GUSTAV 2016 - Turnier der Meister

gustav
DAS COTTBUSER MAGAZIN
ZUM WELTCUP 2016
41. TURNIER DER MEISTER®
Der Weltcup ist zurück in Cottbus!
OLYMPIA 2016
WELTPREMIEREN
DTL NACHWUCHSBUNDESLIGA
Zurück in der
Weltklasse
Erfinder und
Patente
Jungbrunnen für das
deutsche Turnen
GR USSWOR T
Grußwort des Ministerpräsidenten
des Landes Brandenburg
Liebe Sportfreunde,
liebe Besucherinnen und Besucher,
ich heiße Sie in der Sportstadt Cottbus herzlich
willkommen.
Das zweite Turnier der Meister® in diesem Jahr verspricht wie in der Vergangenheit herausragende Leistungen von Top-Athleten aus aller Welt. Und doch ist es diesmal etwas
anders: Zu unserer großen Freude hat der Internationale Turnerbund „Fédération lnternationale de Gymnastique“ (FlG) der traditionsreichen Turnveranstaltung in der Lausitz
wieder den Status als Weltcup-Station zuerkannt und ihr damit das Sahnehäubchen aufgesetzt. Wer 2020 bei den Olympischen Spielen in Tokio um Medaillen kämpfen möchte,
kann nun auch hier in Cottbus am Fundament für die Qualifikation bauen.
Das ist eine Wertschätzung für die vielen fleißigen haupt- und ehrenamtlichen Organisatoren, ohne die ein Event auf diesem Niveau nicht möglich wäre. Ihnen gehört ebenso
mein Dank wie den Sportlern, die uns mit Höchstleistungen sicher erneut ins Staunen
versetzen und uns teilhaben lassen an der Verwirklichung ihres großen Traums.
Freuen Sie sich auf hochkarätigen internationalen Spitzensport! Lassen Sie sich mitreißen von der Welle der Begeisterung in der Arena! Ich wünsche Ihnen eine spannende und
erlebnisreiche Zeit in Cottbus. Den Athleten rufe ich toi, toi, toi zu.
Dr. Dietmar Woidke
Schirmherr des 40. Turnier der Meister - Gymworld-Challenge Cup
Ministerpräsident des Landes Brandenburg
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G RU S S WO R T
GR USSWOR T
Grußwort des Präsidenten
des Deutschen Turner-Bundes
Grußwort des Oberbürgermeisters
der Stadt Cottbus
Zum 41. Turnier der Meister® begrüße ich im Namen
des Deutschen Turner-Bundes alle Athleten, Trainer,
Kampfrichter und Organisatoren sowie die Zuschauer
in der Cottbuser Lausitz-Arena ganz herzlich.
Liebe Turnfreundinnen und Turnfreunde,
verehrte Gäste,
Es freut mich besonders, dass das Turnier der Meister®
dieses Jahr zum zweiten Mal ausgetragen wird und
für die nächsten vier Jahre den Weltcups-Status erhält.
Dass erneut circa 150 Top-Turnerinnen und Turner aus 40 Nationen zum Weltcup nach
Cottbus angereist sind, ist ein deutliches Zeichen der enormen Beliebtheit des Turnier
der Meister®. Während der viertägigen Veranstaltung treten Welt- und Europameister
sowie Olympiateilnehmer, nationale Champions und Vertreter des Turn-Teams Deutschlands gegeneinander an.
Für die Ausrichtung dieses Turniers möchte ich besonders dem Sportclub Cottbus Turnen
e.V. danken. „Danke“ sage ich ebenso allen Mitarbeitern der Turnvereine des Turnbezirks
Lausitz für die Hilfe und Unterstützung. Ihr Einsatz vor und während dieses Wettkampfes
ist nicht hoch genug zu bewerten. Auch bei allen Sponsoren und Förderern, ohne deren
Engagement ein Turnier dieser Größenordnung nicht auszurichten ist, bedanke ich mich.
Allen Aktiven wünsche ich viel Erfolg und dem Publikum spannende Wettkämpfe und
viel Freude beim Zuschauen.
Cottbus ist eine Sportstadt und Cottbus ist eine TurnStadt. 1861 wurde der erste Turnverein gegründet, dem
sich später der zweifache Olympiasieger von 1896, Gustav Schuft, anschloss. Dieser fand 1898 Heimat und
Beruf in Cottbus. Zu Recht begründen Name und Leistungen Gustav Schufts mit den ersten
Plaketten den „Weg des Ruhms“ vor dem Rathaus am Neumarkt.
Beharrliche Nachwuchsarbeit im SC Cottbus wurde 1988 durch zwei Silbermedaillen bei
den Olympischen Spielen für Sylvio Kroll gekrönt. Die Cottbuser Turnschule brachte zudem
mit Martina Jentsch, Ulrike Klotz und Dagmar Kersten drei junge Damen hervor, die in der
bronzenen Riege der DDR in Seoul standen. Sie alle haben ihre Plakette auf dem von der
Ortsgruppe Cottbus der Deutschen Olympischen Gesellschaft initiierten „Weg des Ruhms“.
Jede Medaille aber hat zwei Seiten. In diesem Falle sind es zwei sich ergänzende. Denn
auch die haben Anteil an den Erfolgen, die als Mannschaftskamerad oder Trainingspartner,
als Trainer oder Physiotherapeut, als Kampfrichter oder als Fan selten im Mittelpunkt stehen. Und selbst wenn es in den zurückliegenden Jahren nicht mehr ganz mit Olympiamedaillen geklappt hat – der Cottbuser Turnsport ist traditionell stark. Bis heute beweist die
Riege des SCC Turnen, mehrfacher Deutscher Meister, Mannschaftsgeist in der Bundesliga.
Das traditionsreiche Turnier der Meister, von der Stadt Cottbus seit jeher intensiv unterstützt, erfährt nun eine besondere Wertschätzung. Es gehört wieder zur Weltcup-Serie
und ist damit einmal mehr wichtiges Sprungbrett zu den Olympischen Spielen. Das Turnen
drückt, ganz in der Tradition des Gustav Schuft, der Sportstadt Cottbus einen Stempel auf,
auch mit mustergültigen Veranstaltungen.
Dr. Alfons Hölzl,
Präsident des Deutschen Turner-Bundes
Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, aber auch den unzähligen ehrenamtlichen Helfern
und Kampfrichtern wünsche ich besten Erfolg, einen von Verletzungen freien und fairen
Wettstreit und einen guten Aufenthalt in Cottbus.
Holger Kelch
Oberbürgermeister der Stadt Cottbus
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TUR NIER D ER MEISTER ® 2016
WELTCUP IST ZURÜCK
IN COTTBUS
Durch die Verschiebung des Turniers in den Herbst und der somit zweimaligen
Ausrichtung 2016 war es für die Veranstalter um Turnierdirektor Mirko Wohlfahrt
kein leichtes Unterfangen, ein hochkarätiges Teilnehmerfeld zusammenzustellen. Doch dem Macher des „Turniers“ ist es auch diesmal gelungen, ein attraktives Feld aus Jung und Erfahren nach Cottbus zu lotsen. Klar ist: Die Zuschauer
werden erneut Gerätturnen der Extraklasse präsentiert bekommen. Und wer
weiß, möglicherweise sehen sie bei der nächsten internationalen Meisterschaft
einen Turner oder eine Turnerin, dessen Stern an diesem Wochenende aufgeht.
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TU RN IE R DE R M E I S T E R ® 2 0 1 6
„Hero de Janeiro“
Andreas Toba
Zum ersten Mal in der langen Geschichte des Traditionswettkampfes
werden in der Cottbuser Lausitz-Arena ein zweites Mal im Jahr die Geräte
für das Turnier der Meister® aufgebaut. Die zweite Ausgabe in diesem
Jahr wird allerdings Weltcup-Status
haben; zuvor hatte das Turnier lediglich den Status eines Challenge Cups.
Der Turnweltverband FIG wertete das
Turnier der Meister auf und nahm es in
die neue Einzelweltcup-Serie auf. Dadurch wird das Cottbuser Turn-Turnier
mindestens bis 2019 im Herbst ausgetragen. Neben dem Weltcup-Status
wird der Wettkampf dann auch als
Olympiaqualifikation dienen. So sollen weiterhin die besten Turner der
Welt den Weg in die Lausitz finden.
Für das Turn-Team Deutschland ist
das Turnier der Meister® das letzte große Event eines ereignisreichen
6
Jahres. Ohne erreichte Qualifikation
für die Olympischen Spiele starteten
die Athleten in das wichtige Turnjahr
2016, nun stehen elf Monate später
einige großartige Geschichten und
Erfolge zu Buche. Im Nachgang betrachtet war die Qualifikation beim
Testevent für die Olympischen Spiele
in Rio de Janeiro mit dem ersten Platz
der Männer und dem zweiten Platz
der Frauen eine Leichtigkeit. Bei den
Spielen gewann Fabian Hambüchen
sensationell die Goldmedaille, Sophie
Scheder fast noch überraschender
Bronze. Sie setzte sich hauchdünn vor
Teamkollegin Elisabeth Seitz durch,
die auf dem tollen vierten Rang landete. Tage zuvor spielten sich in der Rio
Olympic Arena aber noch ganz andere
dramatische Szenen ab. Andreas Toba
riss sich am Boden bei der ersten Bahn
das Kreuzband, startete dennoch kurze Zeit später am Pauschenpferd und
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im Mehrkampffinale. Nguyen und Lukas Dauser verpassten das Finale am
Barren ebenso knapp wie Pauline
Schäfer am Balken. Tabea Alt sorgte
mit gerade mal 16 Jahren im Teamfinale für die beste deutsche Wertung
an Balken und Sprung. Cottbus soll
für viele Deutsche als Abschluss, bei
den Männern gleichzeitig aber auch
als Neuanfang dienen.
Andreas Bretschneider will nach 2013 und 2014
zum dritten Mal beim Turnier der Meister die
Reckkonkurrenz für sich entscheiden.
sicherte der deutschen Mannschaft
mit der besten Wertung am Zittergerät den Einzug in das Teamfinale. In
dieses schafften es auch die deutschen
Frauen erstmals seit der Wiedervereinigung. Dort gelang dem Team von
Cheftrainerin Ulla Koch mit Platz sechs
ein herausragendes Ergebnis, das nur
noch durch das Auftreten der beiden
Deutschen im Stufenbarrenfinale getoppt wurde. Mit Andreas Bretschneider, Marcel Nguyen, Seitz und Scheder
starteten außerdem vier DTB-Athleten
8
Nach Fabian Hambüchens Rücktritt
aus der Nationalmannschaft und der
Ankündigung von Marcel Nguyen,
sich auf drei Geräte zu konzentrieren, sind andere gefordert. Andreas
Toba arbeitet noch an seinem Comeback und wird einige weitere Monate
ausfallen. Die beiden anderen Turner
von Rio, Andreas Bretschneider und
Lukas Dauser werden in Cottbus
aber an die Geräte gehen. An ihren
Spezialgeräten Reck bzw. Barren haben sie durchaus Chancen auf einen
der vorderen Plätze. Bretschneider
gewann bereits 2013 und 2014 am
Reck, eine anstehende Operation
an der Schulter legte er so, dass er
seinen dritten Titel in der Lausitz ins
Visier nehmen kann. Im Gegensatz zu
vielen anderen Olympia-Teilnehmern
denkt jedoch Lukas Dauser überhaupt
nicht daran, eine Pause einzulegen.
Neben den Bundesliga-Wettkämpfen
startete er bei zwei Wettkämpfen in
der Schweiz, nach dem Wettkampf in
Cottbus geht es für ihn weiter nach
Tokio zum Toyota Cup. Dies spricht
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alles für die gute Form des
Wahl-Berliners. Da Titelverteidiger Marcel Nguyen
nicht antreten wird, hat er
die Chance, den Barrentitel in deutschen Händen zu
behalten.
Am
Reck
bekommt
Bretschneider mit Christopher Jursch Konkurrenz
aus den eigenen Reihen.
Der Lokalmatador vom SC
Cottbus, der am Reck schon
Deutscher Meister war,
möchte vor heimischem
Publikum zeigen, dass er
auf internationaler Bühne
bestehen kann. Dort feiert
Nick Klessing in Cottbus
seine Premiere. Mit seinem
Titel an den Ringen bei der
Junioren-EM im vergangenen Mai sorgte er im Nachwuchsbereich schon für
mächtig Furore. In der Lausitz-Arena
tritt der junge Hallenser außerdem
noch am Boden an. In seinem zweiten Jahr bei den Senioren startet mit
Nils Dunkel (MTV Erfurt) ein weiterer junger Turner, der zukünftig die
deutschen Farben bei internationalen
Wettkämpfen hochhalten soll. An seinem Paradegerät Pauschenpferd ist es
sein Ziel, ein Finalticket zu erturnen.
Cheftrainer Andreas Hirsch fasst die
Situation vor dem Turnier zusammen:
„Cottbus sehen wir als eine Chance
Lukas Dauser
an, auch jüngere Turner international heranzubringen. Nick Klessing und
Nils Dunkel sind interessante Leute für
uns. Mit Lukas Dauser und Andreas
Bretschneider haben wir aber auch
erfahrene Turner dabei, die einiges
leisten können. Christopher Jursch hat
zudem als lokale Größe die Chance,
sich mit seinem Spezialgerät Reck zu
präsentieren.“
Ähnlich sieht es bei den Frauen aus,
Cheftrainerin Ulla Koch: „Es ist eine
tolle Chance, für die jüngeren Turne-
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Kim Janas will in Cottbus
wieder angreifen.
rinnen sich zu beweisen. Wir wollen
uns optimal präsentieren, Plätze auf
dem Treppchen schaffen und den Zuschauern Freude machen.“ Die Situation bei den Frauen ist eine andere,
als bei den Männern. Der Kern der
Mannschaft von Rio bleibt bestehen,
und einige junge Turnerinnen haben
die Olympia-Nominierung nur knapp
verpasst. Der erweiterte Kader ist relativ groß und auf einem ähnlichen
Leistungsniveau. In Cottbus gehen
12
vier Turnerinnen
an die Geräte, die
zu diesem Kreis gehören. Angeführt
wird das Aufgebot
von Pauline Tratz,
die bei den Olympischen Spielen in
Rio Ersatzturnerin
war. Sie möchte
beim Turnier der
Meister® ihr Können ebenso unter
Beweis
stellen,
wie Kim Janas.
Janas stand in
Cottbus vor eineinhalb
Jahren
als Zweite bereits
auf dem Podest,
bevor ein zweiter
Kreuzband­riss sowie eine schwere
Verletzung am Ellenbogen sie für
über ein Jahr außer
Gefecht setzte. Die Stuttgarterin galt
vor ihren Verletzungen als eines der
größten deutschen Talente. In Cottbus
gibt Janas nun ihr Comeback und hofft
ähnlich erfolgreich zu sein, wie bei ihrem letzten Auftritt in der Lausitz. Wir
dürfen gespannt sein, ob die 16-Jährige ihr einstiges Leistungsniveau wieder erreichen kann. Neben Janas (Stufenbarren) und Tratz (Sprung) starten
noch Leah Grießer und Carina Kröll.
Grießer wird an gleich drei Geräten
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TUR NIER D ER MEISTER ® 2016
TH E M A
starten. Nur auf den Sprung wird sie
verzichten, ebenso wie Kröll, die an
Balken und Boden ihre Chancen wahren will. Die deutschen Frauen gehen
quasi an allen Geräten als Mitfavoriten
an den Start.
land), Dorina Böczögo (Ungarn) und
Emily Little (Australien) gelten als
härteste Konkurrentinnen der DTBAthletinnen. Patrick Nägele
Dorina Böczögo
Für die deutschen
Turnerinnen
und
Turner wird der
Wettkampf aber alles andere als ein
Selbstläufer. Athleten aus insgesamt
13 Ländern gehen
in Cottbus an den
Start. Unter ihnen
ist mit Kriztian
Berki (Ungarn) der
Olympiasieger von
2012 und mehrmalige Weltmeister am
Pauschenpferd. Igor
Radivilov (Ukraine)
gilt als Top-Favorit
am Boden und den
Ringen. Die Japaner
treten mit drei soliden Allroundern an,
Nasto Haysaka und
Yuya Kamoto starten gleich an vier
Geräten.
Bei den Damen ist
das Feld nicht ganz
so stark besetzt.
Irina Sazonova (Is-
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OLY MPIA 2016
Sophie Scheder kehrte mit der
Bronze­medaillen aus Rio zurück.
Foto: Ricardo Bufolin
ZURÜCK IN DER
WELTKLASSE
Die deutschen Turnerinnen und Turner haben mit zwei Medaillen und tollem
Auftritt für Furore gesorgt – ein Katalysator auch für den Nachwuchs.
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RÜ C KBL IC K OL YM P I A 2 0 1 6
Fabian Hambüchen krönte seine Laufbahn nach Bronze 2008 und Silber 2012 in Rio mit der
olympischen Goldmedaille. Fotos: GES\Markus Gilliar
Das deutsche Turnen hat sich bei den
Olympischen Spielen in Rio de Janeiro
wieder in der Erfolgsspur zurückgemeldet. Der erste Olympiasieg seit
20 Jahren durch Fabian Hambüchen
(TSV Niedergirmes) und die Plätze
drei und vier von Sophie Scheder
(TuS Chemnitz-Altendorf) und Elisabeth Seitz (MTV Stuttgart) übertrafen
wohl auch die kühnsten Hoffnungen
und traf damit offenbar auch den Nerv
vieler sportbegeisterter Zuschauer in
Deutschland.
Denn das Turnen punktete auch in Rio
2016 bei den TV-Zuschauern: Über 4
Millionen sahen die Wettkämpfe der
Turner in Qualifikation und Team-
18
Finale, über 6 Millionen verfolgten
das Team-Finale der Frauen, und die
Krönung war der Olympiasieg von Fabian Hambüchen im Reck-Finale, der
mit 7,38 Millionen Zuschauern den
zweithöchsten Zuschauerwert nach
dem Beachvolleyball-Finale erreichte.
Vielleicht profitierte das Turnen dabei
auch von der Dramatik um Toba und
den perfekten Sendezeiten. So zeigte
sich Turnen für den normalen Fernsehzuschauer als einzigartige Sportart am
Rande des Wahnsinns. Jeder, der sich
früher im Schulsport einmal selbst an
einem Turngerät versucht hat und sich
diesen telegenen Sport nun im TV anschaut, kann die Leistungsdimensionen des heutigen Spitzenturnens sehr
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O L Y M P IA 2 0 1 6
schnell erfassen und nachvollziehen.
Eine solche positive und bewundernde
Grundstimmung in der Öffentlichkeit
sei ein Katalysator für die Zukunft
des Turnens. Der Verband muss nun
diesen kleinen Hype nutzen, in den
Städten und Regionen klar machen,
dass z. B. auch die Liga tolle Veranstaltungen bietet, damit sich das am
Ende in Zuschauerzahlen niederschlagen kann.
Denn die Medaillen von Hambüchen
und Scheder waren in Rio nur die
Glanzlichter einer insgesamt außergewöhnlich positiven Präsentation
der deutschen Turnteams. Die Frauen
schafften mit Platz sechs das beste
Teamresultat seit der Wiedervereinigung, die Turner trotz Verletzungspech immerhin Platz sieben.
Dabei hätte der Olympia-Auftakt
kaum dramatischer ausfallen können: Ein Kreuzbandriss bei Andreas
Toba (TV Schwäbisch Gmünd-Wetzgau), ein verpatzter Rekord-Flieger
von Andreas Bretschneider und das
frühzeitige Scheitern der heimlichen
Medaillenhoffnungen Marcel Nguyen
und Lukas Dauser (alle KTV Straubenhardt) standen da noch in krassem
Kontrast zur Reck-Show von Überflieger Fabian Hambüchen.
Atemberaubend waren für die TVZuschauer jedoch nicht nur die Auftritte der DTB-Turner. So bleibt wohl
auch der Kampf um das Mehrkampf-
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gold von Oleg Verniaiev gegen Kohei
Uchimura in Erinnerung. Der Ukrainer, der das Feld nach der Qualifikation angeführt hatte, scheiterte am
sechsten Gerät des Finales um einen
winzigen Zehntelpunkt am Japaner
Kohei Uchimura, der damit seit sieben
Jahren im Mehrkampf ungeschlagen
bleibt. Seine Olympiaträume vergolden konnte der Ukrainer dann doch
noch: Er siegte im Finale am Barren.
Seit langem die beste Leistung
der Frauen
Ganz anders lief es dagegen bei den
deutschen Turnerinnen. Erstmals seit
der Premiere im Jahr 2000 stand in Rio
de Janeiro ein deutsches Frauenteam
in einem olympischen Mannschaftsfinale. Sophie Scheder, Pauline Schäfer
(TuS Chemnitz-Altendorf) sowie Elisabeth Seitz, Kim Bui und Tabea Alt
vom Meister MTV Stuttgart sorgten
mit 173,263 Punkten auf Platz sechs
für die beste Leistung einer deutschen
Frauenmannschaft seit der Wende.
Die Krönung war jedoch die Bronzemedaille am Stufenbarren von Sophie
Scheder, die damit das beste OlympiaErgebnis einer deutschen Turnerin an
diesem Gerät seit 28 Jahren erzielte.
Nur 0,033 Punkte hinter der 19-Jährigen aus Chemnitz wurde die deutsche
Mehrkampfmeisterin Elisabeth Seitz
vom MTV Stuttgart Vierte.
Nils B. Bohl
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GER Ä TEFINA LS SA MSTA G
FINALE BODEN | M
Name
NationPunkte QRang Finale
FINALE SPRUNG | W
Name
NationPunkte QRang Finale
FINALE RINGE | M
Name
NationPunkte QRang Finale
FINALE PAUSCHENPFERD | M
Name
NationPunkte QRang Finale
FINALE STUFENBARREN | W
Name
NationPunkte QRang Finale
W
WILDCARD SAMSTAG
Name
NationPunkte QRang Finale
WILDCARD: Sollte sich kein deutscher Starter für ein
Finale qualifizieren können, besteht die Möglichkeit,
durch eine Wildcard einen deutschen Starter zusätzlich
zu benennen.
4 1 . T U R N I E R D E R M E I S T E R® 2 0 1 6
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D TL-B UND ESLIGA R IEGE D ES SC COTTB US
26
4 1 . T U R N I E R D E R M E I S T E R® 2 0 1 6
4 1 . T U R N I E R D E R M E I S T E R® 2 0 1 6
G E RÄ T E F INA L S S ONNT A G
FINALE SPRUNG | M
Name
FINALE BALKEN | W
NationPunkte QRang Finale
FINALE BARREN | M
Name
NationPunkte QRang Finale
NationPunkte QRang Finale
NationPunkte QRang Finale
FINALE BODEN | W
Name
NationPunkte QRang Finale
W
FINALE RECK | M
Name
Name
WILDCARD SONNTAG
Name
NationPunkte QRang Finale
WILDCARD: Sollte sich kein deutscher Starter für ein
Finale qualifizieren können, besteht die Möglichkeit,
durch eine Wildcard einen deutschen Starter zusätzlich
zu benennen.
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4 1 . T U R N I E R D E R M E I S T E R® 2 0 1 6
WELTPR EMIER EN
ERFINDER UND PATENTE
Im Turnen spricht man
von Tsukahara und Jurtschenko, von Kolman und
Gienger, von Tippelt und Chousovitina, von Jäger-, Pak und Mo-Salto
... Gemeint sind Elemente und Übungsverbindungen, die den Namen ihrer Erfinder
tragen, jener Turnerinnen und Turner, die sie
international erstmals fehlerfrei vorgeführt
haben und die vom Weltverband FIG mit
einem Eintrag im Code de Pointage „zertifiziert“ wurden. Zu den Kreativen zwischen
Boden und Reck gehören viele deutsche Turnerinnen und Turner.
Elisabeth Seitz: Rüberflieger
Im Jahr 2011, als Elisabeth Seitz mit
der Mehrkampf-Bronzemedaille bei
den EM in Berlin ihren bisher größten
internationalen Erfolg feierte, wurde
auch ein Übungsteil am Stufenbarren
nach ihr benannt. Als erste Turnerin
der Welt zeigte die damals 18-Jährige bei den Weltmeisterschaften in
Tokio dieses schwierige Element: aus
dem Bückumschwung rückwärts am
unteren Holm einen Flug mit ganzer
Längsachsendrehung in den Hang am
oberen Holm. Der „Seitz“ wurde im
internationalen Regelwerk, dem Code
de Pointage, als E-Schwierigkeit eingestuft.
Damit trug sich nach 24 Jahren Pause
wieder eine deutsche Turnerin in das
Patentregister am Barren ein. Letztmals war das 1987 bei der WM der
Dresdnerin Martina Jentsch mit einem
originellen Angang gelungen (Rondat
– Salto rückw. gehockt über den u. H.
4 1 . T U R N I E R D E R M E I S T E R® 2 0 1 6
31
WE L T P RE MI E R E N
zum Hang am u. H.). „Nach meinem
EM-Erfolg 2011 wollte ich mich gern
noch mit einem besonderen Element
‚verewigen‘“, gab Elisabeth Seitz zu.
„Und da ich immer Spaß am Fliegen
hatte, habe ich mich an diese Variante
gewagt“, begründete die Turnerin des
MTV Stuttgart ihre Motivation. Der
„Seitz“ ist die um eine halbe Drehung
weiterentwickelte Variante eines bekannten Übungsteils, dem „Chorkina“. Als 2013 die russische Olympiasiegerin Mustafina ebenfalls den
„Seitz“ in ihrem Vortrag zeigte, „da
hat mich das schon stolz gemacht“,
bekannte die Erfinderin, deren sportliches Lebensmotto lautet: „Make your
dreams come true“.
Andreas Bretschneider:
Überflieger
„Der Junge ist wahnsinnig“, mögen
viele Turner gedacht haben, als sie
mitbekamen, an welchem Superflieger
sich Andreas Bretschneider versuchte:
Doppelsalto über die Stange hinweg
mit doppelter Schraube. Die Weltpremiere fand Ende 2014 beim Weltcup
DTB-Pokal in Stuttgart statt. Bei der
Team-Challenge, einem Rahmenwettbewerb, gelang ihm das spektakuläre
Kunststück. Die FIG nahm es unter
dem Namen „Bretschneider“ in ihre
Erfinderkartei auf und stufte es mit der
bis dato höchsten Schwierigkeitsstufe
„H“ ein. Im November 2015 in Glasgow gelang dem 27-Jährigen auch die
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Das Auge hat Mühe, den Breiten- und Längsdrehungen
von Andreas Bretschneider bei seinem „Bretschneider“
zu folgen. Foto: Qingwei Chen
erfolgreiche Premiere bei einer Weltmeisterschaft – doch da verpatzte er
im Finale leider den Abgang.
Noch ist die Erfolgsquote dieses Superfliegers nicht so hoch, wie der
Chemnitzer „Testpilot“ sich das
wünscht. Was sich zuletzt bei den
4 1 . T U R N I E R D E R M E I S T E R® 2 0 1 6
WE L T P RE MI E R E N
Pauline Schäfer gewann 2015 in Glasgow WMBronze am Balken. Foto: Volker Minkus
missglückten Auftritten in Rio zeigte.
Trotzdem setzte der unerschrockene
Bretschneider, der in der Bundesliga
für die KTV Straubenhardt startet,
noch eins drauf: Er hat bereits die gestreckte Variante, den „Bretschneider
II“ in Arbeit. Jüngst bei Olympia gab‘s
allerdings nur Bruchlandungen. Doch
wer „Breti“ kennt, weiß, der Junge
gibt nicht auf …
BU
Pauline Schäfer: Gratwanderer
10 Zentimeter reichten ihr für Weltruhm. 10 Zentimeter auf dem Balken,
auf dem jeder Salto zum Risikofall
wird. Doch Pauline Schäfer fügte einem Seitwärtssalto noch eine
34
halbe Drehung hinzu und
präsentierte diese Kreation
fehlerfrei auf internationaler Bühne erstmals bei den
Europameisterschaften 2014
in Sofia, ein Jahr später auch
bei der WM in Nanning. Anschließend nahm die FIG dieses Übungsteil der Schwierigkeitskategorie E in ihren
Katalog auf – unter dem
Namen „Schäfer“.
Die 19-Jährige, die vom TV
Pflugscheid-Hixberg (Saarland) kommt und seit vielen
Jahren in Chemnitz trainiert
und für den TuS 1861 Chemnitz-Altendorf in der Bundesliga turnt, hat auch ein weniger
spektakuläres Element kreiert, einen
Sprung rückwärts in das Seitspagat
als Angang auf dem Balken. Damit
begann sie auch ihre Finalkür bei der
WM 2015 in Glasgow. Dass sie dort
auf Anweisung von Cheftrainerin Ulla
Koch auf ihre riskante Salto-Erfindung
verzichten musste, das hat sie schnell
verschmerzt – schließlich brachte ihr
das die WM-Bronzemedaille ein.
Lukas Dauser: Holmenkönner
Wer in München-Unterhaching bei
Trainer Kurt Szilier das Turnen erlernt
hat – wie Marcel Nguyen – muss wohl
zwangsläufig ein hervorragender Barrenturner werden. So auch Lukas Dauser, der seit Jahren nun in Berlin lebt
und trainiert, in der Bundesliga aber
4 1 . T U R N I E R D E R M E I S T E R® 2 0 1 6
WE L T P RE MI E R E N
für die KTV
Straubenhardt startet.
Der 22-Jährige hat sich
mit
einer
Weltneuheit
zwischen
den Holmen
ein Denkmal
gesetzt: Riesenfelge mit
einer dreiviertel Drehung zum
Handstand auf einem Holm mit sofortigem Healy in den Oberarmhang.
„Damals beherrschte ich diese Verbindung schon aus dem Stütz, also den
Makuts“, erklärte der Wahl-Berliner
den Entstehungsprozess des neuen
Teils. „Und da ich mit Riesenfelgen
immer schon gut zurechtkam, überlegten wir uns (mit Trainer Sebastian Faust / d. A.), beides miteinander
zu verbinden. Ich hab’s mal aus Spaß
probiert, und es klappte gut.“
Die erfolgreiche Premiere fand 2014
beim Weltcup in Anadia statt, im Februar 2015 bestätigte die FIG sein Patent als D-Element mit einem Eintrag
im Code de Pointage.
Für ein Olympiafinale hat Dausers
Vortrag mit dem „Dauser“ leider
nicht gereicht, aber immerhin ist er
dieses Jahr am Barren erstmals Deutscher Meister geworden – vor seinem
Barren-Vorbild Nguyen.
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Waldemar Eichorn: Helikopter
Deutsche Turner haben’s nicht so mit
Pferden. Aber die Helikopter-Gala von
Waldemar Eichorn am Pauschenpferd
ist nicht nur sehenswert, sondern
auch eine weltweite Einmaligkeit.
Der 30-jährige Bundesligaturner der
TG Saar hat 2014 eine spektakuläre
Übungsverbindung kreiert, die inzwischen im Code de Pointage als E-Teil
registriert ist. Die exakte Bezeichnung
dieses Patents lautet nüchtern: 1/1
Spindel i. Seitstütz m. beiden Pauschen zw. d. Händen (Kreisflanke o.
gegr. Kreisflanke). Viel mitreißender
ist es, wenn man diesen Wirbel aus
Thomasflanken und Drehungen beim
Wandern übers Pferd vorgeführt bekommt. Mit Applaus-Garantie. Damit
ist ihm und Trainer Victor Schweizer
ein wahres Meisterstück gelungen –
und den Deutschen Meistertitel gab‘s
2016 noch obendrauf.
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IN F O RM A T I ONE N R UND UM D EN WO RL D C UP
Gerätetechnik:
Bernd Schädel + Team
Dolmetscher:
Franziska Jaiser + Team
Übernachtung:
Manuela Krause
BEAUFTRAGTE DER FIG
Arturs Mickevics (MAG Technical Delegate)
Nelli Kim (WAG Technical Delegate)
Rahmenprogram:
S. Gypser, K. Kießling
Logistik:
Ulrich Schmidt
Organisationsbüro:
M. Prügel, U. Schmidt-Lezius, G. Jentsch
VERANSTALTER
Moderation:
Sascha Erler, Ronny Ziesmer, Katja Abel
Tonregie:
Thomas Brucksch
Organisation
Dr. Alfons Hölzl (Präsident)
Wolfgang Willam (Sportdirektor)
Emiliia Hristova (DTB-Beauftragte)
Holger Albrecht (Kampfgericht MAG)
Inge Funk (Kampfgericht WAG)
AUSRICHTER
Ehrengäste:
D. Kaiser, A. Mohaupt, R. Rau
Kartenservice:
CMT GmbH
C. Eilert, J. Schwebel
Merchandising:
INPETHO® MedienProduktion GmbH,
VIP-Pictures.com
Catering:
Liefer-Bar Cottbus
Verantwortlicher SSB:
Ralf Zwoch
Pressebetreuung:
Ina Elß, Peter Schäfer
Organisation
Mirko Wohlfahrt (Turnierdirektor)
Arved Hartlich (Präsident)
Olaf Neumann (Wettkampf-Regie)
Bernd Schädel (Technischer Leiter)
N. Brückner, T. Lehmann (Finanzen)
38
TV-Produktion:
Studio Berlin
Mediale Gesamtbetreuung:
INPETHO® MedienProduktion GmbH
Wir danken allen ehrenamtlichen
Helferinnen und Helfern der
Turnvereine des Turnbezirks Lausitz.
4 1 . T U R N I E R D E R M E I S T E R® 2 0 1 6
FÖR D ER ER UND SPONSOR EN
VERANSTALTER
DEUTSCHER TURNER-BUND E.V.
AUSRICHTER
SC COTTBUS TURNEN E.V.
VERMARKTUNG
DTB SERVICE GMBH, EBERHARD GIENGER PRO-MOTION GMBH
COTTBUSER GESELLSCHAFT FÜR SPORTFÖRDERUNG MBH
HAUPTSPONSOREN
DIE DEUTSCHE AUTOMATENWIRTSCHAFT - BROSE - DER GRÜNE PUNKT
DEKRA - DER KREIS - HERRENKNECHT - PRAUTEC - MENNEKES
LOTTO BRANDENBURG - ROSENBERG - PROWIN - RUSSIAN POST
SPARKASSE SPREE-NEISSE - DOC MORRIS -TRILUX - DVAG
SPONSOREN
ANTENNE BRANDENBURG - COTTBUSSER PRESSE VERTRIEB OHG - ERIMA
GEBÄUDEWIRTSCHAFT COTTBUS - GEMAG GEBÄUDEMANAGEMENT AG
EG WOHNEN 1902 - FGT GLASWERK - LINDNER CONGRESS HOTEL COTTBUS
LEHMANN CREW - LWG LAUSITZER WASSER - SPIETH GYMNASTICS
FÖRDERER
MINISTERIUM FÜR BILDUNG, JUGEND UND SPORT DES LANDES BRANDENBURG
STADT COTTBUS, LANDESSPORTBUND BRANDENBURG
PARTNER
RADISSON SAS COTTBUS
WALDHOTEL COTTBUS
SORAT HOTEL COTTBUS
AHORN HOTEL COTTBUS
HOTEL AM SEEGRABEN COTTBUS
BÜRO-ORGANISATION ROLAND ZELLER GMBH
INPETHO MEDIENPRODUKTION GMBH
SOFTLINE HEALTHCARE PRODUCTS
FLORALIA GARTENBAU E.G.
RADEBERGER EXPORTBIERBRAUEREI
MINERALQUELLEN BAD LIEBENWERDA GMBH
CMT COTTBUS GMBH
SPORTLICHT GMBH
BAUTEC BETEILIGUNGSGESELLSCHAFT MBH
SELTRONIK NACHRICHTENTECHNIK GMBH
STRÖER DEUTSCHE STÄDTE MEDIEN GMBH
CRISTALICA GMBH DÖBERN
UNSER DANK GILT
Autohaus Cottbus GmbH
Autohaus Härtel & Söhne GmbH
Hermann und Langer GmbH
Schmelling Automobile GmbH
Autohaus Wilk GmbH
Autohaus Förster GmbH
Autohaus Schön GmbH
Autohaus Krause & Sohn GmbH
Autohaus Schulze GmbH
Autohaus Heydemann & Paukstadt GmbH
Autohaus Knott GmbH
Autohaus Koitz GmbH
Cottbusverkehr
LEO-Reisen
Carl-Thiem-Klinikum Cottbus
Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Olympiastützpunkt Brandenburg
Lausitzer Sportschule Cottbus
Sportbetonte Grundschule Cottbus
DM Bernd Malak
Sportstättenbetrieb der Stadt Cottbus
Stadtsportbund Cottbus
Berufsfeuerwehr Cottbus
Beteiligte Ämter der Stadtverwaltung Cottbus
4 1 . T U R N I E R D E R M E I S T E R® 2 0 1 6
39
DE U T S CH E T UR NL I GA
D EUTSCH E TUR NLIGA
Diese Jungs haben den Anfang gemacht: die ersten Teams der neuen Nachwuchs-Bundesliga,
die am 23. April 2016 in Halle/Saale gestartet ist. Foto: Rudi Brand
JUNGBRUNNEN FÜR DAS
DEUTSCHE TURNEN
Der Start dieses Jahr in die neue DTL-Nachwuchsbundesliga ist ohne Zweifel gelungen.
Da sind sich Abteilungsleiter Männer Mirko Wohlfahrt (DTL) und Junioren-Cheftrainer
Jens Milbradt vom Deutschen Turnerbund (DTB) einig. „Ich habe das Leuchten in
den Augen der Jungs gesehen. Das war toll anzuschauen“, zog Wohlfahrt eine erste
positive Bilanz der beiden Auftaktwettkämpfe: „Der Anfang ist gemacht. Und das
allein ist eine gute Sache“, ist sich der Cottbuser sicher und freut sich auf das Finale
in Ludwigsburg, für welches sich seine SCC-Jungs als Tabellenführer qualifiziert haben.
40
4 1 . T U R N I E R D E R M E I S T E R® 2 0 1 6
Auch nach Ansicht von Milbradt ist
die Nachwuchsbundesliga eine echte
„WinWin“-Situation. „Wir hatten gerade im Nachwuchsbereich einfach zu
wenige Wettkämpfe. Also waren wir
auf der Suche nach einem Weg, diese
zu organisieren. Wettkämpfe, die nicht
so teuer sind, mit guten Geräten und
mit einer tollen Konkurrenzsituation“,
umfasst der ehemalige Hallenser Spitzenturner seine Motivation.
Alarmsignal für die Liga war dabei die
Tatsache, dass die Altersstruktur in den
Mannschaften der Männer in den vergangenen Jahren stetig gestiegen war.
„Wir haben uns natürlich gefragt, woran das liegt“, erzählt Mirko Wohlfahrt,
der sich daraufhin auf die Suche nach
den Ursachen machte. Das Ergebnis:
„Viele Jugendliche verabschieden sich
offenbar im Alter zwischen 13 und 16
Jahren vom Turnsport“. Die Liga suchte
weiter, führte viele Gespräche mit den
Vereinen, forschte nach Ursachen und
Gründen und fand sie schließlich auch.
„Einer der wichtigen Gründe war unter
anderem, dass man gerade als junger
Turner seine Fähigkeiten nur viel zu
selten zum Einsatz bringen kann. Das
ist ein großer Motivationskiller.“
4 1 . T U R N I E R D E R M E I S T E R® 2 0 1 6
41
DE U T S CH E T UR NL I GA
Dankbar für engagierten Sponsor
Also begannen Wohlfahrt und seine
Mitstreiter, das Projekt «Nachwuchsbundesliga» zu erdenken und sammelten auf dem Weg dorthin weitere
Experten und Unterstützer ein, inklusive des DTB und des Instituts für
Angewandte Trainingswissenschaften
(IAT). Mit der Firma Sport Thieme gelang es, ein renommiertes Unternehmen als finanziellen Unterstützer zu
gewinnen. „Ich bin da wirklich sehr
dankbar, dass wir dort einen Titelsponsor gefunden haben, der das Projekt
nicht nur materiell, sondern auch ideell
unterstützt“.
In drei Vorrundenkämpfen können
nun die Nachwuchsturner der teilnehmenden Vereine ihre Wettkampf- und
Teamfähigkeit erproben, die besten
Teams können sich dann im Rahmen
des DTL-Finales auf großer Bühne
noch ein viertes Mal beweisen. „Einen Mannschaftswettkampf für seinen Verein zu turnen ist
auch von der Motivation
her etwas anderes, als
bei deutschen Jugendmeisterschaften individuell zu
starten. Der Teamcharakter
gibt der Sache noch einmal
einen besonderen Stellenwert und macht es für die
Turner noch attraktiver“,
meint Milbradt.
So ist Milbradt überzeugt,
dass das Projekt eine Zu-
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kunft haben wird. „Wir haben die ersten Schritte gemacht. Wir brauchen
allerdings noch mehr Teams. Das ist
auch wichtig für eine hohe Konkurrenzsituation“, sagte er. Im nächsten Jahr
komme zusätzlich der Vorteil hinzu,
dass die Bundesliga im Frühjahr turne.
„So können wir die Nachwuchswettkämpfe zusammen mit der Bundesliga
an einem Wettkampftag gestalten.“
Für Wohlfahrt ist die Nachwuchsbundesliga auch ein gutes Beispiel für ein
gelungenes „Joint Venture“ zwischen
Liga und Turner-Bund. „Die Zusammenarbeit mit dem DTB ist an dieser
Stelle nicht nur momentan, sondern
grundlegend sehr gut. Selbst bei teilweise unterschiedlichen Interessenlagen ist das gegenseitige Verständnis
immer da. Denn wir haben erkannt,
dass wir ja beide im Grunde dasselbe
wollen: den Turnsport in Deutschland
nach vorne bringen“, sagte er.
Nils B. Bohl
4 1 . T U R N I E R D E R M E I S T E R® 2 0 1 6
DE U T S CH E T UR NL I GA
SAISON 2016
1. Wettkampftag 01.10.2016
TG Saar - SC Cottbus56:21
MTV Stuttgart - KTV Obere Lahn
44:31
KTV Straubenhardt - TV SG-Wetzgau 57:11
TSV Monheim - Siegerländer KV
22:51
5. Wettkampftag 29.10.2016
SC Cottbus - KTV Obere Lahn39:24
TG Saar - MTV Stuttgart
39:28
KTV Straubenhardt - TSV Monheim
75:11
TV SG-Wetzgau - Siegerländer KV
33:40
2. Wettkampftag 08.10.2016
SC Cottbus - KTV Straubenhardt17:59
KTV Obere Lahn - TSV Monheim
55:14
TV SG-Wetzgau - TG Saar
31:44
Siegerländer KV - MTV Stuttgart
26:28
6. Wettkampftag 12.11.2016
TG Saar - KTV Obere Lahn
__:__
MTV Stuttgart - KTV Straubenhardt
__:__
TSV Monheim - TV SG-Wetzgau
__:__
Siegerländer KV - SC Cottbus__:__
3. Wettkampftag 15.10.2016
TV SG-Wetzgau - SC Cottbus40:44
KTV Straubenhardt - KTV Obere Lahn 53:23
MTV Stuttgart - TSV Monheim
64:18
TG Saar - Siegerländer KV
50:19
7. Wettkampftag 19.11.2016
KTV Straubenhardt - TG Saar
__:__
TV SG-Wetzgau - MTV Stuttgart
__:__
SC Cottbus - TSV Monheim__:__
KTV Obere Lahn - Siegerländer KV
__:__
4. Wettkampftag 22.10.2016
KTV Obere Lahn - TV SG-Wetzgau
52:20
MTV Stuttgart - SC Cottbus39:25
TSV Monheim - TG Saar
26:53
Siegerländer KV - KTV Straubenhardt 24:49
DTL-FINALE IN LUDWIGSBURG 03.12.2016
Deutsche Mannschaftsmeisterschaft
in der „MHPArena“ Ludwigsburg
PLATZ
1
2
3
4
5
6
7
8
MANNSCHAFT
KTV Straubenhardt (M)
TG Saar
MTV Stuttgart
KTV Obere Lahn
Siegerländer KV (A) SC Cottbus TV Schwäb. Gmünd-Wetzgau
TSV Monheim (M) Amtierender Mannschaftsmeister
44
_______________ - _______________
PUNKTE 10 : 00 10 : 00 08 : 02 04 : 06 04 : 06 04 : 06 00 : 10 00 : 10 GERÄTEPUNKTE
52 : 08
41 : 19
43 : 17
33 : 27
31 : 29
21 : 39
15 : 45
04 : 56
(A) Aufsteiger zur DTL-Bundesliga
4 1 . T U R N I E R D E R M E I S T E R® 2 0 1 6
eG WOH NEN JUNIOR STR OPH Y
JUNIORSTROPHY
31. Internationales
Nachwuchsturnier um die
eG Wohnen JUNIORSTROPHY
WO DIE „GROSSEN“ KLEIN
ANGEFANGEN HABEN ...
Wenn der Sommer zu Ende geht, trifft sich der internationale Turnnachwuchs in Cottbus. Bereits seit 1986 findet im Herbst das traditionelle Internationale Nachwuchsturnier
statt. Zuschauen lohnt sich allemal, wenn es um die „eG Wohnen JuniorsTrophy“ geht.
23. und 24. September 2017
Cottbus, Lausitz-Arena
Samstag, 23.09.2017
Mehrkampf
Sonntag, 24.09.2017
Gerätfinals
Nach der erfolgreichen Durchführung eines SCC-Geburtstagsturniers
1983 wollte der Cottbuser Sportclub ob des großen Zuspruchs ein
internationales Nachwuchsturnier im
Turnen etablieren. Als Ausrichter übergab der SCC kurzerhand der Cottbuser
Sportschule, die „Schirmherrschaft“
und fortan gehörte das Turnier zur
Schule und die internationalen Turner
zu den Gästen des Sportschul-Festes.
Ebenfalls von Anfang an dabei war die
damalige Arbeiterwohnungsbaugenossenschaft (AWG) Stadt Cottbus als Patenbetrieb der Schule. Die Nachfolger
der AWG wurden später Namensgeber
für den GWG-Cup und die heutige eG
Wohnen Juniors Trophy.
Noch immer lädt der ausrichtende SC
Cottbus Turnen e.V. zum sportlichen
Wettstreit in die Lausitz. Das „Internationale Nachwuchsturnier um die eG
Wohnen JuniorsTrophy“ ist heute eines der wichtigsten Nachwuchsturniere
weltweit und wird vom Turn-Weltverband FIG anerkannt. Die Sportler und
Betreuer sind auch nach nun über 30
Jahren von der tollen Atmosphäre in
Cottbus begeistert. So mancher der
kleinen Starter hat sich die Zonderlands, Vichovs, Whitlocks oder Boys
zum Vorbild gemacht, die an und mit
dem Turnier zu Weltklasseathleten gewachsen sind.
Das Nachwuchsturnier ist nach wie vor
ein „Familienfest“. Über Jahre gewachsene Freundschaften zwischen den Athleten, den Trainern und Organisatoren
zeugen vom völkerverbindenden Charakter und dem Ziel der gegenseitigen
Achtung und Anerkennung.
Nicht nur als Namensgeber tritt nach
wie vor auch die eG Wohnen in Erscheinung. Seit Jahrzehnten sorgt die
Genossenschaft hinter den Kulissen für
unkomplizierte Unterstützung und ein
gutes Gelingen.
4 1 . T U R N I E R D E R M E I S T E R® 2 0 1 6
47
A LLE SIEGER 1979 – 1999
TURNIER DER MEISTER® –
ALLE SIEGER AUF EINEN BLICK
JAHR FRAUEN
1979 MAXI GNAUCK
1980 MAXI GNAUCK
1981 MAXI GNAUCK
1982 GALINA MARINOVA
1983 WIE JIANG (CHN) / SYLVIA RAU
1984 SIMONE HARPERATH
1985 GABRIELE FÄHNRICH
1986 ASTRID HEESE
1987 GABRIELA POTORAC
1988 VIKTORIA IVKOVA
1989 BRANDY JOHNSON
1990 HENRIETTA ONODI
1991 ELENA PISKOUN
1992 HENRIETTA ONODI
1993 JANA GÜNTHER
LAND
DDR
DDR
DDR
BUL
DDR
DDR
DDR
DDR
ROM
UdSSR
USA
HUN
GUS
HUN
GER
MÄNNER
ROLAND BRÜCKNER
ROLAND BRÜCKNER
MICHAEL NIKOLAY
ROLAND BRÜCKNER / MICHAEL NIKOLAY
HOLGER BEHRENDT
ROLAND BRÜCKNER / JENS FISCHER
ULF HOFFMANN
LI CHOL HON
SYLVIO KROLL
HOLGER BEHRENDT
SYLVIO KROLL
QIAO LING
SYLVIO KROLL
ALEXEJ VOROPAEV
VITALI SCHERBO
LAND
DDR
DDR
DDR
DDR
DDR
DDR
DDR
KDVR
DDR
DDR
DDR
CHN
GER
GUS
BLR
1994 SPRUNG A. GHIMPU
ROM
BARREN E. PISKOUN
BLR
BALKEN E. ROSCHINA
RUS
BODEN E. PISKOUN
BLR
BODEN
PAUSCHENPF.
RINGE
SPRUNG
BARREN RECK N. PODGORNY
V. BELENKI
J. CHECHI
V. BELENKI
V. BELENKI
V. SCHERBO
RUS
GER
ITA
GER
GER
BLR
1995 SPRUNG L. PODKOPAJEVA
UKR
BARREN A. NYESTE
HUN
BALKEN S. CHORKINA
RUS
BODEN L. PODKOPAJEVA
UKR
BODEN
PAUSCHENPF.
RINGE
SPRUNG
BARREN
RECK
G. MISJUTIN
G. MISJUTIN
A. WECKER
G. MISJUTIN
R. SCHARIPOV
I. IVANKOV
UKR
UKR
GER
UKR
UKR
BLR
1996 SPRUNG D. KOTSCHETKOWA
RUS
BARREN E. PISKOUN
BLR
BALKEN D. KOTSCHETKOWA
RUS
BODEN O. CHOUSOVITINA
UZB
BODEN
PAUSCHENPF.
RINGE
SPRUNG
BARREN
RECK
G. MISJUTIN
LI DONGHUA
A. DEMIJANOV
V. SCHERBO
A. NEMOV
A. WECKER
UKR
SUI
CRO
BLR
RUS
GER
1997 SPRUNG K. KERN
GER
BARREN O. CHOUSOVITINA
UZB
BALKEN O. CHOUSOVITINA
UZB
BODEN O. CHOUSOVITINA
UZB
BODEN
PAUSCHENPF.
RINGE
SPRUNG
BARREN
RECK
S. FEDORCHENKO
J.-P. NIKIFEROW
A. DEMIJANOV
A. BONDARENKO
I. IVANKOV
A. DEMIJANOV
KSZ
GER
CRO
RUS
BLR
CRO
1998 SPRUNG A. VARGA
HUN
BARREN S. CHORKINA
RUS
BALKEN E. PRODUNOVA
RUS
BODEN L. MASON
GBR
BODEN
PAUSCHENPF.
RINGE
SPRUNG
BARREN
RECK
A. BONDARENKO
I. IVANKOV
I. IVANKOV
Y. HONG-CHUL
A. DIMITRENKO
K. OELSCH
RUS
BLR
BLR
KOR
KSZ
GER
1999 SPRUNG E. ZAMOLODCHIKOVA
RUS
BARREN S. CHORKINA
RUS
BALKEN S. CHORKINA
RUS
BODEN A. KOVALEVA
RUS
BODEN
PAUSCHENPF.
RINGE
SPRUNG
BARREN
RECK
L. XIAOPENG
A. BERESH
I. IVANKOV
A. BONDARENKO
J. CARBALLO
I. IVANKOV
CHN
UKR
BLR
RUS
ESP
BLR
4 1 . T U R N I E R D E R M E I S T E R® 2 0 1 6
49
AL L E S IE G ER 2 0 0 0 – 2 0 0 8
A LLE SIEGER 2009 – 2016
JAHR FRAUEN
LAND
2000 SPRUNG D. LOPEZ
MEX
BARREN V. KARPENKO
UKR
BALKEN S. CHORKINA
RUS
BODEN E. PRODUNOVA
RUS
MÄNNER
BODEN
V. RUDNITSKI
PAUSCHENPF. M. URZICA
RINGE
S. CSOLLANY
SPRUNG
X. JUNFENG
BARREN
A. WECKER
RECK
A. JELTKOV
LAND
BLR
ROM
HUN
CHN
GER
CAN
JAHR FRAUEN
LAND
2009 SPRUNG A. KÄSLIN
SUI
BARREN A. BRINKER GER
BALKEN M. PIHAN-KULESZA POL
BODEN S. LU CHN
MÄNNER
BODEN K. UCHIMURA PAUSCHENPF. D.-D. TRUYENS
RINGE
Y. VAN GELDER SPRUNG
J. WAMMES BARREN M. PETKOVSEK RECK Y. CUCHERAT LAND
JPN
BEL
NED
NED
SLO
FRA
2001 SPRUNG E. ZAMOLODCHIKOVA
RUS
BARREN S. CHORKINA
RUS
BALKEN C. YUE BAI
CHN
BODEN E. LOBAZNJUK
RUS
BODEN
PAUSCHENPF.
RINGE
SPRUNG
BARREN
RECK
J. SAPRONENKO
M. URZICA
S. CZOLLANY
BIN LU
A. PEGAN
A. PEGAN
LAT
ROM
HUN
CHN
SLO
SLO
2010
SPRUNG O. CHUSOVITINA
BARREN K. VACULIK BALKEN T. SOLOVYEVA BODEN M. PIHAN-KULESZA / K. VACULIK GER CAN RUS POL CAN BODEN
PAUSCHENPF. RINGE SPRUNG BARREN RECK M. NGUYEN S. BERTONCELJ S. AIT SAID M. FAHRIG Y. HOSHI E. ZONDERLAND GER
SLO
FRA
GER
JPN
NED
2002 SPRUNG O. CHUSOVITINA
UZB
BARREN E. TWEDDLE
GBR
BALKEN D. HYPOLITO
BRA
BODEN A. SLATER
AUS
BODEN
PAUSCHENPF.
RINGE
SPRUNG
BARREN
RECK
J. SAPRONENKO
M. URZICA
J. JOVTCHEV
C. L. TAMAYO
Y. CUCHERAT
P. RIZZO
LAT
ROM
BUL
CUB
FRA
AUS
2011
SPRUNG O. CHUSOVITINA BARREN JINNAN YAO BALKEN JINNAN YAO BODEN JINNAN YAO GER
CHN
CHN
CHN
BODEN PAUSCHENPF. RINGE SPRUNG BARREN RECK E. KOSMIDIS H. ZHANG X. LUO O. YAKUBOVSKYI Y. CUCHERAT A. TSAREVICH GRE
CHN
CHN
UKR
FRA
UZB
2003
SPRUNG O. CHUSOVITINA BARREN E. TWEDDLE BALKEN A. PAVLOVA BODEN A. PAVLOVA UZB GBR RUS RUS BODEN PAUSCHENPF. RINGE SPRUNG BARREN RECK R. GAL M. URZICA J. JOVTCHEV R. A. KARIM Y. CUCHERAT A. PEGAN HUN
ROM
BUL
EGY
FRA
SLO
2012
SPRUNG B. ROGERS BARREN E. SEITZ BALKEN V. MILLOUSI BODEN D. CHELARU CAN GER GRE ROM BODEN PAUSCHENPF. RINGE SPRUNG BARREN RECK P BOY Q. XIAO C. YIBING I. RADILOV M. PETKOVSEK E. ZONDERLAND GER
CHN
CHN
UKR
SLO
NED
2004
SPRUNG O. CHUSOVITINA BARREN E. TWEDDLE BALKEN C. PONOR BODEN D. DOS SANTOS UZB GBR ROM BRA BODEN PAUSCHENPF. RINGE SPRUNG BARREN RECK I. VICHOVS V. CANO D. TAMBAKOS L. BLANIK V. TSOLAKIDIS A. PEGAN LAT
ESP
GRE
POL
GRE
SLO
2013
SPRUNG O. CHUSOVITINA BARREN A. GRISHINA BALKEN A. GRISHINA BODEN M. CHANT UZB RUS RUS CAN BODEN M. FAHRIG PAUSCHENPF. D. TRUYENS RINGE E. PETROUNIAS SPRUNG J. DALTON BARREN H. T. NGUYEN RECK A. BRETSCHNEIDER GER
BEL
GRE
USA
VIE
GER
2005
SPRUNG L. SOUZA BARREN Y. FAN BALKEN Y. LOZHECHKO BODEN M. MESALLES BRA CHN RUS ESP BODEN PAUSCHENPF. RINGE SPRUNG BARREN RECK P. DOMINGUEZ M. URZICA Y. VAN GELDER B. LU M. URZICA I. YONEDA SUI
ROM
NED
CHN
ROM
JPN
2014
SPRUNG J. BERGER BARREN S. SCHEDER BALKEN N. MAKRA BODEN M. PIHAN-KULESZA GER GER HUN POL BODEN PAUSCHENPF. RINGE SPRUNG BARREN RECK D. ABLYAZIN K. BERKI D. ABLYAZIN T. TUUHA K. UEMATSU A. BRETSCHNEIDER RUS
HUN
RUS
FIN
JPN
GER
2006
SPRUNG J. BIEGER
BARREN L. YA BALKEN I. ISAJEVA BODEN I. ISAJEVA USA CHN RUS RUS BODEN PAUSCHENPF. RINGE SPRUNG BARREN RECK D. HYPOLITO K. BERKI Y. VAN GELDER B. O’NEILL M. PETKOVSEK V. MARAS BRA
HUN
NED
CAN
SLO
GRE
2015
SPRUNG O. CHUSOVITINA BARREN J. ADLERTEG BALKEN A. E. MUNTEANU BODEN M. PIHAN-KULESZA UZB SWE ROM POL BODEN PAUSCHENPF. RINGE SPRUNG BARREN RECK K. SHIRAI O. VERNIAIEV A. NABARRETE ZANETTI
O. VERNIAIEV O. VERNIAIEV U. SAMILOGLU JPN
UKR
BRA
UKR
UKR
TUR
2007 SPRUNG O. CHUSOVITINA
GER
BARREN E. GARCIA
MEX
BALKEN Y. FAN
CHN
BODEN E. GARCIA
MEX
BODEN
PAUSCHENPF.
RINGE
SPRUNG
BARREN RECK V. KUVAKIN
K. BERKI R. CARMONA W. DU H. TENG V. MARAS UKR
HUN
VEN
CHN
CHN
GRE
2016
SPRUNG O. CHUSOVITINA BARREN S. SCHEDER BALKEN K. JURKOWSKA-KOWALSKA
BODEN L. TOP UZB GER POL NED BODEN PAUSCHENPF. RINGE SPRUNG BARREN RECK D. HYPOLITO L. SMITH I. RADIVILOV O. VERNIAIEV M. NGUYEN O. VERNIAIEV BRA
GBR
UKR
UKR
GER
UKR
2008 SPRUNG O. CHUSOVITINA
GER
BARREN K. HE
CHN
BALKEN X. SHA CHN
BODEN S. IZBASA ROM
BODEN
PAUSCHENPF.
RINGE
SPRUNG
BARREN RECK F. HAMBÜCHEN
K. BERKI
Y. VAN GELDER
O. YAKUBOVSKYI
L. XIAOPENG
K. ZOU GER
HUN
NED
UKR
CHN
GRE
50
4 1 . T U R N I E R D E R M E I S T E R® 2 0 1 6
4 1 . T U R N I E R D E R M E I S T E R® 2 0 1 6
51
IM P RE S S U M
GUSTAV - Das T.I.C.-Magazin zum 41. Turnier der Meister®
Herausgeber
SC Cottbus Turnen e.V.
Auflage: 2000 Exemplare
Anzeigen
Eberhart Gienger pro-motion GmbH
Cottbuser Gesellschaft f. Sportförderung
Deutscher Turner-Bund Service GmbH
Layout, Satz und Herstellung
INPETHO® MedienProduktion Cottbus
Redaktion
Mirko Wohlfahrt (verantwortlich),
Thomas Grube, Franziska Jaiser,
Torsten Hartmann, Nils Bohl,
Turnmagazin LEON*
Fotos
Stephan, Lattacz, Bohl, Minkus, Schreyer,
CGS, DTB, Archiv
Redaktionsschluss: 11.11.2016
52
4 1 . T U R N I E R D E R M E I S T E R® 2 0 1 6