- Kármán Hochschulzeitung

KOSTENLOS
&
VIERSEITIG
Nr. 140
KÁRMÁN
2x2 Theaterkarten zu gewinnen! - Seite 4
STUDENTISCHE ZEITUNG DER RWTH AACHEN
07. Dezember 2016
Weihnacht No Gender: Anderssein heute ganz normal!? KurzNotiert
berfüllte Fußgängerzonen, hektiÜ
sche Menschen und gestopfte Gänse - Jeder weiß sofort, es handelt sich
um die schönste Zeit des Jahres. Frei
nach dem Motto: Ihr Kinderlein kommet und kaufet! Und weil das Ganze so
schön ist, wird die Saison jedes Jahr früher eingeläutet. Würde man sich ein
Beispiel am Kommerz nehmen, müsste
hier etwas über Osterhasen und bunte
Eier stehen. Ein Text über Weihnachten
hätte demnach eher in den August gepasst. Genauso, wie seit einigen Jahren
auch die Christstollen neben Saisonartikel wie Schwimmringen liegen. Der Vorteil ist ganz klar: Im Sommer ist
besseres Wetter, man geht mehr an die
frische Luft, bewegt sich mehr. Demnach haben Lebkuchen und Co. weniger
Chancen anzusetzen. Es soll ja wirklich
Menschen geben, die sich im August
zehn Packungen Dominosteine kaufen,
um an Weihnachten keinen Appetit
mehr darauf zu verspüren. Das Winterspeck-Problem ist damit also gelöst.
Bei vielen sorgt das übertriebene
Konsumverhalten und vor allem der
direkte Übergang von Sommerhitze in
Glühweinstimmung dafür, dass sie
überhaupt keine Lust mehr auf einen
Weihnachtsmarktbesuch verspüren.
Gemeinsames froh und munter sein
funktioniert demnach nicht mal mehr
mit einer Tasse Glühwein in der Hand.
Es entsteht eine allgemeine Verdrossenheit gegenüber dem Fest der Liebe.
Währenddessen diskutiert noch manch
anderer pausenlos, was denn nun richtig und echt ist, das Christkind oder
der Weihnachtsmann?! Und wie passt
dort eigentlich der Nikolaus hinein?
Denn in Wahrheit sind das die wirklich
wichtigen Fragen der Weihnachtszeit,
oder?! Nicht zu vergessen natürlich,
die Frage nach den Geschenken, die
man erhalten wird.
Eigentlich muss man doch vor allem froh sein, dass es den Osterhasen
wenigstens in unseren Köpfen gibt,
denn sonst wäre wohl mittlerweile das
ganze Jahr über Weihnachten. Nur leider nicht in unseren Köpfen und Herzen, sondern wie es sich für eine
ordentliche Konsumgesellschaft gehört, dort wo sich möglichst viel Profit
daraus schlagen lässt.
Warum jede_r gleich Mensch ist
Äthiopische Delegation besucht die RWTH
„Was ist Menschlichkeit?“ war auch beim Poetry Slam die zentrale Frage des Abends. (Foto: Jana Mahalingam)
Frauen können nicht einparken, Fuß- Poetry Slam, bei dem sechs Slamme- „Wie begegne ich meinem Körper?“
ball ist nur was für Männer, Weinen rinnen und Slammer mit mindestens sowie eine Fashion-Show. Abgerundet
ist ein Zeichen von Schwäche. Ste- einem dem Motto getreuen Text an- wurden die Aktionstage von einer Abreotypen und Ideologien wie diese traten. Die 45-jährige Lehrerin und schlussparty im Hotel Europa.
findet man nicht selten in unserer zweifache Mutter Theresa Sperling
Gesellschaft. In den Köpfen vieler entschied dabei das Rennen für sich Fokus auf Menschen, die sich
Menschen sind das fest verankerte und begeisterte mit ihren bewegenden nicht gesehen fühlen
Vorstellungen, die insbesondere der Abschlussworten „Menschen kann „Wir [das GSP] wollen alle vertreten“,
Kategorie „Geschlecht“ geschuldet man abschieben, ihre Träume aber betont Lara. Diskriminierung gebe es
sind. Bei den Aktionstagen „männ- nicht“ die gesamte Aula im Hauptge- schließlich in jede Richtung, nicht nur
lich, weiblich... menschlich!?“ wurde bäude. Gänsehautmomente schaffte Männern gegenüber Frauen, sondern
vom 1 4. - 26. November ein Blick auch Zweitplazierter Jean-Philippe auch umgekehrt. Besonders aufmerküber den Tellerrand gewagt – eine Kindler. Seine Message: „Wir müssen sam sollte jedoch auf diejenigen gePerspektive weit entfernt von unrea- lernen, dass das Geschlecht rein gar macht werden, die auf wenig
listischen Idealvorstellungen und nichts über den Charakter aussagt.“
Verständnis in der Gesellschaft stostarren Rollenbildern.
Gefordert wird immer wieder mehr ßen; Menschen, die sich nicht gesehen
Unabhängig von Geschlecht und sexueller Orientierung sollte an diesen
Tagen in Aachen vor allem die Gleichwertigkeit aller Menschen betont werden. Die vom Gleichstellungsprojekt
der Studierendenschaft (GSP), den
(Maren Kaster) ASten von RWTH und FH, dem
Queerreferat u.v.m. ins Leben gerufenen Workshops, Vorträge und DebatFreibier!
... gibt es bei uns zwar nicht (im- ten boten dabei viel Stoff zum
mer), aber doch Hinweise, wie Nachdenken über Diskriminierung,
man nachhaltiger und vor allem Sexismus und Geschlechterrollen.
grundseriös Aufmerksamkeit er- „Wir wollen diese wichtigen Themen
regt. Schau einfach einmal bei ei- auf eine coole Art und Weise ansprener unserer Redaktionssitzungen chen“, erklärt Lara Bohne, seit Februvorbei. Eine Email zur Ankündi- ar 2016 vom Studierendenparlament
gung an [email protected] gewählte Gleichstellungsprojektbeauftragte. Ziel sei eine offenere Kommugenügt!
nikation, mehr Leute auf die
aufmerksam zu maINHALTSVERZEICHNIS Problematiken
chen und vor allem mehr Studierende
zu erreichen als in den Vorjahren. Von
Seite 2
„Sexistische Kackscheisse“ in „MännKommentar: Let's Talk About Sex
lich, weiblich... menschlich!?“ wurde
Welt: Klimakonferenz in Marrakesch die Veranstaltungsreihe umbenannt.
Start-Ups: Neues vom Sonnenwagen Das soll dem Projekt neuen Aufschwung geben: „Wir wollten das
Seite 3
Ganze positiver darstellen, mehr die
Rezension: Die Känguru-Chroniken Menschlichkeit betonen“, so die PsyHinter den Kulissen: Uni-PR
chologiestudentin.
Veranstaltungen
Vielfalt an Angeboten
Seite 4
So bunt und verschieden wie PersönAachen: Weihnachtsmarkt
lichkeiten sein können, so abwechsBackstube: Kármán Kekse
lungsreich war auch das angebotene
Kreuzworträtsel + Gewinnspiel
Programm. Den Anfang machte ein
Toleranz gegenüber homo-, bi-, transund intersexuellen Menschen, aber
was genau heißt das eigentlich? Was
bedeutet das Thema „Geschlecht“ für
mich persönlich? Diese und viele weitere Fragen wurden bei dem Workshop „Was ist (m)ein Geschlecht?“ in
aufgeschlossener Atmosphäre diskutiert.
„Die Kategorie 'Geschlecht' ist omnipräsent in unserer Gesellschaft. Niemand kann sich einer Zuweisung
entziehen, dabei ist die binäre Geschlechtereinteilung ein wissenschaftliches Modell“, erzählen Marlin und
Sasha in ihrem Vortrag. Oftmals werde vergessen, dass die Wirklichkeit
nicht einfach „schwarz und weiß“ sei.
„Es ist uns als Menschen wichtig, alles mit Labels zu versehen, dabei
muss man aber aufpassen, da dies
nicht nur deskriptiv, sondern auch
präskriptiv sein kann“, erklären die
beiden weiter. Neben einem informierenden Einleitungsvortrag wurde bei
dem Workshop auch eine gemeinsame
Plattform geschaffen, in der persönliche Geschichten geteilt werden konnten. Ein respektvoller Austausch und
Umgang miteinander war dabei
Grundvoraussetzung, ebenso wie bei
allen übrigen Veranstaltungen.
Weitere Programmhöhepunkte boten ein Vortrag über geschlechtssensibles Aufwachsen, ein Workshop über
Body Positivity rund um die Frage
fühlen, weil sie nicht der „Norm“ entsprechen. „Überdenkt euer Schubladendenken!“, „Lasst jede und jeden so
sein, wie er oder sie ist!“, das sind die
zentralen Botschaften der Aktionstage. „Jeder Mensch ist individuell und
das ist schön und gut so“, sagt die
GSP-Beauftragte. Eine Möglichkeit
Randgruppen besser zu integrieren,
seien z.B. geschlechtsneutrale Toiletten, damit sich auch Menschen, die
sich keiner der beiden klassischen Geschlechtern zugehörig fühlen, nicht
verstecken müssen. „Ziel soll sein,
dass es irgendwann gesellschaftlich
akzeptiert ist, sich auch außerhalb der
Kategorien männlich und weiblich zu
bewegen“, so die 22-Jährige.
Keine Generalkritik
„Verbesserungsvorschläge für das
nächste Jahr wären vielleicht noch etwas mehr Musik, Kunst und Farbe“,
überlegt Lara. Auf die Frage, ob es
auch kritische Stimmen gegeben habe,
reagiert sie überrascht. Von einer Generalkritik habe sie nichts mitbekommen, es habe durchweg positives
Feedback gegeben. Mit einem so
großen Andrang wie dem beim Poetry
Slam sei nicht zu rechnen gewesen
und auch sonst seien die Veranstaltungen auf viel Interesse gestoßen, resümiert sie begeistert.
(Rebecca Zachel)
Die RWTH wird dem TVET-Institut
(die zentrale Ausbildungsstätte für
äthiopische Berufsschullehrer) bei der
Ausbildung dieser Lehrer helfen. Das
Institut ist schwerpunktmäßig Anlaufstelle für eine Ausbildung des Lehramts
für gewerblich-technische Schulen und
möchte in Zukunft Bildungsforschung
betreiben, damit bildungspolitische
Entscheidungen Äthiopiens auf Basis
solider Daten möglich wird. Im Rahmen der Kooperationsvereinbarung hat
jetzt eine Ministerdelegation eine Reise
nach Aachen unternommen, um nähere
Details vorzustellen und zu besprechen.
Das sogenannte Twinning-Programm,
das auch durch die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit unterstützt wird, umfasst die
Mithilfe in den Bereichen Mobilität,
Forschung und Qualität. Seitens der
RWTH beteiligen sich die Fachdidaktiken der gewerblich-technischen Lehramtsausbildung, das Zentrum für
Lehrerbildung und das Institut für Erziehungswissenschaft in koordinierender Funktion. Die Hochschulleitung ist
Teil eines Steering-Komitees, das das
Programm berät. In den nächsten zwei
Jahren sollen am TVET-Institut ein
Forschungszentrum etabliert und Promotionsprojekte sowie ein Austausch
von Lehrenden und Studierenden unterstützt werden.
Herausragende
Leistungen
Auch in diesem Jahr wurden im Rahmen einer Feierstunde wieder 28 Studierende,
Doktoranden
und
Habilitanden für ihre überdurchschnittlich guten Leistungen mit dem Friedrich-Wilhelm-Preis 2016 geehrt. Ausgezeichnet wurden insgesamt vierzehn
Masterarbeiten, elf Dissertationen und
drei Habilitationen. Die Friedrich-Wilhelm-Preise werden von der gleichnamigen Stiftung verliehen, die im Jahre
1865 von der Rechtsvorgängerin der
heutigen Aachener und Münchener Beteiligungsgesellschaft ins Leben gerufen
wurde. Das zentrale Anliegen und Ziel
der Forschung ist die Förderung von
Forschung und Lehre sowie die Unterstützung von Studierenden und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an
der RWTH Aachen.
Belgische Bierkultur
wird Weltkulturerbe
Das belgische Bier mitsamt seiner Kultur wird Weltkulturerbe. Die Ministerin
für Kultur, Beschäftigung und Tourismus der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgien (DG) teilte mit, dass es
einen Platz auf der Unesco-Liste des
immateriellen Weltkulturerbes bekommt. Die DG hatte – mithilfe von
Brauereiverbänden, Biertestervereinigungen, Bierförderern, Nichtregierungsorganisationen und Ausbildungseinrichtungen – einen entsprechenden
Antrag gestellt, dem nach einem strengen Bewertungsverfahren nun stattgegeben wurde. Bei der Überprüfung
fielen vor allem die Maßnahmen zum
Schutz und zur Förderung der Bierkultur sowie die Einrichtung eines Observatoriums als Beobachtungsstelle für
die Bierkultur ins Gewicht.
(Sarah Billen)
Let's Talk
About Sex
Kommentar
Meine Damen und Herren, bitte treten
Sie näher und genießen Sie mit uns
das Spektakel. Heute präsentieren wir
Ihnen das 21. Jahrhundert. Kaum etwas ist unmöglich, die Freiheit ist
grenzenlos und die Darstellung von
Individualität ist das wichtigste Gütesiegel jedes Einzelnen. Sich abgrenzen,
individuell sein und trotzdem irgendwie mit dem Strom schwimmen. Denn
als Außenseiter sieht sich wohl kaum
jemand wirklich gerne, nicht wahr verehrtes Publikum? Doch wie kann das
funktionieren – anders und gleichzeitig doch gleich sein. Darauf können
wir Ihnen hier leider keine endgültige
Antwort geben, aber es sollte doch
klar sein, dass egal wie gleich oder wie
anders jemand ist, jede_r gleich
Mensch ist. Ich betone noch einmal,
wir befinden uns schließlich im 21.
Jahrhundert. Es spielt keine Rolle, ob
eine Person einen weiblichen oder
einen männlichen Vornamen trägt,
keinen, einen oder viele Rettungsringe
um den Bauch geschnürt hat, sich einer traditionellen Geschlechterrolle
verpflichten möchte oder eben nicht.
Es soll keine Diskriminierung geben,
alle sollen gleichgestellt sein und Toleranz ist das höchste Gebot. Verehrtes
Publikum, Sie denken das ist klar und
selbstverständlich? Wohl kaum, wenn
es notwendig ist, eine Themenwoche
mit der Thematik „Jede und jeder darf
so sein, wie er oder sie ist“ zu veranstalten. Schockierend finden Sie das!?
Doch meine Damen und Herren, so
überraschend ist die ganze Sache auf
den zweiten Blick wohl doch nicht,
wenn Sie sich einmal umschauen. Abwertende Blicke auf homosexuelle
Paare, die unberechtigte Gender Pay
Gap, das generische Maskulinum wohin das Auge reicht, die Erstarkung
rechtskonservativer Parteien und nicht
zuletzt als i-Tüpfelchen dieser kurzen
Aufzählung, der Sieg Trumps bei den
US-Präsidentschaftswahlen im vergangenen Monat. Ein Sieg, obwohl
Trump nicht nur einmal durch sexistische und ausländerfeindliche Äußerungen in den Medien Einzug erhielt.
Das ist schwer zu verstehen und
gleichzeitig die Wahrheit, mit der sich
im Endeffekt immer alle herumschlagen müssen – auch Sie.
Als Fazit präsentiere ich Ihnen nun
daher, dass es notwendig und wichtig
ist, diese Thematik – die Gleichwertigkeit aller Menschen – zu behandeln,
stets zu fokussieren und in den Köpfen
der Menschen zu verankern. Und
warum ist alleine dem Geschlecht
überhaupt so viel geschuldet? Wie
kann es sein, dass Frauen immer noch
weniger als Männer verdienen, sie dafür aber eigene Fitnessstudios, häufig
eigene Saunazeiten und -bereiche und
Frauenparkplätze haben? Selbst beim
Weitsprung, Weitwurf und beim Sprint
im Schulsport müssen Mädchen weniger für dieselbe Note leisten. Nun ja,
das alles sind positiv gemeinte Regelungen und Angebote, die Frauen aber
irgendwie auch Schwäche und Schutzbedürfnis zuschreiben, oder etwa
nicht? Dann sind ja schon wieder nicht
mehr alle gleich. Es scheint, als ist und
bleibt dieses Thema eine schwierige
Angelegenheit. Aber das nur so als
kurzer Randgedanke. Ich danke Ihnen
für Ihre Aufmerksamkeit.
Seite 2
Gastbeitrag: Klimakonferenz in Marrakesch
Worum geht’s?
Vom 07. bis zum 18. November trafen
sich etwa 25.000 Menschen aus aller
Welt in Marrakesch zur diesjährigen
COP22, der Klimakonferenz der Vereinten Nationen. Nachdem im vergangenen Jahr mit dem Pariser
Abkommen ein ambitionierter Weltklimavertrag verabschiedet wurde,
ging es in Marokko vor allem um
technische Fragestellungen der Umsetzung, sowie die Steigerung der Klimaschutzziele der einzelnen Länder.
Im Pariser Abkommen hatten sich
die 195 Staaten der UN-Klimarahmenkonvention darauf geeinigt, dass
die Klimaerwärmung auf maximal 2
Grad, besser jedoch 1,5 Grad, beschränkt werden soll. Vor allem durch
die Einsparung von Treibhausgasemissionen soll dieses Ziel erreicht werden.
Die Folgen der bereits stattfindenden
Klimaerwärmung, wie veränderte Niederschlagsmuster oder Anstieg des
Meeresspiegels, sollen gleichzeitig
durch Anpassungsmaßnahmen möglichst geringe Auswirkungen auf das
menschliche Leben haben. Anpassung
spielt dabei vor allem in Entwicklungsund Schwellenländern eine zentrale
Rolle und erfordert die finanzielle Unterstützung durch die Industriestaaten.
Die Verhandlungen in Marrakesch
waren also eine Bewährungsprobe, ob
das Pariser Abkommen mehr als nur
ein Lippenbekenntnis wird und tatsächlich ein wirksames Instrument für
den globalen Klimaschutz bedeuten
kann.
Klimaschutz? Nay!
Auch bei der Klimakonferenz hat
Trumps Wahl zum Präsidenten für
Furore gesorgt. Die USA hatten bei
der Erarbeitung des Pariser Abkommens eine wichtige, konstruktive Rolle
gespielt. Sofern man Trumps Wahlkampfaussagen glauben darf, soll nun
damit Schluss sein. Nichtsdestotrotz
betonten Ländervertreterinnen und
-vertreter, dass sich der globale Klimaschutz dadurch nicht aufhalten lassen könne, da Klimaschutz inzwischen
auch gemeinhin wirtschaftlichen Fortschritt bedeuten würde.
So stoppen wir den Klimawandel
US-Außenminister John Kerry und der ehemalige marokkanische Botschafter Aziz Mezouar eröffnen die COP22.
Die im Vorfeld als „Aktionskonferenz“ deklarierte COP22 war in Bezug auf die Fortschritte in den
Verhandlungen eher enttäuschend. So
hatte man politische Zusagen bei der
Klimafinanzierung und Ambitionssteigerung erwartet, verhandelt wurde
jedoch überwiegend über den Aufbau
von Kapazitäten in Entwicklungsländern - ebenfalls ein wichtiges Thema.
Es wurde allerdings versäumt, die
Lücke der Klimaschutzziele für
1,5°C-Ziel und 2,8°C bis 3,6°C-Realität zu thematisieren und insbesondere
die Industrieländer zur Verschärfung
der nationalen Ziele zu bewegen. Bereits vor Verabschiedung der Pariser
Abkommens waren die Länder dazu
aufgefordert worden, unverbindliche
Klimaschutzziele zu veröffentlichen.
Dass diese aufgrund mangelnden Vertrauens in die globale Beteiligung wenig ambitioniert ausfallen würden,
war nach dem Aus des Kyoto-Protokolls zu erwarten. Dennoch senden
inzwischen weltweit Länder und Unternehmen sehr positive Zeichen, den
Klimaschutz aktiv vorantreiben zu
wollen. Deswegen wäre eine Nachjustierung der nationalen Klimaschutz-
ziele nicht nur möglich, sondern wie
wissenschaftliche Beurteilung zeigen,
auch bitter nötig.
Klimaschutz? Jay!
Am letzten Tag der Verhandlungen
gaben die rund 50 Länder des Climate
Vulnerable Forum bekannt, dass sie
so schnell wie möglich fossile Brennstoffe durch erneuerbare Energien ersetzen werden. Sie setzen damit die
Industrieländer unter Druck, die sich
bisher mit einem klaren Bekenntnis
zum Ausstieg aus Kohle und Konsorten schwertun. Dabei sind genau solche Zusagen erforderlich, um
Investitionen und Subventionen in
diesem Bereich so schnell wie möglich
abzubauen um spätestens 2050 weltweit emissionsneutral zu sein.
Was in Marrakesch auch deutlich
wurde war, dass Klimapolitik nicht
mehr nur überwiegend eine nationalstaatliche Angelegenheit ist. So gibt es
inzwischen ein breites Band von regionalen, städtischen und unternehmerischen Initiativen, die auf
subnationaler Ebene Vorteile und
Chancen im Klimaschutz sehen und
diesen vorantreiben wollen.
Klimaschutz! Was jetzt?
In Marrakesch wurden auf technischer Ebene einige Fortschritte gemacht. Dennoch belegen die Zahlen,
dass der Weg zum 1,5°C-Ziel noch
sehr weit ist und die Zeit drängt. Innerhalb der nächsten vier Jahre wird
sich entscheiden, ob dieses Ziel überhaupt noch erreichbar ist. Denn auch
wenn die Ambitionen vieler Entwicklungs- und Schwellenländer derzeit
hoch sind, steht und fällt der globale
Klimaschutz mit den Zusagen der
großen Emittenten und Geldgeber.
Auf politischer Ebene ist es daher
wichtig, dass alle Industriestaaten
nachziehen, Langzeitstrategien ihrer
Klimaschutzziele vorlegen und darin
konkrete Pläne für den Ausstieg aus
fossilen Brennstoffen darlegen.
Julius Schlumberger studiert im 5. Semester Umweltingenieurwissenschaften
an der RWTH und ist seit Beginn diesen
Jahres Teil des Jugendbündnis Zukunftsenergie. Diese nehmen seit 2008 aktiv
als Vertretung der Zivilgesellschaft an
den Klimaverhandlungen der UN teil. In
diesem Zusammenhang war Julius als
Jugenddelegierter in Marrakesch vor
Ort dabei.
Neues vom Team Sonnenwagen
Langsam wird es ernst. In nicht einmal mehr einem Jahr wird das Team
Sonnenwagen der RWTH – sofern
alles klappt – zur World Solar Challenge in Australien antreten. Auf
dem Sonnenwagen-Tag am 1 8. November stellte das Team, gemeinsam
mit seinem Partner Huawei, offiziell
das Projekt vor. Dabei wurde auch
ein Modell des Sonnenwagens präsentiert.
Zur Erinnerung:
Die Mission des Teams Sonnenwagen
der RWTH Aachen ist es, mit einem eigens erstellten Solarwagen, an der
World Solar Challenge teilzunehmen.
Ziel des Wettbewerbs ist es, als erster
von Darwin nach Adeleide, also 3.022
Kilometer durch das Outback Australiens zu gelangen. Dabei geht es vor allem darum, neuste Fahrzeugentwicklung und modernes Energiemanagement vorzustellen und diese
unter extremsten Bedingungen zu testen. Die Autos sollen ausschließlich
(Luzia Schoser) mit Sonnenenergie betrieben werden.
Der Vorsatz des Team Sonnenwagen
ist es, nachhaltige Mobilitätskonzepte
und Solartechnologien zu entwickeln,
die zukunftstragend sind, und natürlich auch als erstes die Zielgerade zu
erreichen.
Jetzt wird es offiziell:
Am 18. November enthüllte das Team
erstmals ein Modell des Autos. Nach
Erstes Modell des Autos wird offiziell vorgestellt
einem Jahr detaillierter Planung kann
nun also der Bau des Solarwagens beginnen. Zudem wurde der Sponsor
Huawei durch Torsten Küpper, Vice
President und Director Corporate &
Public Affairs Huawei Technologies
Deutschland GmbH, vorgestellt. Dieser zeigt sich nach anfänglichen Zweifeln, ebenfalls überzeugt vom Erfolg
des Sonnenwagens. „Ich habe ehrlich
gesagt zuerst an eine etwas bessere
Seifenkiste gedacht, aber als ich dann
Modell des Sonnenwagens. (Foto: Maren Kaster)
sah, was dahinter steckt, hat es mir
die Schuhe ausgezogen.“ 45 Prozent
der Mitarbeiter von Huawei arbeiten
in der Forschung und Entwicklung.
Dem Unternehmen liegt es besonders
am Herzen, in diesem Bereich engagiert aufzutreten. Daher sichern sie
dem Team Sonnenwagen auch vor
Ort in Australien ihre volle Unterstützung zu. Auch Svenja Schulze, Ministerin für Innovation, Wissenschaft
und Forschung des Landes Nord-
rhein-Westfalen, äußerte sich zu dem
außergewöhnlichen Vorhaben des
Teams und lobte deren Ehrgeiz sowie
den Mut, neue Wege zu gehen. „Ich
finde es klasse, dass sie [die Teilnehmer] sich neben ihrem Studium für ein
solches Projekt engagieren.“ Auch
hält sie es für enorm wichtig, dass es
junge Menschen gibt, die sich mit zukunftsweisender Innovation auseinandersetzen.
(Maren Kaster)
Seite 3
Die Känguru-Chroniken
Eine Rezension zu Matthias Fuhrmeisters Inszenierung im Mörgens Theater Aachen
Ein sprechendes Känguru, das den
Tag am liebsten in einer Hängematte verbringt und eine Not-To-Do
Liste erstellt - nur was für Kinder?
Ganz im Gegenteil. „Das vorlaute
Beuteltier“, wie es im Untertitel der
Buchreihe des zweimaligen deutschen Poetry-Slam Meisters MarcUwe Kling heißt, ist von Beruf Kommunist und beschäftigt sich
wortwörtlich mit Gott und der Welt.
Gespräche und Witze über Politik,
Gesellschaft und Religion sind in
der etwas ungewöhnlichen WG von
Kleinkünstler und Känguru an der
Tagesordnung.
Mit dem beeindruckenden Aufgebot
von nur vier Akteuren, darunter das
kommunistische Känguru (Marie Hacke), sein Mitbewohner, der Kleinkünstler (Martin Krah), der wandlungsfähige Simon Rußig in verschiedenen Rollen, sowie Malcolm Kemp,
der für musikalische Unterhaltung
sorgte, lösten die Känguru-Chroniken
große Begeisterung beim Aachener
Publikum aus.
Die bekannten Hörbuchgeschichten wurden in ein abwechslungsreiches und aufregendes Stück verwandelt, welches in der eher intimen
Atmosphäre des kleinen Theatersaals
Mörgens besonders aufblühte. Eine
kleine Bühne in Kombination mit geschickt eingesetzten Requisiten und
talentierten Schauspielern sorgten dafür, dass alle Vorstellungen seit der
Premiere restlos ausverkauft waren.
Ausdrucksstarke Performance
Erste Überraschung: Das Känguru
wurde von einer Frau gespielt. Scheint
auf den ersten Blick ungewöhnlich,
war im Nachhinein jedoch genau die
richtige Entscheidung, da wohl niemand anderes die Hauptrolle so überzeugend und der Vorlage getreu hätte
verkörpern können wie die 27-Jährige
Marie Hacke.
Zweite Überraschung: Nur ein ein-
Re i h e
Sa., 1 0.1 2.201 6, 23 Uhr
Miez Miez
Hotel Europa
Nach der letzten Sause sind Baldur
und Chris Brid wieder bereit, euch
mit House, Deep House und Techno
auf die Tanzfläche zu locken. Auch
der Miez Miez Cocktail ist mit am
Start! Wer zwischendurch eine kurze
Pause brauchtchillt eine Runde im
Wohnzimmer, um danach frisch weiterfeiern zu können. Ab 20 Uhr
könnt ihr euch außerdem mit Cocktails für billig auf die durchtanzte
Nacht einstimmen!
1 5. - 1 8.1 2.201 6, 20 Uhr
The Summerville Sisters –
Weihnachtskonzert
ziger Schauspieler für alle Nebencharaktere, egal ob Frau vom Jobcenter,
Psychiater, Nachrichtensprecher, Kneipenwirtin, Nationalsozialist u.v.m., Simon Rußig schlüpfte in die verschiedensten Rollen.
Interessant: Dass der Kleinkünstler selber Theaterstücke und Lieder
schreibt, ist für einen waschechten
Känguru-Chroniken-Fan zwar nicht
weiter verwunderlich, dennoch erzielten die drehbuchartige Inszenierung
und die Live Musik eine ganz besondere Wirkung, ließen das Stück lebhafter und kreativer erscheinen. Für
Abwechslung sorgte auch der interaktive Beginn im Eingangsbereich des
Mörgens.
Das Stück begeisterte mit aufwendiger Satire, realen Lebenswahrheiten
und einer humorvollen Dynamik, die
das Publikum regelrecht mitriss. Wir
Das Känguru ist los! (Foto: Wil van Iersel)
waren positiv überrascht, wie der Regisseur es geschafft hat, nah am Original zu bleiben und gleichzeitig so viel
Neues zu liefern, dass selbst der gestandene Känguru-Fan noch einiges
zu entdecken hatte. Um es mit MarcUwe Klings Worten zu sagen: Da war
schon viel Schönes dabei.
Kommunismus, Känguru und
Komik
Positiv überrascht ist auch der Kleinkünstler als plötzlich ein Känguru vor
seiner Haustür steht.
Erst will es sich nur etwas Mehl
und Butter leihen, bald schon zieht
das anarchische Beuteltier, das am
liebsten Schnapspralinen isst, bei seinem Nachbar ein: Der Beginn einer
wunderbaren Freundschaft. Einer
Freundschaft, in der sich mit tagesaktuellen Themen wie Rassismus, Ste-
PR für die Hochschule
Zu Besuch bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
Ohne sie würde der Hochschulbetrieb
kaum laufen: Sie sind die heimlichen
Helden an der Uni. Doch oft wissen
wir gar nicht so genau, wer denn
überhaupt die Menschen sind, die
uns durch unseren Uni-Alltag begleiten. Dieses Mal: Thorsten Karbach
aus der Abteilung Presse und Kommunikation der RWTH.
reotypen, Vorurteilen und Flüchtlingen auf eine unterhaltsame Art und
Weise z.B. durch falsch zugeordnete
Zitate auseinandergesetzt wird. Durch
Anspielungen auf Karl Marx und
Auszüge aus dem Kommunistischen
Manifest gewinnen Begriffe wie Kommunismus oder Dissens-Gesellschaft
eine ganz neue Bedeutung. Nicht umsonst werden die Känguru-Chroniken
also von der Süddeutschen Zeitung
als „eines der zugleich tiefsinnigsten
und lustigsten Bücher seit langem“
bezeichnet und vom Musikexpress mit
dem Slogan „Zum Totlachen und
Klugwerden“ betitelt. Marc-Uwe
Kling gewann mit seiner humorvollen
Story bereits zahlreiche Kabarettpreise sowie den Deutschen Radio- und
den Deutschen Hörbuchpreis.
Das Da Theater
Die Summerville Sisters s(w)ingen für
euch die schönsten Christmas-Klassiker aus aller Welt. Lasst den Weihnachtsstress einfach Weihnachtsstress
sein und freut euch auf ein Konzert,
das den Close Harmony Gesang wieder aufleben lässt. Eine Hommage an
die magischen Dreiklänge der legendären Boswell Sisters und Andrew
Sisters. Karten gibt es im Theaterbüro
oder im Buchladen Pontstraße 39.
Preis: 29 Euro. Am 18.12. beginnt das
Konzert bereits um 18 Uhr.
Fr., 1 6.1 2.201 6, 1 5 Uhr
Gruppenberatung Zertifikat
Internationales
Humboldt-Haus, Pontstr. 41
Ihr möchtet bald ein Auslandssemester absolvieren, euch für die Internationalisierung eurer Hochschule
einsetzen oder bei der Betreuungsarbeit von internationalen Studierenden helfen? Dann erfahrt bei dieser
Gruppenberatung mehr über das
Zertifikat, das euch euer ehrenamtliches Engagement für die Integration
von Kommilitonen bescheinigt. Das
Zertifikat listet alles auf, was ihr
während eures Studiums für eure
Soft-Skills und die Betreuung inter(Rebecca Zachel) nationaler Studierender getan habt.
So habt ihr für spätere Bewerbungen
eure Fähigkeiten in einem Dokument
und auf einen Blick zusammen.
Noch Fragen? Dann stellt sie gerne
an der Uni
bei der Gruppenberatung! Eine AnWas gefällt Ihnen denn an Ihrem Job meldung ist nicht erforderlich.
hier?
Dass man auf allen Kanälen, die mittlerweile Öffentlichkeitswirksamkeit erzeugen, ganz viel gestalten kann und
jeden Tag aufs Neue auf spannende
Menschen trifft.
Und was nervt?
Ich habe noch keinen perfekten Parkplatz für mein Fahrrad gefunden…
Sie haben selber an der RWTH studiert. Hätten Sie damals damit gerechnet, hier mal zu arbeiten?
Verfolgen Sie denn selber die unterschiedlichen studentischen Medien
an der Hochschule?
Nein. Mein Studium hier war eher eine
spontane Entscheidung. Eigentlich
wollte ich Sport in Köln studieren. Das
hat aber nicht geklappt, und dann bin
ich letztlich in Aachen geblieben.
Ich kenne, glaube ich, noch nicht alle
– was ich aber ganz schnell ändern
werde. Gelesen habe ich beispielsweise
die Kármán und die relatif. Ich bin
der Meinung, es ist gut, dass es hier so
eine Vielfalt gibt. Ich finde die beiden
sehr hochwertig und verfolge sie auch
gerne.
Sie waren nach dem Studium sehr
lange in Aachen bei der Zeitung. War
das so geplant?
Ich denke jeder junge Journalist
träumt davon, mal bei der Zeit zu landen oder bei der Süddeutschen. Mein
Traum war es, im Sportjournalismus
Fuß zu fassen – aber den Traum erfüllen sich natürlich nur wenige. Und als
es dann möglich gewesen wäre, stand
es für mich nicht mehr zur Debatte.
Veranstaltungen
Karbach hat eine Skulptur im Büro – natürlich in RWTH-blau. (Foto: L. Biekowski)
aber nach so langer Zeit kam dann
einfach der Wunsch nach einer Veränderung auf. Mit 37 Jahren bin ich dafür wohl in einem guten Alter.
Gleichzeitig bin ich aber auch in
Sie waren also hier zufrieden?
Aachen sehr verwurzelt, und so war
Tageszeitungsjournalismus bei einer für mich relativ klar, dass jeder andere
ambitionierten Regionalzeitung ist auf Job auch in der Stadt oder der Region
jeden Fall eine echt spannende Aufga- liegen müsste.
be. Nichtsdestotrotz gab es irgendwann
den Moment, an dem ich bereit für Wieso dann zurück an die Uni?
eine neue Herausforderung war.
Ich war zuletzt für die Berichterstattung über die Hochschulen verantUnd so kamen Sie zu dem Job an der wortlich und wusste einfach, wie
RWTH?
spannend diese Welt hier sein kann.
Ich habe diesen Schritt nicht forciert, Und dann hat sich der Wechsel erge-
Sie sind also der Meinung, es ist
wichtig, dass es unterschiedliche
studentische Medien gibt?
ben. Es war wohl eine dieser Chancen,
die man nur einmal im Leben be- Total! Ich bin für Vielfalt. Eine Hochkommt.
schule verträgt so viele gute Medien,
wie gemacht werden. Für die öffentliFrüher konnten Sie auch kritisch über che Meinungsbildung innerhalb der
die RWTH schreiben, nun müssen Studierendenschaft ist das immens
Sie diese ja quasi verteidigen.
wichtig. Wir selbst als Hochschule
Genau. Ich denke, es ist ein Vorteil, können Publikationen rausbringen,
dass ich mich vorher in der anderen aber trotzdem wären es niemals PubliRolle befunden habe. Ich denke wei- kationen der Studierenden. Aufgrund
terhin sehr journalistisch. Wenn hier ihres offiziellen Charakters würden sie
ein kritisches Thema an mich heran- einfach nicht die Debattenkultur hagetragen wird, dann überlege ich erst ben, die die Studierenden, in dem sie
mal, welche Fragen hätte ich als etwas veröffentlichen, auslösen könJournalist gestellt, wenn ich davon nen.
erfahren hätte.
(Lara Biekowski)
01 .01 .201 7 – 31 .1 2.201 7
"Geschichte Aachens - Stadt Karls
des Großen"
Centre Charlemagne
Diese Dauerausstellung zeigt die bedeutendsten Aachener Figuren, Ereignisse und Geschichten von der
„Frühen Besiedlung“ (5. Jh. v. Chr. –
7. Jh. n. Chr.) – vor allem vom römischen Aachen – über das Mittelalter
und den „Ausbruch in die Moderne“
(19. Jh.) sowie Aachen als Kur- und
Industriestadt. Auch Aachen als Europastadt und Gastgeber des Karlspreises wird thematisiert. Immer mit
dabei: Karl der Große als Leitfigur, in
der die Geschichte Europas und Aachens aufeinander treffen. Die abschließende Medienstation „Aachen
heute“ beleuchtet die Meinungen der
Aachener zu ihrer Stadt. Eintritt: 5
Euro, für Ermäßigte 3 Euro.
Beginn 20 Uhr in der Aula des
Hauptgebäudes, ET 3 €.
Ben Hur
Di, 1 3.1 2.201 6
Neuauflage des Klassikers. Der jüdische Prinz Judah Ben-Hur wird von
seinem ehemalig besten Freund Messala, Sohn eines römischen Stadthalters, in die Sklaverei geführt.
Ben-Hur sinnt nach Rache und findet eine Möglichkeit als Wagenlenker
im Dienste des Scheichs Ilderim bei
einem Rennen in Rom.
(zusammengestellt von Sarah Billen)
Alle J ahre wieder
Seite 4
Der Aachener Weihnachtsmarkt verzaubert (fast alle)
Kreuzworträtsel
Manchmal braucht es eine ordentliche Portion Humor, um ernste Themen bes-
ser verarbeiten zu können. Das dachte sich auch Ingrid Lausund, die momentan mit ihrer Komödie „Benefiz – jeder rettet einen Afrikaner“ in ganz
Deutschland unterwegs ist. Darin thematisiert sie nicht nur das „leidige“ Thema der Spendensammlung, sondern behandelt auch die bei allen für Verwirrung
sorgende Frage der politischen Korrektheit, indem sie ihre Figuren von einem
Versprecher-Fettnäpfchen ins nächste stapfen lässt.
Bei uns könnt ihr 2x2 Karten für die Komödie am 28.12.2016 um 20:00 Uhr gewinnen. Was ihr dafür tun müsst? Beantwortet unsere
Gewinnspielfragen und schickt uns das Lösungswort bis
Montag,19.12.2016 über unsere Internetseite.
Viel Glück.
Umlaute werden nicht umschrieben. Von der
Teilnahme ausgeschlossen sind Mitglieder des Kármán
Hochschulzeitung e. V.
Der Weihnachtsmarkt an einem beliebigen Abend in der Woche – äußerst gut besucht! (Foto: Patrick Halbach)
Am 1 8. November war es so weit. sind der Meinung, dass vor allem die einfach zu stressig finden, gibt es hier
Der Aachener Weihnachtsmarkt, ur- Lage zwischen dem Rathaus und dem passend zur Adventszeit 4 Tipps, wie
sprünglich auch Aachener Printen- Dom, dem Aachener Weihnachts- man entspannter über den Weihmarkt genannt, öffnete seine Pforten markt seinen ganz besonderen Flair
nachtsmarkt kommt:
und lockt mit seinen mehr als 1 20 gibt und trotz seiner Größe eine fa- 1.) Erstmal auf zum Glühweinstand.
Ständen um das Rathaus und den miliäre und gemütliche Atmosphäre
Ob zu den besonders bei StudieDom erneut unzählige Weihnachts- herrscht.
renden beliebten Ständen „Wolke
liebhaber an. Der Aachener WeihJedoch finden sich auf dem Weih7“ und Oecher Glühweintreff
nachtsmarkt entstand in den 70er nachtsmarkt nicht nur die Mal-Kurzoder doch zu einem der vielen
Jahren und das er sich bis heute be- Entspannen-Besucher, sondern auch
Stände am Hexenhof, für jeden ist
währt, hat auch einen gutem Grund. die, die von etwas weiter weg anreietwas dabei.
Jährlich lockt dieser ungefähr 1 ,5 sen. So kommen zahlreiche Besucher 2.) Die Weihnachtsgeschenke sollte
Millionen Menschen nach Aachen unter anderem aus Belgien, Frankman am Besten bereits gekauft
und zählt mitunter zu einem der reich oder den Niederlanden. Mit
haben, das spart eventuelle Ausschönsten in ganz Deutschland. 201 5 vollen Bussen fahren sie am frühen
einandersetzungen mit anderen
wurde er sogar unter die Top 3 der Morgen los und verbringen den ganWeihnachtsbummlern.
schönsten Weihnachtsmärkte in ganz zen Tag friedlich auf dem Weih- 3.) Definitiv nicht unbedingt am WoEuropa gewählt.
nachtsmarkt. Jedoch geht es nicht
chenende aufkreuzen, denn dann
Wir sind über den Weihnachtsmarkt
geschlendert, haben einige Weihnachtsmarktliebhaber getroffen und
auch herausgefunden, wie verrückt
manche Menschen werden können,
wenn es darum geht, das passende
Geschenk zu finden.
Für viele ist der Weihnachtsmarkt
die perfekte Gelegenheit den stressigen Uni- oder Arbeitsalltag für einen
Moment zu vergessen und bei einem
heißen Glühwein mit Freunden den
Abend zu genießen. Viele Besucher
Impressum
Kármán erscheint zweiwöchentlich in
der Vorlesungszeit. Kármán fühlt
sich keiner Gruppierung verpflichtet.
Für namentlich gekennzeichnete
Artikel übernimmt der Autor die
Verantwortung.
immer besinnlich zu. Wenn man
ist es teilweise so überfüllt, dass
schon mehrere Jahre hinter einem
man einander näher kommt als eiStand steht, lernt man nicht nur die
nem lieb ist.
entspannten Besucher kennen, son- 4.) Ein Lächeln verschenken. Denn
dern auch diejenigen, die sich sogar
bei all dem Vorweihnachtsstress
um einen Adventskranz oder das
sollte man nicht vergessen, dass
letzte Reh „prügeln“. Doch gerade
die Adventszeit auch „die Zeit der
diese Überraschungen und das AufLiebe“ genannt wird und wir uns
einandertreffen der verschiedenen
alleine durch ein erwidertes LäNationalitäten gehören auf dem
cheln schon unbewusst entspannWeihnachtsmarkt dazu, damit die
ter fühlen können.
Arbeit immer spannend bleibt. Und
für diejenigen, die Weihnachtsmärkte
(Annemarie Hopf)
Kármán Plätzchen
Weihnachtszeit ist Plätzchenzeit!
„Kármán Hochschulzeitung e.V.“ c/o
RWTH Aachen, 52056 Aachen
www.karman-ac.de
0241/56529892
[email protected]
Lara Biekowski
Patrick Halbach
Druckerei und Verlagsgruppe Mainz
GmbH
3000
Zutaten:
80g
Butter oder Margarine
160 g
Zucker
160 g
Mehl
1
Ei
80 g
Rumrosinen
1 Tasse gehackte Walnüsse
½ TL
Zimtpulver
½ TL
Nelkenpulver
½ TL
Kardamompulver
1 TL
Backpulver
Zubereitung:
Alle Zutaten gut miteinander verrühren. Den Teig in kleinen Portionen
auf ein Backblech verteilen. Bei
180°C (Umluft) im vorgeheizten
Backofen ca. 5 - 10 Min. backen. Aus
dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.
Ergibt ca. 25 - 35 Plätzchen.
(Maren Kaster)
1) Auf dem Aachener Weihnachtsmarkt finden sich viele Besucher aus
Belgien, Frankreich und den ______ .
2) Wie heißt die Siegerin des Poetry Slams mit Vornamen?
3) Gute ______ kann es laut Karbach nicht genug an einer Hochschule geben.
4) Mit wem lebt das Känguru zusammen?
5) Worum geht es im Artikel von Julius Schlumberger?
6) In welchem Land findet die World Solar Challenge statt?
Link zum Gewinnspielformular: www.karman-ac.de/gewinnspiel