Infos - MBWSV NRW

Bündnis für Infrastruktur NRW
Mehr Akzeptanz für Infrastrukturprojekte
29. November 2016, Düsseldorf
Sehr geehrte Damen und Herren,
Nordrhein-Westfalen ist die zentrale Drehscheibe für den Austausch von Waren und Dienstleistungen mit den europäischen
Partnern. Deshalb sind moderne Verkehrswege unverzichtbar,
damit unsere 750.000 Unternehmen von dieser günstigen Lage
im Herzen Europas profitieren können. Wir stehen vor einem
Jahrzehnt der Baustellen. Jetzt geht es darum, die vielen beabsichtigten Infrastrukturvorhaben zügig und effizient zu realisieren. Dies gelingt uns – neben der wichtigen und überfälligen
Investitionsmittelbereitstellung über den neuen Bundesverkehrswegeplan – nur durch den frühzeitigen Dialog mit der
Öffentlichkeit. Wir möchten daher die gesellschaftliche Bedeutung von Infrastrukturmaßnahmen sichtbar machen und deren
Akzeptanz in der Bevölkerung erhöhen.
Hierzu haben wir unter Beteiligung des DGB NRW und der IHK NRW
am 20.09.2016 ein „Bündnis für Infrastruktur“ ins Leben gerufen.
Weitere Akteure aus Wirtschaft und Verbände möchten wir einladen,
diesem Bündnis beizutreten und das beigefügte Memorandum zu
unterzeichnen.
Wir laden Sie herzlich zu der Auftaktveranstaltung am 29.11.2016
im Capitol Theater in Düsseldorf ein. Auf dem Wege wollen wir den
Befürwortern von Infrastrukturprojekten ein Forum geben und mit
Ihnen Möglichkeiten finden, Planungs- und Bauprozesse – insbesondere durch neue Formate der Bürgerbeteiligung – zu beschleunigen.
Michael Groschek
Dr. Norbert Walter-Borjans
Garrelt Duin
Minister für Bauen, Wohnen,
Stadtentwicklung und Verkehr
des Landes Nordrhein-Westfalen
Finanzminister
des Landes Nordrhein-Westfalen
Minister für Wirtschaft, Energie,
Industrie, Mittelstand und Handwerk
des Landes Nordrhein-Westfalen
Programm 29. November 2016
Organisatorische Hinweise
18.00 Uhr Registrierung
18.30 UhrZukunftsfähige und bedarfsgerechte
­Weiterentwicklung der Verkehrsinfrastruktur Minister Michael Groschek
Veranstalter
Ministerium für Bauen, Wohnen,
Stadtentwicklung und Verkehr
des Landes Nordrhein-Westfalen
www.mbwsv.nrw.de
18.40 UhrInvestitionen in unsere Zukunft –
Finanzierung von Verkehrswegen in NRW
Minister Dr. Norbert Walter-Borjans
Finanzministerium
des Landes Nordrhein-Westfalen
www.finanzverwaltung.nrw.de
18.50 Uhr W
achstum braucht Infrastruktur –
braucht Akzeptanz
Minister Garrelt Duin
Ministerium für Wirtschaft, Energie,
Industrie, Mittelstand und Handwerk
des Landes Nordrhein-Westfalen
www.mweimh.nrw.de
19.00 UhrModerne Formen der Bürgerbeteiligung ­
bei Infrastrukturprojekten
Dr. Jan-Hendrik Kamlage
Kulturwissenschaftliches Institut Essen
19.15 Uhr
Offene Diskussion
mit den Podiumsteilnehmern
Bernd Tönjes
Vorsitzender des Vorstands der RAG
und Moderator Initiativkreis Ruhr
Dr. Günter Hilken
Vorsitzender der Geschäftsführung Currenta
und Vorstandsvorsitzender VCI NRW
Josef Tumbrinck
Vorsitzender Naturschutzbund NRW
Kontakt
MBWSV NRW, Jürgen Siegel
Telefon 0211/38 43 - 10 23
Termin
Dienstag, 29. November 2016
Veranstaltungsort
Capitol Theater Düsseldorf
Erkrather Straße 30
40233 Düsseldorf
Anfahrt
Informationen über die Anfahrt zum Veranstaltungsort
erhalten Sie im Online-Anmeldeformular.
Andreas Ehlert
Präsident des Nordrhein-Westfälischen
Handwerkstags
Anmeldung
Bitte melden Sie sich bis zum 23.11.2016 online an unter
wwww.reviera.de/buendnisinfrastruktur2016
Moderator: Dr. Tobias Blasius
Bei Fragen zur Anmeldung
RevierA GmbH –
Agentur für Kommunikation, Essen
Telefon 0201/27 40 80
E-Mail: [email protected]
anschl. Unterzeichnung des Memorandums durch
weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer und
Get-together mit Buffet
Memorandum
Die Qualität der Infrastruktur ist ein entscheidender Faktor
im internationalen Standortwettbewerb. Damit Nordrhein-Westfalen das wirtschaftliche Kraftzentrum im Westen Deutschlands
bleibt, sind dringend Investitionen in ein modernes Umfeld nötig.
Aufgrund seiner Lage im Herzen Europas ist unser Land zentrale
Drehscheibe für den Austausch von Waren und Dienstleistungen
mit einer Vielzahl von europäischen und internationalen Partnern.
Nicht zuletzt über die enge Verflechtung mit den ZARA-Häfen
in unseren Nachbarländern Belgien und den Niederlanden, aber
auch mit den deutschen Nordseehäfen ist Nordrhein-Westfalen
der mit Abstand größte europäische Absatz- und Beschaffungsmarkt. Hinzu kommt die besondere Rolle als Transitland. Erhalt,
Modernisierung und bedarfsgerechter Ausbau einer modernen
Infrastruktur sind deshalb von zentraler Bedeutung für die Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen.
Ohne eine intakte und bedarfsgerecht ausgebaute Infrastruktur
sind Wachstum, Wohlstand und Beschäftigung nicht dauerhaft
zu gewährleisten. Eine funktionstüchtige Infrastruktur ist eine
entscheidende Zukunftsfrage. Es gilt, den Erhalt und den Ausbau
der Infrastruktur an die Wachstumserwartungen anzupassen.
Dafür wurde in den vergangenen Monaten bereits viel erreicht:
Die herausragende Bedeutung der Verkehrsinfrastruktur für den
Wohlstand des Landes und seiner Menschen ist ins öffentliche
­Bewusstsein gerückt. Es wurde nachdrücklich deutlich, dass
Deutschland von seiner technischen Substanz lebt und vor der
Herausforderung einer historischen Infrastrukturkrise steht.
Die Investitionsbereitschaft wurde nachhaltig gesteigert, Finanzierungszusagen für Straße, Schiene, Wasserstraße und Radschnellwege in Milliardenhöhe wurden erreicht. Schließlich wurden und
werden die notwendigen personellen Kapazitäten geschaffen, um
diese Zusagen in konkrete Planungs- und Bauleistungen umsetzen
zu können.
Wir stehen nun vor einer neuen Aufgabe – vor einem Jahrzehnt
des Bauens und damit unumgänglich auch der Baustellen. Jetzt
geht es darum, die Infrastrukturvorhaben zügig und effizient zu
realisieren. Von entscheidender Bedeutung ist dafür ihre jeweilige
Akzeptanz in der Bevölkerung.
Politik und Verwaltung sind mehr denn je gefordert, Nutzen und
­Kosten von Infrastrukturprojekten verantwortungsvoll abzuwägen,
Bürgerinnen und Bürger noch in der Ideenphase einzubinden,
­Entscheidungen verständlich zu begründen und über alle Umsetzungsschritte transparent zu informieren. Damit wächst die
Akzeptanz in der Bevölkerung. Sie ist eine wichtige Voraussetzung
für einen zügigen Fortschritt von Bauprojekten. Wir wollen mit den
Bürgerinnen und Bürgern ­entschlossen an einem Strang ziehen.
Jetzt gibt es die längst überfälligen Gelder für NRW, jetzt gibt es
die nötigen Planungskapazitäten. ­Wer „ja“ zu einem leistungs­
fähigen Verkehrswegenetz von morgen sagt, darf aber heute auch
nicht „nein“ sagen, wenn gebaut werden soll.
Vor diesem Hintergrund rufen wir ein breites gesellschaft­liches
­»Bündnis für Infrastruktur« ins Leben. Das Bündnis will den
vielen ­Menschen im Land eine Stimme geben, die Sinn und Nutzen
von ­Infrastrukturvorhaben für unsere Gesellschaft und Wirtschaft
erkennen und sie befürworten, die sich aber nur selten zu Wort
melden.
Das Bündnis betrachtet es daher als seine Aufgaben:
• das Verständnis für die Bedeutung einer funktionierenden
­Infrastruktur zu stärken und die Vorteile für alle Akteure –
für die Wirtschaft ebenso wie für die Bürgerinnen und Bürger –
hervorzuheben,
• Möglichkeiten zur Beschleunigung und Vereinfachung
von ­Planungs- und Bauprozessen zu identifizieren und ihre
­Umsetzung voranzutreiben,
• die Entwicklung und Anwendung neuer Beteiligungsformate
bei Infrastruktur­vor­haben anzustoßen und ihre praktische
Erprobung zu be­gleiten und
• regionale Bündnisse für zentrale Infrastrukturvorhaben
­anzustoßen.
Das Bündnis will den gesamtgesellschaftlichen Wert von Infrastrukturprojekten frühzeitig und während der gesamten Um­
setzung herausstellen. Seine Akteure setzen sich für ausgewogene
Lösungen bei der Abwägung zwischen den Erfordernissen einer
intakten, bedarfsgerechten Infrastruktur und den Anliegen von
Anwohnerinnen und Anwohnern sowie des Natur- und Umweltschutzes ein. Wir werden weitere interessierte Akteure einladen,
sich diesem Bündnis anzuschließen.