Wenn jeder Klick Geld kostet

Online-Banking bei der Sparkasse Soest
Wenn jeder Klick Geld kostet
Gucken kostet nichts? Bei einigen Kunden der Soester Sparkasse ist das Wunschdenken. Sie müssen
nämlich beim Online-Banking für jeden Klick, den sie auf der Webseite machen, Geld bezahlen – und das
schon seit längerer Zeit.
Die Niedrigzinsphase weckt ungeahnte Kreativität bei den Banken. Das zeigt nun das Beispiel der
Sparkasse Soest: Einen Cent, bald sogar das Doppelte, müssen Kunden dort für jeden Klick zahlen,
wenn sie das Online-Banking des Instituts nutzen.
„Von so einer Regelung habe ich noch nie etwas gehört“, sagt Markus Feck von der
Verbraucherzentrale NRW. Für Thomas Schnabel, Sprecher der Sparkasse Soest, ist die Regel aber
mittlerweile normal. „Dass Kunden so eine Gebühr bezahlen, ist nichts Neues“, erklärt er.
Die Regelung gelte nur für einen kleinen Kundenkreis, und zwar für solche, die sich gegen eine
Kontovariante ohne Kontoführungsgebühr entschieden hätten. Kostenfrage: 5 Euro. Stattdessen gebe
es auch die Möglichkeit einer Gebühr von nur 3,50 Euro. Und diese Kunden müssten für manche
Aktivitäten extra zahlen; darunter auch für das Online-Banking.
„Schließlich werden schon beim bloßen Anklicken der Seite technische Prozesse im Hintergrund
ausgelöst, die mit Kosten verbunden sind“, so Schnabel.
Trotzdem hätten Kunden die Möglichkeit, ihren Kontostand kostenlos abzurufen. Hierfür müssten sie
allerdings in eine Filiale des Geldinstituts fahren und den Kontoauszugsdrucker nutzen.
Dieser Artikel erschien am 16.12.2016 unter folgendem Link:
http://www.pfefferminzia.de/online-banking-bei-der-sparkasse-soest-wenn-jeder-klick-geld-kostet-1481884100/
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