Journal Graz 1016_Layout 1

Erscheinungsort Graz, Ausgabe 10, Oktober 2016, gratis an jeden Haushalt. P.b.b. Verlagsort 8054 Graz/Seiersberg Plus.Zeitung 13Z039714 P / Fotos: Jungwirth / Anzeige
P ersönlich E ngagiert R outiniert T aktvoll Z ielstrebig L esbar
Von der 22-Quadratmeter-Mikrowohnung bis zum Penthouse ...
Der Wohnpark Graz-Gösting
- nahe am Zentrum, die Natur vor der Tür
LOKALES
EDITORIAL
Zu unserem Titelfoto:
Wohnpark Graz-Gösting,
nahe am Zentrum die
Natur vor der Tür.
Von der 22-Quadratmeter-Mikrowohnung bis zum Penthouse (HWB 32 KWh/m2/Jahr),
deren Bau mit den letzten drei
Häusern bereits im Oktober
begonnen hat. Die Martin Auer-Filiale im Wohnpark hat
übrigens auch am Sonntag
von 7 bis 18 Uhr geöffnet.
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Inhalt
Landesrat Anton Lang:
„Bin Landesrat, kein Landhausrat“
4,5
Dr. Martin Neubauer:
Lernen ist Kooperation
6,7
Richterin Mag. Barbara Schwarz:
Im Dienste von Justitia
18,19
WHITE SPA-Reportage:
Das ultimative Entspannungserlebnis
20,21
Nationalrat Josef Muchitsch:
Meine Vision: Saubere Baustelle 2020
Impressum
JOURNAL GRAZ 2
40,41
47
Liebe
Leserinnen,
liebe
Leser!
Fernsehen für unsere Jüngsten
hat „Jugendverbot“
Der Sommer hat sich endgültig verabschiedet, die heißen Tage
und lauen Abende sind Vergangenheit. Damit ist auch ein Ortswechsel verbunden. Ja, jener von draußen nach drinnen. Aufgrund
sinkender Temperaturen drängt es niemanden mehr zum Freizeitspaß im Freien, jetzt haben die Couchpotatoes wieder Hochsaison
und der Griff zur TV-Fernbedienung ist nicht selten das Maximum
an körperlicher Betätigung am Abend - sieht man vom Griff in die
Chips-Packung ab. Es gibt aber auch nichts Schöneres, als sich an
Schmuddeltagen den Lieblingsfilm reinzuziehen, oder sich nach
dem Job vor der Flimmerkiste - die längst keine mehr ist - zu entspannen. Auch ich bin bekennender TV-Konsument, der auch ganz
genau weiß, wie viel Gewalt sich hinter der Mattscheibe abspielt.
Um meine Enkelkinder davor zu schützen, ist das System in meiner Familie komplett abgesichert. Nur wer den Code kennt, kennt
auch die Gräueltaten, die in vielen Filmen die abgebrühten Konsumenten begeistern. Nicht selten frage ich mich, was sich in den
Köpfen von Drehbuchautoren und Regisseuren abspielt, um solche
Gewalt-Fantasien filmisch umzusetzen. Auf meiner Reise mit der
Fernbedienung durch die Fernsehlandschaft bin auch ich kürzlich
vor Schreck erstarrt. Aber nicht angesichts eines Horrorfilms, sondern beim Stop in einem Kinderkanal. Ich war geschockt, wie brutal die Inhalte harmloser Kinderfilme sind. Nein, natürlich werden
keine bluttriefenden Messer gewetzt, aber wenn Monster durch
die Lüfte fliegen, dann erleidet die kindliche Seele nicht minder
Schaden. Das denke ich mir als Großvater, der die Ängste seiner
Enkelkinder kennt. Und gerade deshalb möchte ich nur dazu raten,
den öffentlichen TV-Konsum der Kleinsten empfindlich einzuschränken, die Sprösslinge auch niemals vor der Glotze allein zu
lassen und im Fall des Falles lieber zu einem Datenträger zu greifen, von dem man weiß, was auf ihm gespeichert ist. Die kleinsten
Konsumenten der bewegten Bilder brauchen - wenn überhaupt nur positive Botschaften und schöne Bilder, aber keine Dämonen
mit erschreckenden Zauberspielen. Auch keine streitlustigen Comicfiguren oder „Sponges“, die ein Gesicht haben. Das schreckt
die Minis, die diese Bilder als real verarbeiten. Ich denke, unsere
Sprösslinge werden früh genug mit Rohheiten konfrontiert, schenken wir ihnen Wärme. Mit einem Knopfdruck auf den Fernseher
und einer wunderbaren, altmodischen Geschichte aus einem alten
Märchenbuch, die sie solange träumen lässt, bis sie in der Wirklichkeit erwachen. Den Programmdirektoren aller Sender schreibe
ich übrigens ins Stammbuch: „Augen auf, beim Kinder-FilmeKauf.“ Da lobe ich mir doch den guten alten Helmi, der unter dem
Titel „Augen auf“ meine Kinder noch ganz lieb Vorsicht im Straßenverkehr via TV gelehrt hat.
Ihr Fritz Pertzl
JOURNAL GRAZ 3
LOKALES
FRÜHSTÜCKSGAST
„Bin Landesrat,
kein Landhausrat“
Im persönlichen Frühstücksgespräch mit dem Journal
Graz präsentiert der neue Landesrat Anton Lang
seine ehrgeizigen Pläne und Ziele und zeigt sich
auch von seiner privaten Seite.
Wie sind Sie zur Politik gekommen?
Nun, mein Onkel war Betriebsratsvorsitzender in einem Unternehmen, daher
habe ich relativ früh schon etwas von Politik mitbekommen. Im Gymnasium
habe ich mich dann speziell für Geschichte interessiert, viel gelesen und mich
auch entsprechend engagiert. 1977 bin ich in die SPÖ eingetreten. Beruflich
verschlug es mich in eine Bank. 1986 begann mein politischer Werdegang als
Gemeinderat in Leoben.
Wie verlief Ihr Werdegang bei der angesprochenen Bank?
Im Jänner 1982 begann ich in der Sparkasse Leoben in der Filiale Donawitz.
Hier genoss ich eine Top-Ausbildung und war bis zum Schluss als Prokurist
tätig.
Was schätzen Sie so an der Kommunalpolitik?
Ich war immer Kommunalpolitiker mit Leib und Seele, weil es mir stets gefallen hat, vor Ort tätig zu sein. Mit den Menschen zu reden, auch etwas für
sie zu tun, das war immer meine Leidenschaft und ist es auch heute noch. Ich
war 13 Jahre lang Jugend- und Sportreferent der Stadt Leoben und in dieser
Zeit wurde das erste Jugendzentrum eingerichtet. Außerdem konnte die große
Sportanlage Tivoli und auch die Leobner Eishalle eröffnet werden.
ANTON LANG
LANDESRAT FÜR VERKEHR,
UMWELT, ERNEUERBARE ENERGIEN,
SPORT UND TIERSCHUTZ
JOURNAL GRAZ 4
Wie gefällt Ihnen Ihr Wirkungsbereich im Land?
Als Landesrat habe ich sehr spannende Ressorts übernommen. Das Verkehrsressort ist natürlich vom Umfang her das größte. Hier ist mein vorrangiges
Ziel, die Steirer zum Umstieg auf die öffentlichen Verkehrsmittel zu bewegen.
Ich bin ja selbst einer, der ab und zu gerne mit dem Auto fährt, aber es muss
doch zu schaffen sein, den öffentlichen Verkehr für die Menschen noch attraktiver zu machen. Die Steirer sollen Lust auf unsere "Öffis“ bekommen
und wissen, dass sie mit deren Nutzung auch etwas Gutes für die Umwelt tun.
Wichtiger „Motor“ ist da die S-Bahn, aber auch der Bus ist ein bedeutendes
Transportmittel. Wenn wir uns alle bei der Nase nehmen und vor allem kurze
Wege nicht mehr mit dem Auto fahren, sondern z. B. mit dem Rad, dann tragen wir - jeder für sich - viel dazu bei, die vorgegebenen Klimaziele zu erreichen.
Welche weiteren Pläne haben Sie bereits im Köcher?
Wichtig ist mir auch die Radfahrstrategie 2025: Es muss uns gelingen, das
Rad als Verkehrsmittel Nr. 1 für kurze Strecken zu etablieren. Es gibt Untersuchungen die zeigen, dass 50 Prozent aller Strecken, die man im täglichen
Leben zurücklegt, kürzer als fünf Kilometer sind, 75 Prozent unter zehn Kilometer. Wenn wir es da schaffen, dass die Steirer lieber das Rad nutzen, haben
wir sehr viel erreicht. Darum wird das entsprechende Budget von zweieinhalb
auf fünf Millionen aufgestockt. Es wird für Gemeinden und Städte verwendet,
damit etwa die Radfahrwege ausgeweitet werden. Ich bin ja auch Sportlan-
desrat, und damit machen wir einen nächsten, positiven Schritt: Wir schonen nicht nur die Umwelt,
sondern tun auch etwas für unsere Gesundheit!
Gibt es ein Projekt, das Ihnen momentan sehr
am Herzen liegt?
Unmittelbar bevor steht ein Projekt, das mein Vorgänger und jetziger Bundesminister Jörg Leichtfried initiiert hat: Die S8 und S9, also die neuen
S-Bahn-Linien, durchgehend von Mürzzuschlag
über Bruck bis Unzmarkt, mit einem sehr dichten
Takt zwischen Kapfenberg und Leoben und natürlich nach Graz auf Schiene zu bringen. In diesem
Projekt steckt sehr viel Herzblut, weil wir die Steirer damit in Verbindung mit dem „Mikro-ÖV“ aus
den Seitentälern heraus zu den großen Verkehrsachsen bringen. Das trägt auch dazu bei, die Abwanderung zu stoppen. Wichtig ist mir, dass die
Leute wohnsitzmäßig z. B. in der Obersteiermark
bleiben, weil die Anbindungen einfach toll sind
und man Arbeit und Wohnsitz wunderbar kombinieren kann. Dies ist natürlich auch für Graz ein
großer Vorteil. Wenn nicht so viele Pendler mit
dem Auto nach Graz kommen, wird die Stadt
enorm entlastet. Das größte Problem in Bezug auf
Feinstaub ist nun einmal der Individualverkehr.
Die entsprechenden Zuggarnituren müssen aber
bequem, sauber und auf dem neuesten Stand sein,
es muss Internet und ein Handysignal geben – und
cool muss es sein. All das garantieren die 18 neuen City-Jets, die die Steiermark neu bekommen
hat. Auch die ÖBB fahren eine Offensive und machen die Bahnhöfe laufend attraktiver und moderner.
Sind Sie eigentlich auch Tierliebhaber?
Ja, ich bin bekennender Tierliebhaber, und natürlich war ich das auch schon vor meiner Funktion
als Tierlandesrat. Ich habe aber leider aufgrund
meines sehr dichten Terminplanes kein Haustier.
Aber wenn ich einmal in Pension bin, werde ich
eines haben: Ich schwärme besonders von einem
Berner Sennenhund! Und wenn mein Sohn auf
Urlaub fährt, dann passe ich auf Dackel Leo auf.
Dann hat Leo quasi Urlaub beim „Dackelopa“. In
den ersten vier Monaten meiner neuen Funktion
habe ich außerdem sehr viele Tierheime besucht.
Tierschutz geht uns alle an. Gott sei Dank haben
wir unzählige Mitbürger, die sich mit unglaublichem Einsatz für unsere Tiere engagieren. Dafür
sage ich Danke.
Was halten Sie vom vieldiskutierten Schächten?
Das ist für mich bestialische Tierquälerei, die auf
das Schärfste zu verurteilen ist. Ich erwarte mir
auch, dass die Behörden mit aller Härte dagegen
vorgehen. Ich bin dafür, dass die Strafen erhöht
werden und man in diesem Bereich noch genauer
hinschaut. Für alle, die in Österreich leben wollen,
gelten unsere Gesetze, da gibt es keine Ausnahmen. Es ist für mich absolut verwerflich, wenn
man sich da hinter der Religionsfreiheit versteckt.
Wo steht die Steiermark in Sachen Klimaschutz?
Wenn man vor 20 Jahren Studien präsentiert hat,
wonach sich das Klima zu unserem Nachteil ändern wird, dann haben das viele für eine Verschwörungstheorie gehalten. Heute ist der Klimawandel leider Realität und das sehen wir allein an
den häufiger werdenden Wetterkapriolen. Wir sind
in der Steiermark allerdings auf einem guten Weg
und werden die Klimaziele bis 2030 bzw. 2050 erreichen. Wir müssen aber noch vieles dafür tun
„Im Verkehrsressort ist mein
vorrangiges Ziel, die Steirer zum
Umstieg auf die öffentlichen
Verkehrsmittel zu bewegen!“
LR Anton Lang
und dürfen uns nicht zurücklehnen. Wenn wir
nicht gegensteuern, werden wir in Zukunft in Skigebieten unter 1500 Metern riesige Probleme haben, weil wir hochgerechnet vier Grad mehr haben werden. Auch gewisse Weinsorten wird es in
der Steiermark nicht mehr geben, weil die Temperaturen einfach zu hoch sind. Deshalb müssen
wir alles unternehmen, um das Desaster hintanzuhalten. Klimaschutz geht uns also alle an und jeder ist aufgefordert, etwas dazu beizutragen. Wir
sind in Sachen Industrie auf einem guten Weg,
müssen beim Individualverkehr aber genau hinschauen. Und natürlich spielen auch Energieeffizienz und erneuerbare Energien eine große Rolle.
Ist Sport Mord?
Nein, im Gegenteil. Mein Ziel ist es, die Steirer
dazu zu bewegen, sich mehr zu bewegen. Der
wesentliche Punkt für mich ist die tägliche Bewegungsstunde in der Schule. Da sind wir auf
einem guten Weg. Das Projekt „Bewegungsland Steiermark“ läuft inzwischen schon sehr
gut. Wir sind jetzt auch gerade dabei, gemeinsam mit Landesrätin Ursula Lackner Pilotschulen zu finden, in denen die tägliche Bewegungsstunde angeboten wird. Wichtig ist, dass
sich die Kinder bereits in der Schule bewegen.
Wie wichtig ist Ihnen der Kontakt mit den
Bürgern?
Ich will hinaus und will mir alles vor Ort anschauen, mit den Leuten über ihre Sorgen und
Nöte reden. Meine Entscheidungen sollen
nicht nur im Büro getroffen werden, sondern
ich muss mich persönlich von etwas überzeugen. Menschen und ihre Meinungen sind mir
wichtig, denn wer keine Menschen mag, hat in
der Politik nichts verloren! Ich bin ja Landesrat und kein Landhausrat (lacht)!
Was können Sie uns vom Privatmann Anton
Lang erzählen?
Ich lebe in einer Lebensgemeinschaft, habe einen Sohn und pendle von meiner Heimatstadt
Leoben nach Graz. Aber das ist kein Problem
für mich, Leoben liegt ja sehr zentral, was als
Ausgangspunkt für Termine in der ganzen Steiermark gut passt. Im Jahr kommen schon mal
100.000 Kilometer zusammen, die ich so zurücklege.
Betreiben Sie als Sportlandesrat auch selbst
Sport?
Ich halte mich fit, indem ich versuche, dreimal
in der Woche laufen zu gehen. Wenn Zeit
bleibt, zählt auch Radfahren zu meinen
Hobbys.
Danke für das nette Gespräch.
LR Anton Lang im Frühstücksgespräch mit Waltraud Pertzl in der Redaktion
JOURNAL GRAZ 5
INTERVIEW
INTERVIEW
„Lernen ist Kooperation“
Der Betriebswirt Dr. Martin Neubauer
steht seit kurzem an der Spitze des
WIFI, das mehr als 3000 Kurse für
40.000 Menschen anbietet. Neubauer
war zuletzt Personalchef bei M&R Automation in Grambach und unter anderem für den russischen Oligarchen
Deripaska tätig. Für ihn ist Lehren und
Lernen in erster Linie Kooperation auf
Augenhöhe zwischen Lehrenden und
Lernenden. Wie in der Industrie 4.0 will
Neubauer auch bei der Bildung weg
von der Massenproduktion und hin zur
Individualisierung des Angebots.
Warum haben Sie sich beim WIFI beworben?
Es ist der coolste Job, den man sich vorstellen
kann. Im Bereich Bildung gibt es keine bessere
Position. Man arbeitet mit einem großen Team,
man kann etwas bewegen und man sieht die Resultate. Jetzt kommt noch das neue Talentcenter
dazu, das jungen Menschen bei der Berufswahl
helfen will.
Sie genießen im WIFI schon nach kurzer
Zeit ein hohes Ansehen. Wie haben Sie das
geschafft?
Das sind wahrscheinlich Vorschusslorbeeren.
Ich komme ja von außen und ich glaube schon,
dass man mich beobachtet und wissen will, wie
macht er seine Arbeit und was bringt er zusammen? Aber man gibt mir die Chance, meine
Eignung für den Job unter Beweis zu stellenauch darum macht es Spaß, hier zu arbeiten.
DR. MARTIN NEUBAUER
LEITER DES WIFI STEIERMARK
JOURNAL GRAZ 6
Ihr Vorgänger Peter Hochegger hat das
WIFI mehr als 40 Jahre lang geleitet. Das
prägt eine Organisation natürlich ...
Ich habe ein unglaubliches Glück, einen Job
übernommen zu haben, in dem ich nicht Krisenfeuerwehr spielen muss. Ich habe von Peter
Hochegger ein perfekt geführtes Haus übergeben bekommen. Wenn ich jetzt gelobt werde,
ist das eigentlich sein Verdienst. Er hat hervorragende Mitarbeiter eingestellt. Sie sind hoch
motiviert und gehen mit Herzblut an ihre Aufgabe heran. Mehr kann man gar nicht erwarten.
Meine Aufgabe ist es primär, diese Mitarbeiter
weiterhin zu motivieren – das ist der Hauptjob
einer Führungskraft.
Kennen Sie Ihre Mitarbeiter schon?
Ja, natürlich. Es ist mir ein Anliegen, meine
Kollegen persönlich kennen zu lernen und
auch die Trainer zu treffen. Gerade in einer
zunehmend digitalen Welt muss man die direkte Kommunikation noch mehr pflegen.
Ich nehme auch selbst an Kursen und Seminaren teil, das ist wichtig für mich und es interessiert mich auch. Wenn man solche Dinge nicht vorlebt, kann man nicht erwarten,
von den Mitarbeitern wertgeschätzt zu werden.
den anpassen. Es geht nicht mehr, dass ein
Vortragender die Leute zwei Tage lang mit
Powerpoint-Präsentationen nervt. Der Vortragende ist heute keiner mehr, der vorne steht
und die Weisheit mit Löffeln gegessen hat.
Lernen ist heute eine Kooperation. Wir leben
in einer Zeit, in der Teamwork, Projektmanagement oder Projektarbeit letztlich die einzigen zielführenden Möglichkeiten sind,
Wissen so zu vermitteln, das es anwendbar
ist und langfristig in den Köpfen der Lernenden verankert bleibt.
Es gibt am WIFI mehr als 3000 Kurse, an
denen mehr als 40.000 Menschen in diesem Jahr teil genommen haben. Sind Sie
damit zufrieden?
Die vielen Kursteilnehmer sind toll, aber es
müssen noch mehr werden. Das ist eine klare Vision und Aufgabe für alle Mitarbeiter.
Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir zu
den Kunden hinaus, Weiterbildung direkt
beim Kunden anbieten und dürfen nicht einfach warten, bis die Menschen zu uns kommen. Im Grunde läuft es darauf hinaus, die
Kunden auch wirklich als Kunden zu behandeln. Wir haben als WIFI einen sehr guten
Ruf, das muss man erst einmal schaffen,
dass über eine Institution, über Jahrzehnte
hinweg, so positiv gesprochen wird. In Zukunft müssen wir alle Ebenen bespielen, vor
Ort und beim Kunden. Man kann heute vieles digitalisieren, aber umso mehr braucht
man den Kontakt zum Kunden. Genau das
ist mir wichtig.
Können Menschen, die grundlegende Bildung versäumt haben, diese nachholen?
Ja, das WIFI bietet diese Möglichkeit. Es gibt
immer eine Möglichkeit zu lernen. Es ist aber
klarerweise eine große Herausforderung:
Man darf Menschen, die keine lineare Bildungskarriere haben, nicht als Personen 2.
Klasse behandeln - im Gegenteil. Wir müssen das Wissen, das in diesen Personen
schlummert, identifizieren und darauf aufbauen. Wirklich verstanden hat man einen
Stoff erst dann, wenn man ihn selbst vermitteln kann. Eigentlich sind unsere Lernkunden
deshalb auch unsere potenziellen Trainer.
Genauso wie in Unternehmen nur das Arbeiten im Team langfristig Erfolg verspricht, gilt
das auch für eine „knisternde“ Lernumgebung. Gemeinsam arbeiten ist wichtig und
bringt Erfolg.
Also kein Fokus auf e-learning?
Ich bin kein Verfechter der Ansicht, dass alles
e-learning werden muss. Klar ist aber, dass
wir alle in Zukunft anders lernen werden. Ein
Teil wird dann hier im Haus gemacht, einen
Teil werden die Kunden von zu Hause aus erledigen und ein weiterer Teil wird virtuell gemacht werden - es geht somit ganz klar in
Richtung „Blended Learning“. Aber da geht
es einerseits um Qualität und natürlich auch
um eine Methodik, die Wissensvermittlung
spannend und herausfordernd zu gestalten.
Über diese Geschichten müssen wir aktiv
nachdenken, sonst verlieren wir unsere Führungsposition.
Wo geht die Reise in der
Lernmethodik hin?
Wir müssen uns an die Bedürfnisse der Kun-
Wie definieren Sie den Erfolg der Arbeit
des WIFI?
Wir müssen uns permanent Gedanken machen, wie wir unterrichten. Ich glaube, wenn
wir einen Mitarbeiter für ein Unternehmen
ausbilden, ist es auch wichtig, was der Unternehmer sagt. Was hat sich mit dem Diplom verändert, was bewirkt es? Wenn der
Mitarbeiter besser geworden ist, er neue Aufgaben übernehmen kann und für neue Zukunftsherausforderungen gewappnet ist, hatten wir Erfolg. Dieser ständige Qualitätsnachweis muss erbracht werden.
Sie kommen aus der Industrie, haben
sechs Jahre lang in Russland für den Oligarchen Oleg Deripaska gearbeitet. Zuletzt waren Sie Personalchef bei M&R Automation in Grambach. Hilft Ihnen das als
Leiter des WIFI?
In der Industrie ist die Tendenz, dass Produkte und Services personalisiert werden,
evident. Institutionen und Firmen, die große Massen produzieren, werden darauf getrimmt, Kundenbedürfnisse auf individualisierter Basis zu befriedigen. Dieser Trend
betrifft aber alle Bereiche in der Wirtschaft,
nicht nur die Industrie. Es geht darum, auf
Einzelwünsche zu reagieren. Warum sollte
das bei Bildung anders sein? Besonders
hier müssen wir weg von der Massenproduktion.
Wird es am WIFI Neuerungen geben?
Natürlich! Die Menschen für Industrie 4.0 fit
machen, stärker in die Regionalisierung gehen, das Thema Digitalisierung aktiver behandeln – das sind die drei Schwerpunkte,
die ich vorantreiben will. Von der WKO haben wir den klaren Auftrag, dass das WIFI
von der Lehre bis zur Pension der Partner in
Sachen Bildung sein soll. Darum ist für mich
der Begriff Ausbildung auch ein schlimmes
Wort, denn dort steckt „Aus“ drin, was Ende
bedeutet. So funktioniert das nicht – wenn du
dich nicht weiterbildest, bist du irgendwann
arbeitslos.
Bleibt bei all Ihrem Engagement noch Zeit
für Privates?
Ich habe in Finnland unterrichtet, ein bisschen bin ich nordisch geprägt. Dort lernt man
ein Miteinander. Für mich bedeutet das, dass
meine Frau Veronika und ich die Kinder zum
Beispiel abwechselnd ins Bett bringen. Dann
wird vorgelesen und ich muss etwas vorsingen - obwohl ich niemandem wünsche, das
anzuhören (lacht). Die Kinder wollen es aber
unbedingt. Letztlich tue ich mir trotzdem
schwer, Privatleben und Arbeit unter einen
Hut zu bringen, weil ich meinen Job liebe.
Ich denke aber doch, dass ich es einigermaßen gut schaffe.
Haben Sie noch Zeit für Hobbies?
Samstag und Sonntag koche ich gerne. Gemeinsames essen ist ein Ritual bei uns. Ich
bringe dann thailändisches, österreichisches
oder georgisches Essen auf den Tisch. Außerdem ist Wein meine Leidenschaft. Ich liebe generell die steirischen Weißweine und da
ich eine Zeit lang in Frankreich gelebt habe,
natürlich auch die französischen Rotweine.
Die Kalorien verbrenne ich dann beim Laufen.
Danke für das Gespräch.
JOURNAL GRAZ 7
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WIRTSCHAFT
Einrichtung haben wir einmal überholt.
Trotzdem sage ich: „Es ist irgendwie unser
Historienkraftwerk.“ Ende der 1980er-Jahre
kam ein Punkt, wo ich mir sagen musste:
„Man muss sich auf etwas konzentrieren. So
haben wir die Elektroinstallation aufgebautohne vorher einen einzigen Elektromeister
beschäftigt zu haben. Der Zweig wurde dann
sukzessive ausgebaut und zu dem gemacht,
was er heute ist. Eine Gebäudeelektrotechnik-Firma mit rund 130 Mitarbeitern.“
Die Säulen der Zukunft heißen HERESCHWERKE als Elektrotechnik- und
Gebäudeautomationsunternehmen, sowie
GLOBAL HYDRO ENERGY GmbH in der
Turbinenproduktion und Wasserkrafttechnologie.
DR. GILBERT FRIZBERG
Gilbert Frizberg
Das Triumvirat
Der Urgroßvater war Franz Heresch, sein Enkel hieß Helmut Frizberg, dieser Konstellation verdankt man letztlich
die Hereschwerke und Gilbert Frizberg, der 1977 in das Unternehmen reinschnupperte, sein Studium der Rechtswissenschaften abschloss und zwei Jahre später in das Unternehmen einstieg.
D
r. Gilbert Frizberg war und ist ein
Mensch, der sich neben seiner unternehmerischen Kernkompetenz, auch
stets als politisch engagiert zeigte und in all
seinen Funktionen Meilensteine zu setzen
wusste: als Vorsitzender der Jungen Industrie
Steiermark in den 1970er-Jahren ebenso wie
als Mitglied des Vorstandes der Vereinigung
Österreichischer Industrieller. Er war 10 Jahre lang Vizepräsident der Wirtschaftskammer
Steiermark und vertrat die ÖVP in den frühen 1990er-Jahren im Landtag Steiermark.
Er war bereits mit 28 Jahren Abgeordneter
zum Nationalrat und später jahrelang Finanzreferent der ÖVP Steiermark. Seit 2007 ist
Frizberg Aufsichtsratsvorsitzender des VERBUND. Er betont, dass der Verbund das einzige Unternehmen unter der großen Stromerzeugern ist, welches in all den Jahren kein einziges Verlustjahr geschrieben hat. „Darauf“,
so Frizberg, „darf man stolz sein!“
Gilbert Frizberg: „Ja, es ist einiges verwirklicht worden. Mein Vater hat die
Stromversorgung ausgebaut. Ich bin dann in
den 1970er-Jahren eingestiegen und habe
damals noch in die Stromversorgung invesJOURNAL GRAZ 8
tiert. Wir haben in der Obersteiermark zwei
Betriebe zur Stromversorgung dazu gekauft
und danach ein Wasserkraftwerk gebaut. In
Obdach wurde mit einem 3,5 MW Hackschnitzel-Heizwerk die Fernwärmeversorgung begonnen.
Neben so viel Energie und Engagement,
hat sich Gilbert Frizberg dennoch immer
Zeit frei für seine Gattin Katharina genommen, mit der er auch viele Hobbys teilt.
Multifunktional, ähnlich wie im Berufsleben, fand auch hier die Liebe zur Musik, von
der Oper bis zum Jazz, ihren Platz. Natürlich
auch Tennis, war doch die Gattin mehrfache
Kärntner Meisterin. Und dann wären da
noch die beiden „Kinder“ zu erwähnen,
Sohn (29) und Tochter (24), welche die Idylle perfektionieren.
Doch wie bei vielem, das herrlich und
einladend daherkommt, steckt großes, persönliches Engagement dahinter. Und wenn
Frizberg konstatiert: „Das Unternehmen setzt
heute keinen Cent um mit irgendetwas, das
ich vorgefunden habe, als ich in den Betrieb
eingetreten bin“, so sagt das nur aus, dass vor
dem Preis stets der Schweiß steht.
Gilbert Frizberg: „Eine Ausnahme ist ein
Kraftwerk, welches mein Urgroßvater 1901,
als Pionier der öffentlichen Stromversorgung
zu bauen begonnen hatte. Dies ist das Einzige, von dem man behaupten kann, dass hat
es schon gegeben. Allerdings, Turbinen und
„Energie der Zukunft bedeutet für mich“,
so Frizberg, „dass wir möglichst CO2-frei
und auf Basis erneuerbarer Energie in Österreich den Strom erzeugen und dass wir die
Effizienz deutlich steigern. Ich bin davon
überzeugt, dass Elektroautos einen bedeutenden Anteil haben werden. Vielleicht sind es
25 Prozent, vielleicht auch mehr, aber sie
werden ein ganz normales Erscheinungsbild
im Alltag sein.“
Frizberg: „Ich bin nicht der große Erbe
wie manche glauben. Ich habe 7 Prozent geerbt, den Rest habe ich mir mehr oder weniger erworben. Heute blicke ich auf 57,5 Prozent, und die habe ich mir gekauft.“
Frizberg ist jene Persönlichkeit, welche
aus den vom Urgroßvater Franz Heresch gegründeten Hereschwerken, einem Stromerzeuger, eine international tätige Unternehmensgruppe entwickelte, Mehrheitsanteile
an weiteren Betrieben erwarb und in Summe
über 300 Mitarbeiter beschäftigt. Fazit: „Das
Wachstum ist definiert, wir müssen wachsen,
wir werden wachsen und wir wachsen auch
jetzt!“
Danke für das Gespräch.
ENERGY & SOLUTIONS
Die Betriebe der Familie Frizberg, mit mehr
als 300 Mitarbeitern, umfassen heute das
Elektrotechnikunternehmen Hereschwerke
sowie Mehrheitsanteile an der enso GmbH
(Graz-Raaba; Wasserkraftwerkentwickler in
Norwegen, der Türkei und Albanien) sowie
an der Global Hydro Energy GmbH (Oberösterreich; Turbinenfabrik, international aktiv in über 30 Ländern).
Mag. Christoph Holzer (GF SPAR Steiermark und Südburgenland), Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Titschenbacher, Ing. Max Zechner und Thomas Schilhan (Murbodner-Bauern)
Jetzt neu im SPAR-Regal:
Murbodner Karotten und Zwiebeln
SPAR ist es wichtig, die Wünsche der Kunden aufzugreifen, denn rund 70 Prozent
der Steirerinnen und Steirer greifen im Lebensmittelhandel zu heimischen Produkten,
mehr als 85 Prozent wünschen sich ein noch größeres Angebot.
SPAR präsentierte nun gemeinsam mit
der steirischen Landwirtschaftskammer
weitere regionale Gustostückerl. Zu den
Murbodner Erdäpfeln gesellen sich ab sofort die Murbodner Karotten und Zwiebeln. Auch die Murbodner Karotten und
Zwiebeln gibt es in der beliebten, eigenen
und umweltfreundlichen Papier-CarryBag. Insgesamt bietet SPAR in der Steiermark bereits über 5.300 Produkte von
über 245 steirischen Lieferanten an. Um
den Kauf regionaler Produkte zusätzlich
zu forcieren, startet SPAR gemeinsam mit
der Landwirtschaftskammer die zweite
Runde des bereits im Februar 2016 erstmals sehr erfolgreich durchgeführten Regionalitätsgewinnspieles, bei dem es über
50 Preise zu gewinnen gab.
„Durch diese exklusive Partnerschaft
mit den innovativen Murbodner Bauern
können wir den Kundinnen und Kunden
neben den g’schmackigen Murbodner
Erdäpfeln ab sofort auch Karotten und
Zwiebeln anbieten, die inmitten der steirischen Berge unter freiem Himmel gewachsen und gereift sind. Die Förderung
von Lebensmitteln aus der Region ist
SPAR ein großes Anliegen. Viele Konsumentinnen und Konsumenten greifen bevorzugt zu Produkten aus der Region –
man weiß, woher sie stammen, und vertraut auf die Qualität und den Geschmack. Damit unterstützen wir nicht
nur die steirische Landwirtschaft, sondern
tragen dank der kurzen Transportwege
auch zur Schonung der Umwelt bei“, so
Mag. Christoph Holzer, Geschäftsführer
SPAR Steiermark und Südburgenland.
Unterstrichen wurde diese neue Regionaloffensive von verschiedenen Marketingaktivitäten: So informierten zum
Auftakt beispielsweise auch die steirischen Seminarbäuerinnen als Botschafterinnen für regionale Lebensmittel in ausgewählten SPAR-Geschäften über die
Vorzüge beim Einkauf von Lebensmitteln
aus der Region.
Landwirtschaftskammer-Präsident Franz
Titschenbacher: „Regionaler Genuss ist
Klimaschutz. Jede Steirerin und jeder
Steirer kann Klimaschutz kaufen und
gleichzeitig für neue Arbeitsplätze und
für den Fortbestand der bäuerlichen
Landwirtschaft sorgen, wenn heimische
Lebensmittel bevorzugt werden!“
Regionalität auf Schiene
JOURNAL GRAZ 9
Fotos: SPAR, Pertzl / Anzeige
„Das Wachstum ist definiert,
wir müssen wachsen,
wir werden wachsen und
wir wachsen auch jetzt!“
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LESERSERVICE
leider nur selten bemüht. - Vermutlich aus
Angst vor dem Ergebnis.
Die Schweiz ist hier ein Vorreiter in Sachen direkter Demokratie. Es widerspricht
der Intention unserer Verfassung nach Kelsen, dass egal wie die Wahlen ausgehen die
beiden stimmenstärksten Parteien eine Koalition bilden und teilweise bei 2/3 Mehrheit
in die Verfassung eingreifen konnten. Ist
Österreich eine Diktatur der Mitglieder der
sozialdemokratischen Partei? Nein, aber der
Wille der direkten Demokratie kann nicht so
halbherzig umgesetzt werden.
Der neue Bildungskatalog 2017 ist da!
Brandneu und druckfrisch ist er da – der Bildungskatalog 2017 der „Steirischen Gewerblichen Bildungsanbieter“. Die Palette reicht von klassischen Angeboten bis hin zu ungewöhnlichen und neuen Ideen.
D
WKO-Berufsgruppensprecherin Ingrid Karner und
Foto: WKO
Obfrau Daniela Gmeinbauer
er Bildungskatalog umfasst auf 68
Seiten Lehrgänge, Seminare, Kurse
und Workshops aus den Bereichen EDV,
Freizeit, Gesundheit, Persönlichkeit, Sprache, Sicherheit und Wirtschaft und zeigt,
dass nicht nur die großen Bildungsunternehmen, sondern auch die kleinen und mittleren Bildungsanbieter gemeinsam ein umfassendes Programm bieten können.
Ob Großbetrieb oder Kleinunternehmer,
für alle gilt, dass
Investitionen in
die Bildung und
Entwicklung von
Mitarbeiter-Innen heute ein unumstritten wichtiger Teil des
Wirtschaftslebens sind. Ebenso wird im privaten Bereich die
professionelle
Unterstützung der persönlichen Weiterentwicklung durch Bildungseinrichtungen immer wichtiger. Die gewerblichen Bildungsanbieter sind gerade in diesen sensiblen Bereichen mehr denn je gefragt – als kompetente Partner und echte Profis. Die wachsenden Erwartungen wollen nicht nur erfüllt, sondern mit optimalen Resultaten
übertroffen werden. Die heimischen gewerblichen Bildungsunternehmen bieten
hierfür hohe Qualität und Flexibilität sowie ein breit gefächertes Seminarangebot.
Nähere Informationen über den Zusammenschluss der gewerblichen Trainer
und Seminarveranstalter und deren Bildungsangebot findet man auf der Website
www.bildungsanbieter-stmk.at.
WP/STB MAG. JUR. KLAUS
WP/STB EKKEHARD KIFFMANN
UND
Der Bildungskatalog kann unter E-Mail:
[email protected] oder Telefon
0316/601-414 bestellt werden. Die Zusendung erfolgt selbstverständlich kostenlos.
Sind andere Staatsbürger nicht mehr berechtigt ihre Meinung abzugeben? Wenn wir
befragen, dann müssen wohl alle Österreicher befragt werden und auch die Möglichkeit haben - Herr Bundeskanzler!
Die erste Befragung ist gründlich daneben
gegangen. Obwohl 88 Prozent gegen CETA
waren, sind Sie nach Brüssel gefahren, um
Kernfragen - Kernspaltung
Eher legt sich ein Hund einen Wurstvorrat an, als dass in der Demokratie gespart wird. Die Aussagen
über neue Schulden sollten der Vergangenheit angehören. Schulden ohne Ende führen irgendwann
zu einer Katastrophe, bei der wir alle unsere Ersparnisse verlieren.
U
Anzeige
nser Bundeskanzler kommt natürlich
aus einem Betrieb, der keine Gewinne machen musste, denn die Verluste
hat der Staat ohnehin subventioniert. Das ist
aber nicht die Vorgabe, die die übliche österreichische Wirtschaft vorfindet. Hier wäre
ein Umdenken angebracht.
Zum Thema Maschinensteuer war in der
Presse in den letzten Tagen zu lesen, welche
Bereiche dadurch verlieren. Angeblich sind es
vor allem die freien Berufe wie Rechtsanwälte, Wirtschaftstreuhänder und dergleichen.
Warum diese Berufe, die keine Maschinen
verwenden, sondern reine Dienstleistung erbringen, von der Maschinensteuer besonders
betroffen sein sollen, ist nicht einzusehen.
Für mich ergibt sich die Frage: Wofür
steht der Herr Bundeskanzler? Als er zum
Bundeskanzler nominiert wurde, haben wir
uns gedacht, nun kommt endlich ein Mann
der Wirtschaft. Die Staatsspitze wird begrei-
JOURNAL GRAZ 10
fen, dass es den Arbeitnehmern nur dann gut
geht, wenn es der Wirtschaft gut geht. Wir
kennen den Slogan leidlich aus einschlägiger
Werbung (geht’s der Wirtschaft gut, geht’s
uns allen gut).
Auf die Wirtschaftskammer möchten wir
in diesem Artikel nicht eingehen. Die Arbeitnehmer leben von einer gut funktionierenden
Wirtschaft und auch nur dann, wenn die
Wirtschaft nachhaltig Gewinne schreiben
kann.
Die neueste Idee unseres Bundeskanzlers
ist, die Mitglieder der sozialdemokratischen
Partei zu befragen. Die neue gesetzgebende
Körperschaft in Österreich sind die Mitglieder der sozialdemokratischen Partei, die zukünftig sagen, welche Gesetze beschlossen
werden sollen. In unserer Verfassung ist sowohl das Instrument der Volksbefragung als
auch die Volksabstimmung vorgesehen. Die
Instrumente der direkten Demokratie werden
CETA zu beschließen. Das nennen wir direkte Demokratie! Es ist scheinbar die Auffassung verloren gegangen, von wem Politiker
ihr Mandat erhalten.
Ein nicht gewählter Bundeskanzler ignoriert das Ergebnis der Befragung seiner eigenen Mitglieder ... da fehlen uns schlichtweg
die Worte.
Eine Pensionsreform interessiert ihn leider auch nicht, denn er fällt nicht unter die
Jahrgänge, die in Zukunft ihre Pension verlieren werden. In der Presse war sinngemäß
zu lesen, dass diese Reform nicht notwendig
sei, da Jahrgänge nach 1970 sowieso starke
Einschnitte in ihrer Pension haben werden,
aber das noch nicht gemerkt hätten bzw. hinnehmen würden.
Im Übrigen müssen wir uns um die Pension unseres Bundeskanzler keine Sorgen
machen, da es vermutlich eine subventionierte Versorgung durch die ÖBB gibt.
Kiffmann KG · Wirtschaftsprüfung- und Steuerberatungsgesellschaft
Mariatrosterstraße 36 · A-8010 Graz · Telefon:0316/ 810616 / Telefax: 0316 / 810616 - 17 · E-Mail: [email protected] · www.kiffmann.at
JOURNAL GRAZ 11
LOKALES
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Wiener Kartoffelsuppe mit Senfcroutons
Blutwurst gebacken auf Linsensalat
INES LIPLIN UND KARLI PICHLMAIER
WKO Steiermark-Vizepräsident Andreas Herz, Landesrat Christian Buchmann, Professor Hans-Werner Sinn, Landeshauptmann Hermann
Schützenhöfer, WKO Steiermark-Präsident Josef Herk, WKO Steiermark-Vizepräsident Benedikt Bittmann und Messe-Hausherr Armin Egger.
Volles Haus beim WKO-Unternehmertag
Rote Rübenravioli auf Rotkraut
Unternehmer sind das Rückgrat des Wirtschaftsstandortes Steiermark: Gut 1600 Wirtschaftstreibende und Opinion
Leader kamen zur vierten Auflage des Unternehmertags der WKO Steiermark in den Grazer Messecongress. Beim
größten und wichtigsten Businesstreff des Landes wurde informiert und „kontaktet“.
JOURNAL GRAZ 12
Volles Haus beim vierten WKO-Unternehmertag
der Migrationsfrage tritt der ehemalige ifoInstituts-Präsident für eine kompromisslose
Sicherung der Außengrenzen ein, um die
Personenfreizügigkeit unserer offenen Gesellschaft im Inneren nicht zu gefährden. Die
Brexit-Entscheidung führte der Ökonom
ebenfalls zu einem „entscheidenden Teil“ auf
die Migration zurück. „Das Thema hat zumindest die letzten Prozente gebracht, um
den Brexit zu besiegeln. Und jetzt ist es so:
Die Briten treten aus, und es wird sich keine
Partei leisten können, diesen Volksentscheid
zu revidieren. Für Europa ist das ein Schlag
sondergleichen.“
Am Ende des Vortrages gab es viel Applaus – darunter auch von zahlreichen prominenten Gästen wie Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, Wirtschaftslandesrat
Christian Buchmann, WKO-Vizepräsident
Jürgen Roth, IV-Präsident Georg Knill,
Hausherr und Messe-Chef Armin Egger sowie den Spitzen der heimischen Bank- und
Versicherungswirtschaft: RLB-GD Martin
Schaller, Steiermärkische Sparkasse-Vorst.
Gerhard Fabisch und Franz Kerber , UniqaLandesdir. Johannes Rumpl und GRAWEGD Othmar Ederer sowie dem Grazer Finanzstadtrat Gerhard Rüsch.
E
Herr Gerald
r zählt zu jenen hoch dekorierten Küchenkünstlern, die die traditionelle
Gasthausküche im Grazer Stadtkern
hochhalten: Karli Pichlmaier mit Lebensgefährtin Ines Liplin, die seit 2015 Feinspitze
in „Ferl’s Weinstube“ in der Burggasse einkochen und mit charmantem Service verwöhnen. Jetzt ist die gastliche Anlaufstelle
der Jahreszeit entsprechend kulinarisch
herbstlich „eingefärbt“.
Beisl-Speisen wie die Wiener Kartoffelsuppe mit Senfcroutons, Linsensalat mit
knuspriger Blutwurst, Krautfleckerl oder andere weiß-grüne Spezialitäten, nichts fehlt
auf der traditionellen Speisekarte. Auch die
ersten knusprigen Martinigänse, mit herrlichen Beilagen, machen Gusto schon jetzt gemütliche Weihnachtsfeiern mit Traditionsküche bei Karli Pichlmaier in Ferls Weinstube
rechtzeitig zu reservieren.
Karli Pichlmaier in Ferl’s Weinstube
Burggasse 10 · 8010 Graz · Telefon: 0316 840233
www.ferls-weinstube.at · [email protected]
JOURNAL GRAZ 13
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und Brexit. So sieht er den gleichzeitigen
„doppelten Ausstieg“ aus fossilen Energieformen und der Atomkraft kritisch. 85 Prozent des Endenergieverbrauchs kämen immer noch aus fossilen Energieformen, nur
rund 3,5 Prozent aus Wind und Sonne. Auch
die Eurokrise sei bei weitem nicht bewältigt.
Die Industrieproduktion sei lediglich in
Deutschland wieder auf Vorkrisenniveau,
während sie in Portugal, Frankreich, Italien,
Griechenland und Spanien teils um 25 Prozent darunter liegt.
Allein Irland habe sich erholt – und Österreich, so Sinns Analyse: Die Alpenrepublik
liege mittlerweile wieder mit sechs Prozent
gegenüber dem Vorkrisenniveau im Plus. In
bei Karli Pichlmaier
Fotos: Fischer / Anzeige
D
ie Grazer Stadthalle stand kürzlich
ganz im Zeichen des weiß-grünen
Unternehmertums. Rund 1600 Wirtschaftstreibende und Opinion Leader folgten
der Einladung der Wirtschaftskammer Steiermark zur vierten Auflage des Unternehmertags. Dieser startete bereits vormittags
mit den ersten Workshops und Vorträgen.
Das „Rahmenprogramm“ bildeten die Verleihung des Follow-me-Awards für den Nachfolger des Jahres, eine Roadshow der Jungen
Wirtschaft für mehr Schlagfertigkeit in der
täglichen Kommunikation sowie ein Dienstleisterkongress mit dem ehemaligen Skiass
Marc Giradelli, darüber hinaus eine Businessmesse mit mehr als 40 Ausstellern sowie
eine Vielzahl an Branchentreffs. Highlight
des Tages war dann die Plenarveranstaltung
mit dem ehemaligen Präsidenten des deutschen ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung,
Hans-Werner Sinn.
In einem Wechsel von humorvollen und
drastischen Worten zog der international gefragte Redner vom ersten Moment seines
knapp einstündigen Vortrages die gesamte
Halle in seinen Bann. Dabei schilderte er die
Zusammenhänge der großen Themen unserer
Zeit: Energiewende, Eurokrise, Migration
Herbst-Kulinarik
LOKALES
KULTUR
gen, wie natürliche Ernährung
geschickt an persönliche Bedürfnisse angepasst werden
kann. Ein Kochbuch für gesunden Genuss im Alltag – mit den
besten Produkten aus der heimischen Natur!
Pichler Verlag
ISBN: 978-3-85431-739-5
176 Seiten, Preis: € 24,90
SUPERFOOD
Österreichische
Mehlspeisen
Texten wie ein Profi
Was heißt „professionelles Texten“? Wer garantiert uns, dass
ein Text, den wir für gelungen
Um unsere Mehlspeisen beneidet uns die ganze Welt. Sie sind
das Herzstück der österreichischen Küche: luftige Schmarren und Aufläufe, saftige Kuchen und Torten, köstliche
Schnitten und Knödel, feine Ta-
Kulturello
scherl
und
Nudeln
...
„Österreichische Mehlspeisen“
ist - mit 250 Rezepten - ein umfassendes Kompendium aller
Klassiker, enthält aber auch
neue Rezepte, sodass kein süßer
Wunsch
unerfüllt
bleibt.
Die Autorin Ingrid Pernkopf
konnte die Fertigstellung ihres
Buches leider nicht mehr erleben. Am 16. August 2016 ist sie
viel zu früh gestorben. Wie immer war sie mit Leib und Seele
bei der Arbeit, überlegte neue
Rezepte und Variationen und
wollte Ihren „Fans“ die größtmögliche Vielfalt bieten.
Pichler Verlag
ISBN: 978-3-85431-735-7
224 Seiten, Preis: € 29,90
Reise zum Regenbogen
B
ürgermeister Mag. Siegfried Nagl empfing Manegen-Urgestein Bernhard Paul,
der zum vierten Mal in seiner vierzigjährigen
Erfolgsgeschichte in der steirischen Landeshauptstadt mit seinem „Circus Roncalli“ Station macht. Der Zirkus gastiert bis 13. November auf dem Freigelände der Messe
Graz. Die Jubiläums-Tournee mit dem Titel
„Reise zum Regenbogen“ entführt ihre Besucher in eine Welt voller liebevoller wie
höchst professioneller Attraktionen und Sensationen. „Wir bieten Zirkus in seiner reinsten Form, als Kunstform“, erklärt Bernhard
Paul. Dabei treten auch zwei Pferde auf, ein
ganz kleines und ein besonders großes: „Sie
erinnern an die Entstehungsgeschichte des
Zirkus, die eng mit der Cavallerie verknüpft
ist.“ Ein Besucheransturm wird erwartet,
daher rechtzeitig Karten reservieren.
www.roncalli.at
Foto: Christine Rechling
natürlich • heimisch • saisonal
Was ist Superfood? Wer und was
macht ein Lebensmittel zum Superfood? Gibt es nicht auch „Super-Lebensmittel“, die hierzulande wachsen? Kann ein Superfood überhaupt eine „Super-Ernährung“ ausmachen oder
macht nicht vielmehr die Kombination das Essen wertvoll?
Meisterkoch Aaron Waltl und
Diätologin Barbara A. Schmid
haben 60 köstliche Rezepte entwickelt, die viel Genuss mit gesundheitsfördernden Nährstoffkombinationen bieten. Sie zei-
halten, auch bei den Lesern ankommt? Welcher Text passt zu
welchem Unternehmen? Kommen die Wörter aus dem Bauch
oder fallen sie gar vom Himmel?
Es heißt so schön: durch die
Brille des Lesers schreiben. Bei
welchem Optiker kann man die
kaufen? Der Ratgeber „Texten
wie ein Profi“ von Hans-Peter
Förster bietet Anleitungen und
Tipps für Anzeigentexte, Broschüren und Mailings sowie ein
eigenes Wörterbuch mit über
5.000 Wortideen zum Nachschlagen. Ein Buch für Einsteiger, Könner und solche, die den
Kopf für die Inhalte hinhalten
müssen.
Frankfurter Allgemeine Buch
ISBN: 978-3-95601-166-5
260 Seiten, Preis € 26,50
„A Doo Whap World for Christmas“
Unter diesem Motto lädt der graz gospel
chor zu seinen diesjährigen Weihnachtskonzerten in die Grazer Heilandskirche. Der 40köpfige, stimmgewaltige Chor wird sein Programm mit einem gehörigen Maß an Leichtigkeit, Freude UND Besinnlichkeit darbringen. Das Programm ist poppig, voller Gospelfeeling und weihnachtlich stimmungsvoll!
Lassen Sie sich davon überzeugen und mitreißen!
Kartenverkauf ist ab Anfang November an
JOURNAL GRAZ 14
den Vorverkaufsstellen im Zentralkartenbüro
(0316 83 02 55), in der Heilandskirche (0316
82 75 28) und natürlich unter unserer Mailadresse [email protected]. Per Mail
können Sie ab sofort Karten bestellen.
Termine:
Freitag, 2.12.2016 um 20 Uhr
Samstag, 3.12.2016: 16 Uhr und 20 Uhr
Kartenpreise:
Im Vorverkauf: 15 Euro (13 Euro ermäßigt)
Abendkassa: 18 Euro (16 Euro ermäßigt)
JOURNAL GRAZ 15
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LOKALES
Der sogenannte 2. Arbeitsmarkt
Ein Beschäftigungsprojekt ist ein ganz normales Unternehmen am freien Markt, mit der
einzigen Besonderheit, dass die Lohnkosten
der MitarbeiterInnen zum Teil vom AMS bezahlt werden. Im Gegenzug verpflichtet sich
das Unternehmen, vor allem solche Personen
anzustellen, für die aus den unterschiedlichsten Gründen ein Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt gerade nicht klappt. Damit erhalten diese Menschen an einem Arbeitsplatz
die nötige Praxis, Routine und eventuell auch
Qualifikation für einen möglichst raschen
Umstieg in einen dauerhaften Job.
Mit der „Stadtschenke“ hat das AMS Steiermark nun in Graz ein Beschäftigungsprojekt in der Gastronomie eröffnet. „Wir wissen, dass es Bedarf an Arbeitskräften in der
Grazer Gastronomie gibt und eine Vermitt-
E
s gibt sie noch in der Steiermark, die gastliche Tradition, die
über Generationen hoch gehalten
wird. Die Familie Mandl zählt ganz
bestimmt zu den sympathischsten
Aushängeschildern. Seit drei
Generationen verleiht sie dem
Schafferwirt in St. Georgen/Murau
ihre ganz persönliche Note.
Gemeinderätin Lisa Rücker freut sich mit Christina Lind, AMS Steiermark, über das neue Gastronomie-Angebot in der Grazer Innenstadt: Die StadtSchenke, betrieben von Astrid Prommegger und Anton Edelsbrunner als Beschäftigungsprojekt des AMS
Foto: Braunegger
StadtSchenke als
Beschäftigungsprojekt
lung oft an fehlender Praxis scheitert“, erklärte die stellvertretende AMS-SteiermarkGeschäftsführerin Christina Lind. „Mit diesem sehr prominenten Standort haben wir
nun die Möglichkeit, unseren KundInnen interessante Jobs zum Praxiserwerb und in der
Folge den vielen Gastronomiebetrieben der
Grazer Innenstadt passende MitarbeiterInnen
anzubieten.“ Und der Grazer AMS-Chef
Hannes Graf setzt nach: „Soziales Engagement war noch nie so köstlich.“
Die „StadtSchenke“ in der Neutorgasse
22 bietet Jause, Imbisse und Getränke aus der
Steiermark. Unterstützt werden die MitarbeiterInnen der „StadtSchenke“ in der Küche
von Haubenkoch und Küchenchef Heinz Preschan. Noch heuer ist eine Erweiterung um
ein Stadtcafé geplant.
FRITZ UND GERLINDE MANDL
Schafferwirt in St. Georgen/Murau
Entgeltliche Einschaltung
ist ein bewährtes Sprungbrett aus
der Arbeitslosigkeit. Mit der „StadtSchenke“ hat das AMS Steiermark
in Graz ein neues Beschäftigungsprojekt eröffnet, das Arbeitsplätze
für arbeitslose Personen bietet und
Gäste zum gemütlichen Essen und
Trinken einlädt.
Gastlichkeit mit Tradition und Zukunft
M
an spürt schon beim Betreten des
Gasthofes, dass der Betrieb über
Jahrzehnte langsam und vorsichtig
gewachsen ist. „Wir sind in ganz kleinen
Schritten größer geworden“, erzählt der Wirt
Friedrich „Fritz“ Mandl, der immer nur so
viel investiert hat, wie im Betrieb erwirtschaftet werden konnte. Heute locken gemütliche Gaststuben mit gesamt 140 Sitzplätzen und zwölf Zimmer die Gäste, die
den Schafferwirt nicht nur wegen der traumhaften Küche und der idyllischen Umgebung
stürmen, sondern auch, weil vor der Haustüre Wander- und Radwege, Schiberge
(Kreischberg) und Golfplätze warten. Aktivitäten, die Fritz Mandl ausgesprochen gerne mit den Gästen teilt, obwohl seine Freizeit knapp bemessen ist: „Ich nutze aber jede
Minute, um meine Schi anzuschnallen und
auch, um auf dem 18-Loch-Golfplatz meine
Runde zu drehen.“
Der begeisterte Wirt hat in 30 Jahren gelernt, seine persönlichen Wünsche hintanzustellen und unternehmerische Ressourcen gezielt einzusetzen. Bereits mit 18 Jahren musste
er nach dem frühen Tod seines Vaters das Gasthaus übernehmen und hat es mit viel Herzblut
Schwester Emmi
JOURNAL GRAZ 16
Sohn Fritzi
zu einem gemütlichen Gasthof ausgebaut:
„Ohne meine Mutter und meine Frau Gerlinde
sowie meine Schwester Emmi wäre der Schafferwirt heute kein so weit über die Landesgrenzen hinaus bekanntes Urlaubsdomizil.“
„Ohne meine Mutter und
meine Frau Gerlinde wäre der
Schafferwirt heute kein so weit
über die Landesgrenzen hinaus
bekanntes Urlaubsdomizil!“
Fritz Mandl
Gerlinde Mandl zieht in der Küche die
kulinarischen Fäden und streut ihrer Schwie-
Seniorchefin „Oma“ Elisabeth Mandl
germutter Elisabeth Mandl Rosen: „Ich durfte bei der Oma lernen, die sämtliche steirischen Küchengeheimnisse kennt und mir alle
ihre großartigen Rezepte weiter gibt, mit denen ich unserer Gäste einkochen kann.“
Die Seniorchefin, die 1960 in das Gasthaus eingeheiratet hat, hilft trotz ihrer 81 Jahre immer noch im Betrieb mit, wenn Not am
Mann ist. Eine Begeisterung, die sich längst
auch auf die Jugend übertragen hat. Mit Stefanie (20 Jahre), Lisa (18), Julia (15) und
Friedrich (11) stehen in vierter Generation
vier Kinder in den Startlöchern, um den Betrieb zu übernehmen und weiter zu führen.
Stefanie hat ihre Ausbildung an der Hotelfachschule bereits beendet, und bringt ihr
Wissen schon im Betrieb ein, die drei anderen Sprösslinge drücken noch die Schulbank.
Eltern und Oma sind grenzenlos stolz auf Enkel und Kinder, weil, so Chef Fritz, „wir wissen, wofür wir arbeiten.“
War der Schafferwirt früher nur im Sommer eine Anlaufstelle für Touristen, so ist er
heute ein Ganzjahres-Dauerbrenner, in dem
eine großartige Familie 365 Tage darauf
brennt, die Gäste nach Strich und Faden zu
verwöhnen.
Töchter Lisa, Julia und Stefanie
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LOKALES
Foto: Erwin Scheriau
GERICHT
S
Alen R. mit seiner Verteidigerin
Gerechte Strafe
für den Amokfahrer
Für viele Grazer war es ein gerechtes Urteil: Lebenslänglich für Alen R., der drei Menschen getötet, mehr als
100 schwer verletzt und eine ganze Stadt in kollektive
Trauer gestürzt hatte. Wir von Journal Graz waren bei
den Verhandlungen dabei und möchten Ihnen, liebe Leser, unsere Eindrücke vermitteln. Eine Nachlese.
W
ie ein Häufchen Elend, mit
Brille und in einem weißen,
viel zu großen Anzug sitzt er da,
dieser Alen R. Wenn er redet, dann
ruhig und leise, kaum verständlich,
er steht offensichtlich unter Medikamenteneinfluss. Wenn man ihn so
sieht, dann kann man sich gar nicht
vorstellen, dass das ein- und derselbe Mann ist, der im Juni 2015 die
Grazer Innenstadt zu Tode erstarren
ließ.
Viele Betroffene leben noch
heute in Angst und kämpfen mit
schlimmen Verletzungen und
Schmerzen. Das blanke Entsetzen
packt uns, als wir den Film aus der
Überwachungskamera betrachten,
der zeigt wie der Amokfahrer durch
die Stadt rast und Menschen niedermäht. Viele haben keine Chance
auszuweichen; einige schaffen es
zwar, aber der Schock bleibt bis an
ihr Lebensende.
„Erzählen Sie etwas von Ihrem
Leben, damit wir Sie kennenlernen,
denn der erste Vormittag gehört Ihnen“, so leitet der sehr kompetente
Richter die Verhandlung ein. Die
Antwort Alen R.s strotzt nur so vor
Selbstmitleid: Er habe Angst vor
Verfolgern und Schüssen gehabt
und wollte lediglich auf dem
schnellsten Weg zur Polizei. Wir als
Laien im Schwurgerichtssaal bewundern den Richter, der in so einem Fall seinen Job machen muss
und keine Emotionen und Gefühle
zulässt. Das fällt uns Journalisten
schon wesentlich schwerer, denn
JOURNAL GRAZ 18
wir kennen die Erzählungen vieler
Betroffener und hören immer wieder neue, schreckliche Geschichten.
Müssten wir ein Urteil fällen, lebenslang wäre diesem Mann sicher.
Nahe gehen uns auch die Befragungen der Gutachter, der Polizeiärztin, der Verteidigerin des Täters,
der Staatsanwälte und Betroffenen.
Und man empfindet nur Abscheu,
wenn man die ständig gleichen Beteuerungen des Amokfahrers hört:
„Ich kann mich nicht erinnern, es tut
mir leid, ich bin unschuldig“ usw.
Als ein Gutachter ihn für zurechnungsfähig erklärt, geht die Verteidigerin auf Alen R. zu und informiert ihn lautstark: „Wissen Sie,
was das heißt, Herr R.? Die wollen
Sie ein Leben lang einsperren!“ Woraufhin er allen Ernstes erklärt:
„Nein, das habe ich nicht verdient,
ich bin unschuldig!“ Da glaubt man
sich in einem falschen Film und
wundert sich, wie man solch einen
Menschen überhaupt verteidigen
kann. Aber wie gesagt, dafür gibt es
ja die Profis, die hier gute Arbeit
leisten.
Neun Tage lang hören wir uns
Fragen, Antworten, Plädoyers und
letztlich die Urteilsverkündung an
und sind schließlich froh, dass alles
vorbei ist und der Amokfahrer seine
gerechte Strafe bekommen hat, die
noch nicht rechtskräftig ist. Ob es
das Leid der Verletzten mindert,
weiß man nicht, aber es ist vielleicht
ein Weg, das schwere Schicksal
leichter zu ertragen.
ie ist eine höchst engagierte Richterin:
Für Mag. Barbara Schwarz, ist ihr Job mehr
als ein „gerechter“ Dienst an der Gesellschaft.
Berufliche Gewohnheiten kennt die Juristin ebenso
wenig, wie ganz paragraphenlose Wochenenden.
Dass sie beim Prozess gegen Alen R. auch medial
im Rampenlicht geraten ist, war für sie eine neue
Erfahrung, wie sie uns im Gespräch verraten hat.
E
in Gerichtstag mit Richterin Schwarz: Ob beide Seiten
(Richter und Angeklagte) richtig verstanden werden,
liegt in der Sphäre jeder einzelnen Person. Den Zuhörern fehlt es üblicherweise einerseits an der rechtlichen Ausbildung, andererseits auch an der berufsbedingt erlernten Fähigkeit, sich auf die Tatsachen und die Beweismittel zu konzentrieren. Wir berichten unsere Empfindungen über den Verhandlungstag.
Im Gerichtssaal 038 geht es um einen bisher unbescholtenen Mann, der als Wirt tätig war. Er häufte Schulden an, nahm
Geld aus der Kasse, hegte zwischenzeitlich Selbstmordgedanken und setzte sich zum Schluss nach Griechenland ab. Von
Im Dienste von Justitia
Seit wann sind Sie Richterin
am Landesgericht für Strafsachen in Graz Jakomini?
Ich bin seit 1.1.2015 Richterin
im Haus, vorher war ich zwölf
Jahre Staatsanwältin vorwiegend bei der Staatsanwaltschaft
Graz.
Was hat Sie dazu bewegt,
Richterin zu werden?
Die Möglichkeit, selber zu entscheiden.
Ist das manchmal nicht ein gefährlicher Job?
Nicht gefährlicher als jeder andere Bürojob auch.
Gibt es besondere Zuständigkeiten, oder hat jeder Richter
sein spezielles Delikt?
Wir haben hinsichtlich Jugendstrafsachen, Sexualstrafsachen,
bedingter Entlassungen sowie
Mediendelikten spezielle Zuständigkeiten. Auch gibt es für
das Vorverfahren Haft- und
Rechtsschutzrichter, die vor der
Anklage über diverse Grundrechtseingriffe und die Verhängung und Fortsetzung der Untersuchungshaft entscheiden.
Wie viele Verhandlungen führen Sie durchschnittlich im
Monat?
Ich Moment führe ich ca. 15 bis
20 Verhandlungen pro Monat,
ich bin zur Hälfte auch Haftund Rechtsschutzrichterin, da-
neben bin ich noch als beisitzende Richterin durchschnittlich bei
zwei Verfahren pro Monat.
Können Sie das Gericht verlassen, ohne etwas mit nach
Hause zu nehmen?
Manchmal schon, gewisse Arbeiten erledigt man aber gerne in
Ruhe am Abend oder an den
Wochenenden, wie beispielsweise das Lesen und Korrigieren
von umfangreichen Protokollen
der Hauptverhandlungen oder
das Ausfertigen von komplexeren Urteilen.
Sie haben bravourös den Prozess von Alen R. gemanagt.
War das eine besondere Herausforderung?
Hier muss unterschieden werden, dass ich in diesem Prozess
lediglich die Medienarbeit übernommen habe, damit bin ich in
die inhaltliche Aufbereitung des
Prozesses nicht involviert gewesen. Ich werde das Kompliment
über die souveräne Verhandlungsführung aber gerne an meinen Kollegen Mag. Andreas
Rom als vorsitzenden Richter
des Schwurgerichtshofes weitergeben. Hinsichtlich der Medienarbeit war dieser Prozess eine
sehr umfangreiche, aufwendige
und komplexe Aufgabe, die aber
dank der sehr guten Zusammenarbeit mit dem restlichen Team
hier im Haus gut gemeistert
wurde.
dort kehrte er nach kurzer Zeit reuig zurück und stellte sich
der Polizei. Das nun angeklagte Delikt: Veruntreuung
Richterin Barbara Schwarz verhandelt sympathisch, konsequent, dazwischen aber auch streng. Sie will wissen, was
der Angeklagte derzeit mache. „Ich mache nun eine Ausbildung als Hotel und Gastgewerbeassistent. Nach der Ausbildung gehe ich nach Salzburg, dort habe ich schon einen fixen
Arbeitsplatz“, so die Antwort.
Richterin Schwarz: „Ändert sich etwas an ihrem Geständnis seit der letzten Verhandlung?“ Angeklagter: „Nein, ich bin
geständig und daran hat sich nichts geändert.“
Dann kommt ein Zeuge an die Reihe, der dem Angeklagten
Geld geliehen hat. Man sei befreundet gewesen, man kenne
sich seit 20 Jahren. „Er war damals mein Chef. Später haben
wir gemeinsam ein Lokal aufgemacht, das ist aber nicht wirklich gut gelaufen.“ Der Zeuge habe sich nicht sehr intensiv
um das Lokal kümmern können. „Ich betreibe ja inzwischen
selbst mehrere andere Lokalitäten.“ Immer wieder habe er seinem Freund Geld geborgt, aber nur teilweise zurück erhalten.
Die Plädoyers sind vorhersehbar. Der Staatsanwalt fordert
einen Schuldspruch, der Verteidiger den Freispruch seines
Mandanten.
Richterin Schwarz verhängt fünf Monate – bedingt auf drei
Jahre. Der Zeuge habe auf sie nicht wirklich einen seriösen
Eindruck gemacht. „Er wusste von den ,Spinnereien‘ seines
Freundes und hat ihm trotzdem immer wieder Geld gegeben.
Ich kann dem Angeklagten nicht nachweisen, dass er den Zeugen vorsätzlich getäuscht hat. Das glaube ich auch nicht.“
Mildernd wertet Schwarz das umfassende Geständnis, erschwerend den hohen Schaden und das Ausnutzen von langjährigen Freunden. „Beide sind sicher durch die gebrochene
Freundschaft gekränkt.“
Der Angeklagte nimmt das Urteil an.
MAG. BARBARA SCHWARZ
RICHTERIN DES LANDESGERICHTES
JOURNAL GRAZ 19
LOKALES
W
ährend einer Reise nach Padua und einem Besuch der Thermenregion
Abano lernte ich die Familie Borille kennen, die mich durch ihre fünf Hotels
führte und mir einen Einblick in das Traditionelle und Moderne dieser Region
gewährte. Viele verbinden mit dem Name Abano einen Kurort für die Behandlung älterer Menschen. Diese Meinung konnte ich bei meinem Besuch gleich
verwerfen, hier tummelt sich alles von Jung bis Alt, um die wunderbaren SPAAngebote dieser Thermenregion zu genießen. Aber nicht nur SPA und Relaxen
steht auf dem Programm, es wird auch eine Vielzahl von Sportmöglichkeiten,
von Wandern über Radfahren bis hin zum Golfsport, angeboten. Im Speziellen
darf ich Ihnen das neu umgebaute Grand Hotel Trieste & Victoria, ein berühmtes 5-Stern-Hotel in der Fußgängerzone im Zentrum von Abano Terme, vorstellen. Das Hotel und das SPA sind von einer 20.000 m2 großen Parkanlage
umgeben, die auch 4 Schwimmbecken mit unterschiedlichen Thermalwassertemperaturen und Hydromassagedüsen beherbergt.
WHITE SPA - das ultimative Entspannungserlebnis
E
s ist kein Zufall, dass das WHITE
SPA in Abano Terme geschaffen wurde – dort, wo Thermalwasser, Heilschlamm und gute Luft seit jeher Gesundheit
und Schönheit schenken. Seit tausenden von
Jahren werden diese natürlichen, einzigartigen Zutaten eingesetzt, um Gesundheit und
Wohlbefinden zu steigern. Hier kommt man
in den Genuss von neuartigen, anspruchsvollen Ritualen in einem stilvollen, zeitgemäßen
Umfeld, in dem nichts dem Zufall überlassen
wird: Design, Beleuchtung, Farben und Musik werden auf den Gast abgestimmt, während die Therapeuten sich ganz seinem
Wohlbefinden widmen.
Makellose Reinheit, wie sie eben nur die
Farbe Weiß bietet – genau auf dieser Reinheit
basiert das White Spa, sowohl was die Behandlungen angeht, also auch hinsichtlich
der Räumlichkeiten, die höchsten Ansprüchen genügen.
Es ist seine Transparenz, die einen Edel-
JOURNAL GRAZ 20
stein kostbar macht. Es sind schlichte Linien,
die exklusive Kleidungsstücke kennzeichnen. Es ist seine Klarheit, die einen Blick intensiv wirken lässt. Schönheit in all ihren
Formen drückt sich in Reinheit aus. Sie entsteht, wenn nichts zwischen uns und unserem
Sein steht; zwischen uns und dem, was uns
einzigartig macht.
Mit WHITE SPA lernen Sie sich von Ihrer
schönsten Seite kennen, in einem Refugium für
den Körper, aber auch für die Seele, in dem Sie
Ihr inneres Gleichgewicht wiederfinden. Im
WHITE SPA können Sie stets darauf zählen,
mit einem Lächeln begrüßt zu werden – nicht
nur von den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen,
sondern von der gesamten Anlage. Das WHITE
SPA heißt Sie willkommen – eben durch die
weiße Farbgebung, die die Philosophie der Betreiber so perfekt widerspiegelt.
sen Sie sich von der Wärme des Heilschlamms mit seiner gesundheitsfördernden,
entgiftenden, figurstraffenden und verjüngenden Wirkung verwöhnen. Der Schlamm
hilft bei der Straffung von Oberschenkeln,
Gesäß und Bauch. Ebenso kann frischer
Schlamm bei schweren Beinen Abhilfe
schaffen. “Luxury Thermal Shine” ist die
neueste Kreation aus Schlamm, die das Gesicht wieder zum Strahlen bringt.
nenmassage und Anti-Stress-Massage die
Behandlung aus, die Ihnen am besten zu neuer Energie, Beweglichkeit und Lebensfreude
verhilft.
Die Rituale. Die Rituale des WHITE SPA
für Gesicht und Körper umhüllen Sie in intensive, sanfte Düfte, während die Hände der
Therapeuten Ihre Gedanken einfach wegmassieren. Tauchen Sie ein in die „Belle
Epoque“ mit ihrem Duft nach Amber oder
genießen Sie die Bacchus-Behandlung mit
Trauben und Resveratrol.
Der Heilschlamm kann so vieles – und jede Farbe hat ihre eigene Bedeutung. Las-
Die richtige Massage. Wählen Sie aus Tiefenmassage, Ayurveda, Shiatsu, Reflexzo-
Das WHITE SPA und seine 5 SENSES –
das ultimative Spa-Erlebnis. Das 5 Senses
Spa ist ein Ort, an dem die fünf Sinne durch
eine Reihe von verschiedenen Elementen stimuliert werden – in einer Atmosphäre jenseits von Zeit und Raum.
Der Blick ruht auf der warmen, entspannenden Umgebung, während die wunderbaren Düfte des Orients den Geruchssinn anregen. Massageanwendungen für den Tastsinn,
sanfte Musik für das Gehör – und eine Aus-
Crystal Pool. Das sanfte Plätschern des
Thermalwassers ist ideal für eine Reise in
das Innere Ihres Körpers. Lassen Sie die Seele baumeln und hören Sie nur auf die Musik
der Wellen.
wahl an kleinen Köstlichkeiten nach dem Ritual für den Geschmackssinn vervollständigen das Angebot. Das gesamte SPA-Erlebnis
wurde konzipiert, um unvergleichliche Entspannung in einer einladenden, warmen Atmosphäre zu bieten.
Das Ritual geht auf jahrhundertealte Traditionen zurück und beruht auf einer uralten
orientalischen Reinigungsbehandlung, die
vor wichtigen Zeremonien wie Hochzeiten
durchgeführt wurde und nicht nur die körperliche, sondern auch die seelische Reinigung
zum Ziel hatte.
Die Produkte, die für das Ritual zum Einsatz kommen, sind gänzlich naturbelassen:
schwarze Seife, Rhassoul und parfümierte
Öle auf Argan- und Süßmandelbasis. Die
schwarze Seife wird aus Olivenpaste gewonnen und wurde aufgrund ihrer Sanftheit ursprünglich für zarte Kinderhaut verwendet.
Nach der Reinigung mit schwarzer Seife ist
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Haar verwendet werden, dem es zu besonderem Glanz verhilft. Die wertvollen Öle mit
wunderbarem Duft pflegen die Haut und machen sie geschmeidig und optimal durchfeuchtet.
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REPORTAGE JOURNAL GRAZ 21
TRITSCH -TRATSCH
TRITSCH-TRATSCH
Waltraud Pertzl
Außenminister, Sebastian Kurz, Konsul Yves-Michel Müller, Initiator
Konsul Rudi Roth und Generalsekretärin Konsulin Edith Hornig
Zum erstmals trafen mehr als
zwanzig steirische Honorarkonsuln Außenminister Sebastian Kurz in Wien. Initiiert
wurde der Besuch vom Doyen
des steirischen konsularischen
Corps Mag. Rudi Roth. Dabei
überreichte der jüngste Konsul
Österreichs,
Yves-Michel
Müller, dem jüngsten Außenminister den jüngsten steirischen Wein aus der Domäne
Müller.
„Typisch steirisch“
Die Volksbank Steiermark AG ist mit ihren vier Regionen eine steirische Regionalbank. Aus diesem Grund fand nun das erste Regionenfest unter dem
Motto „Oststeirisches Brauchtum“ im wundervollen Ambiente der Grazer Seifenfabrik statt. „Wir möchten das, was diese Regionen so typisch macht, hervorheben und unseren Volksbank-Kunden in der gesamten Steiermark
schmackhaft machen. Und es ist auch ein „Danke“ an unsere Kunden für die
Treue, die sie uns seit vielen Jahren entgegenbringen“, so Generaldirektorin
Ovesny- Straka. Die Oststeiermark mit ihren vielfältigen Traditionen, Brauchtümern und ihrer Kulinarik bildetet den Start für diese Veranstaltungsreihe, die
jährlich mit einer anderen Volksbank-Region ihre Fortsetzung findet. Mit dem
Einmarsch des Trachtenmusikvereins St. Magdalena wurde der Abend eröffnet.
Die Steirischen Aufgeiger führten musikalisch durch das Programm und, zwischendurch und nebenbei „grod richtig“, wie sie sich selbst bezeichnen, sorgten die Neudauer Schuhplattler für einen zünftigen Plattler.
Neues Gemeindewappen
Foto: Außenministerium
Steirische Konsuln im
Außenministerium
SPÖ-Landtagsabgeordneter Oliver Wieser, Bürgermeister Werner Baumann und ÖVP-Klubobfrau Barbara Eibinger-Miedl Foto: Werner Koch
Vor der offiziellen Fusionierung der damaligen Nachbargemeinden Seiersberg und Pirka machten sich hunderte Tafelklassler ans Werk, gestalteten Vorschläge und hatten Ideen, wie das neue Wappen aussehen
könnte. Ein Vorschlag wurde ausgewählt, der vom Designer und Künstler Josef Eisner umgesetztwurde. „Mir ist es wichtig, dass allen unsere
Bürger mitbestimmen können, denn auch dieses Projekt zeigt, dass direkte Demokratie in Seiersberg-Pirka nicht nur eine leere Floskel ist,“
so Bürgermeister Werner Baumann. Überreichte wurde das neue Wappen von MMag. Barbara Eibinger-Miedl, selbst Bürgerin der Gemeinde Seiersberg-Pirka, in Vertretung des Landeshauptmannes.
Einweihung und Wappenverleihung
Das Um- und Ausbauprojekt der Volksschule wurde im März 2016 gestartet und konnte pünktlich zu Schulbeginn fertiggestellt werden. Im
Zuge der Feierlichkeiten überbrachte Landeshauptmann Hermann
Schützenhöfer der jungen Gemeinde auch ihr neues Wappen: Dies ist
ein altbekanntes, denn der Gemeinderat von Dobl-Zwaring hat sich dazu entschlossen, das bisherige Wappen der Marktgemeinde Dobl, das
durch die Fusion seine Gültigkeit verloren hatte, in unveränderter Form
weiterzuführen. Diese Vorgehensweise wurde vom Landesarchiv positiv beurteilt, und so verlieh die Landesregierung der Marktgemeinde
ihr Wappen neu. Die Blasonierung lautet: „In einem von Silber zu Grün
geteilten Schild oben ein Paar rote Hirschstangen, unten ein silbernes
Jagdhorn an ebensolcher Schnur.“ In die Schule gehen derzeit insgesamt 65 Schülerinnen und Schülern in vier Klassen. Neu errichtet wurden Küche und Ausspeisungsraum sowie ein Werk- und Zeichenraum.
Neu geschaffen wurde auch das Lehrerzimmer und ein Kleingruppenraum, zudem wurden alle Zugänge und Fluchtwege auf den neuesten
Stand der Technik gebracht und barrierefrei ausgestaltet.
Bezirkshauptmann Burkhard Thierrichter, LSR-Präsidentin Elisabeth
Meixner, LH Hermann Schützenhöfer, Bgm. Anton Weber, BR VizeFoto: Gemeinde Dobl-Zwaring/Wagner
Bgm. Ernst Gödl
Volksbank-GD Regina Ovesny-Straka (m.) mit Angelika und Otto Kresch
„Meer“ Geschmack in Graz
Gastro-Familie: Michael Grossauer, Christof und Herti Widakovich,
Franz und Robert Grossauer
Sie zieht ihre kulinarischen Kreise weiter durch die Grazer Innenstadt:
Familie Großauer-Widakowich, die sich mit der Eröffnung ihres
Fischspezialitätenrestaurants „El Pescador“ jetzt auch dem Thema
Fisch auf höchstem Niveau annimmt. Aus der ehemaligen Fleischerei
Fuchs in der Grazer Landhausgasse hat die Gastrofamilie gegenüber
ihrem „El Gaucho“ ein kleines, aber ausgesprochen feines Restaurant
„geschält“, das auch architektonisch einiges zu bieten hat. Beim Umbau wurden Fresken an der Decke der ehemaligen Zufahrt frei gelegt,
die bis dato verborgen waren. Weil im „El Pescador“ nur Platz für maximal 40 Gäste ist, wurde der Startschuss in einem Riesenzelt vor den
Toren gesetzt, in dem sich rund 500 Gäste an kulinarischen Angeboten
wie der einzigartigen Fischsuppe einen Vorgeschmack holten. Sehr
zur Freude des Gastgeber-Clans, allen voran Herti und Christof Widakovich, der tief in seine Rezeptsammlung gegriffen hat, um den
Gästen eine große Portion südliches Urlaubsfeeling aufzutischen.
Medientreff am Ruckerlberg
Wie jedes Jahr luden Wirtschaftskammer-Präsident Josef Herk und
Direktor Karl-Heinz Dernoscheg die schreibende Zunft zu Maroni,
Sturm und zu steirischen Schmankerln. Dieses Mal fand das Fest im
ehemaligen „Landhaus Jöbstl“ statt, das unter dem neuen Namen
„Landhaus Ruckerlberg“ wieder geöffnet hat. Der neue Besitzer Markus Lederer ließ es sich nicht nehmen, mit hervorragender steirischer
Kulinarik, vom Blunz`n-Maki bis hin zur echten Brettljause, aufzuwarten. Auch Winzer und Handelssparten-Obmann Gerhard Wohlmuth war als treuer Gast des Medienbuschenschankes der WKOSteiermark dabei.
WKO Stmk-Präs. Josef Herk und Spartenobmann Gerhard Wohlmuth
JOURNAL GRAZ 22
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TRITSCH-TRATSCH
TRITSCH-TRATSCH
„Kanzler-Bim“ ein voller Erfolg!
BK Christian Kern, StR Michael Ehmann, LH-Stv. Michael Schickhofer, LR
Anton Lang, BM Jörg Leichtfried und SP-Klubobm. Hannes Schwarz
Zum Meet & Greet mit Bundeskanzler Christian Kern im Rahmen
des Steiermarktages kamen rund 300 Steirerinnen und Steirer nach
Graz. Als Sonderfahrt ging es mit der eigens installierten „KanzlerBim“ vom Grazer Jakominiplatz durch die Innenstadt bis zur Laudongasse und zurück. Während der Fahrt hatten die Fahrgäste die Möglichkeit, den Bundeskanzler kennenzulernen und mit ihm ins Gespräch
zu kommen. Begleitet wurde der Kanzler vom steirischen Bundesminister Jörg Leichtfried. Landeshauptmann-Stellvertreter Michael
Schickhofer, selbst Passagier der „Kanzler-Bim“, war erfreut über
den großen Erfolg dieser innovativen Möglichkeit des Kennenlernens:
„Christian Kern beweist mit der „Kanzler-Bim“ einmal mehr seine
Nähe zu den Bürgerinnen und Bürgern. Er zeigt, dass er stets ein ofFoto: Patrick Neves
fenes Ohr für die Anliegen der Menschen hat.“
„Langer Tag der Bewegung“
Bereits zum 3. Mal verwandelte die Steiermärkische Gebietskrankenkasse den Grazer Hauptplatz am „Langen Tag der Bewegung“ in eine Fitness-Bühne. Neben
spektakulären Akrobatik- und Tanzshows, präsentierte die STGKK die neuesten
Fitness-Trends und gab den vielen Besucherinnen und Besuchern wie gewohnt eine
Reihe von wichtigen Gesundheitstipps. „Sportliche Betätigung ist ein wichtiger
Eckpfeiler für ein gesundes Leben. Der ‚Lange Tag der Bewegung‘ soll als Anreiz
dienen, selbst aktiv zu werden. Wenn es uns gelingt, bei unseren Besucherinnen
und Besuchern die Lust auf Bewegung zu wecken, dann haben wir schon viel erreicht“, umrissen STGKK-Obfrau Verena Nussbaum und Generaldirektorin Andrea Hirschenberger die Ziele der Veranstaltung. Neben dem Show- und Aktivprogramm gab es zahlreiche Gesundheits-Infostände, die auf dem Weg zu einem
gesünderen Lebensstil unterstützend wirken sollen. Auf besonders breites Interesse
stießen die Ernährungsberatung, die Physiotherapie, Vorsorgeprogramme wie der
jährliche kostenlose Gesundheits-Check, die Brustkrebsfrüherkennung sowie die
erfolgreichen „Rauchfrei in 6 Wochen“-Seminare der STGKK. Foto: STGKK/Wrann
Blublu - sicheres und richtiges Schwimmen
LRin Ursula Lackner, AUVA-Landesstelle Graz-Dir. Hannes Weißenbacher, LR Anton Lang, LKH-Graz-Betriebsdir. Gebhard Falzberger,
LKH-Graz Betriebsrat Gerhard Hammer und Harry von Blue Circus
mit den Kindern des Kindergartens
Im Kindergarten des LKH-Universitätsklinikums Graz in der Stiftingtalstraße wurde das Projekt „BLUBLU – sicheres und richtiges
Schwimmenlernen von Anfang an“ vorgestellt, dass von der AUVA
initiiert wurde und vom Land Steiermark unterstützt wird. Das Erlernen der Schwimmfähigkeit ist ein großer Schritt für die jüngsten Mitglieder unserer Gesellschaft, aber auch ein sehr wichtiger und sinnvoller auf ihrem langen Weg in ein sicheres und gesundes Erwachsenwerden. Eine meist erst spät erlernte Schwimmfähigkeit, gepaart
mit der Angst vor dem vielleicht noch fremden „Medium Wasser“ und
einer daraus bedingten Stresssituation führt unweigerlich zu einem
entsprechendem Fehlverhalten von Kindern und damit leider immer
häufiger zu schweren Badeunfällen. Um diesen Unfällen vorzubeugen, startete die AUVA Landesstelle Graz das kostenlose Präventionsprojekt „BLUBLU – Schwimmen mit Sicherheit“ in steirischen KinFoto: AUVA
dergärten.
Land forciert Elektromobilität
Elektromobilität hat laut aktueller Studie des Umweltbundesamts viele positive Umwelteffekte. So schneiden Batterie-Elektrofahrzeuge
dank sehr geringer Emissionen an Treibhausgasen und Luftschadstoffen klar besser ab als Benzin- oder Dieselfahrzeuge. Daher setzt das
Land Steiermark nun voll auf Elektromobilität: Landesrat Anton
Lang präsentierte eine neue Strategie, in deren Rahmen in den Aufbau
der Ladeinfrastruktur investiert und und eine deutliche Steigerung des
Anteils an Elektrofahrzeugen angepeilt wird. Zusätzlich gibt es einen
starken Förderimpuls für Privatpersonen und Fahrschulen. „So können
erstmalig für Privatpersonen bis zu 5000 Euro an Förderung pro neu
gekauftem oder geleastem E-Fahrzeug zur Verfügung gestellt werden“, freut sich Anton Lang.
Dieter Thyr (Referat Energietechnik und Klimaschutz), LR Anton Lang, Holding
Vorstandsdirektorin Barbara Muhr und e-mobility Graz-GF Robert Schmied
STGKK-Obfrau Verena Nussbaum und Generaldirektorin Andrea Hirschenberger
Obfrau des Wirtschaftsbundes Graz wiedergewählt
Bgmst. Siegfried Nagl und Obfrau Daniela Gmeinbauer
Der Wirtschaftsbund Graz wählt alle vier Jahre einen neuen Vorstand. Im Rahmen
einer sogenannten „Offenen Stadtgruppenhauptversammlung“ in der Helmut-ListHalle waren nun alle Grazer Wirtschaftsbundmitglieder eingeladen, den Vorstand
des neu zu wählen. Das Ergebnis dieser Wahl war eindeutig: Daniela Gmeinbauer, die diese Funktion somit für weitere 4 Jahre ausüben wird, wurde mit
98,97 Prozent der abgegebenen Stimmen wieder gewählt! Erste Gratulanten des
Abends waren WB-Landesgruppenobmann LR Christian Buchmann sowie Bürgermeister Siegfried Nagl, die sich freuten, mit Daniela Gmeinbauer weiterhin
auf eine WB-Obfrau setzen zu können, die die Grazer Wirtschaft kennt und mit
ihrer wirtschaftspolitischen Erfahrung und gestalterischen Kraft den Unternehmerstandort Graz positiv beeinflussen kann. Gmeinbauer: „Nach meiner Wahl
vor vier Jahren habe ich mir gemeinsam mit meinem Vorstandsteam genau angesehen, wie wir die Wirtschaftstreibenden in Graz unterstützen und die Attraktivität
des Standortes steigern können. In der Folge haben wir gemeinsam nicht weniger
als 70 Forderungen bzw. Ideen für die Stadt formuliert, die im Mittelpunkt unserer
Foto: Fischer
Arbeit standen!“
Offensive gegen „Energiearmut“
Eine neue Offensive gegen „Energiearmut“ startet die Energie Steiermark und unterstützt Projekte, die sozial Benachteiligten helfen, ihre persönlichen Ausgaben für Strom,
Gas und Wärme in den Griff zu bekommen. Jüngster Wurf: 100.000 energiesparende
LED-Lampen gehen im Rahmen einer neuen Kooperation an Caritas und Volkshilfe,
die über ihre Einrichtungen eine gezielte Verteilung in der gesamten Steiermark organisieren. Durch LED-Lampen können gegenüber herkömmlichen Leuchten bis zu 90
Prozent an Stromkosten gespart werden. „Mit dieser Offensive wollen wir sozial Benachteiligten in unserem Land helfen, ihre Energiekosten nicht nur kurzfristig über Förderungen zu tilgen, sondern den Stromverbrauch im Haushalt auch nachhaltig und dauerhaft zu senken“, so Energie Steiermark-Vorstandssprecher Christian Purrer.
JOURNAL GRAZ 24
Energie Steiermark-Vorstandsdirektor Martin Graf, Caritas-Dir.
Herbert Beiglböck, Volkshilfe-GF Franz Ferner und Energie
Steiermark-Vorstandssprecher Christian Purrer
JOURNAL GRAZ 25
TRITSCH-TRATSCH
TRITSCH-TRATSCH
kurz & bündig
Energie Steiermark-Vorstandssprecher Christian Purrer, Bürgermeister Siegfried Nagl, Wärme und Mehr-Geschäftsführer Leo Riebenbauer und Energie Steiermark-Vorstandsdirektor Martin Graf
„Grünere“ Fernwärme für Großraum Graz
SPAR Steiermark und Südburgenland-GF Christoph Holzer), Michael und Karin Pammer mit Jörg Bernert (SPAR-Leiter Bereich
Foto: SPAR
Vertrieb Einzelhandel)
G
oldene Tanne für SPAR-Markt Pammer: Die höchste Auszeichnung der SPAR Österreich, die „Goldene Tanne 2016“, ging an
SPAR-Einzelhändler Michael Pammer in Stallhofen/ Steiermark.
Das gesamte Team hat wesentlich zu diesem Erfolg beigetragen und
bewiesen, dass man es mit viel Engagement und persönlichem Einsatz weit bringt. Pammer stammt aus einer Kaufmannsfamilie und
führt in zweiter Generation einen SPAR-Supermarkt.
Mountainfilm-Festival-Veranstalter Robert Schauer, Steiermärkische Sparkasse-Vorstandsvorsitzender-Stv. Franz Kerber
Mit dem neuen Biomasse-Heizwerk, das in Kooperation mit dem Unternehmen „Wärme und Mehr“ errichtet wurde, setzt die Energie Steiermark eine Offensive für „grünere“ Fernwärme in der Landeshauptstadt. Das Investitionsvolumen für das Projekt liegt bei 3 Millionen
Euro. Die Bauzeit betrugt 6 Monate, die Anlage liefert pro Jahr rund
20 Millionen Kilowattstunden Wärme und versorgt ab sofort alle
Haushalte der Gemeinde Hart bei Graz, darüber hinaus auch das industrielle Großunternehmen KNAPP AG. Gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer fördert die Energie Steiermark übrigens auch
Energieholzwälder, die langfristig „grünen Nachschub“ sichern. Vorstandssprecher Christian Purrer von der Energie Steiermark betonte:
„Wir wollen gemeinsam mit Partnern alle Möglichkeiten nützen, um
den Anteil erneuerbarer Energie an der Grazer Wärmeversorgung bis
zum Jahr 2030 auf 50 Prozent zu steigern, dieses Werk ist ein weiteres,
wichtiges Modul auf diesem Weg.“ Vorstandsdirektor Martin Graf
unterstrich die Bedeutung des Landesenergieunternehmens als Partner
für die heimische Landwirtschaft: „Wir sind einer der größten Abnehmer von Biomasse in der Steiermark und mit unseren insgesamt 11
Heizwerken in allen Regionen, die in unsere Netze einspeisen, auch
ein wichtiger agrarischer Impulsgeber“. Dazu kommt noch eine erfreuliche Nachricht zum Start der Heizsaison: Mit 1. Oktober senkte
die Energie Steiermark den Energie-Preis für ihre über 30.000 Erdgas-Kunden erneut um sieben Prozent.
V
N
eues Landesbudget für 2017. Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer
und sein Stellvertreter Michael Schickhofer präsentierten gemeinsam mit den weiteren Mitgliedern der Steiermärkischen Landesregierung sowie den Klubobleuten den
Landeshaushalt für das nächste Jahr. Demnach steigen die Investitionen auf mehr als
700 Millionen Euro, gleichzeitig wird allerdings ein Maastricht-Defizit von rund
300 Millionen Euro in Kauf genommen.
Die Regierer betonten jedoch, die Schulden
in den Jahren 2018 bis 2020 schrittweise
Foto: Erwin Scheriau
senken zu wollen.
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Kampfansage an Fehlwürfe
in der Bioabfallsammlung
Eigentlich lehrt es die Müllhexe Rosalie bereits im Kindergarten: Bioabfall gehört auf den Komposthaufen und für
die, die keinen Garten haben, gibt es die braune Biomülltonne! So weit, so klar. Doch die Steirische RestmüllAnalyse 2013 zeigt, dass 23 kg Bioabfall/EW und Jahr fälschlicherweise im Restmüll mitgesammelt werden.
Foto: Steiermark Tourismus / Oberländer
or 30 Jahren begann die Erfolgsgeschichtedes Mountain Film Festivals Graz, das heute einen fixen Bestandteil des steirischen Kulturkalenders darstellt! „Wir waren von Beginn an dabei und sind seit nunmehr zwölf Jahren als Hauptsponsor Partner des Festivals. Es werden dabei wirklich große Abenteuer mit scheinbar leichter Hand dokumentiert,
man darf als Zuseher an mannigfaltigen Erlebnissen und Abenteuern hautnah teilnehmen. Das Festival bietet viele hochwertige österreichische und
internationale Filme, sowohl was den Inhalt, als auch die Filmqualität betrifft“, so Franz Kerber. Ab 8. November können die Besucher des Internationalen Mountainfilm-Festivals Graz wieder ihre Abenteuer im Kopf
durchleben
LR Johann Seitinger, Christian Schreyer (GF der steirischen Abfallwirtschaftsverbände), Robert Tulnik (GF der ARGE Kompost & Biogas), Daniela MüllerMezin (Obfrau der FG Entsorgungs- und Ressourcenmanagement, WKO Stmk) und Wilhelm Himmel (Land Steiermark, Abt. 14)
Foto: Lebensressort
Chefkoch Willi Haider, LR Christian Buchmann und Steiermark Tourismus-GF Erich Neuhold prämierten 167 Betriebe
Zehn Jahre Kulinarium Steiermark
Auf Initiative des Tourismusressorts des Landes Steiermark wurde die
Qualitätsoffensive „Kulinarium Steiermark“ vor zehn Jahren ins Leben gerufen. Bei der Jubiläumsgala wurden 167 steirische Gastronomiebetriebe – vom Haubenlokal bis zur urigen Hütte – von Landesrat
Christian Buchmann für die Periode 2016-2018 als „Kulinarium
Steiermark-Betriebe“ ausgezeichnet. Erstmals wurde im Zuge der Initiative das Hüttenkulinarium auf Herz und Nieren überprüft. 26 Hütten
laden in exponierteren Lagen zu kulinarischen Genüssen ein.
U
nd das kostet Bares: So hat das Land
Steiermark im Rahmen einer umfassenden Kostenabfrage ermittelt, dass die
Behandlung von Restmüll in Summe rund
100 Euro/t mehr kostet, als jene von Biomüll.
Eigentlich klar, kennt man den Verwertungsweg.
Müssen Restabfälle teils thermisch verwertet
und Rückstände deponiert werden, so geht Biomüll in die Kompostierung und am Ende stehen
landesweit wertvolle 65.000 m³ Kompost als
Output einer leider zusehends mühseliger werdenden Arbeit. Denn gerade in Biotonnen von
Mehrparteienhäusern finden sich jede Menge
Verunreinigungen wie Plastik, Glas und Metall,
was die nachfolgende Kompostierung zusehends
verteuert, denn was einst achtlos eingeworfen
wurde, muss nun mühevoll „händisch“ ausgeklaubt werden. Tonne GRAU ist deutlich teurer
als Tonne BRAUN, so sind es zusätzliche 3 Millionen Euro, die wir Steirerinnen und Steirer uns
das Einwerfen in die falsche Tonne kosten lassen. Ganz zu schweigen davon, dass Bioabfall
als wertvoller Rohstoff für 73 steirische Kompostierbetriebe und als Gartenerde für 1000e
Gartenbesitzer auf diese Weise verloren geht.
In der Detailbetrachtung der Restmüll-Analy-
se zeigt sich sogar, dass in angeschlossenen Gebieten mit Biotonne der Anteil der Fehlwürfe
deutlich höher ist (33,3kg/EW*a) als in Gebieten
mit Hausgartenkompostierung. Somit könnte es
der Anonymität in Mehrparteienhäusern geschuldet sein, dass großzügig vermischt, wer sich weder zuständig noch verantwortlich fühlt.
Neben Nachlässigkeit ist es aber vor allem
Verwirrung beim Konsumenten, der vermeintlich kompostierbare Tragetaschen bei den Registrierkassen im Lebensmittelhandel bezieht.
Biologisch abbaubar ist nicht gleichbedeutend
mit kompostierbar und einige Tragetaschen auf
Mais- und Kartoffelstärkebasis brauchen teils
ein bis zwei Jahre, um vollständig abgebaut und
zu Kompost umgewandelt zu werden.
Nur dünnwandige Biokübel-Einstecksäcke
aus Maisstärke sind problemlos kompostierbar.
Dabei handelt es sich z.B. um die typisch blassgrünen 10l-Einstecksäcke, die im Handel bezogen werden können. Allerdings würden Landwirte einer Bewerbung von Kartoneinstecksäcken einen klaren Vorzug geben. Denn die Praxis zeigt leider, dass eine hohe Vermischung mit
normalen Plastiksäcken trotz gelungener Abfallberatung Usus ist und somit leider alles händisch
aussortiert werden muss, was nach Plastik aussieht. Denn für eine Sortierung in „gute“ und
„schlechte“ Kunststoffsäcke hat wohl kaum ein
Kompostierer Zeit. Kosten: 600 Arbeitsstunden/Jahr in einem mittelständischen Kompostierbetrieb, umgelegt auf die Tonne Bioabfall:16 Euro.
Darum werden sich das Land Steiermark, die
Steirischen Abfallwirtschaftsverbände, die steirischen Entsorgungsbetriebe und die Arge Kompost
und Biogas in einer gemeinsamen Aktion in den
nächsten Wochen und Monaten gezielt darum bemühen, dass Bioabfall wieder plastikfrei wird. Die
steirischen Entsorgungsbetriebe werden eine Beklebung der Biotonnen vornehmen und so zugunsten einer gelungenen Kampagne kostspielige Arbeitszeit opfern. Öffentlichkeitsarbeit auf allen
Schienen und möglichst nahe beim Bürger. Wundern Sie sich darum nicht, wenn auf Ihrer Biotonne plötzlich ein Symbol mit durchgestrichenem
Plastiksack klebt. Nicht nur der Aufkleber auf der
Biotonne, sondern auch das Wissen um eine gewissenhafte Getrenntsammlung, soll möglichst
lange „haften“ bleiben. Auf dass die Steiermark
als Grünes Herz Österreichs auch immer ein solches bleiben möge!
JOURNAL GRAZ 27
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LOKALES
MARONESSA
Maronessa mit ihrem Vater Franc Rosker
I
hr Name ist Kult, wie
kam es dazu?
Mein ursprünglicher Lieferant aus Italien hat mich
sehr sympathisch gefunden und es hat ihm sehr gut gefallen, wie ich an die Sache herangegangen bin. Er hat seine
Maroni „Maronissimo“ genannt
(das soll zum Ausdruck bringen,
dass es sich um die besten Maroni handelt). Daraus hat er dann
für mich den Namen „Maronessa“ abgeleitet.
Was ist der Unterschied zwischen Maroni und Kastanien?
Die Maroni ist viel süßer als die
Kastanie und lässt sich viel besser schälen. Die Schale der Maroni ist auch weicher, dadurch
hüpfen die Maroni leichter aus
der Schale.
Warum sollte ich Maroni/ Kastanien bei Ihnen kaufen, was ist
das Besondere an Ihrer Ware?
Ich biete nur Premiumqualität bei
meinem Stand an. Es ist zu jedem
Zeitpunkt die beste Qualität, die
es gerade am Markt gibt. Maroni
werden sowohl bei der Anlieferung, als auch später im Ofen selektiert. Unsere Maroni werden
so zubereitet, dass sich der Geschmack bestmöglich entfalten
kann.
Liegt im Braten die Kunst und
der Geschmack?
Ja. Der Bratvorgang bedarf viel
Gefühl, speziell für das Feuer,
und die einzelnen Schritte müsJOURNAL GRAZ 28
Maroni-Brater
Josef Ramaj
CVETKA STOCKINGER
Die besten Maroni bei Maronessa
sen zeitlich koordiniert werden,
damit die Maroni einen karamellisierten Geschmack bekommen.
Maroni sollen auch sehr gesund
sein, stimmt das?
Ja. Die Maroni beinhaltet ganz viele wertvolle Nährstoffe wie z.B. Vitamin B, Vitamin C, Magnesium,
Kalzium, Kalium und Eisen. Die
Maroni eignet sich gut als Gehirnnahrung und stärkt die Konzentrationsfähigkeit. Darüber hinaus ist
die Maroni leicht verdaulich und
sehr gut für Herz und Leber. Die
beruhigende Wirkung der Maroni
hat außerdem eine positive Wirkung auf das Nervensystem.
Am Eisernen Tor in der Grazer Innenstadt brät "Maronessa" Cvetka Stockinger beste Maroni. Wir haben sie
nach ihrem Geheimnis gefragt und hinter die Kulissen ihres "Wohnzimmers" geblickt.
Essen Sie auch selbst täglich ihre MaroniRation um gesund zu bleiben?
Natürlich, ich esse immer wieder über den Tag
verteilt einige Maroni. Sie lachen mir ja den
ganzen Tag goldgelb entgegen. Wie soll man
da widerstehen (lacht)? Manchmal salze ich
meine Maroni auch oder umwickle sie mit
Prosciutto, das ist eine wahre Delikatesse.
Ist tägliches Essen von Maroni eine Kalorienbombe?
Die Maroni haben ganz wenig Fettgehalt, enthalten ausschließlich gesunde Kohlenhydrate
und sind bestimmt keine „Dickmacher“.
tut mir gut und stärkt mir den Rücken.
Sie sind ja sehr vielseitig und bieten auch
das Bio-Kastanienmehl an. Warum?
Weil es gut verträglich und geeignet für Gluten-Allergiker ist, sowie für vielerlei Süßspeisen verwendet werden kann.
Könnten Sie sich ein Leben ohne diese edle
Kastanie vorstellen?
Definitiv nein. Die bereichert mein Leben. Der
Kontakt zu den Menschen macht mich sehr
glücklich und es bereitet mir ganz viel Freude,
etwas so Feines, Gesundes, Wärmendes und
gut Duftendes, so wie es die Maroni ist, anbieten zu können. Ich bin doch mit dem Duft der
Maroni aufgewachsen.
Ist Ihr Standort am Eisernen Tor auch Ihr
Wohnzimmer?
Auf alle Fälle. Ich habe meinen Arbeitsplatz
persönlich und heimelig eingerichtet, so dass
ich mich hier sehr wohl fühle. Auch den Kunden fällt das auf, und sie meinen: „Sie haben
hier ja ein kleines, schmuckes Wohnzimmer,
Frau Cvetka“.
Sie stehen hier bei jedem Wetter, werden Sie
nie krank, und was ist das Rezept dagegen?
Die Zwiebelstrategie hat sich bei mir sehr gut
bewährt. Ich ziehe immer ganz viele Schichten
an Kleidung an. Von innen wärme ich mich
natürlich mit den Maroni, aber auch mit Heißgetränken. Wahrscheinlich bin ich aber auch
schon durch die vielen Jahre im Freien ein bisserl abgehärtet.
Vor 25 Jahren waren sie noch ein Team, da
stand auch Bruder Ali mit Cvetka am Maronistand. Dann tauschte Ali Rosker die Maroni gegen Golfbälle. Heute ist er am Golfplatz in Maria Lankowitz ein beliebter und
gefragter Golf-Pro. Die Verbindung zwischen
den Geschwistern ist ungebrochen herzlich.
Was macht eine „Maronessa“, wenn sie gerade nicht Maroni verkauft?
Ausgedehnte Spaziergänge und Wanderungen
in der Natur sind für mich Entspannung pur.
Da finde ich sehr viel Ruhe und Kraft und
kann die Seele baumeln lassen. Aber meine
Familie ist für mich genauso wichtig und sie
Wenn Sie einen Wunsch frei hätten, wie sähe der aus?
In meinen Träumen sehne ich mich danach,
mit meinem Papa noch einmal, wie damals vor
vielen Jahren, gemeinsam hier stehen zu können. Aber dieser Wunsch ist eben nur ein
Traum …
Danke für das Gespräch.
Die 91-jährige Frau Kokol zählt zu den
treuesten Stammkunden von Maronessa
JOURNAL GRAZ 29
TRITSCH-TRATSCH
TRITSCH-TRATSCH
Dr. Wolfgang Stock,
Büro für Freizeitrecht
(www.freizeitrecht.at)
Eine treue Anhängerschaft und Kult-Charakter haben die Donnerstag-Konzerte in Angelo Urbans
Lokal San Pietro, sie verbinden gehobene Gastronomie mit Live-Musik. Sehr gut besucht war dabei
auch der jüngste Auftritt der Band Beatclub-Graz,
die mit Hits aus vier Jahrzehnten die San-Bar zum
Landwirtschaftskammer-Vizepräsidentin Maria Pein, Franz Labugger,
Johanna Gritsch, Alois Tieber und Claudia Kapper, Alois Prügger,
Heidi Krammer und Landesrat Johann Seitinger
Kochen brachte. Auch Sturms Erfolgstrainer
Franco Foda ließ sich dieses Konzert nicht entgehen und verzichtete dafür sogar auf das Ländermatch gegen Wales. Ebenfalls im Publikum: Arnold
Schwarzenegger-Freund Karl Gerstl und Top-Gastronom Franz Grossauer.
Kürbiskernöl-Championat
Das beste steirische Kürbiskernöl ist gekürt. Aus den „Top 20“ der
Kürbiskernöle erkostete gestern Nacht eine mehr als 80-köpfige Experten-Jury in der Landesberufsschule für Tourismus Bad Gleichenberg den Champion 2016/17 sowie die beiden Vize-Champions. Der
Titel „Champion“ ging an Alois Tieber mit Claudia Kapper aus
Markt Hartmannsdorf, Vize-Champions wurden Johanna Gritsch aus
Leibnitz (Platz 2) sowie Alois Prügger mit Heidi Krammer (Platz
3) aus Gratwein-Straßengel. Vizepräsidentin Maria Pein gratuliert:
„Alle 20 Top-Produzenten sowie der Champion mit den beiden VizeChampions sind die Speerspitze der steirischen Kürbisbauern und repräsentieren als Botschafter die großen Leistungen der heimischen
Produzenten. Sie werden das Steirische Kürbiskernöl g.g.A. weit über
die Grenzen Österreichs hinaus bekannt machen.“
Speisekarte
Darf ich mir im Gasthaus
eine dort aufliegende Speisekarte selber nehmen oder
muss ich warten, bis sie mir
gebracht wird?
JOURNAL GRAZ 30
Angelo Urban und Franco Foda
Sabine und Peter Wenger
Foto: Kernitzkyi-Fink/Preisitz
Diese Frage ist sogar für mich
– obwohl ich ein Buch zum
Gastronomierecht geschrieben habe (Stock, Rechte und
Pflichten in der Gastronomie,
Verlag Österreich, 121 Seiten)
– eher schwer zu beantworten.
Fest steht: Es gibt eine gesetzliche Speisekartenvorlagepflicht. Gemäß § 6 Abs 1 des
Preisauszeichnungsgesetzes
gilt: Gastgewerbetreibende
müssen Preisverzeichnisse für
die angebotenen Speisen und
Getränke in ausreichender
Anzahl bereithalten und jedem Gast vor der Entgegennahme von Bestellungen und
auf Verlangen bei der Abrechnung vorlegen. (Ausnahmen
gelten für kleinere Betriebe
und Selbstbedienungsbetriebe.) Ob man sich die Speisekarte bereits beim Betreten
der Gaststätte selber nehmen
darf, ist nicht geregelt. Die
Absicht des Gesetzgebers
würde dafür sprechen. Ich
schlage eine salomonische
Lösung vor: Sie dürfen wegen
Ihrer „Selbsthilfe“ nicht gerügt werden, haben aber auch
keinen Rechtsanspruch auf’s
Selbernehmen, sondern nur
auf’s Bekommen.
Armin Egger, Ernst Wustinger, Jürgen Winter, Christian Kehrer, Volker Pichler,
Gert Heigl, Jochen Pildner-Steinburg, Franz Kerber und Gerald Kogler
Sportsponsoring
Doris Stiksl, Gerhard Valeskini und Christoph Holzer
Wilhelm Himmel
Martin Novak
Ausstellung von Wolfgang Garofalo
Zwei steirische Künstler mit einem besonderen Naherverhältnis zu den Menschen und zur Politik waren im Rahmen des Forum Landhaus zu Gast im
ÖVP-Landtagsklub. Klubobfrau Barbara EibingerMiedl konnte in ihrer Veranstaltungsreihe den steirischen Maler Wolfgang Garofalo mit seinen neuen
„Menschenbildern“ und die steirische Literatin Andrea Wolfmayr mit ihrem aktuellen Roman „Vom
Leben und Sterben des Herrn Vattern“ den zahlreichen Gästen im Landhaus vorstellen. Die Ausstellung „Menschenbilder“ ist noch bis zum 18. November 2016 in den Räumlichkeiten des ÖVP-Landtagsklubs im Grazer Landhaus (Herrengasse 16, 1.
Stock) zu sehen. Öffnungszeiten: Mo bis Do 9.00
bis 16.30 Uhr, Fr 9.00 bis 13.00 Uhr. Foto: Fischer
ÖVP-Klubobfrau Barbara Eibinger-Miedl, Maler
Wolfgang Garofalo und Literatin Andrea Wolfmayr
Der Vorsitzende des Verbandes Österreichischer Wirtschaftsakademiker (VÖWA) in der Steiermark, Dr. Gert Heigl, der Vorsitzende des
Wirtschaftsforums der Führungskräfte (WdF) in der Steiermark, DI
Christian Kehrer, sowie der Vorstandsvorsitzende des SOWI-AbsolventInnen-Vereins der Karl-Franzens-Universität Graz, Mag. Volker
Pichler, durften rund 120 geladene Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zur Podiumsdiskussion „Wir sind Sieger – Sport
und Sponsoring – eine Win-Win-Situation?“, begrüßen. Unter der Moderation von DI Christian Kehrer diskutierten Dr. Ernst Wustinger
als Vizepräsident des SK Puntigamer Sturm Graz, Mag. Jochen Pildner-Steinburg als Präsident der Moser Medical Graz 99ers, Mag.
Franz Kerber, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Steiermärkischen Bank und Sparkassen AG, Mag. Gerald Kogler, Generaldirektor der Merkur Versicherung AG und Jürgen Winter, Bürgermeister von Schladming, welche Motive für Wirtschaftsunternehmen
ausschlaggebend sind, um einen Sportverein zu unterstützen.
Das nächste Journal Graz
erscheint am 30. November 2016
Saubermacher-Vorstand Gerhard Ziehenberger, Univ. Prof. Dr. Franz Wolkinger, Saubermacher-Eigentümer Hans und Margret Roth, Präsident des
Steirischen Naturschutzbundes Prof. Dr. Johannes Gepp, Schauspieler und
Saubermacher-Bienen-Pate Karl Merkatz
Foto: Saubermacher
B
ee happy: Die Umweltaktion für eine lebenswerte Steiermark. Die
Firma Saubermacher trägt Verantwortung für die Umwelt und auch
für den Erhalt unserer Wild- und Honigbienen. So wurden nun gemeinsam mit dem Naturschutzbund Steiermark 70 Bienen-Hotels errichtet
und mit dem Bienenzuchtverein St. Peter am Ottersbach wurde ein Umweltprojekt für bessere Pollen- und Nektarausbildung gestartet.
Raiffeisen-Vorstandsdirektor Rainer Stelzer und Raiffeisen KAGFoto: Raiffeisen
Sprecher Rainer Schnab
W
ie weit Umfragen vom tatsächlichen Sparverhalten entfernt
sein können, zeigt die Analyse von rund 750.000 Kundenbeziehungen bei der Raiffeisenbank Steiermark. Mit 13,9 Milliarden Euro Spar- und Giroeinlagen liegt so viel Geld wie noch nie
auf der „hohen Kante“. Das sind um 2,4 Milliarden Euro mehr als
2008. Raiffeisen-Vorstandsdirektor Rainer Stelzer: „Gelder auf
Sparbüchern und Girokonten sind sicher und kurzfristig verfügbar.
Dies ist und bleibt ein wichtiges Argument. Für Kunden, die auf
der Suche nach Ertrag sind, lohnt sich für einen Teil dieser Summen allerdings der Blick auf alternative Spar- und Anlageformen,
wie zum Beispiel Wertpapierfonds.“
G
razer Geschäftsführer wechselt zu
Steinmetzunternehmern Reinisch:
Siegfried Wurzinger (l.), bis 30.09. Geschäftsführer der Wochenzeitung „der
Grazer“ wechselte mit 1. Oktober in die
Geschäftsführung des Steinmetzunternehmens Reinisch und bildet gemeinsam mit
dem Eigentümer, Kommerzialrat Franz
Konrad Reinisch (r.), die Geschäftsführung eines, der größten und technisch modernst ausgestatteten Steinmetzunternehmen der Steiermark mit neun Standorten.
Foto: Stein Reinisch
Beatclub-Graz im San Pietro
Foto: LK/Kristoferitsch
Georg Plankensteiner, Gerhard Koch, Erwin Mauerhofer, Michael Ring, Helmut Gürtl und Gerhard "Pax" Hüttl
kurz & bündig
JOURNAL GRAZ 31
LOKALES
LOKALES
Die Unternehmerinnen des Jahres 2016
LR Christian Buchmann, Maria Heuberger, Bouchra Lima Thonhauser, Angela Klimant, Anita Lafer , FiW-Vors. Adelheid Moretti und
WKO Steiermark-Dir. Karl-Heinz Dernoscheg Foto:WKO/Regine Schöttl
In der Wirtschaftskammer Steiermark wurden die Unternehmerinnen
des Jahres gekürt. In vier Kategorien verlieh Organisatorin Adelheid
Moretti, Landesvorsitzende „Frau in der Wirtschaft“, gemeinsam mit
WKO-Direktor Karl-Heinz Dernoscheg und LR Christian Buchmann, die Trophäen an TDE Group-Chefin Bouchra Lamik-Thonhauser (Kategorie: Besondere unternehmerische Leistungen), Great
Lengths Haarvertriebs-Miteigentümerin Anita Lafer (Export), Optische Sensoren-Unternehmerin Angela Klimant (Innovation/Neue Geschäftsfelder) und an die beste „Neugründerin“ Maria Heuberger
(Locker & Legere Hotelbetriebs GmbH, Locker & Legere Gastronomiebetriebs GmbH).
Zwölfter SPAR express Tankstellenshop
SPAR eröffnete vor kurzem gemeinsam mit der Doppler Mineralöle
GmbH einen modernen SPAR express-Tankstellenshop bei der TurmölTankstelle in der Grazer Conrad-von-Hötzendorf-Straße 135. Es ist der
vierte Shop in der Stadt Graz und der zwölfte seiner Art im Bundesland.
Die attraktiven Öffnungszeiten an sieben Tagen die Woche von 6 bis 24
Uhr machen die SPAR express-Tankstellenshops zu einer immer beliebteren Einkaufsmöglichkeit an attraktiven Standorten. „Alle SPAR-Eigen- und Exklusivmarkenprodukte – von S-BUDGET über SPAR Natur*pur bis SPAR PREMIUM – kosten keinen Cent mehr als im SPARSupermarkt“, so SPAR-Steiermark Geschäftsführer Mag. Christoph
Holzer. Auch das Thema Frische nimmt eine wichtige Rolle im neuen
Tankstellenshop ein. So wird ein stark erweitertes Angebot der SPAReigenen Convenience-Linie „SPAR enjoy“ angeboten. Rund 30 verschiedene Produkte finden sich in dem modernen, extra dafür vorgesehenen
Kühlregal: So etwa gefüllte Sandwiches und Tramezzini, Salate, Desserts
und Müslis. Auch ein Selbstbedienungs-Brot- und Backwarenregal mit
backofenfrischem Gebäck gibt es sich im neuen Tankstellenshop.
JOURNAL GRAZ 32
Turmöl-GF Bernd Zierhut, Stationsleiterin Maria Fröhlich und SPAR
Foto: SPAR
Steiermark und Südburgenland-GF Christoph Holzer
Eine gute Zukunft
für unsere Bauern
In welche Richtung steuert die steirische Land- und Forstwirtschaft, was erwartet die Land- und Forstwirte bis ins Jahr 2030?
Mit diesen zentralen Fragen setzten sich Bäuerinnen und Bauern, Verantwortungsträger, Jugendvertreter sowie Experten der
Landwirtschaftskammer auseinander. Herausgekommen sind
insgesamt 200 strategische Ziele und 250 Leuchtturm-Projekte,
deren Umsetzung man ab sofort in Angriff nimmt.
„Das Zukunftsprogramm ,Land- und Forstwirtschaft 2030’ stellt die Weichen zur Stärkung der Familienland- und -forstwirtschaft,
geht auf die Wünsche der Bevölkerung nach
noch mehr Qualität, Tierwohl, Umwelt-, Boden- und Klimaschutz ein und beinhaltet
auch Anpassungsstrategien an den Klimawandel“, wie Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Titschenbacher unterstreicht.
„Die bäuerliche Produktion braucht aber die
Wertschätzung und das Wohlwollen der Bevölkerung, der heimischen Politik und des
Lebensmittelhandels.“ Weiters müsse die Politik die Ampeln für das bäuerliche Wirtschaften wieder auf Grün stellen, so Titschenbacher. Das Papier solle auch als
Grundlage für die Verhandlungen in Sachen
Kammerdirektor Werner Brugner, Landwirtschaftskammer-Präsident Franz
Titschenbacher und Vizepräsidentin Maria Pein
Foto: Fischer
EU-Agrarpolitik 2021 bis 2027 und für die
nationale Unterstützung dienen.
Konkret legen Ackerbauern ihren Fokus auf
noch mehr Humusaufbau, noch mehr Fruchtfolge, Erosions- sowie Grundwasserschutz.
Grünlandbauern wiederum werden um zehn
Prozent mehr gentechnikfreies Eiweiß aus Wiesen gewinnen, um so den Sojaimport aus Übersee zu verringern. Eine wichtige Rolle für die
Land- und Forstwirtschaft wird auch die Bioökonomie einnehmen – aus vorwiegend agrarischen und forstwirtschaftlichen Reststoffen
können beispielsweise Fasern gewonnen werden, aus denen Autokarosserien, Glas oder
Kunststoff hergestellt werden.
Die Wichtigkeit tierfreundlicher Haltung
und Herkunftskennzeichnung in Großküchen
und Gastronomie unterstreicht Landwirtschaftskammer-Vizepräsidentin Maria Pein:
„Das neue Konzept sieht mehr Investitionen in
das Tierwohl vor und soll sicherstellen, dass bis
2030 die Hälfte der Schweine besonders tierfreundlich gehalten wirdf.“ Sinnvoll sei auch
„eine Minimierung der Geruchsemissionen aus
Geflügel- und Schweineställen im Sinne einer
guten Nachbarschaft“, bekräftigt Pein.
Und Kammerdirektor Werner Brugner kündigt einen Ausbau des Beratungs- und Ausbildungsangebotes an: „Ein besonderes Augenmerk werden wir auf Bildung und Beratung in
den starken Tierhaltungssparten legen. Uns
geht es dabei auch um die Optimierung des Fütterungs_, Stallklima- und tierfreundlichen Haltungsmanagements.“
JOURNAL GRAZ 33
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„Wellness, Lifestyle und Gesundheit unter einem Dach“
Ein ganzes Zentrum für den Lifestyle
Schönheitsbewusste Damen und Herren in St. Peter dürfen sich
ebenso freuen wie Sportbegeisterte oder Patienten, die auf die
ärztliche Nahversorgung setzen: Im 8. Grazer Bezirk entsteht Ende 2017
mit dem „Sunside Center“ ein neuartiges Zentrum mit allem, was
zu einem aktiven und schönen Leben dazugehört.
U
nd das für die ganze Familie, wofür
ab Ende nächsten Jahres ein perfekt
durchdachtes Dienstleistungskonzept sorgt. Während zum Beispiel die
Sprösslinge in der Kinderbetreuung oder in
der Kinderkrippe bestens aufgehoben sind,
entspannt sich Mutti bei einer Schönheitsbehandlung oder absolviert in aller Ruhe einen
Arztbesuch. Ob Kosmetik, Friseur, Nail-Design oder Wellness-Massagen, kein Wunsch
bleibt unerfüllt. Auch dann nicht, wenn Fitness-Aktivitäten gefragt sind. Im neuen Zentrum ist auch viel Platz für die Medizin. Bis
zur Fertigstellung werden die unterschied-
Seitenansicht
lichsten Arzt-Praxen ihre Leistungen anbieten. Interessierte Mediziner haben jetzt die
Möglichkeit, Ordinationsflächen in einem
pulsierendem Zentrum direkt vom Betreiber
ohne Provision und Maklergebühr anzumieten. Noch sind einige Flächen frei. Das gilt
auch für Unternehmer aller Branchen, die an
Geschäftsflächen Interesse haben. Ab 30 m2
stehen Flächen zur Verfügung.
Dies in einem der modernsten Gebäude,
von dem aus über eine große Dachterrasse
der Blick über ganz Graz - und darüber hinaus sogar bis in die südliche und westliche
Steiermark - für ein ganz neues Arbeitsgefühl
sorgt. Auch Gastronomen sind herzlich dazu
eingeladen, an einem attraktiven Standort mit
hoher Kundenfrequenz ihren Gästen „zu
Diensten“ zu sein.
Im neuen Lifestyle-/Beauty-/Wellness/Gesundheitszentrum werden nur erstklassige Mieter für ein breiten Branchenmix sorgen und damit garantieren, dass Besucher
und Kunden auf höchstem Niveau ihre Leistungen im Zentrum in Anspruch nehmen
können.
Die Architektur des „Sunside Centers“ ist
geprägt von einem lichtdurchflutenden Ambiente, für das ein renommiertes Architekturbüro verantwortlich zeichnet. Großzügige
Balkon- und Terrassenflächen werden sich
um das gesamte Gebäude ziehen und Mietern und Kunden eine ansprechende Optik
von innen und außen bieten.
Vorderansicht
Die optimale Verkehrsanbindung an den
St. Peter-Gürtel, die Nähe zur Autobahnauffahrt (A2 Südautobahn), aber auch die perfekte Erschließung mit öffentliche Verkehrsmittel garantieren eine rasche Erreichbarkeit
des „Sunside Centers“ auf allen Wegen.
Gleichzeitig mit der Fertigstellung des
„Sunside Centers“ Ende 2017 wird nicht nur
das Großprojekt Grazer Südgürtel (inkl. großer ampelgeregelter Kreuzung direkt beim
Sunside Center) abgeschlossen , sondern
auch der Umbau bzw. Ausbau der St. Peter
Hauptstraße Süd fertiggestellt sein. Damit
wird das neue Zentrum ohne verkehrstechnisches Nadelöhr perfekt erreichbar sein.
Die Fertigstellung des Centers ist mit Ende des Jahres 2017 geplant.
INFORMATION
Telefonisch unter 0664 250 14 92.
Weitere Informationen unter
www.sunsidecenter.at oder
im facebook unter
www.facebook.com/sunsidecenter.at/
E-Mail: [email protected]
TRITSCH-TRATSCH
Heimische Lebensmittel: Großer Wert - Kleiner Preis?
SPAR-Geschäftsführer Christoph Holzer, Moderator Michael
Fleischhacker, Bauernbund-Direktor Franz Tonner und ÖVPLandesgeschäftsführer Detlev Eisel-Eiselsberg Foto: Fischer
Noch vor 30 Jahren kostete ein Kilogramm Schweinefleisch im Angebot mehr
als jetzt im Normalpreis. Was für den Verbraucher eine gute Nachricht zu sein
scheint, ist für viele Bauern eine Katastrophe. Ob die großen Lebensmitteldiscounter oder doch die Verbraucher, denen die Preise nicht niedrig genug sein
können, die Schuldigen sind, darüber diskutierten Mag. Christoph Holzer,
Geschäftsführer SPAR-Steiermark, und der Direktor des Steirischen Bauernbundes, DI Franz Tonner, DiensTalk in der Parteizentrale der Steirischen
Volkspartei am Karmeliterplatz. Franz Tonner zeigte sich davon überzeugt,
„dass jeder darauf schaut, möglichst wenig Geld für Lebensmittel auszugeben,
da viele es lieber für Freizeitaktivitäten und Statussymbole ausgeben“, während
Christoph Holzer die verminderten Ausgaben für Lebensmittel unter anderem
auf die Revolution in der Produktion zurückführt. Einig war man sich darüber,
dass Wirtschaft, Landwirtschaft und Konsument an einem Strang ziehen müssen, um die hohen Lebensstandards auch in Zukunft gewährleisten zu können.
Viele Wenig machen ein Viel
Wie das alte Sprichwort „Viel Wenig machen ein
Viel“ sagt, sammelt der Inner Wheel-Club-GrazUhrturm auch heuer wieder in der Vorweihnachtszeit Spenden in zweifacher Form zur Finanzierung
seiner Sozialprojekte. Zum einen am 3. Dezember
mit einem Punschstand in der Sporgasse, zum
anderen mit der Auflage von 3.000 kunstvoll gestalteten Adventkalendern. Mit einer freiwilligen
Spende ab fünf Euro sind mehr als 100 Preise zu
gewinnen. Der Erlös kommt ausgewählten sozialen
Einrichtungen für schutzbedürftige Frauen, behinderte Jugendliche oder sozial schwache Familien
mit Schwerpunkt in Graz zu gute. Ein weiterer Teil
wird, je nach Bedarf, für nationale und internationale Katastrophen verwendet. An den Einkaufssamstagen - 19. und 26. November – verteilen
IWC-Graz-Uhrturm-Damen die Adventkalender
im Eingangsbereich von Kastner & Öhler. Von
Anfang November an liegen diese auch bei
der Firma Herunter, Stempfergasse 7, auf.
Ein Katastrophenjahr mit Lichtblicken
Die Steiermark hat Top-Lehrbetriebe
Damit Österreichs Lehrlinge die hoch qualifizierten Fachkräfte von morgen sind, bedarf
es engagierter sowie exzellenter Ausbildungsbetriebe. Einmal im Jahr werden diese vor
den Vorhang gebeten und mit dem Gütesiegel „Staatlich ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb“ prämiert. Auf Vorschlag der Arbeiterkammer Steiermark und der WKO erhielten dieses Jahr vier steirische Lehrbetriebe wie das Land Steiermark, die Firmen Kendrion (Eibiswald), Mus-Max GmbH und Landtechnik GmbH (beide Groß St. Florian) sowie die Porr AG mit Ausbildungsstätten in der Steiermark die Auszeichnung
aus den Händen von Staatssekretär Harald Mahrer. „Die ausgezeichneten Betriebe
bieten den jungen Menschen eine vorbildhafte Ausbildung“, gratuliert AK-Präsident
Josef Pesserl den ausgezeichneten Betrieben und bedankt sich für dieses außerordentliche Engagement. Seit 1993 wurden rund 40 steirische Lehrbetriebe mit dem GütesieFoto: Mannsberger
gel „Staatlich ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb“ prämiert.
Präsident Franz Titschenbacher und Kammerdirektor Werner Brugner
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„Es ist ein Katastrophenjahr mit Lichtblicken“, zieht Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Titschenbacher Bilanz über die Ernte 2016.
Fast bei allen landwirtschaftlichen Kulturen haben der Jahrhundertfrost und die Schneekatastrophe Ende April ihre Spuren hinterlassen.
Den allergrößten Schaden haben sie aber im Obst- und Weinbau angerichtet – der Großteil der Ernte wurde zerstört. Der Kammerpräsident fordert daher rasche Umsetzung der beschlossenen Entlastungen
wie Beitragsfreistellung von der Sozialversicherung im 4. Quartal sowie Steuerentlastung beim Agrardiesel. Und an den Lebensmittelhandel bekräftigt er die Forderung nach einem fairen Anteil der Bauern
am Endverbraucherpreis. Franz Titschenbacher: „Während in den Jahren zuvor Hitze, Trockenheit und Dürre sowie hohe Niederschläge zu
Ausfällen führten, hat heuer die Klimaverschlechterung mit ihren vielen Gesichtern die Bäuerinnen und Bauern in einem noch nie dageFoto: LK/thomasraggam.com
wesenen Ausmaß getroffen.“
LR Christopher Drexler, AK-Präs. Josef Pesserlund Porr-Chef Karl-Heinz Strauss
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JOURNAL GRAZ 37
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LOKALES
Edelsteine & Mineralien
Steirischer Tourismus
-50 %
schreibt Erfolgsgeschichte
Wer sich einen Edelstein als
Begleiter wünscht, sollte
diesem Wunsch auch Rechnung tragen. Die Kräfte
werden aktiviert, wenn sein
Träger offen ist für dieses
Geschenk der Natur und
sein Herz mit Liebe und
Wertschätzung für diese
Helfer gefüllt ist. Mit positiven Gedanken und Meditation kann der Mensch die
Schwingungen fördern und
beeinflussen.
Pars Geschenke
8010 Graz · Reitschulgasse 27
Telefon 0316 / 82 86 00
Foto: Jungwirth
auch auf seltene Steine wie
Feueropal, Turmalin, Cyanit, Diamantsplitter, Sugilith
Der Bauherr und „ewige Jungunternehmer“ Karl Schwarzl
Unternehmen profitieren von der Flexbox
Mit einem besonderen Fokus auf Familien und dem Skinachwuchs, vielen publikumswirksamen, internationalen Veranstaltungen, dem Kulinarium Steiermark, das
sich nun auch der Qualität auf den Hütten verschreibt,
und einem weiterhin hohen Investitionsvolumen der
Touristiker ist die Steiermark für die kommende Wintersaison bestens gerüstet.
Mit der Neueröffnung der Schwarzl-Flexbox in der Grazer Puntigamerstraße 88 ist ein internationaler Trend in Graz angekommen: Unternehmen jeder Größe können auch kurzfristig Platz für Lager- und
Logistikflächen, darunter auch Kühlräume mieten. Während das
Obergeschoß mit Lkw (7,5 t) befahrbar ist, besteht im Erdgeschoß die
Möglichkeit, auch Büros in Form von Containern einzurichten. StromWasser-, Kanal-, Telefon- und Internetanschlüsse sind selbstverständlich vorhanden. Damit ist die Flexbox auch für Startups interessant.
„Rund ein Drittel der 10.000 m2 der Schwarzl Flexbox sind bereits
vermietet“, erklärt Karl Schwarzl, der das Projekt mittels der Familie
Schwarzl Privatstiftung realisiert hat. Seit dem Ankauf des Areals mit
ehemaligen Obst-Gemüse-Lagerhallen wurden 12 Mio. Euro an Eigenkapital investiert. „Ihren wahren Wert entwickelt die Halle jedoch
erst mit der Fertigstellung des Südgürtels“, so Schwarzl und bedankt
sich auch bei seiner Frau Margarethe: „Dafür, dass Du mich bei meinen Visionen immer unterstützt!“
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Landesrat Christian Buchmann und Tourismus-Boss Erich Neuhold
JOURNAL GRAZ 38
„Das Wintersportangebot der
Steiermark trägt, verbunden mit
internationalen Großveranstaltungen wie dem Nightrace oder
den Weltcupbewerben der Nordischen Kombinierer und der
Snowboarder, viel zur positiven
Entwicklung im heimischen
Tourismus bei. Damit wir auch
in Zukunft erfolgreich sind,
müssen wir den Skinachwuchs
fördern und schon heute die jungen Gäste besonders ansprechen. Mit dem erstmals stattfindenden FamilienSkiFest und besonderen Angeboten setzen wir
hier einen starken Impuls“, so
Wirtschaftslandesrat Dr. Christian Buchmann.
Die größte internationale
Veranstaltung im Winter in der
Steiermark sind die Special
Olympics World Winter Games
in Schladming, Ramsau und
Graz von 14. bis 25. März 2017
mit 3.000 Athleten und 1100
Trainern aus 110 Nationen.
Auch die Investitionsbereitschaft der heimischen Touristiker ist weiterhin hoch. 33 Millionen Euro werden alleine in
den steirischen Skigebieten in
neue Lifte, Pisten und die
Schneesicherheit
investiert.
Auch die Hotellerie und die
Gastronomie investieren laufend
in die Verbesserung des Angebots.
„37 Ski- und Langlaufgebiete starten am 17. Dezember
2016 unter dem Motto ,Auf die
Brettln, Kinder, los’ in die neue
Saison. Das ist ein klares Signal
an die Familien unter unseren
Gästen. Dabei stellen wir nicht
nur die großen, sondern auch die
kleinen Skigebiete als ideales
Terrain zum Erlernen des Pistenund Loipenvergnügens vor“,
versichert Erich Neuhold, Geschäftsführer von Steiermark
Tourismus.
„Die Skigebiete selbst wiederum nehmen diese Veranstaltung zum Anlass, um über ihr
Angebot für die Zukunftssicherung nachzudenken. Ob Programm oder Infrastruktur, in Zukunft ist es notwendig, diese
Zielgruppe noch besser, z. B. im
Bereich Sicherheit und Leistbarkeit, anzusprechen."
JOURNAL GRAZ 39
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INTERVIEW
„Meine Vision: Saubere Baustelle 2020“
W
ie wird man Chef der Gewerkschaft Bau-Holz?
Da muss ich weiter ausholen. Ich durfte meine Maurerlehre
bei einer kleinen Baufirma in Leibnitz absolvieren. Maurer zu werden
war schon immer mein Traum, deshalb habe ich auch darum gekämpft,
eine Lehrstelle zu bekommen. Damals gab es „ein großes G’riss“ um
Lehrstellen für diesen Beruf. Mein Lehrherr hat zu meinem Vater gesagt:
Der „Bua“ wird Maurer, der will und kann das. Der Beruf hat mich so
interessiert, dass ich in der Berufsschule immer Klassenbester war. In
drei Jahren hatte ich nur einen Zweier, sonst lauter Einser – also ein richtiger Streber (lacht). Danach habe ich noch sieben Jahre am Bau gearbeitet, war nach der Lehre der jüngste Absolvent in der Bauhandwerkerschule in der HTBLA Graz und bin heute noch stolz auf jedes Bauwerk, das ich errichten durfte. Wenn ich heute an einem dieser Bauten
vorbeifahre, zeige ich meinen Kindern, wo der Papa gearbeitet hat. Mein
eigenes Haus habe ich auch selbst Stein auf Stein errichtet.
Wie verlief dann Ihre politische Karriere?
Seit 1987 bin ich in der SPÖ Leibnitz aktiv. 1992 wurde ich Gewerkschaftssekretär und war unter anderem für die Bezirke Leibnitz, Radkersburg und Graz zuständig. 2000 wurde ich Landesgeschäftsführer
der Gewerkschaft Bau-Holz Steiermark. Über ein Hearing schaffte ich
2006 den Einzug als regionaler Abgeordneter in den Nationalrat. Seitdem hat sich meine Arbeit immer stärker nach Wien verlagert – seit 2014
bin ich Bundesvorsitzender der Gewerkschaft Bau-Holz und seit 2016
Europavorsitzender der Bau Holz Internationale (BHI).
War Ihnen die Politik sozusagen in die Wiege gelegt?
Nein, in meiner Familie war vor mir niemand politisch aktiv. Ich bin mit
meinen drei Geschwistern völlig unpolitisch aufgewachsen. Meinen ersten Kontakt mit der Politik hatte ich in den 70-er Jahren. Wir Kinder
schliefen noch zu viert in einem Zimmer und haben mitbekommen, wie
sich meine Eltern lautstark vor dem Fernseher im Nebenzimmer freuten,
weil Bruno Kreisky die Wahl gewonnen hatte.
Wie sind Sie dann in die Politik gekommen?
Während der Maurerlehre, als ich in die Gewerkschaft eingetreten bin.
Die Gewerkschaftsarbeit und meine Funktion in der Jugend haben mich
parteipolitisch geprägt. Dabei habe ich die Bauwirtschaft von der ersten
Stufe an kennenlernen dürfen. Von der Lehre zum Maurer über den Vorarbeiter und Bauleiter bis zum Chef-Verhandler von Kollektivverträgen.
Ich kenne die Bauwirtschaft mit all ihren Vor- und Nachteilen von der
Pike auf. Da kann mir keiner etwas vormachen.
Der Bundesvorsitzende
der Gewerkschaft Bau-Holz, Nationalrat
JOSEF MUCHITSCH
besuchte uns in der Redaktion. Der Kämpfer
für die Menschen am Bau zeichnet sich durch
Handschlagqualität und den konsequenten
Einsatz für Fairness am Bau aus.
Die Branche kennt der gelernte Maurer
aus der Südsteiermark von der Pike auf.
JOURNAL GRAZ 40
,
Wird es Ihnen gelingen, das zu verhindern?
Was uns als Bausozialpartner von anderen
Branchen unterscheidet: Wir fordern nicht nur,
dass die Politik etwas für uns umsetzt, sondern
wir erarbeiten gemeinsam Lösungen. Erst dann
gehen wir zur Politik, die unsere Vorschläge in
Gesetze gießen soll. Die Politik ist für machbare
Vorschläge mehr als dankbar. Ich glaube, das ist
jeder Regierung, egal welcher parteipolitischen
Zusammensetzung, recht. Wenn Sozialpartnerschaft wirklich funktioniert, profitieren Arbeitsmarkt, Beschäftigte und Wirtschaft und natürlich auch die Politik.
Was steht sonst am Bau auf Ihrer Agenda?
In erster Linie weitere Maßnahmen im Kampf
gegen Lohn- und Sozialdumping. Darum wollen
wir eine „SOKO Bau“ installieren, die das Problem Unterentlohnung am Bau stärker und zielorientiert prüfen soll. Wir sind bei diesem Projekt
weit fortgeschritten, es geht ein Vorschlag in Begutachtung und wir könnten nächstes Jahr starten. Meine große Vision ist nach wie vor die
„saubere Baustelle 2020“. Gemeinsam mit den
Arbeitgebern wollen wir es schaffen, dass wir im
öffentlichen Bereich auf Baustellen keinen unfairen Wettbewerb mehr haben und kein Lohnund Sozialdumping mehr stattfindet.
Wird man in Zukunft Maurer durch Roboter ersetzen können?
Es gibt Handwerke, in denen Menschen nicht
durch Roboter ersetzbar sind. So werden wir nicht
erleben, dass ein Roboter einen Kamin am Dach
saniert oder eine Fassade erneuert. Die technische
Entwicklung macht aber auch vor dem Bau nicht
Halt. Immer größer werdende Fertigteile und Elemente drängen auf den Markt. Ein guter Maurer
hat nach wie vor sehr gute Chancen, auch als
Maurer in Pension gehen zu können.
Wie ändern diese Entwicklungen die Arbeit am Bau?
Das klassische Bild, nur mauern, verputzen,
schaufeln, Scheibtruhe und Mischmaschine,
gibt es nicht mehr. Bauarbeiter ist ein technisch
anspruchsvoller Beruf geworden, es wird mit
modernsten Maschinen, Baustoffen und Fertigteilen gearbeitet. Zusätzlich dreht sich Vieles
um Organisation. Im Bereich Arbeitnehmerschutz hat es einen irrsinnigen Wandel gegeben.
Heute verwendet man Fertigmörtel aus Silos
und Fertigbeton aus Mischwägen, den berüchtigten 50-Kilogramm-, später 25 KilogrammZementsack gibt es nicht mehr. Der Job als
Hilfsarbeiter, der diese Säcke schleppt, stirbt
aus. Das ermöglicht auch, dass die Menschen
Wo gibt es Probleme am Bau?
Menschen am Bau müssen länger und gesund arbeiten können. Das bedeutet ein höheres Lebenseinkommen und natürlich auch eine höhere Pension.
Gemeinsam mit den Arbeitgebern haben wir schon Modelle umgesetzt, wo
wir entsprechende Anreize für beide Seiten geschaffen haben. Zum Glück
findet sich in der Bauwirtschaft auf der Arbeitgeberseite in Österreich immer noch eine Mehrheit von Patrioten, denen ihre Arbeitnehmer wichtig
sind und denen auch Österreich und eine entsprechende Wertschöpfung im
Land wichtig ist. Wie man es nicht machen sollte, sieht man am Beispiel
der Niederlande: Dort hat man 100.000 unselbstständig Beschäftigte in
rund 4.000 Baufirmen. Gleichzeitig gibt es 110.000 Ein-Personen-Unternehmen – heißt selbständige Maurer – am Bau. Dieses System, bei dem
Menschen in die Selbständigkeit gedrängt werden, wollen wir als Bau-Sozialpartner in Österreich nicht haben.
länger am Bau arbeiten können, weil sie körperlich nicht so früh ausgebrannt sind. Das tatsächliche Pensionsantrittsalter im Baugewerbe ist
entsprechend stetig im Steigen. Und das ist für
alle Beteiligten ein Vorteil.
Wie entspannt sich ein Gewerkschaftschef in
seiner Freizeit?
Mein Hobby ist die Sozialpolitik (lacht). Zusätzlich ist die Musik meine Leidenschaft. Ein paar
Mal im Jahr – leider viel zu selten – darf ich darin abtauchen. Musizieren ist eine unheimlich
gute Reinigung von psychischen Belastungen.
Abschalten und glücklich sein kann ich im Kreise meiner Familie. Ich genieße Familienausflüge
mit meiner Frau Juanita und den drei Kindern,
von denen zwei schon erwachsen sind.
Was ärgert Sie?
Dass die Neidgesellschaft größer wird – leider
ist Österreich so. Wenn man gute Vorschläge
hat, kommt zuerst einmal die Frage, wo sind die
Nachteile. Wir konzentrieren uns nicht auf unsere Stärken, sondern versuchen uns gegenseitig
Schwächen, Unkenntnis, Unwissenheit vorzuhalten. Österreich ist eine Republik der „Suderer“ geworden. Gleichzeitig wird immer auf die
Schwächsten hingehaut, um parteipolitisch zu
punkten. Das tut mir weh, denn wir sollten versuchen, das einzigartige soziale Netz, das wir in
Österreich haben, in Stand zu halten. Wir sollten
uns besinnen, wo wir vor 70, 60 oder 50 Jahren
waren und wie wir heute dastehen. Wir sind im
internationalen Vergleich top – nicht umsonst
werden wir von anderen Ländern wegen unserer
Standards bewundert.
Danke für das Gespräch.
Akutelle Infos über die Arbeit von
Josef Muchitsch finden Sie unter:
www.facebook.com/josefmuchitsch
Beppo Muchitsch
mit Gattin Juanita,
Tochter Tina sowie den
Söhnen Jan und Mark
JOURNAL GRAZ 41
SEIERSBERG-PIRKA
Veranstaltungen
Fisch Grete Marion Petric
Die Reinigungskosmetikerin
fegt plappernd durch die
Ö3-Studios, hat eigene Songs
und Videos auf YouTube
und spielt erneut die Hauptrolle
in neuen Comedy-Show.
Alles in einem Haus
im Gesundheits- und Ernährungszentrum Dr. Zenz
Ein weiterer besonderer Vorteil
dieser Facharztpraxis ist, dass
sämtliche Serviceleistungen, vom
Labor bis zur Therapie, in „einem Haus“ angeboten werden.
Dies „Rundum-Service“ entlastet den Patienten und er spart Zeit
und Wege. Egal ob Schmerztherapie, Physiotherapie, Onkologie,
Diabetologie oder Ernährungstherapie, - all diese Bereiche ihres
Fachgebiets bietet Dr. Larisa Zenz
in der Ordination an.
Ebenso werden im Gesundheitszentrum laufend informative und abwechslungsreiche Vorträge zum Thema Schmerz- und
Rückentherapie abgehalten.
Spezielle Angebote
bis 30. November 2016
2. Seiersberger Hexenflug
A
uf dem Weg zur beliebten Stocksporthalle des ESV-Alte Maut oder
zur Hundewiese wird man gegenwärtig Zeuge eines imposanten Schauspiels.
Auf dem ehemaligen Sportplatz der Volksschule Seiersberg, welcher keine hundert
Meter entfernt, neu errichtet wird, tummeln
sich Bagger, Bauraupen, Kräne und Menschen mit gelben Helmen. Eifrig wird ge-
Christbaumbeleuchten
Samstag, 26. November 2016
Seiersberg-Pirka,
Haushamerplatz, 16:00 Uhr
Info: GR Hannes Sticker
0664 8308404
„Versprochen, gehalten,
die Schule
wird gebaut!“
Fachärztin für Innere Medizin
Anzeige
Alles läuft nach Plan in Sachen Privatschule Seiersberg. Die Baufirma werkt, die Konzepte sind fertiggestellt und
die Details abklärt. Am 10. November findet dazu eine Informationsveranstaltung für interessierte Eltern in der
KUSS-Halle statt. Zuvor wird eine Zeitkapsel vergraben, die noch in vielen Jahren von dem Meilenstein in der Geschichte unserer Gemeinde berichten soll.
Samstag, 5. November 2016, Stocksporthalle Neuseiersberg, 18:00 Uhr
Info: Veranstalter ESV Alte Maut, www.altemaut.at
DR. MED. UNIV. LARISA ZENZ
JOURNAL GRAZ 42
De la Tour-Schulen Seiersberg
Countryfest
Lymphdrainage
Bewegungstherapie
Körperwickel
Am 2. und 4. November
kann jeder Bewohner aus
Seiersberg-Pirka kostenlos
eine Blutzuckermessung
durchführen lassen, denn jeder
zweite Diabetiker weiß nicht,
dass er zuckerkrank ist!
Hauptstraße 39 · 8054 Seiersberg-Pirka
Telefon: 0316 / 28 58 83
Mobil: 0660 / 4680699
E-Mail: [email protected]
www.drzenz.com
Baubeginn erfolgt:
Montag, 31. Oktober 2016, Stocksporthalle Neuseiersberg, ab 10:00 Uhr
Info: Verein der fliegenden Hexen, rp-derhexenladen.at
Foto: Singkreis Gedersberg
I
m Mai dieses Jahres eröffnete
Dr. Larisa Zenz, Fachärztin für
Innere Medizin mit langjähriger
Erfahrung auf dem Gebiet „spezielle Schmerztherapie“, ihre
modernst ausgestattete Ordination im ehemaligen Gemeindeamt
Pirka in Seiersberg-Pirka. Ein
weiterer Schwerpunkt neben
dem breiten Leistungsangebot
des Fachbereiches Innere Medizin ist die Ernährungsmedizin.
Der Körper ist Dr. Zenz wichtig, daher bietet sie in ihrem Ernährungszentrum viele Möglichkeiten, diesen wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Eines davon
ist „Abnehmen ohne Stress und
Hungern”, denn im Gegensatz
zur Volksmeinung sollte sogar
öfter gegessen und zusätzlich
viel Wasser getrunken werden.
Wichtig dabei ist die Ernährungsumstellung. Das Spektrum
der Ordination umfasst die gesamte Bandbreite der ernährungsbedingten Zustände wie
Übergewicht, Diabetes, Fettstoffwechselstörungen,
Fettleber,
Nahrungsmittelunverträglichkeiten sowie die richtige Ernährung
für Tumorpatienten.
Freitag, 28. Oktober 2016, KUSS Halle Seiersberg, 19:30 Uhr,
Info: GR Hannes Sticker 0664 83 0 84 04, www.gemeindekurier.at
Adventstunde des Singkreises
Sonntag, 27. November 2016, Florianikirche Gedersberg, 17:00 Uhr
Info: Singkreis Gedersberg, www.singkreis-gedersberg.at
Bürgermeister Werner Baumann
baut, was in Zukunft Bildungsgeschichte in
Seiersberg-Pirka schreiben soll - die De la
Tour-Schulen Seiersberg. Denn ganz gegen
die voreiligen Schlüsse vieler Besserwisser
wird unter professioneller Anleitung der
Baumeister betoniert, gebaggert und gegraben - gilt es doch jenen Zeitplan einzuhalten,
der vorsieht, dass schon im nächsten Schuljahr - also im Herbst 2017 - die ersten Unterrichtsstunden abgehalten werden können.
Die Nachfrage ist gewaltig und ein klares
Zeichen dafür, dass es in unserer Gemeinde
und weit darüber hinaus einen großen Bedarf
an einer innovativen Schule mit einem reformpädagogischen Konzept gibt. „Schule
neu denken“ bedeutet nicht, alles bisher Bekannte über Bord zu werfen, sondern ein Nebeneinander von modernen Unterrichtsstrukturen und Altbewährtem.
Schulreferent Werner Koch dazu: „Mit
der Diakonie ist ein Schulbetreiber auf uns
zu gekommen, der mit dem nötigen KnowHow, aber auch mit Herz und einem respektvollen Miteinander den Spirit unserer Gemeinde auch im Bildungsbereich realisiert.
Mit diesem Partner, machen wir unsere Kinder fit für die Herausforderungen von morgen.“ „Ich bin erleichtert, unseren Kindern
einen Boden zu schaffen, auf dem sie ihre
Flügel ausbreiten können, anstelle wertvolle
Zeit im Bus zu versitzen“, so Bürgermeister
Baumann.
Antworten auf wichtige Fragen werden
beim ersten Elternabend am 10. November
gegeben, welcher an die Vergrabung einer
Zeitkapsel (Spatenstich) direkt vor der Baustelle anschließt.
Eines noch vorweg: Die Sekundaria (5.
bis 8. Schulstufe) wird, dem Wunsch vieler
Eltern entsprechend, als Ganztagesschule mit
offener Tagesbetreuung geführt. Eine Nachmittagsbetreuung ist vorerst bis 16:30 Uhr
geplant.
Info: delatour.seiersberg.at
Foto: Bernd Hoeflechner
Dr. Larisa Zenz, Fachärztin für Innere Medizin
Bürgermeister Werner Baumann und Diakonie-GF MMag. Susanne Prentner-Vitek
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LOKALES
Foto: Fischer
Wenn Freunde gehen!
Auf Wiedersehen, Bernd Schmidt und Brigitte Eichberger
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er Tod ist der Abschied vom Leben. In
die Trauer um den Verlust eines geliebten
Menschen mischt sich für die Hinterbliebenen der Wunsch, den Abschied würdevoll
und sehr persönlich zu gestalten. Doch
auch auf dem letzten Weg fordert die Bürokratie ihren Tribut. Die heimischen Bestatter stehen Trauernden daher hilfreich
zur Seite, um alle Hürden zu schaffen und
ein Begräbnis zu organisieren, das den
letzten Weg als einen ganze besonderen
auszeichnet. Wir haben den Profi-Bestatter
Ewald Wolf zum Interview gebeten und erfahren, dass man auch lernen muss, beruflich mit dem Tod umzugehen.
Auch wenn der November die Tage grau färbt, der Herbst entschuldigt sich für jeden dunklen Moment mit seiner ganzen Farbenpracht. Das sind die Lichtblicke, die wir brauchen,
um uns mit dem Abschied in der Natur zu versöhnen.
as Sterben gehört zu unserem Leben.
In der Natur, aber auch dann, wenn der
Tod uns Menschen nimmt, die uns nahe gestanden sind. Zu Allerheiligen/Allerseelen
kehren wir den Blick nach innen und suchen
sie. Diese Menschen, die sich heuer ganz
einfach davongeschlichen haben. So wie
Prof. Bernd Schmidt, der dem Leben „Auf
Wiedersehen“ gesagt hat, wie er gelebt hat.
Ein Stiller mit doch so vielen Ecken und
Kanten, die er in seiner unnachahmlichen
Art und Weise zu Papier gebracht hat. Nicht
nur als Journalist und Autor, sondern auch
als Maler, der sich zu Lebzeiten darüber geärgert hat, „dass das ohnehin niemand interessiere.“ Ich habe mit Bernd nicht nur einen Freund verloren, sondern einen unglaublichen Klavierspieler, der mich in den
vielen Jahrzehnten unserer Freundschaft
viele Male auf seine musikalischen Flügel
genommen hat, damit ich meiner Leidenschaft, Chansons zu singen, in kleinem Rahmen folgen konnte. Das letzte Mal hat er
mich am 1. Juni im Grazer Dom begleitet
und damit einem ganz besonderen Moment
in meinem Leben einen Hauch von Unvergänglichkeit verliehen. Wie gerne hätte ich
meinem Bernd noch gesagt, wie wertvoll er
mir war, doch die Zeit war zu knapp. Wie
Aufgespießt
... von Ulli Glettler
dankbar bin ich Waltraud Pertzl, dass sie
mir diesen Platz für Erinnerungen an Bernd
Schmidt geschenkt hat. Auch sie hat erst
kürzlich um ihre Freundin geweint und
schon bei der letzten Umarmung im Krankenhaus gespürt, dass der Abschied nahe ist.
Doch wer mag glauben, dass ein Leben so
ganz einfach zu Ende geht? Ein Leben, das
erfüllt war von Freude, Enttäuschung und
vor allem der Hoffnung darauf, „dass immer
alles besser wird.“ Ob sie es jetzt besser haben, die zwei Freunde, die Waltraud und ich
betrauern? Ich wage zu behaupten: Ja, aber
Gewissheit haben wir erst dann, wenn wir
ihren Spuren folgen. Ich habe nach dem für mich - plötzlichen Tod von Bernd nur
den unbändigen Wunsch verspürt, ihm noch
einmal DANKE zu sagen, aber die Schranken zum Leben sind gefallen, ohne dass
mich der Wärter darauf aufmerksam gemacht hat. So habe ich mir vorgenommen,
Menschen, die mir nahe stehen, öfter zu sagen, wie wichtig sie mir sind. Lassen wir
unsere Lieben und unsere Freunde jeden
Tag spüren, wie unverzichtbar sie für uns
sind, wie sehr sie unser Leben bereichern.
Keine einzige Träne am Grab kann die Liebe ersetzen, die man zu Lebzeiten nicht geben konnte. Weil es der Job nicht erlaubt
hat, weil man gerade sauer war oder ganz
einfach keine Lust zu einer Umarmung hatte. Bernd und Brigitte, wir danken euch, für
eure grenzenlose Freundschaft!
Bestatter Dr. Ewald Wolf
Der Abschied vom Leben
Was bedeutet der Tod für sie ganz persönlich?
Der Tod ist für alle Angehörigen ein trauriges Ereignis.
Man verliert dadurch einen lieben Menschen, einen Angehörigen, Freund oder Bekannten.
Wird der Job jemals zur Routine, angesichts der
vielen Emotionen, denen Sie ausgesetzt sind?
Der Job kann niemals zur Routine werden, da jeder
Sterbefall anders zu organisieren ist.
Wie nimmt man Angehörigen
den größten Schmerz?
Den Angehörigen den Schmerz nehmen kann man
nicht, aber man kann dazu beitragen, dass die Organisation der Trauerfeier den Betroffenen so gut wie möglich abgenommen wird.
„Auch der Tod ist nicht umsonst“, lautet ein Sprichwort. Was kostet ein „normales“ Begräbnis?
Ein Begräbnis oder eine Verabschiedung kann man generell schwer mit dem Preis angeben, da verschiedene
Faktoren wie z.B. Gebühren für Krankenhäuser, Blumen, Steinmetz, Sarg, Aufbahrung usw. berechnet werden müssen. Die Bestattung Wolf ist aber gerne bereit,
den Angehörigen ein unverbindliches Angebot zu legen,
denn wir wollen nicht, dass im Nachhinein verschiedene Gebühren anfallen, die im Erstangebot nicht angeführt wurden.
Erdbegräbnis oder Einäscherung,
welche Entscheidung treffen die Steirer?
Das klassische Erdbegräbnis wird immer weniger in
Anspruch genommen, da viele Angehörige nicht mehr
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im selben Ort wohnen wie die Verstorbenen. Die Verabschiedung findet noch vor Ort statt, damit sich der
Verwandten- und Bekanntenkreis noch verabschieden
kann. Die Urne wird dann oftmals an einem ganz anderen Ort beigesetz. Die Mehrheit der Steirer entscheiden
sich mittlerweile für die Einäscherung.
Was passiert, wenn jemand den Toten nach der
Einäscherung verstreuen möchte. Darf man das?
Generell ist in Österreich das Verstreuen der Asche verboten, außer an dafür vorgesehenen Plätzen, die als
Streuwiese oder Naturbestattungsfläche gekennzeichnet
ist. Solche gibt es in Graz und in Kumberg. Die Organisation solcher Naturbestattungen übernehmen aber alle Bestattungen.
Ein Begräbnis muss nicht nur Schmerz und
Trauer bedeuten, sondern kann auch positive
Gefühle schüren. Was erleichtert den Abschied?
Der Faktor Zeit ist oft das Entscheidende. Man muss als
Angehöriger loslassen können, dies ist aber nicht in allen Fällen möglich.
Was wünschen sich Angehörige auf dem letzten Weg
ihrer Lieben von der Bestattung Wolf?
Die Angehörigen wollen „begleitet“ werden, damit ihnen die Behördenwege, die Organisation - oder vereinfacht gesagt: alles, was nicht zu persönlich ist - abgenommen wird. Auch nach dem Begräbnis oder der Verabschiedung ist dies bei der Bestattung Wolf möglich,
da wir sehr gut ausgebildetes Personal haben.
Danke für das Gespräch.
www.bestattung-wolf.com
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Handelsmerkur 2016
KR Gerhard Wohlmuth, Mag. Peter Trummer (Energie Steiermark), Maximilian Christian Mathans und Konstantin
Kopanakis und WKÖ-Spartenobm. KR Peter Buchmüller
Waltraud Schinko-Neuroth (Neuroth AG) via Videoschaltung aus der Schweiz
auch unter www.journal-graz.at
In der Alten Universität Graz wurde im Rahmen einer Galaveranstaltung der WKO Steiermark der „Handelsmerkur 2016“ vergeben.
G
ewonnen haben die begehrten Trophäen der Sparte Handel der WKO
Steiermark die Firma „Das Gramm OG“
aus Graz mit den Geschäftsführerinnen
Verena Kassar und Sarah Reindl (Kategorie bis 10 Mitarbeiter) und die Firma
„Inandout Distribution GmbH“ aus Seiersberg mit den Geschäftsführern Konstantinos Kopanakis und Maximilian
Christian Mathans (Kategorie über 10
Mitarbeiter). Der Handelsmerkur für das
Lebenswerk ging an Waltraud SchinkoNeuroth von der Firma Neuroth aus
Schwarzau bzw. Graz.
Aus nahezu 100 Bewerbungen wurde
eine Endauswahl getroffen und von einer
hochrangigen Jury (u.a. Univ.Prof. DDr.
Gerald Schöpfer und Remus-Chefin Angelika Kresch) bewertet. Schließlich
wurden in jeder Kategorie drei Betriebe
in die Endauswahl nominiert. Die Gewinner wurden an diesem Abend im Rahmen einer feierlichen Zeremonie bekanntgegeben.
Spartenobmann Gerhard Wohlmuth: „Der Handel ist ein stabiler Wirtschaftsfaktor. Gerade in Zeiten, wo es
große Unsicherheit gibt, ist er von enormer Bedeutung für die Wirtschaft und die
Gesellschaft.“
Verena Kassar und Sarah Reidl:
„Es ist uns einfach wichtig, dass wir zu
bewusstem Einkaufsverhalten beitragen
können. Wir freuen uns sehr und es ist
uns eine große Ehre.“
Konstantinos Kopanakis und
Christian Mathans: „Wir haben unser
Hobby zum Beruf gemacht und haben
uns vom kleinen Plattenladen zu einem
respektablen international tätigen Onlinehändler entwickelt.“
Waltraud Schinko-Neuroth: „Ich
nehme diese Auszeichnung nicht nur für
mich in Anspruch, sondern für all unsere
Mitarbeiter und vor allem für unsere
Kunden. Ich freue mich sehr und es
macht mich sehr stolz, mit dem Handelsmerkur ausgezeichnet worden zu sein.“
Besuchen Sie uns im Internet!
Dank umfangreicher Fotogalerien sind Sie immer im „Bild“
www.journal-graz.at
Die freundlichsten Mitarbeiter der Monate September und Oktober:
Klaus Hasl, schneller als die Fotografen
Fotos: Harry Schiffer / Anzeige
WKO Stmk-Vizepräs. Andreas Herz, Obmann Sparte Handel KR Gerhard Wohlmuth, Sarah Reindl, Verena Kassar
und Raiffeisen-Landesbank-GD Martin Schaller
Steiermärkische Sparkasse Empfang, Philipp Klug-Szabo und Josef Degen
Im Juli gaben sich bei strahlend blauem Himmel FPÖ-Landesparteisekretär Stefan Hermann und seine Manuela in der
Foto: Markus Jöbstl
Weingegend in Kitzeck das JA-Wort
AUVA, Markus Lippitsch und Kurt Leodolter
I M P R E S S U M
Herausgeber und Verlagsinhaber: Waltraud Pertzl. Redaktion: Fritz Pertzl, Mag. Ulli Glettler, Daniela Kahr-Pertzl, Robert Pertzl. Grafik und Layout: Fritz Pertzl. Fotos: Pertzl. Gestaltung: Werbeagentur Pertzl. Anzeigenleitung: Waltraud Pertzl. Erscheinungsweise: monatlich. Druck: Leykam Druck-Neudörfl. Vertrieb: Gratis an jeden Haushalt durch Hurtig;
Telefon 0316/28 10 30. Redaktionsadresse: 8054 Graz-Seiersberg, Elariweg 6, Telefon 0316/57 44 44, Telefax: 0316/57 44 44-4,E-Mail: [email protected]. Internet: www.journal-graz.at. Urheberrechte: Die im Journal Graz veröffentlichten Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Jede - auch auszugsweise - Verbreitung und Veröffentlichung ist grundsätzlich nur mit vorheriger schriftlicher Zustimmung des Herausgebers gestattet. Zur besseren Lesbarkeit wurde auf geschlechtsspezifische Formulierungen verzichtet. Es wird
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