Arbeitskreis Behindertensport

schießsport für Menschen mit körperlicher Behinderung
nach den Richtlinien der Sportordnung des Deutschen Schützenbundes
Grundsätzlich muss ein Athlet (Schütze) eine bescheinigte tcirperliche Behinderung ( ab Z0%)
aufinreisen, um nach Teil 10 der Sportordnung am Sportschießen des Deutschen Schützenbundes
schießen zu können.
SH-Klassen: Um dem leistungsorientierten Sportler die Möglichkeit zu geben im direkten Vergleich
mit ähnlich betroffenen Sportlern zu schießen, ist die Differenzierung des individuellen Spoftlers in
sogenannte Startklassen (SH-Klassen) nötig. Dazu ist eine Klassifizierung nötig, um zunächst das
Mindestmaß an Behinderung festzustellen und darauftin die gerechte Klasse für den Sporler zu
ermitteln:
SH1 und AB1: sind Schützen mit voll funktionsfähigen Armen, die die Waffe im Anschlag frei halten
können.
SH2: und AB2 Schützen mit Funktionseinschränkung einer oder beider Arme, die eine Auflagehilfe
(Federbock ) brauchen
SHS: sind stark Sehbehinderte/Blinde die die Waffe im Anschlag frei halten können.
A83: sind stark Sehbehinderte/Blinde die eine Auflagehilfe (Federbock) brauchen.
a: eingeschränkte Kraft- und Koordination der schiessfunktion= weiche Feder
b: schlechte Krafr- und Koordination der schiessfunktion= harte Feder
Nationale Klassifizierung: Die Klassifizierung des Sportlers auf nationaler Ebene wird durch
nationale Klassifizierer durchgeführt, welche aus einem Team aus Arzten und physiotherapeuten
bestehen' Durch die Klassifizierung wird der Sportler in eine Schadensklasse eingeteilt. Je nach Grad
und Ausmaß der Behinderung wird der Gebrauch von reglementieften Hilfsmitteln je Klasse gestattet
um den sportler zu unterstüEen, ohne ihn zu bevor- oder zu benachteiligen.
Somit ist die Klassifizierung unbedingt notwendig, um, unter Berücksichtigung der individuellen
Beeinträchtigung des Sportlers, einen fairen und gerechten Wettkampf im Vergleich mit ähnlich
beeinträchtigten Sportlern stattfinden zu lassen. Auch wird hier geregelt ob und wann ein Schütze eine
Ladehilfe oder einen Scheibenwechsler in Anspruch nehmen darf. Da der DSB noch keine eigenen
Klassifizierer vonrveisen kann, muss es hier eine Terminabsprache mit den Klassifizierer des DBS über
euren Verein, oder Landesverband abgeklärt werden
Ablauf: Um den Ablauf der Klassifizierung für alle Beteiligten so angenehm wie möglich zu gestatten
wird je Sportler bis zu 60 Minuten Zeit eingeräumt. Jeder Sportler darf hierzu eine Begleitperson
(Partner, Betreuer; Trainer o. ä.) mitbringen, die während der Klassifizierung anwesend
ist.
lm Vorgespräch hat der Sportler die Zeit seine Beeinträchtigungen, Krankheiten, Behinderungen
und
Problematiken zu schildern. Dazu sind die vom Sportler mitgebrachten medizinischen sowie
sportspezifischen Unterlagen unbedingt erforderlich um eventuelle Hinweise der behandelnden Arzte
zu beachten.
ln der folgenden Befundung macht der jeweilige Klassifizier sich ein Bild des aktuellen Befindens
des
Sportlers bezüglich des Sportschiessens. Testet Funktionalität und Bewegungsmöglichkeiten und
sammelt die Ergebnisse mittels eines Befundbogens. Gegebenenfalls müssen hierbei
Kleidungstücke
abgelegt werden. Daher findet die Klassifizierung immer in separaten Räumlichkeiten statt.
Nach der abschließenden Beratung wird dem Sporfler die Einteilung in die für lhn ermittelte
Klasse
mitgeteilt.
Notwendige Unterlagen: BeiAnmeldung zur Klassifizierung benötigt der Sportler unbedingt die
folgenden Unterlagen ohne die die Klassifizierung nicht möglich ist und von den Klassifizierern
abgelehnt werden kann:
Gültiger Personalausweis, Kopie, aktuelles Lichtbild
DSB-Wettkampfpass
Sportgesundheitspass (als Download aus dem lnternet) und aktueller ärztlicher Befund des Hausarä,
bestenfalls nicht älter als 3 Monate bis zur Klassifizierung.
Medikamentenliste (behandelnder ArZ)
Dauer und Gültigkeit: Die Klassifizierung muss VOR dem Beginn des aktuellen Wettkampfes
abgeschlossen sein. Daher empfiehlt es sich den Termin für die Klassifizierung vor dem
l.Wettkampfrag zu wählen damit der Sportler in der ermittelten Klasse starten darf.
Sollte es während des laufenden Wettkampfes zu einer Klassifizierung kommen, schießt der Schütze
in seiner bisherigen Klasse weiter und ist erst nach vollständiger Beendigung des Wettkampfes und
des (Sportjahres) einen Wechsel in die Neue Wettkampfklasse vornehmen.
Die Klassifizierung behält ihre Gültigkeit, je nach eingetragenen Datum auf dem hierfür vorgesehenen
Ausweis mit Beiblatt.
lnternationale Klassifizierung: Bei internationalen Klassifizierungen müssen alle schriftlichen
Formulare (aktuelle Arztberichte usw. ...) auf Englisch eingereicht werden, sowie ein aktuelles
Passfoto und die IPC Nummer angegeben werden, da die Klassifizierung des Sportlers sonst
abgelehnt werden kann. (Formulare : \ J&\r ri';,., :i, i,, 3,, no ri, rr)
ln allen Fragen zum Starten nach der Sportordnung des DSB Teil 10, bzw. zur Klassifizierung und
Antrag eines Wettkampfpasses für Schützen mit Behinderung stehen euch zur Verfügung.
Bezirkspräsident
Sportleitung SSG
Bremerhaven-Wesermünde
Jürgen Wintjen
Schützenverein
Wesermünde
Kührstedt
Helmut Haag
Schützenverein Nordholz
u. Umgebung von 1952 e.V.
Theis Blohm