Auf zu neuen

Nordica Schweiz im Wandel
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Auf
zu neuen
HÖHEN
Stans war über viele Jahrzehnte das Schweizer Ski-Mekka: mit Rossignol, Salomon,
Fischer und Nordica. Der bekannte Skibauer Gaston Haldemann hat hier einst den
«Equipe Suisse» von Rossignol entwickelt und produziert. An den Olympischen Winterspielen 1972 in Sapporo holten die Schweizer damit dreimal Gold. Heute ist nur noch
Nordica im einstigen «Silicon Valley» der Skiindustrie zu Hause.
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Nordica Schweiz im Wandel
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Nordica Schweiz im Wandel
dukten. Am längsten mit dabei ist Ueli Schaub.
Der heutige Geschäftsführer des Schweizer
Sitzes stiess just zu jener Zeit des grossen Wandels dazu. Und 25 Jahre später dreht sich das
Rad noch einmal ganz neu. Allerdings verändert sich nicht ganz so viel. Aber doch das Eine
und Andere.
treibt (Kästle, Nordica) und zum anderen, weil
alle weltweiten Filialen der Tecnica Group
über das selbe Portefeuille mit Nordica-, Blizzard-, Tecnica- und Rollerblade-Produkten
verfügen. In der Schweiz dazugekommen ist
noch Holmenkol mit über 200 Produkten in
drei Linien (Ski und Langlauf, Rad, Schuh- und
Outdoorpflegebereich).
Nicht ganz einfach
Das grosse «Who is Who?» im Ski- und Wintersport erweist sich bekanntlich in jüngerer Zeit
als immer komplizierter. Wer gehört zu wem?
In unserem Beispiel: Blizzard zu Tecnica,
ebenso wie Nordica, Rollerblade oder Holmenkol. Noch bis zu diesem Herbst wurde
Blizzard/Tecnica und Holmenkol von Lowa
Schweiz vertrieben. Lowa gehört ebenfalls zur
Tecnica-Gruppe. Die gleichnamigen Skischuhe und die neue Outdoorlinie natürlich auch.
Um das Ganze nicht noch komplizierter zu
machen und auf einen Nenner zu bringen:
Nordica-Rollerblade AG hat auf diesen Herbst
mit Blizzard, Tecnica und Holmenkol sein bisheriges Sortiment mit diesen drei Produkten
erweitert und seinen Namen auf Tecnica
Group Schweiz AG geändert.
Geschichte der Nordica-Rollerblade AG, die
bis zur Übernahme von Tecnica Benetton
Sportsystem Schweiz AG so hiess.
Das andere «Silicon Valley»
Den Überblick in jedem Fall behalten will
Geschäftsführer Ueli Schaub. Er gehört zu den
Arrivierten in der Skiindustrie. Noch vor seiner
Tätigkeit bei Nordica in Stans war Schaub fünf
Jahre bei Rossignol tätig. Ein paar hundert
Meter entfernt vom heutigen Nordica-Vertriebsgebäude. In seinem Sturm- und Drangjahren war Ueli Schaub als Sport- und Skilehrer bei Club Intersport an verschiedenen
Mittelmeerstränden und in den Schweizer
Bergen anzutreffen – und damit weit nicht der
Einzige, der später in der Skibranche aufgetaucht ist. Als Verkaufs- und Marketingleiter
hat Schaub vor 25 Jahren an der Mühlebachstrasse angefangen und vor sechs Jahren die
Geschäftsführung des Unternehmens mit 18
Mitarbeitenden übernommen. Bis 2003 war er
den Benetton-Sportsystems-Oberen gegenüber verantwortlich. Bis die Tecnica Group,
ebenfalls im italienischen Veneto angesiedelt,
Nordica und Rollerblade von Benetton Sportgroup kaufte. Und so fährt Ueli Schaub zu
Gesprächen mit der Geschäftsleitung immer
noch in die gleiche Richtung. Genau genommen nach Montebelluna. In diesem gut
3000-Seelen-Ort und in unmittelbarer Umgebung gibt es ein anderes «Silicon Valley», das
der Skischuh-Industrie.
Im Wandel
Die Gesichter sind natürlich zu einem grossen
Teil andere als noch vor 25 Jahren. Das Trio im
Cabrio der Stanserhornbahn vertritt seit diesem Herbst in leitender Funktion den Vertrieb
von sechs Marken mit einer Vielzahl von Pro-
Mit Kernkompetenz
Dass die Skimarke Blizzard sowie die Skischuhmarke Tecnica vom bisherigen Vertrieb
(Lowa, Interlaken) nach Stans wechselt, hat
zwei Gründe. Zum einen, weil die bisherige
Nordica-Rollerblade AG schon immer Ski ver-
1 Geschäftsführer Ueli Schaub
mit dem Nordica Ski Dobermann
Spitfire RB und einem Nordica
Skischuh Speedmachine 130.
2 Der neue Blizzard-Mann Marcel
Stgier mit einem Blizzard RC Ti
und dem Tecnica Skischuh
Mach 1 R 110.
3 Beni Däppen für Rollerblade,
präsentiert den Tempest 125.
3
o ereignisreich die Geschichte vom legendären Schweizer Ski ist, den Gaston Haldemann entwickelte, erweist sich auch die Historie der Firma Nordica Schweiz in Stans. Sie ist
am Fusse des Stanserhorns noch der einzige
Vertrieb einer internationalen Skimarke und:
ist ebenso eng verbunden mit dem Skipionier
Gaston Haldemann. Der Nidwaldner Pionier
hatte das Patent des «Equipe Suisse» an Rossignol verkauft und sich fortan auf den Vertrieb
von verschiedenen Wintersportprodukten
konzentriert. Dazu gehörte unter anderem der
italienische Skischuh Nordica. Dafür baute er
an der Mühlestrasse in Stans ein Geschäftsgebäude. Vor gut 25 Jahren hat er die Gebäulichkeiten an Benetton Sportsystem verkauft.
Der sportive Geschäftszweig des italienischen
Multi-Textilers wurde so mit der Marke Nordica um einen bedeutenden Ast erweitert. Und
so begann vor einem Vierteljahrhundert die
F OTOS: ERIK VOGELSA NG/B& S
S
Eine Herausforderung
Ueli Schaub geht die Arbeit nicht aus. «Es wird
eine ganz neue Herausforderung sein», sagt er.
Nämlich diese verschiedenen Produktelinien
auf eine Ebene zu bringen. So schnell erschüttern kann den Nidwaldner eh nichts. In diesem
Vierteljahrhundert im einstigen «Silicon Valley» des Skisports, hat er einiges erlebt. Und
zweifellos werden noch die eine und andere
Erfahrung hinzukommen.
JO SE PH W E IB E L
TECNICA GROUP SCHWEIZ AG
Die bisherige Nordica-Rollerblade AG in Stans
wurde am 1. Oktober 2016 umfirmiert und heisst
neu Tecnica Group Schweiz.
DAS PORTEFEUILLE
Nordica:
Ski, Schuh, Bindung
Rollerblade/Bladerunner:
Inlineskates und Schlittschuhe
Blizzard:
Ski
Tecnica:
Ski- und Outdoor-Schuhe
Holmenkol:
Über 200 Produkte in den Bereichen Ski
und Langlauf, Rad, Schuh- und Outdoorpflege
DIE VERANTWORTLICHEN
Geschäftsführung
Ueli Schaub
Nordica
Ueli Schaub (Verkaufs- und Marketingleitung)
Blizzard/Tecnica/Holmenkol
Marcel Stgier (Verkaufs- und Marketingleitung)
Rollerblade/Bladerunner
Beni Däppen (Verkaufs- und Marketingleitung
Schweiz und international)
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