Die Flugprognosen liegen weit daneben - Stadt

AZA 8152 Glattbrugg, Post CH AG
Donnerstag, 2. Februar 2017
GLATTAL
ELEKTRO
TELEMATIK
Nr. 5
Glattal Installationen AG
Elektro + Telekommunikation
Europastrasse 29, 8152 Glattbrugg
Telefon: 044 828 80 00
E-Mail: [email protected]
Internet: www.glattal-elektro.ch
Amtliches Publikationsorgan von Opfikon, Glattbrugg, Oberhausen und Glattpark
«Weil wir blitzschnell sind»
100 Gründe für eine erfolgreiche Zusammenarbeit Grund 71
Erscheint 1-mal wöchentlich, am Donnerstag Stadt-Anzeiger Opfikon/Glattbrugg, Schaffhauserstrasse 76, 8152 Glattbrugg, Tel. 044 810 16 44, Fax 044 811 18 77
Die Flugprognosen liegen weit daneben
Stehlen, ohne
zu klauen
Fluglärmgegner, aber auch
Kantonsräte monieren, dass
das beauftragte Büro seit
Jahren zu viele Flugbewegungen prognostiziert.
Derselbe Vorwurf gegen die
Münchner Firma wird auch
andernorts erhoben.
Unbekannte Trickdiebe
versuchen derzeit, von
Verkaufsfilialen Wertkarten
zu erlangen. Sie überzeugen das Verkaufspersonal,
ihnen die zugehörigen
Codes mitzuteilen.
Roger Suter
Für Planungen sind Prognosen unerlässlich. Insbesondere für Verkehrsinfrastrukturen wie Flughäfen sind
sie wegen der langen Vorlaufzeit,
aber auch wegen der grossen Auswirkungen auf ihre Umgebung entscheidend – schliesslich will niemand
sein Einfamilienhaus in eine künftige
Abflugschneise stellen.
Umso ärgerlicher, wenn solche
Prognosen nicht stimmen – zumal genau diese Zahlen vom Bundesamt für
Zivilluftfahrt (Bazl) verwendet werden, um den Sachplan Infrastruktur
Luftfahrt (SIL) zu erstellen – also jenes Dokument, das sowohl Betriebsvarianten als auch Entwicklung in
der Umgebung des Flughafens festlegt.
Auch wenn Aussagen über die
Zukunft immer mit Unsicherheiten
behaftet sind, ist die Fehlerquote der
Münchner Intraplan Consult GmbH
für den Flughafen Zürich in den letzten Jahren stetig gewachsen: Lagen
die Autoren zwischen 2005 und 2008
noch maximal 3,4 Prozent daneben,
waren es in den Folgejahren 6 Prozent, dann 4,7, 2,1, 6,2 und seit 2013
fast 10 Prozent.
Diese Zahlen stammen aus der regierungsrätlichen Antwort auf eine
Anfrage der Kantonsratsmitglieder
Michael Biber, Bachenbülach, und
Die Prognosen von Intraplan (blau) gehen permanent nach oben. Die Realität (grün) sieht anders aus.
Kantonsrätin Ursula Moor-Schwarz,
Höri. Der Grund für ihren Vorstoss ist
ein Gutachten der «Allianz N-O-W»,
eines Zusammenschlusses der Fluglärmorganisationen im Norden, Osten und Westen des Flughafens Zürich, die nach eigenen Angaben 135
Gemeinden und über 670 000 und
Einwohner repräsentiert. Das Gutachten bemängelt mehrere Punkte in
den Methoden der Intraplan GmbH:
Ihre Vorhersagen basierten auf falschen Annahmen. Das zeige sich
schon daran, dass Intraplan dreimal
ähnliche Ergebnisse erziele, obschon
sich die Bedingungen in der Luftfahrt
grundlegend
verändert
hätten,
schreibt die Oliva und Co. GmbH aus
Zürich, das die Intraplan-Prognosen
im Auftrag der Allianz kritisch hinterfragt hat. Die Intraplan-Methodik
sei zweitens unwissenschaftlich und
von der Realität bereits zweimal
deutlich widerlegt worden: Statt des
prognostizierten
Wachstums
auf
297 000 lag die Zahl der Flugbewegungen seit 2012 zwischen 260 000
und 270 000.
Prognose ohne Markt
Und drittens blende die IntraplanPrognose den Markt komplett aus
und basiere lediglich auf den Passagierströmen von 2013, die dann linear hochgerechnet würden; Flugpläne,
wirtschaftliche Entwicklungen oder
politische Rahmenbedingungen blieben aussen vor. Das würde auch die
grossen Abweichungen seit 2013 erklären: Seit diesem Jahr warten alle
auf den Entscheid Deutschlands zum
Staatsvertrag.
Mit ihrer Kritik ist die Allianz
N-O-W nicht allein: Auch Thomas
Grafik: rs
Macoun, Professor für Verkehrsplanung der Technischen Universität
von Wien, hält Intraplan vor, «blind
gegenüber zentralen Rahmenbedingungen beziehungsweise deren Veränderungen» zu sein und «insbesondere den allen Verkehrsstrukturen
immanenten Sättigungseffekt» auszuklammern, wie er in einem Gutachten zur Flugverkehrsprognose des
Flughafens Wien (der eine Parallelpiste bauen will) schreibt.
Die Initiative gegen Fluglärm
Mainz erhebt noch schwerere Vorwürfe: «Die Intraplan Consult GmbH
bestätigt gegen Geld so ziemlich alles,
was der Auftraggeber des Gutachtens
bestätigt haben möchte – insbesondere steigende Flugbewegungs- und
Passagierzahlen.» Kommentar Seite 7
www.region-ost.ch, News.
Wertkarten sind eine beliebte Geschenk-Alternative – nicht nur für
Grosseltern, die nicht wissen, welche
Musik dem Enkel denn nun gefällt.
Mit einer Wertkarte kann sich dieser
selbst bedienen.
Das versuchen inzwischen auch
Betrüger: Sie rufen in Verkaufsstellen
– Elektronikläden, Kioske, Grossverteiler, Tankstellen – an und geben
sich als Mitarbeiter der herausgebenden Firmen aus. Dann machen sie
technische Probleme geltend und bitten die Angestellten, doch die Codes
der «problematischen» Karten zu
scannen und den Anrufern diese am
Telefon mitzuteilen.
Somit ist die Falle zugeschnappt:
Mit dem Scannen an der Kasse wurde die Wertkarte aktiviert, und mit
dem Code aus dem Telefongespräch
können die Betrüger den Betrag online einlösen – ohne die Karten physisch klauen zu müssen. Besonders
perfid ist, dass die Anrufer ihre Telefonnummern auch fälschen und sich
so erfolgreich als Mitarbeiter «ausweisen» können. Das Vorgehen wird
mindestens seit 2015 angewandt,
grassiert aber derzeit im Kanton. Die
Polizei rät, niemals Codes anzugeben
und jeden Anruf anzuzeigen.
Die Kantonspolizei ermittelt zusammen mit den Spezialisten für Digitale Kriminalität der Abteilung Cybercrime. (rs.)
Cowboys machen Musik
Reform schafft Unsicherheit
Kinder bauen Maschinen
Die Stadtmusik Opfikon hat sich für ihren 90. Geburtstag etwas Spezielles einfallen lassen: Neben dem Repertoire mit
amerikanischem Einschlag kleideten sich die Musiker auch
entsprechend. Beides kam sehr gut an.
Seite 3
Am 12. Februar wird über die umstrittene Unternehmenssteuerreform 3 abgestimmt. Was bedeutet sie für Opfikon?
Und stimmen die im Vorfeld herumgebotenen verschiedene
Zahlen überhaupt?
Seite 6
Opfiker Viert- und Fünftklässler betätigten sich als Erfinder:
Sie experimentierten mit Physik und bauten eigene Apparate:
Ein Mini-Dampfschiff und einen Elektromotor – mit einfachsten Mitteln, die in jedem Haushalt vorkommen.
Seite 12
RE/MAX-Bülach.ch
Ihr Immobilienspezialist
Coiffeur Seebach 2
Wir bewerten Ihre
Immobilie kostenlos
RE/MAX Bülach, Schaffhauserstrasse 35
CH-8180 Bülach, T 044 577 40 40
5.–
Gutschein
Immobilien
Schaffhauserstrasse 76
8152 Glattbrugg
Tel. 043 211 39 79
(neben Stadt-Anzeiger)
2
Nr. 5
AKTUELL KIRCHE
2. Februar 2017
Am Samstag gehts um die Treberwurst
runden das gemütliche Esserlebnis
ab. Wer mag, bestellt anschliessend
noch ein Stück Kuchen oder einen
wärmenden Treberkaffee.
Die Vorbereitungen in der Küche
beginnen bereits am Freitagnachmittag, damit am Samstag ab 11 Uhr die
Treberteller durch Mitglieder der
RGO serviert werden können. Serviert wird durchgehend bis 18 Uhr.
Die
Rebberg-Genossenschaft Opfikon (RGO) und die
Köche der Glattchuchi laden am
nächsten Samstag,
4. Februar 2017,
bereits
zum
16. Treberfest ein.
Und dies noch einmal bei den Familiengärten
Hauächer an der Klotenerstrasse. Alle Treberwurstfans
und diejenigen, die es noch werden
wollen, sind herzlich eingeladen.
Auch Weinbrand «über die Gasse»
Alle Jahre ein Genuss
Da der Dorf-Träff nach wie vor nicht
benutzt werden kann, findet das
16. Treberfest nach den positiven
letztjährigen Erfahrungen noch einmal bei den Familiengärten Hauächer an der Klotenerstrasse statt.
Mit einem Zeltanbau wird die Platzzahl wiederum vergrössert. Parkplätze sind ausreichend vorhanden, es
lässt sich aber wunderbar auch zu
Fuss gehen. Die Verdauung wird es
zu schätzen wissen. Wer den Treber-
Schön angerichtet und fein duftend: Eine Opfiker Treberwurst.
wurstteller kennt, freut sich jedes
Jahr aufs Neue auf das Treberfest.
Die Treberwurst ist eine würzige
Saucisson, die im Trester (Treber)
des letzten Opfiker Wümmet gegart
wird. Sie erhält dabei ihren typisch
feinen
Marc-Geschmack.
Dazu
kommt das im Kessel zubereitete
Foto: zvg.
Mischgemüse. Ein Leckerbissen, auf
den man einmal im Jahr ganz einfach nicht verzichten darf.
Die Köche der Glattchuchi sind zu
wahren Treberteller-Meistern herangereift. Nicht zu vergessen ist dazu
natürlich noch ein Glas Opfiker Wein.
Ob Rosé oder ein Opfiker Roter, beide
Wie jedes Jahr werden an einem eigenen Stand Opfiker Weine, Treberwürste und neu auch Opfiker Weinbrand zum Verkauf angeboten. Überraschen Sie Ihre Gäste zu Hause mit
einheimischem Wein oder bringen
Sie eine Flasche als originelles Geschenk mit.
Wir heissen Sie am nächsten
Samstag am Treberfest in den Hauächern ganz herzlich willkommen
und freuen uns auf Ihren Besuch. Auf
Ihr Erscheinen freuen sich
Köche der Glattchuchi Opfikon,
Rebberg-Genossenschaft Opfikon
Auskünfte bei Hansruedi Hottinger, Präsident RGO, Tel. 044 810 33 48, E-Mail [email protected], www.rgo.ch.
KIRCHENZETTEL
Evangelisch-reformiert Kirchgemeinde
Sonntag, 5. Februar
10.00 Gottesdienst
Pfrn. Cindy Gehrig
Musik: Urs Egli, Orgel
anschliessend Chilekafi
Mittwoch, 8. Februar
14.30 Ökum. Senioren/-innen-Treff
forum, katholische Kirche
Theater, Seniorenbühne
anschliessend Zvieri
Röm.-kath. Kirchgemeinde St. Anna
Maria Lichtmess
Donnerstag, 2. Februar 2017
19.00 Eucharistiefeier mit
Kerzensegnung
5. Sonntag im Jahreskreis
5. Februar 2017
Samstag, 4. Februar 2017
18.00 Eucharistiefeier
Sonntag, 5. Februar 2017
10.00 Eucharistiefeier
11.30 Santa Messa con Predica
Dienstag, 7. Februar 2017
09.00 Eucharistiefeier
Donnerstag, 8. Februar 2017
10.00 Ökum. Gottesdienst
im Vitadomo
Freitag, 10. Februar 2017
18.00 Rosenkranz (ital.)
Evangelisch-methodistische Kirche
UUFGABLET
Sonntag, 5. Februar
09.45 Gottesdienst in Kloten
Pfrn. Andrea Brunner
Kinderprogramm
Marianne Grant
Flughafenkirche
(Andachtsraum, Check-in 2)
Ein Patrouillenpolizist kam von seiner täglichen Tour ins Revier zurück und
hinterlegte seinen Rapport beim Kollegen. Darin stand, dass er ein altes Auto
ohne Nummernschilder gesehen habe.
Polizeirapport
«Wo stand denn der Wagen?», wollte der Kollege wissen. An der Eccelizeserstrasse, war die Antwort.
«Ah so, und wie zum Teufel schreibt sich das?» Und der Gefragte versuchte mühsam, diesen Namen zu buchstabieren, gab aber nach einigen
hoffnungslosen Versuchen auf und
rief dem Kollegen zu: «He, schreib du
den Bericht; ich hab keine Zeit!»
Der zweite Polizist begann zögernd, verliess dann aber auch
schnell das Büro.
Nach dessen Rückkehr wollte sein
Kumpel wissen, wohin er denn geeilt
sei. «Ich ging zurück an diese verfluchte Ecc…strasse und schob das alte Ding
um die Ecke in die Poststrasse.»
Sonntag, 5. Februar 2017
11.30 Ref. Gottesdienst mit
Abendmahl Liturgie: Pfr.
Stephan Pfenninger Schait
Lektorin: Suzanne Wallen
Musik: Christel Merli,
Klavier
Der Gottesdienst ist öffentlich.
www.flughafenkirche.ch
Stars gesucht
In einem Musical von Andrew Lloyd
Webber mitspielen: Dieser Traum
kann wahr werden. Für das Gastspiel
von «Evita» vom 25. bis 30. April
2017 im Theater 11 sucht das Produktionsteam junge weibliche Talente für
die einzige Kinderrolle. Darüber hinaus werden Statisten gesucht. Am
Mittwoch, 1. März, findet das Casting
für die Kinderrolle statt. (li.)
www.musical.ch/statisten-gesucht.
Gegründet 1955, 63. Jahrgang
Amtliches Publikationsorgan
Opfikon, Glattbrugg, Oberhausen, Glattpark
Erscheint donnerstags
Normalauflage (Wemf-beglaubigt): 1575
Grossauflage (Wemf-beglaubigt): 9816
(1 x monatlich in alle Haushaltungen)
Online unter www.stadt-anzeiger.ch
ISSN 2504-1819
Herausgeberin: Lokalinfo AG
Stadt-Anzeiger Opfikon/Glattbrugg
Schaffhauserstrasse 76
8152 Glattbrugg
Tel. 044 810 16 44, Fax 044 811 18 77
Redaktion: Roger Suter
E-Mail: [email protected]
Einsendeschluss Text: Montag 13.30 Uhr
Anzeigen/Verkauf: Bruno Imhof
E-Mail: [email protected]
Einsendeschluss Inserate: Montag, 10 Uhr
Geschäftsleitung: Liliane Müggenburg
Regelmässige freie Mitarbeiter: Marianne
Grant (mg.), Friedjung Jüttner, Dounya Reiwald (rei.), Esther Salzmann (es.), Werner
Spath (sp.), Béatrice Christen (ch.), Julia Fischer (jfi.), Luzia Montandon (mon.), Loa
Steiner (loa.).
Layout: Roger Suter, Roland Wellinger
Produktion: AZ Verlagsservice AG, Aarau
Druck: AZ Print, Aarau
Jahresabonnement adressiert: Fr. 83.–
Einzelexemplar Fr. 2.-
A K TU E L L FE L I C I TAS
Nr. 5
2. Februar 2017
3
Der Stadtmusik gingen die Zugaben aus
Nicht nur ein Jahreskonzert, sondern ein 90Jahr-Konzert bot die Stadtmusik am Samstagabend im
«Forum»-Saal. Dem Motto
«Country and more» wurde
sie vollumfänglich gerecht
und das Publikum war
begeistert.
Gespielt wurden dann «Folsom
Prison Blues» (von Johnny Cash),
«Cotton Fields», «Rose Garden»,
«Take Me Home» und vieles mehr.
«Wir haben es heute mit den
Frauen», meinte Dirigent Eduard
Kuster in Anspielung auf die in den
Songtiteln vorkommenden Frauennamen wie Natascha und Irene. Erwartungsvoll dann aus dem Publikum:
Matilda! Doch Kuster meinte, dass
die Matilda noch warten müsse, und
er leitete vorerst über zum Stück «Oh
Susanna».
Ob wir gern Rätsel lösten, wollte
Kuster wissen, dann sollten wir doch
herausfinden, woher der nächste Titel komme. Dann also doch noch:
«Waltzing Matilda». Des Rätsels Lösung folglich: Australien.
Esther Salzmann
Die Vermutung, dass es schwieriger
sei für ein Blasorchester, CountryMusik statt beispielsweise Schlager
zu arrangieren, verneinte Jan Hasa.
Es seien ja die gleichen Noten, meinte er trocken. Dass sich Country auch
mit Blasinstrumenten gut interpretieren lasse, habe auch schon James
Last gezeigt. Und doch, etwas anders
muss es schon gewesen sein, denn,
so Hasa, freue er sich heute ganz
speziell auf das Konzert.
Und wie war es für die Musiker?
Natürlich sind auch für sie die Noten
gleich. Der Rhythmus und der Takt
seien eben anders, erklärten die befragten Orchestermitglieder. Und
wenn man sich dabei vorstelle, durch
die weite Prärie zu reiten . . . Es habe
auf jeden Fall Spass gemacht und sie
seien froh, Jan zu haben, der mache
das super.
. . and (much) more
Opfiker Cowboys und Cowgirls: Die Stadtmusik im ungewohnten Outfit.
Fotos: Esther Salzmann
Song», meinte Kuster, könne man etwas zurücklehnen. Dann werde es
mit «Die Berner Stadtwache» wieder
etwas ernster. Der «Berner Marsch»,
wie er auch genannt wird, ist die inoffizielle Hymne des Kantons Bern,
die – zumindest den (Heimweh-)Ber-
nern – auch vom Text her geläufig
sein dürfte: «Träm, träm, trädiridi!
Alli Manne standet y! Die vor Ämme,
die vor Aare . . .» Gekonnt dargeboten
wurde der Marsch von Werner Stalder mit einem beeindruckenden Euphonium-Solo.
Nach der Pause dann der mit Spannung erwartete Teil des Konzertes:
Country. Das gesamte Orchester erschien in Cowboy-Kleidung, und natürlich durfte auch der typische Stetson-Hut nicht fehlen. Dirigent Kuster
trug gar einen «Riding Coat».
Jan Hasa mit Ass im Hut.
Werner F. Stalder mit Euphonium.
Edi Kuster im Riding Coat.
Country . . .
Werner Stalder, Präsident der Stadtmusik, konnte im Forum-Saal zahlreich erschienene Gäste begrüssen
und bedankte sich bei allen Beteiligten, den Sponsoren, den Musikern
und dem Publikum für deren Erscheinen. Dirigent Eduard Kuster
schloss sich den Worten von Stalder
an und las Verse aus einem später
noch in vertonter Form zu hörenden
irischen Segenswunsch. Darin heisst
es: «Nimm dir Zeit zu lachen – das ist
die Musik der Seele.» Musik für die
Seele war denn auch das nachfolgende Konzert, zu dessen Auftakt der
«Fliegermarsch», das einzige nicht
von Jan Hasa arrangierte Stück, gespielt wurde. Beim Titel «Coconut
Auf der Seite Felicitas können Sie, liebe Leserinnen und Leser,
Ihren Bekannten kostenlos gratulieren, Vereine ihre Geburtstagskinder
beglückwünschen oder Firmen ihre erfolgreichen Mitarbeiter ehren.
David Levy
Beförderung zum Kompaniekommandanten der Panzertruppen
auf den 1. Januar 2017.
Wir gratulieren und wünschen
viel Erfolg.
Patricia und Marcus Levy sowie
Maria Weber
Senden Sie uns einen (kurzen) Text und, falls gewünscht und vorhanden,
ein hochauflösendes Bild via E-Mail an [email protected]
oder per Post an die
Redaktion Stadt-Anzeiger
Schaffhauserstrasse 76
8152 Glattbrugg
Einsendeschluss ist jeweils der Freitagmorgen der Vorwoche.
Als erste Zugabe dann der Siegertitel
am Grand Prix der Volksmusik von
1987. Siegerin war damals Maja
Brunner mit dem noch heute oft gehörten «Das chunnt eus spanisch
vor». Das Publikum sang begeistert
mit. Es kam ihnen gar nicht so spanisch vor . . .
Als zweite Zugabe wurde dann
der «Colonel Boogie» angestimmt.
Auch dazu konnte das Publikum kräftig mitsingen, denn bei uns wird zur
Melodie dieses Militärmarsches der
Text «Frölein, händ sie mis Hündli
gseh?» gesungen.
Nachdem sich das Publikum noch
immer nicht zufrieden gab und eine
weitere Zugabe verlangte, kramte
Kuster in seinen Notenblättern und
erklärte, dass er damit nicht gerechnet habe. Als passenden Abschluss
für den Konzertabend wählte er
schliesslich «Down by the Riverside».
Das Motto «Country and more»
wurde in jeder Hinsicht erfüllt. Ob
Märsche, Walzer, Polkas, Countrys
oder Schlager, für alle Geschmacksrichtungen war etwas dabei.
Und der unermüdliche Jan Hasa
hat nicht nur komponiert, arrangiert,
musiziert und gesungen: Zusammen
mit seiner Frau trat er nach dem
Konzert als Duo Jan & Susi auf, was
(nicht nur) Tanzpaare bis spät in die
Nacht begeisterte.
4
Nr. 5
D I E S E I TE D E R S TAD T O P F I KO N
2. Februar 2017
Verwaltung
Notfalldienste
Stadtverwaltung Opfikon
Oberhauserstrasse 25
8152 Glattbrugg
Tel. 044 829 81 11
Fax 044 829 83 38
www.opfikon.ch
Öffnungszeiten Stadtverwaltung
Montag und Donnerstag 8 bis 12 Uhr
13.45 bis 18.30 Uhr
Dienstag und Mittwoch 8 bis 12 Uhr
13.45 bis 16.30 Uhr
Freitag 8 bis 14 Uhr (durchgehend)
Schalteröffnungszeiten
Alterszentrum Gibeleich
Montag bis Freitag
9 bis 11 Uhr
14 bis 16 Uhr
Senioren
Bei plötzlicher schwerer Erkrankung oder in Notfällen am Samstag und/oder
Sonntag sowie während Feiertagen stehen folgende Notfalldienste zur Verfügung:
Montags (ausser an Feiertagen)
8 Uhr: Juni, Juli, August
9 Uhr: übrige Monate
Parkplatz Familiengärten Hauächer
Ärztefon: Telefon 044 421 21 21
Walking im Hardwald
Ärztlicher Notfalldienst
Zahnärztlicher Notfalldienst:
Die Zahnärzte des Zürcher Unterlandes betreiben einen organisierten Notfalldienst.
Dieser Notfalldienst hat eine eigene Telefonnummer: 079 819 19 19
Apotheker-Notfalldienst, Telefon: 044 813 30 31
Dienstags (ausser Feiertagen)
9 bis 10 Uhr, Europastrasse 11
(Solis-Haus, Glattbrugg)
Sanitäts-Notruf, Telefon 144
Fit/Gym für Frauen – Bewegung,
Kraft, Entspannung, Atmung
Tox-Zentrum: Bei Vergiftungen aller Art (täglich 24h, kostenlos): Telefon 145
Kontakt:
Annmaria Mägerli, 079 319 23 89
Elektrizitäts- und Wasserversorgung
Energie Opfikon AG, Schaffhauserstrasse 121, 8152 Opfikon
Während der Bürozeit: Telefon 044 829 82 82 • Pikett-Nummer: Telefon 0848 44 81 52
Gasversorgung
Kultur
Kontakt:
Fredy Tschamper, 044 810 58 09
Karl Mäder, 044 810 77 83
Dienstags
(ausser Schulferien und Feiertagen)
9 bis 10 Uhr
Reformierter Kirchgemeindesaal Halden
Fit/Gym mit Musik und Bodenturnen
Während der Bürozeit: Energie 360° AG, Telefon 043 317 22 22
Notfalldienst Nummer: Telefon 0800 024 024
Kontakt:
Therese Kümin, 044 830 71 23
Spitex-Verein
Dienstags
(ausser Schulferien und Feiertagen)
Hallenbad Bruggwiesen
Wassergymnastik mit Musik
9.20 bis 9.50, 9.55 bis 10.25 und
10.30 bis 11.00 Uhr.
Kontakt: Bethli Imhof
044 862 54 44, 079 253 57 39
Opfikon-Glattbrugg, Bettackerstrasse 18,
erreichbar von Montag bis Freitag unter
Telefon 044 811 07 77 oder Telefonbeantworter
Ambulatorium und Gesundheitsberatung
Montag bis Freitag, 15.00 bis 16.00 Uhr, Bettackerstrasse 18
Krankenmobilien-Magazin
Montag bis Freitag, 15.00 bis 16.00 Uhr, Bettackerstrasse 18
SRK-Fahrdienst: Telefon 079 800 80 90
Montag bis Freitag, 08.00 bis 11.00 Uhr, übrige Zeit Combox
Mittwochs
(ausser Schulferien und Feiertagen)
9 bis 10 Uhr
Reformierter Kirchgemeindesaal Halden
Fit/Gym mit Musik
Kontakt:
Therese Kümin, 044 830 71 23
Abteilung Bau und Infrastruktur
Bauausschreibung
AKO Abwasserreinigung Kloten Opfikon, Rohrstrasse 49, 8152 Glattbrugg; Abbruch
und Neubau verschiedener Betriebsgebäude und des Personalgebäudes, Sanierung und Ausbau der Kläranlage mit Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP), 5 zusätzliche Parkplätze, Kat.-Nr. 8771, Rohrstrasse 49, Zone für öffentliche Bauten (OeB).
Die Pläne und Unterlagen liegen in der Abteilung Bau und Infrastruktur Opfikon,
Büro 21, während 20 Tagen zur Einsicht auf. Begehren um die Zustellung von
baurechtlichen Entscheiden sind innert 20 Tagen seit der Ausschreibung bei der
Abteilung Bau und Infrastruktur Opfikon schriftlich zu stellen. Wer das Begehren
nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Die Rekursfrist läuft ab
Zustellung des Entscheids (§§ 314–316 PBG).
Donnerstags (ausser an Feiertagen)
9 Uhr (bei jedem Wetter)
Parkplatz Familiengärten Hauächer
Laufträff
Kontakt:
Fredy Tschamper, 044 810 55 09
Donnerstags (ausser an Feiertagen)
12 Uhr
Mittagstisch im Restaurant Gibeleich
Das Essen wird Ihnen serviert!
Kontakt: Anlaufstelle 60+, 044 829 85 50
Donnerstag, 2. Februar 2017
10 Uhr, Raum der Stille, AZ Gibeleich
Ökumenischer Gottesdienst
Bestattungsamt
Todesfälle
Am 23. Januar verstarb:
– Blaser-Pfäffli, Martha Margaritha, Jg. 1921,
Langnau im Emmental BE
Am 25. Januar verstarb:
– Hollenstein, Willy, Jg. 1932, Kloten
Am 27. Januar verstarb:
– Filipovic-Stanojevic, Verica, Jg. 1930, Opfikon ZH
Am 29. Januar verstarb:
– Gross-Schmidweber, Margrit Johanna, Jg. 1933,
Zürich ZH, Mathon GR
Mittwoch, 8. Februar 2017
14.30 Uhr, Kath. Pfarramt St. Anna/forum
Theaterstück der Seniorenbühne
Zürich
Eine Veranstaltung der Kath. und Ref.
Kirche mit Pro Senectute OV.
Montag und Freitag (ausser
Sommerferien und Feiertagen)
14 bis 16 Uhr, Alterszentrum Gibeleich
Raum der Stille
Computeria
Haben Sie gewusst,
dass Sie die Geschichte von Opfikon mit einem Klick auf Ihrem Bildschirm
haben können? Auf der Homepage der Stadt Opfikon finden Sie unter
«Portrait» die ganze Geschichte zur Entstehung von Opfikon.
www.opfikon.ch – Portrait – Geschichte
Kontakt: Anlaufstelle 60+, 044 829 85 50
D I E S E I TE D E R S TAD T O P F I KO N / VE R M I S C H TE S
Stellungnahme
Schulpflege Opfikon
«Schulraumbedarfsplanung
ist keine Schätzung!»
Der geplante Neubau eines Schulhauses im Quartier Glattpark fusst keineswegs auf
einer «Schülerzahlenverwirrung», wie das SVP-Vertreter diese Tage fälschlicherweise behaupten. Die Schulpflege Opfikon führt seit Jahren eine laufend aktualisierte und qualitativ überprüfte Schulraumbedarfsplanung mit den entsprechenden
Schülerzahlen, die seriös erhoben und immer wieder verifiziert werden. Die verlässlichen Daten ergeben ein genaues Bild der Schülerzahlenentwicklung, was auch die
langjährige Erfolgskontrolle der Schulpflege Opfikon belegt. Unsere Schulraumbedarfsplanung ist keine Schätzung!
Wie jedermann aus dem öffentlich auf der Homepage der Stadt Opfikon zugänglichen Geschäftsbericht von Opfikon ersehen kann, haben sich die Schülerzahlen in
Opfikon (Kindergarten, Primarschule und Sekundarschule) von Januar 2010 mit insgesamt 1390 Schülerinnen und Schülern bis Januar 2017 auf 1820 Schülerinnen
und Schüler erhöht. Dies sind keine Zahlen des statistischen Amtes – welche frei interpretiert worden sind –, sondern öffentlich zugängliche Zahlen der Schule Opfikon.
Nr. 5
Einstimmiges Ja der CVP
zur Schulanlage Glattpark
Unter dem Vorsitz
von
Parteipräsident Alex Rüegg
fasste die Parteiversammlung der
CVP – mit einer
Ausnahme – eindeutige Parolen zur
Abstimmung vom 12. Februar 2017.
Zu Beginn wurde dem verstorbenen,
früheren Vorstandsmitglied Ruth
Lemmenmeier gedacht.
Schulpräsident Norbert Zeller votierte in engagierten Worten für den
Planungskredit für die Schulanlage
Glattpark. Der gewählte SchulhausStandort im Glattpark ist wohl ausgewogen und bildet ein neues Herzstück im Quartier. Die neuesten Zahlen (Stand: 23. 1. 17) sprechen eine
klare Sprache: Im Glattpark leben
derzeit 356 Kinder von 0 bis 4 Jahren! 80 Kinder besuchen die Kindergärten im Glattpark, 114 Kinder gehen in die Primar- und 16 Kinder in
die Sekundarschule. Wesentliche Kritiken gegenüber der ganz knapp abgelehnten Vorlage aus dem Jahr
2014 wurden aufgenommen. Sehr
engagiert beteiligten sich die Versammlungsteilnehmenden an der
Diskussion. Einhellig wurde das Be-
dürfnis für ein neues Schulhaus im
Glattpark bejaht. Die Versammlung
beschloss einstimmig die Ja-Parole.
Anas Wassouf sprach sich für die
erleichterte Einbürgerung von Personen der dritten Ausländergeneration
aus. Er erachtet es für wichtig, dass
junge Leute, die hier geboren und aufgewachsen sind, an die Schweiz und
ihre Kultur gebunden werden. Wem
die Schweiz Heimat ist, soll einen
Schweizer Pass tragen dürfen. Mit
dem zur Abstimmung vorliegenden
Bundesbeschluss werden die Kantone
nicht entmündigt, denn sie behalten
ihr Mitspracherecht. Zudem werden
damit lange und teure Einbürgerungsverfahren verhindert. Einstimmig votierte die Versammlung für ein Ja.
Patrick Rouiller referierte zur
Schaffung eines Fonds für die Nationalstrassen und den Agglomerationsverkehr (NAF). Durch die Finanzierung von Betrieb und Unterhalt der
Nationalstrassen aus dem Fonds
wird eine sichere und langfristig ausgerichtete Planung möglich sein. Für
einen bevölkerungsreichen Kanton
wie Zürich ist es wichtig, dass in Zukunft keine Finanzierungslücken und
weitere Überlastungen der Ver-
TIERISCH
Katzen sind, wie schon oft auch an dieser Stelle erwähnt, eher Einzelgänger
und von Natur aus grundsätzlich gute Jäger. Ihr ganzer Körperbau ist für
die Jagd konzipiert: leichter Brustkorb, gute, reaktionsfähige Beine. Nur
schwer wurde dies bei gewissen Rassen weggezüchtet . . .
Norbert Zeller, Schulpräsident Opfikon
kehrs-Infrastruktur auftreten, wie sie
ohne den NAF drohen. Bereits heute
sind die Agglomerationen mit Verkehrschaos stark belastet. Auch die
minime Erhöhung des Mineralölsteuerzuschlags zur Teilfinanzierung des
NAF ist vertretbar. Die Ja-Parole
wurde einstimmig gefasst.
Alex Rüegg erläuterte das Unternehmenssteuerreform-Gesetz III. Diese Steuerreform hat die Schweiz
nicht gesucht. Von der OECD wird die
privilegierte Besteuerung von Holdings, Domizilgesellschaften und gemischten Gesellschaften nicht mehr
akzeptiert. Das Parlament hat ein flexibles System geschaffen, das den
Kantonen eine hohe Handlungsfreiheit lässt. Mit der Reform wird der
Wirtschaftsstandort Schweiz gestärkt.
In der Diskussion wurden Pro und
Kontra abgewogen. Befürchtet werden finanzielle Einbussen, welche
weitere Sparmassnahmen in den Gemeinwesen zur Folge haben. Das
könnte zu einer generellen Schwächung des Sozialstaates führen. Auch
die Kirchgemeinden hätten mit weniger Mitteln zu rechnen. Schliesslich
wurde Stimmfreigabe beschlossen.
Alex Rüegg, Präsident CVP
Generalversammlung
der Freizyti
Dr. med. vet. Dounya Reiwald
Die Schulraumbedarfsplanung der Schule Opfikon basiert auf jahrelanger Erfahrung
und Expertise, was die für eine gute Schulung unserer Kinder und Jugendlichen notwendigen Räumlichkeiten anbelangt. Beleg dafür bieten unsere gewissenhaft
geführten Erfolgskontrollen. Sowohl unsere 3-Jahres-Prognosen (s. Abb. 1) als auch
unsere 6-Jahres-Prognosen (s. Abb. 2) zeigen deutlich auf, dass die effektiven
Schülerzahlentwicklungen, mit Ausnahme der ersten zwei Jahre der 6-Jahres-Prognose (verzögerte Entwicklung im Glattpark), jeweils exakt im Bereich der von
der Schulpflege errechneten Werte liegen. Der geplante Schulhausneubau im Quartier Glattpark basiert auf diesen aus Sicht der Schulpflege Opfikon zuverlässigen
Werten.
5
2. Februar 2017
Plötzlich war die Harmonie dahin
Nun halten wir sie aber immer öfters in kleinen Wohnungen eingesperrt
und sind dann verwundert, wenn eines Tages die Harmonie plötzlich verschwunden ist. Da saust auf einmal die zierliche Lina um die Ecke, verfolgt
vom gutbeleibten Kaspi. Sie kriecht unter das Bett, den einzigen Ort in der
Wohnung, wo Deckung möglich ist, und faucht ganz entsetzlich. Frau Z., eine in die Jahre gekommene Verkäuferin, ist völlig ausser sich. Sie hat die
beiden doch schon bald zwei Jahre, und immer hätten sie sich vertragen.
Zugegeben, die grosse Liebe sei es nie gewesen, aber niemals hätten sie
sich angegriffen oder angepöbelt. Lina schreit nochmals ganz lang und
herzzerreissend aus ihrem Unterschlupf, wo Kaspi am Rand lauert. Es ginge seit einigen Tagen so. Angefangen hätte es plötzlich, einen Grund könne
sich Frau Z. nicht vorstellen. Sie habe weder die Möbel umplatziert noch
seien Fremde zu Besuch gewesen. Das Einzige sei die anhaltende Kälte,
welche sie dazu veranlasst hätte, die Balkontür geschlossen zu halten. Und
gerade der Balkon ist der Lieblingsort von Kaspi, diesem Maine-CoonMischling, der bei jeder Witterung stundenlang auf dem Katzenbaum ausharrt und die Gegend beobachtet.
Was tun? Solange sich die Katzen nicht verletzen, ist keine Trennung nötig. Aber man sollte aus der kleinen Wohnung einen katzenfreundlichen Ort
machen. Wir schauen uns mit Frau Z. alle Möglichkeiten an, wie die Fläche
vergrössert werden kann, wie Schlupflöcher hergezaubert, wie Verstecke
gebastelt und spannende Beschäftigungen erfunden werden können.
Und in der Tat verschwindet Kaspis aggressives Verhalten, wie es gekommen ist, sobald Frau Z. den Schreiner hat kommen lassen.
Das 51. Vereinsjahr neigt sich dem
Ende und es naht
die Generalversammlung. Sie findet
am Donnerstag, 16. März, um 19 Uhr
im reformierten Kirchgemeindehaus
statt. Alle Mitglieder sind herzlich eingeladen. Der Besuch der GV ist für
Aktivmitglieder obligatorisch. Im Verhinderungsfalle bitte Abmelden bei
Renaud Joye. Im Anschluss gibt es einen Imbiss.
Der Vorstand
Renaud Joye Tel. 044 810 35 39.
Mit Schüssler Salz
fit in den Frühling
Publireportage
Nach der dunklen und kalten Winterzeit sehnt sich der Körper nach neuer
Vitalität und frischer Kraft. Viele
möchten auch entschlacken und entgiften. Im Kurs an der Volkshochschule Bülach gibt Brigitte Burkhalter, klassische Homöopathin und Beraterin in
Biochemie nach Dr. Schüssler, Tipps
zu Schüssler-Salz-Kuren und Informationen zu den Themen Allergien, Entschlackung, Gewichtskontrolle. (pd.)
Mo, 6. März, 18.30–21.30 Uhr, Berufsschule Bülach, Fr. 40.– (inkl. Unterlagen);
Details und Anmeldung: www.volkshochschule-buelach.ch, [email protected], Tel. 044 500 29 51.
Abstimmungsparolen für den 12. Februar 2017
Vorlage/Partei
CVP
EVP
FDP
GV
JBL SVP
NIO@GLP SP
SVP
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Nein
Ja
der dritten Ausländergeneration
Ja
Ja
Ja
Ja
Nein
Ja
Ja
Nein
Unternehmenssteuerreformgesetz III
k. E.
Nein
Ja
Nein
Ja
Ja
Nein
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Nein
Ja
Ja
Nein
Eidgenössische Vorlagen
Schaffung eines Fonds für die Nationalstrassen und Agglomerationsverkehr
Erleichterte Einbürgerung von Personen
Kommunale Vorlagen
Projektierungskredit
Schulanlage Glattpark
k. E. = keine Empfehlung / Stimmfreigabe
6
Nr. 5
ABSTIMMUNGEN
2. Februar 2017
«Schwankungen sind nichts Unbekanntes»
Was hat Opfikon von der
Unternehmenssteuerreform
3 zu erwarten? Antworten
des Finanzvorstandes Valentin Perego.
Interview: Roger Suter
Braucht es die
USR3 für Opfikon?
Für Opfikon spezifisch
nicht.
Aber sie ist in
der Essenz unumgänglich, weil
das momentane Valentin Perego.
Steuerrecht
internationale Regeln verletzt. Der entscheidende Punkt ist, dass die unterschiedlichen kantonalen Bestimmungen wegfallen. Und dadurch werden
gemäss Regierungsrat rund 3 Prozent
aller Kapitalgesellschaften im Kanton, also etwa 1150 Firmen, mehr
Steuern zahlen müssen.
Und diese Firmen ziehen dann weg?
Immer, wenn sich das Steuerrecht
ändert, fragt sich der Steuerzahler:
Lohnt es sich, etwas zu ändern? Es
ist möglich, dass gewisse Gesellschaften abwandern.
Im Vorfeld der Abstimmungen wurden
für einzelne Gemeinden, darunter Opfikon, sogar die möglichen Ausfälle berechnet. Wie weit sind diese Ihrer Meinung nach von der Realität entfernt?
Sehr weit. Wir haben solche Gesellschaften, die bei Annahme der Reform und dem Wegfall der Holdingprivilegien mehr Steuern zahlen müsANZEIGEN
sen; jedoch kaum Pharma-Firmen
oder Maschinenindustrie, welche mit
den Patentboxen wiederum Steuererleichterungen erreichen könnten,
sondern Handels- und Finanzfirmen.
Und die werden stärker zur Kasse
gebeten – nicht unbedingt von Opfikon selber, sondern dort, wo sie veranlagt werden. Das hat möglicherweise Auswirkungen auf ihre Firmenstruktur.
Wie viele Firmen wären das?
Das wissen wir nicht. Juristische Personen werden alle vom kantonalen
Steueramt veranlagt. Ich vermute, in
Opfikon sind es Dutzende.
Haben Sie eine Schätzung, was die USR3
für die Opfiker Steuern bedeuten würde?
Nein. Denn die USR3 ersetzt nur die
unterschiedlichen kantonalen durch
einheitliche eidgenössische Regeln.
Aber die Kantone erhalten im Gegenzug mehr Freiheiten in der Steuerfestsetzung. Ob und wie sie davon
Gebrauch machen, steht noch nicht
fest und ist erst in der Vernehmlassung. Also wissen wir noch gar nicht,
welche Regeln dereinst gelten werden. Und einige sind umstritten.
Das bedeutet aber auch, dass der Steuerwettbewerb zwischen den Kantonen weitergehen wird – einfach mit anderen
Mitteln.
Das ist ganz klar. Die Patentbox beispielsweise ist eindeutig auf Drängen
der Basler Chemie aufgenommen
worden. Und die Erleichterungen erhalten nicht unbedingt jene, die neu
stärker belastet werden – vielleicht
sogar ganz andere. Wer, wissen wir
noch nicht. Oder der Zinsabzug auf
Eigenkapital: Wir haben beispielsweise keine Ahnung, welche Firmen
sogenannt überschüssiges Eigenkapital haben. Was ist überhaupt überschüssiges Eigenkapital? Das wurde
bislang nirgends ausgewiesen und ist
eigentlich gar nicht einzuschätzen –
erst recht nicht auf Gemeindeebene.
Sie haben also keinerlei Anhaltspunkte?
Bei uns ist die Situation folgende:
Wenn zwei oder drei grössere Steuerzahler wegziehen, kann uns das die
Ernte ziemlich verhageln. Wenn das
nicht passiert, haben wir kein Problem mit der USR3. Die vorgerechneten Steuerausfälle sind ja gar nicht
Teil dieser Bundesvorlage. Es sind
die Kantone selber, die dafür ihre generellen Steuersätze senken wollen.
Der Zürcher Regierungsrat beispielsweise will von 8 auf 6 Prozent, andere gehen noch tiefer. Das könnte man
aber auch ohne USR3 beschliessen.
Und von dieser Steuersenkung würden alle Firmen profitieren, von der
Baufirma bis zur Autogarage, die
dem Kanton und der Gemeinde einen
Viertel weniger Steuern zahlen müssten. (Die schweizweit einheitliche
Bundessteuer wird von der USR3
nicht tangiert.)
Wie gross ist denn die Steuerbelastung
der KMU heute?
Sehr unterschiedlich, aber nicht riesig. Entscheidend für Opfikon sind
die grossen Firmen. Ohne diese wären wir nach wie vor eine kleine,
ländliche Gemeinde mit 10 Prozent
Steuern von Unternehmen. In Opfikon sind es 52 Prozent.
Ein grösserer Exodus wäre also eine Katastrophe?
Ja, aber ich glaube nicht, dass dies
eintreffen wird. Firmen sind immer
zu- und weggezogen, es sind selten
die Steuern massgebend.
Was dann?
Unsere Lage nahe dem Flughafen,
die Verkehrssituation, Erreichbarkeit
für Pendler und vieles mehr. Der eigentliche Boom mit unseren Steuereinnahmen hat ja erst in den 90erJahren eingesetzt. Erste Auswirkungen einer allfälligen USR3 werden
wir vielleicht 2020 sehen, und es
dauert weitere Jahre, bis sich die
Praxis – auch bei den Gerichten –
herausgebildet hat.
Dann sind Sie nicht nervös?
Nein. Denn selbst wenn es zu Mindereinnahmen von 8 oder 10 Millionen Franken käme, wäre das immer
noch innerhalb der Schwankungen,
die unsere Gemeinde immer wieder
gesehen hat. Im schwachen 2011
nahmen wir 17,9 Millionen von Firmen ein, 2015 waren es 32,7 Millionen, 2016 dürften es 35,8 Millionen
sein. Die Ertragsdifferenzen werden
zudem durch die Anpassung des Finanzausgleichs zu 70 Prozent eingeebnet. Ein grösseres Problem könnte
aus meiner Sicht die Wanderung von
Unternehmen von Kanton zu Kanton
werden. Von den rund 20 Kantonen,
die sich bisher zur Senkung der Unternehmenssteuern geäussert haben,
stellt Zürich die höchste Steuerbelastung in Aussicht! Dieser Wettbewerb
ist aber bereits im Gang und findet
unabhängig von der USR3 statt.
Und warum sind die Städte dagegen?
Weil sie oft links regiert sind. Das
verläuft entlang der klassischen
Links-Rechts-Achse. Vergessen wird,
dass vor allem das Gewerbe – und
nicht die grossen Konzerne – profitieren würde, ebenso wie übrigens auch
die Arbeitnehmer und die Kunden.
Was meinen Sie zu den Kompensationen für die Steuerausfälle durch mehr
Anteil an der direkten Bundessteuer?
Der Regierungsrat will die Hälfte dieser Mehreinnahmen auf die Gemeinden verteilen – wie, ist noch völlig offen. Die Krux wird der längerfristige
Verteilschlüssel sein: Im ersten Jahr
kann man aufgrund der Struktur einer Gemeinde solche Verluste vielleicht ausrechnen, doch das wird je
länger, je schwieriger. Es gibt zwar
eine Studie des Kantons, aber dort
wird in jedem zweiten Abschnitt betont, wie unsicher das sei. Und auf
diesen Daten hat das Gemeindeamt
Zahlen für fünf Gemeinden errechnet
– unter anderem für Opfikon, aber
ausgerechnet fürs Jahr 2014, wo wir
einen Steuereinbruch par excellence
erlebt haben. 2015 waren es wieder
28 Millionen mehr. Solche Berechnungen sind für uns wertlos – auch
wenn sie kluge Leute angestellt haben.
Dann plädieren Sie für mehr Gelassenheit statt «Aktivitis»?
Eigentlich waren die Steuererträge
juristischer Personen schon immer
eine unsichere Sache; seit der Dotcom-Krise 2000, spätestens aber seit
der Finanzkrise 2007 ist dies nun offensichtlich.
AKTUELL / ABSTIMMUNGEN
Nr. 5
2. Februar 2017
7
OPFIFON
Roger Suter
Während das Fliegen für die Passagiere mit der Zeit einfacher wurde, ist es für alle anderen umso
komplizierter: Der Euphorie über
das «Tor zur Welt» folgte die Ernüchterung, weil Flugzeuge halt
Lärm verursachen. Also legte man
die meisten Flüge über dünner besiedeltes Gebiet – und handelte
sich Ärger mit den deutschen
Nachbarn ein, welche sich wegen
In der Glattalbahn wurde es am Montagmorgen eng: Die S15 aus dem Unterland wurde hier vorzeitig gewendet.
Foto: Roger Suter
SBB-Panne: Grossandrang in Glattbrugg
Roger Suter
Am Montag hatten die SBB mit mehreren Problemen zu kämpfen: Ein
Gleisschaden zwischen Uster und
Wetzikon machte diese zum Teil eingleisige Strecke unpassierbar. Neben
anderen musste die S15, welche in
Glattbrugg hält, umgeleitet werden
und erhielt Verspätungen von bis zu
einer halben Stunde – sofern sie
überhaupt fuhr.
Schon am Morgen gab es zwischen Zürich Hauptbahnhof und
Hardbrücke eine «technische Störung
an der Bahnanlage», wodurch diese
nur beschränkt befahrbar war. Dadurch mussten einige S-Bahnen vorzeitig gewendet werden – unter anderem in Glattbrugg, weshalb hier viele
Pendler auf überfüllte Trams umsteigen mussten. Betroffen waren neben
der S9 und der S15 auch die S21 (Zürich HB–Regensdorf-Watt), die kom-
plett ausfiel; die S16 (HerrlibergFeldmeilen–Zürich HB–Flughafen) fiel
zwischen Zürich-Tiefenbrunnen und
Flughafen aus. Die S7 (Rapperswil–
Zürich HB–Winterthur) hielt ausserordentlich in Zürich Tiefenbrunnen.
Ab 10.45 Uhr verkehren die Züge gemäss SBB wieder nach Fahrplan.
UNTERNEHMENSSTEUERREFORM III
Kontra: «Das Fuder deutlich
überladen»
Stadtrat Daniel
Leupi (Grüne)
ist
Vorsteher
des Finanzdepartements der
Stadt Zürich.
Daniel Leupi, Sie rechnen mit Steuerausfällen von 300 Millionen Franken. Erwarten Sie deshalb eine Erhöhung des Steuerfusses?
Wenn die USR III in der aktuellen
Form kommt, drohen nicht nur der
Stadt Zürich, sondern vielen Gemeinden massive Steuerausfälle. Zürich
wird wie die meisten anderen Gemeinden kaum darum herumkommen, den Steuerfuss erhöhen zu
müssen. Privatpersonen und der Mittelstand werden auf Kosten der Unternehmungen die Zeche bezahlen
müssen.
Der Kanton will die Stadt Zürich teilweise entschädigen. Regierungsrat Ernst
Stocker spricht von 78 Millionen Franken. Finden Sie das realistisch?
Angesichts der erwarteten Einnahmeausfälle decken die vorgesehenen
Kompensationen des Kantons nur einen kleinen Teil unserer Ausfälle; 78
Millionen Franken sind für die Stadt
Zürich vorgesehen. Zudem haben die
am meisten betroffenen Gemeinden
nicht eine Kompensation über den
Finanzausgleich erwartet, sondern
direkt über den Anteil des Kantons
an der direkten Bundessteuer. Mindestens im Kanton wirkt es zudem
störend, dass bestenfalls die Hälfte
der Kompensationen den Gemeinden
zufliessen soll, obgleich diese offensichtlich wesentlich höhere Steuerausfälle haben als der Kanton. Die
Anliegen der Städte und Gemeinden
wurden im ganzen Vernehmlassungsprozess nicht aufgenommen, zuweilen schlichtweg ignoriert.
Die internationalen Steuerstandards
müssen angepasst werden. Wie könnte
dies geschehen ohne USR III?
Es ist unbestritten, dass es eine Reform braucht, die Steuerprivilegien für
Holdings-, Domizil- und gemischte Gesellschaften abschafft. Die USR III will
diesen Steuerstatus – auch auf Druck
von EU und OECD – aufheben. Ich
halte eine Unternehmenssteuerreform
grundsätzlich für notwendig, aber
nicht in der aktuellen Form. Bei der
USR II profitieren ganz wenige auf
Kosten der grossen Allgemeinheit. Das
Parlament hat mit der vorliegenden
USR III das Fuder deutlich überladen.
Die USR III ist zudem von zu vielen
Unsicherheiten geprägt. Etwa, wie
sich Massnahmen wie zinsbereinigte
Gewinnsteuer, Patentbox, Abzug für
Forschung und Entwicklung und Kapitalsteuer finanziell auswirken. Vieles
erinnert an die USR II. Damals hat
sich der Bundesrat um mehrere Milliarden Franken verschätzt.
Der Regierungsrat hat eine offizielle
Meinung zur USR III. Warum fehlt diese
beim Stadtrat?
Der Stadrat hat sich mit seiner Antwort im Rahmen der Vernehmlassung zur USR III im Januar 2015 ein
erstes Mal zur Vorlage geäussert.
Gestern Mittwoch hat er sich im Rahmen der Beantwortung der Interpellation der Grünen Fraktion zu den finanziellen Auswirkungen der USR III
erneut zum Thema geäussert. Der
Stadtrat ist generell sehr zurückhaltend mit der Parolenfassung zu übergeordneten Vorlagen und beschliesst
solche vor allem bei grosser Übereinstimmung. Wenn keine offizielle Parolenfassung zu einer eidgenössischen Vorlage vorliegt oder wenn der
Stadtrat sich sonst noch nicht zu einer Vorlage geäussert hat, sind die
einzelnen Stadtratsmitglieder grundsätzlich frei, sich zu äussern. Es ist
aber üblich, die Einsitznahme in Komitees vorher anzumelden. Als Finanzvorstand ist es meine Pflicht, die
Bevölkerung über die drohenden
Ausfälle einer solchen Reform zu informieren. Dies vor allem auch, weil
die massiven Einnahmeausfälle zu
Steuererhöhungen und einem Leistungsabbau führen können.
Interviews Pia Meier
Pro: «Mit dem neuen Konzept
werden alle gleich behandelt»
Nationalrätin
Doris
Fiala
(FDP) wohnt in
der Stadt Zürich. Sie ist Unternehmerin.
Doris Fiala, warum ist diese Reform
wichtig, für die Schweiz und im Speziellen auch für die Stadt Zürich?
Ich unterstütze die USR III, welche von
grosser volkswirtschaftlicher Bedeutung ist. Eine wettbewerbsfähige und
international akzeptierte Besteuerung
ist sowohl für einheimische wie auch
für ausländische Unternehmen von
zentraler Bedeutung und trägt somit
massgeblich zur Attraktivität der
Schweiz als Wirtschaftsstandort bei:
das gilt für unseren Kanton genauso
wie für unsere Stadt Zürich!
Die Stadt Zürich rechnet mit Steuerausfällen von 300 Millionen Franken, was zu einer Erhöhung des Steuerfusses führen
könnte. Finden Sie es fair, dass der Bund
die Belastung auf die Kantone und diese
auf die Gemeinden beziehungsweise die
Steuerzahler abwälzen?
…behauptet Stadtrat Leupi keck… und
verteidigt dabei wohl nicht nur unsere
städtischen Finanzen, sondern betreibt
gleichzeitig linke Parteipolitik. Interessant ist aber, dass SP-Regierungsrätin
Herzog aus Basel mutig ausführt (Zitat!): «Levrat hat nichts verstanden».
Dass es zu Steuerausfällen kommen
wird, bestreiten die Befürworter der
Reform nicht. Mit der aktuellen Vorlage
dürften die Ausfälle aber begrenzt bleiben und die Kantone erhalten eine
Kompensation des Bundes, welche
wiederum auch auf die Stadt (Zürich)
umverteilt wird. Wenn nun Finanzdirektor Leupi für die Stadt Zürich
kämpft, ist das nur vordergründig gut.
Besser wäre es, er hätte den ganzen
Kanton und nicht nur unsere Stadt im
Blickfeld. Zudem: Die grossen internationalen Firmen profitieren mit dieser
Reform nicht. Firmen, die nicht vom
Steuerkonstrukt der Patentbox profitieren, wie Handelsgesellschaften, werden nach der Reform mehr bezahlen.
Vor allem die Städte sind von Mindereinnahmen betroffen. Sollten diese nicht
mehr als Landgemeinden von den Kantonen entschädigt werden?
Der Kanton Zürich war einer der grössten Reform-Befürworter. Es geht um
grosse Steuerbeträge, die wir uns als
Kanton erhalten wollen. Mit der Steuerreform werden grundsätzlich alle Firmen gleich behandelt, ob Schweizer
KMU oder internationaler Konzern. Wie
unfair das heutige System ist, verdeutliche ich gerne: Spezialbesteuerte Firmen
bezahlen im Kanton Zürich heute
10,5%, KMU 21%. Mit dem neuen Konzept werden alle gleich behandelt. Das
kann ich auch als Städterin nicht wirklich schlecht finden… Die neuen Regeln
werden für 300 000 Firmen in der
Schweiz gelten. Um uns alle für weniger
Steuereinnahmen zu entschädigen, bezahlt der Bund 1,1 Milliarden Franken
mehr aus der Bundeskasse. Und wenn
wir es positiv sehen wollen, dürfen wir
getrost sagen, dass wir mit der Steuerreform international top bleiben. Die
Schweiz hat viele Vorteile, sie muss
aber auch steuerlich attraktiv sein. Wer
nur den Blick für seine Gemeinde pflegt,
verliert die Übersicht für das Ganze.
Gibt es einen anderen Weg der Anpassung der internationalen Steuerstandards als die USR III?
Als Bürgerliche bin ich gegen eine Kapitalgewinnsteuer. Ich bin überhaupt
gegen neue oder höhere Steuern, wie
es sich das Ausland wünschen würde,
um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu
schwächen. Als Realpolitikerin weiss
ich um den Druck des Auslands und
dass wir uns nicht leisten können, einfach nichts zu machen. Der gut
schweizerische Kompromiss ist immer
jener, der allen etwa gleich wehtut.
Wollen wir Arbeitsplätze in der
Schweiz schützen und dem Druck des
Auslands standhalten, ist diese Reform
wohl der unumgängliche Weg. Nicht
die dümmsten Köpfe haben sich um
diese Lösung bemüht. Auch wenn die
Reform nicht perfekt ist, so ist sie doch
nötig. Wer sie kritisiert, sollte zuerst einen besseren Vorschlag präsentieren.
Nur für Zivilluftfahrt
des «übermässigen Fluglärms von
ennet der Grenze» beklagten, einseitige Massnahmen durchsetzten
und eine Einigung mit einem
Staatsvertrag bisher erfolgreich
behinderten. Und seither bekriegen sich die Himmelsrichtungen,
der Bund und der Kanton.
All das ist seit Jahren bekannt
– zumindest hierzulande. Doch bis
zur Münchner Intraplan Consult
GmbH sind weder dies noch wirtschaftliche Faktoren durchgedrungen. Ihr Hinweis, es handle sich
um eine «engpassfreie Prognose»,
also ohne Berücksichtigung von
Einschränkungen irgendwelcher
Art, mag zwar erklären, warum
die Firma mit ihren Prognosen seit
Jahren viel zu hoch liegt. Als
Grundlage für eine so einschneidende Planung wie den Sachplan
Infrastruktur Luftfahrt (SIL) des
Bundes ist sie aber absolut ungeeignet, da sie nicht die Wirklichkeit, sondern eher das Wunschdenken der Flughäfen und Airlines
abbildet. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt muss sich also schleunigst
nach einem besseren Modell umsehen. Oder ist der Name «für Zivilluftfahrt» so zu verstehen, dass
alles für die Luftfahrt, aber nichts
für die Bevölkerung getan wird?
Die USR III
polarisiert
Steuervorteile für wenige
oder eine nötige wettbewerbsfähige Besteuerung?
Die Unternehmenssteuerreform III ist umstritten.
Pia Meier
Am 12. Februar wird gesamtschweizerisch über das Bundesgesetz vom
17. Juni 2016 über steuerliche Massnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmensstandorts Schweiz (Unternehmenssteuerreformgesetz III) abgestimmt.
Dieses Gesetz schafft die ermässigte
Besteuerung von Holding-, Domizilund gemischten Gesellschaften ab.
Die Reform stärke mit neuen Massnahmen die Wettbewerbsfähigkeit
der Schweiz und verschaffe den Kantonen finanzpolitischen Spielraum,
halten die Befürworter fest. Gegen
die USR III wurde das Referendum
ergriffen. Die Gegner erwarten hohe
steuerliche Einnahmenausfälle. Sie
befürchten, dass die Bevölkerung diese kompensieren muss. Zudem müssten die Steuern erhöht werden. Bundesrat und Parlament empfehlen, die
Vorlage anzunehmen. Ebenfalls sind
FDP, SVP, GLP und CVP dafür. Ein
Nein hingegen empfehlen SP, Grüne,
EVP und AL.
8
Nr. 5
FORUM
2. Februar 2017
LESERBRIEFE
Die Rattenfänger
von Opfikon
Seit Tagen wird in unserer Stadt auf
das Heftigste um das Neubauprojekt
eines Schulhauses im Glattpark gestritten. Gegnerische Plakate und
Hochglanz-Flugblätter wurden überall
in der ganzen Gemeinde gestreut.
Daran befremdet besonders, dass die
Gegner als anonymes Komitee auftreten, statt mit ihrem Namen zu ihrer
Meinung zu stehen. Nun zu einigen
der aufgestellten Behauptungen:
1. Es wird behauptet, wir würden
über ein Schulhaus für 80 Millionen
Franken abstimmen. Das stimmt
nicht! Tatsache ist: Zur Diskussion
steht lediglich ein Projektierungskredit
von rund 3 Millionen Franken. Über
den eigentlichen Kredit wird später
abgestimmt, wenn klar ist, was der
Bau wirklich kostet. Der geschätzte
Betrag von 80 Millionen Franken
schliesst den Landpreis mit ein, obwohl das Grundstück bereits der Stadt
gehört. Die effektiven Kosten verringern sich also um rund 20 Millionen
Franken.
2. Es wird behauptet, ein Schulhaus gehöre ins Zentrum (für alle).
Das stimmt nicht! Tatsache ist: Ein
neues Schulhaus gehört dorthin, wo
die Schülerinnen und Schüler sind. In
unserem Fall ist das der Glattpark,
denn da findet heute das grösste
Wachstum statt. Oder wollen wir noch
mehr teure Provisorien für viel Geld
am falschen Standort?
3. Es wird behauptet, wir hätten
gar nicht genug Schüler. Das stimmt
nicht! Tatsache ist: Bereits heute leben
im Glattpark über 500 Kinder und bis
2019 werden weitere 400 Wohnungen
bezogen. Das bedeutet, dass weitere
Familien zuziehen werden mit Kindern, welche heute Schulraum brauchen und nicht erst in zehn Jahren!
Wussten Sie übrigens, dass die Stadt
Opfikon die höchste Geburtenrate des
ganzen Kantons Zürich hat?
4. Es wird behauptet, der Glattpark sei Stadtrand. Das stimmt nicht!
Tatsache ist: Der Glattpark ist ein neues blühendes Quartier. Die vom Komitee gewählte Formulierung ist respektlos gegenüber unseren neuen
Einwohnerinnen und Einwohnern. Im
Glattpark entsteht ein neuer Stadtteil
mit Tausenden von Steuerzahlern und
Steuerzahlerinnen. Wir müssen deshalb alles tun, um diese zu integrieren
und das neue Quartier lebenswert zu
erhalten. Dazu gehört mit Sicherheit
auch ein Schulhaus.
Ziel muss es sein, unsere Stadt so
lebendig und attraktiv wie möglich zu
machen und zu erhalten. Wir wollen
weiterhin ein Anziehungspunkt für viele sein, und das heisst, dass auch unsere Infrastruktur optimal sein muss. Dafür setzen wir uns nach wie vor ein.
Wir bitten Sie deshalb, am 12. Februar
ein Ja in die Urne zu legen.
Ehemalige Mitglieder von Stadtund Gemeinderat: Werner Brühlmann, Walter Epli, Erich Klaus,
Heinz Mäder, Jürg Leuenberger
Vertrauen
in ehrliche Politik
Was habe ich alles für interessante Leserbriefe mit rätselhaften Rechenformeln und Hochrechnungen in Schü-
NACHTRAG
Private Meinung
Roger Peter, Mitglied der Schulpflege,
legt Wert darauf, dass er in seinem
Leserbrief vom 26. Januar zum
Schulhaus Glattpark seine private
Meinung geäussert hat. (sa.)
lerzahlentwicklungen und benötigtem
Schulraum gelesen. Dazu noch ein
farbenfroher, mehrseitiger Abstimmungs-Flyer mit sagenhaften 80 Millionen Franken Kosten für das geplante Schulhaus im Glattpark.
Lehnen Sie sich für einmal zurück
und überlegen Sie, ob Sie eher einer
fundierten Arbeit und Grundlage glauben oder ob Sie den nicht nachvollziehbaren Rechenspielchen Ihr Vertrauen schenken.
Verlieren wir keine weitere Zeit
und verlieren wir nicht das Vertrauen
in unsere ehrliche Arbeit, Politik und
den Stadtrat. Geben Sie Ihre Stimme
dem neuen geplanten Schulhaus im
Glattpark.
Reto Bolliger, Gemeinderat CVP
2016-336 vom 6. 12. 2016: «Für die
Überprüfung der Rechtmässigkeit einer einzelnen Vergabe ist der Bezirksrat als Aufsichtsbehörde nicht
zuständig.» Nach Ansicht des Stadtrates hätten sich andere Architekten,
namentlich die im damaligen im
Wettbewerb unterlegenen, wehren
müssen. Es kommt zwar selten vor,
aber zu dieser Aussage fehlen mir
schlicht die Worte.
Richi Muffler, Präsident der SVP
Opfikon-Glattbrugg-Glattpark
Karte ergänzt
Die künftigen Schulkinder sind in den Startlöchern.
Illustration: Schule Opfikon
Zahlensalat?
Bei der Abstimmungsvorlage Planungskredit Schulhaus Glattpark geht
es um ein Primarschulhaus, wo man
lesen und rechnen lernen soll. Diese
Fähigkeiten sollen hier angewendet
werden.
Der aufmerksame Leser kann den
Abstimmungsunterlagen des Stadtrats eine Klassenzimmeranzahl von
64 entnehmen. Von Herrn Muffler
wird in einem Artikel des Stadtanzeigers vom 26. Januar die Zahl der Primarschulklassenzimmer mit 63 beziffert. Davon befinden sich einige in
(teilweise erst zu bauenden) Provisorien ohne Turnhallen, Nebenräume,
Tagesstrukturen etc., welche kurzfristig die zu erwartenden höheren
Schülerzahlen abfedern sollen.
Die aktuelle Primarschülerzahl
wird in den Abstimmungsunterlagen
mit 957 beziffert und von Herrn
Muffler aufgrund der Kinderzahlen
jedes Altersjahres zu 951 errechnet.
Aktuell gibt es 52 Primarschulregelklassen. Man kann daraus berechnen, dass eine Klasse durchschnittlich aus etwa 18,4 Schülern besteht.
Angesichts von Zu- und Abgängen,
der Berücksichtigung von Schulwegen und dem unterschiedlichen kulturellen Hintergrund der Schüler ist
dies eine nur kleine Abweichung um
3,6 Schüler von der von Herrn
Muffler genannten Belegung von 22.
Anhand der Einwohnerzahl von
18 432 kann man, wie Herr Muffler
vorrechnet, einen Anteil der Primarschüler von 5,15 Prozent an der Bevölkerung ableiten. Dieser Anteil ist
langfristig ein «erstaunlich stabiler
Wert» (Zitat im «Stadt-Anzeiger»
vom 26. Januar). Aktuell leben im
Glattpark circa 4500 Menschen. Mittel- bis langfristig werden es 6000 bis
7000 sein. Schulhäuser baut man auf
lange Sicht, nur Provisorien werden
mit einem kurzfristigen Zeithorizont
erstellt. 5,15 Prozent der zu erwartenden Bevölkerung ergeben damit
eine ständige Primarschülerzahl von
309 bis 360 Primarschüler aus dem
Glattpark. Mit der für heutige Klassen
im Umfeld Opfikon geltenden mittleren Belegungszahl von 18,4 Schülern
pro Klasse ergibt sich daraus für den
Bezirk Glattpark ein mittel- bis langfristiger Bedarf von 17 bis 20 Klassen.
Selbst bei Verwendung von
Mufflers Zahlen stimmt der berechnete Klassenzimmerbedarf also mit
der geplanten Grösse eines Schulhauses Glattpark von 18 Klassenzimmern ausgezeichnet überein! Der
Stadtteil Glattpark wird das geplante
Schulhaus also genau in dieser Grössenordnung
dauerhaft
belegen.
Nimmt man sogar die Zahlen der Abstimmungsunterlagen über die zu erwartenden Primarschüleranzahl in
den nächsten Jahren, ergibt sich zumindest kurzfristig ein noch weit
grösserer Bedarf an Klassenzimmern. Die Provisorien sind also trotzdem noch nötig.
Laut Schule Opfikon wohnen im Glattpark 636 Kinder.
Die Glattparker Primaschüler werden
das neue Schulhaus allein füllen. Es
macht daher keinen Sinn, den Standort eines neuen Schulhauses näher
an andere Stadtteile zu rücken (Fallwiese), da die wenigen Schüler aus
diesen Stadtteilen aus Platzmangel
dort wohl leider kaum eine Aufnahme finden würden. Eine Mehrzweckhalle wäre für eine Stadt mit der
Grösse von Opfikon und seinen unterschiedlichen Vereinen schon auch
mal nötig, aus Budgetgründen momentan aber nicht realisierbar. Die
Mehrzweckhallen anderer Nachbarstädte sind im Übrigen auch nicht an
Schulhäuser gebunden.
Josef Kaufmann, 8152 Opfikon
Müssiges Demokratieverständnis
Es ist müssig, bereits zum dritten Mal
über das gleiche Schulhaus abstimmen zu müssen und damit allenfalls
ein viertes Mal in Kauf nehmen zu
müssen! Es ist müssig festzustellen,
dass der Stadtrat einen demokratischen Entscheid nicht akzeptieren
will! Es ist müssig, einen beratungsresistenten Stadtrat zu haben, der
mit aller Absicht und gegen jede Vernunft ein Schulhaus ohne Pausenplatz auf einem viel zu kleinen
Grundstück bauen will. Es ist müssig,
zu erklären, dass auch die Schulhaus-Glattpark-Gegner ein Schulhaus
wollen, nur auf einem vierfach grösseren Grundstück und erst, wenn es
wirklich gebraucht wird.
Richtig müssig wird es für Sie,
Schulpräsident Zeller, sein, wenn Sie
den Glattparkbewohnern später erklären müssen, dass aufgrund der
Schulgesetze die migrationsbedingten
Bildungsunterschiede
ausgeglichen
Tabelle: Schule Opfikon
und somit ein grosser Teil der Glattparkkinder aus teuren Eigentumswohnungen in die Lättenwiesen laufen müssen. Viel Spass, Herr Schulpräsident.
Toni Imhof, Glattbrugg
Zu teuer vergeben
Im letzten «Stadt-Anzeiger» werde
ich zitiert, dass die Schulhausplanung über 1,6 Millionen Franken um
600 000 zu hoch vergeben wurde.
Leider wurde meine zugehörige Erklärung nicht abgedruckt.
Sollte das Volk den aus dieser Planung resultierende Baukredit annehmen, dann erweitert sich der Architekturauftrag vertraglich gesichert
auf 4,3 Millionen. Logisch, dass sich
mit dieser Aussicht auch ein günstigeres Konkurrenzangebot finden lassen würde, wenn man diesen Auftrag
ausschreiben würde.
Gegen diese konkurrenzlose Auftragsvergabe hat die SVP eine Beschwerde beim Bezirksrat eingereicht. Die Volksmehrheit hat 2014
den Baukredit über 74 Millionen
Franken abgelehnt. Weil die ursprünglichen Wettbewerbsbedingungen für diesen Fall keine weiteren
vertraglichen Verpflichtungen vorsahen, ist unbestritten, dass der damalige Architekt keine Rechte für weitere Aufträge mehr hatte.
Der Stadtrat gibt offen zu, dass er
erst nach einer aufwendigen Evaluierungsphase genau diesen Architekten
beauftragte, eine Volumen- und Flächenstudie zu erstellen und der jetzt
für 1,68 Millionen Franken die daraus folgende Detailplanung ausführen soll.
Gegenüber dem Bezirksrat führte
der Stadtrat unter anderem aus, Zitat, Punkt 4, Stadtratsprotokoll
Schulpräsident Norbert Zeller hat im
«Stadt-Anzeiger» vom 26. Januar eine
Schülerkarte veröffentlicht. Die zugehörigen Daten, zu denen nur er Zugriff hat, wurden nur den Befürwortern zugestellt.
Beim Betrachten dieser Karte sind
aber einige Fehler erkennbar: Die
markierten Gebiete verlaufen weit
über die Gemeindegrenze hinaus,
selbst unbewohnte Erholungs-, Industrie- und Landwirtschaftszonen wurden markiert. Die Schulhausstandorte
des Schulhauses im Glattpark und im
Fallwiesenareal wurden weggelassen.
Wir haben diese jetzt eingezeichnet und es wird deutlich sichtbar, dass
der Schulhausstandort auf dem Fallwiesengrundstück nicht nur von der
Grösse, sondern auch von der Lage
her wesentlich geeigneter ist. Die Grafik zeigt auch, dass das nicht berücksichtigte Rohr-/Plattenquartier viel
mehr Kinder aufweist und die Schulwege um ein Mehrfaches länger als im
Glattpark sind.
Die Schulraumplanung 2011 prognostizierte für das jetzige Schuljahr 4
bis 6 Oberstufenklassen, aber heute ist
es nur eine einzelne Oberstufenklasse
(16 Schüler). Für die jetzt 114 Primarschüler (5 Klassenzimmer) wurden
damals 9 bis 12 Primarklassen vorausgesagt (Quelle: Schulraumbedarfsplanung 2011 der Stadt Opfikon, S.
24). Eine Prognose, die sich so verschätzt und weitere demografische
Fakten nicht ansatzweise berücksichtigt, ist keine rationale Grundlage, um
ein 80-Millionen-Bauprojekt zu rechtfertigen. Bereits 2011 haben wir
schriftlich darauf hingewiesen, dass
die langjährig stabilen demografischen Fakten, wie der Bevölkerungsanteil der schulpflichtigen Kinder (9,5
Prozent Schüler inkl. Kindergärtler)
nicht berücksichtigt wurde. Wer behauptet, dass in Opfikon in absehbarer Zeit über 2600 schulpflichtige Kinder leben werden (+750), muss auch
sagen, wo die zugehörigen 8 000 Einwohner wohnen sollen.
Rationelle Faktoren wie Schulweg,
Lage, Grundstücksgrösse, Schülerzahlen und demografische Entwicklung
sprechen klar gegen den Standort im
Glattpark.
Auf der anderen Seite stehen nur
noch emotionale Faktoren und persönliche Ansprüche.
Tan Birlesik, Gemeinderat SVP
Abstimmungen
Jeder Kreis steht für ein Kind; Vierecke sind bestehende Schulanlagen.
Die SVP hat zusätzlich den Schulhaus-Standort (kleiner roter Punkt) und
ihre eigene Alternative Fallwiesen eingezeichnet.
Illustration: SVP Opfikon
Am
übernächsten
Sonntag,
12. Februar, ist Abstimmungstag.
Um die Fairness vor dem Urnengang zu garantieren, veröffentlicht der «Stadt-Anzeiger» heute
wie angekündigt die letzten neuen Texte zu den Vorlagen. Am
nächsten Donnerstag, 9. Februar,
der letzten Ausgabe vor dem Abstimmungstermin, sind nur noch
allfällige Berichtigungen von bereits Erschienenem möglich.
Unsere
Adresse
lautet:
«Stadt-Anzeiger», Schaffhauserstrasse 76, 8152 Glattbrugg
E-Mail [email protected].
Verlag und Redaktion
AU TO M O B I L
Nr. 5
Autobauer Lexus stellte
Luxusboot-Studie
in Florida vor
Lexus hat in der Biscayne Bay vor der
Küste Floridas die Konzeptstudie einer Sportjacht über die Wellen brausen lassen. Das 12,7 Meter lange
Sportboot zeigt Möglichkeiten auf, wie
sich Lexus künftig auf den Gebieten
Lifestyle und Freizeitgestaltung weiterentwickeln könnte.
Den Anstoss für die Entwicklung
des Boots gab Toyota-Präsident Akio
Toyoda. Als «Master Driver» war Akio
Toyoda begeistert von der schieren
Kraft sowie vom Handling und von
der Stabilität, die das fortschrittliche
Schiffsrumpf-Design ermöglicht; als
Chief Branding Officer von Lexus International erkannte er das LifestylePotenzial für die Marke Lexus, das in
einer stylischen Premium-Performance-Jacht steckt.
Hochleistungsmotoren an Bord
In der Folge erhielten Teams im Lexus-Designzentrum den Auftrag, eine
offene Sportjacht für sechs bis acht
Personen mit Lexus-HochleistungsV8-Motoren sowie fortschrittlichem Handling
und Styling zu
entwerfen.
Im
Sommer
2015
wurden die Entwürfe
präsentiert;
beurteilt
wurden sie von Senior Managing Officer Tokuo Fukuichi sowie Senior Managing Officer Shigeki Tomoyama und
Toyota-Präsident Akio Toyoda. «Das
Lexus-Sportjacht-Projekt hat uns die
Gelegenheit gegeben, die Lexus-Designsprache auf maritime Art zu interpretieren», sagt Yoshihiro Sawa,
Executive Vice President von Lexus
International. (zb.)
AUTONEWS
Car2Go
Car2Go ist im Geschäftsjahr 2016
weiter gewachsen. Die Zahl der
Kunden stieg um 43 Prozent auf
2,2 Millionen. Weltweit wurden
die rund 14 000 Car2Go-Fahrzeuge mehr als 22 Millionen Mal
gemietet. Den grössten Kundenzuwachs gab es in den Städten
Madrid
(+96 000),
Berlin
(+47 000), Vancouver (+26 000)
und Hamburg (+26 000).
Audi
Die Lexus-Düsenjet-Replika aus dem neuen Scifi-Film «Valerian – Die Stadt der tausend Planeten».
Foto: zvg.
Lexus fliegt in Film-Zukunft
Schauspieler Dane DeHaan, Star des
kommenden
Science-Fiction-Films
«Valerian – Die Stadt der tausend
Planeten», hat letzte Woche eine Replika des «Skyjet» enthüllt – ein einsitziger Düsenjet, der in Zusammenarbeit mit einem Kreativteam von Lexus entstanden ist. Die Premiere war
Teil einer Lexus-Veranstaltung in Miami, bei der die Premiummarke neueste Produkte und Lifestyle-Aktivitäten präsentiert hat.
Comic-Verfilmung
Basierend auf der Comic-Reihe «Valerian», deren erster Band bereits
1970 erschien, verwandelt der Drehbuchautor und Regisseur Luc Besson
dieses klassische Material in eine moderne, einzigartige und epische Science-Fiction-Saga. Mit dem Skyjet hat
die Filmcrew ein Fortbewegungsmittel kreiert, das auf der heutigen Zeit
basiert und gleichzeitig zur ValerianWelt passt, die 700 Jahre in der Zukunft liegt. Zusammen mit Lexus-Designern wurden daher für den Skyjet
zeitgenössische, von aktuellen Fahrzeugmodellen beeinflusste Designelemente entwickelt – etwa eine neue
Interpretation des markentypischen
Kühlergrills und ein ScheinwerferDesign im Stile des neuen Lexus LC.
Das athletische und aerodynamisch
geformte Coupé kommt 2017 auf den
Markt.
Bei der Gestaltung des Interieurs
berücksichtigte das Valerian-Kreativteam die neuesten Lexus-Entwicklungen auf den Gebieten künstliche Intelligenz und Bedienschnittstellen. In
der Geschichte kommt zudem eine
Energiekapsel der Zukunft vor, die
von der Arbeit von Lexus an innovativer
Wasserstoff-Brennstoffzellentechnik inspiriert ist. Erste Bilder des
Skyjets waren parallel zum Debüt des
Filmtrailers im November vorgestellt
worden.
«Skyjet-Szenen sind aufregend»
«Ich wollte schon immer mit Luc Besson zusammenarbeiten. Er arbeitet in
seinen Filmen mit viel Liebe zu jedem
einzelnen Detail und erweckt die Geschichte auf fantasievollste Weise zum
Leben», sagte Dane DeHaan bei der
Vorstellung der Skyjet-Replika. «Die
Zusammenarbeit mit Lexus beim Skyjet ist dafür ein perfektes Beispiel. Die
Jagdszenen von Valerian mit dem
Skyjet gehören zu den aufregendsten
Szenen des Films.» (zb.)
Renault spendiert dem Clio ein Facelifting
Vier Jahre nach der Markteinführung der vierten
Clio-Generation haben
die Franzosen den Fünftürer
und den viel mehr Platz
bietenden Grandtour mit
einem Facelift und einem
effizienten 110-PS-4-Zylinder-Turbodiesel wieder
richtig auf Kurs gebracht.
Peter Lattmann
Der Clio hat vor mehr als einem Vierteljahrhundert die Nachfolge des erfolgreichen Renault 5 angetreten und
gehört seither zu den elementaren
Stützen der Modellpalette des französischen Automobilherstellers. Im Gegensatz zu vielen anderen Baureihen
handelt es sich bei der Bezeichnung
nicht um eine eigenständige Kreation. Kreuzworträtselfreunde verbinden den Namen mit der griechischen
Mythologie, in der Clio als Muse der
Heldendichtung und der Geschichtsschreibung erwähnt wird. Die Tochter des Zeus gilt nach verschiedenen
Quellen als Schutzpatronin der Historiker. Dass sie auch Renault unsterblich machen könnte, war wohl der
Wunschgedanke der Namensgeber
des beliebten Kleinwagens.
Sanfte Modellpflege
Wie der viele Verkaufsranglisten anführende Fünftürer profitiert auch
der Kombi von der sanften Modellpflege und dem erweiterten Motorenprogramm. Der 4,27 Meter lange und
mit Aussenspiegeln fast 2 Meter breite Clio Grandtour garantiert mit dem
9
2. Februar 2017
Im Werk San José Chiapa rollte
der achtmillionste Audi mit Quattro-Antrieb vom Band. Im Jahr
1980 gab die Quattro-Technologie
ihr Debüt, heute ist sie in mehr
als 100 Modellvarianten erhältlich. Im Jahr 2015 haben sich
weltweit 44 Prozent aller AudiKunden für ein Modell mit Quattro-Antrieb entschieden.
Renault
Die Renault-Gruppe hat im vergangenen Jahr mit weltweit 3,18
Millionen abgesetzten Fahrzeugen einen neuen Verkaufsrekord
erzielt. Die Auslieferungen wuchsen im Vergleich zum Jahr 2015
um 13,3 Prozent. In Europa steigerte sich das Konzernergebnis
um 11,8 Prozent auf 1,81 Millionen verkaufte Personenwagen
und leichte Nutzfahrzeuge.
Volkswagen
Volkswagen Truck & Bus hat im
Geschäftsjahr 2016 rund 184 000
Lastwagen und Busse der Marken MAN, Scania und Volkswagen Caminhões e Ônibus abgesetzt. Der Wert des Vorjahres
wurde damit um 3 Prozent übertroffen. Auf MAN entfielen dabei
83 200 Fahrzeuge (+5 Prozent),
auf Scania 81 350 (+6 Prozent).
Volvo
Trägt nun auch das neue Familiengesicht: Renault Clio Grandtour.
neuen 1,5-Liter-4-Zylinder-Turbodiesel überzeugende Fahrleistungen und
trotzdem akzeptable Verbrauchswerte. Um mit den vom Werk versprochenen 3,5 Litern Diesel 100 Kilometer weit zu kommen, sind der
Eco-Modus und zusätzliche Sparmassnahmen unerlässlich. Vier Liter
kommen der Realität wesentlich näher, und auch damit braucht sich Renault nicht zu verstecken.
Das maximale Drehmoment von
260 Newtonmetern wird bei 1750
Umdrehungen pro Minute erreicht
und beschleunigt den kleinen Kombi
aus dem Stand in 11,2 Sekunden auf
Tempo 100. Dass der starke Dieselmotor nur in Kombination mit dem
leicht zu schaltenden Sechs-GangSchaltgetriebe angeboten wird, erhöht das Fahrvergnügen.
Mit der harmonischen Antriebseinheit und der praktisch alles umfassenden Swiss-Edition-Ausstattung
ist der neue Clio Grandtour allerdings
kein Schnäppchen. In der Schweiz
wird das Topmodell für knapp 27 000
Franken angeboten und ist damit gut
F: zvg.
10 000 Franken teurer als das 1,2-Liter-Basismodell mit 75 PS. Der Mehrwert ist jedoch praktisch in allen Belangen spürbar. Brillantschwarze
17-Zoll-Leichtmetallfelgen und getönte Heckfenster gehören ebenso dazu
wie der schlüssellose Zugang, die
freundliche Stoff-/Velourspolsterung,
beheizbare Vordersitze, die wegen
der eingeschränkten Sicht nach hinten äusserst nützliche 360-Grad-Einparkhilfe mit Rückfahrkamera, der
Easy-Parkassistent für das fast
selbstständige Ein- und Ausparken
und das moderne Multimediasystem
R-Link-Evolution mit Onlinezugang,
das wie ein integrierter Tablet-Computer funktioniert. Was früher erst in
der Mittelklasse verfügbar war, wird
heute auch in der Kleinwagenklasse
vorausgesetzt.
Bescheidenheit hat einen Preis
Die bescheidenen Aussenmasse beeinträchtigen den Komfort. Die hoch
positionierten Vordersitze und das
einladende Cockpit sind zwar über
jeden Zweifel erhaben. Im Fond kön-
nen sich mangels Knie- und Beinfreiheit über längere Distanzen aber nur
Kleingewachsene oder Kinder wirklich wohl fühlen. Besser aufgehoben
ist das Gepäck. Durch das Umklappen der Rücksitzlehne lässt sich das
Ladevolumen von 445 auf beachtliche 1380 Liter erweitern.
Wird auch noch der Beifahrersitz
abgeklappt, lassen sich auch Surfbretter und andere Gegenstände mit
einer Länge von fast 2,5 Metern unterbringen. Das neu gestaltete Lenkrad, der geänderte Aluminiumschalthebel, attraktivere Türverkleidungen
und die Verwendung von hochwertigeren Materialien sind Bestandteil
des in der Mitte des Modellzyklus üblichen Facelifts.
Die nächste Clio-Generation wird
noch mindestens drei Jahre auf sich
warten lassen.
Die Änderungen am vertrauten
und gefälligen Aussenkleid, mit dem
Renault 2012 ein neues Familiengesicht eingeführt hat, halten sich
ebenfalls in einem überschaubaren
Rahmen.
Volvo Schweiz führt ein neues
Leasingmodell für Geschäftskunden ein. «Volvo Car Full Service
Leasing» bietet Firmen individuell kombinierbare Servicemodule
und somit die Möglichkeit, sämtliche operativen Tätigkeiten rund
um den Fahrzeugpool – oder nur
einzelne Teile davon – auszulagern.
Kia
Die neue Sportlimousine Kia Stinger wird bereits ab dem vierten
Quartal 2017 bei den europäischen Händlern stehen.
10
Nr. 5
SCHULE
2. Februar 2017
Musikschule Opfikon
Montag, 13. Februar 2017, 19 Uhr
Konzert
im Singsaal Lättenwiesen
Kinder und Jugendliche spielen Klarinette, Saxofon und Klavier
Eintritt frei!
Adventssingen vom 21. Dezember 2016 am Abend auf dem Pausenplatz der Schule Mettlen.
Fotos: zvg
Herzlich willkommen!
Am 30. Januar 2017 hat das neue Semester
der Musikschule begonnen.
Anmeldungen für Instrumental- bzw. Gesangsunterricht nimmt das
Schulsekretariat, Giebeleichstrasse 52, entgegen:
Telefon 044 829 84 92; Fax 044 829 84 99
E-Mail: [email protected]
http://www.opfikon.ch/schule/de/
Sonntag, 26. März 2017, um 17 Uhr im Singsaal Mettlen
Blockflötenkonzert
Es musizieren Schülerinnen und Schüler von Maja und Juan Armas
Herzlich willkommen!
Montag, 27. März 2017, um 19.30 Uhr
im Singsaal Lättenwiesen
Konzert
von und mit Erwachsenen
Klavier, ein Holzbläser-Ensemble, Gitarre und weitere Instrumente
Herzlich willkommen!
Musikschule Opfikon
Warum eigentlich nicht Saxofon lernen?
Interessiert?
Melden Sie sich bei uns unter Tel. 044 829 84 92
oder unter [email protected]
und wir nehmen Kontakt mit Ihnen auf!
Adventssingen in der Schule Mettlen
Vor den Weihnachtstagen am Mittwoch, 21. Januar 2016, fand unser
Adventssingen statt. Wie jedes
Jahr ist es bei unserer Schulanlage
üblich, ein Adventssingen der gesamten Schule Mettlen mit den
Kindergärten am Mittwochabend
den Eltern und Besuchern zu präsentieren. Dieser Anlass findet
schon so lange statt, dass ich nicht
mehr weiss, wann wir damit begonnen haben. Vielleicht vor 20
Jahre, mehr? Begonnen hat dies
alles im Dunkeln. Nur eine lichtergeschmückte Tanne und wenige
Lichter mussten genügen. Von den
Anfängen bis zu der jetzigen eingespielten Form des Anlasses
brauchte es noch einige Entwicklungsschritte.
Es ist nur eine knappe Stunde, bis
der Anlass vorbei ist, da die Kälte
keinen längeren Aufenthalt erlaubt.
Wieso machen wir dies alle Jahre
wieder in der Kälte und in der Dunkelheit? Es braucht schon viel,
wenn eine Schule dieses Adventssingen über eine so lange Zeit kontinuierlich durchführt. Anfangs hatten wir nur Weihnachtslieder gesungen. Da unsere Schule aber mit
der Zeit zu einer kulturell ganz gemischten Schule wurde, änderten
wir die Lieder auch. Es ist ein kunterbuntes Gemisch aus Liedern,
die alle Kinder kulturübergreifend
ansprechen sollen. Es geht um
Weihnachten und um ein friedvolles Zusammensein.
Das letzte Mal hatten wir für dieses
Singen günstiges Wetter. Es war
nur kalt und trocken. Die Lehrpersonen breiteten Kerzenlichter nicht
nur bei den Fenstern, sondern
auch oben auf dem Dach aus. Wir
sangen auf einem mit vielen Kerzen festlich illuminierten Schulhausplatz. Die Kinder sangen die Lieder
mit Inbrunst. Auch die kleinen,
warm eingepackten Kindergärtler
sassen vorne auf Bänken und sangen mit. Die Primarschüler standen
klassenweise im grossen Halbkreis
aufgestellt.
Es klappte jeweils auch so gut, weil
vorne eine sichere Dirigentin und
im Hintergrund eine Lehrerband eine abwechslungsreiche Begleitung
mit Rhythmus und Musik spielten.
Dieses Mal waren da ein Klavier,
ein Saxofon, eine Gitarre, eine
Bassgitarre und Schlaginstrumen-
Auch die Kindergärten sind mit Freuden mit dabei.
te. Zu guter Letzt kommt noch eine fein abgestimmte Technik dazu,
die für genügend Licht und Verstärkung der Instrumente sorgte.
Denn bei so vielen Menschen auf
dem Platz wird der Schall schnell
geschluckt. So aber konnten die
Kinder alle gleichzeitig mitsingen
und die Eltern und Besucher von
der gegenüberliegenden Seite zuhören. Wenn etwa 350 Kinder miteinander
mit
Begleitmusik
schwungvoll singen, dann hört sich
das auf dem ganzen Pausenhof
sehr schön an.
Dies macht wohl den Reiz dieses
Anlasses aus, dass ein Fest in der
Dunkelheit ein herrliches Erlebnis
für Augen und Ohren ist. Die Fotos
können nur andeutungsweise einen Abglanz davon geben.
Zum Abschluss sprachen Kinder
Weihnachtsgrüsse in den verschiedensten Sprachen aus. Dadurch
konnten die Eltern, Besucher und
Kinder die guten Wünsche auch in
ihrer eigenen Sprache hören. Der
Elternrat hatte mit Freiwilligen auf
Tischen am Rande des Schulhofs
etwas bereitsgestellt. Alle Kinder
und Erwachsenen konnten dann
etwas zu trinken und zu essen bekommen und miteinander noch
plaudern, bevor sie dann wegen
der Dunkelheit und der Kälte gerne
wieder zu sich nach Hause gingen.
A. Wenk, Primarlehrer
in der Schule Mettlen
SCHULE
Nr. 5
2. Februar 2017
11
Die «Grossen» machen im Forum Party
Am Donnerstag,
22. Dezember, fand die
alljährliche Schulsilvesterparty der Oberstufe
statt. Wie immer im
forum und wie seit drei
Jahren nur mit den 2.
und 3. Klassen, weil
nicht mehr alle drei
Jahrgänge im forum
Platz finden. So feiern
die 1. Klassen der
Oberstufe in der Halden
und die «Grossen» machen Party im forum.
Bereits Wochen vor dem grossen
Ereignis laufen die Vorbereitungen
auf Hochtouren. Im Casting werden die Anwärter für die Bühnenshow bestimmt. Balthasar Streit,
unser Musiklehrer, trainiert mit den
Sängerinnen ihren grossen Auftritt.
Diverse Klassen üben Choreografien zu bekannten und beliebten
Musikstücken ein. Dieses Jahr
überraschte uns die Klasse A3C
mit einem superprofessionell gemachten Video. Es wird aber nicht
nur für die Show geprobt. Es muss
viel organisiert werden für die
Food-Stände, den Rosenstand, die
Post, das Casino, den Fotostand
und die Dekoration des forums.
Und nicht zu vergessen, die persönliche Vorbereitung. Das Motto
dieses Jahr war «Ballnacht» und so
mussten wichtige Entscheidungen
übers Outfit getroffen werden.
Die Party war auch dieses Jahr
wieder ein voller Erfolg. Die Jugendlichen geniessen einen besonderen Abend und die Lehrpersonen staunen über die Eleganz
ihrer Schülerinnen und Schüler, die
man oft fast nicht wiedererkennt.
Hier ein paar Stimmen aus den
Schulklassen:
Auch die Jungs sind elegant erschienen.
Schöne Kleider, schöne Stimmen.
• Der Schulsilvester war ein tolles
Ereignis, an das sich alle gerne erinnern werden. Beim PommesStand gab es zwar am Anfang
noch Probleme, weil die Fritteuse
einen Stromausfall auslöste. Doch
bald war das Problem behoben
und wir genossen die leckeren
Pommes mit Fleischbällchen. Gegen Ende der Veranstaltung sah
man zahlreiche Mädchen barfuss
gehen, weil die Highheels wohl
doch nicht so bequem waren. Am
Schluss bei der Austeilung der Jacken kam es öfters zu Verzweiflung, da einige Jacken erst sehr
spät wieder beim Besitzer waren.
Doch das Feuerwerk am Ende hat
alle entschädigt. IN
• Es wurden farblich schöne Dekorationen aufgehängt. Unterhaltsames Programm und interessante
und gute Stände wie zum Beispiel
das Casino, die Kegelbahn, all die
Essensstände und der Fotostand.
Meist abwechslungsreiche Musik,
die gut gewählt worden war und
gespielt wurde. Das Essen wurde
im Laufe des Abends immer besser. Schönes Feuerwerk, aber etwas kurz. P. B.
• Ich fand die Auftritte sehr unterhaltsam. Sie waren abwechslungsreich und amüsant. Mir gefiel auch
das Essen und die Musik, die zu ei-
ner guten Gruppenstimmung führten. Am besten gefiel mir aber das
Feuerwerk und dass sich alle an
die Kleidervorschriften hielten und
elegant aussahen. D. H.
• Der Schulsilvester war sehr toll,
fanden die meisten. Es gab sehr
viele Stände mit Getränken, Kuchen, Pommes, den Rosenstand,
die Kegelbahn usw. Die Auftritte
waren sehr gut von den jungen Talenten. Man hat wirklich gesehen,
dass sich alle Mühe geben. Nach
den Auftritten gab es eine Disco.
Ich habe mit den anderen den Kuchenstand geleitet. Bei uns gab es
Schokound
Zitronenkuchen,
Schokofrüchte,
Cookies
und
Brownies. Um 11 Uhr schlossen alle
Stände. Danach gingen wir alle
raus, weil die Leute von der SOH
ein Feuerwerk organisiert hatten.
Das war wunderschön. A. B.
• Was mir am Schulsilvester am
meisten gefallen hat, waren die abwechslungsreichen und teilweise
lustigen Auftritte, die die Lehrpersonen und die Schüler vorbereitet
und vorgezeigt hatten. Die Stimmung und die Musik waren gut
und das Feuerwerk am Schluss
sehr schön. Ich finde es auch gut,
dass das Publikum während der
Auftritte sehr viel Unterstützung
gezeigt hat. Das Essen war fein
Andrang bei den Ständen, die Essen und Getränke anboten.
und es gab eine grosse Auswahl.
Es war ein schöner Abend. Vanina
• Der Schulsilvester 2016 war der
erste für die 2.-Sek-Schüler. Es
gab viele verschiedene Sachen,
zum Beispiel Gesangsauftritte (die
übrigens sehr gut waren), einen
Komiker, Lehrerauftritte . . . Es gab
auch genügend Getränke, Essen,
einen Fotostand, ein Casino und
man konnte kegeln. Zum Schluss
gab es noch ein herrliches Feuerwerk, das gern noch länger hätte
dauern können. J. P.
• Der Schulsilvester war schön, die
Show war sehr unterhaltsam. Das
Essen und die Musik waren gut. Es
hatte eine schöne Auswahl an
Ständen. Schade, dass der Abend
so schnell vorbeiging. Ich hätte ihn
gerne länger genossen.
Ronja
• Am meisten gefiel mir der Lehrerauftritt. Auch die Dekoration hat mir
gefallen. Die leuchtenden Ballone,
die Helium-Ballone und die Lichter.
Leider hat die Kegelbahn nicht so
richtig funktioniert. Das Feuerwerk
hat uns dafür entschädigt. George
Die «Kleinen» machen in der Halden Party
Endlich war es so weit, den Schulsilvesterabend starteten wir 7.Klässler in unseren jeweiligen
Schulzimmern. Die 2. und 3. Sekler
verbrachten den Abend tanzend
bis tief in die Nacht im forum der
katholischen Kirche.
Wir waren alle warm angezogen,
denn den ersten Teil unseres
Abendprogrammes fand im Wald
bei bitterer und eisiger Kälte statt.
Geplant war ein Sternmarsch, wobei wir Klassen gestaffelt und auf
verschiedenen Marschrouten uns
in der Häuligrube einfinden sollten.
Wir besammelten uns im Klassenzimmer und machten uns dann auf
den Weg in den dunklen Wald. Am
Waldrand angekommen, wurden
wir alle still. Die gruselige Aura des
Waldes zerdrückte uns regelrecht,
so ganz ohne Licht! Auch die Stille
während der Wanderung und die
Schatten der Bäume waren nicht
gerade einladend. Vor allem, als
dann noch ein lauter Knall durch
den Wald schoss und ein menschlicher Schädel am Waldboden auftauchte, waren wir ziemlich eingeschüchtert. Aber am Schluss erwartete uns zu unserer Erleichterung ein Lagerfeuer mit leckeren
Würsten und wärmendem Punsch.
Dies hatten unsere Fachlehrer für
uns vorbereitet.
Wir freuten uns alle aber in erster
Linie auf den darauffolgenden Teil
des Abends, weil wir viel Arbeit in
Die letzten Vorbereitungen . . .,
. . . bevor es dann mit kulinarischen und anderen . . .
diesen Anlass gesteckt hatten; viel
vorbereitet, geplant und vor allem
gekocht. Den zweiten Teil des
Abends waren dann alle unsere
neun Klassen gefordert, ein unterhaltsames, spannendes und cooles Zimmer zu gestalten, wo entweder gespielt, gegessen oder
gerätselt wurde. Auch unser Zimmer hatten wir in unserer Freizeit
dekoriert und umgestellt, sodass
alles für unsern grossen Abend
passte.
Nach der Nachtwanderung und
dem Lagerfeuer hiess es dann zurück in die Klassenzimmer, um den
bevorstehenden Aktivitäten den
letzten Schliff zu verpassen und
uns entsprechend zu «stylen».
Wir mussten unsere selbstgekochten Landesspezialitäten, die wir für
unser kleines Foodfestival vorbe-
reitet hatten, zu Hause holen und
es in die Schule bringen. Die Spezialitäten von über 25 Ländern wurden aufgetischt und zum Verkauf
schön angerichtet.
Neben unserem leckeren Essen
gab es in den andern Zimmern tolle
Unterhaltungsmöglichkeiten:
verschiedene Spielzimmer, eine
Casinohalle, gruselige Werwolfspiele, ein Skill-Soccer-Turnier, ein
Hoverboard-Rennen in der Turnhalle und vieles mehr.
Durch gute Musik, die einladenden
Zimmer, die vielen netten Leute
und tollen Aktivitäten waren alle
Zimmer gut gefüllt und die Stimmung unter uns Schülern und auch
Lehrern war sehr entspannt und
wir hatten unglaublich viel Spass.
Unser Essen verkaufte sich sehr
gut, auch wenn schon viele von
. . . Aktivitäten ans Silvesterfeiern ging.
den leckeren Würsten im Wald satt
waren. Auch untereinander kauften wir viele Spezialitäten, alles sah
so gut und lecker aus, man konnte
einfach nicht widerstehen! Wir
stellten auch Gemeinsamkeiten
zwischen den Ländern fest, nicht
nur, was die Spezialitäten anbelangt, sondern auch die Esskultur
und die Tischmanieren.
Durch das vielseitige Programm
von allen Klassen und den stets offenen Türen in unserem Trakt kamen wir auch oft ins Gespräch mit
Kindern, mit denen wir bis anhin
weniger Kontakt hatten, und konnten sie auch ein wenig besser kennen lernen.
Es hat uns viel Spass gemacht, alles vorzubereiten, gegeneinander
in diversen Spielen anzutreten
oder einfach gemütlich miteinan-
Fotos: zvg
der die Zeit zu verbringen.
Schade, dass es dann nach zirka
zwei Stunden schon vorbei war
und wir unsere wunderschön dekorierten Zimmer wieder aufräumen mussten, um in die Ferien zu
gehen. Nichtsdestotrotz liessen wir
die roten, selbst gemachten Vorhänge hängen, was unserem Klassenzimmer etwas Heimeliges und
Gemütliches verleiht. Die Reste
des Essens nahmen wir wieder mit
nach Hause.
Nach einem tollen und lustigen
Abend gingen wir erschöpft und
glücklich, dass unser erster Schulsilvester an der Halden so gelungen und spassig verlaufen ist, den
Ferien entgegen. Wir freuen uns
schon auf den nächsten!
Andrin Mayer und Lorenzo Mazzone
Klasse A1a (C. Murbach)
12
Nr. 5
SCHULE
2. Februar 2017
Begabtenförderung – Technik macht Freude
Kinder der 4. und 5. Klassen in Opfikon/Glattbrugg haben im Schulhaus Lättenwiesen und Mettlen mit
Förderlehrer Jürg Ehrismann ein
Technik-Projekt umgesetzt. Materialien und Aufgabenstellungen von
«explore-it» ermöglichen Kindern
ab der 4. Klasse im Rahmen des
Begabungsförderungsunterrichts
zu forschen, zu experimentieren
und zu erfinden.
Der Kompass
Ich stelle euch den Kompass vor.
Wir brauchen: 2 Strohhalme, 1
Windrose, 1 Hartschaumplatte, 2
runde Dauermagnete, 2 Holzstäbchen und einen Faden.
Im Erdinnern hat es einen Eisenkern. Dieser Magnet hat einen
Plus- und einen Minus-Pol. Wir
nennen es Nord- und Südpol.
Wenn man aber zwei gleiche Pole
von Magneten gegeneinander hält,
dann stossen sie sich ab. In Zukunft wird es vielleicht unterirdische
Schwebebahnen geben, welche
über 500km/h schnell fahren können.
Die Zugvögel nützen die Sonne,
die Sterne und das Magnetfeld der
Erde, um sich zu orientieren. Störche, Schwalben und Enten finden
so im Herbst den Weg in den warmen Süden.
Thanmayi und Kirtana
Die Chinesen erfanden den Kompass im 11. Jahrhundert.
Das Dampfschiff
Vor etwa 200 Jahren gab es
Dampfschiffe, die Kohle verbrannten. Das Dampfschiff, das wir gebaut haben, ist eine Miniversion.
Diese Boote nennt man auch
Knatterboote. Das Dampfschiff
funktioniert mit dem Rückstossprinzip. Zuerst muss man Wasser
in die Messingspirale füllen, dann
erwärmt die Kerze das Metall. Das
Wasser darin wird gasförmig und
Ein Knatterboot mit Messingrohr und Rechaudkerze.
treibt das Boot an. Das Dampfschiff hat Vor- und Nachteile: Vor
200 Jahren konnte man so noch
mehr Güter transportieren und
man musste nicht mehr rudern
oder segeln und auf guten Wind
hoffen. Das war aber nicht besonders umweltfreundlich.
Aletha
Der Elektromotor
Das Leichtfahrzeug fährt etwa 5 km/h mit einer 1.5Volt-Batterie.
Ein einfacher Elektromotor mit Batterie und Dauermagnet.
Ein Elektromotor funktioniert so:
• ein Stück Styropor
• 2 Sicherheitsnadeln
• 2 Mini-Magnete
• ein kleines Stück Holz umwickelt
mit einem Kabel
• eine Batterie
• zwei Nadeln (eine normale Nadel
und eine Nadel, die bis zur Hälfte
waagrecht isoliert ist)
Es gibt einen Elektromagneten und
einen Dauermagneten. Das Mag-
netfeld des Elektromagneten wird
bei jeder Drehung ein- und ausgeschaltet. Ein Nordpol und ein Südpol ziehen sich an, zwei gleiche
Pole stossen sich ab.
Dhruv
Das Elektrofahrzeug
Alle Autos fahren mit verschiedenen Treibstoffen. Manche mit Benzin, Diesel, Strom, Wasserstoff und
manche mit Gas.
Einige verschmutzen die Umwelt.
Wir haben ein Elektroauto gebastelt, das die Luft nicht mit Abgas
verschmutzt. Um das Elektroauto
zu bauen, brauchen wir 4 Räder
aus Karton, 1 Hartschaumplatte, 1
Elektromotor, 1 Batterie, 4 Strohhalme, 2 Stecknadeln, Doppelklebebänder, Minimagnete, Gummibänder, Zahnräder und 2 dünne
Stromkabel.
Denishan
Erzählnacht im Kindergarten Lilienthal
Am Freitag, dem 11. November, erschienen die Kinder euphorisch zur
Erzählnacht. Wir widmeten den
Abend dem Thema «Geheimnisse». Die Geschichte «Das geheimste Geheimnis der Welt» führte uns durch die Erzählnacht. Das
Singen und Erzählen bei Kerzenschein erzeugte eine tolle Stimmung. Fragen wie wem werden
Geheimnisse erzählt oder wo werden Geheimnisse aufbewahrt, beschäftigten uns.
Geschichten erzählen gehört zu einer der Vorläuferfähigkeiten für das
spätere Erlernen des Schreibens
und Lesens. Es reicht nicht, sich
Geschichten nur am TV anzusehen. Solche Erzählungen lassen
keine Interaktion zwischen Kind
und Erzähler zu. Phantasien der
Kinder bleiben dadurch eingeschränkt, da nicht auf spontane
Reaktionen eingegangen werden
kann und Kinderfragen unbeantwortet bleiben.
Geschichten hören macht hungrig.
Während des Pizzaessens diskutierten die Kinder über die gehörte
Geschichte und malten sich aus,
wie sie anders hätte enden können. Die abschliessende Bastelarbeit rundete den gelungenen
Abend ab.
Mit müden, aber dennoch strahlenden Augen verabschiedeten wir
uns und freuen uns bereits jetzt auf
die nächste Erzählnacht im Kindergarten Lilienthal.
Andrea Wunderlin
Kinder basteln eine eigene Geheimnis-Truhe.
Tolle Stimmung beim Erzählen.
Fotos: zvg
Auch im C ist Potenzial vorhanden
Mit diesen Worten wurden die
Schülerinnen und Schüler der 3. Sek
C aufgefordert, nachzudenken, was
im vergangenen Jahr gut, was weniger und was nicht unbedingt wie
gewünscht gelang. Dann galt es,
sich zu überlegen, was besser oder
anders gemacht werden könnte
und Wünsche für das neue Jahr zu
äussern. Ganz klar, Thema Nummer
eins war und bleibt auch für das
neue Jahr die Lehrstellensuche.
Man wünscht sich auch einen guten
Schulabschluss und hofft, danach
erfolgreich in eine Lehre starten zu
können. Natürlich darf die Zeit mit
den Freunden nicht zu kurz kommen und die Jugendlichen hoffen,
viele schöne Sachen in der Klasse
erleben zu dürfen.
Nun aber etwas genauer zu dem,
was in den Köpfen der meisten
Schüler und Schülerinnen der C3a
am präsentesten ist: Währenddem
die einen meinten, dass das Jahr
2016 eines der besten war, weil sie
ihren Traumberuf fanden, ist die
Stimmung bei den anderen eher
gedämpft, weil sie bisher nur Absagen aus dem Briefkasten fischten.
Natürlich musste auch die gefundene Lehrstelle im «Traumberuf» in etlichen Gesprächen eruiert und Wünsche mussten angepasst werden.
Träume wurden zerstört, denn das,
was diese Jugendlichen eigentlich
gerne lernen würden, das bleibt ihnen vorläufig verwehrt.
Immer wieder nennt man auch die
langen Wartezeiten, die nach
Schnuppereinsätzen und Vorstellungsgesprächen
aufgezwungen
werden, als schier unerträglich. Man
habe doch gut geschnuppert und
eine gute Rückmeldung gekriegt,
aber die Firmen liessen einen noch
warten, weil vielleicht doch noch jemand Passenderes kommen würde. Absagen nach mehrmaligem
Schnuppern am selben Ort, mit der
Begründung, dass eben eine noch
bessere Person gefunden werden
konnte, hilft dem Selbstvertrauen
der Jugendlichen nicht.
Mit unglaublichem Aufwand in der
unterrichtsfreien Zeit schreiben viele
unbeirrt ihre Bewerbungen weiter.
Was das für einen Sek-C-Schüler
heisst, kann wohl niemand sagen,
der sie in diesem Prozess nie nahe
unterstützte. Eine Information auf einer Homepage zu finden, in einem
Telefongespräch nachzufragen, ob
eine Lehrstelle noch frei sei, Sätze
korrekt – wie es eben von aussen
gewünscht wird – zu formulieren,
wenn die Muttersprache eben nicht
Deutsch ist, fast ein Ding der Unmöglichkeit. Natürlich fliessen bestimmte Phrasen nach über eineinhalb Jahren der Beschäftigung mit
der Materie Bewerbungsschreiben
auswendig aufs Papier, da aber jedes Schreiben dem Betrieb angepasst wird, gibt es noch genügend
Knochenarbeit in Deutsch zu erledigen. Ein Couvert richtig anschreiben, gelingt nicht allen auf Anhieb.
Vereinzelte Jugendliche haben gemerkt, dass sie nun doch etwas
spät dran sind und sie eigentlich in
der 2. Oberstufe hätten mehr tun
müssen. Man hofft auf eine Zusage,
um eine versäumte Schnupperlehre
nachzuholen, oder sucht nach ähnlichen Berufen wie die, welche man
eigentlich im Visier hatte.
In einem halben Jahr werden diese
Schülerinnen und Schüler nun in ein
Anschlussangebot entlassen. Einzelne werden eine Lehrstelle gefunden haben, andere müssen einen
für den Moment passenden Weg
einschlagen. Die wenigen, die jetzt
noch nicht ganz verstanden haben,
worum es in der Oberstufe, speziell
in der 3. Klasse geht, merken langsam, aber sicher auch, dass sie an
ihrer Arbeitseinstellung etwas ändern sollten. Steht doch auch das
nächste wichtige Zeugnis an.
Die ganze Berufswahl ist ein schwieriges Thema für schulisch schwächere Jugendliche: Die Kinder ha-
ben eine sehr eingeschränkte Auswahlmöglichkeit, was die Berufe angeht. Häufig können die Eltern nicht
helfen, da sie kein oder nur wenig
Deutsch sprechen. Fehlendes Wissen der Schüler führt zu schlechten
Leistungen in den von den Firmen
gewünschten Checks.
Schade werden von den Firmen keine Referenzen bei den Lehrpersonen eingeholt, da diese ihre Pappenheimer gut kennen und unglaublich viel Zeit mit ihnen verbringen. Eine eingereichte Bewerbung –
so wie sie eben von der Arbeitswelt
erwartet wird – kann kein authentisches Bild dieser Jugendlichen vermitteln.
Wenn sich jemand für diese Jugendliche interessiert und sich ihrer
annimmt, haben sie die Chance zu
zeigen, was wirklich in ihnen steckt.
Alles in allem sind sie ganz tolle junge
Menschen mit Potenzial, die einen
Platz in unserer Arbeitswelt verdient
haben.
S C H U L E / WE T TE R
Nr. 5
2. Februar 2017
13
Die Zirkuswoche – den eigenen Zirkus aufgestellt
Juhu, der Zirkus Luna ist da! Während einer ganzen Woche haben
wir mithilfe von fünf sehr engagierten Zirkuspädagoginnen und Zirkuspädagogen vom Zirkus Luna
unseren eigenen Zirkus auf die
Beine gestellt. Nachdem wir uns
am ersten Tag der Woche alle
Ressorts (Clownerie, Zauberei, Leiterakrobatik, Artistik und Jonglage/
Balance) der Artisten zu Gemüte
führen durften, bestand die Aufgabe der Kinder darin, sich für ein
Ressort zu entscheiden. Die insgesamt 60 Kinder wurden nach ihren
Präferenzen in die verschiedenen
Gruppen eingeteilt. Unser Ziel war
es, innerhalb einer Woche in die
magische Welt des Zirkus einzutauchen und eine Aufführung für
die Kinder vom Schulhaus Lättenwiesen sowie für die Eltern einzustudieren. Jede Gruppe wurde von
einer Leiterin oder einem Leiter ge-
coacht. Neben den Tipps und
Tricks, die den Kindern vorgestellt
wurden, hatten sie viel Zeit in kooperativen Gruppen eigene Kunststücke zu kreieren. Alle zeigten
stets viel Engagement und Begeisterungsfähigkeit.
Am Freitag war es dann so weit!
Die grosse Elternaufführung stand
bevor. Hinter den Kulissen des
Singsaals ging es wie in einem Bienenhaus zu und her. Das Lampenfieber machte sich breit und die
Aufregung war allen ins Gesicht
geschrieben. Mit schillernden Kostümen und glänzenden Augen
zeigten alle Kinder, was sie in dieser tollen Woche gelernt hatten. Es
war ein grosser Erfolg. Im Nachhinein können wir auf eine erlebnisreiche Woche und eine unvergessliche Zirkuserfahrung zurückblicken!
Die 2. Klassen von Frau Moser,
Frau Morger und Frau Aydogan.
Die Gruppe Akrobatik zeigt eine tolle 12er-Pyramide.
Am Aufführungstag: Die Theaterpädagogin Viva gibt noch letzte Tipps vor der Zirkusaufführung
Fotos: zvg
«Wetterblockade» hat Europa erstarren lassen
Europa wurde im Januar
gleich von zwei Kältewellen
heimgesucht. Mitverantwortlich sind blockierte
Wetterlagen und möglicherweise die viel zu warme
Arktis.
Silvan Rosser
Die globale Erwärmung hat nach
2014 und 2015 auch im vergangenen Jahr 2016 ein Ausrufezeichen
gesetzt. Nachdem bereits die beiden
Vorjahre jeweils die global wärmsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen waren, setzte 2016 abermals einen neuen Rekord. Dies geht
aus drei unabhängigen Datensätzen
der amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa, der US-Klimabehörde
NOAA und des britischen Klimadienstes MetOffice zusammen mit
der Universität von East Anglia
(UEA) hervor. Während die Nasa mit
Satelliten die Erdatmosphäre aus
dem Weltall beobachtet und misst,
aggregieren NOAA und die Datenreihe HadCRUT4 (MetOffice mit UEA)
mit unzähligen Messdaten von Bodenwetterstationen, Bojen, Schiffen
usw., um die durchschnittliche Temperatur der Land- und Ozeanoberflächen zu bestimmen. Trotz unterschiedlicher
Herangehensweisen
kommen alle zum gleichen Schluss:
2016 war 1,1 Grad wärmer (gegenüber der Periode 1850–1990) und
damit erneut das wärmste Jahr mindestens seit den 1850er-Jahren.
zu den zehn wärmsten Jahren seit
1864. Die grössten Temperaturüberschüsse in der Nordpolarregion
zeigten sich vor allem zwischen Oktober und Dezember. Und auch im
noch jungen neuen Jahr war die
Arktis gebietsweise 20 Grad wärmer
als üblicherweise in dieser Jahreszeit. Inmitten der Polarnacht steigen
die Temperaturen zeitweise sogar
über den Gefrierpunkt. Die Folgen:
Das Meereis dehnt sich viel weniger
rasch aus und bedeckt deutlich geringere Flächen als normalerweise.
Dies hat weitreichende Auswirkungen auf die Strömung auf der Nordhemisphäre. Möglicherweise zeigt
der Jetstream, das Starkwindband
in rund 10–15 km Höhe, kräftigere
Ausschläge mit grossen Trögen bis
weit in den Süden. Die warme, eisfreie Arktis wirkt wie eine Pumpe,
welche die kalte Luft in die mittleren
Breiten (Eurasien, Nordamerika)
presst. Bleiben diese Ausschläge
über längere Zeit bestehen, spre-
chen Meteorologen von einem «Blocking». Dies führt zu extremen und
lang anhaltenden Wetter-Anomalien.
Extremer Winter
Ein solches Blocking erlebte die
Schweiz mit dem anhaltenden Hochdruckwetter zwischen Ende November und Ende Dezember, als während 43 Tagen keine Niederschläge
fielen und die Temperaturen in der
Höhe rund 5 Grad übertemperiert
waren. Mit dem Jahreswechsel kam
der Wetterwechsel. Am 5. Januar
steuerte ein umfangreiches Tiefdruckgebiet über Skandinavien aus
Nordwesten
feuchte
und
kalte
Schneeluft nach Mitteleuropa. Es war
der erste Polarluftausbruch des Winters. Die Winde drehten auf Nordosten und führten eisige Luft in die
Schweiz. Nach einer klaren Nacht
war es am Morgen des 7. Januars
bitterkalt. Mit –14,6 Grad in ZürichWitikon war es die kälteste Nacht seit
fünf Jahren. In der Folge erwachte
der Atlantik aus dem Winterschlaf,
liess die Westwinde für einmal wehen und schickte eine Kostprobe
nach Europa. Westlich der Bretagne
entwickelte sich das Sturmtief Egon,
welches am 12. Januar über Europa
brauste. Egon brachte nur eine kurzfristige Milderung. Zu kleinräumig
war das Sturmtief, um die Kaltluft
nachhaltig aus dem Lande zu räumen. Das Sturmtief war ein Ausreisser und der Westwind versiegte wieder. Die Strömung war daraufhin erneut meridional und dadurch geprägt
von grossen Trögen nach Süden und
Rücken nach Norden. So erstaunte es
nicht, dass ab dem 14. Januar aus
Osten der zweite Kaltluftvorstoss erfolgte.
handelte es sich um ein «High-overLow-Blocking». Diese Art von Blocking entsteht, wenn sich ein Hochdruckgebiet (High) von den Britischen Inseln bis nach Russland erstreckt und gleichzeitig ein Tiefdruckgebiet (Low) über dem Mittelmeer zu liegen kommt. Zu erwarten
wäre die umgekehrte Situation mit
einem Hochdruckgebiet im Süden
über dem Mittelmeerraum und Tiefdruckgebieten im Norden bei den
Britischen Inseln. Im Januar 2017
lag die Schweiz während des Highover-Low-Blocking am Rand des
Hochs im Norden, sodass mit einer
markanten Bisenströmung sehr kalte Luft zur Alpennordseite gelangte.
Hoch über Tief
Nach dem sehr kalten Januar 2017
drängt sich die Frage auf, wie es mit
dem Winter weitergehen wird. Der
Pfäffikersee ist bereits eisbedeckt.
Bei einem erneuten Kaltluftvorstoss
im Februar würde im Kanton Zürich
auch der Greifensee zufrieren. Damit Ende Februar auch der Zürichsee zugefroren wäre, müssten die
kommenden 30 Tage im Schnitt eisige minus 6 Grad kalt sein.
Eine Zürichseegfrörni ist auch
heuer unwahrscheinlich, jedoch in
diesem Winter mit blockierten Wetterlagen nicht unmöglich. In eine
ganz andere Richtung tendiert die
US-Klimabehörde NOAA mit ihrer
Monatsprognose für Europa. Für
den Februar 2017 sagen sie flächendeckend teilweise deutlich überdurchschnittliche Temperaturen voraus. Vor dem Hintergrund der aktuell sehr ausgedehnten Schneebedeckung in Europa ist dieser Vorhersage jedoch skeptisch gegenüberzustehen. Nichtsdestotrotz könnte das
Aufleben der Westwinde mit milder
Atlantikluft den zweiten Teil des
Winters noch in ganz andere Bahnen lenken.
Die zweite Kältewelle im Januar
2017, welche am 14. Januar einsetzte, war besonders langlebig. Erneut
war ein Blocking verantwortlich für
die Ausdauer. Genauer spezifiziert
Extrem warme Arktis
Am extremsten waren die Abweichungen in der Arktis rund um
Spitzbergen, wo das vergangene
Jahr rund 8 Grad wärmer war gegenüber
der
Referenzperiode
1981–2010! Zum Vergleich: In der
Schweiz war 2016 «lediglich» 0,7
Grad milder und gehörte trotzdem
Das Hochdruckgebiet über Europa blockiert die Strömungen. Farblich abgesetzt ist die daraus folgende Abweichung der Lufttemperatur gegenüber 1981–2010, 12.–18. Januar 2017.
Karte: www.karstenhaustein.com/climate
Weitere Kältewellen
Wetter, Klimawandel und Energiewende in
Zürich: www.meteozurich.ch.
14
Nr. 5
2. Februar 2017
Rat & Rätsel
DR. GAMBLE
DER GUTE RAT
HOROSKOP
Nur mit «schlechten Gedanken» zum Orgasmus
Thomas W. Enderle
Geschickt
kombiniert ist
halb gebraut
Zaubertränke brauen will gelernt
sein. Das Spiel «Potion Explosion»
entführt die Spieler gedanklich in die
«Horrible Hochschule der handfesten
Hexerei», wo sie als Schüler gegeneinander antreten, um Primus unter
all den Lehrlingen zu werden.
Im Mittelpunkt des Spiels steht
der dreidimensionale Zutatenspender: Auf fünf Rampen stapeln sich die
bunten Zutaten in Form von Murmeln in zufälliger Reihenfolge. Jeder
Spieler erhält zu Beginn zwei Trankfläschchen. Diese Kartonscheiben mit
Vertiefungen zeigen, wie viele Zutaten von welcher Farbe benötigt werden. Ist man an der Reihe, muss man
eine Kugel von einer der Rampen im
Zutatenspender nehmen. Die oberhalb der genommenen Zutat liegenden Murmeln rollen nun nach unten.
Prallen nun zwei gleichfarbige aufeinander, darf man alle Kugeln dieser
Kombination ebenfalls nehmen. Dies
kann sogar mehrmals hintereinander
passieren.
Die so gewonnenen Zutaten kann
man nun seinen Trankfläschchen zuordnen. Bis zu drei überzählige
können zwischengelagert werden.
Schafft man es, einen Trank komplett
zu bekommen, gilt dieser als gebraut.
Er bringt am Ende des Spiels Punkte
– je mehr Zutaten, umso mehr Punkte. Während einige Tränke es erlauben zusätzliche Zutaten aus dem
Spender zu nehmen, ermöglichen andere, überzählige Kugeln von Gegnern zu klauen oder einige Zutaten
als Joker einzusetzen. Gebraute
Tränke werden durch neue leere
Fläschchen ersetzt.
Wer sich auf einen Trank spezialisiert oder möglichst unterschiedliche
Tränke braut, bekommt einen Zauberorden, der Zusatzpunkte bringt.
Das Spiel endet, nachdem eine vorgegebene Anzahl an Orden verliehen
wurde. Wer nun mit allen Tränken
und Orden die meisten Punkte sammeln konnte, ist Student des Jahres
und gewinnt die Partie.
Dr. Gamble meint: Star von «Potion Explosion» ist ganz klar der
Spender mit den rollenden Murmeln.
Die geschickte Wahl einzelner Kugeln
kann durch die «Explosionen» zu einer regelrechten Zutatenflut führen.
Natürlich spielt auch Glück eine Rolle, ob sich solche Kombinationen
überhaupt anbieten. Allerdings erlauben es die fertigen Tränke, die Kugelbahnen zu manipulieren und so seinem Glück auf die Sprünge zu helfen.
Die Regeln sind eigentlich schnell zu
erfassen. Das Material ist farbenfroh
und einladend. Der Spender kann je
nach Auflage etwas mechanische Macken haben, die sich aber einfach
ausmerzen lassen. Tolle Idee, stimmungsvoll umgesetzt.
Dr. Gambles Urteil:
«Potion Explosion – Aus dem Schrank in
den Trank» von Lorenzo Silva, Andrea
Crespi und Stefano Castelli, Heidelberger
Spieleverlag, 2–4 Spieler, ab 8 Jahre.
Ich habe ein Problem, das ich mit
niemandem besprechen kann, und
bitte Sie, mir ganz anonym in der
Zeitung zu antworten! Ich gelte als
eine hilfsbereite, höfliche, liebe Frau
und versuche auch in meinem sozialen Beruf mein Bestes zu geben. Seit
einigen Jahren habe ich einen
Freund, und wir möchten nächsten
Sommer heiraten, weil wir uns lieben und gut zusammen auskommen,
fast in allen wichtigen Bereichen des
Lebens. Nur eben – ich wage es
kaum zu schreiben: Ich komme nur
zu einem Orgasmus, wenn ich während des Verkehrs «schlechte Gedanken» habe. Manchmal ist es mir, als
ob alles Böse in meinem Charakter
in diesem einen Moment zum Ausdruck käme, und dabei möchte ich so
sehr gerade dann in Liebe mit meinem Freund verbunden sein. Ich
muss noch erwähnen, dass ich sehr
streng und körperfeindlich erzogen
worden bin; niemals habe ich zum
Beispiel Vater oder Mutter nackt ge-
«Lieben Sie – ganz gleich,
ob sich der Höhepunkt
einstellt oder nicht.»
sehen, und auch aufgeklärt wurde
ich nie, ausser etwa aus Zeitschriften aller Art.
Und das in der heutigen, modernen Zeit! – Wahrscheinlich ist eben
aus obigem Grund Ihr Verhältnis zum
Sex gestört worden. Dieser wurde Ihnen als etwas Minderwertiges und
Primitives dargestellt – fast genauso
schlimm wie Lügen und Stehlen.
Dennoch sind Sie heute aber imstande, zu lieben und jahrelang den gleichen Partner zu achten und ihm zu
vertrauen! Dass Sie das geschafft haben, beweist Ihre innere Kraft!
Ich rate Ihnen, das Streben nach
dem Orgasmus vorläufig einfach auszuklammern und die «bösen Gedanken» gar nicht zu beachten. Wenn sie
doch kämen, dann lassen Sie sie einfach vorüberziehen, ohne ein Drama
daraus zu machen. Konzentrieren Sie
sich auf den Partner und lassen Sie
es geschehen, vertrauen Sie ihm.
Schuldgefühle Ihrerseits haben da
gar keinen Platz. Lieben Sie – ganz
gleich, ob sich der Höhepunkt einstellt oder nicht – und versuchen Sie,
den eigenen Körper genauso als etwas Positives zu akzeptieren, wie den
Körper des Partners. Es kommt nicht
auf den Orgasmus an, sondern auf
die Liebe – einzig allein auf sie –
glauben Sie mir das!
KREUZWORTRÄTSEL
Die Lösung ergibt einen Basler Kulturhistoriker.
AUFLÖSUNG
S PO R T / VE R A N S TA L TU N G E N
Nr. 5
15
2. Februar 2017
Gymnastik: Sina Figi holt sich Gold
Am vergangenen
Samstag, 28. Januar, reisten fünf
Gymnastinnen der
Rhythmischen
Gymnastik
Opfikon-Glattbrugg
(RG) nach Biel.
Den ganzen Tag über Uhr präsentierten die Gymnastinnen – vor allem aus
den Regionen Biel und Bern und die
RG Opfikon-Glattbrugg als Gastverein
– ihre neuen Übungen. Dennoch holten wir uns eine Gold- und eine
Bronzemedaille sowie zwei Diplome
ab.
Jeweils nach den Olympischen
Spielen heisst es für die Kampfrichter
der Rhythmischen Gymnastik: Nase
in die Bücher. Der Internationale
FIG-Code, welche die Wertungen für
die Übungen vorschreiben, ist per
2017 fast vollständig erneuert worden. Es ist eine Herausforderung,
nebst dem rein technischen Wissen
dieses auch in die Praxis, sprich am
Biel Cup 17 umzusetzen. Daher waren dieses Mal nicht nur die Gymnastinnen nervös, sondern auch die acht
Kampfrichter.
Für Sina Figi ist dieser Anlass ein
guter Vorbereitungswettkampf für die
kommende nationale Saison in der
Rhythmischen Gymnastik. Sie zeigte
zwei Übungen mit Ball und Band mit
Sina Figi bei ihrer Übung mit dem Ball. Unsicherheiten machte sie mit Ausdruck wett.
kleineren Unsicherheiten, aber dafür
mit grossem Ausdruck. Leider gelangen ihrer Konkurrentin aus dem Regionalen Leistungszentrum die Übungen noch nicht ganz optimal, sodass
sich Sina als Vereinsgymnastin durch
ihre Darbietung die Goldmedaille
umhängen lassen durfte. Sarina Senn
Das heiss ersehnte Rückspiel
gegen Phoenix Regensdorf
Opfikons Herren 3
Team «Stags» starteten vergangenen
Donnerstag in Regensdorf gut ins
Spiel. Der Wille,
Regensdorf nach dem Hinspiel zu
schlagen, war gross. Allen voran Opfikons Nummer 33, Juien Almeida:
Dieser machte 6 seiner insgesamt 17
Punkte im 1. Viertel. Er zog immer
wieder zum Korb und zwang Regensdorf zu einigen persönlichen Fouls.
Die Stags gewannen das 1. Viertel für
sich mit 11:16.
Im zweiten Viertel knüpften die
Opfiker dort an, wo sie aufgehört hatten. Sie bauten den Vorsprung weiter
aus, zwangen Regensdorf ihre Defense auf, holten viele Rebounds und
konnten durch Fastbreaks einige
wichtige
Punkte
erzielen.
Den
Schlusspunkt setzte die Nummer 13,
Fabian Deubler, mit einem Dreipunktewurf und somit stand es zur Halbzeit 25:36 für Opfikon.
Im dritten Viertel schienen die Regensdorfer erwacht zu sein: Ante Dedic verwandelte gleich drei Dreier in
Folge. Opfikon hielt jedoch dagegen
und spielte ruhig und abgeklärt. Es
konnte den Vorsprung von 10 Punkten halten und es stand am Ende dieses Viertels 42:52.
Das letzte Viertel sollte das Viertel
der Regensdorfer werden. Sie erzielten 15 der insgesamt 26 Punkte von
der Dreierlinie aus. Opfikon hielt dagegen, doch der Vorsprung schmolz
peu à peu dahin. Ungefähr 5 Sekunden vor Schluss stand es 66:66. Die
Regensdorfer erhielten einen Freiwurf, dieser ging jedoch daneben. Sie
holten jedoch den Offensiv-Rebound
und machten den Schlusspunkt. Somit bezwang Regensdorf Opfikon ein
weiteres Mal und gewann mit 68:66.
Am Samstag spielt Opfikons Damen 2 in Küsnacht und am Sonntag
spielen die Blizzards in der Lättenwiesen um 16.15 Uhr gegen die Damen von GC Zürich.
Carina Lehmann
Podunavac, Pattynama (2), Kümin (5), Salihodzic (8), Schnurrenberger (10), Deubler, Oppliger (10), Almeida (17), Isik, Mijatovic (0), Fouad abwesend; Topscorer
Opfikon: Nr. 33 Almeida (17 Punkte), Topscorer Regensdorf: Nr. 7 Dedic (26 Punkte). Fouls: Opfikon 20 Fouls, Regensdorf
16 Fouls.
(Jugend P3 Regional) holten sich mit
ihren Übungen je ein Diplom (7.
Rang und 5. Rang). Herzliche Gratulation den Gymnastinnen.
Peiline Schütze
Mittwoch, 8. Februar
Samstag, 18. Februar
14 bis 16 Uhr, Geschichtenzeit in der
Bibliothek, mit Face painting und
Bastelangebot, für Familien und Kinder ab ca. 3 Jahren. Ort: Stadtbibliothek Opfikon, Wallisellerstrasse 85,
Opfikon.
Papier- und Kartonsammlung. Ort:
Ganzes Stadtgebiet.
Weitere Informationen im Internet auf
www.rgopfikon.ch
20.15 Uhr, Kleintheater Mettlen, «Ke
Witz!» Bänz Friedli stellt fest, dass wir
vor lauter zeitsparender Hilfsmittel immer mehr Zeit verlieren. Ort: Singsaal
Schulhaus Mettlen, Dorfstrasse 4,
Opfikon-Glattbrugg. Kontakt: [email protected]. Einzeleintritt
CHF 25.00.
Samstag, 4. Februar
11 bis 18 Uhr, Treberfest Opfikon,
Ort: Familiengärten Hauächer, Klotenerstrasse, Opfikon. Eine feine Treberwurst mit Gemüsebeilage essen und
dazu einen Schluck Opfiker Wein geniessen.
15 bis 16 Uhr, «Wie wird meine Geburt im Spital Bülach sein?» Möglichkeit zu persönlichen Gesprächen
mit Hebammen und Wochenbett-Pflegefachpersonen. Ort: Spital Bülach,
Spitalstrasse 24. Treffpunkt: Eingangshalle. Keine Anmeldung erforderlich. Eintritt frei.
Sonntag, 5. Februar
11 bis 18 Uhr, Eröffnungsfest Lenny’s. Ort: Restaurant & Bad, Ifangstrasse 13, Glattbrugg. Kontakt: Daniela Kunze. E-Mail: [email protected].
Montag, 6. Februar
19.30 bis 21 Uhr, «Mein Baby kommt
bald zur Welt», Informations-Abend
für werdende Eltern. Hebammen, Pflegepersonen und Ärzte erklären Ihnen
alles rund um die Geburt und das
Wochenbett im Spital Bülach. Ort:
Spital Bülach Mehrzweckraum, Spitalstrasse 24. Keine Anmeldung erforderlich. Eintritt frei.
Göpf überzeugt als Rösli.
auch Elyssa Klindt zeigte eine Übung
mit Ball und eine ohne Handgerät –
ohne grössere Fehler, aber gespickt
mit schwierigen Elementen. So sicherte sich Elyssa die Bronzemedaille
in der Kategorie Jugend P2 Regional.
Lea Mange in der Kategorie Juniorin P4 Regional und Samira Schütze
Freitag, 3. Februar
Charlys Tante
Die Seniorenbühne Zürich spielt den
Klassiker «Charlys Tante». Charly,
Sonja und Göpf sind von Tante Rösli
eingeladen worden, in ihrem Haus
einige Tage Ferien zu machen, während sie auf einer Kreuzfahrt weilt.
Als die drei in der Villa eintreffen,
weiss aber die anwesende Signora
Fumagalli nichts davon. Die Signora
ist sehr durcheinander, beruhigt sich
dann aber wieder. Später kommt
noch Sonjas Onkel an, welcher nicht
wissen darf, dass Charlys Tante nicht
da ist. So wird Göpf gezwungen, sich
als «Tante Rösli» zu verkleiden. Onkel Roby verliebt sich in Tante Rösli
(eigentlich Göpf), was die Anwesenden zu allerlei Tricks zwingt. Später
trifft die richtige Tante Rösli ein –
und so entsteht ein noch grösseres
in der gleichen Kategorie hatte leider
Pech und die Keulen wie auch das
Band in der anderen Übung wollten
noch nicht ganz, was die Gymnastin
wollte, und landeten nach einem
schwierigen Wurf ausserhalb der
Wettkampffläche. Dennoch platzierte
sich Sarina auf dem 9. Rang. Aber
Foto: Rosmarie Zürcher
R. Dubsky
Durcheinander . . . Die bekannte Komödie nach Motiven von Brandon
Thomas hat Hans Gmür in Dialekt
umgeschrieben. Bearbeitet und inszeniert hat sie Rupert Dubsky.
Alle sind herzlich im Namen der
reformierten und der katholischen
Kirche sowie der Pro Senectute zu
Theater und Imbiss eingeladen. (e.)
Ökumenischer SeniorInnen-Treff, 60plus:
Mi, 8. Feb., 14.30 Uhr, Forum, Wallisellerstr. 20; www.seniorenbuehne.ch.
Dienstag, 7. Februar
19.30 bis 21 Uhr, Öffentlicher Vortrag: «Der schmerzende Fuss». Die
Referentin Dr. Stephanie Wopperer
stellt häufige Fussproblematiken und
deren mögliche Ursachen und Therapien vor. Ort: Mehrzweckraum Spital
Bülach. Anmeldung online oder unter
der Tel. 044 863 22 11. Falls Sie sich
kurzfristig noch anmelden möchten,
bitten wir Sie, sich telefonisch zu erkundigen, ob es noch freie Plätze gibt.
Der Anmeldeschluss ist am 7. Februar
2017, um 18 Uhr.
Vorschau und Diverses
Freitag, 10. Februar
20 Uhr, Karaoke. Ort: Le Stecha die
Kulturbar, Boulevard Lilienthal 65,
Glattpark-Opfikon.
Sonntag, 12. Februar
Abstimmungen.
Montag, 13. Februar
9.30 bis 11 Uhr, Vortragsreihe
Herbst/Winter 2016/17; Die Arthrose
und die Behandlungsmöglichkeiten.
Ort: Seniorenzentrum Vitadomo Bubenholz, Müllackerstrasse 4, Glattbrugg. Organisator: Anlaufstelle 60+.
Kontakt: Gabriela de Dardel. E-Mail:
[email protected]. Anmeldung nicht
erforderlich. Eintritt frei.
Regelmässig stattfindende
Veranstaltungen
Montags
Gibeleich-Aktiv
Ab 13 Uhr, Restaurant Gibeleich,
Senioren-Schachnachmittag.
Dienstags
Mütter-/Väterberatung
Oberhauserstrasse 130, Glattbrugg.
14 bis 16 Uhr in Doppelberatung
(ohne Voranmeldung).
Tel. Beratung: 043 259 95 55
Mo bis Fr, 8.30 bis 10.30 Uhr.
Mittwochs
15 bis 17 Uhr, jeden ersten Mittwoch
im Monat, Mutter-Kind-Treff. Ort:
Familienzentrum Opfikon.
17 bis 18.30 Uhr, Brockenstube im
Alterszentrum Gibeleich.
Donnerstags
Mittwoch, 15. Februar
83. Generalversammlung der Turnveteranen des TVO. Ort: Glattbrugg.
Organisator: Turnveteranen des TVO.
Kontakt: Martin Burri.
Freitag, 17. Februar
18 Uhr, Generalversammlung Männerchor Opfikon-Glattbrugg. Ort:
Restaurant Frohsinn, Mühlegasse 8,
Opfikon.
Kontakt:
Mario
Beer.
http://www.mcog.ch.
9 bis 11.15 Uhr, Nähshop für textile
Änderungen und kleinere Neuanfertigungen, Europastrasse 22 (Klubhaus
des Oldie-Vereins). Telefonische Auskunft erteilt Frau Beatrice Begni, Tel.
044 862 75 80.
19.30 Uhr, kath. Kirche, forum (Clubraum 2), Schachklub.
Samstags
9.30 bis 11.30 Uhr, Brockenstube im
Alterszentrum.
16
Nr. 5
2. Februar 2017
VERANSTALTUNGEN
STELLEN