málaga längst zu einem der
wichtigsten Kulturstandorte Spaniens mit einigen sehr interessanten Museen
entwickelt hat. Hier eröffnete das Centre Pompidou eine Dependance und die
Eremitage aus Sankt Petersburg ist seit 2015 mit einer Filiale vertreten. Mit
dem Museum Carmen Thyssen punktet die Stadt darüber hinaus mit einem
der besten Museen des 19. Jahrhunderts in Spanien. Aufmerksamkeit erfährt
ebenso das Museum für zeitgenössische Kunst, das in Wechselausstellungen
vor allem die dynamische junge Kunstszene zeigt. Und in einem großen eigenen Haus würdigt die Hauptstadt Andalusiens die Werke Pablo Picassos,
der hier 1881 geboren wurde.
Nicht zuletzt ist das Flair der Metropole durch die Lage direkt am Mittelmeer
geprägt: Die elegante neue Hafenpromenade, eine der schönsten des Landes,
wird abends zum quirligen Treffpunkt. Durch die hügelige Landschaft, in die
die andalusische Hauptstadt eingebettet ist, eröffnen sich immer wieder faszinierende Blicke auf Stadt und Meer.
Herzlich laden wir Sie ein, Málaga mit den herausragenden Museen, der arabischen Festung und der riesigen Kathedrale von einem zentral gelegenen
Hotel in der Altstadt zu entdecken.
Programm
Dienstag, 3. Oktober 2017
Flug mit Air Berlin von Düsseldorf (15.55 Uhr) nach Málaga (18.55 Uhr) und
Transfer mit einem Reisebus ins zentral gelegene Hotel Molina Larios,
Programmeinführung und Abendessen im Hotelrestaurant.
Mittwoch, 4. Oktober 2017
Blick-Wechsel: auf die Stadt und in die Geschichte
Vom Burgberg Gibralfaro bieten sich ebenso herrliche Aussichten auf die
Stadt an der Costa del Sol wie von der Alcazaba, der zwischen prächtigen
maurischen Patios und Orangenhainen gelegenen maurischen Festung
Málagas. In der Altstadt beeindruckt das erst in der Nachkriegszeit entdeckte
römische Amphitheater.
Das Flair, die Architektur, das Centre Pompidou
Entlang der neuen Strandpromenade zwischen den Palmen der Hafengärten
und den dynamischen Baldachinen von Jerónimo Junquera (Palmeral de las
126
Leistungen
ƒƒ Flug mit Air Berlin von Düsseldorf nach Málaga sowie zurück
inkl. Steuern und Gebühren u. a.
für ein Gepäckstück bis 23 kg,
das aufgegeben wird (Fluggesellschaft und -zeiten vorbehaltlich
möglicher Änderungen; andere
Flughäfen auf Anfrage und ggf.
gegen Aufpreis);
ƒƒ 5 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/
WC im Hotel Molina Larios;
ƒƒ Frühstücksbuffet im Hotelrestaurant;
ƒƒ Drei-Gänge-Abendmenü oder
-buffet im Hotelrestaurant am
3. und 6.10.2017;
ƒƒ Tapas-Essen am 4.10.2017 und
Drei-Gänge-Abendmenü am
7.10.2017 in örtlichen Restaurants;
ƒƒ Führungen, Besichtigungen, Eintritte und Gebühren;
ƒƒ Bereitstellung eines Funk-Kopfhörersystems;
ƒƒ Karten für Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln in Málaga;
ƒƒ Transfers mit einem Reisebus
am An-/und Abreisetag sowie am
4.10.2017;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg ab/bis Düsseldorf;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
Sorpresas) führt der Spaziergang zum neuen Centre Pompidou. Das Haus
bespielt mit direktem Blick auf die Hafenmarina einen riesigen unterirdischen
Ausstellungsraum mit einer Sammlung, die hochrangige spanische Künstler
von Pablo Picasso bis Antoni Tàpies in ein internationales Panorama einbindet.
Donnerstag, 5. Oktober 2017
Zu Ehren Picassos
„La Manquita“, die Einarmige, wird in Málaga die Kathedrale genannt. Demnach blieb das Gebäude auch nach über zweihundert Jahren Bauphase unvollendet. Dennoch ist die Kirche, die auf den Fundamenten einer alten Moschee
erbaut wurde, einer der höchsten und harmonischsten Renaissance- und
Barockräume Andalusiens. Und ganz in der Nähe befindet sich das Museo
Picasso. Untergebracht in einem alten Adelspalast des 16. Jahrhunderts bietet
das Haus eine der hochwertigsten Sammlungen seiner Werke, die besonders
die innige Verbindung des Malers zu seinen Kindern und seinen Frauen zeigt.
Die Casa Picasso an der lebendigen Plaza de la Merced erzählt von seiner
Kindheit und Jugend in Málaga und präsentiert überdies regelmäßige Sonderausstellungen zu weiteren Künstlern.
Freitag, 6. Oktober 2017
Die Eremitage und das Museo Carmen Thyssen
Weitab von Russland eröffnete in Málaga die erste Filiale des russischen
Staatsmuseums Eremitage auf spanischem Boden. Neben Werken bekannter
Künstler der russischen Avantgarde des frühen 20. Jahrhunderts wie Kandinsky, Malewitsch, Chagall, Rodtschenko oder Tatlin bietet es auch einen Überblick
über russische Kunst von der Ikonen- bis zur Gegenwartskunst. Nachmittags
öffnet die Sammlung Carmen Thyssen-Bornemisza unerwartete Blicke auf
die spanische Kunst des 19. Jahrhunderts: In der farbenfrohen Malerei jener
Jahre herrscht ein spezifisch spanisches Flair, das aber zugleich die Kunst
eines Picasso wegbereitend erahnen lässt: ein Museum voller Überraschungen
für den mit spanischer Kunst nicht vertrauten Mitteleuropäer. Der Besuch im
Museum für Volkskunst und Folklore, das in einem alten Adelspalast eingerichtet ist, rundet die Eindrücke des Tages ab.
Samstag, 7. Oktober 2017
Blick-Wechsel: in Kirchen und in zwei Museen
Vor der Betrachtung zeitgenössischer Kunst richtet sich das Interesse auf
zwei Kirchen: Während die Iglesia de los Mártires im 15. Jahrhundert erbaut wurde und mit einem üppigen Barockschmuck im 18. Jahrhundert
ausgestattet wurde, verweist die Iglesia de San Juan Bautista auf die Eroberung der Stadt durch die katholischen Könige im Jahre 1487. Nach
einem Besuch im „Bauch“ von Málaga – der Markthalle, wo ein maurisches
Stadttor zur Fassade wurde – regen die Exponate im Zentrum für zeitgenössische Kunst zum Gespräch an. Hier spiegelt sich auf faszinierende
Weise wider, welch originelle und durchaus provokante Wege junge Künstler gehen, um Gedanken der Occupy-Generation mit Kunst prägnant zu
formulieren und in Szene zu setzen.
Hotel
ƒƒ Das sehr zentral gelegene Hotel
Molina Larios empfängt die
Gäste mit 103 puristisch-modern
eingerichteten Zimmern in der
Altstadt von Málaga. Von der
Dachterrasse mit Pool bietet sich
ein schöner Blick auch auf die
Kathedrale.
Preis
1.358,00 €
pro Person im Doppelzimmer
Einzelzimmerzuschlag
330,00 €
Doppelzimmer zur Einzelnutzung
Teilnehmerzahl
min. 15 Personen
max. 25 Personen
Leitung
ƒƒ Dr. Till Busse, Köln
Kunsthistoriker
Hinweise
ƒƒ Ausgedehnte Stadt-Spaziergänge
verbinden die Besuche der Museen und Sehenswürdigkeiten
und vermitteln gute Eindrücke
von der andalusischen Metropole
und Lebensart.
ƒƒ Für ausgewählte Zwischendistanzen werden öffentliche Verkehrsmittel genutzt.
Sonntag, 8. Oktober 2017
Gelegenheit zum Besuch eines katholischen Gottesdienstes.
Letzte Blicke: Museum für Schöne Künste
Im Alten Palast des Grafen Buenavista, der zwischen 1530 und 1540 erbaut wurde, werden Skulpturen, Möbel und Keramiken aus den Zeiten der
Gotik, der Renaissance und dem Barock in Spanien gezeigt. Die Werke in
der Dauerausstellung der Abteilung Bellas Artes stammen aus Sammlungen der Academia de Bellas Artes de San Telmo, dem Museo del Prado und
dem heutigen Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía, außerdem aus
Stiftungen von Künstlern und privaten Sammlern. (Besuch vorbehaltlich der
Wiedereröffnung nach längerer Renovierungszeit)
Adiós Málaga!
Fahrt mit dem Reisebus zum Flughafen und Flug mit Air Berlin (17.40 Uhr)
nach Düsseldorf (20.35 Uhr).
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
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7. bis 15. Oktober 2017 (Sa.-So.)
Spanien
Von Parador zu Parador
Kastilien und Extremadura
Montag, 9. und Dienstag, 10. Oktober 2017
Über Aranjuez nach Cáceres
Fahrt durch die ländliche Szenerie nach Aranjuez, die schön gelegene einstige
Frühjahrsresidenz der bourbonischen Monarchen und eine der wichtigsten
Barockstädte Spaniens mit dem Königspalast (Außenbesichtigung) und höfischen Lustgärten. Tagesziel ist Cáceres, eine der schönsten Städte der Extremadura mit einer Altstadt, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört und einem
Parador, der in einem Renaissancepalast inmitten der Altstadt eingerichtet ist.
Cáceres und Guadalupe
Nach einem Rundgang durch Cáceres, die mittelalterliche Stadt der Reconquista mit der Kon-Kathedrale Santa Maria und dem maurischen Wasserreservoir, startet die Fahrt durch den Wald der Sierra de Guadalupe zu einem
der wichtigsten Wallfahrtsorte Spaniens: In der Marienkapelle von Guadalupe
wird seit Jahrhunderten eine schwarze Madonna verehrt. Sehenswert sind hier
der große Klosterkomplex, dessen Gründung bis in die Zeit der Reconquista
zurückreicht, mit Bibliothek, Kreuzgang, dem Museum und der Sakristei.
Mittwoch, 11. Oktober 2017
Römisches Mérida
In Mérida, der einst bedeutenden Römerstadt, Besuch des eindrucksvoll restaurierten römischen Theaters und des Amphitheaters, des Archäologischen
Nationalmuseums, der römischen Brücke sowie der Aquädukte. Nach einem
Mittagessen mit Köstlichkeiten der Extremadura in Malpartida de Cáceres
Besuch des vom deutschen Künstler Wolf Vostell (Fluxus-Bewegung) eingerichteten Museums sowie Spaziergang um die Lagune Barrueco de Arriba,
einem interessanten Feuchtbiotop.
Zwei Regionen Spaniens – Kastilien und Extremadura – mit großartigen Sehenswürdigkeiten, schönen Landschaften und vor allem langer vielseitiger
Geschichte nimmt diese Ferienakademie in den Blick. So haben wir für Sie – im
Einklang mit dieser Schwerpunktsetzung – vor allem Paradores in historischem
Ambiente reserviert: Es sind beeindruckende Orte der Gastfreundschaft, um
das Gesehene des Tages Revue passieren zu lassen und zu vertiefen.
Matthias Franze, der seit vielen Jahren in Spanien lebt, wird mit Ihnen Spuren
verschiedener Kulturen, deren Wege sich in diesen zentralspanischen Regionen kreuzten, betrachten und einen großen Bogen schlagen von Chinchón
und Aranjuez über Cáceres, Mérida, Guadalupe und Salamanca bis Segovia
und Ávila. Lassen Sie sich überraschen!
Programm
Samstag, 7. Oktober 2017
Flug mit Iberia von Düsseldorf (12.05 Uhr) nach Madrid (14.50 Uhr).
Aufs Land!
Im Kontrast zum Trubel der Hauptstadt lädt die Kleinstadt Chinchón und
der dortige Parador in einem ehemaligen Augustinerkloster zum Ankommen
ein. Mit der mittelalterlichen Plaza Mayor, dem alleinstehenden Uhrturm,
der Kirche Nuestra Señora de la Asunción und dem von Francisco de Goya
gemalten Altarbild „Aufnahme Marias in den Himmel“ ist der Ort ein guter
Auftakt für Entdeckungen „auf dem Lande“.
Sonntag, 8. Oktober 2017
Gelegenheit zum Besuch eines katholischen Gottesdienstes in Toledo.
Jahrtausendstadt Toledo
Der heutige Tag ist dem vielfältigen Erbe Toledos gewidmet: allen voran den
Synagogen Santa María la Blanca und El Tránsito, dem Sephardischen Museum, dem jüdischen Viertel, aber auch den kleinen Moscheebauten, den
gotischen Kathedralen oder dem Kloster San Juan de los Reyes. Und selbstverständlich gilt es, in der Geburtsstadt dem großen Meister El Greco nachzuspüren: Eines seiner Hauptwerke ist in Santo Tomé zu bewundern. Nach einer
Panoramarundfahrt um Toledo herum entlang der Tajo-Schlaufe Rückfahrt
nach Chinchón und Abendessen, umgeben von meterhohen Wein-Amphoren.
128
Leistungen
ƒƒ Flug mit Iberia von Düsseldorf
nach Madrid sowie zurück inkl.
Steuern und Gebühren u. a. für
ein Gepäckstück bis 23 kg, das
aufgegeben wird (Fluggesellschaft und -zeiten vorbehaltlich
möglicher Änderungen; andere
Flughäfen auf Anfrage und ggf.
gegen Aufpreis);
ƒƒ 8 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/
WC in -Paradores;
ƒƒ Frühstücksbuffet im Hotelrestaurant;
ƒƒ regionaltypisches Mittagessen
am 11.10.2017;
ƒƒ Drei-Gänge-Abendmenü an vier
Tagen in den Restaurants der
Paradores sowie ein Abendessen
am 8.10.2017 laut Programm;
ƒƒ Führungen, Besichtigungen, Eintritte und Gebühren laut
Programm;
ƒƒ Bereitstellung eines Funk-Kopfhörersystems;
ƒƒ Rundreise mit einem Reisebus
ab/bis Flughafen Madrid;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg ab/bis Madrid unter Mitwirkung örtlicher,
lizenzierter Fachkräfte;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
Donnerstag, 12. Oktober 2017
Durchs Land der Konquistadoren
Auf der Reise gen Norden führt der Spaziergang durch die mittelalterliche
Altstadt von Trujillo, Heimat der Konquistadoren Pizarro und Orellana, mit der
Kirche Santa María la Mayor. Bei Streifzügen durch den Nationalpark Monfragüe lassen sich – mit etwas Glück – die größten Geier-Kolonien Europas
beobachten während in Yuste, am Fuße des Gredos-Gebirges, ein Besuch
des Klosters der Hieronymus-Mönche mit den Gemächern Kaiser Karls V.
lohnt. Inmitten der Obstgärten von Vera und Tiétar, zwischen Wasserläufen
und natürlichen Schwimmbecken sowie eingebettet in eine außergewöhnliche Naturlandschaft befindet sich im einstigen Schlosspalast Karls V. der
Parador Jarandilla.
Freitag, 13. Oktober 2017
Stolzes Kastilien – Goldenes Salamanca
Interessante Landschaftsfahrt über die kastilische Hochebene in die „goldene“
Universitätsstadt Salamanca, Hochburg spanischer Gelehrsamkeit und eine
der schönsten UNESCO-Welterbestädte Spaniens. Spaziergang durch den
schönen Monumentalbezirk mit Betrachtung der Alten und Neuen Kathedrale,
des Stefan-Konvents mit der Dominikaneruniversität, der Casa de las Conchas
mit ihrem originellen Baudekor, der Universität mit den historischen Hörsälen
und der „Himmelstreppe“ zur Plaza Mayor, die wohl kunstvollste Platzanlage
Spaniens. Vom modernen Parador am linken Ufer des Flusses Tormes bietet
sich mit Anbruch der Nacht ein wunderbarer Blick auf die erleuchtete Stadt.
Samstag, 14. Oktober 2017
Über Segovia nach Ávila
Vom Wahrzeichen Segovias – dem berühmten römischen Aquädukt – erschließen sich Gassen der Altstadt mit der ehemaligen Synagoge, der spätgotischen
Kathedrale sowie dem Karmelitenkloster mit der Grablege des Mystikers
Johannes vom Kreuz. Auch die ungewöhnliche, von Tempelrittern außerhalb
der Stadt erbaute Vera-Cruz-Kirche beeindruckt. Ganz anders wirkt dann das
klösterlich-karg wirkende, vollständig von einer gewaltigen Mauer umgebene
Ávila. Hier lebte und wirkte die Karmelitin und Mystikerin Teresa von Ávila,
die an vielen Orten präsent ist, wie ein Rundgang zeigt.
Hotels
ƒƒ Chinchón: Der Parador de
Chinchón ist in einem ehemaligen Augustinerkloster aus
dem 17. Jahrhundert mit schönem Innenhof und gepflegter
Gartenanlage untergebracht.
(38 Zimmer; 2 Übernachtungen)
ƒƒ Cáceres: Parador von
Cáceres in den aus dem
14. Jahrhundert stammenden,
ehemaligen Palästen der Markgrafen von Torreorgaz inmitten
der Altstadt.
(39 Zimmer; 3 Übernachtungen)
ƒƒ Jarandilla: Inmitten der beeindruckenden Landschaft der Täler
Vera und Tiétar erwartet Sie in
einer Burg aus dem 15. Jahrhundert der Parador de Jarandilla de
la Vera.
(52 Zimmer; 1 Übernachtung)
ƒƒ Salamanca: Der moderne Parador de Salamanca befindet
sich in einem Gebäude über
mehrere Etagen in Hanglage am
linken Ufer des Flusses Tormes,
so dass sich von hier ein schöner
Blick auf die Stadt bietet.
(110 Zimmer; 1 Übernachtung)
ƒƒ Ávila: Der Parador Raimundo
de Borgoña in Ávila erwartet
die Gäste in einem renovierten
Stadtpalast (16. Jahrhundert)
mit Garten in der Altstadt.
(61 Zimmer; 1 Übernachtung)
Preis
2.396,00 €
pro Person im Doppelzimmer
Einzelzimmerzuschlag
426,00 €
Doppelzimmer zur Einzelnutzung
Teilnehmerzahl
min. 15 Personen
max. 28 Personen
Leitung
ƒƒ Matthias Franze M. A., Arcos de
la Frontera
Studium: vergleichende Religions- und Islamwissenschaften,
Indologie, Europäischen und
Orientalische Kunstgeschichte
in Bonn, lebt seit 1990 in Andalusien
Sonntag, 15. Oktober 2017
¡Adiós!
Gelegenheit zum Besuch eines katholischen Gottesdienstes, mittags Fahrt
nach Madrid und Flug mit Iberia (15.55 Uhr) nach Düsseldorf (18.25 Uhr).
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
129
7. bis 12. November 2017 (Di.-So.)
Spanien
Kulturmetropole Barcelona
Spaziergänge durch die Hauptstadt Kataloniens
Santa Creu i de Sant Pau oder das futuristische Wohnprojekt Parque Güell von
Gaudí, der die sozialen Anliegen des Modernismo widerspiegelt. Bei einem
abendlichen Besuch des spektakulären, von Antoni Gaudí entworfenen Wohnhauskomplexes „La Pedrera“ (Casa Milà) erscheinen die architektonischen
Besonderheiten dieses Gebäudes in einem besonderen Licht.
Donnerstag, 9. November 2017
Barcelona: Von der Gotik bis zu Picasso
Im Gotischen Viertel legen die Kathedrale, der imposante Empfangssaal der
katalanischen Könige des Mittelalters sowie die Kirche Santa Maria del Mar
Zeugnis ab von der glorreichen Epoche des katalanischen Hochmittelalters.
Dem vielleicht größten Maler Barcelonas, Pablo Picasso, der nach seiner
Kindheit in Málaga die entscheidenden Jahre im Barcelona der Jugendstilzeit
lebte und wirkte, widmet sich eindrucksvoll das Museu Picasso. Bei hoffentlich
gutem Wetter bieten der Spaziergang zum Restaurant an der Strandpromenade und das gemeinsame Mittagessen weitere Perspektiven der pulsierenden
Metropole am Mittelmeer.
Freitag, 10. November 2017
Barcelona: Richtungsweisende Aufbrüche
Nach Entwürfen des Architekten Richard Meier wurde in der Altstadt das
Museu d’Art Contemporani erbaut. Es widmet sich den Werken der KünstlerGenerationen nach Picasso, also der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts
und steht für die Wiedergeburt einer freien Kunst, die interessanterweise
trotz Franco-Diktatur stattfand und das Wiedererstehen der Demokratie in
Spanien präludierte.
Selbstbewusst, weltoffen und facettenreich präsentiert sich Barcelona, die
Hauptstadt Kataloniens, als Stadt der Kunst, der Kultur, der Seefahrer …
und vor allem des Modernismo. Denn hier schuf der weltberühmte Visionär
Antoni Gaudí (1852-1926) herausragende Meisterwerke, die Barcelona um
1900 zur „Hauptstadt des Jugendstils“ machten und das Stadtbild bis heute
prägen: wie die Casa Batlló, die Casa Milà, der Park Güell und nicht zuletzt
die Kathedrale Sagrada Familia.
Dass die Olympiade (1992) darüber hinaus die Stadt veränderte, zeigt Ihnen der Kunsthistoriker Dr. Till Busse ebenso wie die Prachtstraßen und die
Schätze bedeutender Museen, auch der Modernen Kunst. Unvergessen wird
Ihnen auch der Ausflug ins nahe Figueres – Heimatstadt des exzentrischen
Künstlers Salvador Dalí mit der Stiftung Teatro Dalí – bleiben wie der abendliche Rundgang durch das von Gaudí entworfene Wohnprojekt „La Pedrera“.
Gemeinsame Mittag- oder Abendessen in ausgewählten Restaurants runden
die Eindrücke von der katalanischen Hauptstadt ab.
Programm
Dienstag, 7. November 2017
Vom Rhein ans Mittelmeer
Flug nach Barcelona, Fahrt mit dem Reisebus zum zentral gelegenen Hotel
Barcelona Catedral und gemeinsames Abendessen.
Mittwoch, 8. November 2017
Auf den Spuren Antoni Gaudís und des Modernismo
Wie sehr sich Ende des 19. Jahrhunderts der neue Reichtum Kataloniens
u. a. in prächtigen Gebäuden ausdrückt, das zeigt dieser Spaziergang. Einer
der wichtigsten Architekten jener Zeit war Lluís Domènech i Montaner, dessen Palau de la Música Catalana auch als Konzertsaal dient und heute zum
UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Über die berühmten Ramblas, Barcelonas beliebtester Flanierstraße, und die Boquería-Markthallen rundet ein Mittagessen
im stilvollen Modernisme-Restaurant „4 Gats“ die Eindrücke des Vormittags
ab. Nachmittags und abends werden die Höhepunkte des Schaffens von Antoni
Gaudí in den Blick genommen: die unvollendete Sagrada Familia, die ebenso
steingewordene Facette der Vision des Modernismo ist wie das Hospital de la
130
Leistungen
ƒƒ Flug nach Barcelona sowie zurück inkl. Steuern und Gebühren;
ƒƒ 5 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/WC im Hotel Barcelona
Catedral;
ƒƒ Frühstücksbuffet im Hotelrestaurant;
ƒƒ Mittags- oder Abendmenü an
vier Tagen inkl. Tischgetränken in
verschiedenen Restaurants;
ƒƒ Führungen, Besichtigungen,
Eintritte und Gebühren laut
Programm;
ƒƒ abendlicher Besuch der Pedrera
am 8.11.2017;
ƒƒ Transfers mit einem Reisebus
vom/zum Flughafen Barcelona;
ƒƒ Rundfahrt am 9.11.2017 sowie
Ganztagesausflüge am 11. und
12.11.2017;
ƒƒ Fahrkarten für die Nutzung
öffentlicher Verkehrsmittel;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
Samstag, 11. November 2017
Kontrastreich: Girona und Figueres
Während die Kathedrale von Girona als größte Hallenkirche der Iberischen
Halbinsel und ihrem Kreuzgang mit Szenen aus der Jakobsgeschichte und
dem Teppich aus dem 11. Jahrhundert begeistert, versetzt das Dalí-Museum
in Figueres in die Welt des Surrealismus. Der große Rivale Picassos, Salvador
Dalí, schuf sich hier in einem alten Theater eine Bühne zur Selbstinszenierung. Nach einem gemeinsamen Abendessen mit traditionellen katalanischen
Speisen in einer Masia, einer katalanischen Landhausvilla.
Sonntag, 12. November 2017
Von der Romantik zu Joan Miró und Mies van der Rohe
Glanzstücke des Museu Nacional d’Art de Catalunya sind die romanischen
Wandmalereien und die Sammlung Thyssen-Bornemisza. Über das Olympische Areal (1992) wird die Fundació Joan Miró erreicht: Sie beeindruckt mit
über 10 000 Bildern, Skizzen und Skulpturen am Fuße des Montjuïc, dem
„Hausberg“ von Barcelona. Unvergessen bleiben von hier der wunderbare
Blick auf die Stadt ebenso wie die Ausstrahlung des Pavillons, den Ludwig
Mies van der Rohe zur Weltausstellung (1929) entwarf und der für die moderne Architektur stilbildend werden sollte.
Weiterfahrt über den legendären Cementiri de Montjuïc – ein 150-jähriger
geschichtsträchtiger Friedhofs-Park – zum Flughafen EL Prat und Rückflug.
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
Hotel
ƒƒ Ideal für die Stadtspaziergänge liegt das Hotel Barcelona
Catedral mit 80 modern eingerichteten Zimmern rund 100 m
von der Kathedrale sowie 450 m
von der Plaza Catalunya entfernt.
Die Prachtmeile Las Ramblas
wird nach ca. fünf Gehminuten
erreicht.
Preis
ca. 1.642,00 €
pro Person im Doppelzimmer
Nähere Angaben entnehmen Sie
bitte dem Einzelprogramm, das im
Frühjahr 2017 erscheint.
Einzelzimmerzuschlag
307,00 €
Doppelzimmer zur Einzelnutzung
Teilnehmerzahl
min. 15 Personen
max. 25 Personen
Leitung
ƒƒ Dr. Till Busse, Köln
Kunsthistoriker
Hinweis
ƒƒ Aufgrund der idealen Lage des
Hotels werden die Sehenswürdigkeiten durch ausgedehnte
ganztägige Stadt-Spaziergänge
miteinander verbunden.
131
11. bis 17. Oktober 2017 (Mi.-Di.)
Tschechien
Traditionsreiches Prag
Facetten der böhmischen Metropole
Wladislaw-Saales in der Burg, zeigte nebenan der Erzbischof von Prag im
Veitsdom kirchliche Präsenz. Sein Domizil einschließlich der berühmten Wenzelskapelle verantwortete die Baumeisterfamilie Parler. Entlang der Burghöfe
liegen die Palais des Adels bis hin zum Sitz des Staatspräsidenten, während
uralte Klöster, historische Sammlungen und das romantische Goldmachergässchen Einblicke in die Geschichte des Ortes gestatten. Erholung und herrliche Ausblicke bieten die königlichen Gärten auf beiden Seiten des Burghügels.
Samstag, 14. Oktober 2017
Das moderne Prag
Vom Historismus über die Klassische Moderne bis zur Zeitgenössischen Kunst
vereint das Nationalmuseum im alten Messepalast großartige Sammlungen.
Die frühe tschechische Republik zu Beginn des 20. Jahrhunderts war gegenüber der französischen Kunst aufgeschlossen und so besitzt Prag bedeutende
Werke des Impressionismus (Renoir), der Skulptur (Rodin) und des Kubismus
(Picasso, Braque). Die Zusammenschau von Malerei, Design, Architektur und
Darstellenden Künsten macht den Messepalast so zu einem spannenden Ort,
sich den Kunst-Strömungen des 20. Jahrhunderts zu widmen. Nachmittags
lassen sich in der Altstadt und am Wenzelsplatz die Fassaden und Schmuckdetails bewundern, deren Entwürfe und Modelle am Morgen im Messepalast
zu sehen waren. Auch etliche der berühmten Prager Kaffeehäuser bieten dem
Flaneur Süßes in historischem Ambiente…
Majestätisch fließt die Moldau durch die tschechische Hauptstadt und bildet das Band zwischen den beiden Teilen der Stadt: auf der einen Seite die
Kleinseite, überstrahlt von den Türmen und Zinnen des Hradschin, in dessen
Zentrum der Veitsdom gen Himmel ragt, auf der anderen Seite die Altstadt
zwischen Wenzelsplatz, Pulverturm und Josephstadt, wo sich die Zeugnisse
bürgerlicher Kultur die Hand reichen. Verbunden durch die Karlsbrücke ist
beiderseits des Flusses böhmisch-tschechische Geschichte an jeder Straßenecke präsent, von den glorreichen Zeiten Karls IV. bis in die Gegenwart.
Programm
Mittwoch, 11. Oktober 2017
Herzlich willkommen in der „Goldenen Stadt“!
Flug mit Eurowings von Düsseldorf (15.05 Uhr) nach Prag (16.20 Uhr) und
Transfer mit dem Reisebus zum Lindner Hotel Prague Castle auf dem
Hradschin in Nachbarschaft von Kloster Strahov. Ein erster OrientierungsSpaziergang zeigt, warum Prag auch die „Goldene Stadt“ genannt wird.
Donnerstag, 12. Oktober 2017
Die Kleinseite
Hoch über Burg und Kleinseite thront das Kloster Strahov und birgt überreiche barocke Bibliotheken, weiter hinab liegt über dem romantischen Wohnviertel „Neue Welt“ die Marienwallfahrtskirche Loreto, deren Kirchenschatz
herausragende Werke des Rokoko enthält. Majestätisch strahlt Sankt Niklas,
Prags wohl schönste Barockkirche von Vater und Sohn Dientzenhofer ausgestaltet. Von gänzlich anderer Schönheit sind die Gärten der Adelspalais auf
der Kleinseite. Geschmückt mit Statuen und Brunnen ziehen sie sich zum
Teil steil die Hänge zur Burg hinauf. Direkt an der Moldau liegt schließlich
das Museum für einen der größten Literaten der Moderne und gebürtigen
Prager: Franz Kafka.
Freitag, 13. Oktober 2017
Dom und Burg: Der Hradschin
Wie Herrschaft und Kirche in früheren Jahrhunderten aufs Engste verbunden
sein konnten, das zeigt der Spaziergang über den Prager Hradschin. Regierte und repräsentierte der König von Böhmen unter den Sterngewölben des
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Leistungen
ƒƒ Flug mit Eurowings von Düsseldorf nach Prag sowie zurück
inkl. Steuern und Gebühren u. a.
für ein Gepäckstück bis 23 kg,
das aufgegeben wird (Fluggesellschaft und -zeiten vorbehaltlich
möglicher Änderungen; andere
Flughäfen auf Anfrage und ggf.
gegen Aufpreis);
ƒƒ 6 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/
WC im Lindner Hotel Prague
Castle inkl. Frühstücksbuffet
im Hotelrestaurant;
ƒƒ Drei-Gänge-Abendmenü an zwei
Tagen im Hotelrestaurant;
ƒƒ Drei-Gänge-Mittags- oder Abendmenü an vier Tagen in verschiedenen Restaurants;
ƒƒ Führungen, Besichtigungen,
Eintritte und Gebühren;
ƒƒ Bereitstellung eines Funk-Kopfhörersystems;
ƒƒ Transfers mit einem Reisebus
vom/zum Flughafen Prag;
ƒƒ Mehrtagesfahrkarten für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel;
ƒƒ Reiseleitung der Thomas-MorusAkademie Bensberg ab/bis Düsseldorf unter Mitwirkung einer
örtlichen deutschsprachigen
lizenzierten Fachkraft;
ƒƒ Reiseinformationen;
ƒƒ Reisepreissicherungsschein.
Sonntag, 15. Oktober 2017
Gelegenheit zum Besuch eines katholischen Gottesdienstes.
Das historische Prag in der Altstadt
Herzstück der Bürgerstadt ist der Altstädter Ring, beherrscht vom Altstädter
Rathaus mit der berühmten Astronomischen Uhr aus dem 16. Jahrhundert,
der Nikolaus- und der Teynkirche, mit Bürgerhäusern und Palais und dem JanHus-Denkmal. Hier pulsiert das Leben, hier laufen die Verkehrswege der Stadt
zusammen. Als ältester Theaterbau der Stadt gilt das 1781 bis 1783 erbaute
Ständetheater, in dem 1787 Mozarts „Don Giovanni“ uraufgeführt wurde. Im
frühgotischen Klarissenkloster St. Agnes präsentiert die Nationalgalerie ihre
Sammlung mittelalterlicher Kunst, die größtenteils aus böhmischen Kirchen
stammt und in welcher Maler wie Meister Theoderich oder der Meister von
Hohenfurth mit ihren Altarwerken Akzente setzen.
Montag, 16. Oktober 2017
Das jüdische Prag
Über Jahrhunderte war die Prager Josephstadt das Viertel der jüdischen Bevölkerung. Heute noch prägen viele Synagogen, unter anderem die prächtige
Spanische Synagoge, genauso das Bild wie der beeindruckende jüdische
Friedhof.
Zwischen Historismus und Jugendstil
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erfreut sich die Stadt Prag eines
wirtschaftlichen Wohlstandes, der sich auch in der Architektur ablesen lässt:
Durch die Sanierung des jüdischen Viertels entstanden reiche Stadthäuser
in vielfältigen Stilformen. Bald nach 1900 wird diese stolze Epoche durch
den Bau des nationalen Repräsentationshauses in reinem Jugendstil gekrönt.
Hier zeigt sich Nationalstolz der tschechischen Republik mit der Tradition
böhmischer Geschichte.
Hotel
ƒƒ Das Lindner Hotel Prague
Castle (138 Zimmern) befindet sich in einem historischen
Gebäude aus dem 16. Jahrhundert neben dem Kloster Strahov
auf dem Hradschin.
Preis
1.075,00 €
pro Person im Doppelzimmer
Einzelzimmerzuschlag
264,00 €
Doppelzimmer zur Einzelnutzung
Teilnehmerzahl
min. 15 Personen, max. 28 Personen
Leitung
ƒƒ Dr. Andreas Thiel, Bad Soden
Kunsthistoriker
Hinweise
ƒƒ Ganztägige Spaziergänge erschließen die kulturhistorischen
Facetten der Stadt an der
Moldau.
ƒƒ Fahrten vom Hradschin in die
Stadt und zurück erfolgen mit
der Straßenbahn.
ƒƒ Mit Bekanntwerden der Spielpläne für Oktober 2017 können
gegebenenfalls Karten für ausgewählte Konzerte und Aufführungen vermittelt werden.
Dienstag, 17. Oktober 2017
Kaiserliche Sammlung
Die Pragreise schließt mit einem Besuch im Palais Sternberg auf dem Hradschin. In der Nationalgalerie werden die Alten Meister gezeigt, wie etwa
Albrecht Dürers „Rosenkranzfest“, ein Werk, das neben anderen gleichsam
strahlender Mittelpunkt des Hauses ist.
Na shledanou Praha!
Nach den letzten Spaziergängen durch und Blicken auf die „Goldene Stadt“
Transfer mit dem Reisebus zum Flughafen und Flug mit Eurowings (16.55
Uhr) nach Düsseldorf (18.05 Uhr).
Änderungen im Programm und in der Organisation bleiben vorbehalten.
133
Ankündigungen
Sie finden hier bereits einige Hinweise auf ausgewählte Vorhaben, die wir
Ihnen im Verlauf des Jahres 2017 vorstellen können. Gerne informieren wir
Sie ausführlicher über die Einzelheiten.
Lassen Sie uns Ihr Interesse und Ihre Fragen wissen!
„Heilige Orte“ im
Bergischen Land
Unterwegs mit Jürgen Becker
und Martin Stankowski
Das Bergische Land eröffnet vielfältige, unerwartete Perspektiven auf Geschichten und Geschichte, auf Besonderes und Alltägliches, auf Vordergründiges
und Hintergründiges. Machen Sie sich auf zu einer Entdeckungsreise in die
Bergische Welt, die Sie zu klassischen Zielen, aber auch zu oftmals übersehenen und vergessenen Plätzen führen wird, abseits der gewohnten Pfade.
Jürgen Becker und Martin Stankowski versprechen eine Reise der besonderen
Art. Sie zeigen Ihnen ihr „anderes“ Bergisches Land.
Leitung: Dr. Wolfgang Isenberg
2. bis 3. April 2017 (So.-Mo.)
Im Land der Mauren
Heute und Gestern im
Süden Spaniens
Das Land der Mauren im Süden Spaniens ist bis heute ein Schmelztiegel
der Völker und Kulturen. Acht Jahrhunderte islamischer Herrschaft haben
dieser Region ihren Stempel aufgedrückt. Neben weltberühmten Bauwerken
aus maurischer Zeit präsentiert sich in Städten und Dörfern Andalusiens das
künstlerische Erbe einer großen Vergangenheit. Zwischen Gebirge und Mittelmeer überrascht eine faszinierende landschaftliche Szenerie.
Leitung: Raimund Allebrand
21. bis 28. Mai 2017 (So.-So.)
134
„Spannungen“
Kammermusikfest im
RWE-Kraftwerk Heimbach
Zwischen alten Turbinen, glänzenden Messinginstrumenten und Art DécoLampen begeistern in Deutschlands schönstem Jugendstilkraftwerk seit 1998
international bekannte Künstlerinnen und Künstler. Besuche ausgewählter
Konzerte des Festivals „Spannungen“, für die sich der künstlerische Leiter und
bekannte Pianist Lars Vogt verantwortlich zeichnet, verbindet die Akademie
mit begleitenden Vorträgen und interessanten Begegnungen.
Leitung: Andreas Würbel, Bensberg
23. bis 25. Juni 2017 (Fr.-So.)
Archäologie praktisch
Grabungskampagne auf dem
Zionsberg in Jerusalem
An einer Ausgrabungskampagne teilzunehmen – diese einmalige Möglichkeit
bieten wir Ihnen gemeinsam mit dem Deutschen Evangelischen Institut für
Altertumswissenschaft des Heiligen Landes (DEI). Die unter Leitung von Professor Dr. Dr. Dr. Dieter Vieweger auf dem Zionsberg begonnenen Grabungen
auf dem Gelände des anglikanisch-preußischen Friedhofs zielen darauf, der
wechselhaften Stadt- und Besiedlungsgeschichte Jerusalems weiter auf den
Grund zu gehen. Ergänzt werden die Tage durch Besichtigungen in Jerusalem und Umgebung.
Leitung: Katja Soennecken, Jerusalem
September 2017
La Biennale di Venezia
57. Internationale Kunstausstellung
in Venedig
Wer sich für zeitgenössische Kunst interessiert, für den ist der Besuch der
Biennale in Venedig ein Muss. Denn hier geben sich Künstler, Galeristen und
Kunstinteressierte aus aller Welt ein Stelldichein, präsentieren sich die Länder
in Pavillons in den Giardinir, reizt eine große Ausstellung in den Hallen des
Arsenale. Gespannt schaut die Kunstwelt auf die Akzente der 57. Biennale,
die die Chefkuratorin des Centre Pompidou, Christine Marcel, setzen wird.
Leitung: Dr. Till Busse, Köln
20. bis 24. Oktober 2017 (Fr.-Di.)
Jüdisches Leben am Rhein
Speyer, Worms, Mainz
Synagogen, Friedhöfe und Ritualbäder belegen die große geschichtliche Bedeutung der jüdischen Gemeinden in den mittelrheinischen Städten Speyer,
Worms und Mainz. Im Mittelalter verstanden sie sich als Verbund, der die Kultur, religiöse Praxis, Rechtsprechung und selbst die Architektur der mittel- und
osteuropäischen jüdischen Diaspora stark beeinflusste und bis heute prägt.
Geschichte und materielles Erbe der historischen SchUM-Gemeinden – in
Speyer, Worms und Mainz – sowie ihr aktuelles Leben in den Blick zu nehmen, bedeutet daher, sie als bedeutendste Zeugen der Entwicklung von über
1 000 Jahren Judentum in Deutschland kennenzulernen.
Leitung: Markus Juraschek-Eckstein
13. bis 15. November 2017 (Mo.-Mi.)
Auf den Spuren der Olive
Auf die „Insel Europas“
zur Olivenernte
Wer die Geschichte des Olivenbaums betrachtet, stellt fest: Er ist einer der
ältesten Kulturpflanzen der Welt. An vielen Stellen wird er bereits in der Bibel
erwähnt, die griechischen Mythen erzählen, der Olivenbaum sei ein Geschenk
der Göttin Athene an die Menschen. Auch spielt der Olivenbaum in den
Homerischen Epen eine Rolle, denn seine Zweige wurden zur Bekränzung
der Sieger in Olympia geflochten. Daher ist es interessant, sich der Kulturgeschichte der Olive zu widmen: bei der Ernte, beim Besuch einer Ölmühle
und beim gemeinsamen Kochen.
Leitung: Dr. Stamatis Lymperopoulos, Delphi und Kreta
November 2017
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27. bis 30. April 2017 (Do.-So.) I Weimar
Ein Haus der Künste am Weimarer Frauenplan
Der Sammler Goethe
14. bis 17. September 2017 (Do.-So.) I Weimar
„Seine durchgewachten Nächte haben unsern Tag erhellt“
Gesundheit und Krankheit bei Schiller und Goethe
„Jeder neue Gegenstand, wohl beschaut, schließt ein neues Organ in uns
auf“, schreibt Goethe. Bereits während seines ersten Weimarer Jahrzehnts
begann der Dichter, „mit Plan und Absicht“ Fundstücke aus allen Reichen
der Natur und der Kunst zu sammeln. Stets diente diese Sammeltätigkeit
der eigenen Bildung. Im Laufe der Jahrzehnte entstand so in seinem Wohnhaus am Frauenplan eine einzigartige Privatsammlung mit Gesteinsproben,
Exponaten aus der Tier- und Menschenwelt, mit Gemälden, Graphiken und
plastischen Objekten. Für deren sorgfältige Aufbewahrung nach seinem Tode
sorgte Goethe in seinem Testament vor. Im Angesicht all dieser Fundstücke
entstanden auch zahlreiche Abhandlungen Goethes zu Kunst und Natur.
Auch Goethes amtliche Tätigkeit ist vom Sammeln geprägt: als Aufseher über
die Bibliothek und die Kunstsammlungen in Weimar, aber ebenso in seiner
Verantwortung für die Universität Jena.
In Sonderführungen werden selten gezeigte Trouvaillen präsentiert und durch
Seminare ergänzt und bereichert. Ein besonderer Höhepunkt wird auch der
Besuch der Jahresausstellung der Klassik Stiftung Weimar sein, die dem
Jubilar Johann Joachim Winckelmann gewidmet ist.
Den modernen Menschen bewegt angesichts ökonomischer Zwänge und einer
sich radikal wandelnden Arbeitswelt nicht zuletzt die Frage nach einem vernünftigen Ausgleich von geforderter Leistungsbereitschaft und Muße. Können
uns die Klassiker bei der Beantwortung dieser Frage helfen? Ein Blick auf Texte
von Schiller und Goethe lehrt, dass beide höchst unterschiedliche, stets aber
individuell produktive Antworten fanden, die auch heute Orientierung geben
können. Schiller, der – was oft vergessen wird – studierter Mediziner war, hat
seinem seit Anfang der 1790er Jahre von schwerer Krankheit gezeichneten
Körper mit Abhandlungen, Gedichten und Stücken ein beispielhaft hohes
Maß intellektueller Leistung abgefordert: Im obigen Zitat zollt Goethe dieser
Respekt. Goethe wiederum, der von der Natur auch „vom einen ins andere
Extrem geworfen“ war, besaß eine besondere Fähigkeit, Krankheiten und
psychische Krisen produktiv zu verarbeiten. Bedrängt von zahlreichen Verpflichtungen, innerlich aufgewühlt und mitunter auch verzweifelt, konnte er
durch Freundschafts- und Liebesbeziehungen sowie schöpferische Tätigkeiten
seine inneren Turbulenzen bewältigen. In seiner Novelle „Schwere Stunde“
hat Thomas Mann diese Problematik künstlerisch gestaltet: Stoff genug für
intensive Debatten in Seminaren und Gesprächen.
Referent
ƒƒ Dr. Robert Steegers, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
13. bis 16. Juli 2017 (Do.-So.) I Weimar
„Warum gabst du uns die tiefen Blicke“
Die Stimme der Frau in Goethes Dichtung
Erstaunlich, ja unübertroffen in der deutschen Literatur ist die Vielfalt an
Frauengestalten, die uns in Goethes Werken entgegentritt. Ob es sich um die
Objekte einer „Laune des Verliebten“ handelt, ob um die warnende Stimme
der Liebhaberin, die den männlichen Partner vor der Tiefe des Wassers warnt,
in das er sich gerade stürzen will, ob um die rätselhaften Verse, die Goethe für
Charlotte von Stein schrieb, stets erklingt die Stimme der Frau – als Sprecherin
wie als Angesprochene – in Goethes Dramen und Gedichten, ist sie ein nicht
wegzudenkender Teil in einem lyrischen oder dramatischen Ensemble. Sie
artikuliert sich in den „Wahlverwandtschaften“ in den Romanfiguren Charlotte
und Ottilie, sie spricht in der Gestalt Gretchens, die eine Metamorphose von
der schuldlos-schuldigen Geliebten im Ersten Teil zu einer „Jungfrau, Mutter,
Königin“ im Zweiten Teil des „Faust“ erfährt.
All diese Fragen werden in den Seminar-Gesprächen behandelt. Ein Höhepunkt
wird auch der Besuch einer Aufführung des Monodramas „Ein Gespräch im
Hause der Frau von Stein über den abwesenden Herrn von Goethe“ von Peter
Hacks im historischen Theater von Schloss Großkochberg sein.
Referent
ƒƒ Dr. habil. Jochen Golz, Goethe-Gesellschaft in Weimar
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Referent
ƒƒ Prof. Dr. Rainer M. Holm-Hadulla, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
30. November bis 3. Dezember 2017 (Do.-So.) I Weimar
„Bewundert viel und viel gescholten“
Goethe im Spiegel der Künste
Wie kein anderer deutscher Dichter hat Goethe die intellektuelle Öffentlichkeit in Deutschland und weit darüber hinaus zu Zuspruch und Widerspruch
angeregt. Das Spektrum bewegt sich zwischen dem Goethe-Hasser Ludwig
Börne und dem in Goethes Nachfolge stehenden Thomas Mann, zwischen
den routinehaften Bebilderungen von Goethes Texten durch Johann Heinrich
Ramberg und den kongenialen bildlichen Deutungen von Goethes „Faust II“
durch Max Beckmann, zwischen den schlichten Vertonungen Goethescher
Gedichte durch den Komponistenfreund Carl Friedrich Zelter und den romantischen Goethe-Opern der Franzosen Gounod und Massenet. Für dieses
Thema steht in Weimar ein reicher Fundus an Zeugnissen aus allen Bereichen der Kunst zur Verfügung, darunter die große graphische Sammlung
des Goethe-Nationalmuseums und die weltweit größte „Faust“-Sammlung
der Herzogin Anna Amalia Bibliothek.
Die Goethe Akademie ist eine
gemeinsame Initiative von:
Referenten
ƒƒ Prof. Dr. Thorsten Valk, Klassik Stiftung Weimar
ƒƒ Dr. Sophie Tauche, Klassik Stiftung Weimar
137
Thomas Mann-Akademie
29. Juni bis 2. Juli 2017 (Do.-So.)
„Familienbande“
Leben und Schreiben der Mann-Kinder
„Golo Mann was born as a ‚son‘; did not like it; could not help it“, so bewertet
Thomas Manns Sohn in seinem Lebenslauf die schwierige Situation, ein Kind
Thomas Manns zu sein. Ihre Herkunft öffnete den Mitgliedern der Mann-Familie zwar Türen, war aber vielfach auch Bürde. Obwohl es nicht leicht war, vor
der Folie des Vaters, des Literaturnobelpreisträgers, zu bestehen, haben alle
sechs Kinder auch selbst geschrieben. Ihr Werk deckt die unterschiedlichsten
Textformen ab: Romane und Dramen ebenso wie Kabarettlieder, Kinderbücher
wie wissenschaftliche, journalistische, essayistische und natürlich autobiografische Texte. Auch sie selbst wurden immer wieder zum Gegenstand biografischer Werke. „Man wird später Bücher über uns – nicht nur über einzelne
von uns – schreiben“, spekulierte Klaus Mann in seinem Tagebuch 1936. Er
behielt damit Recht. Gerade haben zwei neue Familienbiographien und eine
neue Briefausgabe das Familienleben, die Kommunikation der Manns und die
Verschränkung privater, literarischer und politischer Themen weitergehend
erschlossen. Im Buddenbrookhaus eröffnet im Juni 2017 eine Ausstellung,
die den Lebenswegen der Mann-Kinder nach 1945 folgt – darunter auch dem
der Tochter Heinrich Manns. Anlässe genug, dem Leben und Schreiben der
Mann-Kinder eine Akademie zu widmen.
ƒƒ Tagungsort: Lübeck
Die Thomas Mann-Akademie ist
eine gemeinsame Initiative von:
138
139
Monatsübersicht
Februar
14. bis 18. Februar 2017 (Di.-Sa.)
Kunstmetropole München
Museen und Sammlungen
24. Februar bis 1. März 2017 (Fr.-Mi.)/Karneval
Einzigartiges Florenz
Glanzvolles Mittelalter und Wiege der Neuzeit
23. bis 27. Februar 2017 (Do.-Mo.)/Karneval
Kunstmetropole London
Museen und Sammlungen
März
6. bis 13. März 2017 (Mo.-Mo.)
Venedig – Königin der Adria
Kunst und Kultur der Serenissima
24. bis 26. März 2017 (Fr.-So.)
Licht in der Finsternis
Zum Oratorium „Lux in tenebris“ nach Hildesheim
22. bis 26. März 2017 (Mi.-So.)
Vielfältiges Lyon
Die Metropole an Rhône und Saône
April
3. bis 9. April 2017 (Mo.-So.)
Kunst. Reich.
Museen und Sammlungen in der Schweiz
19. bis 26. April 2017 (Mi.-Mi.)
Chagall, Matisse, Picasso …
Die Maler der Moderne an der Côte d’Azur
5. bis 9. April 2017 (Mi.-So.)
Papstkapellen, Fresken, Bilderwelten
Außergewöhnliche Betrachtungen in Rom
20. bis 27. April 2017 (Do.-Do.)
„Die schönste Gegend der Welt”
Natur und Kultur am Golf von Neapel
18. bis 23. April 2017 (Di.-So.)/Osterferien NRW
Baskisch. Modern.
Bilbao, San Sebastián und die Weinregion Rioja
20. bis 28. April 2017 (Do.-Fr.)
Eindrucksvolles Apulien
Kulturgeschichtliche Höhepunkte
141
April
August
30. April bis 3. Mai 2017 (So.-Mi.)
Luther, Augsburg und die Reformation
Spurensuche in der Stadt am Lech
29. bis 30. August 2017 (Di.-Mi.)
Von Skulptur zu Skulptur
Kunst in der Natur
Mai
September
31. August bis 3. September 2017 (Do.-So.)
Kunstmetropole Chemnitz
Museen, Sammlungen, Wandel
4. bis 11. Mai 2017 (Do.-Do.)
Bella Ischia
Grüne Insel im Golf von Neapel
20. bis 27. Mai 2017 (Sa.-Sa.)
Perlen im Atlantik
Jersey, Guernsey und Sark
3. bis 10. September 2017 (So.-So.)
Prächtige Villen, reizvolle Gärten
Venetien – Venedigs schönes Hinterland
23. bis 30. September 2017 (Sa.-Sa.)
Nördliches Latium
Etruskergräber, Papstburgen, Gärten des Adels
10. bis 17. Mai 2017 (Mi.-Mi.)
Kreta zur schönsten Jahreszeit
Wandern, schauen, erleben
28. Mai bis 3. Juni 2017 (So.-Sa.)
Königliches Krakau
Die lebendige Stadt an der Weichsel
5. bis 11. September 2017 (Di.-Mo.)
Reizvolle Franche-Comté
Überraschende Vielfalt im Osten Frankreichs
24. September bis 1. Oktober 2017 (So.-So.)
Fern vom Lärm der Welt
Wandern auf den Inseln Lošinj und Cres
11. bis 19. Mai 2017 (Do.-Fr.)
Auf der Via Emilia
Zwischen Ravenna und Parma
31. Mai bis 5. Juni 2017 (Mi.-Mo.)/Pfingsten
Vielseitig. Franz Liszt!
„Liszt Biennale 2017“ in Weimar
5. bis 10. September 2017 (Di.-So.)
„Die Blume Europas“
Kulturgeschichtliche Spaziergänge durch Breslau
28. September bis 3. Oktober 2017 (Do.-Di.)
Die Sehnsucht ist blau, blau wie das Meer!
Lissabon – Lichtgestalt am Ufer des Tejo
18. bis 22. September 2017 (Mo.-Fr.)
Ins „Blaue Land“
Auf den Spuren der „Blauen Reiter“
29. September bis 6. Oktober 2017 (Fr.-Fr.)
Schlicht. Zisterziensisch.
Burgund und Klosterreformen des Mittelalters
Juni
6. bis 13. Juni 2017 (Di.-Di.)
Das Friaul
Kunst und Kultur zwischen Alpen und Adria
13. bis 15. Juni 2017 (Di.-Do.)
Schrauben, Schokolade, Kunst
Museen der Unternehmen Würth und Ritter Sport
9. bis 19. Juni 2017 (Fr.-Mo.)
Baltische Impressionen
Litauen, Lettland, Estland
25. bis 29. Juni 2017 (So.-Do.)
Berlin – Lektüre der Straßen
Spuren von Brecht, Döblin, Fallada, Kästner …
1. bis 7. Oktober 2017 (So.-Sa.)
Toledo und Madrid
El Greco und das königliche Kastilien
14. bis 21. Oktober 2017 (Sa.-Sa.)
Sonneninsel Rhodos
Geschichte, Landschaft, Lebensart
11. bis 15. Juni 2017 (So.-Do.)
Fürstliche Landschaft
Das Gartenreich Dessau-Wörlitz
26. Juni bis 3. Juli 2017 (Mo.-Mo.)
Katalanisch. Herausragend!
Kultur- und Naturschätze am Fuße der Pyrenäen
3. bis 8. Oktober 2017 (Di.-So.)
Kunstmetropole Málaga
Museen und Sammlungen am Mittelmeer
14. bis 21. Oktober 2017 (Sa.-Sa.)
Dort, wo die Zitronen blühen
Capri und die Amalfitana
12. bis 17. Juni 2017 (Mo.-Sa.)
¡Bienvenidos a Madrid!
Facetten der spanischen Hauptstadt
29. Juni bis 2. Juli 2017 (Do.-So.)
Künstlerkolonie Worpswede
Maler, Landschaften, Wirkungen
7. bis 15. Oktober 2017 (Sa.-So.)
Von Parador zu Parador
Kastilien und Extremadura
22. bis 30. Oktober 2017 (So.-Mo.)/Herbstferien NRW
Höhlenmalereien, Kirchen und Bastiden
Entlang der Dordogne 9. bis 14. Oktober 2017 (Mo.-Sa.)
Literarischer Herbst
Erkundungen in der Mark Brandenburg
25. bis 27. Oktober 2017 (Mi.-Fr.)/Herbstferien NRW
Dem Himmel entgegen
Der Kölner Dom als Gesamtkunstwerk
10. bis 14. Oktober 2017 (Di.-Sa.)
Brügge, Gent, Oostende
Kulturelles Erbe Flanderns
28. Oktober bis 4. November 2017 (Sa.-Sa.)
Herbstferien NRW
Schätze der Toskana
Siena, San Gimignano, Montepulciano
Juli
4. bis 5. Juli 2017 (Di.-Mi.)
Schätze im Herzogtum Brabant
Mechelen und Leuven
18. bis 22. Juli 2017 (Di.-Sa.)/Sommerferien NRW
Gesichter Lothringens
Metz und Nancy, Sarrebourg und Sillegny
5. bis 13. Juli 2017 (Mi.- Do.)
Land des Meeres – die Bretagne
Kulturschätze und faszinierende Landschaften
23. bis 29. Juli 2017 (So.-Sa.)/Sommerferien NRW
Quellen, Gärten, Kathedralen
Bath und der Südwesten Englands
12. bis 16. Juli 2017 (Mi.-So.)
Moderne trifft Mittelalter
Tallinn: überraschend vielfältige Stadtfacetten
25. bis 28. Juli 2017 (Di.-Fr.)/Sommerferien NRW
Jenseits von Giebeln und Grachten
Moderne Architektur in den Niederlanden
Oktober
11. bis 17. Oktober 2017 (Mi.-Di.)
Traditionsreiches Prag
Facetten der böhmischen Metropole
November
7. bis 12. November 2017 (Di.-So.)
Kulturmetropole Barcelona
Spaziergänge durch die Hauptstadt Kataloniens
15. bis 23. Juli 2017 (Sa.-So.)/Sommerferien NRW
Faszinierendes Armenien
Geschichte, Landschaft, Gegenwart
27. November bis 4. Dezember 2017 (Mo.-Mo.)
Jenseits von San Marco
Venedigs versteckte Schönheiten
August
10. bis 14. August 2017 (Do.-Mo.)/Sommerferien NRW
Einzigartig. Nantes.
Faszinierender Wandel in der Stadt an der Loire
24. bis 31. August 2017 (Do.-Do.)
Sommer in Salzburg
Zu den Festspielen 2017 an die Salzach
23. bis 27. August 2017 (Mi-So.)/Sommerferien NRW
Wegweisend
Kopenhagen, Malmö und Helsingborg
24. August bis 2. September 2017 (Do.-Sa.)
Kelten, Kirchen, Klippen
Irland – Geschichte, Natur und Gegenwart
142
143
Monatsübersicht
Januar
19. Januar 2017 (Do.)
Hinter dem Vorhang
Verhüllung in Kunst, Architektur und Kirchen
Februar
16. Februar 2017 (Do.)
Bauen mit Bekenntnis
Der Architekt Gottfried Böhm in Bergisch Gladbach
März
144
8. März 2017 (Mi.)
Das Lächeln der Jungfrauen
Die heilige Ursula und ihre Gefährtinnen
15. März 2017 (Mi.)
Einzigartige Schönheiten
Die kleinen romanischen Kirchen
10. März 2017 (Fr.)
Mit Licht und Schatten
Wechselspiele in Malerei, Skulptur und Architektur
16. März 2017 (Do.)
Repräsentation und Macht
Das Kölner Rathaus und der Rathausbezirk
11. März 2017 (Sa.)
Auf antikem Grund
Unter Kölner Kirchen
22. März 2017 (Mi.)
Popularisierung des Designs
Museum für Angewandte Kunst Köln und IKEA
145
März
Juni
8. Juni 2017 (Do.)
Blind Date
Eine Verabredung mit Martin Stankowski in Köln
24. Juni 2017 (Sa.)
Die Rur entdecken
Mit Elektrofahrrädern unterwegs
24. März 2017 (Fr.)
Piktogramme in Holz
Arma-Christi-Kreuze zwischen Agger und Sieg
9. Juni 2017 (Fr.)
Leben in höfischer Eleganz
Wasserschlösser im Rheinland
27. Juni 2017 (Di.)
Rot, Gelb, Blau
Bunte Farben in Malerei, Skulptur und Architektur
April
21. Juni 2017 (Mi.)
Die bunten Kirchen
Wegzeichen des Bergischen Landes
30. Juni 2017 (Fr.)
Zeugnis karolingischer Architektur
Die westfälische Welterbestätte Corvey
23. März 2017 (Do.)
Perle an der Maas
Die Stadt Maastricht
31. März 2017 (Fr.)
Tradition und Moderne
Ein Streifzug durch Kölns Galerien
1. April 2017 (Sa.)
Heimat schmecken
Eine Butterfahrt ins Bergische Land
25. April 2017 (Di.)
Kleines Frankreich an der Maas
Kunst und Geschichte in Lüttich
5. April 2017 (Mi.)
Künstler zwischen Diktatur und Demokratie
Der Kölner Bildhauer Willy Meller
27. April 2017 (Do.)
„Edle Einfalt, stille Größe!“
Der Einfluss der Antike auf die Künste
7. April 2017 (Fr.)
Mit allen Sinnen
Intensive Zugänge zu Kunst und Kultur
28. April 2017 (Fr.)
Heiliggrab und Lebensbaum
Facetten der Romanik in Südwestfalen
22. Juni 2017 (Do.)
Noch nie gesehen?
Kurioses und Unbekanntes in der Kölner Altstadt
Juli
1. Juli 2017 (Sa.)
Der fleißige Castor
Biber an Erft und Rur
13. Juli 2017 (Do.)
Alles Kopfsache!
Leidenschaft für Hut und Haar
21. April 2017 (Fr.)
Kunst am Wegesrand
Street-Art und Murals in Köln
5. Juli 2017 (Mi.)
Die Achse des Absoluten
Barockes Bonn
17. Juli 2017 (Mo.)
Gartenkunst und Wirtschaftswunder
Landschaftsarchitekturen der 1950er Jahre
Mai
6. Juli 2017 (Do.)
Kunstlandschaft Niederrhein
Schloss Moyland und Viersen
19. Juli 2017 (Mi.)
„Salbet euch mit Oel der Stärke“
Der Kölner Dom – literarische Betrachtungen
3. Mai 2017 (Mi.)
Im stillen Winkel tut sich was
Moderne in Stammheim und Flittard
18. Mai 2017 (Do.)
Chicago am Rhein?
Gangster und Ganoven in Köln
6. Mai 2017 (Sa.)
KOLUMBA und der Dom
Menschen-Schätze für Großeltern und ihre Enkel
19. Mai 2017 (Fr.)
Neue Stadt auf alter Fläche?
Strukturwandel, Planungskultur, Diskurs in Köln
8. Mai 2017 (Mo.)
Grüne Paradiese im Kölner Süden
Villengärten in Marienburg
21. Mai 2017 (So.)
Wo einst die Römer kurten
Aachen und Heerlen
2. August 2017 (Mi.)
Malerei und Skulptur der Klassischen Moderne
Das Rijksmuseum Kröller-Müller in Otterlo
25. August 2017 (Fr.)
Pop und Art
Die populären Künste in Köln
11. Mai 2017 (Do.)
Diest und die Abtei Averbode
Eine Entdeckungsreise nach Flämisch-Brabant
23. Mai 2017 (Di.)
Im Rom des Nordens
Das „heilige“ Köln
17. August 2017 (Do.)
Auf in die Nacht
Ein Abend im Belgischen Viertel
31. August 2017 (Do.)
Von der Steinlaus verschont
850 Jahre Kunst und Architektur in Dortmund
12. Mai 2017 (Fr.)
Tradition und Aufbruch
Die Fünfziger Jahre in Köln
30. Mai 2017 (Di.)
Der Zauber des Anderen
Klöster zwischen Eifel und Westerwald
September
13. Mai 2017 (Sa.)
Kloster, Quellen, Frühlingskräuter
Eine Wanderung auf dem Eifelsteig
31. Mai 2017 (Mi.)
Aufbruch zur Moderne
Dokumente des Jugendstils in Darmstadt
17. Mai 2017 (Mi.)
Sakrament des Anfangs
Taufen in Kölner Kirchen
1. Juni 2017 (Do.)
The American Way. Die USA in Köln
Kunst, Design und Architektur in der Stadt
146
11. Juli 2017 (Di.)
Vom Hohen Venn zu den Ardennen
Eupen und Malmedy in Ostbelgien
August
9. September 2017 (Sa.)
Industrie macht Stadt
Arbeiter-, Werks- und Villensiedlungen
17. September 2017 (So.)
Kulturschätze und Kunstreichtum
Die Stadt Tongern
11. September 2017 (Mo.)
Nützlich und schön
Die Wiederentdeckung historischer Küchengärten
22. September 2017 (Fr.)
Maare, Mosel, Lavaströme
Auf dem Maare-Mosel-Radweg unterwegs
12. September 2017 (Di.)
Stadt der Künste und Künstler
Kunstmetropole Düsseldorf
26. September 2017 (Di.)
Kleinode der Kölner Vororte
Kleine romanische Kirchen im Wandel der Zeit
14. September 2017 (Do.)
Kunst in der dritten Dimension
Duisburg – die Stadt der Skulpturen
28. September 2017 (Do.)
Fahrt ins Blaue …
Höhepunkte rheinischer Archäologie
147
Oktober
Allgemeine Hinweise
5. Oktober 2017 (Do.)
Verborgene Schätze
Ungewöhnliche Kirchen in Köln
17. Oktober 2017 (Di.)
Wild. Postmodern. Quietschbunt.
Kunst, Design und Bauten der 1980er Jahre
6. Oktober 2017 (Fr.)
Aus Glas, Beton und Stahl
Bauten von Gottfried Böhm in Köln
18. Oktober 2017 (Mi.)
„Aurea Moguntia“ – das Goldene Mainz
Die Stadt im Hochmittelalter
7. Oktober 2017 (Sa.)
Nachtwanderung bei Vollmond
Ein Erlebnis im Wildwald Vosswinkel
27. Oktober 2017 (Fr.)
Vom Gräberfeld zum Stadtquartier
Das Vringsveedel in der Kölner Südstadt
10. Oktober 2017 (Di.)
Erhalten. Entwickeln. Nutzen.
Zeugnisse der Industriekultur in Köln
28. Oktober 2017 (Sa.)
Ein Bollwerk für die Stadt
Entlang der Stadtmauer des römischen Köln
November
7. November 2017 (Di.)
Als Konrad Adenauer Oberbürgermeister war
Köln in den 1920er Jahren
14. November 2017 (Di.)
Glaube, Kunst und Natur
Heimbach – kleinste Stadt Nordrhein-Westfalens
9. November 2017 (Do.)
Im Spannungsfeld von Alt und Neu
Romanische Kirchen in Düsseldorf
22. November 2017 (Mi.)
Der Mensch als Maß aller Dinge
Architektur der Renaissance am Niederrhein
ƒƒ Veranstalter der Ferienakademien
Thomas-Morus-Akademie Bensberg
Overather Straße 51-53, 51429 Bergisch Gladbach
Telefon 0 22 04 - 40 84 72, Telefax 0 22 04 - 40 84 20
[email protected], www.tma-bensberg.de
Unter „Ferienakademien“ fasst die Thomas-MorusAkademie Bensberg Programmangebote mit Übernachtungen zusammen. Tagesexkursionen finden Sie
im Katalog „Erkundungen 2017“.
ƒƒ Ihre Ansprechpartnerinnen
ƒƒ Elisabeth Bremekamp, Leiterin des
Referates Ferienakademien
ƒƒ Sandra Gilles, Sachbearbeiterin,
Referat Ferienakademien
ƒƒ Marina Mosebach, Sachbearbeiterin,
Referat Ferienakademien
ƒƒ Christina Brück, Referentin Erkundungen
ƒƒ Anmeldung
Bitte richten Sie Ihre schriftliche Anmeldung an die
Thomas-Morus-Akademie Bensberg. Nach Eingang der
Anmeldung erhalten Sie eine Reisebestätigung/Rechnung und den Reisepreissicherungsschein, mit dem
Ihre Gelder gemäß EU-Richtlinie abgesichert sind, sowie
Unterlagen zum Abschluss von Reiseversicherungen.
ƒƒ Angabe von ca.-Preisen
Ein ca.-Preis erscheint bei jenen Ferienakademien, bei
denen Flüge oder Fahrten mit der Deutschen Bahn oder
andere Leistungen zum Zeitpunkt der Drucklegung des
Katalogs noch nicht buchbar waren. Dem Einzelprogramm, das wir Ihnen gerne senden, können Sie die
genauen Leistungen und Kosten entnehmen.
ƒƒ Änderungen
Änderungen des Programmverlaufs und der Organisation bleiben vorbehalten. Alle im Katalog und in
den Reiseunterlagen veröffentlichten Fluggesellschaften und Flugzeiten geben ebenso wie die Reisezeiten
der Deutschen Bahn den Stand zum Zeitpunkt der
Drucklegung wieder und können daher zum Teil nur
unverbindlich sein; sie sind ausdrücklich nicht Teil
des Reisevertrages.
148
Nachnamens mit den Angaben in Ihrem Personaldokument, das Sie beim Einchecken vorlegen. Bei
einer Abweichung (ab drei Buchstaben) kann die
Fluggesellschaft das Einchecken verweigern.
ƒƒ Buchung anderer Abflughäfen
Gerne buchen wir für Sie auch andere als die im
jeweiligen Programm angegebenen Flüge (ggf. gegen Aufpreis). Wir bitten um Ihr Verständnis, dass
bei Buchung separater Flüge mit der Bestätigung
der komplette Flugpreis in Rechnung gestellt wird.
Zusätzliche Kosten können entstehen, wenn Sie
den vorgesehenen Transfer mit der Gruppe nicht
nutzen können (z. B. durch Flugzeitänderung). Im
Falle einer Stornierung erfolgt eine Rückerstattung
im Rahmen der Bedingungen der jeweiligen Fluggesellschaft (oft nur Steuern und Gebühren).
ƒƒ Rail&Fly-Ticket
Gerne vermitteln wir Ihnen für die An-/Abreise
zum/vom Flughafen ein Rail&Fly-Ticket. Die Buchungsdaten für den Abruf dieses Tickets erhalten
Sie mit den Reiseunterlagen zwei Wochen vor Reiseantritt. Frühestens 72 Stunden vor Abflug kann
das Ticket mit den Buchungsdaten am Automaten
der Deutschen Bahn bzw. im Internet ausgedruckt
werden. Diese Vermittlungsleistung ist ausdrücklich nicht Teil des Reisevertrages.
ƒƒ Hotelwahl
Die ausgewählten Hotels sind nach Kriterien wie
Komfort, Zimmerkontingent, Lage mit Blick auf den
Reiseverlauf … sorgfältig ausgewählt. Die Angabe der
Hotelkategorie erfolgt auf der Basis der Selbstaussage der Hotels (in Deutschland nach der Zertifizierung
durch den Deutschen Hotel- und Gaststättenverband, DEHOGA). Ausdrücklich weisen wir darauf hin,
dass die Angaben zur Hotel-Klassifizierung stets der
jeweiligen Landeskategorie entsprechen.
ƒƒ Kartenarrangement
Einige Ferienakademien inkludieren ein Kartenarrangement für Konzerte, Oper oder Theater. Beim Rücktritt von dieser Ferienakademie wird der Betrag des
Kartenarrangements zuzüglich der ausgewiesenen
pauschalierten Stornierungsgebühren in Rechnung
gestellt. Falls die Karten später weiterverkauft werden
konnten, wird dieser Betrag erstattet.
ƒƒ Einzelzimmer
Einzelzimmer stehen in begrenzter Anzahl gegen einen Aufpreis zur Verfügung. Die Thomas-Morus-Akademie Bensberg berechnet nur den Einzelzimmerzuschlag weiter, der von den Hotels/den Agenturen
in Rechnung gestellt wird. Sie können auch ein halbes Doppelzimmer buchen. Für den Fall, dass sich
kein(e) Zimmerpartner(in) findet, müssen wir uns
vorbehalten, Sie im Einzelzimmer unterzubringen
und den Einzelzimmerzuschlag zu berechnen.
ƒƒ Reiseversicherungen
Der Abschluss sowohl einer Reiserücktrittskostenversicherung als auch einer Reisegepäck-, Unfall-, Haftpflicht- und Krankenversicherung wird empfohlen, da
diese nicht im Reisepreis enthalten sind. Mit der Bestätigung erhalten Sie entsprechende Hinweise und
Unterlagen. Bei Buchung mehrerer Reisen im Jahr
kann sich der Abschluss einer Reisejahresversicherung, wie sie zum Beispiel der ADAC für Mitglieder
und Nichtmitglieder anbietet, lohnen.
ƒƒ Informationen zu Flugreisen
ƒƒ Flugticket
Die meisten Fluggesellschaften stellen „elektronische Tickets“ aus. Für das Einchecken genügt die
Vorlage des Personalausweises oder Reisepasses
mit Angabe der Buchungsnummer.
ƒƒ Schreibweise Ihres Vor-/Nachnamens
Notwendig ist die Deckungsgleichheit des von
Ihnen bei der Anmeldung genannten Vor- und
ƒƒ Zahlungsbedingungen
Mit der Zusendung der Anmeldebestätigung bitten
wir um eine Anzahlung von 10 % des Reisepreises.
Wir hoffen auf Ihr Verständnis, dass wir Anzahlung
und Restzahlung im SEPA-Lastschriftverfahren vornehmen. Der Anzahlungsbetrag wird innerhalb von
zehn Tagen nach Bestätigung, der Betrag der Restzahlung etwa vier Wochen vor Reiseantritt von Ihrem
Konto abgebucht.
149
Allgemeine Reisebedingungen
Die folgenden Reisebedingungen regeln das Vertragsverhältnis zwischen Ihnen und uns als Reiseveranstalter. Wir bitten Sie, sie vor der Reisebuchung
aufmerksam zu lesen, denn diese Reisebedingungen
sind Bestandteil des Reisevertrages, den Sie mit uns
abschließen.
1.Abschluss des Reisevertrages
Mit der Anmeldung bieten Sie uns den Abschluss eines
Reisevertrages verbindlich an. Die Anmeldung kann nur
schriftlich vorgenommen werden. Sie erfolgt durch den
Anmelder auch für alle in der Anmeldung mit aufgeführten Teilnehmer, für deren Vertragsverpflichtungen
der Anmelder wie für seine eigenen Verpflichtungen
einsteht, sofern er eine entsprechende gesonderte
Verpflichtung durch ausdrückliche und gesonderte
Erklärung übernommen hat. Der Vertrag kommt mit
der Annahme der Anmeldung durch uns zustande. Sie
erhalten von uns eine Buchungsbestätigung mit einem
Reisepreissicherungsschein.
2.Bezahlung/Reiseunterlagen
Nach Eingang der Buchungsbestätigung/Rechnung
und des Reisepreissicherungsscheines bei Ihnen sind
10 % des Reisepreises bzw. die in der Reisebeschreibung genannte Anmeldegebühr, maximal 250,00 € pro
Person, zu zahlen. Die Reiseunterlagen gehen Ihnen
unverzüglich nach Eingang des gesamten Reisepreises
zu. An- und Restzahlung können nur im Lastschrifteinzugsverfahren vorgenommen werden. Der Anzahlungsbetrag wird innerhalb von zehn Tagen nach Bestätigung, der Betrag der Restzahlung etwa vier Wochen vor
Reiseantritt von Ihrem Konto abgebucht. Bei Buchungen, die weniger als vier Wochen vor Reisebeginn erfolgen, wird der gesamte Reisepreis bei Übergabe des
Sicherungsscheines sofort fällig.
3.Leistungen
Der Umfang der Leistungen ergibt sich aus unseren
Leistungsbeschreibungen und den darauf Bezug
nehmenden Angaben in der Buchungsbestätigung.
Nebenabreden, die den Umfang der vertraglichen
Leistungen verändern, werden nur wirksam, wenn sie
in der Buchungsbestätigung ausdrücklich aufgeführt
sind. Wir behalten uns ausdrücklich vor, aus sachlich
berechtigten, erheblichen und nicht vorhersehbaren
Gründen vor Vertragsabschluss eine Änderung gegenüber den Prospektangaben zu erklären, über die Sie als
Reiseteilnehmer vor der Buchung informiert werden.
Angebote, die in den ausführlichen Reiseverläufen mit
dem Zusatz „Gelegenheit“ oder „Möglichkeit“ bezeichnet werden, sind selbst nicht Bestandteil der vertraglich
geschuldeten Leistungen. Der erste und der letzte Tag
der gebuchten Reise dienen in erster Linie der Erbringung der Beförderungsleistung.
4.Reiserücktritt, Umbuchungen, Ersatzpersonen
Sie können jederzeit vor Reisebeginn durch eine Erklärung uns gegenüber von der Reise zurücktreten.
Diese Erklärung sollte, auch wenn sie mündlich bereits
erfolgt ist, in Ihrem eigenen Interesse von Ihnen auch
schriftlich abgegeben werden. In Zweifelsfällen gilt das
Datum des Eingangs der schriftlichen Erklärung bei
uns. Treten Sie vom Reisevertrag zurück oder treten Sie
die Reise ohne vorherige Rücktrittserklärung nicht an,
150
so können wir angemessenen Ersatz für die von uns
bereits getroffenen Vorkehrungen und Aufwendungen
verlangen. Bei der Berechnung berücksichtigen wir
gewöhnlich gesparte Aufwendungen und gewöhnlich
mögliche anderweitige Verwendungen der Reiseleistungen. Wir können folgende pauschalierte Rücktrittsentschädigung geltend machen (der Nachweis niedrigerer
Kosten bleibt Ihnen unbenommen):
ƒƒ bis zum 30. Tag vor Reisebeginn 15 % des Reisepreises;
ƒƒ vom 29. bis zum 22. Tag vor Reisebeginn 25 % des
Reisepreises;
ƒƒ vom 21. bis 15. Tag vor Reisebeginn
35 % des Reisepreises;
ƒƒ vom 14. bis zum 8. Tag vor Reisebeginn 50 % des
Reisepreises;
ƒƒ vom 7. bis 1. Tag vor Reisebeginn 80 % des Reisepreises;
ƒƒ ab dem Reisetag oder bei Nichtantritt der Reise
90 % des Reisepreises.
Umbuchungswünsche können, sofern ihre Durchführung überhaupt möglich ist, nur nach Rücktritt vom
Reisevertrag zu obigen Bedingungen und gleichzeitiger
Neuanmeldung durchgeführt werden. Voraussetzung
jeder Umbuchung ist die Verfügbarkeit der Leistung.
Bis zum Beginn der Reise können Sie sich als Teilnehmer bei der Durchführung der Reise durch einen
Dritten ersetzen lassen. Hierdurch entstehende tatsächliche Mehrkosten sind von Ihnen zu tragen. Wir können
dem Wechsel in der Person des Reiseteilnehmers widersprechen, wenn der Dritte den besonderen Reiseerfordernissen nicht genügt und gesetzliche Vorschriften
oder behördliche Anordnungen entgegenstehen. Tritt
ein Dritter an Ihrer Stelle in den Vertrag ein, so haftet
er gemeinsam mit Ihnen uns gegenüber als Gesamtschuldner für den Reisepreis. Die durch den Eintritt in
den Vertrag entstehenden Mehrkosten sind zu tragen.
5.Nicht in Anspruch genommene Leistungen
Nehmen Sie einzelne Reiseleistungen infolge vorzeitiger Rückreise oder aus sonstigen zwingenden Gründen
nicht in Anspruch, so werden wir uns bei den Leistungsträgern um die Erstattung der ersparten Aufwendungen bemühen. Diese Verpflichtung entfällt, wenn
es sich um völlig unerhebliche Leistungen handelt
oder wenn der Erstattung gesetzliche oder behördliche
Bestimmungen entgegenstehen. Ein Anspruch des Reisenden auf Erstattung besteht jedoch nicht.
6.Rücktritt und Kündigung durch den Reiseveranstalter
In folgenden Fällen sind wir berechtigt, vor Antritt der
Reise vom Reisevertrag zurückzutreten oder nach Antritt der Reise den Reisevertrag zu kündigen:
a)bis sechs Wochen vor Reiseantritt, wenn eine in der
Reiseausschreibung angegebene Mindestteilneh­mer­
zahl nicht erreicht wird;
b)ohne Einhaltung einer Frist, wenn Sie als Reiseteilnehmer den vorher bekannt gegebenen besonderen Reiseanforderungen nicht genügen oder die
Durchführung der Reise durch Ihr Verhalten trotz
Abmahnung nachhaltig stören oder sich in einer
Weise vertragswidrig verhalten, die die sofortige
Kündigung des Reisevertrages durch uns z. B. im
Interesse der übrigen Reiseteil­nehmer rechtfertigt.
Wenn wir in einem solchen Fall den Reisevertrag
mit Ihnen kündigen, bleibt unser Anspruch auf den
Reisepreis bestehen, jedoch vermindert um den Wert
ersparter Aufwendungen sowie von Vorteilen, die wir
aus einer anderweitigen Verwendung der Leistungen,
einschließlich eventueller Erstattungen von Leistungsträgern, erlangen. Eventuelle Mehrkosten für
die Rückbeförderung gehen zu Ihren Lasten, wenn
Sie Anlass zu einer solchen Kündigung des Reisevertrages gegeben haben.
7.Haftungsbeschränkung
Die vertragliche Haftung des Reiseveranstalters für
Schäden, die nicht Körperschäden sind, ist auf den
dreifachen Reisepreis beschränkt, soweit ein Schaden
des Reisenden weder vorsätzlich noch grob fahrlässig
herbeigeführt wird oder soweit der Reiseveranstalter
für einen dem Reisenden entstehenden Schaden allein
wegen eines Verschuldens eines Leistungsträgers verantwortlich ist.
8.Gewährleistung
Wird die Reiseleistung nicht vertragsgemäß erbracht,
so können Sie Abhilfe verlangen. Wir können die Abhilfe verweigern, wenn sie einen unverhältnismäßigen
Aufwand erfordert.
9.Mitwirkungspflicht
Sie sind angehalten, Ihre Beanstandungen unverzüglich der Reiseleitung mitzuteilen. Diese ist beauftragt,
sofern dies möglich ist, für Abhilfe zu sorgen, sie ist
jedoch nicht berechtigt, Ansprüche auf eventuelle Minderung oder Schadensersatz anzuerkennen. Unterlassen Sie es schuldhaft, einen Mangel anzuzeigen, stehen
Ihnen Ansprüche insoweit nicht zu. Können eventuelle
Mängel trotz der Bemühungen der Reiseleitung nicht
hinreichend behoben werden, sollten Sie, zusammen
mit der Reiseleitung, eine Niederschrift über die festgestellten Mängel abfassen. Schäden am Reisegepäck
müssen zur Wahrung von Ansprüchen sofort bei Feststellung dem Beförderungsunternehmen angezeigt
werden. Dieses ist zur Ausstellung einer schriftlichen
Bestätigung verpflichtet (bei Flugbeförderung als „Lost
Report“ bezeichnet).
10.Ausschluss von Ansprüchen und Verjährung
Ansprüche wegen nicht vertragsgemäßer Erbringung
der Reise hat der Reisende innerhalb eines Monats
nach vertraglich vorgesehener Beendigung der Reise
gegenüber dem Reiseveranstalter geltend zu machen.
Nach Ablauf der Frist kann der Reisende Ansprüche
geltend machen, wenn er ohne Verschulden an der Einhaltung der Frist verhindert worden ist.
Ansprüche des Reisenden nach den § 651 c-f BGB
verjähren in einem Jahr. Die Verjährung beginnt mit
dem Tag, an dem die Reise dem Vertrag nach enden
sollte. Schweben zwischen dem Reisenden und dem
Reiseveranstalter über den Anspruch oder die den Anspruch begründenden Umstände, so ist die Verjährung
gehemmt, bis der Reisende oder der Reisever­anstalter
die Fortsetzung der Verhandlung verweigert. Die Verjährung tritt frühestens drei Monate nach dem Ende
der Hemmung ein.
11.Pass-, Visa-, Zoll-, Devisen- und Gesundheitsvorschriften
Wir stehen dafür ein, Staatsangehörige des Staates, in
dem die Reise angeboten wird, über die für sie gültigen
Pass-, Visa- und Gesundheitsvorschriften vor Reiseantritt zu unterrichten. Angehörige anderer Staaten
erhalten Auskunft über die für sie gültigen Vorschriften bei den zuständigen Konsulaten. Sie sind für die
Einhaltung der infrage kommenden Pass-, Visa-, Zoll-,
Devisen- und Gesundheitsbestimmungen selbst verantwortlich. Alle Nachteile, die Ihnen aus der Nichtbefolgung dieser Vorschriften erwachsen, gehen zu Ihren
Lasten, ausgenommen wenn Sie durch eine schuldhafte Falschinformation unsererseits bedingt ist.
Sollten Einreisebestimmungen einzelner Länder von
Ihnen nicht eingehalten werden oder sollte ein Visum
aufgrund Ihres eigenen Verschuldens nicht rechtzeitig
erteilt werden und Sie deshalb an der Reise nicht teilnehmen können, sind wir berechtigt, Sie mit der entsprechenden Rücktrittsgebühr zu belasten.
12.Datenschutz
Die im Zusammenhang mit der Reise erfassten Daten
werden ausschließlich für die Durchführung der Reise
und für die Kundenbetreuung durch uns verwendet.
Dazu dient auch eine Liste der Teilnehmenden einer
Reise, alphabetisch sortiert nach Namen, Vornamen
und Wohnort, die jeder Mitreisende vor Reiseantritt
erhält. Falls die Aufnahme in die Liste nicht erwünscht
wird, kann dies uns gegenüber gesondert erklärt werden. Auf dieses Widerspruchsrecht wird ausdrücklich
hingewiesen.
13.Gerichtsstand
Für Klagen gegen uns als Reiseveranstalter ist ausschließlich das Gericht am Sitz unseres Trägers zuständig.
14.Veranstalter
Thomas-Morus-Akademie Bensberg,
Overather Straße 51-53,
51429 Bergisch Gladbach.
Stand 17. November 2016
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Anmeldung
Ferienakademie
Zustiegsort
(Titel und Datum)
(bei Bus- oder Bahnreise)
Abflughafen
Zimmerwunsch q Doppelzimmer mit
(Name/Vorname)
q Einzelzimmer
Persönliche Angaben
Name
Vorname/Titel
(bei Flugreisen laut Personaldokument)
(bei Flugreisen laut Personaldokument)
Beruf/Institution
Geburtsdatum
Straße, Hausnr. PLZ, Ort
Telefon Mobil
Telefax E-Mail
(für Notfälle)
SEPA-Lastschriftmandat
Bildnachweise
Titel: Songquan Deng (Shutterstock); S.12 Hrach Hovhannisyan; S.13 Elisabeth Bremekamp; S.15 Mantas Volungevicius; Jorge Láscar (CC BY-SA 3.0); S.16 Arno Costima (Visit
Mechelen); S.18 Toerisme Brugge/© Jan D‘Hondt; Toerisme
Brugge / © Jan D‘Hondt; S.19 Piet De Kersgieter; S.20 News
Oresund (CC BY 2.0); S.21 Kullez (CC BY 2.0); S.22 ©Neue
Pinakothek; S.23 Haydar Koyupinar @ Museum Brandhorst;
S.24 Julia Moras/bph; S.25 Julia Moras/bph; S.26 Klaus Lipa;
S.27 Klaus Lipa; Jochen Keute; S.28 Thüringer Tourismus
GmbH; S.29 Klassik Stiftung Weimar; Thüringer Tourismus
GmbH; S.30 M_H.DE (CC BY-SA 3.0); S.31 Rey Perezoso (CC
BY-SA 2.0); Erbanor; S.32 Franz J. Wamhof; S.33 Andi Schmid
(Museum Würth/Kunsthalle Würth); Bert Boelaers (CC BY-SA
3.0); S.34 Mazbln (CC BY-SA 3.0); S.35 Jean-Pierre Dalbéra (CC BY 2.0); S.37 Till F. Teenck (CC BY-SA 3.0); S.38/39
Klaus-Peter Kappest www.waldskulpturenweg.de; S.40/41
Wolfgang Schmidt/2016 Schmidtfoto Chemnitz; S.41 Wolfgang Thieme; S.42 Wolfgang Isenberg; S.43 Heide Bauer (CC
BY-SA 3.0); S.44 Jörg M. Unger (CC BY-SA 3.0); S.45 ChronPaul(CC BY-SA 3.0); S.46 Kora27 (CC-BY-SA 4.0); S.48 KadiLiis Koppel; S.49 Karel Koplimets/Tallinn City Tourist Office;
S.50 Stefan2901 (CC BY-SA 3.0); S.51 MTMAD Lyon/Pierre
Verrier; S.52 Fondation Maeght/R.Michaud; S.53 Janine Pohl
(CC-BY-SA-2.5,2.0 and 1.0); Wolfgang Isenberg; S.54 Schorle
(CC BY-SA 3.0); S.55 L‘office de tourisme de Guérande (CC
BY-SA 2.0); Pline (CC BY-SA 3.0); S.56 Guido F.R. Radig (CCBY SA 3.0); S.58 Jean-Pierre Dalbéra (CC BY-SA 3.0); S.59
Martin Argyoglo/LVAN; Mypouss (CC BY-SA 2.0); S.60 Thomas
Bresson (CC-BY SA 2.0); S.61 Vasile Cotovanu (CC-BY SA 2.0);
Wladyslaw (CC BY-SA 3.0); S.62 Jean-Christophe Benoist (CC
BY 2.5); S.63 LVR-LandesMuseum Bonn; S.64 dynamosquito
(CC BY-SA 3.0); S.65 Friedrich Böhringer (CC BY-SA 2.5); S.66
Stamatis Lymperopoulos; S.67 Rev Stan (CC BY 2.0); S.70
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Eric Pouhier (CC BY-SA 3.0); S.71 Kleon3 (CC BY-SA 3.0);
Magnus Manske (CC BY-SA 2.0); S.74 Bath City Tourism/
Colin Hawkins; S.75 Bath City Tourism/Leon Day Images;
S.76 TourismIreland; S.77 TourismIreland/James Fennell;
S.78 Amada44 (CC BY-SA 3.0); S.79 Rico Heil (CC BY-SA 3.0);
S.80 Jean-Pierre Dalbéra (CC BY 2.0); S.81 Marina Mosebach;
S.82 Vatikanische Museen; S.85 Berthold Werner (CC BY-SA
3.0); S.86 Irene Grassl (CC BY-SA 2.0); S.88 Elisabeth Bremekamp; S.90 Tony Wasserman (CC BY-SA 3.0); S.91 Andreas
Thiel; S.92 Andreas Thiel; S.93 Johann Jaritz (CC BY-SA 3.0);
Dorothy61n1 (CC BY-SA 3.0); S.94 Andreas Thiel; S.95 Alain
Rouiller (CC BY-SA 2.0); Andreas Thiel; S.96 superdealer100
(CC BY-SA 3.0); S.97 Sidvics (CC BY-SA 3.0); S.99 Surge123
(CC BY-SA 3.0); S.100 Vignaccia76 (CC BY-SA 3.0); S.102
Andreas Thiel; S.103 Marina Mosebach; Alois Staudacher;
S.104 Friedhelm Isenberg; S.106 Gilbert Sopakuwa (CC BYND 2.0); S.107 Raul Ayres (CC BY-SA 3.0); S. Sepp (CC BY-SA
3.0); S.110 FotoCavallo (CC BY-SA 3.0); S. 111 Jongleur100
(CC BY-SA 3.0); S.113 Klearchos_Kapoutsis (CC BY 2.0); Enzo
83 (CC BY-SA 3.0 pl); S.115 JeanneMenjoulet&Cle (CC BYSA 2.0); Paul Arps (CC BY-SA 2.0); S.116 Zailko (CC BY-SA
3.0); S.117 Stephane333 (CC BY-SA 3.0); S.118 Jean-Pierre
Dalbéra (CC BY 2.0); S.119 Roberto Lumbreras (CC BY-SA
2.0); Phillip Maiwald (Nikopol) (CC BY-SA 3.0); S.120 Felipe
Gabaldón (CC BY-SA 2.0); S.121 losmininos (CC BY-SA 2.0);
Andrea Puggioni (CC BY-SA 2.0); S.122/125 Instituto de Turismo de España – TURESPAÑA; S.126 Epizentrum (CC BYSA 3.0); S.127 Museo Picasso Málaga; NACLE2 (CC BY 3.0);
S.128 Alvegaspar (CC BY-SA 4.0); S.130 Fred (CC BY 2.0);
S.131 Barcellona ramblas (CC BY-SA 3.0); S.132 Michal Fic/
Prague City Tourism; S.133 Petr Salek/ Prague City Tourism;
George M. Groutas (CC BY 2.0); S.138 Thorsten Wulff/bbh
image; S.152/153 Shutterstock
Gläubiger-Identifikationsnummer Mandatsreferenznummer
DE52ZZZ00000064314
Wird von der Thomas-Morus-Akademie mitgeteilt.
Ich ermächtige die
Thomas-Morus-Akademie Bensberg, Overather Straße 51-53, 51429 Bergisch Gladbach
Zahlungen von meinem Konto mittels Lastschrift einzuziehen. Zugleich weise ich mein Kreditinstitut
an, die von der Thomas-Morus-Akademie auf mein Konto gezogenen Lastschriften einzulösen.
Hinweis: Ich kann innerhalb von acht Wochen, beginnend mit dem Belastungsdatum, die Erstattung des
belasteten Betrags verlangen. Es gelten dabei die mit meinem Kreditinstitut vereinbarten Bedingungen.
Kontoinhaber (falls abweichend von der angemeldeten Person):
Nachname
Vorname
Straße, Hausnr.
PLZ, Ort
Kreditinstitut
BIC
IBAN
Die Angaben werden nur für Zwecke der Thomas-Morus-Akademie Bensberg gespeichert.
Die im Katalog „Ferienakademien 2017“ unter „Allgemeine Reisehinweise“ aufgeführten Details der
Reisevertragsbedingungen habe ich/haben wir zur Kenntnis genommen.
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Zimmerwunsch q Doppelzimmer mit
(Name/Vorname)
q Einzelzimmer
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(bei Flugreisen laut Personaldokument)
Beruf/Institution
Geburtsdatum
Straße, Hausnr. PLZ, Ort
Telefon Mobil
Telefax E-Mail
(für Notfälle)
SEPA-Lastschriftmandat
Gläubiger-Identifikationsnummer Mandatsreferenznummer
DE52ZZZ00000064314
Wird von der Thomas-Morus-Akademie mitgeteilt.
Ich ermächtige die
Thomas-Morus-Akademie Bensberg, Overather Straße 51-53, 51429 Bergisch Gladbach
Zahlungen von meinem Konto mittels Lastschrift einzuziehen. Zugleich weise ich mein Kreditinstitut
an, die von der Thomas-Morus-Akademie auf mein Konto gezogenen Lastschriften einzulösen.
Hinweis: Ich kann innerhalb von acht Wochen, beginnend mit dem Belastungsdatum, die Erstattung des
belasteten Betrags verlangen. Es gelten dabei die mit meinem Kreditinstitut vereinbarten Bedingungen.
Kontoinhaber (falls abweichend von der angemeldeten Person):
Nachname
Vorname
Straße, Hausnr.
PLZ, Ort
Kreditinstitut
BIC
IBAN
Die Angaben werden nur für Zwecke der Thomas-Morus-Akademie Bensberg gespeichert.
Die im Katalog „Ferienakademien 2017“ unter „Allgemeine Reisehinweise“ aufgeführten Details der
Reisevertragsbedingungen habe ich/haben wir zur Kenntnis genommen.
Weitere Informationen
qGerne können Sie mich/uns über Angebote der Thomas-Morus-Akademie Bensberg per
E-Mail informieren.
Ort, Datum
Unterschrift(en)
Anmeldung
Ferienakademie
Zustiegsort
(Titel und Datum)
(bei Bus- oder Bahnreise)
Abflughafen
Zimmerwunsch q Doppelzimmer mit
(Name/Vorname)
q Einzelzimmer
Persönliche Angaben
Name
Vorname/Titel
(bei Flugreisen laut Personaldokument)
(bei Flugreisen laut Personaldokument)
Beruf/Institution
Geburtsdatum
Straße, Hausnr. PLZ, Ort
Telefon Mobil
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Gläubiger-Identifikationsnummer Mandatsreferenznummer
DE52ZZZ00000064314
Wird von der Thomas-Morus-Akademie mitgeteilt.
Ich ermächtige die
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Zahlungen von meinem Konto mittels Lastschrift einzuziehen. Zugleich weise ich mein Kreditinstitut
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Die Akademie
Die Thomas-Morus-Akademie Bensberg, Katholische Akademie im Erzbistum Köln, ist benannt nach
dem englischen Lordkanzler Thomas More (1478-1535), den Heinrich VIII. zum Tode ver­urteilen ließ,
der 1935 hei­lig gesprochen und im Jahr 2000 zum Patron der Politiker erklärt wurde. In seiner Schrift
„Utopia“ entwarf More das Panorama einer idealen Gesellschaft. Die Reflexion und Interpretation gesellschaftlicher, sozialer, kul­tureller, wirt­schaftlicher, politischer und ökologischer Entwicklungen hat sich die
Akademie zur Aufgabe gemacht. Neben Tagungen, Kunstausstellungen, Studienpro­jek­ten, Ferienakademien, Erkundungen und Workshops konzipiert und realisiert die Akademie auch Forschungsprojekte.
Thomas-Morus-Akademie Bensberg
Overather Straße 51-53
51429 Bergisch Gladbach (Bensberg)
Telefon 0 22 04 - 40 84 72
Telefax 0 22 04 - 40 84 20
[email protected]
www.tma-bensberg.de
Angebote
Gerne senden wir Ihnen, Ihren Freunden, Bekannten, Verwandten ... diesen Katalog und auch die
weiteren Programmhefte der Thomas-Morus-Akademie. Bitte kontaktieren Sie uns!
Halbjahres­programm
Tagungen und Workshops
Erkundungen 2017
Themen, Ziele, Reiseleiter
„Die Poesie des Reisens
liegt im Erleben.“
Hermann Hesse (1877-1962)
Thomas-Morus-Akademie Bensberg
Overather Straße 51-53
51429 Bergisch Gladbach (Bensberg)
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Telefax 0 22 04 - 40 84 20
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www.tma-bensberg.de