FIUTSCHER-Sonderbeilage

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FIUTSCHER
Willkommen
an Fiutscher
Inhalt
7
Mit Tourguides an Fiutscher
Bekannte und engagierte Bündnerinnen
und Bündner führen Besucher in kleinen
Gruppen durch die Ausstellung.
13 Den richtigen Beruf finden
Im Berufswahlprozess der Jugendlichen
sollen Berufsbildende und Berufsschullehrer besser eingebunden sein.
27 Führungen in Fremdsprachen
Informationen in verschiedenen Sprachen
als wichtige Hilfe für fremdsprachige
Eltern und Jugendliche.
33 Besondere Ausbildungen
Dank besonderer Angeboten haben auch
Jugendliche mit Unterstützungsbedarf
eine Chance auf dem Arbeitsmarkt.
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er Fachkräftemangel ist in aller Munde. Alleine schon
aus dem Wort geht hervor, dass Fachkräfte in der Wirtschaft nach wie vor – und im verstärkten Ausmass – benötigt werden. Doch wie wird man zur Fachfrau, zum Fachmann? Welche Wege stehen unseren Jungen offen, um die
richtige Wahl zu treffen, damit die Freude, ja sogar eine Berufung für den richtigen Ausbildungsgang entstehen kann? Um
diese Fragen zu beantworten, führen der Bündner Gewerbeverband und viele Berufsverbände im Rhythmus von zwei Jahren die Fiutscher-Messe durch. Ein weiteres Mal dürfen wir für
die Durchführung 2016 noch mehr Stände mit noch mehr Angeboten präsentieren. Auch dies ist ein Indiz dafür, dass die
Wirtschaft dringend auf gute Berufsleute angewiesen ist.
Das Erfolgsmodell von Fiutscher ist, dass es die Lernenden
vieler Branchen sind, die ihre Ausbildungs- und Weiterbildungswege den Schülerinnen und Schülern der Oberstufe in
einem sehr attraktiven Rahmen präsentieren. Aber auch für
die Erwachsenen ist es eine grosse Freude und zudem sehr interessant, die Ausstellung zu erkunden. Ich lege Ihnen dies
wärmstens ans Herz und verspreche Jung und Alt, Schülerinnen, Weiterbildungswilligen und Eltern, dass Sie sehr engagierte Lernende erleben werden, die ihren Beruf mit grossem
Stolz und einem Funkeln in den Augen präsentieren werden.
Nutzen Sie die Gelegenheit! Sie werden überrascht sein, welche Vielfalt von Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten geboten werden.
Dies ist nun bereits die vierte Ausgabe von Fiutscher. Für den
Bündner Gewerbeverband bedeutet die Durchführung eine
grosse Herausforderung, aber auch eine grosse Ehre! Allen,
die mithelfen, diesen Grossevent durchzuziehen und zum Erfolg zu führen, gilt unser Dank. Ebenso natürlich den Partnern
und Sponsoren, ohne sie wäre der Anlass nicht machbar.
Fiutscher erwartet Sie – herzlich willkommen!
Impressum
Herausgeberin Somedia Publishing AG, Sommeraustrasse 32,
Postfach, 7007 Chur; Verleger: Hanspeter Lebrument; CEO:
Andrea Masüger Redaktion Cornelius Raeber, Beilagenredaktion Somedia, Monika Losa, Bündner Gewerbeverband
Redaktionelle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Jürg
Michel, Martin Michel, Andreas Spinas, Justina Simeon, Erwin
Walker, Matthias Hildering, Edvin Demund Layout Tobias
Ammann Bilder BGV, Archiv SO, zVg Inserate Monika Losa,
Bündner Gewerbeverband Diese Ausgabe erscheint in
folgenden Publikationen Die Südostschweiz, Regionalausgaben Graubünden, Glarus, Gaster See; Bündner Tagblatt,
La Quotidiana, Fegl Ufficial Sursela, Ruinaulta Auflage 76 337
Montag, 31. Oktober 2016 | Südostschweiz
Urs Schädler
Präsident
Bündner Gewerbeverband
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FIUTSCHER
Schaffen wir eine Zukunft für die Jugendlichen
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ir sind heute in der Schweiz in der
glücklichen Situation, dass zumindest
ein grundsätzlicher Konsens bei politischen Parteien und bei der Bevölkerung besteht:
Ja, es lohnt sich, in die Bildung zu investieren.
Investitionen in Ausbildungsinstitutionen und
Betriebe sind ein Garant dafür, dass die Schweiz
weiterhin ein innovativer und erfolgreicher
Werk- und Ausbildungsplatz bleibt und auch für
zukünftige Herausforderungen wie den Umgang
mit neuen Informationstechnologien gewappnet
ist.
Im Jahr 2004 haben sich Bund und Kantone
zum Ziel gesetzt, dass in der Schweiz 95 Prozent
der Jugendlichen jedes Jahrgangs mindestens
einen Abschluss auf der Sek-Stufe II erreichen.
Dieses ambitionierte Ziel wurde dank des Engagements aller beteiligten privaten und öffentlichen Institutionen erreicht – vorher waren es nur
85 Prozent. Zu diesem Erfolg beigetragen hat
auch die Erkenntnis, dass man auf allen Ebenen
stufengerecht fördern muss. Dazu gehören überall Brücken für den Übergang zwischen den Bildungsgängen. (siehe Grafik unten)
Zwei Drittel der Jugendlichen wählen nach der
obligatorischen Schulzeit eine Berufsausbildung
in einem Lehrbetrieb. Beim Übergang von der
Schul- in die Lehrzeit wird erstmals ein grundlegender Entscheid getroffen, mit welchen beruflichen und schulischen Anforderungen sich ein
Jugendlicher während seiner Lehrzeit auseinandersetzen möchte. Neben der Aneignung von
fachlichem, berufsspezifischem Wissen vermittelt die Zeit der Berufsausbildung auch ganz
grundlegende Leistungsmerkmale wie Exaktheit,
Präzisionsarbeit, Durchhaltevermögen, Kommunikation, Zuverlässigkeit, Übernahme von Verantwortung sowie Pünktlichkeit.
In der Berufswahlzeit übernehmen die Schulen und die Berufsberatung eine wichtige Funktion, denn sie motivieren die Jugendlichen, sich
aktiv mit ihrer Zukunft auseinanderzusetzen. Die
Berufsausstellung Fiutscher in der Churer Stadthalle vermittelt einen guten Überblick über das
vielfältige Bildungsangebot im Kanton. Sie bringt
auch Schüler und Schülerinnen mit Lernenden,
mit Ausbildnern, Berufsberatungspersonen und
Schulverantwortlichen zusammen. Ein wichtiger
Schritt in der Berufswahl!
Der Kanton Graubünden unterstützt die Berufsausstellung Fiutscher auch dieses Jahr mit
Überzeugung. Die verantwortlichen Organisatoren haben es dank des grossen Engagements erneut geschafft, eine lebendige, praxisorientierte
Ausstellung auf die Beine zu stellen.
Ich wünsche Ihnen allen einen erlebnisreichen
und zukunftsweisenden Besuch!
Martin Jäger,
Regierungsrat,
Erziehungs-, Kulturund Umweltschutzdepartement
Das Bildungssystem im Überblick
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FIUTSCHER
Touren Sie mit
an Fiutscher
Verbindungen knüpfen und die Lebhaftigkeit der vielseitigen Berufe und
Weiterbildungen in der Atmosphäre eines kleinen Bündner Volksfests aufzeigen.
Dies setzen sich die Organisatoren zum Ziel, wenn Sie am Freitagabend zur
Fiutscher-Tour in die Stadthalle Chur bitten. Alle sind dazu eingeladen. von Monika Losa
E
s sind bekannte Namen wie
Renzo Blumenthal, Gimma,
Claudia Züllig oder die Moderatoren Elin Batista oder
Jürg Feuerstein, die an Fiutscher als Tourguides im Einsatz stehen.
Sie führen das Publikum – und dazu
können auch Sie gehören – in kleinen
Gruppen durch die Ausstellung. Es soll
Spass machen, zusammen mit dieser
Persönlichkeit, die ein bisschen die Moderationsrolle übernimmt, Berufsinformationen von den Ausstellenden zu erfahren. Dabei geht es selbstverständlich
darum, dass die Lernenden und ihre
Ausbildner am Stand ihre Berufe im besten Licht präsentieren und ihre Begeisterung spürbar wird.
Flächendeckende Ansteckung
Die Fiutscher-Organisatoren haben
nichts dagegen, «wenn die Ansteckung
des Begeisterungs-Virus flächendeckend erfolgt», so der OK-Präsident Rico Cioccarelli. Es gehe darum, dass an
diesem Abend Eltern, Jugendliche oder
generell an Grund- und Weiterbildung
interessierte Personen, zusammen mit
den geladenen Gästen, die Möglichkeit
erhalten, aufschlussreiche Informationen in einer unkonventionellen Art zu
erhalten. «Die Fiutscher-Tour ist ein Ver-
such, anstelle der bisherigen traditionellen Anlässe zusätzlichen Schwung in
die Ausstellung zu bringen», bestätigt
auch der Direktor des organisierenden
Bündner Gewerbeverbandes Jürg Michel. Denn es würden diesmal, trotz Anwesenheit zahlreicher Leute aus Politik,
Wirtschaft und Tourismus, keine Reden
und Ansprachen gehalten. «Unser Anziehungspunkt ist die Ausstellung und
unsere Hauptprotagonisten sind die
Menschen, die ihre Berufe lebendig präsentieren und ihre Fähigkeiten mit viel
Herzblut unter Beweis stellen.»
Die von Persönlichkeiten geführten Touren finden um 17, 18 und um 19 Uhr statt
(ca. 45 Minuten). Besammlung jeweils zehn Minuten vor Start am Stand, für welchen
der von Ihnen gewünschte Tourguide im Einsatz steht. Die Liste wird auf der
Homepage www.fiutscher.ch einsehbar sein. Sie können aber auch ganz spontan vor
Ort die Entscheidung treffen und sich an einem Stand Ihrer Wahl einfinden. Im
Anschluss an die Tour lädt der Tourguide seine Gruppe zu einem Imbiss ins Eventzelt
der Stadthalle ein.
Die Ausstellung ist am Freitagabend bis 20 Uhr geöffnet.
«An der Fiutscher-Tour bin ich als Guide im Einsatz,
weil die Berufsbildung für mich ein unerschöpfliches
Thema ist. Dieser Anlass gibt mir die Gelegenheit,
neue Berufe kennenzulernen und meinen eigenen,
weniger bekannten Beruf vorzustellen. Der Bergführerberuf lässt sich mit vielen Tätigkeiten kombinieren und Flexibilität ist
ja ein aktuelles Thema im Berufsalltag.»
Urs Tinner, Bergführer/Skilehrer
Montag, 31. Oktober 2016 | Südostschweiz
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Ist heute ausgebildete
Kaminfegerin EFZ:
Ramona Karrer vor vier
Jahren am FiutscherStand der Kaminfeger.
Viel, viel Glück an Fiutscher
Wer, wenn nicht die Kaminfeger tragen das Glück auf ihren Händen. Genau diese sympathischen Glücksbringer in Schwarz heissen die Besucherinnen und Besucher an der Eingangs-Pforte zu Fiutscher herzlich
willkommen und zeigen, was ihren Beruf so faszinierend macht. von Monika Losa
R
ussiges Gesicht, schmutzige Hände
und eine Arbeitsbekleidung in
schwarz. Das ist nicht gerade die
Traumvorstellung der beruflichen Zukunft, welche viele Jugendliche sich
machen. Doch jene, die vom Virus gepackt und
sich für diesen Beruf entschieden haben, bemerken schon in der Schnupperlehre, dass viel mehr
dahinter steckt. Mit der Wartung moderner
Feuerungsanlagen wird man nicht mehr schmutzig und wird technisch sehr gefordert. So wie Ramona Karrer, die vor bald vier Jahren ihre Lehre
als Kaminfegerin EFZ abgeschlossen hat.
Nicht nur Glück, auch Vertrauen
«Ich habe meinen Traumjob gefunden», bekräftigt die junge Frau, ihre blonden Haare zu einem
Zopf gebunden. Es gehe längst nicht mehr nur
darum, russige Öfen zu putzen, wie viele immer
noch meinten. Der Beruf sei technisch sehr anspruchsvoll geworden. Dies bestätigt auch ihr
jetziger Chef und Präsident des Bündner Kaminfegermeisterverbands Hanspeter Hug und
meint: «Die Kontrolle und Reinigung von Hightech-Feuerungsanlagen gehören heute zu unserem Alltag – aber genau die Abwechslung macht
den Reiz des Berufs aus.» Es sei eine gute Verbindung von Handwerk und Technik. Dabei spiele
der Brandschutz und der Umweltschutz eine
zentrale Rolle und auch modernste Feuerungsaggregate müssten gereinigt werden. Das Schöne am Beruf sei aber vor allem auch, den Menschen immer wieder das Vertrauen in ihre Feuerungsgeräte und somit das Gefühl von Sicherheit
zu schenken. «Es ist eine sehr sinnvolle Arbeit»,
bekräftigt Hug und ergänzt, «schon als Fünftklässler wusste ich, dass ich diesen Beruf lernen
möchte».
Ob sie als Frau in diesem doch eher maskulinen Beruf nie zu kurz gekommen sei, fragen wir
Ramona? «Nein», lacht sie, «ich wurde bisher
von den männlichen Kollegen stets zuvorkommend behandelt.» Herumzutragen gäbe es im
Job nicht sehr viel und vom technischen Verständnis her könne sie sehr gut mithalten. Zudem habe sich das allgemeine Bild des Kaminfegers verändert. Es seien inzwischen fast die Hälfte der Lehrverhältnisse weibliche Kaminfegerinnen, erläutert Hug. Er habe bisher gute Erfahrungen gemacht und verleiht seiner Hoffnung
Ausdruck, dass ihm Ramona noch lange zur Seite steht.
Sie sind sich einig: «Es ist die abwechslungsreichste und interessanteste Arbeit für uns. Dabei schätzen wir vor allem den täglichen Kontakt
zu den Menschen.» Und ihnen so ganz nebenbei
das Glücksgefühl zu schenken, sei das «Tüpfli auf
dem I».
Treffen Sie die «Glücksboten»
an Fiutscher (Stand 101, am
Haupteingang)
Der Kanton Graubünden ist heute in 25 Kreiskaminfeger-Regionen aufgeteilt. Im Auftrag der
Gebäudeversicherung Graubünden werden in
regelmässigem Intervall die Öfen und Heizungen
kontrolliert – was für effizientes Heizen sorgt.
Eine Lehre zum/zur Kaminfeger/-in EFZ dauert
drei Jahre. Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es
neben denen zum Kaminfegermeister/in, dipl.
(HFP) auch zum Brandschutzfachmann/-frau mit
eidg. Fachausweis (BP), zum Fachmann/-frau für
Wärmesysteme mit eidg. Fachausweis (BP), zum
Feuerungs-kontrolleur/in mit eidg. Fachausweis
(BP) oder zum Kaminfeger-Vorarbeiter/in mit
eidg. Fachausweis (BP).
«An der Fiutscher-Tour bin ich als Guide im Einsatz,
weil mich die Bündner Jugend begeistert und weil
mich das Thema Berufsbildung sehr interessiert.
Wenn Graubünden in Zukunft wieder mitspielen will
als Innovationskanton in allen Bereichen, sind gute
Berufsausbildungen das Fundament jeder praktischen Entwicklung.
Da gebe ich gerne mein Wissen weiter.»
Gian-Marco Schmid, alias Gimma
Montag, 31. Oktober 2016 | Südostschweiz
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FIUTSCHER
Wie sich ein Engadiner
seinen Modetraum erfüllt
Ein junger Mensch lässt sich nicht davon abhalten, das zu lernen, wovon er träumt. Auch in seltenen Berufen
gibt es fantastische Beispiele, wie mit einer Lehre ein spannender Weg eingeschlagen werden kann. Die ersten
Karrierestufen als Modedesigner hat Yanick schon genommen. von Monika Losa
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ie Laufstege von London
oder Paris üben auf Yanick
Monteiro eine ganz besondere Faszination aus. Irgendwann mal möchte er
dort als Modedesigner seine eigene Kollektion präsentieren – und dafür setzt er
viel auf eine Karte. Wobei er betont:
«Nicht nur das Ziel fasziniert mich, sondern auch der Weg dorthin.»
Yanick Monteiro
Seine «Welt» entdecken
Der junge St.Moritzer mit portugiesischen Wurzeln hat mit vier Jahren seine
Begeisterung fürs Zeichnen entdeckt. Er
malte Pferde und Meerjungfrauen. In
der Oberstufe galt es, sich für einen Beruf zu entscheiden. Er schnupperte in
verschiedene Richtungen, doch nichts
war dabei, das ihm Spass machte, bis er
in einem Zwischenjahr an der Kunstschule in Zürich seine Kreativität ausleben konnte und danach die Chance erhielt, beim Lehratelier für Bekleidungsgestaltung in Chur die Lehre als Bekleidungsgestalter EFZ zu machen. Von da
an wusste er: «Mode ist meine Welt!»
Der Sprung vom Schneider, wie der Beruf des Bekleidungsgestalters früher
hiess, bis zum Modezeichner verlief bei
Yanick so, dass er nach der Lehre die
Berufsmatura nachholte. Seine Arbeiten, mit denen er sich bei der Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW
Institut Mode-Design Basel, bewarb,
fanden grossen Anklang und so beabsichtigt er, im nächsten Jahr dort sein
Studium zu beginnen. Zwischenzeitlich
sammelt er Praxiserfahrung als Stellvertreter der Leiterin des Lehrateliers in
Chur.
London wartet
Yanicks Fahrplan verläuft bisher so bunt
und gerade wie die Fäden, die er täglich
spannt. Seine Begeisterung für diesen
kreativen Beruf mit den wundervollen
Materialien ist auch unverkennbar. Seine Augen funkeln, wenn er von Modelabels, von seinen Projekten, Skizzen,
Figurinen und dergleichen berichtet:
«Der Fashion-Modedesigner verwandelt
Kunst in ein Bekleidungsstück.» Den
Ideen sind keine Grenzen gesetzt. Die
Chancen stehen gut, dass Yanick auch
die geografischen Grenzen sprengt,
dann nämlich, wenn er dereinst in London seinen Traum weiterleben kann.
Yanick Monteiro an Fiutscher –
die Gelegenheit für interessierte Modezeichner:
Modeskizze von
Yanick Monteiro
> Der angehende Modedesigner ist nicht nur
als Tourguide im Einsatz. Er zieht auch an
den Fäden der beliebten FiutscherModeshow mit den Lernenden, die als
Models auf dem Laufsteg am Freitag ihre
selber genähten Kreationen zeigen.
> Als Exklusivität zeigt Yanick am
Donnerstag und Sonntag sein Können als
Modedesigner. Er lädt Kreative ein zum
Mitzeichnen und lässt das vorbeiziehende
Publikum über seine Schultern schauen.
Er zeigt, worauf bei einer Skizze geachtet
wird, wie eine Figurine entsteht und wie
mit Wasserfarbe schattiert wird.
> Donnerstag und Sonntag an Fiutscher,
jeweils um 10.30 und 15 Uhr im Durchgang
vom Zelt in die Halle.
«An der Fiutscher-Tour bin ich als Guide im Einsatz,
weil die Berufsbildung für mich das zentrale Element
für eine gute und starke wirtschaftliche Entwicklung
darstellt. Als Lernende/r hat man die fast einzigartige
Chance einen soliden Grundstein für seine Karriere zu
legen.»
Jan Koch, Leiter Engineering, Unternehmer und Grossrat
Montag, 31. Oktober 2016 | Südostschweiz
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FIUTSCHER
Brückenschlag zwischen
Volksschule und Berufsbildung
Ein professioneller Berufswahlprozess und eine konstruktive Kommunikation an der Schnittstelle zwischen
Gewerbe und Volksschule sollen es ermöglichen, dass die «richtige» Person in der «passenden» Ausbildung
ankommt. von Andreas Spinas, Präsident Fraktion Sek I
getragen, was sicher zu einer weiteren
Professionalisierung des Prozesses und
zu mehr Chancengleichheit für die
Schüler des Kantons führen wird.
Berufliche Orientierung: Die Lehrpersonen leisten wertvolle Unterstützung im
Berufswahlprozess ihrer Sprösslinge.
A
ls ich zur Schule ging, fragten sie mich, was ich werden will, wenn ich erwachsen bin. Ich schrieb: ’glücklich’. Sie sagten mir, ich
hätte die Aufgabe nicht verstanden.
Ich sagte ihnen, sie hätten das Leben nicht verstanden.» John Lennon
Der Übergang von der Volksschule
ins Berufsleben ist ein einschneidender
und wegweisender Schritt für alle
Schulabgängerinnen und -abgänger
und so einfach der Lösungsansatz John
Lennons auch sein mag, so schwer ist
es, den Weg zum Glück zu organisieren.
Die Einsicht, dass das eigene Tun, die
eigene Arbeit Freude, Zufriedenheit und
schlussendlich Glück erwirken soll, ist
bei vielen heute in den Hintergrund gerückt.
Nicht so bei Kindern
Sie wollen Astronaut, Fussballer, Polizist, Feuerwehrmann, Lehrer oder gar
Zirkusartist werden; sie haben Träume.
Die Lehrer versuchen während der
ganzen Schulzeit, neben dem Vermitteln des Schulstoffes auch Begabungen
und Neigungen zu erkennen und zu för-
Montag, 31. Oktober 2016 | Südostschweiz
dern, sie versuchen, Neugier zu wecken
und den Kindern die Welt näherzubringen. Last but not least sollen die Schüler auch sich selber besser kennenlernen und mehr über sich lernen. Im Laufe dieses spannenden Prozesses des
Heranwachsens nähern sich dann auch
die Traumberufe der Volksschüler der
Realität des Berufsalltages an; potenzielle Profifussballer oder Astronauten
werden plötzlich rar.
Zu Beginn der Oberstufe wissen viele nicht mehr, was sie werden wollen.
Die einsetzende Pubertät, die grosse
Vielfalt der Berufsfelder und die Vorstellungen oder Erwartungen der Eltern
führen zu Unsicherheit und im
schlimmsten Fall zu einer Berufswahllethargie. Obwohl das Fach «Berufliche
Orientierung» nach wie vor «nur» ein integraler Bestandteil des Deutschunterrichts ist, gelingt es durch die konstruktive Zusammenarbeit zwischen Schule,
Elternhaus und Berufsberatung für die
allermeisten Schulabgänger, eine passende Anschlusslösung zu finden. In der
Stundentafel des LP21 wird der Wichtigkeit der Berufswahl in der 2.OS künftig
wenigstens mit einer Lektion Rechnung
Gemeinsames Ziel
An diesem Punkt muss nun der eingeschlagene Weg konsequent weitergegangen werden und die Berufsbildenden und die Lehrerinnen und Lehrer der
Berufsschulen sollen in einen erfolgreichen Berufswahlprozess eingebunden
werden. Es gilt, Erwartungen zu klären,
Vorurteile abzubauen, ein gegenseitiges
Vertrauensverhältnis aufzubauen und
eine konstruktive und langfristige Kommunikation zu etablieren.
Nur so können wir gemeinsam dafür
sorgen, dass die «richtige» Person über
die geschlagene Brücke am «passenden» Ort ankommt. Gelingt dieses
Unterfangen, so spart dies Zeit, Mühen
und nicht zuletzt auch Geld, denn ein
glücklicher Mitarbeiter ist ein produktiver Mitarbeiter.
Brückenschlag-Tagung
Volksschule und Berufsbildung
Was braucht es, damit unsere Schülerinnen und Schüler auf dem
Weg zu ihrem (Traum-)Beruf bestens unterstützt werden können?
Sicherlich sind die Volksschule und die Berufsbildung massgebend
daran beteiligt.
Im Rahmen von Fiutscher treffen sich Lehrpersonen aus
Volksschule und Berufsschule, Ausbildner, Elternvertreter und
Gäste zum Austausch, der dem Brückenschlag zwischen den
vielfältigen Interessen dienen soll. Die Thematik wird aus den
verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet und auf dem Podium
diskutiert. Mit dem Titel «Wir überschätzen das Wissen,
unterschätzen das Tun» stellt Ludwig Hasler, Philosoph und
Publizist, einige grundlegende Gedanken an.
Die Einladung richtet sich in erster Linie an alle Kreise, welche
täglich mit der Thematik zu tun haben (diese wurden mit der
detaillierten Einladung bedient). Eingeladen sind aber auch Sie,
wenn Sie z.B. als Ausbildnerin oder Ausbildner oder in einer
anderen Form einen Bezug zum Thema haben. In diesem Fall
fordern Sie bei uns (mit kurzem Beweggrund) das Programm mit
Anmeldelink an: info@fiutscher.ch.
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FIUTSCHER
Kluge Köpfe informieren sich
Das tägliche Informationsangebot macht eine Auswahl der persönlich wichtigen Informationen nötig,
wenn man die Übersicht nicht verlieren will. Genau deshalb passt der an Fiutscher ausgestellte
Piz Terz bestens zum Weiterbildungsangebot in Graubünden. von Martin Michel, Amt für Höhere Bildung Graubünden
weit
einzigartige
Töggelikasten» mit
je einer Kuh- und
einer
Steinbockmannschaft. Deshalb am besten mit
zwei Zweiermannoder frauschaften
beim Piz Terz vorsprechen. Denn wer
seinen persönlichen
Trainingsstand
kennt, kann sich mit
realistischen Ansprüchen Gedanken
über seine Ausbildungsplanung machen. Ebenfalls im
Die Sekundarstufe II öffnet den Weg für individuelle Bildungsziele.
Umfeld des Piz Terz
wartet die Pädagogische Hochschule
eist lässt sich ein Berg auf Graubünden PHGR mit einem spannenverschiedenen Routen den Visualisierungsangebot, mit welbesteigen. Ebenso, wie chem man sich ins Bild setzen kann.
verschiedene
Wege Knochenhart geht es bei den Spezialisdurch die Bildungsland- tinnen und Spezialisten des AO Educaschaft zum Traumberuf führen. Ambi- tion Institute aus Davos zu und her, weltionierte «Gipfelstürmerinnen und Gip- che darüber informieren, wie die Bündfelstürmer» finden unter den zahlrei- ner Knochenforschung wichtige Resulchen Angeboten ebenso die richtige tate auf dem Gebiet des menschlichen
Wahl wie die «gemütlichen Wanderleu- Bewegungsapparats liefert, wobei vom
te». Die gelben Wanderschilder weisen Lehrling bis zum Hochschulprofessor
eine Vielzahl von Personen mitwirken
allen den passenden Weg.
Spielerisch und aktiv lassen sich am und zusammenarbeiten.
Stand von Bildung & Forschung Graubünden die Informationen von Fachper- Spannende Projekte in Forschung
sonen einholen. Als originelle Einstim- und Tourismus
mung für den Piz Terz dient der «welt- Damit steht fest, dass man innerhalb
M
der Bündner Kantonsgrenzen hochklassige Forschungsinstitute findet und das
Piz Terz Team an Fiutscher wissbegierigen jungen Leuten hilft, sich über spannende Bündner Forschungsaktivitäten
schlau zu machen. Die Fachhochschule
Südostschweiz Supsi informiert über
das breite Ausbildungsangebot in der
Schweizer Sonnenstube sowie über das
grosse Interesse, mit Graubünden auch
im Ausbildungs- und Forschungsbereich zusammenzuarbeiten. Dem grossen Stellenwert des Tourismus und der
Hotellerie Graubündens entsprechend,
präsentieren die Partnerschulen des
Campus Tourismus, nämlich die HTW
Chur mit dem Bachelor in Tourism sowie die Hotelfachschule Passugg und
die Höhere Fachschule für Tourismus
Graubünden, ihre Studienangebote,
welche für die ganze Branche etwas
bietet. Da sich alle informationshungrigen Oberstufenschülerinnen und Oberstufenschüler nicht nur über die breite
Palette der beruflichen Grundbildung
schlau machen wollen, sondern auch
anschliessende Ausbildungsmöglichkeiten kennenlernen möchten, zeigen
die IBW Höhere Fachschule Südostschweiz und die Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur, wie breit
in Graubünden Ausbildungsbedürfnisse im Anschluss an die berufliche
Grundbildung abgedeckt werden können. Wer sich an Fiutscher mutig an
den Piz Terz heranwagt, findet mit grosser Wahrscheinlichkeit die passende
Route.
Alles rund um das Weiterbildungsangebot im Kanton Graubünden ist unter
dem Dach des Amts für
Höhere Bildung zu erfahren. Der grosse Stand 210
auf der Stadthallen-Bühne
zeigt die riesige Palette an
Weiterbildungsmöglichkeiten. Unübersehbar thront
der Piz Terz über Fiutscher.
Dem interessierten Publikum ist es möglich, die
verschiedenen Angebote
zu vergleichen und sich
von den Fachpersonen informieren zu lassen. Mutige, welche den Piz Terz an
Fiutscher besteigen, finden
ihr persönliches Gipfelfoto
anschliessend online im
Netz.
«An der Fiutscher-Tour bin ich als Guide im Einsatz, weil die
Berufsbildung zu einer der schönsten und nachhaltigsten
Aufgaben als Gastgeberin unseres Hotels gehört. Es erfülltt
mich mit grosser Freude und Stolz, jungen Menschen als
Berufsbildnerin ein Vorbild zu sein. Was gibt es Schöneres,
als junge Menschen prägen zu können, sodass sie mit viel Selbstbewusstsein ihre eigene berufliche Zukunft gestalten können.»
Claudia Züllig, Gastgeberin
Montag, 31. Oktober 2016 | Südostschweiz
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FIUTSCHER
Berufe und Weiterbildungen – Fiutscher 2016
Montag, 31. Oktober 2016 | Südostschweiz
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FIUTSCHER
«An der Fiutscher-Tour bin ich als Guide im Einsatz, weil die
Berufsbildung für mich im Leben absolut im Zentrum steht..
Bei der Zusammenarbeit mit Berufsleuten aller Fachbereiche spürt man sofort die Leidenschaft für ihre Berufung. Siee
erkennen Probleme, entwickeln selbstständig Lösungen und
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lernen immer etwas dazu. Ich empfehle allen eine Berufslehre als KarriereLucas Däscher, Elektroinstallateur Worldskills-Teilnehmer 2013
start.»
und frischgebackener Elektro-Ing. FH
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Südostschweiz | Montag, 31. Oktober 2016
FIUTSCHER
INSE RAT
FIUTSCHER
FIUTSCHER
Übersicht der Stände
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Südostschweiz | Montag, 31. Oktober 2016
Montag, 31. Oktober 2016 | Südostschweiz
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FIUTSCHER
Aussteller Fiutscher 2016
INSE RAT
Besuch uns an FIUTSCHER Stand 313
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FIUTSCHER
Informationen & Programm
Messedatum
Mittwoch, 9., bis Sonntag, 13. November 2016
Eintritt
Gratis für alle Besucherinnen und Besucher
Öffnungszeiten
Mi, Do und Sa 8.00 bis 17.00 Uhr
Fr 8.00 bis 20.00 Uhr (Fiutscher-Tour)
So 9.00 bis 16.00 Uhr
Allgemeines
Kein Alkohol an Jugendliche
Rauchverbot
Kein Zutritt für Hunde (ausgenommen Blindenführhunde)
Rollstuhlgerechte Ausstellung
Verpflegungsmöglichkeit in der Halle
Ort
Stadthalle, Weststrasse 5, 7000 Chur
Programm
Das Tagesprogramm wird täglich im Ausstellungsgelände kommuniziert.
Mittwoch bis Sonntag:
durchgehend
WM-Ausscheidung für Worldskills in Abu Dhabi
der Zimmerleute (siehe Seite 29)
durchgehend
Conditoria (Ausstellung der Schaustücke der
Bäcker-Konditor-Confiseur-Lernenden)
täglich
warme Verpflegung im Eventzelt zwischen
11.30 bis 14 Uhr, sonntags nur bis 13.30 Uhr,
samstags von 11 bis 16 Uhr durchgehend
Freitag:
10.15 und 14.45 Uhr Modeshow
(Kleidungsstücke kreiert, geschaffen und vorgetragen von den Lernenden des Lehrateliers
für Bekleidungsgestaltung)
Ab 17 Uhr
Fiutscher-Tour
(Tour durch die vielseitige Ausstellung in einer
kleinen Gruppe mit einer bekannten Person als
Tourguide). Alle sind eingeladen! (siehe Seite 7)
Mittwoch:
15.30 Uhr
Samstag:
9 bis 15 Uhr
11 bis 16 Uhr
Donnerstag:
10.30 und 15 Uhr
Brückenschlag-Tagung
Lehrpersonen aus Volksschule und Berufsschule,
Ausbildner, Elternvertreter und
Gäste; auf Anmeldung (siehe Seite 13)
Workshop Modezeichnen mit dem talentierten,
angehenden Modedesigner Yanick Monteiro
(siehe Seite 11)
Sonntag:
9 bis 15 Uhr
10.30 und 15 Uhr
14 Uhr
15.15 Uhr
Führungen für Fremdsprachige (siehe Seite 27)
Fiutscher-Food-Plausch für alle
20 Franken
Kinder 5 bis 15 Jahre
15 Franken
Kinder 3 bis 5 Jahre
7 Franken
Führungen für Fremdsprachige (siehe Seite 27)
Workshop Modezeichnen mit dem talentierten,
angehenden Modedesigner Yanick Monteiro
(siehe Seite 11)
Siegerehrung der Conditoria
Siegerehrung der Zimmerleute; WM-Ausscheidung
für die Worldskills in Abu Dhabi (siehe Seite 29)
«An der Fiutscher-Tour bin ich als Guide im Einsatz, weil die
Berufsbildungszeit für mich die lehrreichste, spannendste
und wertvollste Zeit überhaupt war. Man konnte in verschiedene Betriebe hineinschauen und zudem war es eine der
besten Lebensschulen die ich bis jetzt erlebt habe. Es interessiert mich grundsätzlich, welche verschiedenen Bildungswege von der Grundschule aus eingeschlagen werden können.»
Renzo Blumenthal, Ex-Mister-Schweiz, Landwirt und Unternehmer
Montag, 31. Oktober 2016 | Südostschweiz
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FIUTSCHER
Berufe in der Sprache des
Herkunftslandes erleben
Dieses Jahr werden an der Fiutscher erstmals Führungen für Fremdsprachige
in zehn verschiedenen Sprachen mit interkulturellen Dolmetschenden
durchgeführt. Justina Simeon-Cathomas, Leiterin Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung Graubünden
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or über zehn Jahren ergab eine
Studie der Universität Fribourg,
dass Jugendliche mit Migrationshintergrund bei vergleichbaren schulischen Leistungen viermal schlechtere
Lehrstellenchancen hatten als ihre
Schweizer Kolleginnen und Kollegen.
Damals herrschte Lehrstellenmangel.
Inzwischen hat sich das Verhältnis von
Nachfrage und Angebot auf dem Lehrstellenmarkt stark verändert. Im Zuge
der demografischen Entwicklung sind
die Lehrstellensuchenden knapp geworden, und manche Ausbildungsbetriebe haben inzwischen Mühe, ihre
Lehrstellen zu besetzen. Gemäss dem
Schweizer Lehrstellenbarometer (SBFI
2014) haben sich die Ausbildungschancen für Schulabgängerinnen und Schulabgänger ausländischer Nationalität
seit 2007 merklich verbessert. Im Vergleich zu den Schweizer Jugendlichen
haben sie es aber weiterhin deutlich
schwerer, einen Ausbildungsplatz zu erhalten.
Neues Angebot
Um Jugendliche und Eltern mit Migrationshintergrund optimal über die Berufswahl und Lehrstellensuche zu informieren, organisiert die Berufs-, Studienund Laufbahnberatung mehrsprachige
Führungen durch die Berufsausstellung
Fiutscher. Die Eltern sind die wichtigsten
Bezugspersonen der Jugendlichen und
haben einen grossen Einfluss auf deren
Berufswahl. Eltern mit Migrationshintergrund kennen das schweizerische Bildungssystem nicht oder zu wenig. Weil
in ihren Herkunftsländern die Berufslehre unbekannt ist, drängen sie oft auf
einen akademischen Bildungsweg. Gerade deshalb ist es wichtig, ihnen das
schweizerische Bildungssystem zu erklären und die Vorzüge des dualen Bildungsweges zu erläutern. Auch die
Chancen und Perspektiven nach einer
Lehre werden an den Führungen während Fiutscher aufgezeigt. Und natürlich
bietet der Rundgang durch die Ausstellung interessierten Eltern und Jugendlichen einen praktischen Einblick in die
Berufswelt – und das jeweils in der Sprache ihres Herkunftslandes und von
Fachpersonen erklärt.
Am Stand 102
(direkt am Haupteingang)
steht die Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung Graubünden nicht nur
für die Lehrpersonen mit ihren Schulklassen als Info-Stand zur Verfügung.
Alle Interessierten erhalten wertvolle
Hinweise und Impulse zur beruflichen
Laufbahn.
Auch unter www.berufsbildung.gr.ch
Die Führungen sollen einen weiteren gemeinsamen Besuch der Berufsausstellung anregen und bei Jugendlichen und
deren Eltern einen Grundstein für die
spannende Zeit der Berufswahl legen.
Der mehrsprachige Flyer zu den Führungen steht auf www.fiutscher.ch zum
Download bereit. Gedruckte Exemplare
können unter Tel. 081 257 27 72 oder
[email protected] bezogen werden.
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Neu: Interessen-Check
Alle, die gerne auf spielerische Art Berufsideen erhalten möchten, können
online unter www.fiutscher.ch/interessencheck (oder auf dem Ausstellungsflyer in Papierform) einen kleinen Check machen. Die Berufe werden
herausgefiltert, die zu einem passen könnten. Der Check ist kein Test, sondern
ein Hilfsmittel auf der Suche nach Berufsideen.
Montag, 31. Oktober 2016 | Südostschweiz
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FIUTSCHER
WM-Ausscheidung für
Worldskills in Abu Dhabi
Fiutscher ist auch Schauplatz der WM-Ausscheidung der Zimmerleute des Nationalteams von Holzbau Schweiz
und FRM (Verband der Romandie). Drei Kandidaten kämpfen in Chur für die Teilnahme der Worldskills
in Abu Dhabi. von Erwin Walker, Präsident Holzbau Schweiz, Graubünden
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it der Bündner Berufsausstellung
als Austragungsort ist Holzbau
Schweiz, Graubünden unter anderem Gastgeber des Ausscheidungswettbewerbs.
Die ersten zwei Tage wird auf der grossen
Wettkampffläche in der Stadthalle Chur ein
Übungsmodell erstellt und ab Freitag das Hauptmodell für die WM-Teilnahme. Wer wird diesmal
das Ticket für die begehrte Worldskills-Teilnahme erkämpfen? Bis es so weit ist, trainieren die
drei sportlichen Podest-Anwärter Nicolas Summerly (Tramelan, BE), Marcel Heeb (Stein, AR)
und Florian Nock (Turbenthal, ZH) unter der Leitung der Verantwortlichen des Nationalteams
(Adrian Wenger, Urs Dörig, Peter Schanz und Florian Binggeli) eifrig für dieses hohe Ziel und freuen sich auf den Wettkampf in Chur. Dieser geht
unter der Federführung von Holzbau Schweiz,
Graubünden (Philipp Bosshard und Erwin Walker) vom Mittwoch, 9., bis Sonntag, 13. November, in der Stadthalle Chur an der Stand-Nr. 500
über die Bühne. Die Preisverleihung findet dann
am Sonntagnachmittag um 15.15 Uhr auf der
Hauptbühne im Festzelt statt.
Um zusätzlich auf das traditionsbewusste
und fortschrittliche Handwerk des Zimmermanns aufmerksam zu machen, erhalten die Besucher viele Informationen am Messestand von
Holzbau Schweiz, Graubünden, welcher in den
attraktiven Gesamtstand «der Hölzigen» integriert ist.
www.holzbau-gr.ch
www.holzbau-schweiz.ch
[email protected]
Ablauf einer Bewerbung
bis zur WM-Teilnahme
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Ausschreibung mit Bewerbung
20 bis 25 Teilnehmer bestreiten die 1. Vorausscheidung
12 Teilnehmer Vorausscheidung zur Teilnahme Schweizer Meisterschaft
5 Kandidaten nehmen an der Schweizermeisterschaft teil
5 Kandidaten Vorausscheidung zur Teilnahme an Europameisterschaft
3 Kandidaten nehmen an der Europameisterschaft teil
3 Kandidaten Vorausscheidung zur Teilnahme an der WM
1 Kandidat Teilnahme an der WM
Wettkämpfe fördern den gesunden Ehrgeiz der Jugendlichen für ihr Handwerk.
«An der Fiutscher-Tour bin ich als Guide im Einsatz,
weil die Berufsbildung eine Stärke der Schweiz ist.
In keinem Land der Welt kann man so viele Berufe so
gründlich erlernen wie bei uns. Zum Beispiel in der
Holzwirtschaft: Vom Wald bis zum fertigen Möbelstückk
bietet sie lebendige Berufe rund um Produkte zum Anfassen.»
Alessandro Della Vedova, Geschäftsführer, Gemeindepräsident und Grossrat
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FIUTSCHER
Die Berufswahl - ein Fall
für Eltern, Schule & Co.
Die schwierige Frage nach dem passenden Beruf müssen sich die Jugendlichen während der 8. und 9. Klasse
stellen. Sie sind dabei auf die Unterstützung der Eltern, der Schule, der Berufsberatung und der Wirtschaft
angewiesen. von Josef Widmer
nötig unter Druck gesetzt werden. Der Berufswahlprozess erfordert von den Eltern Geduld
und Gelassenheit. Stress führt selten zu guten
Lösungen.
Josef Widmer
D
ie meisten Jugendlichen brauchen
Zeit, um die passenden Antworten zu
finden. Zeit, um sich mit ihren Wünschen, Neigungen und Fähigkeiten
auseinanderzusetzen; Zeit, um die
Berufswelt zu erkunden und letztlich eine Lehrstelle zu finden. Im Alleingang schaffen das die
wenigsten. Sie sind deshalb auf die Unterstützung der Eltern, Schule, Berufsberatung und
Wirtschaft angewiesen. Übernehmen alle ihren
Part, ist der Berufswahlprozess auf gutem Weg.
Die Rolle der Eltern
Die Eltern tragen die Hauptverantwortung für
den Berufswahlprozess und sind auf vielen Ebenen gefordert: als Mentoren, Antreiber, Tröster,
Begleiter, Trainer und Vertraute. Entscheidend
ist, dass die Kinder das Engagement ihrer Eltern
spüren und ein offenes Ohr für ihre Ideen und
Fragen finden. Und die Kinder sollten nicht un-
Die Rolle der Schule
Im Berufswahlunterricht lernen die Jugendlichen, die Berufswahl richtig anzupacken. Sie
setzen sich mit ihren Erwartungen und Vorstellungen auseinander, sammeln Informationen
über Berufe und weiterführende Schulen, lernen
Bewerbungen schreiben und bereiten sich auf
Vorstellungsgespräche vor. Eine Standortbestimmung zwischen Lehrpersonen, Jugendlichen und Eltern ist wertvoll, ebenso wie Informationsveranstaltungen zur Berufswahl.
Die Rolle der Berufsberatung
Die Berufsberatung steht Jugendlichen bei der
Berufswahl mit vielen Dienstleistungen zur Seite.
Unter berufsberatung.ch finden sich die verschiedensten Informationen. Wegweisend ist zudem die professionelle Unterstützung, welche
die regionalen Berufsinformationszentren, BIZ,
leisten.
Die Rolle der Wirtschaft
Am praxisnahesten werden die einzelnen Berufe
in der Wirtschaft vorgestellt. Viele Lehrbetriebe
ermöglichen den Jugendlichen, einige Tage im
Betrieb zu schnuppern. Die Schnupperlehre vermittelt einen realen Einblick in die Berufswelt
bzw. den jeweiligen Beruf. Sie ist die Plattform
oder das Sprungbrett, dass sich Jugendliche und
Betriebe näherkommen.
Josef Widmer, stv. Direktor Staatssekretariat für Bildung, Forschung
und Innovation (SBFI) gibt Auskunft
Die Schweiz braucht mehr qualifizierte Fachkräfte,
deshalb will das SBFI das Image der Berufsbildung
auch in Form von Kampagnen stärken – welches sind
Ihre wichtigsten Botschaften? Der Arbeitsmarkt braucht
nicht nur Akademikerinnen und Akademiker, sondern
auch Pflegefachleute, Informatikerinnen, Handwerker
usw. Die Berufsbildung bringt solche Fachkräfte hervor,
deshalb wollen wir die Berufsbildung gezielt bewerben.
Berufsbildungplus.ch soll die Stärken der
Berufsbildung und deren Bedeutung für Wirtschaft
und Gesellschaft sichtbar machen. Ist das nötig,
obwohl die Berufsbildung überall hochgejubelt wird?
Unser System ist ein weltweit einzigartiges Juwel. Viele
Länder beneiden uns darum. Aber nicht allen Jugendlichen und Eltern sind bisher der Vorzüge dieses
Berufsbildungssystems bewusst. Auch wollen wir ganz
bewusst immer wieder den Grundstein legen, auf
welchem die Organisationen der Arbeitswelt mit ihrer
Berufswerbung aufbauen können. Ich bin überzeugt, dass
diese Anstrengungen Wirkung zeigen, dass die Berufsbildung gegenüber der akademischen Bildung nicht an
Boden verliert.
«Lerne – Werde» ist beispielsweise ein Slogan Ihrer
Kampagne – «Lerne Coiffeur – werde Biologe»,
versteht das Publikum, was damit gemeint ist? Ich
denke schon, denn mit solchen Wort-/Bildkombinationen
transportieren wir zwei Botschaften: Nach der Lehre
stehen alle Bildungswege offen und wer das Potenzial hat,
soll und kann sich weiterbilden.
«An der Fiutscher-Tour bin ich als Guide im Einsatz, weil die Berufsbildung sehr wertvoll ist, da das
schweizerische duale Bildungssystem zum einen
wesentlich zum Wohlstand unseres Landes beiträgt.
Zum anderen es den Auszubildenden die Möglichkeit
bietet, sich selbst zu verwirklichen, indem sie ihre Fähigkeiten und
Talente gezielt einsetzen können.»
Elin Batista, Moderatorin
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FIUTSCHER
Ausbildungen für Jugendliche
mit Unterstützungsbedarf
Wie gehts weiter? Was will ich? Was kann ich? Diese Fragen stellen sich auch Jugendliche mit besonderen
Lern- und Lebensvoraussetzungen. Die Aussteller sind darauf spezialisiert, die Jugendlichen vor,
während und nach ihrer Ausbildung zu unterstützen. Matthias Hildering, Bereichsleitung Ausbildungen, Casa Depuoz
Gut investierte Zeit: Jugendliche mit Unterstützungsbedarf lernen mit grossem Engagement.
F
ür Jugendliche ist der Einstieg
in die Berufswelt eine grosse
Herausforderung. Schulische
Schwierigkeiten, Lernzielanpassungen,
ungenügende
Schulnoten, Lernbeeinträchtigungen
oder andere Handicaps erschweren die
Suche nach einer geeigneten Lehrstelle
zusätzlich. Das Angebot «Ausbildungen
für Jugendliche mit Unterstützungsbedarf» zeigt Eltern, Lehrpersonen oder
andern in den Berufswahlprozess eingebundene Personen den möglichen Weg
zu einer Lehrstelle in einem Lehrbetrieb
mit vielfältigen Unterstützungsmöglichkeiten auf.
Erste Schritte noch
während der Schulzeit
Dieser Weg kann mit klärenden Gesprächen im siebten und achten Schuljahr
beginnen. Je nach Situation ist es sinnvoll, die Schülerin oder den Schüler bei
der IV anzumelden. Diese Anmeldung
ist mit komplexen medizinischen Fragestellungen verbunden und kann einige
Monate dauern. Wird diese Person von
der IV anerkannt, schaltet sich die IV-
Montag, 31. Oktober 2016 | Südostschweiz
Berufsberatung ein. Mithilfe von verschiedenen Tests und mit gemeinsamen
Gesprächen wird eine mögliche Anschlusslösung erarbeitet. Daraus kann
eine Schnupperzeit in einer von der IV
anerkannten Institution resultieren. In
diesen Schnupperwochen können auch
mehrere Berufe kennengelernt werden.
Zudem wohnt die Schülerin oder der
Schüler in einem internen Wohnbereich
und wird somit von den Fachpersonen
ganzheitlich wahrgenommen. Für die
Schnupperzeit wie auch für die Ausbildung entstehen für die Eltern kaum
Kosten.
Die verschiedenen Ausbildungen
Kommt ein Lehrverhältnis zustande,
bieten sich für die Lernenden drei verschiedene Ausbildungsniveaus an. Die
niederschwellige berufspraktische Ausbildung dauert ein, maximal zwei Jahre.
Die Ausbildungsinhalte richten sich
nach den Fähigkeiten der Lernenden,
welche im Giuvaulta in Rothenbrunnen
die Berufspraktische Schule besuchen.
Die Schule bietet auch für Lernende,
welche im ersten Arbeitsmarkt die Aus-
bildung absolvieren, Begleitung mit
Supported Education an.
Mit dem erworbenen Diplom kann
anschliessend in einem geschützten
Arbeitsplatz oder in der freien Wirtschaft gearbeitet oder in die Attestausbildung gewechselt werden. Diese dauert zwei Jahre und hat einen vorgegebenen Bildungsplan. Die Schule findet in
der gewerblichen Berufsschule statt.
Mit dem eidgenössischen Berufsattest
können Jugendliche in der Arbeitswelt
Fuss fassen oder die dreijährige Grundausbildung mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis beginnen. Je nach Situation kann direkt ins zweite Ausbildungsjahr eingestiegen werden. Es besteht
auch die Möglichkeit, dass Lernende in
einer Institution wohnen und die Ausbildung in einem andern Betrieb machen.
Nach der Ausbildung wird mittels Job
Coaching, zum Beispiel durch die Stiftung Profil, ein Arbeitsplatz gesucht, an
welchem eine längerfristige Perspektive
geboten werden kann.
Stand 307 – Ausbildung für
Jugendliche mit Unterstützungsbedarf
Die Casa Depuoz in Trun und die Lernstatt
Känguruh in Chur bieten verschiedene
Berufe im geschützten Rahmen, mit
Einsätzen im ersten Arbeitsmarkt, an. Die
Stiftung La Capriola in Davos und Luzern
bildet Lernende in Vier- oder Fünf-SternHotels aus. Das Giuvaulta begleitet
Lernende während der Ausbildung im
ersten Arbeitsmarkt niederschwellig. Die
Stiftung Profil – Arbeit & Handicap
integriert Menschen mit einer
gesundheitlichen Beeinträchtigung in den
Arbeitsmarkt. Die IV finanziert die
Ausbildungs- und Wohnplätze, die Schule
sowie die nachfolgende Begleitung.
Alle erwähnten Institutionen sind am
Stand 307 anzutreffen.
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FIUTSCHER
Bedeutung der Berufsbildung in einem
international tätigen Unternehmen
Ziel der Bildung ist nicht nur Wissen, sondern dieses auch in die Tat umzusetzen. Genau hier
setzt das System der Berufsbildung an. Es geht darum, das Wissen in der Praxis anzuwenden.
Man spricht von Handlungskompetenzen. Edvin Demund, Leiter Ausbildung, Trumpf Grüsch Unternehmen
gelte für alle Berufe, die Trumpf ausbilde und fördere nicht nur die Motivation,
sondern auch das interkulturelle Verständnis, so der Leiter Ausbildung der
Trumpf Grüsch Unternehmen weiter.
«Es gibt nur eins, was
auf Dauer teurer ist als
Bildung, keine Bildung.»
Zitat von John F. Kennedy
U
m diesen Wissenstransfer
innerhalb der Berufsbildung
auch international zu fördern, stehen die Ausbildungsabteilungen
der
Trumpf Gesellschaften in Deutschland,
Österreich und der Schweiz in engem
Kontakt zueinander. Aber auch um den
Lernenden mit einem Aufenthalt bei
einer Schwestergesellschaft die ersten
Auslandserfahrungen zu ermöglichen.
«Wir bieten unseren Lernenden die
Möglichkeit, drei bis vier Wochen an
einen ausländischen Trumpf-Standort
zu gehen und dort zu arbeiten», informiert Edvin Demund. Dieses Angebot
Das Duale System wandert
über den Grossen Teich
Zwischen den Berufsbildungssystemen
in den Ländern D-A-CH lassen sich
Unterschiede aber auch Parallelen finden. Spannend wird der Vergleich jedoch mit Amerika, wo eine Schwestergesellschaft zum Wissenstransfer hinzugestossen ist. Die USA kennen das
duale Ausbildungssystem nicht und
schauen darum beneidend in Richtung
Europa. Das Fehlen einer guten Berufsbildung wurde deutlich, als Trumpf in
Amerika Servicetechniker suchte und
keine Fachleute fand, welche die Kompetenzen vorzuweisen hatten, wie
Trumpf sie erfordert. Fachleute, die
eben nicht nur das Wissen besitzen,
sondern die Methodenkompetenzen
aufweisen, Probleme zu erkennen und
praxistaugliche Lösungen zu erarbeiten.
Die Tochtergesellschaft in Amerika
schloss die Lücke, indem sie eine eigene duale Berufsbildung umsetzte. Dabei
wurden die Grundideen aus Europa
übernommen und am amerikanischen
schulischen Bildungssystem adaptiert.
Die Entwicklung in Amerika zeigt deutlich, wie wichtig eine fundierte Berufsbildung für ein internationales Unternehmen ist. «Unser Unternehmen basiert auf den Handlungskompetenzen
der einzelnen Mitarbeitenden in allen
Ländern. Nur so können wir global handeln», berichtet Arnim Brüchle, verantwortlicher Geschäftsführer des Trumpf
Werkzeugmaschinenbereichs und der
Ausbildung in Grüsch.
Die Schweizer Berufsausbildung
setzt seit Jahren den Fokus auf fundierte Handlungskompetenzen und legt so
den Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft – sowohl für den Lernenden als
auch für das Unternehmen. Die Qualifikation der Mitarbeitenden ist der Erfolg
für das Unternehmen.
Trumpf ist am Stand 103 –
Swissmechanic vertreten:
Seit Produktionsbeginn im Jahre 1981 hat
Trumpf in Grüsch 273 Lernende in zehn
verschiedenen Berufen (Automatiker,
Automatikmonteur, Elektroniker,
Informatiker, Konstrukteur, Polymechaniker, Betriebsunterhalt, Kaufleute, Logistiker, Produktionsmechaniker) ausgebildet.
Trumpf ist mit rund 540 Mitarbeitenden,
davon 48 Lernende, einer der grössten
Arbeitgeber in Graubünden.
«An der Fiutscher-Tour bin ich als Guide im Einsatz, weil die
Berufsbildung für mich eine tolle Gelegenheit bietet, unsere
Berufsvielfalt zu entdecken. Ich freue mich, Menschen aus
verschiedenen Berufslehren zu begegnen und stelle als Guide
de
auch mutige Pionierinnen und Pioniere vor, die neue Wege
gehen und einen Beruf lernen, der nicht «typisch Mann» oder «typisch Frau»
Silvia Hofmann, Leiterin der Stabsstelle für Chancengleichheit von Frau und Mann
ist.»
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FIUTSCHER
EBA – ein guter Einstieg
Das eidgenössische Berufsattest (EBA) bietet auch Lehrbetrieben grosse Chancen. Mit ihrem
Engagement leisten sie einen wertvollen Beitrag zur Bildungsqualität auch für schulisch
Schwächere. Die Jugendlichen werden ihren praktischen Stärken entsprechend in die Arbeitswelt eingeführt. Oft können Betriebe sodann auf loyale und langjährige Arbeitskräfte zählen.
triebe haben den Mehrwert solcher Arbeitsverhältnisse erkannt und sind
bemüht, das Angebot an Ausbildungsplätzen für eine EBA-Lehre auszubauen.
Anforderungen in der Berufsfachschule
Die zweijährige berufliche Grundbildung schliesst nach einem üblichen
Qualifikationsverfahren (meist Abschlussprüfung) mit einem eidgenössischen Berufsattest (EBA) ab. In der Berufsfachschule wird der berufskundliche und der allgemeinbildende Unterricht in kleineren Klassen vermittelt.
Die Schule bietet zudem Stütz- und Freikurse an.
Die lernende Person besucht ausserdem überbetriebliche Kurse. In diesen Kursen werden Ergänzungen zur beruflichen Praxis und zur schulischen
Bildung vermittelt. Im Gegensatz zur Anlehre, bei der nach einem individuell gestalteten Programm ausgebildet wurde, durchlaufen die Absolventinnen und Absolventen einer zweijährigen beruflichen Grundbildung eine
standardisierte Bildung.
Chancen für alle: Eine zweijährige Berufsattest-Lehre bietet schulisch
Schwächeren einen optimalen Einstieg in die Berufswelt.
D
ie EBA-Ausbildung ersetzt seit 2005 die Anlehre. Die Jugendlichen schliessen die Lehre mit einem eidgenössischen Berufsattest ab. Damit ist für alle, die diesen Weg zum Einstieg in die Berufswelt wählen, eine einheitliche und national anerkannte
Auszeichnung garantiert. Oft erweist sich in der Praxis, dass der
Einstieg in die Berufswelt über die EBA-Ausbildung für viele Jugendliche
sehr sinnvoll ist.
Die zweijährige berufliche Grundausbildung ist wie die drei- oder vierjährige Lehre geregelt und führt zu einem eidgenössisch anerkannten Berufsabschluss. Sie dient der Vermittlung von Qualifikationen zur Ausübung
eines Berufs mit einfacheren Anforderungen. Die Absolventin, der Absolvent einer beruflichen Grundbildung mit eidgenössischem Berufsattest
kann auch in eine drei- oder vierjährige berufliche Grundbildung mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis übertreten. Die bereits erworbenen Fähigkeiten werden bei der weiteren Bildung im Berufsfeld angerechnet.
Für Jugendliche mit praktischer Begabung
Die EBA-Lehre bietet eine gute Einstiegschance für Jugendliche, die eine
praktische Begabung mitbringen. Die praktische Arbeit im Betrieb hat in
der EBA-Ausbildung einen grossen Stellenwert. Die Jugendlichen werden
gezielt gefördert und dort abgeholt, wo ihre Stärken liegen. Ein wichtiger
Bestandteil der Ausbildung ist die Berufsfachschule, die in der Regel einen
Tag pro Woche besucht wird.
Ein Mehrwert auch für Lehrbetriebe
Der Lehrbetrieb bildet die lernende Person in der beruflichen Praxis aus. Zu
diesem Zweck schliessen beide Parteien einen schriftlichen Lehrvertrag ab,
der vom kantonalen Berufsbildungsamt genehmigt werden muss. Durch die
entsprechende Fokussierung auf die praktische Arbeit und gezielte Förderung der Stärken kann der Betrieb bei Eignung auf eine langjährige Arbeitskraft zählen. Er bietet so einer Jugendlichen, einem Jugendlichen einen etwas «gemächlicheren» Einstieg in die Berufswelt.
Das Angebot hat sich in den letzten Jahren bei den Jugendlichen etabliert und ist ein willkommener Einstieg in die Berufswelt für viele. Viele Be-
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