libera Me - Arte Presse

18/12/2016
Sonntag, 18. Dezmber 2016, um 23.05 uhr
Libera Me
Eine Verdi-Choreographie
von Christian Spuck
Konzert und ballett, Fernsehregie: Michael Beyer
SSR/ARTE, Deutschland 2016, 90 min.
Erstausstrahlung
Komponist: Giuseppe Verdi
Musikalische Leitung: Fabio Luisi
Choreographie: Christian Spuck
bühne: Christian Schmidt
Kostüme: Emma Ryott
ballett: Ballett Zürich
Orchester: Philharmonia Zürich
Chor: Chor und Zusatzchor der oper zürich
mit: Krassimira Stoyanova (sopran), Veronica Simeoni
(Alt), Georg Zeppenfeld (Bass) und Francesco Meli
(Tenor)
Das Opernhaus Zürich bringt in einer groß besetzten
Gemeinschaftsproduktion von Ballett und Oper eines der
berühmtesten Werke des klassischen Repertoires auf die
Bühne, Giuseppe Verdis „Messa da Requiem“. Christian
Spuck, der Direktor des Balletts Zürich, ist Choreograph
und Regisseur dieses außergewöhnlichen Unternehmens
aus Musiktheater und Tanz. Die musikalische Leitung hat
der Generalmusikdirektor der Oper Zürich inne, Fabio
Luisi. Das Requiem ist ein Meisterwerk des oratorischen
Konzertrepertoires.
36 Tänzer, der Chor der Oper Zürich und vier hochkarätige
Solisten vereinen sich unter der musikalischen Leitung von
Fabio Luisi zu dreizehn groß angelegten Bildern, die sich
den ureigensten Themen des Menschseins widmen. So wie
Verdi in der musikalischen Gestaltung über die rein christliche Vorstellung von Tod und Auferstehung hinausgeht, geht
es auch Christian Spuck nicht um eine rein religiöse Deutung des liturgischen Textes. In poetischen Tableaus setzt
er sich mit allgemein menschlichen Emotionen auseinander
und thematisiert Gefühle wie Angst, Zorn, Schmerz, Trauer
und die Sehnsucht nach Erlösung.
Das Bühnenbild von Christian Schmidt – ein monumentaler,
dunkler, aber lebendiger Raum – eröffnet mit seinen Versenkungen und szenografischen Elementen wie einem Dornbusch und mobilen Scheinwerfen ein vielfältiges Repertoire
von Auftritts- und Aktionsmöglichkeiten. Auf farbliche Kon-
traste setzt die britische Kostümbildnerin Emma Ryott.
Während die Solisten und der Chor in dunklen Farben
gehalten sind, betont sie in den hell-transparenten
Tänzerkostümen die menschliche Verletzlichkeit.
„Ich möchte berührende Bilder finden, die der Musik
adäquat sind und damit dem gigantischen Werk in
einer Weise gerecht werden, dass man es im Anschluss
anders erfahren und tiefer verinnerlichen kann“, so
beschreibt Christian Spuck den eigenen Anspruch
an diese Arbeit. Ausdrücklich geht es ihm als Regisseur und Choreograph nicht um eine rein tänzerische
Illustration von Verdis Musik, sondern um die inhaltlichszenische Verbindung der Tänzer mit den Solisten und
den Chorsängern. Letztere agieren gemeinsam mit
den Tänzern auf der Bühne und sind in ritualisierte Bewegungen und Vorgänge eingebunden. So entstehen
überraschende und gelegentlich auch verstörende Elemente, die eine neue Perspektive auf eines der großen
klassischen Meisterwerke ermöglichen. Die überaus
aufwendige szenische Umsetzung, in der Gesang und
Tanz auf das Innerlichste miteinander verschränkt sind,
verspricht ein außergewöhnliches Bühnenereignis.
Die Sendung wird mit einem 360°-Video auf ARTE
Concert im Internet begleitet: concert.arte.tv.
Das Video ist auch auf der interaktiven App
„ARTE360“ zu finden.
bildrechte: christian spuck © Raphael Hadad
Pressekontakt: IRINA LEHNERT / [email protected] / T +33 88 14 2151 /
@ARTEpresse