PDF - Kölner Philharmonie

Neujahrskonzert
Sonntag
1. Januar 2017
18:00
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der KölnMusik
wünschen Ihnen ein glückliches und erfolgreiches neues Jahr.
Bitte beachten Sie:
Ihr Husten stört Besucher und Künstler. Wir halten daher für Sie an den Garderoben
Ricola-Kräuterbonbons bereit und händigen Ihnen Stofftaschentücher des Hauses
Franz Sauer aus.
Sollten Sie elektronische Geräte, insbesondere Mobiltelefone, bei sich haben: Bitte
schalten Sie diese unbedingt zur Vermeidung akustischer Störungen aus.
Wir bitten um Ihr Verständnis, dass Bild- und Tonaufnahmen aus urheberrechtlichen
Gründen nicht gestattet sind.
Wenn Sie einmal zu spät zum Konzert kommen sollten, bitten wir Sie um Verständnis,
dass wir Sie nicht sofort einlassen können. Wir bemühen uns, Ihnen so schnell wie
möglich Zugang zum Konzertsaal zu gewähren. Ihre Plätze können Sie spätestens
in der Pause einnehmen.
Bitte warten Sie den Schlussapplaus ab, bevor Sie den Konzertsaal verlassen. Es
ist eine schöne und respektvolle Geste gegenüber den Künstlern und den anderen
Gästen.
Mit dem Kauf der Eintrittskarte erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihr
Bild möglicherweise im Fernsehen oder in anderen Medien ausgestrahlt oder
veröffentlicht wird.
Neujahrskonzert
Avi Avital Mandoline
Die Deutsche Kammerphilharmonie
Bremen
Florian Donderer Konzertmeister und Leitung
Sonntag
1. Januar 2017
18:00
Pause gegen 18:45
Ende gegen 20:10
PROGRAMM
Charles Ives 1874 – 1954
The Unanswered Question (1908, rev. um 1930 – 35)
für Trompete, vier Flöten und Streicher
Johann Sebastian Bach 1685 – 1750
Konzert für Violine, Streicher und Basso continuo a-Moll
BWV 1041 (vermutlich um 1720)
(Bearbeitung für Mandoline, Streicher und Basso continuo
von Avi Avital)
[ohne Satzbezeichnung]
Andante
Allegro assai
Heitor Villa-Lobos 1887 – 1959
Bachianas Brasileiras Nr. 6 (1938)
für Flöte und Fagott
Ária (Chôro). Largo
Fantasia. Allegro
Bettina Wild Flöte
Rie Koyama Fagott
Avner Dorman *1975
Konzert für Mandoline und Streichorchester (2006)
Adagio religioso – Allegro – Andante – Presto – Adagio – Andante
– Allegro – Meno mosso – Adagio
Pause
2
Johann Sebastian Bach
Konzert für Violine, Streicher und Basso continuo d-Moll
BWV 1052R
(Bearbeitung für Mandoline, Streicher und Basso continuo
von Avi Avital)
Allegro
Adagio
Allegro
Franz Schubert 1797 – 1828
Sinfonie Nr. 6 C-Dur D 589 (1817 – 18)
Adagio – Allegro
Andante
Scherzo. Presto – Più lento
Allegro moderato
3
ZU DEN WERKEN
Charles Ives –
The Unanswered Question
Der in Danbury (Connecticut) geborene Charles Ives muss ein
glückliches Kind gewesen sein. Schließlich hatte er bei seinem
musikenthusiastischen Vater so ziemlich Narrenfreiheit. Als der
kleine Charles etwa mit den Fäusten wie wild auf den Klaviertasten herumhämmerte, klappte Dad George nicht empört den
Klavierdeckel zu, sondern antwortete: »Schön und gut, Charles.
Aber wenn Du Schlagzeug spielen willst, dann solltest du es
richtig lernen.« Doch George Ives sollte dem Junior die Welt der
Musik noch auf andere Art und Weise öffnen. So ließ er einmal
zwei Musikkapellen nicht nur gleichzeitig verschiedene Stücke
spielen, sondern verteilte einzelne Gruppen auf umliegende
Dächer und Veranden. Auch dieses Spektakel war für Charles
ein unvergessliches Erlebnis. Denn später türmte er in seinen
Orchesterwerken immer wieder die unterschiedlichsten Klangschichten aufeinander, die von Kirchenliedern über Gospels bis
hin zu Ragtimes und Märschen reichten. Und auch das Spiel mit
im Raum verteilten Klangstationen griff Ives auf und arbeitete
ähnlich wie sein Zeitgenosse und Bewunderer Gustav Mahler mit
Fernorchestern.
So wünschte sich Ives etwa im Vorwort seines wohl berühmtesten Orchesterstücks, in The Unanswered Question, dass die
Streicher »wenn möglich ›außerhalb der Bühne‹ oder getrennt
von den Flöten und der Trompete sitzen«. Auch mit dieser Art
von Klangraum-Architektur versuchte Ives, die Magie dieser so
ungemein geheimnisvollen wie zugleich hypnotischen Musik
zu potenzieren. Aus drei Klangebenen setzt sich dieses Werk
zusammen, das als eine der Ikonen der klassischen Moderne gilt.
Die (gedämpften) Streicher spielen konsequent im Pianissimo
und quasi in Slow Motion einen Choral. Dazwischen meldet sich
eine Solo-Trompete zu Wort, die laut Ives »die immerwährende
Frage nach dem Sein« stellt. Die »unsichtbare« Antwort darauf
geben immer wieder eher schnatternd vier Querflöten. Bevor
sich alles in einem endlosen Nichts auflöst – und die ewige Frage
unbeantwortet zurückgelassen wird …
4
Johann Sebastian Bach –
Konzerte für Violine, Streicher und
Basso continuo a-Moll BWV 1041 und
d-Moll BWV 1052R
(Bearbeitungen für Mandoline, Streicher
und Basso continuo)
Zehn Jahre lang war Johann Sebastian Bach Stammgast im wohl
musikalischsten Kaffeehaus seiner Zeit. Es lag in der Leipziger
Catharinenstraße und besaß nicht nur einen großzügigen Garten. Das Palais hatte auch einen Saal, in dem bis zu 150 Zuhörer
Platz fanden. In das von Gottfried Zimmermann geleitete »CaffeHauß« kehrte Bach regelmäßig nahezu jeden Freitagabend ein.
Immer von 20 bis 22 Uhr. Und im Gefolge hatte er stets das Collegium Musicum, dessen Leitung er 1729 von Georg Philipp Telemann übernommen hatte. Mit diesem Ensemble, das sich aus
Berufsmusikern, Studenten und talentierten Musikliebhabern
zusammensetzte, spielte der Leipziger Thomaskantor Bach nun
weltliche Musik aller Art, von Kammermusik über Konzerte bis zu
Vokalkompositionen.
Über 600 Konzerte soll Bach bis 1741 im Café Zimmermann
gegeben haben. Und größtenteils erklangen eigene Stücke, mit
denen er auch die spieltechnischen Qualitäten seiner talentierten
Söhne ins rechte Licht setzen konnte. Durchaus annehmen darf
man daher, dass Bach mindestens eines seiner sieben vollendeten Cembalo-Konzerte für Wilhelm Friedemann bzw. Carl Philipp
Emanuel Bach komponiert hat. Zumal das Collegium Musicum
dank der Großzügigkeit des Kaffeehaus-Besitzers Zimmermann
seit 1733 auch über ein neues prachtvolles Cembalo verfügte.
Alle Cembalo-Konzerte sind Bearbeitungen von älteren Werken
für jeweils ein Melodieinstrument. Und im Fall der jetzt zu hörenden Konzerte a-Moll BWV 1041 sowie d-Moll BWV 1052R gibt es
keine Zweifel daran, dass Bach sie als Vorlagen für Cembalokonzerte nutzte. Ihre Urfassungen sind zwar verloren gegangen. Aber
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laut der deutschen Bach-Forschungsinstanz Christoph Wolff fallen sämtliche Violinkonzerte ebenfalls in die frühe Leipziger Zeit.
Somit müsste Bach auch sein Violinkonzert a-Moll BWV 1041,
das er später zum Cembalokonzert BWV 1058 umarbeitete, um
das Jahr 1730 geschrieben haben. Das a-Moll-Konzert ist sicherlich auch dank seines faszinierend würdevollen Mittelsatzes zum
populärsten geworden. Und dass dem Thomaskantor da ein
Wunderwerk aus der Feder geflossen war, musste selbst Claude
Debussy eingestehen, der eigentlich ein distanziertes Verhältnis
zu Bach pflegte. »Die Schönheit des Andante«, so Monsieur, »ist
so groß, dass man ernstlich nicht mehr weiß, wie man sich hinsetzen und verhalten soll, um des Anhörens würdig zu sein. Sie
bleibt einem lange im Sinn, und man wundert sich beim Hinaustreten auf die Straße, dass der Himmel nicht blauer ist und der
Parthenon nicht aus der Erde emporwächst.«
Solch ein Staunen löst diese Musik aber eben auch aus, wenn
sich ein Künstler wie Avi Avital ihrer annimmt. Schließlich kann
dieser begnadete Solist mit seiner Mandoline nicht nur in die
verführerisch schönsten Klangtiefen vordringen. Zugleich besitzt
er als Arrangeur das nötige Fingerspitzengefühl, um anhand der
Transkriptionen den beiden Violinkonzerten BWV 1041 und BWV
1052R ganz neue Facetten abzugewinnen. »Musik für die Geige
eignet sich auch für die Mandoline, da beide Instrumente die
gleiche Stimmung haben«, so Avi Avital. Trotzdem konnte er jetzt
nicht einfach die Originalstimme auf sein Instrument übertragen, sondern musste durchaus auch erfinderisch sein, um dem
Gesang der Violine nahezukommen. »Aber ich wollte noch einen
Schritt weitergehen: Ich wollte Bachs Universalität herausstellen.
Wenn man ein anderes Instrument einsetzt, kann man die Zeitlosigkeit dieser Musik auf ganz neue Weise erleben.«
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Heitor Villa-Lobos –
Bachianas Brasileiras Nr. 6 (1938)
Vor Johann Sebastian Bach haben sich schon immer prominenteste Kollegen bewundernd verbeugt und dabei Huldigungsformeln ausgesprochen. Kollege Ludwig van Beethoven fand,
dass »Bach nicht Bach, sondern Meer heißen« sollte. Und als
die Musikwelt 1985 schließlich den 300. Geburtstag von Johann
Sebastian Bach feierte, notierte Mauricio Kagel: »Es mag sein,
dass nicht alle Musiker an Gott glauben – an Bach glauben
jedoch alle.« Die Liste an Bach-Jüngern ließe sich unendlich verlängern. Aber tatsächlich sollte es nur einmal einen Komponisten
geben, der sich mit Bach auf einer Stufe sah. Als Heitor VillaLobos nämlich gefragt wurde, wer denn für ihn die bedeutendsten Tonsetzer überhaupt wären, gab er ohne Umschweife zur
Antwort: »Bach und ich.« Selbstverständlich hatte Villa-Lobos
das nicht ernst gemeint. Aber immerhin lässt sich daraus bereits
erahnen, wie seelenverwandt sich der Brasilianer mit dem Thüringer fühlte. Dementsprechend beschäftigte sich Villa-Lobos
auch schöpferisch regelmäßig mit Bach. Seine berühmteste
Bach-Hommage bilden die neun Bachianas Brasileiras. Nachdem
der aus Rio de Janeiro stammende Musiker aus Paris zurückgekehrt war, wo er u. a. Francis Poulenc, Darius Milhaud und Igor
Strawinsky kennengelernt hatte, setzte er sich ab 1930 an den
Zyklus Bachianas Brasileiras. Komponiert wurden die Stücke für
Klavier solo, kammermusikalische Formationen sowie große
orchestrale Besetzungen und bilden eine facettenreiche Verschmelzung der brasilianischen Folklore mit dem Geiste Bachs.
Dieser musikalische Brückenschlag spiegelt sich sogleich in der
Bezeichnung des ersten Satzes der für Flöte und Fagott geschriebenen Bachianas Brasileiras Nr. 6 wider. Eröffnet wird sie nämlich
von einer Ária, die Villa-Lobos zudem als Chôro bezeichnet hat.
Der Chôro vereint in sich unterschiedliche Formen indigener und
volkstümlicher Musik von Brasilien und hat oftmals die Anmutung einer Serenade. »Diese Suite«, so Villa-Lobos über das
1938 komponierte, zweisätzige Werk, »ist die einzige, die in der
Form der Kammermusik komponiert ist. Ich entschied mich für
die Kombination dieser beiden Instrumente, um mich der alten
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brasilianischen Serenade für zwei Instrumente anzunähern und
ich ersetzte die Ophikleide durch das Fagott, weil dieses Instrument näher an den Geist von Bach heranreicht. Ich wollte den
Eindruck von Improvisation wiedergeben, wie er in der gesungenen Serenade zu finden ist. Diese Suite ist in ihrer Form mehr
Bach als brasilianisch.«
Avner Dorman – Konzert für Mandoline
und Streichorchester (2006)
Als Avi Avital 2012 mit einer Bach-Aufnahme seinen diskographischen Einstand bei der Deutschen Grammophon gab und damit
auf seiner Mandoline durchstartete, hatte er bereits eine nicht
alltägliche Auszeichnung bekommen. Denn als überhaupt erster
Mandolist war er 2010 für einen Grammy in der Kategorie »Bester
Instrumentalsolist« nominiert worden – und zwar für seine Einspielung des Mandolinenkonzerts von Avner Dorman. 2006 hatte
Avital das Werk bei seinem israelischen Landsmann in Auftrag
gegeben. Dormans Kenntnisse der Möglichkeiten der Mandoline
waren bis dahin eher marginal. Nun aber machte er gleich das
Tremolo als die charakteristische Mandolinen-Technik zum Drehund Angelpunkt seines dreiteiligen Konzerts. »Das Tremolo vereint in sich Bewegung und Statik zugleich«, so Dorman, der auch
mit dem für Martin Grubinger komponierten Schlagzeugkonzert
Frozen in Time international bekannt geworden ist. Der erste der
nahtlos ineinander übergehenden Teile ist im Grunde ein langsamer meditativer Satz. Der zweite Teil entpuppt sich als ein mit so
manchen Orientalismen und Lateinamerikanismen aufgeladener,
schneller Tanzsatz. Dabei kommt es auch zu Passagen, in denen
sich wie bei einem barocken Concerto grosso einzelne Stimmen
aus dem Tutti herauslösen und der Solo-Mandoline zur Seite
springen. Der abschließende Teil greift sodann die Stimmung
der Eröffnung wieder auf – und entschwindet ähnlich geheimnisvoll in der Stille wie Ives’ The Unanswered Question.
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Franz Schubert –
Sinfonie Nr. 6 C-Dur D 589 (1817 – 18)
Am 26. März 1827 war Ludwig van Beethoven in Wien gestorben.
Drei Tage später verabschiedeten sich sage und schreibe 20.000
Menschen in einem großen Trauerzug von ihm. Und einer der 36
Fackelträger, die Beethovens Sarg begleiteten, war Franz Schubert. Zu Beethovens Lebzeiten hatte es Schubert nie gewagt, sich
ihm einmal persönlich zu nähern. Nun konnte er aber immerhin
mit dieser Geste seine maßlose Bewunderung für einen Komponisten zum Ausdruck bringen, dessen Schaffen er zugleich stets
auch als einschüchternd empfunden hatte. »Zuweilen glaube ich
wohl selbst im Stillen, es könne etwas aus mir werden, aber wer
vermag nach Beethoven noch etwas zu machen?«
In diesem Satz Franz Schuberts schwingt eine Mischung aus
Ehrfurcht und Resignation gegenüber einem Komponistentitanen mit, die ihn Zeit seines kurzen Lebens begleitet hatte. Auf
dem Gebiet der Klaviersonaten, der Streichquartette und eben
der Sinfonien schien Beethoven für Schubert das Maß aller
Dinge und gleichzeitig auch ein Korsett, aus dem er sich mit
unterschiedlichem Tempo befreien konnte. Während dies Schubert in seinen Klavier- und Kammermusik-Werken mit rasanten
Schritten gelang, lieferte der Sinfoniker jedoch erst ab 1822 mit
den Sinfonien h-Moll D 759 und der »Großen« in C-Dur endgültig seine Meisterstücke ab. Der Einfluss Beethovens, aber auch
der von Mozart und Haydn bildete hingegen in den ersten sechs
Sinfonien den wichtigen Nährboden. Wobei bei der Sinfonie
Nr. 6 C-Dur D 589 gleich noch ein vierter Name mit ins Spiel
kommt: Gioacchino Rossini. Als Rossini 1816 mit seinen Opern
wie dem Barbier von Sevilla ganz Wien in einen Taumel versetzte,
gehörte auch Schubert zu den enthusiasmierten Ohrenzeugen.
Ihm widmete Schubert 1817 sogleich indirekt zwei »Ouvertüren
im italienischen Stil«. Und gerade im Finalsatz der Sechsten
beschwor er den Rossini-Geist mit unbeschwerter Handschrift,
die in ihrer Rezeption nicht immer auf Wohlwollen stoßen sollte.
Von »Travestie« bis »geschwätzig« reichten da die kritischen
Wortmeldungen.
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Diese handlungsreiche, zwischen Oktober 1817 bis Februar 1818
entstandene Sinfonie ist in ihrer auch heiter-luftigen Anlage
zweifellos schnell zu erfassen. Die langsame Einleitung ist typische »Haydn«-Konvention und das Andante volksliedbeseelt. Und
bevor es im Allegro moderato zum »Rossini«-Kehraus kommt, liefert Schubert im Scherzo den Beweis dafür ab, wie formal genau
er bei Beethovens erster Sinfonie hingeschaut hat, bei der aus
dem offiziell gebräuchlichen Menuett substanziell ein energisch
vorwärtstreibender Scherzo-Satz geworden war.
Komponiert hatte Schubert die Sinfonie für jenes private Liebhaberorchester, in dem er höchstselbst die Bratsche strich. Und
als die Wiener Gesellschaft der Musikfreunde im Gedenken
an den kurz zuvor verstorbenen Schubert ein Konzert plante,
fiel die Wahl nicht auf die als »unspielbar« geltende Sinfonie
C-Dur D 944, sondern auf das handlichere Geschwisterwerk. Am
14. Dezember 1828 wurde es postum uraufgeführt und wurde
vom Kritiker der Allgemeinen musikalischen Zeitung immerhin als
»schönes, fleißig gearbeitetes Werk« empfunden. Eine Einschätzung, die später auch der böhmische Schubert-Fan Antonín
Dvořák als maßlose Untertreibung empfand.
Guido Fischer
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BIOGRAPHIEN
Avi Avital
Avi Avital wurde in Be’er Sheva im
Süden Israels geboren. Mit acht Jahren lernte er das Mandolinenspiel und
wurde in das Mandolin Youth Orchestra seines Lehrers und musikalischen
Leiters Simcha Nathanson berufen. In
der Folge studierte er an der Jerusalem
Music Academy und dem Conservatorio Cesare Pollini in Padua, wo er mit
Ugo Orlandi das Kernrepertoire für die
Mandoline erarbeitete. 2007 gewann er
als erster Mandolinist den Aviv Competition.
Avi Avitals konzertierte u. a. im National Centre for the Performing Arts in Peking, in der Wigmore und der Royal Albert Hall in
London, der Berliner und der Pariser Philharmonie, der Tonhalle
Zürich, dem Palau de la Música Catalana Barcelona, dem Wiener
Konzerthaus, der Carnegie Hall New York und im Palais de Versailles. Dabei trat er mit renommierten Orchestern wie dem Mahler Chamber Orchestra oder dem Israel Philharmonic Orchestra
auf und gastierte bei Festivals u. a. in Aspen, Salzburg, Tanglewood, Spoleto, Ravenna, Cheltenham und Verbier.
Höhepunkte dieser Spielzeit sind unter anderem Auftritte mit
dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin unter Ton Koopman, dem Orchestra del Maggio Musicale Fiorentino mit Zubin
Mehta, der Dresdener Philharmonie und den Stuttgarter Philharmonikern, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, dem
Venice Baroque Orchestra, der Kremerata Baltica, dem Orchestre
Symphonique de Montréal und Kent Nagano, dem Atlanta Symphony Orchestra, dem Zürcher Kammerorchester, dem Israel
Philharmonic Orchestra unter Osmo Vänskä und die Aufführung
von Vivaldis Vier Jahreszeiten in der Hollywood Bowl.
Avi Avital tritt regelmäßig mit Künstlern aus unterschiedlichsten Genres auf, unter anderem mit Andreas Scholl, Juan Diego
Flórez, Dawn Upshaw, Giora Feidman, Ray Chen, David Greilsammer, Mahan Esfahani, Richard Galliano, Ksenija Sidorova,
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Perkussionist Itamar Doari sowie dem Enso und dem Danish
String Quartet. In seiner jüngsten Zusammenarbeit mit dem Oudund Bass-Spieler Omer Avital verbindet er die Finesse der Kammermusik mit der Energie von Jazz und Weltmusik. Nach einer
Tournee in der Saison 2016/2017 erscheint 2017 die gemeinsame
CD Avital meets Avital.
Als erster Mandolinist, der für den Grammy Award nominiert
wurde, ist Avi Avital einer der führenden Botschafter seines Instruments und eine der treibenden Kräfte bei der Neubelebung
des Repertoires für die Mandoline. Mehr als 90 Werke sind für
ihn geschrieben worden, 15 davon Konzerte. Auch seine Erschließung des Repertoires anderer Instrumente auf der CD Between
Worlds 2014 erweiterte das Spektrum der Mandoline. Avitals
jüngstes Album Vivaldi von 2015 wurde mit dem ECHO Klassik ausgezeichnet, zuvor wurden bereits seine eigenen BachTranskriptionen (2015) veröffentlicht sowie Between Worlds, eine
genreübergreifende CD, die die Grenzen der Kammermusik
zwischen klassischer und traditioneller Musik auslotet. Seinen
ersten ECHO gewann er 2008 mit dem David Orlowsky Trio. Avi
Avital spielt eine Mandoline des israelischen Geigenbauers Arik
Kerman.
In der Kölner Philharmonie war Avi Avital zuletzt im Oktober 2015
zu Gast.
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Die Deutsche Kammerphilharmonie
Bremen
Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen ist eines der international führenden Orchester und begeistert mit ihrem einzigartigen Musizierstil weltweit ihr Publikum. Künstlerischer
Leiter ist seit 2004 der estnisch-amerikanische Dirigent Paavo
Järvi. Ein Höhepunkt der Zusammenarbeit mit Paavo Järvi war
das gemeinsame Beethoven-Projekt, auf das sich Dirigent und
Orchester sechs Jahre lang konzentrierten. Weltweit wurden ihre
Beethoven-Interpretationen von Publikum und Kritik als maßstabsetzend gefeiert. Mit dem gesamten Zyklus der neun Beethoven-Sinfonien begeisterten sie unter anderem in Paris, Tokyo,
Straßburg, Warschau, São Paulo sowie bei den Salzburger Festspielen und dem Beethovenfest Bonn. Der auf CD erschienene
Zyklus wurde von Kritikern weltweit gefeiert. Ein ebenso positives
Echo fand auch die mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete TVund DVD-Dokumentation des Beethoven-Projekts der Deutschen
Welle und Unitel. Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen
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ergänzte den Beethoven-Zyklus um Aufnahmen der Ouvertüren,
die im Oktober 2014 erschienen sind.
Im Anschluss an das Beethovenprojekt setzte sich die Deutsche
Kammerphilharmonie Bremen mit Paavo Järvi ebenso erfolgreich mit dem sinfonischen Schaffen Robert Schumanns auseinander. Die erste CD mit den Sinfonien Nr. 1 und Nr. 3 erschien
Ende 2011, die zweite CD des Zyklus mit Sinfonie Nr. 2 und Ouvertüren im Oktober 2012. Die dritte und letzte CD mit Sinfonie Nr. 4
und dem Konzertstück für vier Hörner ist seit Mai 2014 erhältlich.
Die französische Musikzeitschrift Diapason zeichnete diese Einspielung mit ihrem renommierten Preis, dem Diapason d’Or aus.
Nach sensationellem Erfolg in Tokyo und St. Petersburg wurden die Schumann-Sinfonien im Jahr 2012 auch beim Beethovenfest Warschau sowie im Konzerthaus Wien zyklisch aufgeführt. Im Herbst 2012 erschien über das Schumann-Projekt eine
TV-/DVD-Produktion der Deutschen Welle in Zusammenarbeit
mit Unitel, arte und Radio Bremen. Auch diese Dokumentation
fand große Beachtung und erfreute sich zahlreicher namhafter
Auszeichnungen.
Zusammen mit ihrem künstlerischen Leiter Paavo Järvi hat sich
die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen nun ihrem neuen
sinfonischen Großprojekt zugewandt. Nach den Sinfonien
von Beethoven und Schumann stehen jetzt alle vier Sinfonien
von Johannes Brahms im Fokus. Seit vielen Jahren pflegt das
Orchester enge musikalische Zusammenarbeit mit international renommierten Solisten und Dirigenten wie Christian Tetzlaff,
Maria João Pires, Viktoria Mullova, Hélène Grimaud, Janine
Jansen, David Fray, Igor Levit, Martin Grubinger, Hilary Hahn,
Pekka Kuusisto, Heinrich Schiff, Trevor Pinnock und Sir Roger
Norrington.
Mit großem persönlichem Engagement widmen sich die Orchestermitglieder den gemeinsamen Projekten mit der Gesamtschule
Bremen-Ost, in deren Gebäude sich seit einigen Jahren die Probenräume des Orchesters befinden. Die daraus erwachsene einzigartige Zusammenarbeit wurde seit Beginn mit zahlreichen
Auszeichnungen bedacht, u. a. 2007 mit dem ›Zukunftsaward‹ als
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›beste soziale Innovation‹. Die Musiker verfolgen hier das Ziel,
individuelle Entwicklungen – gerade auch, aber nicht nur in bildungsferner Umgebung – mittels Musik zu fördern.
Inzwischen hat die Staatsministerin für Kultur das ›Zukunftslabor‹ der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen zum Modellprojekt ernannt. 2008 erhielt die Deutsche Kammerphilharmonie
Bremen für die gelungene Verbindung von Unternehmertum und
Kultur den renommierten Deutschen Gründerpreis in der Kategorie Sonderpreis. Im Jahr 2009 haben gleich drei ihrer CD-Produktionen einen von inzwischen sieben ECHO Klassik gewonnen. 2010 wurde die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen als
erstes Orchester für ihr editorisches Gesamtwerk von Bach bis
Ruzicka mit der Ehrenurkunde des Preises der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet und Paavo Järvi erhielt für die Beethovenaufnahmen den ECHO Klassik als Dirigent des Jahres 2010.
Den ECHO Klassik für Nachwuchsförderung erhielt die Deutsche
Kammerphilharmonie Bremen 2012 für ihre Initiative »Zukunftslabor/Neue Gesellschafts-Perspektiven durch Musik«. Mit der Kölner Philharmonie verbindet die Deutsche Kammerphilharmonie
Bremen ein enges und partnerschaftliches Verhältnis. Bereits in
der ersten Saison der 1986 eröffneten Kölner Philharmonie spielte
das Orchester und war seither rund 100 Mal in Köln zu Gast.
Zudem ist die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen Residenzorchester der Elbphilharmonie Konzerte Hamburg, »Orchester
des Jahres« 2016 bei Deutschlandradio Kultur und ab 2017 Festivalorchester des Kissinger Sommers.
In der Kölner Philharmonie war die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen zuletzt im November des vergangenen Jahres zu
Gast und wird erneut am 5. März bei uns zu hören sein.
Die Partner der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen
15
Die Besetzung der
Deutschen Kammerphilharmonie
Bremen
Violine I
Florian Donderer Konzertmeister
Hozumi Murata
Anette Behr-König
Zuzana Schmitz-Kulanova
Stefan Latzko
Johannes Haase
Timofei Bekassov
Flöte
Bettina Wild
Isabelle Raphaelis
Tae-wha Lee
Ulrike Höfs
Violine II
Jörg Assmann
Theresa Lier
Gunther Schwiddessen
Matthias Cordes
Hannah Zimmer
Stephanie Appelhans
Klarinette
Matthew Hunt
Alexander Rattle
Viola
Friederike Latzko
Anja Manthey
Klaus Heidemann
Jürgen Winkler
Yuko Hara
Horn
Elke Schulze-Höckelmann
Markus Künzig
Oboe
Rodrigo Blumenstock / Ulrich König
Fagott
Rie Koyama
Akio Koyama
Trompete
Moritz Görg
Bernhard Ostertag
Violoncello
Marc Froncoux
Ulrike Rüben
Stephan Schrader
Juliane Von Hahn
Pauke
Klaus Reda
Cembalo
Paulina Kilarska
Kontrabass
Juliane Bruckmann
Matthias Beltinger
Christopher Robert Scotney
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Florian Donderer
Florian Donderer studierte in Berlin und
London und war Assistent von Thomas
Brandis an der Hochschule der Künste
in Berlin. Bereits während seines Studiums war er Stipendiat der KarajanAkademie der Berliner Philharmoniker.
Er musizierte als Konzertmeister und
Solist mehrere Jahre im Ensemble Oriol
Berlin, bevor er 1999 als Konzertmeister zur Deutschen Kammerphilharmonie Bremen kam. Hier hat er sich auch
durch seine Arbeit als künstlerischer Leiter vom Konzertmeisterpult aus einen Namen gemacht.
In dieser Funktion arbeitet er auch mit dem Scottish Chamber
Orchestra, der Filharmoonia Tallin, der Camerata Bern und anderen Orchestern zusammen. Florian Donderer ist zudem häufig als
Kammermusiker und Solist bei international bedeutenden Festivals zu Gast, so bislang u. a.beim Järvi Festival in Tallin, beim
Ultima Festival in Oslo, bei der Helsinki Early Music Week, der
MusikTriennale Köln sowie beim Festival ›Spannungen‹ in Heimbach. Seit Juni 2016 ist er Primarius des Signum Quartett.
Als Schüler von Neeme Järvi, Paavo Järvi und Leonid Grin ist er
zunehmend auch mit großem Erfolg als Dirigent tätig. Sein Debüt
als Dirigent gab er mit dem Ensemble Oriol und der Sopranistin
Christiane Oelze bei einem Konzert in der Berliner Philharmonie.
Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen dirigierte er bei
einer CD-Einspielung mit der Solistin Tanja Tetzlaff. In Bremen
engagiert sich Florian Donderer außerdem als künstlerischer Leiter der Kammermusikreihe residenz@sendesaal, die im Sendesaal Bremen stattfindet.
17
Florian Donderer war bis 2010 Professor für Violine an der Musikhochschule in Groningen und unterrichtete dann an der Hochschule für Künste Bremen. Heute unterrichtet er im Rahmen der
neuen Akademie der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen,
beim Pärnu Music Festival sowie in der Akademie des Balthasar
Neumann Ensembles.
In der Kölner Philharmonie war Florian Donderer zuletzt im Juni
2016 mit dem Signum Quartett zu Gast.
18
KölnMusik-Vorschau
Januar
DI
10
20:00
MI
04
Evan Hughes Bassbariton
Sophie Cherrier Flöte
20:00
Filmforum
Les Cris de Paris
Ensemble intercontemporain
Gregor A. Mayrhofer Dirigent
Around the World in 50 Concerts
(Om de wereld in 50 concerten)
NL 2014, 94 Min.
Regie: Heddy Honigmann
Mit dem Königlichen Concertgebouworchester Amsterdam
Werke von Benjamin Attahir,
Jay Schwartz, Gregor A. Mayrhofer,
Matthias Pintscher und Morton
Feldman
Frauke Bernds 2014 Manager Planning & Production des Concertgebouw
Orchesters
Inspiriert von der Pariser »Fontaine
Stravinsky«, von der Salzburger Skulptur »Hommage à Mozart«, vom Kölner Relief »Große Huldigung an das
technische Zeitalter«, Anselm Kiefers
A.E.I.O.U. und der Rothko Chapel in
Houston, Texas Kunst im öffentlichen
Raum an Fassaden, auf Straßen und
Plätzen – was auf Reisen zum Sightseeing- oder Foto-Objekt werden kann,
wie z. B. die Mozartskulptur von Markus
Lüpertz in Salzburg oder die Fontaine
Stravinsky von Jean Tinguely und Niki
de Saint Phalle neben dem Centre Pompidou in Paris, wird in der eigenen Stadt
häufig übersehen. Oder kennen Sie das
Relief »Große Huldigung an das technische Zeitalter« von Arnaldo Pomodoro
am Gebäude der VHS in Köln?
Die Kompositionen dieses Konzertes
öffnen Ohren und Augen für die uns im
Alltag umgebenden Kunstwerke, indem
sie die ihnen innewohnende Energie
übersetzen, verstärken und sinnlich
erfahrbar machen.
Louwrens Langevoort Moderation
Im Jahr 2013 tourte das Königliche
Concertgebouworchester Amsterdam
durch die ganze Welt, um sein 125. Jubiläum zu feiern: 50 Konzerte verteilt über
sechs Kontinente. Vor dem Film findet
ein Gespräch mit Frauke Bernds statt.
Karten an der Kinokasse
KölnMusik gemeinsam mit dem
Internationalen Frauenfilmfestival
Dortmund | Köln e. V.
DO
05
20:00
Lisa Batiashvili Violine
Königliches Concertgebouworchester Amsterdam
Sir Antonio Pappano Dirigent
Gefördert durch das
Kuratorium KölnMusik e. V.
Anatolij Ljadov
Le Lac enchanté
(Der verzauberte See) op. 62
Legende für Orchester
18:00 Fritz Thyssen Stiftung
Blickwechsel Musik und Kunst
»Skulpturen-Klang«
Peter Iljitsch Tschaikowsky
Konzert für Violine und Orchester
D-Dur op. 35 ČS 54
Antonín Dvořák
Sinfonie Nr. 9 e-Moll op. 95 B 178
»Aus der Neuen Welt«
A
●
Internationale Orchester 3
19
DO
MI
12
11
21:00
Stadtgarten
20:00
Dagmar Manzel Gesang
TRIPCLUBBING
Orchester der Komischen Oper Berlin
Michael Abramovich Musikalische
Leitung, Klavier
Georg Conrad Elektronik
Carte blanche für Georg Conrad: Der
langjährige Partner von TRIPCLUBBING,
der zu den unterschiedlichen Programmen dieser Konzertreihe zahlreiche
groovende Remixe kreiert hat, kuratiert
diesmal selbst das Programm und wählt
die mitwirkenden Musiker und aufgeführten Werke aus. Auch viele musikalische Weggefährten des Kölner DJs,
Produzenten und Vollblutmusikers werden mit Conrad die Bühne des Stadtgartens in Schwingungen versetzen.
Barrie Kosky Szenische Einrichtung
MENSCHENsKIND
Dagmar Manzel singt
Friedrich Hollaender!
A
●
Operette und … 3
DO
12
20:00
SA
Wadada Leo Smith tp
14
Vijay Iyer Trio
Vijay Iyer p
Stephan Crump b
Justin Brown dr
20:00
Tomatito Gitarre
Tomatito Hijo Gitarre
Kiki Cortiñas Gesang
El Potro Gesang
Julián Heredia Bass
El Johny Percussion
David Paniagua Tanz
Vijay Iyer Trio
A Cosmic Rhythm With Each Stroke
(Wadada Leo Smith, Vijay Iyer)
Das Album »Cosmic Rhythm With Each
Stroke«, das dem zweiten Teil des Konzerts zugrunde liegt, präsentiert Vijay
Iyer und sein Vorbild, Freund und Lehrer
Wadada Leo Smith. Früher spielte Vijay
Iyer regelmäßig in Wadada Leo Smith’s
Golden Quartet. In dieser Zusammenarbeit kam es nicht selten vor, dass die
beiden Musiker ein innermusikalisches
Duo innerhalb der Formation bildeten
und gleichsam zu einer Stimme verschmolzen. Diese Verbindung war für
beide so fruchtbar, dass sie 2015 dieses
Duo-Album aufnahmen. Bevor aber
Iyer mit Smith, der einst vom Magazin
DownBeat als »One of the 80 Coolest
Things in Jazz Today« tituliert wurde,
auf die Bühne tritt, erlebt das Publikum
das Vijay Iyer Trio, mit dem der Pianist,
seinem Vorbild gleich, zahlreiche Preise
gewann. Erst kürzlich wurde ihm der
Preis der Deutschen Schallplattenkritik
verliehen.
A
●
Bereits mit 15 Jahren wurde José
Fernández Torres, genannt Tomatito,
von der Flamenco-Legende Camarón
de la Isla entdeckt und gefördert. Heute
gilt Tomatito als einer der begnadetsten
Flamenco-Gitarristen unserer Zeit. In
seinem neuesten, bereits mit einem
»Latin Grammy« ausgezeichneten
Programm, präsentiert Tomatito mit
seinem Septett Flamenco, der tief in der
Tradition verwurzelt und höchst modern
zugleich ist.
Jazz-Abo Soli & Big Bands 4
20
Foto: Fabien Monthubert
Sonntag
22. Januar 2017
20:00
Emmanuel Pahud Flöte
Kammerakademie
Potsdam
Trevor Pinnock Dirigent
Werke von Joseph Haydn,
Wolfgang Amadeus Mozart und François Devienne
Seit 25 Jahren ist Emmanuel Pahud Soloflötist der Berliner Philharmoniker, aber auch die Kammermusik ist eine Passion für ihn.
Mit dem von ihm mitgegründeten französischen KammermusikFestival »Musique à l’Empéri« und dem Bläserensemble »Les Vent
Français«, aber auch mit der Kammerakademie Potsdam und dem
Cembalisten und Dirigenten Trevor Pinnock erfüllt sich Pahud
diese Leidenschaft und begeistert damit ein weltweites Publikum.
SO
SA
15
21
15:00
Filmforum
20:00
Gerhild Romberger Alt
Der Lieblingsfilm von Avi Avital
Wiener Philharmoniker
Ingo Metzmacher Dirigent
Everything is illuminated –
Alles ist erleuchtet
USA 2005, 106 Min., FSK 12
Regie: Liev Schreiber
Mit: Elijah Wood, Eugene Hutz,
Laryssa Lauret, Stephan
Samudovsky, uvm.
Anton Webern
Sechs Stücke für großes
Orchester op. 6
Karl Amadeus Hartmann
Sinfonie Nr. 1
(Versuch eines Requiems)
für Alt und Orchester
Medienpartner: choices
KölnMusik gemeinsam
mit Kino Gesellschaft Köln
Karten an der Kinokasse
Dmitrij Schostakowitsch
Sinfonie Nr. 11 g-Moll op. 103
»1905 god« (»Das Jahr 1905«)
KölnMusik gemeinsam mit der
Westdeutschen Konzertdirektion Köln
SO
A
●
15
20:00
Novus String Quartet
Jaeyoung Kim Violine
Young-Uk Kim Violine
Seungwon Lee Viola
Woongwhee Moon Violoncello
Das Kleine Wiener 2
Köln-Zyklus der
Wiener Philharmoniker 4
SO
22
16:00
Joseph Haydn
Streichquartett B-Dur op. 64,3
Hob. III:67
Christopher Park Klavier
Nominiert von Wiener Konzerthaus
und Musikverein Wien
Isang Yun
1. Streichquartett
Hugo Wolf
Serenade G-Dur
Ludwig van Beethoven
Sonate für Klavier Nr. 10 G-Dur
op. 14,2
Edvard Grieg
Streichquartett Nr. 1 g-Moll op. 27
Igor Strawinsky
Trois Mouvements de Pétrouchka
A
●
Olga Neuwirth
TRURL-TICHY-TINKLE
Quartetto 3
Johannes Brahms
Variationen und Fuge über ein
Thema von Händel B-Dur op. 24
15:00 Einführung in das Konzert
15:45 Familiensache –
gemeinsam ins Konzert
A
●
22
Rising Stars –
die Stars von morgen 4
Mittwoch
8. Februar 2017
20:00
Jean-Guihen Queyras Violoncello
Chamber Orchestra of Europe
Yannick Nézet-Séguin Dirigent
Werke von Mozart, Haydn und Beethoven
Foto: Hans van der Woerd
Das Chamber Orchestra of Europe, das sich unter anderem mit
seinen mehr als 250 Einspielungen einen Namen machte, präsentiert Mozarts Prager Sinfonie, Haydns erstes Cellokonzert und
Beethovens 6. Sinfonie. Den Cellopart übernimmt Jean-Guihen
Queyras. Der französische Cellist war langjähriges Mitglied von
Pierre Boulez’ Ensemble intercontemporain und ist häufig auch
mit Kollegen der Kammermusik zu erleben.
Um 19 Uhr hält Oliver Binder eine Einführung in das Konzert.
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Herausgeber: KölnMusik GmbH
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Redaktion: Sebastian Loelgen
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Textnachweis: Der Text von Guido Fischer
ist ein Originalbeitrag für dieses Heft.
Fotonachweise: Avi Avital © Uwe Arens/DG;
Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen
© Oliver Reetz; Florian Donderer © Giorgia
Bertazzi
Gesamtherstellung:
adHOC ­Printproduktion GmbH
Foto: Harald Hoffmann
Wiener
Philharmoniker
Ingo Metzmacher Dirigent
Gerhild Romberger Alt
Werke von Anton Webern, Karl Amadeus
Hartmann und Dmitrij Schostakowitsch
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Samstag
21.01.2017
20:00