Marc Geiger will den HCD erneut ärgern

32. Jahrgang
GZA/PP 8048 Zürich, Post CH AG
Donnerstag, 20. Oktober 2016
Nr. 42
Erscheint 1-mal wöchentlich, am Donnerstag Herausgeber: Lokalinfo AG, Buckhauserstrasse 11, 8048 Zürich Verlag Tel. 044 913 53 33, Fax 044 910 87 72 www.lokalinfo.ch
Marc Geiger will den HCD erneut ärgern
GCK Lions gegen HC Davos:
Ausgerechnet Marc Geiger,
der Ex-Davoser in den
Reihen der GCK Lions,
weiss, wie man den Rekordmeister im Cup ausschaltet.
Oliver Linow
Geschäftsführer Stefan Roth und Sommelier Björn Hilmert möchten den
persönlichen Kontakt zu ihren Gästen pflegen.
Foto: Annina Just
Ein Neustart für die Steinburg
Ab sofort hat Küsnacht wieder eine
Gaststätte mehr: Seit dieser Woche bekocht das «Seerestaurant Steinburg»
unter neuem Namen und in neuem
Look seine Gäste mit schweizerischmediterraner Küche.
Nachdem das Traditionshaus seit
Januar leer stand, haben es die beiden Gastronomen Stefan Roth und
Björn Hilmert übernommen. Roth ist
Mitbegründer und Partner des Zürcher Trendrestaurants Razzia, dem
Hotel Helvetia und dem Basler Volks-
haus. Sein Geschäftspartner Hilmert
ist ausgebildeter Sommelier und war
zuletzt als Restaurantleiter im Zürcher
Clubrestaurant «Haute» tätig. Zusammen pachten sie nun für die nächsten
20 Jahre das Gasthaus an der Seestrasse in Küsnacht. In der Küche
wirkt ein junges ambitioniertes Team
um Küchenchef Fabian Kaiser und
seinen Sous-Chef Robert Mastrangelo.
Die beiden kennen sich aus gemeinsamen Zeiten im Dolder Grand.
Artikel Seite 3
2014 out im Achtelfinale gegen Visp,
Nationalliga B, 2015 out im Sechzehntelfinale gegen Dübendorf, Erste Liga: Der HC Davos konnte im
Cup seit der Wiedereinführung keine
grossen Stricke zerreissen.
Als Nächstes machen sich die
GCK Lions am Dienstag auf, dem Rekordmeister ein Bein zu stellen. Die
Junglöwen, die in der letzten Runde
mit Ambri ebenfalls einen Oberklassigen ausgeschaltet haben, empfangen die Bündner im Cup-Achtelfinale auf der heimischen KEK. Mit dabei: Marc Geiger. Der Verteidiger
weiss, was es braucht, um die Davoser aus dem Cup zu werfen.
Vor zwei Jahren stand er noch
bei Visp unter Vertrag und gewann
gleich mit 4:2. «Die damalige Ausgangslage lässt sich aber nicht mit
heute vergleichen», erklärt der Verteidiger. Die GCK Lions sind ein Ausbildungsverein – der Altersdurchschnitt beträgt gerade einmal 21,2
Jahre. Visp hingegen spielt regelmässig an der Spitze der NLB. Zweimal holten die Walliser in den letzten sechs Jahren sogar den Titel.
«Den Cup gewinnen wir kaum»
Gerade in diesen jungen Spielern
sieht Geiger auch eine Chance. «Die
wollen alle mal in die NLA und sich
in einem solchen Spiel natürlich zeigen», erzählt er. Dass mit der Aussicht auf den Cupknüller die Konzentration abhandenkommt, glaubt
Für den GCK-Spieler Marc Geiger hat die Meisterschaft Priorität.
der Verteidiger nicht: «Seit dem Sieg
gegen Ambri haben wir gar nicht
mehr darüber gesprochen.» Dennoch freut er sich auf den grösseren
Zuschauerandrang und den Vergleich mit einem der besten Schweizer Vereine.
Priorität hat klar die Meisterschaft, wo die Lions die Playoffs erreichen möchten. «Dass wir den Cup
gewinnen, ist sehr unrealistisch»,
bleibt Geiger bescheiden.
Eine Kiste Bier vor dem Spiel
Für Marc Geiger ist das Spiel gegen
den HC Davos noch aus einem anderen Grund ein ganz spezielles. 2011
wechselte er von den GCK Lions zu
den Bündnern. Richtig durchsetzen
konnte er sich aber nicht. «Ich spielte nicht mein bestes Hockey und bekam dann nach dem schlechten Saisonstart nur wenig Eiszeit», sucht er
die Gründe dafür.
Nach nur wenigen Monaten zog
er weiter zu den Rapperswil-Jona
Lakers. Dennoch erinnert er sich an
F: O. Linow
eine Anekdote aus seiner Zeit mit
Kulttrainer Arno Del Curto. Vor einem Spiel hatte Del Curto das Gefühl, dass die Mannschaft nicht bereit sei. Also sei er in die Kabine gekommen, stellte eine Kiste Bier in
die Mitte und drehte Schlagermusik
auf. Dazu meinte er sinngemäss:
«Wenn ihr schon nicht bereit seit,
dann können wir auch einfach ein
bisschen feiern». «Als junger Spieler
ist das ziemlich beeindruckend», berichtet Geiger.
Obwohl er sich bei den Bündnern
nicht durchsetzen konnte, spürt er
vor dem Achtelfinalknüller keine Rachegefühle. Kontakt hat er nur zum
Davoser Mauro Jörg, den er aus seiner Zeit bei Rapperswil kennt. «Wir
haben uns nach der Auslosung kurz
ausgetauscht und vor dem Match
wird es sicher auch noch ein SMS
geben», sagt Geiger. Sein Tipp für
am Dienstag: «Wir gewinnen 4:3.»
Behält er recht, geht die schwarze
Cupserie der Davoser auch in diesem Jahr weiter.
Leben in der Verdingung
Geometrie in der Kunst
Pinguine in der Oper
Der ehemalige Verdingbub Roland Begert erzählte in Küsnacht aus seinem Leben. Sein Weg führte vom Kinderheim
über die Verdingung bei einem Kleinbauern und seine Zeit
als Giesserlehrling bis zum Gymnasiallehrer.
Seite 5
Der Architekt Guido di Arba vereint in seiner Kunst aussergewöhnliche Genauigkeit und geometrische Klarheit. Seine
Werke aus den letzten fünf Jahren zeigt er bis Ende Oktober
in der Galerie Höchhuus in Küsnacht.
Seite 7
Opernmusik, literarische Texte und Pinguinbilder: Der Förchler Benno Lüthi zeigt in Küsnacht seine Multivisions-Show
«Mehr als Eis – eine Oper für Pinguine». Die Bilder stammen
von seinen zahlreichen Expeditionen in die Antarktis. Seite 9
2
Stadt Zürich
Nr. 42
20. Oktober 2016
AKTUELL
Treffpunkt Science City:
Leben in der Welt 4.0
Wie die digitale Revolution
den Alltag verändert? Dieses Thema wird an der ETH
unter dem Titel «Leben
in der Welt 4.0» vom 30.
Oktober bis 27. November
im Rahmen von Treffpunkt
Science City behandelt.
Die Welt verändert sich rasend
schnell. Die 1. industrielle Revolution
wird von der Dampfmaschine und
vom mechanischen Webstuhl angestossen. Gut 100 Jahre später führt
die Erfindung leistungsfähiger Elektromotoren zur 2. industriellen Revolution. Fliessband und Massenproduktion halten Einzug. In den
1970er-Jahren lösen Mikroelektronik
und Computer die 3. industrielle Revolution aus. «Und heute stehen wir
bereits mitten im nächsten Umbruch:
Mensch, Maschine und Ding sprechen miteinander. Alles ist mit allem
vernetzt», hält Sarah Springman,
Rektorin der ETH Zürich, im Vorwort
zum Treffpunkt Science City von diesem Herbst fest. Das Thema sei so
spannend, dass man sich entschieden habe, nun das Leben in der Welt
4.0 zu behandeln, während im Frühling 2017 die Arbeitswelt von morgen
im Mittelpunkt steht.
Schöne neue Welt?
Auf dem Programm stehen wiederum
verschiedene Veranstaltungen wie
zum Beispiel Erlebnissonntage, Podien und Besuch. Am 30. Oktober könANZEIGEN
nen Vorlesungen zum Thema «Einkaufen wie noch nie» und «Das Internet der Dinge einfach erklärt» besucht werden. Dabei wird erläutert,
was die digitale Revolution ist und
warum analoge Geräte langsam verschwinden. Weiter werden Vorlesungen zum Thema wie «Intelligentes
Wohnen» und «Der gläserne Patient
wird mündig» gehalten. Zudem bringen Demonstrationen wie «Das Malbuch wird lebendig» die Zuschauer
zum Staunen.
Beim Podium am 3. November
diskutieren Iris Reeves, Schweizer
Youtube-Star, Isabel Willemse, Medienpsychologin mit Schwerpunkt Onlinesucht und Cybermobbing, Mirko
Meboldt, ETH Professor für Produkteentwicklung und Konstruktion, sowie Christian Neff, Schulleiter Goldau
und Initiator von «Brings mIT», zum
Thema «Jugend online: Bereit für die
Zukunft».
Am 6. November sind die Roboter
los. Interessierte können den Hund
Anymal, den Bagger Ibex und den
Fremdenführer Obelix kennen lernen. Es finden Vorlesungen zu Themen wie «Sind Roboter bald schlauer
als Menschen?», «Wer fährt denn
da?» und «Mobile Roboter – vielseitige Helfer» statt.
Der Ausflug führt am 9. November durch das Siemens-Forum. Eine
Anmeldung ist notwendig.
Natürlich fehlen auch «Science City Kids» für Kinder bis 12 Jahren
und «Think 360» für Jugendliche von
13 bis 17 Jahren nicht. (pd./pm.)
www.treffpunkt.ethz.ch.
Auch das ist Peru: Wunderschöne Aufnahme der Pazifikküste.
Foto: Martin Eigenmann / zvg.
Reise zu Perus versunkenen Schätzen
Eine grossartige Bilderreise
verspricht «Peru – Weite
der Anden», ein Multimediavortrag von Martin Engelmann im Volkshaus.
Seit 1990 bereist Martin Engelmann
Peru, das Land im Herzen Südamerikas. Immer wieder zieht es den Innsbrucker Fotografen von den eisigen
Höhen der Anden bis zum malerischen Titicacasee und zu den entlegenen Urwaldgebieten des Manu-Nationalparks. Der Fotojournalist zeigt die
Höhepunkte, die auf die kulturellen
Wurzeln Südamerikas verweisen, und
gibt einen Einblick in das heutige Leben der Nachkommen dieser Hochkulturen. Unterwegs auf dem Weg nach
Machu Picchu erkundet er die Monumente der einstigen Inkakultur, wandert auf endlosen Pfaden durch die
majestätische Bergwelt der Cordillera
Blanca, um schliesslich an der Pazifikküste Caral, die älteste Stadt Amerikas, zu erreichen. Aus einer kleinen
Cessna gelingen Martin Engelmann
sensationelle Luftaufnahmen der 2000
Jahre alten Linien von Nazca und Palpa in der peruanischen Wüste.
Die Live-Reportage ist eine grossartige Bilderreise zu den faszinierenden Monumenten der versunkenen
Andenreiche mit hintergründigen Erzählungen über die Kultur und die
Menschen von Peru. (pd./mai.)
Montag, 31. Oktober, 19.30 Uhr, Volkshaus
(Theatersaal), Stauffacherstrasse 60, 8004
Zürich
Wettbewerb
Lokalinfo verlost 5×2 Eintritte für
den Multimedia-Vortrag «Peru –
Weite der Anden» am 31. Oktober
im Volkshaus Zürich. Wer sein
Glück versuchen und Karten ergattern will, schickt bis spätestens 24. Oktober ein E-Mail mit
Betreffzeile «Peru» und vollständigem Absender an:
[email protected]
oder eine Postkarte an:
Lokalinfo AG
Wettbewerb «Peru»
Buckhauserstrasse 11
8048 Zürich
Keine Korrespondenz über den Wettbewerb. Rechtsweg ausgeschlossen.
Küsnachter
AKTUELL
Die Steinburg ist bereit für den Neustart
bestellen. Ausserdem gibt es am Mittag jeweils ein Fleisch-, ein Fischund ein vegetarisches Menü, wahlweise als zwei- und dreigängige Variante. Diese kosten zwischen 25 und
37 Franken. Das Speisekonzept fasst
Roth folgendermassen zusammen:
«Traditionelle Rezepte, die neu und
mit lokalem Touch interpretiert werden.» So gibt es auf der Karte zum
Beispiel auch eine Bouillabaisse mit
Zürichseefisch.
Ein junges ambitioniertes
Küchenteam und ein aufgefrischtes Interieur – damit
wollen die neuen Pächter
die Gäste im «Seerestaurant Steinburg» begeistern.
Annina Just
Soeben treffen die frisch gedruckten
Speisekarten ein, und die allerletzten
Renovationsarbeiten müssen noch fertiggestellt werden. «Es ist alles etwas
kurzfristig, weil wir sehr viel selbst gemacht haben», erklärt der neue Steinburg-Pächter Stefan Roth anlässlich
einer Medieneinladung Anfang Woche. Man habe weder einen Architekten noch einen Bauführer angestellt.
Dafür hat der erfahrene Gastronom
selbst Hand angelegt: «Diese Lampe
habe ich am Wochenende noch in einem Antiquitätengeschäft gekauft»,
erzählt der 51-Jährige und zeigt auf
eine antike Deckenlampe gleich hinter
der Eingangstüre.
Von Caminada gelernt
Mittleres Preissegment
Jung und ambitioniert: Souschef Roberto Mastrangelo und Chefkoch
Fabian Kaiser präsentieren eine Kostprobe aus der Küche. Foto: Annina Just
In den letzten Wochen wurde die Küche komplett renoviert und auch die
grosszügige Gaststube einer Umgestaltung unterzogen. Im Eingangsbereich führt neu eine kleine Steintreppe auf die Ebene der Gaststube. «Es
heisst ja schliesslich Steinburg, also
muss auch irgendwo Stein ersichtlich
sein», meint Roth lachend. In der
Gaststube des Lokals fühlt man sich
dann nämlich eher wie in einem stilvollen alten Dampfer, denn in einer
Burg: Die Wände sind in dunklem
Blau gestrichen, beige Pfeiler stützen
die Decke mit den wundervollen Stuckaturen, und die Stühle aus Korbgeflecht passen in die maritime Atmosphäre. An den Wänden hängen
schwarz-weisse Fotografien aus den
1920er-Jahren und geben dem Lokal
einen leicht mondänen Touch. Das alles passt, bietet das Lokal doch von
seinem vorderen Teil aus direkte
Sicht auf den Zürichsee. «Für mich
ist es das A und O, dass die Atmosphäre stimmt», erklärt Roth, wieso
für ihn eine Umgestaltung wichtig
war.
Neben ihm wirkt als neuer Gastgeber der 35-jährige Björn Hilmert.
Der gelernte Sommelier kümmert
sich um das Getränkeangebot. «Beim
Wein setzten wir vor allem auf Produkte aus der Alten Welt», erklärt er.
Dazu gehören aber auch lokale Weine, wie zum Beispiel vom Weingut
Diederik. Beim Schaumwein soll es
Erlenbacher stimmen
über zwei Vorlagen ab
Ursprünglich war geplant, dass die
Senevita AG den Altersheimbetrieb
erst übernimmt, wenn das Alterszentrum Gehren fertiggestellt ist. Dies
dürfte nach neuesten Erkenntnissen
im Dezember 2017 geschehen. Der
Gemeinderat beantragt nun, den Betrieb bereits ein Jahr früher, auf den
1. Januar 2017, zu übertragen. Damit
könne Erlenbach «Geld sparen» und
die Senevita könne Synergien nutzen,
heisst es in einer Mitteilung der Gemeinde. Dem Personal hat die Gemeinde bereits auf Ende 2016 gekündigt. Sie haben von der Senevita einen Arbeitsvertrag ab dem 1. Januar
2017 erhalten. Ausserdem verlängern
sich die Arbeitsplatz- und die Lohnbesitzstandsgarantie der Angestellten
von drei auf vier Jahre. Sollte die Gemeindeversammlung die vorzeitige
Übertragung ablehnen, gelten die
Kündigungen als gegenstandslos.
Der Gemeinderat beantragt ausserdem, dass die Angestellten der Gemeinde aus der BVK austreten und zur privaten Vorsorgeeinrichtung Profond
wechseln. Die Gemeinde begründet diese Vorlage in einer Mitteilung damit,
nicht mehr darauf zu vertrauen, dass
sich die BVK in einer nützlichen Frist
aus ihrer finanziellen Schieflage befreien könne. Dies, nachdem die BVK bereits die zweite Sanierung in den letzten drei Jahren angekündet hat.
Die beiden Geschäfte machen eine
ausserordentliche Gemeindeversammlung nötig. Sie findet am nächsten
Montag in der reformierten Kirche Erlenbach statt. (oli.)
Ausserordentliche Gemeindeversammlung
Montag, 24. Oktober, 20 Uhr, ref. Kirche.
exklusiv sein: «Wir haben im Offenausschank einen Champagner Nicolas Feuillatte, Jahrgang 2006.». Prosecco gäbe es keinen, berichtet der
Sommelier. Trotzdem bewegt sich die
Steinburg, die sich neu Seerestaurant
nennt, in einem mittleren Preissegment. Für eine Vorspeise bezahlt
man zwischen 9 und 26 Franken. Die
geschmorten Kalbsbäggli kosten 44
Franken, das Rindsfilet 58 Franken.
Auch Vegetarier kommen auf ihre
Kosten, momentan stehen zum Beispiel Taleggio-Ravioli oder ein Acquerellorisotto mit Waldpilzen und Arancini auf der Karte (34 bzw. 38 Franken). Bei vielen Gerichten besteht die
Möglichkeit, eine kleine Portion zu
Für alles, was aus der Küche kommt,
ist Chefkoch Fabian Kaiser verantwortlich. Der 29-Jährige hat trotz seinem jungen Alter schon einige namhafte Betriebe gesehen: Zuletzt war
er im Spiezer Strandhotel Belvedere
als Souschef tätig, davor in den Zürcher Traditionshäusern Dolder Grand
und Storchen. Auch ein Abstecher zu
Starkoch Andreas Caminada steht in
seinem Palmarès.
Sein Souschef heisst Roberto Mastrangelo. Ihn kannte Kaiser aus gemeinsamer Zeit beim Dolder Grand.
«Als mich Fabian anfragte, ob ich
hier in der Steinburg sein Souschef
werden möchte, musste ich keine Minute überlegen», erzählt dieser. Das
Küchenteam ergänzen ein weiterer
ehemaliger Dolder-Koch sowie ein
Hilfskoch.
Kaiser freut sich auf die intensive
Zeit, die seinem jungen Team bevorsteht: «Wir sind wie eine kleine Familie. Da verbringt man gerne viel
Zeit bei der Arbeit», meint er lachend. Ein motiviertes Team und ein
einladendes Lokal – die Zutaten für
einen erfolgreichen Neustart stimmen also.
Seerestaurant Steinburg, Seestrasse 110,
Küsnacht. Jeweils Sonntag und Montag
geschlossen.
Weitere
Informationen:
www.seerestaurant-steinburg.ch.
Erlenbacher Budget 2017 leicht im Minus
Erlenbach budgetiert für
das nächste Jahr ein Minus
von rund 430 000 Franken.
Um den Liquiditätsbedarf
zu decken, muss aber Geld
aufgenommen werden.
Das nächstjährige Budget der Gemeinde Erlenbach (inkl. Schule) weist bei
Aufwendungen von 70,76 Millionen
Franken und Gesamterträgen von
70,33 Millionen Franken einen Aufwandüberschuss von 435 400 Franken
auf. Dies vermeldet der Erlenbacher
Gemeinderat in einer Medienmitteilung. Bei einem unveränderten Gemeindesteuerfuss von 79 Prozent liegt
der Steuerertrag bei 41,5 Millionen
Franken. Mit einer Entnahme von
435 400 Franken aus dem Eigenkapital
wird der Aufwandüberschuss gedeckt.
7 Millionen fremdfinanziert
Die nach wie vor grösste Aufwandposition in der Erfolgsrechnung ist die
Finanzausgleichsabgabe von 25,6 Millionen Franken, welche sich gegenüber 2016 aufgrund der gesunkenen
Steuerkraft um 1,9 Millionen Franken
reduziert. Der Personalaufwand wird
mit 13,7 Millionen Franken und der
Sachaufwand mit 9,5 Millionen Franken budgetiert, was gesamthaft 0,8
Millionen Franken weniger ist als im
laufenden Jahr.
Im Verwaltungsvermögen sollen
im nächsten Jahr netto 25,15 Millionen Franken investiert werden. Die
grössten «Brocken» sind der Bau des
neuen Alterszentrums im Gehren mit
19 Millionen Franken, der Ausbau der
ARA
Küsnacht-Erlenbach-Zumikon
mit 2,75 Millionen Franken und die
Sanierung und Neugestaltung der
Schifflände mit 1 Million Franken. Im
Grundeigentum Finanzvermögen (realisierbare Vermögenswerte) sind Investitionen von 0,6 Millionen Franken
geplant.
Beim Budget 2017 resultiert gesamthaft ein Finanzierungsfehlbetrag
(Liquiditätsbedarf) von 21,9 Millionen
Franken. Davon können 15 Millionen
Franken aus eigenen vorhandenen
Mitteln gedeckt werden. Die restlichen
7 Millionen Franken müssen fremdfinanziert werden. Erstmals seit vielen
Jahren wird deshalb Erlenbach voraussichtlich für zwei Jahre Geld aufnehmen müssen. Gemäss Hochrechnung per Ende August 2016 dürfte die
diesjährige Gemeinderechnung um
1,8 Millionen Franken besser abschliessen als budgetiert. Insbesondere die ordentlichen Gemeindesteuereinnahmen liegen gegenwärtig über
den budgetierten Erwartungen.
Ziele werden erreicht
Die Finanzplanung 2017–2021 geht
von Nettoinvestitionen im Verwaltungsvermögen von gesamthaft 40,8
Millionen Franken aus. Die grössten
Einzelvorhaben sind die drei bereits
2016 die Investitionsrechnung am
stärksten belastenden Projekte Alterszentrum Gehren, ARA-Ausbau und
Sanierung/Neugestaltung Schifflände.
Weitere frankenmässig gewichtige
Projekte der nächsten Finanzplanperiode sind die Renovation des Ferienhauses Valbella sowie die Dachsanierung der Sporthalle Allmendli. Trotz
hohem Investitionsvolumen können in
der Finanzplanperiode 2017–2021
sämtliche vom Gemeinderat bezüglich
Steuerfuss, Selbstfinanzierungsgrad,
Bruttoverschuldungs- und Kapitaldienstanteil sowie Nettovermögen gesetzten finanzpolitischen Haushaltsziele nach derzeitigem Stand erreicht
werden. Somit beantragt der Gemeinderat der Gemeindeversammlung, für
das kommende Jahr den Gemeindesteuerfuss wiederum auf 79 Prozent
festzusetzen.
GSEH-Voranschlag 2017
Der Voranschlag 2017 der Gemeinsamen Sekundarschule Erlenbach-Herrliberg (GSEH) weist in der laufenden
Rechnung einen Aufwand von 4,65
Millionen Franken sowie einen Ertrag
von 0,19 Franken auf. Der mutmassliche Anteil der Gemeinde Erlenbach
am Nettoaufwand von 4,46 Millionen
Franken beträgt 1,96 Millionen oder
44 Prozent. Dieser Betrag ist im Budget der Erfolgsrechnung 2017 der Gemeinde enthalten.
Die Miete für das Zurverfügungstellen der GSEH-Schulräumlichkeiten
in Erlenbach wird der Gemeinde mit
270 500 Franken entschädigt. Der
Mietertrag ist ebenfalls im nächstjährigen Gemeindebudget eingestellt.
Ausserdem teilt der Erlenbacher
Gemeinderat mit, dass die beiden
Schlussabrechnungen für den Ersatz
der Schliessanlagen in allen Schulliegenschaften sowie für die neue Telefonie mit integrierter Alarmierung im
ganzen Schulcampus genehmigt wurden. Mit Kosten von 417 000 Franken
respektive 278 000 Franken lagen beide Abrechnungen leicht unter dem
Voranschlag. (pd./aj.)
Nr. 42
20. Oktober 2016
3
APROPOS . . .
Annemarie
Schmidt-Pfister
Wer seinen Mitmenschen eine Mimose oder auf gut Schweizerdeutsch «es Mimösli» nennt, der
will damit sagen, dieser (oder diese) sei ein Sensibelchen, überempfindlich, ja fast schon «wehleidig».
Weshalb man dabei auf die Mimose gekommen ist, liegt nahe. Die
zur Akazien-Familie gehörende
Pflanze faltet bekanntlich bei Berührung sofort ihre Blattrispen zusammen. Nun haben amerikani-
«Mimösli»
sche Forscher herausgefunden,
dass Mimosen ihr Warn-Motto
«don’t touch me» nicht nur mit
Blattsignalen, sondern auch unterirdisch per Wurzelwerk zum Ausdruck bringen. Werden ihre Wurzeln berührt, sondern Mimosen
nämlich einen stinkenden Geruch
ab, der Fressfeinde vertreiben soll.
Auch andere Akazien-Verwandte verhalten sich, wie man schon
länger weiss, ähnlich: So entwickeln etwa hochstämmige Akazien
in der afrikanischen Savanne einen
unangenehmen
Blattgeschmack,
sobald Giraffen in ihren Kronen
naschen und sich dabei von den
langen Dornen nicht vertreiben lassen. Doch damit nicht genug: Über
das Wurzelwerk informieren die
Akazien auch ihre Nachbarbäume,
die daraufhin ebenfalls sofort die
Produktion unangenehmer Geschmacksstoffe aufnehmen. Giraffen werden also – wie sich auf jeder Safari beobachten lässt – nie
einfach zur nächsten Akazie weitergehen, sondern erst an der
übernächsten oder überübernächsten ihre Mahlzeit fortsetzen. Diese
hat die «Stinkwarnung» nämlich
noch nicht erhalten.
Doch zurück zu den Mimosen.
Wie die Forscher weiter feststellten, wird die Produktion der Stinkstoffe nur ausgelöst, wenn der Störenfried ein Lebewesen ist. Kontakte mit «toten» Materialien wie z.B.
Metall oder Glas bringen die Mimose nicht aus der Ruhe. Woran die
Pflanze den Unterschied erkennt,
weiss man nicht, und dass die «Berührung» durch beispielsweise eine
Motorsäge weit folgenschwerer
sein kann, ist im «Sensibilium» der
Mimose nicht gespeichert. Vielleicht müssten menschliche «Mimosen» daraus lernen, ihre Aufmerksamkeit im Ernstfall vermehrt
auf die Beschaffenheit des Störenfrieds und seiner Absichten – lieb
oder bös? – zu lenken?
Zumikon bekämpft
geplante Südstarts
Südstarts geradeaus würden besonders in Zumikon zu einer zusätzlichen
Lärmbelastung führen. Wie der Gemeinderat Zumikon nun mitteilt, hat
er sich entschieden, die neue Regelung aktiv zu bekämpfen. Er ruft auch
die Einwohner zur Gegenwehr auf.
Diese können sich bis Dienstag, 8. November, zum öffentlich aufliegenden
Objektblatt SIL 2 (Sachplan Infrastruktur Luftfahrt) vernehmen lassen.
Der Gemeinderat stellt eine Muster-Stellungnahme zur Verfügung, um
den Zumikern die Aufgabe in dieser
komplexen Thematik zu erleichtern.
Die Stellungnahme ist ab Dienstag, 25.
Oktober, auf der Website der Gemeinde abrufbar. (oli.)
4
Nr. 42
AMTLICHE ANZEIGEN / INFORMATION
20. Oktober 2016
Amtliche Publikationen
Bauprojekte
Bauherrschaft:
Jean-Louis Christen, Chemin de la
Houblonnière 12, 1253 Vandœuvres
Projektverfasser: ménard partner projekte ag, Ankerstrasse 114,
8004 Zürich
Objekt/Beschrieb: Abbruch Wohnhaus Vers.-Nr. 1295 und Neubau von zwei Mehrfamilienhäusern mit Tiefgarage, auf den Grundstücken Kat.-Nrn. 1627
und 12231
Zone:
Wohnzone W3/2.40, Wohn- und Gewerbezone WG3/2.75
Strasse/Nr.:
Zürichstrasse 44, 8700 Küsnacht
Bauherrschaft:
Damiano Brusa und Sara Heuer Brusa,
Schübelstrasse 24, 8700 Küsnacht
Projektverfasser: architekturglarner gmbh, Dufourstrasse 122,
8008 Zürich
Objekt/Beschrieb: Umgebungsgestaltung mit Luftwärmepumpe
beim Einfamilienhaus Vers.-Nr. 2984, auf
dem Grundstück Kat.-Nr. 9814
Zone:
Wohnzone W2/1.40
Strasse/Nr.:
Weinmanngasse 110, 8700 Küsnacht
Bauherrschaft:
Markus Oesch, Limberg 58, 8127 Forch
Objekt/Beschrieb: Anbau eines Balkons am Mehrfamilienhaus
Vers.-Nr. 3621, auf dem Grundstück Kat.-Nr.
11363
Zone:
Kernzone K2
Strasse/Nr.:
Limberg 58, 8127 Forch
Bauherrschaft
Peter Wyss, Laubstenstrasse 32, 8712 Stäfa
Projektverfasser: Peter Wyss, Laubstenstrasse 32, 8712 Stäfa
Objekt/Beschrieb: Energetische Teilsanierung am Einfamilienhaus Gebäude Vers.-Nr. 3204 auf dem Grundstück Kat.-Nr. 10199 sowie Garagenerweiterung
Zone:
Wohnzone W2/1.40
Strasse/Nr.:
Vorderzelgstrasse 2a, 8700 Küsnacht
Die Bauakten liegen während 20 Tagen, vom Datum der Ausschreibung an, beim Bauamt der Gemeindeverwaltung Küsnacht auf.
Begehren um Zustellung baurechtlicher Entscheide können innert der gleichen Frist schriftlich bei der örtlichen Baubehörde
gestellt werden. E-Mail-Zuschriften erfüllen die Anforderungen
an die Schriftlichkeit in der Regel nicht. Wer das Begehren nicht
innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Die Rekursfrist läuft ab Zustellung des Entscheides (§§ 314–316 PBG).
– Die Gebühren für den Grund- und Verbrauchspreis von Abwasser wurden letztmals im Jahr 1994, somit vor über 20 Jahren,
erhöht. Eine erhebliche Preiserhöhung ist daher bereits aufgrund der Teuerung angezeigt.
– Durch gesetzliche Vorgaben (insbesondere verschärfte Einleitbedingungen und 5. Reinigungsstufe auf der Kläranlage
Küsnacht-Erlenbach-Zumikon) sowie einen intensivierten
Werterhalt sind zusätzliche bauliche Massnahmen im Kanalisationsnetz und auf der Kläranlage erforderlich. Diese wurden zum Teil schon umgesetzt, in den kommenden Jahren
stehen aber Grossinvestitionen in die Abwasserinfrastruktur
wie der Einbau der 5. Reinigungsstufe in der Abwasserreinigungsanlage (Mikroverunreinigungen) noch an. Diese müssen
finanziert werden.
– Der Preisüberwacher nimmt mit einer Erhöhung der Abwassergebühr um lediglich 34% statt um 50% eine höhere Verschuldung für die Abwasserinfrastruktur in Kauf. Mit der Erhöhung um 50% wird eine Reduktion der Verschuldung angestrebt, damit kommenden Generationen kein Schuldenberg
hinterlassen wird.
– Die Einrechnung der Anschlussgebühren in die Empfehlungsgrenze, wie dies der Preisüberwacher gemacht hat, ist nicht
korrekt, da Anschlussgebühren einmalige Finanzierungsleistungen darstellen und je nach Bautätigkeit variieren. Somit
stellen sie keine gesicherten Gebühreneinnahmen dar.
Erhöhung Abwassergebühren
per 1. Januar 2017
Ab 1. Januar 2017 gelten daher folgende Tarife:
Abwassertarif
Tarifart und -position
Bisheriger Tarif
1)
1. Grundpreis pro m³ Gebäudevolumen
Fr. 0.15
2. Verbrauchspreis pro m³ Frischwasserbezug2) Fr. 1.90
Neuer Tarif
ab 1. 1. 2017
Fr. 0.225
Fr. 2.85
1)
Definition nach Gebührenverordnung; Der Prozentsatz der
Grundgebühr auf die Klärgebühr beträgt neu 187.5% (bisher
125%) des Grundpreises Wasser 2012.
2)
Definition nach Gebührenverordnung; Der Prozentsatz der
Grundgebühr auf die Klärgebühr beträgt neu 142.5% (bisher
95%) des Grundpreises Wasser 2012.
Dehari Hurem (m), geb. 2002, mazedonischer Staatsangehöriger
Di Feo Luigi (m), geb. 1983, italienischer Staatsangehöriger
Di Feo Michele (m), geb. 1960, und Di Feo Ornella (w), geb. 1961,
italienische Staatsangehörige
Low Anya Mei-Lin (w), geb. 1996, Staatsangehörige des Vereinigten Königreichs
Maloku Albina (w), geb. 1991, kosovarische Staatsangehörige
Miranda dos Santos Roberto (m), geb. 1969, brasilianischer
Staatsangehöriger
20. Oktober 2016
Die Bürgerrechtskommission
Amtliche Informationen
Gegen diesen Beschluss kann innert 30 Tagen, von der Publikation an gerechnet, beim Bezirksrat Meilen, Postfach, 8706 Meilen,
schriftlich begründet Rekurs erhoben werden. Die in dreifacher
Ausführung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und
dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss sowie die angerufenen Beweismittel sind genau zu bezeichnen
und, soweit möglich, beizulegen.
Der Beschluss GR-16-69 mit den Akten liegt während der Rekursfrist im Gemeindehaus (Sekretariat Hochbau) zur Einsicht
auf.
20. Oktober 2016
Der Gemeinderat
Öffentliche Auflage Lärmsanierungsprojekt
Gemeindestrassen
Gegen das Projekt kann innerhalb der Auflagefrist schriftlich
bei folgender Stelle Einsprache erhoben werden: Gemeinderat
Küsnacht, Obere Dorfstrasse 32, 8700 Küsnacht.
Der Gemeinderat hat mit Beschluss Nr. GR-16-69 vom 28. September 2016 den Grund- und Verbrauchspreis von Abwasser für
Liegenschaften um 50% erhöht.
In das Bürgerrecht der Gemeinde Küsnacht wurden aufgenommen
(unter Vorbehalt der Erteilung des Kantonsbürgerrechts und der
eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung):
– Der Preisüberwacher rechnet mit einer Lebensdauer der
Infrastruktur von 80 Jahren. Dies ist indessen länger als die
Lebensdauer gemäss den geltenden abwasserrechtlichen
Normalien und im für öffentliche Finanzen massgebenden
Berechnungstool. In Letzteren wird von lediglich 70 Jahren
ausgegangen.
Das Lärmsanierungsprojekt Gemeindestrassen wird nach
Durchführung des Mitwirkungsverfahrens gemäss § 13 StrG gemäss § 16 und 17 StrG öffentlich aufgelegt. Das Projekt liegt
vom 21. Oktober bis 21. November 2016 öffentlich auf und kann
bei der Gemeindeverwaltung Küsnacht, 2. Stock, Sekretariat
Bauamt, zu den üblichen Öffnungszeiten eingesehen werden.
20. Oktober 2016
Die Baukommission
Einbürgerungen
Mit der Einsprache können alle Mängel des Projekts geltend gemacht werden. Zur Einsprache ist berechtigt, wer durch das
Projekt berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an dessen
Änderung oder Aufhebung hat. Die Einsprache muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Allfällige Beweismittel
sind genau zu bezeichnen und soweit als möglich beizulegen
(§ 17 StrG; §§ 21 ff. VRG).
Begehren um Durchführung von Anpassungsarbeiten sind von
den direkt Betroffenen ebenfalls innerhalb der Auflagefrist bei
oben genannter Stelle einzureichen (§ 17 StrG; §§ 21 ff. VRG).
20. Oktober 2016
Die Abteilung Planung
Im Rahmen der Vernehmlassung empfahl der Preisüberwacher
eine Erhöhung der wiederkehrenden Gebühren um lediglich
34%. Aus folgenden Überlegungen weicht der Gemeinderat
Küsnacht von der Empfehlung des Preisüberwachers ab:
Gemeindehaus Obere Dorfstrasse 32 8700 Küsnacht T 044 913 11 11 www.kuesnacht.ch
Bestattungen
Frischkopf, Richard André, von Zürich ZH und Sulz LU, wohnhaft
gewesen in 8700 Küsnacht, Allmendboden 14, geboren am
20. Juli 1943, gestorben am 13. Oktober 2016.
20. Oktober 2016
Das Bestattungsamt
Schule Küsnacht
Einladung Schulbesuchsmorgen
Die Besuchsmorgen in unseren Schulen finden semesterweise
an je zwei aufeinanderfolgenden Tagen statt. Alle Eltern und
Erziehungsberechtigten haben die Möglichkeit, ihr/e Kind/er an
folgenden Tagen, jeweils vormittags während des Unterrichts,
zu besuchen:
Montag und Dienstag, 31. Oktober und 1. November 2016
Wir freuen uns sehr, wenn Sie diese Gelegenheit wahrnehmen
und damit einen Einblick in den Schulalltag Ihrer Tochter oder
Ihres Sohnes erhalten.
Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.schule-kuesnacht.ch.
20. Oktober 2016
Die Geschäftsleitung
K I R C H E / PA R TE I E N
Küsnachter
Köppel und Amrein berichten
von ihrer Ratstätigkeit
Was läuft in der Session
und im Kantonsrat? SVPNationalrat Roger Köppel
und sein Parteikollege und
Kantonsrat Hans-Peter
Amrein berichten bei der
SVP Küsnacht über Aktuelles aus ihrer Ratstätigkeit.
Nationalrat Roger Köppel (SVP) fesselte seine Zuhörer in der Schützenstube
mit seinen Eindrücken als Neumitglied im Parlament. Als Mitglied der
aussenpolitischen Kommission des
Nationalrates habe er schon bald erleben müssen, wie wenig respektvoll
mit den Bestimmungen der Bundesverfassung (BV) umgegangen wird, etwa bei der Diskussion über das Kroatienprotokoll, als Parlamentsmehrheit
und Bundesrat sich bedenkenlos für
die Ratifikation aussprachen, obwohl
keine völkerrechtlichen Verträge abgeschlossen werden dürfen, welche gegen Artikel 121 der BV verstossen.
Besorgnis um Aufwandentwicklung
Weiter stellte Köppel fest, dass der
bürgerliche Schulterschluss nur bei
bestimmten Fragen wie zum Beispiel
Steuern funktioniere. Die SVP müsse
der Fels in der Brandung sein, nur
dank ihrem Einsatz ist die Schweiz
nicht in der EU. Das Volk hat sich für
die Selbstbestimmung und Unabhängigkeit ausgesprochen. Dank diesem
Umstand sei der Frankenschock
überwunden, führte Köppel weiter
aus. Es gelte die Unabhängigkeit
nach innen und aussen zu wahren,
insbesondere müsse der wuchernden
Ausbreitung staatlicher Aktivitäten
entgegengetreten werden, wenn man
den Wohlstand erhalten wolle.
Kantonsrat Hans-Peter Amrein
sprach über Aktuelles in der kantonalen Politik. Er erkennt im bürgerli-
chen Lager nur einen minimalen
Konsens zwischen SVP, FDP und CVP,
etwa in Finanzfragen, wo unter Finanzdirektor Ernst Stocker ein ausgeglichener Finanzhaushalt ohne
Steuererhöhungen angesagt sei. Es
gelte, die Aufwandentwicklung, welche von 13,1 Milliarden Franken im
Jahr 2011 auf 15,2 Milliarden Franken im Jahr 2016 in kurzer Zeit bedeutend angestiegen ist, besonders
im Auge zu behalten.
Unter den schwergewichtigen Positionen im Finanzhaushalt erwähnte
Amrein insbesondere die ZKB als
drittgrösste Bank der Schweiz, welche
in den USA mit einer Busse in zurzeit
noch unbekannter Höhe zu rechnen
hat. Amrein gab zu bedenken, dass
die Finanzen nur mit Einsparungen
von 1,8 Milliarden Franken in den
nächsten vier Jahren im Lot gehalten
werden können. Wenn dies nicht gelinge, sei eine Steuererhöhung kaum
mehr zu vermeiden.
Weiter kam Amrein auf den weiter steigenden Personalaufwand zu
sprechen. Die zunehmende Akademisierung der Verwaltung sei nicht nötig und verursache einen zusätzlichen Kostenschub.
Schliesslich sprach Hans-Peter
Amrein als Mitglied der Justizkommission den ausufernden Datenschutz an, welcher dem Datenschutzbeauftragten infolge schwacher gesetzlicher Grundlagen viel zu grossen
Spielraum einräume. Als jüngere Beispiele nannte er die befristete Zugänglichkeit von amtlichen Mitteilungen im Internet oder das 2013 eingeführte Verbot der Meldung von Neuzuzügern an das Polizeifahndungssystem (RIPOL) durch die Gemeinden, wodurch das Untertauchen von
Kriminellen viel leichter geworden
sei. Er hat gegen diese Täterschutzbestimmung eine parlamentarische
Initiative eingereicht.
SVP Küsnacht
Herbstkonzert mit Musik aus zwei Epochen
Das Vokalensemble der Jürgen-Kantorei Küsnacht präsentiert in ihrem
Herbstkonzert am kommenden Sonntag Musik aus zwei grundverschiedenen Epochen. Der erste Teil umfasst
Werke aus der Wiener Klassik und im
zweiten Teil ertönen Werke, die im 16.
und 17. Jahrhundert in England entstanden sind.
Von Wolfgang Amadeus Mozart erklingt die «Missa brevis in d-Moll, KV
65». Diese Musik komponierte der
zwölfjährige Mozart im Januar 1769.
Gefolgt wird es vom «Clavierconcert,
KV 107». Dieses basiert auf den Klaviersonaten von Johann Christian
Bach, dem jüngsten Sohn von Johann
Sebastian Bach. Anschliessend ertönt
«Ein Andante für eine Walze in eine
kleine Orgel, KV 616», die Mozart kurz
vor seinem Tode schrieb. Von Joseph
Haydn sind die Gesänge «Wider den
Übermut» und «Aus dem Dankliede zu
Gott» zu hören.
England hat besonders im 17.
Jahrhundert grossartige Kirchenmusik
hervorgebracht. Den aufgeführten Motetten liegen Texte aus dem ersten und
zweiten Buch Samuel zugrunde. (e.)
Herbstkonzert. 23. Okt., 17 Uhr. Reformierte Kirche Küsnacht, Leitung: Martin
Huggel. Eintritt frei, Kollekte.
Nr. 42
20. Oktober 2016
5
Nicht in Watte gepackt:
Begegnung mit einem Verdingbuben
Es war eine Begegnung, die
berührte: Sozialdiakonin
Katharina Jauch, seit Februar bei der reformierten
Kirchgemeinde Küsnacht
für Bildung und Begegnung
zuständig, organisierte einen Vortragsnachmittag
mit dem ehemaligen Verdingbuben und heute pensionierten Gymnasiallehrer
Roland M. Begert.
Annemarie Schmidt-Pfister
Sicher, ein Lausbub sei er gewesen,
einer, der immer wieder einmal die
Schule schwänzte und sich im Heustadel versteckte anstatt zu folgen.
Aber schwer erziehbar? Roland Begert, ein vitaler, unerhört präsenter
Knapp-Achtziger, zuckt fast etwas
hilflos die Schultern, als ihn jemand
aus dem Publikum nach dem Grund
für den Behördeneintrag in seiner
Schüler-Vita fragt.
Erst Jahre später hat Begert, nach
vielem Auf und Ab in seinem Leben,
den ominösen Eintrag «Schwer erziehbar. Muss dringend in eiserne
Hände genommen werden» in seinen
Unterlagen entdeckt. Gut möglich,
dass auch dies – nebst vielen anderen
prägenden Erlebnissen als «Enttäuschungskind» – ihm geholfen hat, seinen Weg im Leben zu finden. Einen
Weg, der vom Kinderheim über die
Verdingung bei einem Kleinbauern
und die harte Zeit als Giesserlehrling
und später Fabrikarbeiter bis hin zum
Abendgymnasium, zum Studium mit
Promotion und zur Stelle als Gymnasiallehrer führte.
Auch dass es dann das Studium
der Rechte wurde, ist vielleicht kein
Zufall – obwohl das Aufarbeiten des
vielen Unrechts, das in unserem Land
rund um die Verdingkinder geschah,
niemals mit einem «Blick zurück im
Zorn» geschehen dürfe.
Verstehen und versöhnen
Dass es vielmehr ein Blick der Nachsicht und des Verstehens sein müsse,
dafür plädiert Roland Begert nicht nur
in seinen Lesungen und Vorträgen –
über 200 sind es inzwischen –, sondern auch in den beiden Büchern
«Lange Jahre fremd» und «Die letzte
Häutung», in denen er sein Leben
stellvertretend für dasjenige vieler anderer Betroffener in Romanform erzählt. Wichtig ist ihm, dass die historischen Fakten um die ungeliebten und
ausgebeuteten «Niemandskinder» aus
Sicht und Perspektive der damaligen
Roland Begert plädiert für Verständnis und Versöhnung.
Das Kinderheim: Im Vordergrund der Gutsbetrieb, hinten – streng getrennt – der Buben- und der Meitschitrakt. Fotos: Annemarie Schmid-Pfister / zvg.
Zeit betrachtet werden. Begert geht es
um Verständnis und letztlich auch um
Versöhnung.
Gewiss keine zwingende Einstellung, wenn man so viele Jahre gegängelt, geplagt und gedemütigt wurde
wie die Waisen- und Verdingkinder
Mitte des letzten Jahrhunderts. Bei
den Schilderungen überläuft wohl
nicht nur mich mehr als einmal Gänsehaut: Prügel von den stärkeren
Heimkindern und körperliche Züchtigung von Schwestern und Lehrern
mögen das eine gewesen sein – weitaus schwerer zu ertragen aber war
für viele Kinder die psychische Erniedrigung wie etwa nackt und frierend in der Ecke stehen zu müssen,
weil man (aus gutem psychischem
Grund, wie man heute weiss) Bettnässer war. Ohne Liebe – und das hiess
auch ohne jede Berührung – aufzuwachsen, empfand Roland Begert sogar dann als schlimm, wenn es sich
gar nicht um eine liebevolle handelte:
«Der Bauer ohrfeigte zwar seine eigenen Kinder – mir als Verdingbub
stand aber nicht einmal diese Berührung zu.» Dass ausserdem Kontakte
zu Verwandten nicht gerne gesehen
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wurden, musste Begert ebenfalls am
eigenen Leib erfahren: Zehn Jahre
lang lebten er und sein drei Jahre älterer Bruder im gleichen Kinderheim,
ohne überhaupt zu wissen, dass sie
Brüder waren ...
Dem Leben eine Wende geben
Das Leben unter dem Kruzifix in jedem Zimmer und dem christlichen
Leitspruch «Ora et labora» der frommen Schwestern («bete und arbeite»)
hatte indes auch eine gute Seite: Es
vermittelte Ordnung und darin eingebettet sogar eine Art Geborgenheit.
«Wir waren nicht in Watte gepackt,
und vielleicht hat uns gerade dies
auch stark gemacht und zum Anpacken motiviert.»
Eine Erkenntnis, die heute in
Form von Polit-Slogans an unser Ohr
tönt («We can!») – hier hat ein Einzelner sie ohne grosses Aufheben umgesetzt und seinem Leben mit viel persönlicher Kraft und Klugheit eine
Wendung zum Guten gegeben.
Roland M. Begert: «Lange Jahre fremd»
und «Die letzte Häutung». Edition liebefeld. ISBN 978-3-9523510-1-7/ISBN 9783-9523510-4-8.
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Neues KirchgemeindeMitglied gesucht
Die reformierte Kirchenpflege Küsnacht sucht ein neues Mitglied für den
Rest der Amtsdauer 2014–2018. Im
laufenden Jahr wurden die drei Mitglieder, Michael Dubs, Rebecca Kästle
und Oliver Morel, auf ihr Gesuch von
der Bezirkskirchenpflege entlassen. An
der Kirchgemeindeversammlung vom
30. Mai 2016 wurde die Anzahl der
Kirchenpflegemitglieder von neun auf
sieben reduziert, weshalb trotz drei
Rücktritten nun ein neues Mitglied gesucht wird.
Wahlvorschläge sind bis Dienstag,
15. November 2016, der Gemeinderatskanzlei, Gemeindehaus, Obere
Dorfstrasse 32, 8700 Küsnacht, einzureichen. Wie Gemeindeschreiberin Catrina Erb Pola auf Anfrage sagt, gibt es
bisher noch keine Wahlvorschläge. (aj.)
Küsnachter
VE R E I N E
Nr. 42
20. Oktober 2016
7
Guido di Arba – der Künstler, der die Geometrie liebt
Die Galerie im Höchhuus
zeigt die Werke des Zürcher
Künstlers Guido di Arba.
Sie sind eine Liebeserklärung an die Geometrie.
Annina Just
«Ich bin fasziniert von der Geduld, der
Präzision und der Ausdauer, die man
in seinen Werken sieht»: Doris Schmid
vom Team der Galerie im Höchhuus
bringt das Einzigartige von Guido di
Arbas Kunst auf den Punkt: Seine
Werke sind geprägt von einer aussergewöhnlichen Genauigkeit und geometrischer Klarheit. Kein Wunder, der
Künstler ist von Beruf Architekt und
drückt seine Liebe zur Geometrie auch
in der Kunst aus. Als seine Inspiration
bezeichnet er zwei Stars der abstrakten Kunst, den US-Amerikaner Sol LeWitt und den deutschen Gerhard Richter. «Geometrie begleitet mich seit
meiner Kindheit», erzählte Guido di
Arba anlässlich der Vernissage. Trotzdem habe er Beruf und Kunst trennen
wollen und sich daher einen Künstlernamen zugelegt. Mit bürgerlichem Namen heisst er nämlich Guido Rigutto.
Der Künstlername ist eine Hommage
an seinen Geburtsort Arba in Italien.
Künstler Guido di Arba vor einem Bild aus der Serie «Striscie».
Die Werke aus Buchenstäben, mit Emulsion eingefärbt, faszinieren.
Die Holzskulpturen «Fiamma» werden mit Interesse begutachtet.
Schwarze Lamellen geben den Werken der Serie «strips» Tiefe.
Rationale Kunst mit Konzept
Die Einzelausstellung im Höchhuus
zeigt das Kunstschaffen des Architekten aus den letzten fünf Jahren. Dieses besteht aus sehr unterschiedlichen Techniken. Allen gemeinsam ist,
neben einem geometrischen Konzept,
dass sie das Zusammenspiel von Farbe und Form ins Zentrum stellen.
Im ersten grossen Raum nach
dem Lesezimmer sind die Werke aus
den Jahren 2011 und 2012 zu sehen.
Da gibt es einerseits eine Serie von
Bildern, die der Künstler nach einer
Reise in den Oman geschafften hat.
Sie seien inspiriert von geflochtenen
Dächern, durch die gefiltertes Licht
dringt, erklärt der 60-Jährige. Ausserdem ist hier die Skulpturenserie
«Fiamma» ausgestellt. Es sind vier
Holzskulpturen, die alle im unteren
Teil identisch sind, deren Elemente
im oberen Teil aber jeweils um 90
Grad gedreht wurden. Dadurch ent-
steht innerhalb der Serie eine interessante Bewegung, gleichzeitig wird
eine vollkommene Form dargestellt,
da jede mögliche Aussrichtung vorhanden ist.
Steigt man ins Untergeschoss der
Galerie mit ihren markanten Steinmauern hinab, wird man empfangen
von einem Farbenrausch. Es sind die
neusten Werke des Künstlers, eine
Serie von dreidimensionalen Bildern
aus farbigen Buchenstäben. «Die
dritte Dimension wird zum Teil durch
schwarze Lamellen verstärkt, die
zwischen den farbigen Stäben eingefügt sind», erklärt der Künstler. All
diesen Bildern gemein ist, dass sie in
ihrer farblichen Abfolge symmetrisch
aufgebaut sind. Die Regelmässigkeit
wird aber oftmals mit einer winzigen
Abweichung gebrochen.
Le-Corbusier-Farben
«Ich skizziere meine Bilder zuerst von
Hand und oft auch am Computer», erklärt der Künstler die Vorgehensweise. Ausserdem setzte er bei den Farben konsequent auf die Farbpalette
von Le Corbusier. Der schweizerischfranzösische Architekt (1887–1965)
hat ein Farbsystem von 63 Farben geschaffen, die allesamt miteinander
kombiniert werden können. Die Farben kann man heute in einer kleinen
Farbmanufaktur in Uster beziehen.
Katrin Trautwein sorgt mit ihrer Fabrik dafür, dass das legendäre Farbsystem weiterlebt – Rigutto ist einer ihrer
dankbaren Abnehmer. Daneben präsentiert Guido di Arba auch noch eine
Bildserie aus «zerschnittenen Gemälden». Die in Streifen geschnittenen
Werke wurden neu zusammengefügt,
sodass ein faszinierendes geometrisches Puzzle entsteht. Und auch in
den Ferien könne er die Kunst nicht
ruhen lassen. Dann produziert er seine sogenannten «iPad-Bilder». Es sind
Fotos: A. Just
Werke, die mit dem Adobe-Programm
«Drab» entstehen und dann auf Plexiglas gedruckt werden.
Die aufwendige Arbeit des Geometrie-Fanatikers scheint sich zu lohnen:
«Das ist total witzig», meint etwa eine
Vernissage-Besucherin beim Betrachten der Streifen-Bilder. «Nummer 27
kannst du abhängen», teilt ein anderer dem Künstler mit. Die Werke werden also bald auch an andern Orten
als im Höchhuus hängen.
Guido di Arba. Galerie im Höchhuus. Bis
30. Oktober, offen jeweils Freitag 17 bis 19
Uhr, Samstag und Sonntag 14 bis 17 Uhr.
Seestrasse 123, Küsnacht.
GCK Lions weiter in Hochform
Harter Brocken wartet auf HCK
Mit einem Sieg gegen NLBMeister Ajoie bestätigen die
GCK Lions die guten Leistungen der letzten Wochen.
Der HC Küsnacht spielt im
Cup-Achtelfinal gegen den
SV Fides St. Gallen. Auch
gegen den 1.-Ligist rechnen
sich die Küsnachter Chancen
auf ein Weiterkommen aus.
Hanspeter Rathgeb
Auch in der vergangenen Woche lieferte das NLB-Team der GCK Lions
wieder zwei gute Leistungen ab. Die
Partie gegen Red Ice Martigny-Verbier
stand auf hohen Niveau, war spannend und brachte zahlreiche Torchancen, aber auch zwei sensationelle Torhüterleistungen. Bei den Zürchern gab
Daniel Guntern nach seiner Verletzung ein sehr gutes Comeback. Dennoch siegten am Schluss die Gäste in
der Verlängerung durch einen Zufallstreffer mit 1:0. Kurz vor Schluss der
regulären 60 Spielminuten verpasste
Raphael Prassl die Chance, mit einem
Penalty die Partie zu entscheiden.
Auch das zweite Spiel der Woche
gegen den HC Ajoie wurde von
Schnelligkeit und starkem Defensivspiel geprägt. Nach sechs Minuten
führten die GCK Lions schon 2:0,
mussten aber bis zur 12. Minute wieder den Ausgleich hinnehmen. Doch
noch vor der ersten Pause gelang die
erneute Führung. Das 4:2 im Mitteldrittel untermauerte die Siegesan-
Die Handballer aus Küsnacht hätten
es bei der Auslosung sicher schwerer
treffen können. Von den richtig grossen Brocken aus der Nationalliga A
oder B bleibt man im Cup-Achtelfinal
verschont. Mit dem SV Fides St. Gallen wartet aber ein sehr ambitionierter Erstligist auf die Drittliga-Mannschaft aus Küsnacht. Trainer Simon
ANZEIGEN
Damon Puntus erzielte gegen Meister Ajoie ein herrliches Tor.
sprüche. Als im Schlussabschnitt dann
gar das 5:2 fiel, schien die Partie gelaufen. Doch schon zehn Minuten vor
Schluss hiess es innert zwei Minuten
nur noch 5:4 und es bedurfte einer geschlossenen Mannschaftsleistung, um
den knappen Vorsprung bis zur
Schlusssirene zu retten. Der Sieg war
aufgrund von viel Herzblut und Einsatz hoch verdient. Die fünf verschiedenen Torschützen hiessen Mattia
Hinterkircher, Damon Puntus, Rapha-
F: W. Da Rin
el Prassl, Dominik Diem und Jérôme
Bachofner. In der letzten Saison hatten die GCK Lions in fünf Begegnungen gegen den NLB-Meister keinen
einzigen Punkt erobern können.
Nun stehen zwei Grossereignisse
an: Am Samstag (17 Uhr) kommen die
Rapperswil-Jona Lakers auf die KEK
und am Dienstag ist aus der NLA der
HC Davos im Schweizercup in der voraussichtlich ausverkauften KEK zu
Gast.
Maurer sieht den Gegner klar in der
Favoritenrolle und möchte sehen, wo
das Limit seines Teams liegt. Der HC
Küsnacht hat in der 1½-jährigen Vereinsgeschichte nämlich noch kein
Spiel verloren und dabei in dieser
Cup-Saison schon Gegner aus der 1.
oder 2. Liga bezwungen.
Eine spezielle Vorbereitung auf
den Cup-Knüller ist nicht geplant. An
Motivation dürfte es den Spielern aber
auf keinen Fall fehlen. Sollten die Küsnachter bis in den Cup-Halbfinal einziehen, steht für die ganze Mannschaft
eine Reise nach Las Vegas an. «Das
schien zu Beginn utopisch, aber jetzt
wollen wir einfach sehen, wie weit wir
kommen», verrät Maurer. (oli.)
8
Stadt Zürich
Nr. 42
20. Oktober 2016
AKTUELL
TRIBÜNE
Die Rolle der Frau in der Landwirtschaft
«Bauer, ledig sucht» ist ein Portal, das
vielleicht eine Marktlücke abdeckt, aber
nicht wirklich den Alltag auf unseren
Landwirtschaftsbetrieben
widerspiegelt.
«Landfrauen kochen», eine kulinarisch hochstehende Sendung, aber
nicht alle Bäuerinnen haben geeignete
Küchen, schöne Trachten und vor allem Zeit, um eine Woche mit einem
TV-Team zu verbringen. Manchmal habe ich das Gefühl, dass die Rolle der
Frau in der Landwirtschaft von den
Medien völlig anders gesehen wird, als
sie in der Realität ist. Seit 2011 bin ich
Präsidentin der Zürcher Landfrauen
und Präsidentin der Sparte Bäuerinnen
und Gesundheit am Strickhof. Wenn
man sieht, was da für Frauen aus- und
weitergebildet werden und wenn ich
meine Mitglieder betrachte, muss ich
sagen: Hut ab, solche Frauen hätten alle gerne zu Hause. Die Rolle der Frau
in der Landwirtschaft – und zu was
diese Frauen fähig sind – sehe ich aus
drei Blickwinkeln:
1. Familie, Kinder und Garten – mit
Herz und Hand
Unsere Frauen haben Familiensinn
und Augen und Hände für die Natur
und deren Produkte. Sie kochen häufig,
gesund und gut und oft auch für mehrere Leute am Tisch. Der meist grosse
Garten wird gepflegt und bringt eigenes
Gemüse und Obst. Schon das alleine
bedeutet viel Arbeit! Wenn dann noch
Eltern, Schwiegereltern oder Angestellte im gleichen Haushalt wohnen und
essen, muss man mit Schwierigkeiten
umgehen können. Daneben soll die Familie nicht zu kurz kommen und auch
die Paarbeziehung muss gepflegt werden.
2. Betrieb – mit Hand
und Verstand
Viele Frauen arbeiten heute im Betrieb
mit. Sie helfen im Stall, besorgen die
Kleintiere, backen für den Wochenmarkt oder betreiben ihren eigenen
Hofladen. Für sie ist unternehmerisches Denken kein Fremdwort, und sie
sind echte Partnerinnen, wenn es um
grössere Investitionen oder andere
wichtige Betriebsentscheidungen geht.
Ein immer grösserer Teil der Bäuerinnen geht auswärts einer Arbeit im erlernten Beruf nach; so kann das Familieneinkommen aufgebessert werden,
was für viele Betriebe elementar wichtig ist. Oft kümmern sich unsere Frauen
auch um Büro-, Bank- und Versicherungsangelegenheiten und erledigen
die Buchhaltung. Daneben engagieren
sich viele noch in Vereinen.
3. Kundenkontakt –
mit Kopf und Geist
Unsere Bäuerinnen setzen sich für eine
naturnahe Produktion ein. Sie haben
viel Kundenkontakt, sei es im Hofladen,
im Verein, beim Einkaufen oder einfach
im Dorf. Dabei leisten sie wertvolle Ar-
beit, indem sie ihr
Umfeld über das
Direktzahlungssystem,
strenge
Auflagen
beim
Tierschutz
und
die entsprechenden HaltungsvorTheres Weber- schriften aufkläGachnang. F: zvg. ren können. Einseitige oder gar
falsche Medieninformationen muss
man beziehungsweise Frau mit grossem Aufwand richtigstellen, und den
Spruch «Sie erhalten genug Geld von
Bern» hört man immer wieder. Wenn
man jemanden bittet, keine Maiskolben
oder Sonnenblumen zu nehmen, oder
wenn jemand bei schlechtem Wetter
schmutzige Tiere sieht: Dies sind nur
zwei Beispiele; in der Politik ist obiger
Satz fast Standard.
Frauen in der Landwirtschaft setzen sich für eine gesunde, nachhaltige
und tiergerechte einheimische Nahrungsmittelproduktion ein. Sie leisten
in der Familie, im Betrieb und in ihrem
Umfeld sehr viel und verdienen unsere
grösste Wertschätzung.
Theres Weber-Gachnang
Theres Weber-Gachnang ist SVP-Kantonsrätin und war von Mai 2015 bis Mai 2016
Kantonsratspräsidentin. Sie ist Präsidentin
der Zürcher Landfrauenvereinigung, Vorstandsmitglied des Zürcher Bauernverbandes und des Gewerbeverbandes Bezirk
Meilen. Sie wohnt in Uetikon am See.
KORRIGENDUM
Datenverwechslung beim Küsnachter Samariterverein
Am 9. November um 20 Uhr findet im
Foyer der Heslihalle der Arztvortrag
«Jemen – Erfahrungen von Frau Dr.
Breitenstein» statt. Breitenstein ist
Anästhesieärztin im Spital Uster. Sie
berichtet von ihren Erlebnissen und
Eindrücken vor allem mit Kindern vor
dem neuerlichen Krieg. Der angekündigte Nothilfekurs-Praxisteil findet
hingegen am Samstag, 19. November,
statt und nicht wie letzte Woche angekündigt am 9. November. Der Kurs
wird in der Kantonsschule Küsnacht
durchgeführt. Der Verein entschuldigt
sich für das Versehen.
Samariterverein Küsnacht
Anmeldung: www.samariter-kuesnacht.ch
Koch David Geisser flankiert von Braumeister Alexander Schneider (l.)
und Siegbert Meier, Geschäftsführer der Brauerei Bauhöfer.
Foto: zvg.
Gourmetkoch David Geisser
verkostet das Bier «Eisbock»
David Geisser, der in Küsnacht lebende Gourmetkoch, Kochbuchautor und
Ex-Gardist der päpstlichen Schweizergarde, landet seinen nächsten Coup:
Er ist zum Verkoster des «Eisbock»Biers aus der Ulmer Familienbrauerei
Bauhöfer ernannt worden. Die Verantwortlichen des deutschen Brauhauses
reisten Anfang Woche in die Schweiz,
um mit dem jungen Starkoch einen
Degustationstag in Wetzikon durchzuführen.
Dort verkostete Geisser den «Bauhöfer Eisbock», ein Spezialbier, das
jährlich zu Ehren des Heiligen Mauritius im badischen Renchen-Ulm gebraut wird. Beim Eisbockverfahren
wird dem Bier durch Ausfrieren das
Wasser entzogen, sodass sich die Aromen intensivieren und konzentrieren.
Den Test des 26-jährigen Gourmetkochs hat das Bier bestanden. «Es
schmeckt sehr gut», erzählt er. Aber
das sei eigentlich nicht infrage gestanden, denn das Bier, das jeweils nur in
einer Kleinserie produziert wird, wurde schon vielfach ausgezeichnet. Seine
Aufgabe sei vielmehr gewesen, die Geschmacksnoten des «Eisbock Ausgabe
2016» zu bestimmen. «In der Nase
besticht es durch seine Hopfigkeit und
die Frische der Zitrusfrucht Pomelo,
im Gaumen ist ebenfalls der Hopfen
dominant, abgerundet wird es von einer Note Caramel», fasst er zusammen.
Viertes eigenes Kochbuch
Doch nicht nur als Verkoster ist David
Geisser aktiv, er hat in den letzten Monaten auch intensiv an einer neuen
Publikation gearbeitet: Das Werk
«Apéro Riche. Kleine Häppchen erhalten die Freundschaft» ist soeben erschienen und ist bereits sein viertes
Kochbuch. Geisser erklärt darin, wie
man mit einfachen Zutaten raffinierte
Häppchen zubereitet und daraus ein
abwechslungsreiches Partybuffet gestaltet. (aj.)
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KLEINANZEIGEN
IMMOBILIEN
Kleinanzeigen kosten pro Doppelzeile Fr. 20.-. Chiffrezuschlag Fr.
5.- Bargeld beilegen und mit dem Coupon einsenden an: Lokalinfo
AG, «Kleinanzeigen», Buckhauserstr. 11, 8048 Zürich. Diese Inserate
sind nur für private Anbieter. Aufträge, die bis Freitag, 10.00 Uhr,
bei uns eintreffen, erscheinen in der nächsten Ausgabe. Den Text
bitte in Blockschrift ausfüllen (pro Feld 1 Buchstabe, Satzzeichen oder
Wortzwischenraum).
❏ Freizeit/Ferien
❏ Unterricht/Kurse
❏ Fitness/Gesundheit
❏ Musik/Unterhaltung
❏ Diverses
❏ Fahrzeuge
Name/Vorname:
Strasse:
PLZ/Ort:
Telefon:
❏ Wohnungen
❏ Möbel/Antiquitäten
Küsnachter
AKTUELL
Nr. 42
20. Oktober 2016
9
Ein Küsnachter zeigt seine Oper für Pinguine
Seit fast zwanzig Jahren
kämpft der Förchler Benno
Lüthi für den Schutz der
Pinguine. In Küsnacht
präsentiert er eine Multivisions-Show mit Bildern,
Opernmusik und Literatur.
Oliver Linow
«Einmalig»: Das ist das Erste, das
Benno Lüthi einfällt, wenn man ihn
auf die Antarktis anspricht. Seit Millionen von Jahren herrschen dort die
Tiere, der Mensch hat kaum Spuren
hinterlassen. «Wenn du siehst, wie
gut das alles ohne uns funktioniert,
merkt man, wie unwichtig wir Menschen eigentlich sind», schildert der
Förchler seine Eindrücke.
Lüthi muss es wissen. Vor fast
zwanzig Jahren bereiste er zum ersten Mal die Antarktis. Damals gründete er zusammen mit einem Freund
und dem Deutschen Biologen Dr. Klemens Pütz die Stiftung Antarctic Research Trust. Seither war er mindestens einmal pro Jahr in der südlichsten Region unseres Planeten unterwegs.
Einen Teil der Bilder, die Benno
Lüthi auf seinen Expeditionen schoss,
zeigt er nun in einer MultivisionsShow in Küsnacht. «Mehr als Eis – eine Oper für Pinguine» heisst die
Show. «Die Bilder und Filmsequenzen
werden begleitet von Opernmusik und
Gedichten», erklärt Lüthi, was dahinter steckt. Die Show beginnt mit dem
antarktischen Frühling, wenn die Pinguine ans Land kommen. Anschliessend zeigt sie das Leben der Tiere
und die Aufzucht der Jungen – ein
Wettlauf gegen die wiederkehrende
Polarnacht. Am Schluss endet sie damit, dass alle Tiere wieder im Meer
verschwunden sind. «In der ganzen
Show sieht man keinen einzigen Menschen», erzählt Lüthi.
Positive Emotionen statt Schock
Obwohl es ihm um den Schutz der
Tiere geht, verzichtet Lüthi während
der Präsentation auf erschreckende
Fakten oder Bilder. «Die Zeitungen
sind voll von schrecklichen Nachrichten; wenn wir auch noch damit kommen, schalten die Zuschauer sofort
ab», ist er überzeugt. Deshalb möchte
Lüthi den Leuten vor allem die Schönheit dieser Region näherbringen. Die
Musik und die Texte sollen den Aus-
Ein Eselpinguin mit zwei Jungen.
Ungefähr 200 000 Tiere: Eine Kolonie Königspinguine versammelt sich auf Südgeorgien.
Ein junger Eselpinguin im Schutz des Elterntiers.
druck der Bilder unterstützen. «Wenn
ein Eisberg zusammenbricht und dazu majestätische Musik von Verdi zu
hören ist, weckt das sehr viel mehr
Emotionen», erklärt Lüthi.
Der Antarctic Research Trust setzt
sich vor allem für Pinguine, aber auch
für andere dort lebende Tiere ein. Dabei betreibt die Stiftung keinen aktiven Naturschutz. Vielmehr versucht
sie, die ökologischen Zusammenhänge zu erforschen. Diese gibt der Antarctic Research Trust an die verantwortlichen Regierungen und Naturschutzorganisationen weiter.
Ein ganz grosser Bestandteil der
Forschung ist es, die Aufenthaltsgebiete und die zurückgelegten Wege
Eine Gruppe Felsenpinguine ist unterwegs.
der Tiere möglichst genau zu erfassen. Welche unglaublichen Strecken
Pinguine zurücklegen können, zeigt
das Beispiel eines Königpinguins. Dieser legte in vier Monaten 22 000 Kilometer zurück.
Konflikte mit Fischerei und Öl
Mithilfe dieser Daten sollen Konflikte
zwischen den Tieren und Fischern
oder Öltankern ermittelt werden. Dadurch können beispielsweise zeitweilige Fischereiverbotszonen eingerichtet werden. Ausserdem können Regierungen veranlassen, dass Öltanker
weiter aussen im Meer fahren müssen, damit austretendes Öl den Tieren
nichts anhaben kann. Ein anderes
Unter der Lupe: Die Trendsportart Yoga
nicht über die strukturellen Möglichkeiten der Sportler hinaus. Bei
Schmerzen oder bestehenden Verletzungen meldet sich der Körper. Da
muss die Übung angepasst ausgeführt
oder sogar weggelassen werden», sagt
Friederich.
Yoga – ein Sport, der vielfach belächelt
und in die alternative Ecke abgeschoben wird. Doch immer mehr Menschen, auch Männer, kommen auf den
Geschmack. Die neueren Formen wie
das Poweryoga sprechen auch jene an,
die sich etwas mehr Dynamik und
Kraft statt Dehnung und Meditation
wünschen. Doch: Wie gesund ist Yoga?
Mit sich ehrlich bleiben
Mehr als nur Esoterik
Hatha, Birkram oder Poweryoga sind
nur einige Formen, die heute auf den
Kursprogrammen der Fitnessstudios
angeboten werden. Schaut man den
Yoginis bei ihrem Workout zu, wird einem schnell bewusst: Die oftmals belächelte Sportart hat es in sich! «Gerade das Zusammenspiel von Atmung,
Übungen und bewusster Entspannung
ist für jeden Sportler eine empfehlenswerte Ergänzung», berichtet der
Oberarzt der Sportmedizin in der
Schulthess Klinik Zürich, Dr. med.
Tess Zürcher weiss, wann man bei
Yoga «Stop» sagen muss. Foto: zvg.
Carsten Friederich. Kopfstand, Kobra,
Krähe – sind diese fortgeschrittenen
Übungen, die eher an Akrobatik erinnern, aber wirklich gesund für den
Rücken? Ja, sagt der Experte. Denn:
«Alle Formen von Yogaübungen gehen
Projekt der Stiftung betrifft vier Inseln
auf den Falklands, die insgesamt eine
Fläche von über 100 Hektaren haben.
Die Stiftung hat diese Inseln 2004 erworben. «Vorher hatte nie zuvor ein
Mensch einen Fuss auf diese Inseln
gesetzt», erzählt Lüthi. Dieses Land
nutzt der Antarctic Research Trust allerdings kaum für Forschungszwecke.
Vielmehr «verkauft» er die Fläche
weiter, um andere Projekte zu finanzieren.
Die «Käufer» werden zwar nicht
als Besitzer eingetragen, erhalten
aber eine Urkunde als Mitbegründer
eines Naturschutzgebiets. Rund die
Hälfte der Inseln sei bereits verkauft
worden. Daneben ist die Stiftung auf
ANZEIGEN
FIT & GESUND MIT TESS
Tess Zürcher*
Fotos: Benno Lüthi
Doch in Gruppenkursen möchte niemand abfallen. Da geht der eine oder
andere schnell einmal über seine
Grenzen hinaus und missachtet allfällige Signale. Doch dann wird es gefährlich, nicht nur im Falle von Yoga!
Friederich empfiehlt daher, sich
unbedingt auf sich selbst zu konzentrieren: «Wenn der Sportler auf sich
und seinen Körper hört und die Signale ernst nimmt, dann hat er nichts zu
befürchten.»
Na dann, ab auf die Matte!
* Tess Zürcher macht eine Ausbildung zur
Pilates-Trainerin und schreibt in dieser
Rubrik regelmässig zu den Themen
Fitness, Ernährung und Gesundheit.
Benno Lüthi in der Antarktis.
F: zvg.
Sponsoren angewiesen. Viele dieser
Sponsoren gewinnt Lüthi auf Reisen
in der Antarktis selber. Jedes Jahr begleitet er nämlich eine Expedition mit
rund 150 Menschen ins Polarmeer.
Viele der Sponsoren haben sich auf
einer solchen Reise entschieden, ihn
und sein Team zu unterstützen.
Mit seiner Multivisions-Show hofft
Lüthi, möglichst viele Leute für eine
Expedition in die einmalige Landschaft der Antarktis begeistern zu
können.
«Mehr als Eis – eine Oper für Pinguine»:
Samstag, 29. Oktober, 20 Uhr, Heslihalle
Küsnacht. Türöffnung: 19.30 Uhr, Eintritt
frei. Kollekte zu Gunsten der ART. Mehr
Informationen: www.antarctic-researc.de.
Kunsteisbahn Küsnacht
Öffnungszeiten ab Samstag, 22. 10. 16, bis und mit Sonntag, 12. 3. 17
(Änderungen aus betrieblichen Gründen oder als Folge ungünstiger Witterung vorbehalten)
Montag
Dienstag
Mittwoch
Schlittschüendle
13.00 –16.45 Uhr Offenes Eisfeld
11.00 –16.45 Uhr Offenes Eisfeld
9.00 –17.30 Uhr Offenes Eisfeld
Donnerstag
Freitag
Samstag
Sonntag
11.00 –16.45 Uhr
11.00 –16.45 Uhr
9.00 –18.45 Uhr
9.00 –17.00 Uhr
Offenes Eisfeld
Offenes Eisfeld
Offenes Eisfeld
Offenes Eisfeld
Eintrittspreise/Gebühren
Erwachsene
Schüler/Jugendliche(1)
Schlittschuhe
Rutscherli für Kleinkinder
Fahrhilfen («Seehunde»)
Fahrhilfen (Pylonen usw.)
Chneble
14.00 –15.30 Uhr Eishalle
14.30 –15.30 Uhr Eishalle
9.00 –11.45 Uhr Eishalle
14.00 –15.30 Uhr Eishalle
19.30 –21.30 Uhr Offenes Eisfeld
14.30 –15.30 Uhr Eishalle
14.30 –15.30 Uhr Eishalle
10.15 –12.00 Uhr Eishalle
17.15 –19.15 Uhr Offenes Eisfeld
Einzeleintritt
Abonnement
Fr. 6.–
Fr. 5.–
Fr. 7.–/Paar
Fr. 2.–/Paar
Fr. 3.–
gratis
Fr. 50.–
Fr. 40.–
(10 Eintritte)
Saisonkarten
Fr. 140.–
Fr. 110.–
(1)
Schüler und Jugendliche bis zum zurückgelegten 16. Altersjahr aus den Gemeinden
Küsnacht, Erlenbach, Herrliberg, Zollikon und Zumikon erhalten gegen Vorlage eines
Ausweises der betreffenden Gemeinde oder Schulgemeinde bis zu 50% Rabatt.
Im Restaurant KEK mit Saal, Bar und schöner Terrasse sind Sie täglich von 7.00 bis
23.00 Uhr herzlich willkommen; Auskunft/Reservationen: Tel. 044 910 57 78.
Wir freuen uns auf Sie und wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Eislaufen!
Auf einen Blick
Bäckerei-Konditorei
Von Burg, Allmendstrasse 4
Küsnacht
044 910 42 75
Kehrichtabfuhr/ Tankstelle
Rudolf Günthardt AG, Seestrasse 89
Küsnacht
044 914 70 80
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M. Kürsteiner, Langägertenstr. 3
Seit 1952, Zollikerberg 044 391 62 62
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Zürich-Leimbach
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Rudolf Günthardt AG, Seestrasse 89
Küsnacht
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Für Ihre Eintragungen
in unserer Rubrik
«Auf einen Blick»:
Frau H. Haltiner
berät Sie gerne.
Telefon 044 910 88 26
Stadt Zürich
AU TO M O B I L
Nr. 42
20. Oktober 2016
In Kurven mischt sich Allradantrieb spürbar ein – als würden sich alle vier Pfoten in den Asphalt krallen: Der neue Jaguar XF ist eine vielseitige Limousine.
11
Fotos: zvg.
Wie eine edle Hauskatze im Raubtierpelz
Mit Zwei-Liter-Diesel und
4×4 empfiehlt sich der
Jaguar XF als genügsamer
und vielseitiger Reisewagen
nicht zuletzt auch für Flottenkunden.
Marc Leutenegger
Ein leichtes Nageln. Kaum Vibrationen. 180 Diesel-PS. 430 Newtonmeter maximales Drehmoment. 4,9 Liter Normverbrauch. Nichts Ungewöhnliches also, wären da nicht die
lange Haube, unter der dieser Vierzylinder sitzt, und das Katzenlogo,
weit vorne auf dem Kühler.
Ein Zwei-Liter-Turbodiesel in einem Jaguar, die Frage sei erlaubt: Ist
das nicht fehlgeleitete Bescheiden-
heit? Ins aufregendste Lokal der
Stadt geht man doch auch nicht, um
einen grünen Salat zu bestellen! Man
muss wohl die Optik ändern, um dieses Auto zu verstehen. Jaguar ist unter britischer Flagge, aber mit dem
Geld und dem langen Atem indischer
Investoren auf Expansionskurs. Und
für grosse Volumina braucht es zweierlei: günstige und sparsame Einstiegsvarianten und Allradantrieb.
Beides bietet Jaguar mit der Limousine XF, die sich mit dem Audi
A6, der Mercedes-E-Klasse und dem
5er-BMW in der oberen Mittelklasse
tummelt. Wie die Deutschen haben
auch die Briten mit den kleinen Dieselversionen das Flottengeschäft im
Visier. Der XF empfiehlt sich als repräsentativer Dienstwagen: knapp 5
Meter lang, knapp 1,9 Meter breit,
mit viel Platz für die Passagiere und
540 Liter Gepäck. Und das zu Preisen
ab 49 100 Franken für den kleineren
Zwei-Liter-Diesel mit 163 PS. Wir
fahren zwei Wochen lang die etwas
stärkere Version mit 17 PS mehr, dazu mit Achtgangautomatik und Allradantrieb – und entfernen uns damit
bereits von der Flottenthematik. Kostenpunkt im Rohzustand: 61 200
Franken.
Ein Hingucker
Der Testwagen ist mit 93 096 Franken angeschrieben, und die 30 000
Franken Aufpreis blasen die letzte
Bescheidenheit weg. Auch im positiven Sinne: Die bulligen Schürzen und
die Seitenschweller der R-Sport-Version schärfen das schicke Erscheinungsbild noch nach. Eine Wucht ist
aber vor allem die Kombination aus
Lack und Felgen: Das «Rhodium-Sil-
ber» bringt die gestreckte Silhouette
perfekt zur Geltung. Die 20-Zoll-Felgen in «Gloss Black» – für läppische
3800 Franken – sind cool, ohne ins
Zuhälterische zu kippen.
Auch im Interieur ist das hemmungslose Wildern in der Aufpreisliste unverkennbar. Leder, Zierleisten
und ein grosszügiges Technikpaket
veredeln den Innenraum. Trotzdem
bleibt in der Anmutung Luft nach
oben, ein Befund, mit dem sich trotz
allen Fortschritten die ganze JaguarModellpalette konfrontiert sieht.
Nicht immer intuitiv bedienbar,
aber sonst bis in kleine Details wohldurchdacht ist das neue Multimediasystem mit weitreichenden Konnektivitätsfunktionen. So kann man etwa
seiner Partnerin oder dem Büro die
geschätzte Ankunftszeit mitteilen.
Verzögert sich die Fahrt, meldet das
VW Up soll junge Kunden anlocken
Mit der zweiten Generation
des Up präsentiert sich
das kleinste Fahrzeug
der Wolfsburger jetzt bunter
und sportlicher. Dank einer
stärkeren Motorenversion
verlieren lange Strecken
ihren Schrecken.
Peter Trösch
Nach fünf Jahren und 660 000 verkauften Einheiten – davon über 8000
in der Schweiz – geht der drei- oder
fünftürige Viersitzer nach einem
Facelift mit einem selbstbewussten
Auftritt in die zweite Runde.
Wem die Motorisierung des Up
bisher zu bieder war, kann nun auf
den neuen, 90 PS leistenden Dreizylinder-Turbobenziner zurückgreifen. In 9,9 Sekunden beschleunigt
der rund eine Tonne wiegende VWBenjamin von 0 auf 100 Stundenkilometer und ist bis zu 185 km/h
schnell. So lauten zumindest die vom
Werk angegebenen Fahrleistungen.
Geringer Verbrauch
Das neue Triebwerk hat einen guten
Eindruck hinterlassen, ist man doch
mit den abrufbaren Fahrleistungen
im Alltagsverkehr ganz anständig bei
den Leuten. Den etwas brummigen
Sound bei niedrigen Drehzahlen und
beim Beschleunigen verzeiht man
dem Motörchen, denn ist es erst einmal in Fahrt, ist die Laufruhe recht
manierlich. Bei Autobahntempi ver-
So «cool» kann ein Kleinwagen sein: Neuer Volkswagen Up.
gisst man sogar zuweilen, dass ein
aufgeladener Dreizylindermotor für
den Vortrieb sorgt.
Durch fleissiges Schalten will das
Triebwerk allerdings bei Laune gehalten werden. Dank dem präzise
und gut abgestuften manuellen Fünfganggetriebe kommt die Handarbeit
aber keiner Strafaufgabe gleich. Der
durchschnittliche Verbrauch wird
vom Hersteller mit 4,4 Litern pro 100
Kilometer angegeben. Beachtlich ist
die feine Abstimmung des Fahrwerks, dem schlecht unterhaltene
Fotos: zvg.
Strassen erstaunlich wenig anhaben
können. Gut gefällt auch die präzise
und direkt arbeitende Lenkung. Einen Pluspunkt verdienen ferner die
auffallend bequemen Sitze mit tadellosem Seitenhalt, die man in der
Winzling-Klasse nicht unbedingt erwarten darf. Ansprechend sind auch
das Platzangebot und der Komfort für
die Passagiere im Fond des nur gerade 3,6 Meter langen und 1,64 Meter
breiten Up.
Irritiert hat einzig das Navigationssystem, das Richtungsänderungen
oft zu spät oder ungenau anzeigte.
Schliesslich verabschiedete sich das
Gerät nach der Hälfte der Wegstrecke
und liess sich weder durch gutes Zureden noch etliche Versuche des Beifahrers zu einem Neustart bewegen.
Bei der Überarbeitung des Up haben die VW-Leute tief in die Farbtöpfe gelangt. So stehen nun 7 neue Lackierungen, insgesamt sind es deren
13, neue farbige Leichtmetallräder
sowie 3 Dachfarben zur Auswahl.
Letztlich kommen noch sieben neue
Sitzfarben dazu. Insgesamt ein Bündel an Massnahmen, das das Interesse junger Kunden wecken soll.
Neu lassen sich alle gängigen
Smartphones mit iOS- oder AndroidBetriebssystem einbinden. Dazu wird
das Smartphone einfach in einer Halterung oberhalb der Mittelkonsole in
eine Station eingeklinkt und mittels
Bluetooth mit dem Radio verbunden.
Über eine eigens entwickelte App
verwandelt sich das Smartphone
schliesslich zum Infotainment-System
mit Navigation, Freisprecheinrichtung, Bordcomputer und weiteren
Funktionen. Integriert ist ebenfalls eine USB-Schnittstelle zum Laden und
Datenübertragen.
Der Preis ist heiss
Die Markteinführung in der Schweiz
erfolgt ab September. Der Einstiegspreis liegt bei 12 750 Franken. Die
Version mit dem neuen TSI-Motor
kostet ab 16 150 Franken. Weiter im
Angebot stehen die 60 oder 75 PS
starken Benziner sowie die ErdgasVersion mit 68 PS.
Auto die Verspätung via Mail oder
SMS nach und erspart einem im
günstigsten Fall Ärger.
Problemloses Handling
Das Handling der Fünfmeter-Limousine ist problemlos. In Kurven mischt
sich der sonst hecklastig ausgelegte
Allradantrieb spürbar ein – als würden sich alle vier Pfoten in den Asphalt krallen. Die Untersteuertendenz
ist minim, die Gewichtsverteilung mit
nahezu 50 zu 50 ohnehin gut, und
für ein willigeres Einlenken sorgt
Torque Vectoring. In Sachen Ansprechverhalten und Durchzug aber
geht der Diesel zögerlich zu Werk.
Bis Tempo 100 vergehen 8,4 Sekunden, bei 222 km/h ist Schluss. Und so
lautet unser Fazit: Die Diesel-Limousine aus Britannien ist eine Hauskatze im Raubtierpelz.
Mehr Dynamik
für den Volvo V40
Für das Modelljahr 2017 erhält der
Volvo V40 subtile Design-Updates wie
etwa die LED-Tagfahrlichter im
«Thors Hammer»-Design, neue Ausstattungsfeatures sowie mehr Auswahl bei den Antrieben.
Mit der Markteinführung lanciert
Volvo Schweiz ausserdem die attraktive Dynamic Edition, die rassige RDesign-Pakete mit beliebten Ausstattungspaketen und den neuen DriveE-Motoren T2 (Benziner, 122 PS) und
D2 (Diesel, 120 PS) kombiniert. Der
neue Volvo V40 Dynamic Edition ist
ab sofort erhältlich und kostet ab
30 900 Franken; damit erhalten die
Kunden einen Preisvorteil von bis zu
9015 Franken. (pd.)
Fahrerlose Taxis
Innerhalb eines Jahres will der USAutohersteller General Motors (GM)
zusammen mit dem Fahrdienstvermittler Lyft eine Flotte von fahrerlosen Taxis auf öffentlichen Strassen
erproben. Die Entscheidung für eine
Stadt sei noch nicht gefallen. Auch
mit welchen Fahrzeugen die beiden
Unternehmen das Projekt verwirklichen wollen, ist noch nicht geklärt;
möglich wäre das Elektroauto Chevrolet Bolt EV, das sich für den Aufbau
zum voll autonom fahrenden Auto
eignet. Zu Beginn der Testphase sollen aus Sicherheitsgründen noch
Fahrer hinter dem Lenkrad sitzen,
später sollen die autonomen Taxis
grundsätzlich ohne menschliche Hilfe
auskommen. (pd.)
12
Küsnachter
Nr. 42
20. Oktober 2016
Stadt Zürich
Nr. 42
20. Oktober 2016
13
ZÜRICH INSIDE
Ursula Litmanowitsch
E-Mail: [email protected]
Mag die Stimmung auf dem Bauschänzli: SVP-Regierungsrat Ernst
Stocker.
Kippen gerne mal eine Mass: Musiker Pepe Lienhard (links), Unternehmer O’zapft is: Inselwirtin Stéphanie Portmann und Zürichs Tourismusdirektor
Freddy Burger mit seiner Partnerin Isabella Recker.
Martin Sturzenegger beim Fassanstich auf dem Bauschänzli.
Grosse VIP-Dichte und viel Trallala
am Oktoberfest auf dem Bauschänzli
Das 21. Zürcher Oktoberfest auf dem
Bauschänzli dauert noch bis 5. November. Gefeiert, getrunken und geschunkelt wird im Zeichen von BlauWeiss, den Farben von Zürich und
München. Denn aus Bayern kommt
ein Grossteil der Serviceangestellten,
die bis zu zehn oder mehr Masskrüge
stemmen. Doch auch die junge Katharina Leu, Enkelin von Hotellegende
Hans C. Leu, will es wissen und
stemmt heuer Bierkrüge oder assistiert beim Einlass. Auf Einladung von
Inselwirtin Stéphanie Portmann, die
im weissen Spitzendirndl die Eröffnung leitete, zapfte Zürichs Tourismusdirektor Martin Sturzenegger
das erste Fass mit acht Schlägen an.
Anstatt von Bier sprach Sturzenegger
indes vom Züri-Wasser. Und Stéphanie Portmann schwärmte vom «Generationen-Treffpunkt auf der prägenden Insel inmitten von Zürich». Dies
solle auch in Zukunft so bleiben, sagte
sie mit lachendem Unterton und liebevollem Blick auf ihren Bauch: Die Enkelin von Gastropionier Fred Tschanz
ist im achten Monat schwanger.
Das Zürcher Oktoberfest auf dem
Bauschänzli ist das älteste Oktoberfest
der Schweiz. Für Originaltreue sorgen
neben dem von Feldschlösschen speziell gebrauten Bier auch die typisch
bayrischen Speisen. Traditionsgemäss
findet am 22. Oktober aber auch ein
echt schweizerischer Jassanlass statt.
Jassbegeisterte messen sich dann in
einem Schieber mit Partnerzulosung.
Und am 24. Oktober feiern Schwule
unter sich. Dann ist der traditionelle
«Pink Monday» angesagt, den noch
Fred Tschanz ins Leben gerufen hat.
Mauro Tuena, Nationalrat und
Stadtzürcher SVP-Präsident, in Karohemd und Lederhose.
Meta Hiltebrand, Wirtin «Le Chef»
(rechts), und ihre Frontfrau Annika
Schulz.
Manuela Leonhard (links), frühere
Hotelbesitzerin, und Judith Hödl,
Stadtpolizei.
Musikmanager Albi Matter (rechts)
und Peter Kohler, Mall Event Management.
Unternehmer Hausi Leutenegger;
Katharina Leu als Servicekraft im
Einsatz.
Entertainer Pino Gasparini und
Cordula Aebischer in Münchner Originaltracht.
Valérie Leu (rechts), Immobilienvermittlerin aus Arosa, mit Tochter
Lisa Leu.
ANZEIGEN
Zürcher Puppen- und Spielzeugbörse
im Kongresshaus Zürich
Claridenstrasse, Gartensaal
Sonntag, 30. Oktober 2016, 10 bis 16 Uhr
Eintritt Fr. 8.–, Kinder bis 12 Jahre frei
Mit Tram bis Bürkliplatz, P in der Umgebung
Zum Verkauf gelangen: • Puppen und Puppenzubehör
• Eisenbahnen • Autos
• Plüschtiere • Kinderbücher • Puppenküchen • Kochherde
• Verkaufsläden • Puppenkleider • Barbie-Artikel
• Baukästen • Blechspielzeug • Schiffe • Dampfmaschinen
• Teddybären • Fachbücher usw.
Replikas und neue Künstlerpuppen sind nicht zugelassen!
Organisation: Puppenklinik J. und K. Alber,
Zelgstrasse 6, 8003 Zürich, Tel. 044 462 03 11,
www.spielzeugmesse.ch, E-Mail [email protected]
14
Küsnachter
Nr. 42
20. Oktober 2016
Veranstaltungen & Freizeit
BUCHTIPP
Die PBZ-Bibliotheken (www.pbz.ch)
empfehlen:
Was am Ende zählt
Die Geschichte
erzählt von der
ungewöhnlichen Freundschaft
zwischen Gustav
und Anton im
schweizerischen
Mittelland der Nachkriegszeit. Der zurückhaltende Gustav wächst ohne
Vater in ärmlichen Verhältnissen,
bei einer Mutter, die hart arbeitet,
aber ihm keine Liebe geben kann,
auf. Dank Anton kommt er mit einem für ihn völlig neuen Leben in
Berührung, klassische Musik und
Freizeitvergnügen, die er bis anhin nicht kannte. Als Anton beim
Vorspielen an der Musikhochschule versagt, soll eine Reise
nach Davos Ablenkung ins Leben
dieser beiden jungen Menschen
bringen. Bis ins Alter bleibt die
Verbindung von Gustav und Anton bestehen, auch wenn sich die
Lebenswege der Freunde einige
Male voneinander entfernen. Gustav glaubt, dass die Freundschaft
zu Anton alles ist, was er zum
Glücklichsein braucht. Dieser Roman erzählt von Entscheidungen,
Wünschen, Sehnsüchten, dem
Wert von Freundschaft und der
Bürde der Herkunft, die jedem
Menschen auferlegt ist.
Die Autorin versteht es in wenige Worten, so viel Gefühl, Atmosphäre und Bedeutung zu legen, dass es nicht auffällt, dass
die eigentliche Handlung eher unspektakulär daherkommt. Ihre
unaufgeregte Art des Erzählens
passt ganz wunderbar zur Geschichte über Menschen und das,
was am Ende zählt.
Rose Tremain. Und damit fing es an. Insel
Verlag
Eine Art Familie
Im Mittelpunkt
dieses Romans
stehen die vier
Frauen, mit denen der amerikanische
Schriftsteller
Ernest
Hemingway verheiratet war: Hadley, Fife, Martha
und Mary. Basierend auf Briefen
und anderen Quellen werden die
letzten Tage oder Wochen dieser
Ehen beschrieben. Rückblenden
an die Zeit des Kennenlernens
und der ersten Verliebtheit sowie
an glückliche Momente, erklären,
weshalb der charismatische, gut
aussehende und erfolgreiche Hemingway eine grosse Anziehungskraft auf seine Umgebung ausübte. Die zentrale Frage in diesem
Roman ist, was bringt Frauen dazu, einen cholerischen, unter Depressionen leidenden, alkoholsüchtigen und ewig untreuen
Ehemann bis zur Selbstaufgabe
zu lieben? Bemerkenswert ist,
wie die vier Ehefrauen über die
Jahrzehnte hinweg eine Art Familie bildeten und sich gegenseitig trösteten.
Naomi Wood. Als Hemingway mich liebte.
Hoffmann und Campe Verlag
Was, wann, wo – Tipps für Anlässe in der Region
Donnerstag, 20. Oktober
12.50 Wandern mit Agnes Müller-Lustenberger: Traditionelle Wanderung mit Andacht zum Kloster
Fahr. Ab Bahnhof Küsnacht S16 um 13.02 Uhr.
Tageskarte nach Zürich lösen. 1¼ Std. zum Kloster Fahr. Zurück in Küsnacht gegen 18.30 Uhr.
Auskunft über Durchführung bei unsicherem
Wetter: 043 266 86 30 ab 9 Uhr.
14.00–17.00 SfS-Seniorenjass: Restaurant Dörfli,
Allmendstrasse 4, Küsnacht. Weitere Informationen: Tel. 044 912 08 13, www.seniorenfuersenioren.ch.
Freitag, 21. Oktober
13.30–17.00
Herbstausstellung:
Gerenhaus,
Chramschopf , Zollikerberg.
15.00–16.00 Klavierrezital: Mit Caroline Oltmanns.
Tertianum Residenz Zollikerberg, Sennhofweg
23, Zollikerberg.
20.00 «BurnOut»: Jan Rutishauser präsentiert sein
neues Programm. Erlengut, Erlengutstasse 1, Erlenbach.
Samstag, 22. Oktober
10.00–22.00 Das grosse Feuervogel-Elemente-Erlebnisfest: Pfadiheim, Forch.
11.00–17.00 Kunstausstellung «Formszene»: Mit 31
Künstlern. Der Eintritt ist kostenlos. Erlengut, Erlengutstasse 1, Erlenbach.
13.30–17.00
Herbstausstellung:
Gerenhaus,
Chramschopf, Zollikerberg.
Sonntag, 23. Oktober
10.00–16.00 Das grosse Feuervogel-Elemente-Erlebnisfest: Pfadiheim Wassberg, Forch.
11.00–17.00 Kunstausstellung «Formszene»: Mit 31
Künstlern. Der Eintritt ist kostenlos. Erlengut, Erlengutstasse 1, Erlenbach.
13.30–16.00
Herbstausstellung:
Gerenhaus,
Chramschopf, Zollikerberg.
Montag, 24. Oktober
14.30 Singen: Kath. Pfarreizentrum, Küsnacht.
Dienstag, 25. Oktober
15.15–16.15 Lesung: Mit Burkhard Heiland. «Die
Torte» und «Das Halstuch» von Franz Hohler.
Tertianum Residenz Zollikerberg, Sennhofweg
23, Zollikerberg.
20.45–22.00 Cupspiel HC Küsnacht: Achtelfinale gegen SV Fides St. Gallen. Halle Allmendli Erlenbach, Im Allmendli, Erlenbach. Weitere Informationen: www.hckuesnacht.ch oder 044 268 18 09.
Mittwoch, 26. Oktober
11.00–16.00 Marroniplausch bei der UBS: Die UBS
Küsnacht lädt zu heissen Marroni und Glühwein.
Dazu gibts an diesem Tag verschiedene Spezialangebote. Zürichstrasse 141, Küsnacht.
14.15 Zaubervorstellung für Kinder: Mit Witz,
Charme und Poesie verblüfft der Zauberer Jamil
Tafazzolian Gross und Klein. Für Kinder ab
6 Jahren. Katholisches Pfarramt St. Michael, Neuweg 4, Zollikerberg. www.zauberart.ch. Eintritt
10 Franken.
19.30 Referat: Illegale Drogen – medizinische und
gesellschaftliche Konsequenzen. Referat von Prof.
Dr. med. Peter Grob, Immunologe. Eintritt frei für
Mitglieder Zumiker Kulturkreis, Unkostenbeitrag
für Nichtmitglieder. Kirchgemeindesaal Zumikon,
Dorfplatz 11, Zumikon.
Donnerstag, 27. Oktober
9.00–11.00 «booXkey» Vortrags- und Diskussionsrunde: mit Andi Gredig, lic.phil./Assistent Prof. Dürscheid, Universität Zürich: «Sage mir, wie du
schreibst ... Welche Bedeutung hat Typografie?»
Chrottegrotte, Obere Dorfstrasse 27, Küsnacht.
14.30 Den Verstorbenen gedenken: Kirchenzentrum
St. Agnes, Erlenbach.
18.15 Turnen für alle: Gesundheits- und Fitnesstraining für Jung und Alt unter Leitung von Bruno F. Dümmler, dipl. Turn- und Sportlehrer. Dauer: eine Stunde, Garderoben stehen zur Verfügung. Unkostenbeitrag oder Jahresbeitrag beim
Leichtathletikclub Küsnacht. Schulhaus Zentrum
(Untere Turnhalle), Rigistrasse, Küsnacht.
19.00–20.00 Ski-Fit 2015/16: Skiturnen für jedermann und -frau, organisiert vom Bürgerturnverein Küsnacht. Jeden Donnerstag (ausser in den
Schulferien). Keine Anmeldung nötig, Einstieg jederzeit möglich. Leitung/Infos: Nelly Voegeli-Sturzenegger, [email protected], 079 652 02 12,
www.btvk.ch. Turnhalle 2 bei der Heslihalle (Eingang Untere Heslibachstrasse 33), Küsnacht.
20.00 Kino: Film zum Thema «Unterwegs». Apéro
ab 19.30 Uhr, Eintritt frei. Höchhus, Seestrasse
123, Küsnacht.
Freitag, 28. Oktober
15.00–17.00 Live Pianomusik: Mit Evelyne Kunz.
Tertianum Residenz Zollikerberg, Sennhofweg
23, Zollikerberg.
18.00–21.00 Vernissage: Jubiläumsausstellung des
Kulturtreff Erlenbach. Mit neun Erlenbacher
Künstlern. Mit Apéro und Konzert. Erlengut, Erlengutstasse 1, Erlenbach.
19.30 Filmvorführung: Plastik – ein Stoff als Abfallproblem in Männedorf. Ref. Kirche, Männedorf.
Referat zur Schweizer Drogen-Geschichte
Am kommenden Mittwoch findet in
Zumikon ein Referat des Immunologen und Prof. Dr. med. Peter Grob
zum Thema «Illegale Drogen – medizinische und gesellschaftliche Konsequenzen» statt.
Es geht dabei um eine kulturelle
Auseinandersetzung in der Schweiz,
die vor 40 Jahren mit einem sich
rasch verbreitenden Konsum illegaler
Drogen begann. Wenige Jahre später
pfropfte sich auf diese eine Epidemie
von Hepatitis und HIV/Aids auf. Aus
einem medizinischen wurde ein soziales, gesellschaftliches und politisches Problem. Die Schweiz reagierte
in pionierhafter Weise, die weltweit
Beachtung und Nachahmung fand.
Der Vortrag mit Bildprojektionen
wird das Publikum durch diese Entwicklung führen, soll etwas nachdenklich stimmen, aber auch unterhalten.
Der Referent, Prof. Peter Grob,
ein Zumiker, hat diese Auseinandersetzung aus der Warte des Zürcher
Unispitals und vieler nationaler und
internationaler Kommissionen erlebt,
ist aber auch selbst in der Drogenszene engagiert gewesen. (e.)
Mittwoch, 26. Oktober, 19.30 Uhr
Kirchgemeindesaal Zumikon, Eintritt frei
für Mitglieder des Zumiker Kulturkreises,
Fr. 20.– für Nichtmitglieder
KIRCHEN
Katholisches Pfarramt
Küsnacht-Erlenbach
Küsnacht, St. Georg
30. Sonntag im Jahreskreis
Samstag, 22. Oktober
17.00 Eucharistiefeier
Sonntag, 23. Oktober
10.30 Eucharistiefeier
Itschnach
Friedhofkapelle Hinterriet
Sonntag, 23. Oktober
9.00 Eucharistiefeier
Erlenbach
Kirchenzentrum St. Agnes
Samstag, 22. Oktober
18.30 Eucharistiefeier
Anschliessend «Castagnata»
Reformierte Kirchgemeinde
Küsnacht
Sonntag, 23. Oktober
10.00 Kirche: Gottesdienst
Pfrn. Irena Widmann
Anschliessend Kirchenkaffee
10.15 Pflegeresidenz Bethesda
Heimgottesdienst
Pfr. Jürg Blösch
Erscheint 1-mal wöchentlich, am Donnerstag
Auflage: 12’327 (Wemf beglaubigt)
Jahresabonnement: Fr. 90.–
Inserate: Fr. 1.07/mm-Spalte
Anzeigenschluss:
Freitagmorgen, 10 Uhr
Geschäftsleitung/Verlag:
Liliane Müggenburg
Redaktion: Annina Just (aj.),
Oliver Linow (oli.)
E-Mail: [email protected]
Redaktionelle Sonderthemen:
Pia Meier (pm.), Lisa Maire (mai.), Pascal
Wiederkehr (pw.)
Ständige Mitarbeiter:
Willy Neubauer (wn.),
Annemarie Schmidt-Pfister (asp.)
Sport: Hanspeter Rathgeb (hr.)
Anzeigenverwaltung: Andrea Kehl,
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Buckhauserstrasse 11, 8048 Zürich, Tel. 044
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www.lokalinfo.ch
Druck: St. Galler Tagblatt AG, St. Gallen-Winkeln
Küsnachter
Veranstaltungen & Freizeit
«Der Schauspieldirektor» ist zu Gast
Die Koproduktion des Theaters Kanton Zürich und des
Opernhauses gastiert mit
«Der Schauspieldirektor»
von Mozart in Küsnacht.
Erstmals spannt das Opernhaus Zürich mit dem Theater Kanton Zürich
zusammen: Gemeinsam bringen die
beiden Mozarts «Schauspieldirektor» auf die Bühne des Katholischen
Pfarreizentrums, engagiert von der
Kulturkommission Küsnacht.
Der mässig begabte Regisseur
Frank erhält die Chance, zum
Schauspieldirektor aufzusteigen und
eine Theatertruppe zusammenzustellen. Dem schnell Überforderten
zur Seite steht seine Muse, die migränegeplagte Diva Eiler.
Der Traum scheint zu platzen
Die beiden laden zum Vorsprechen
und Vorsingen ein. Allerdings haben
nur wenige Aspiranten den Weg auf
die ungeheizte Probebühne gefunden, und vielversprechend sind sie
eigentlich auch nicht. Die hartnäckige Schauspielerin Pfeil weigert sich
beispielsweise, eine Ablehnung zu
akzeptieren, und tritt immer wieder
mit neuen Vorsprechrollen an. Der
Es entsteht ein musikalisch-schauspielerisches Chaos.
schweigsame Performance-Künstler
Krone und der selbst ernannte Universal-Schauspieler Buff schliesslich
lassen die Situation vollends aus
dem Ruder laufen und in ein vergnügliches musikalisch-schauspielerisches Chaos münden.
Es wird geliebt, gehasst, gestritten, gesungen und gerungen. Wie
nur soll diese bunte Truppe jemals
gemeinsam ein Stück auf die Beine
Foto: zvg.
stellen? Franks und Eilers Traum
von
einem
eigenen
Ensemble
scheint ernsthaft gefährdet. Das musikalische Arrangement besorgte Till
Löffler. Regie führt Rüdiger Burbach,
und die musikalische Leitung obliegt
Thomas Bartel. (e.)
«Der Schauspieldirektor»: Freitag, 28. Oktober, 20 Uhr im Katholischen Pfarreizentrum St. Georg, Kirchstrasse 2. Im Anschluss Kulturapéro. Eintritt frei, Kollekte.
Handgemachtes aus
dem Zollikerberg
Vom Freitag, 21. bis Sonntag, 23. Oktober, findet im Zollikerberg die
Herbstausstellung mit Kafistübli im Gerenhaus beim Chramschopf statt.
Wie bunte Herbstblätter verteilen
sich die Ausstellungstische im gemütlichen Gerenhaus. Da ist die junge Zolliker Modeschöpferin Laura Heer mit
ihren Mantelmodellen, die sie gerne
nach den Grössen von Besuchern nähen möchte. Janine Reift zeigt ihre
kunsthandwerklichen Holzgegenstände, die natürlich auch gekauft werden
können. Kicki Treichler und Elke Honeggers Tisch ist besonders farbenfroh, denn ihre sorgfältig verzierten
Behälter aus Papier/Karton, Zündholzschachteln, Ketten und so weiter sind
eine Pracht. Ency Blattner zeigt neben
Keramikgegenständen ihre filigranen
Fensterhänger, und Barbara Frutschi
möchte die Kunden wieder mit Mützen, Stulpen und Hüttenfinken versorgen. Eine weitere Attraktion sind die
diversen Fotokarten und der ganz spezielle Schmuck von Peter Ackermann.
Auch Hanny Schaals Scherenschnittkarten, Tischlämpchen und Bilder sind
sehenswert.
Das Kafistübli wird durch Rosmarie
Herger betreut. Die hausgemachten
Kuchen verlocken zum Geniessen bei
einem gemütlichen Schwatz. (e.)
Herbstausstellung. Freitag, 21. Okt., und
Samstag, 22. Okt. 13.30–17 Uhr, Sonntag,
23. Okt., 13.30–16 Uhr. Gerenhaus, Binzstrasse 10, Zollikerberg.
Grosses Feuervogel-Fest
Am kommenden Wochenende steigt
auf der Forch beim Pfadiheim Wassberg das «Feuervogel-Elemente-Erlebnisfest». Feuervogel, die Genossenschaft für Naturpädagogik, feiert
damit ihr 20-jähriges Bestehen. Sie
kündigt ein Fest der Freude, Spass,
Ruhe, Verbundenheit und Achtsamkeit mit und gegenüber der Natur an.
Das detaillierte Programm ist zu finden auf www.feuervogel.ch. (aj.)
Alain Schudel (l.) und Daniel Schaerer bilden das Duo Calva.
Foto: zvg.
Das Duo Calva spielt im Seehof
Das Duo Calva präsentiert
das humorvolle Stück
«Heute Abend: Zauberflöte!» im Küsnachter Seehof.
Wird in der Oper üblicherweise geliebt und gestorben, so darf an diesem Abend auch einfach gelacht
werden. Zwei Aushilfscellisten warten im Orchestergraben auf das eingeladene russische Gastspielensemble. Der Abend beginnt aber denkbar schlecht. Der Bus des Ensembles
bleibt auf der Strecke. Der vermeintlich missglückte Opernabend wird
jedoch mehr als gerettet.
Aus der Not eine Tugend machend fangen die zwei Cellisten an,
das Publikum bei Laune zu halten,
denn schliesslich geht es ja auch um
ihre Gage. Und so beginnt für sie eine Odyssee durch die klassische
Opernliteratur von Händel bis Andrea Bocelli.
Ihre unterschiedlichen Charaktere und Ansichten über die Musik
und den Musikbetrieb prallen aufeinander und gewähren den Zuschauern einen tiefen Einblick in die
Seele eines Musikers. «Heute Abend:
Zauberflöte» ist eine humorvolle, erfrischende Mischung aus Ironie und
instrumentaler Virtuosität, die Dominique Müller wirkungsvoll in Szene gesetzt hat. (e.)
Sonntag, 30. Oktober, 17 Uhr, Seehof,
Hornweg 28, Küsnacht. Eintritt frei, Kollekte. Die Platzzahl ist beschränkt, Einlass
ins Haus gibt es ab 16.30 Uhr.
Nr. 42
20. Oktober 2016
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Küsnachter
Nr. 42
20. Oktober 2016
KULTUR
Waibels grosse Skulpturen-Schau
Die neuste Ausstellung von
Annemarie Waibel in
Zollikon ist mit rund 100
Skulpturen eine umfassende
Präsentation des Gesamtwerkes der Künstlerin.
Farbige Bilder bieten einen willkommenen Kontrast zu den monochromen Plastiken.
Foto: zvg.
Galerie Vogtei zeigt Bilder und
Skulpturen von Renate Schlacher
Die Küsnachter Künstlerin
Renata Schalcher zeigt ihre
Metall-Skulpturen und Bilder
während eines Monats in der
Galerie Vogtei in Herrliberg.
Renata Schalchers Metall-Skulpturen
entstehen in einem Abstraktionsprozess aus der poetischen Formensprache fernöstlicher Kalligrafie.
Anhand von Kartonmodellen zeichnet die Künstlerin Schnittmuster,
welche sie auf Stahlplatten überträgt. Diese werden geschnitten, gebogen, gewalzt, geschmiedet, mit eiANZEIGEN
nem «unbeugsamen Willen» in die
gewünschte Form gebracht, verschweisst und geschliffen. Durch die
Kunst des Weglassens entsteht eine
faszinierende «eiserne Kalligrafie»
mit seidenmatten, ölig schwarz gebrannten oder archaisch verrosteten
Oberflächen. Schalchers Skulpturen
spielen mit der Wechselwirkung von
Fläche und Raum, von Licht und
Schatten. Die Künstlerin zeigt in
Herrliberg auch Bilder, welche in ihrer erfrischenden Farbigkeit den
perfekten Kontrast zu den monochromen Plastiken bilden. Sie arbeitet in ihrem Atelier «raumzeit» in
Küsnacht. Die Vernissage findet am
Sonntag, 23. Oktober, mit Musik des
Duos Chris Lightfoot / H.P. Brack
statt. Die Ausstellung d endet mit
der Finissage am Sonntag, 20. November. Die Künstlerin ist jeweils
am Sonntag anwesend oder nach telefonischer Vereinbarung unter der
Nummer 078 657 42 66. (e.)
Ausstellung: Sonntag, 23. Oktober, bis
Sonntag, 20. November. Öffnungszeiten:
Donnerstag: 18–20 Uhr, Samstag, 15–17
Uhr, Sonntag: 11.30–15.30 Uhr. Vernissage: 23. Oktober, 11.30–15.30 Uhr. Künstler-Apéro: Sonntag, 6. November, 11.30
–15.30 Uhr. Finissage: 20. November:
11.30–15.30 Uhr. www.galerie-vogtei.ch.
Bei Annemarie Waibel werden zeitlose
Themen des Menschseins mit grosser
Schaffenskraft und kreativer Leidenschaft in kleinen bis überlebensgrossen
Skulpturen in Bronze, Gips, Beton und
Kunststoff dargestellt. Es sind mehrheitlich Frauenfiguren: Das langjährige
Engagement der Künstlerin zur Förderung von Frauen in Führungspositionen und anderen Lebensbereichen findet so sein künstlerisches Pendant: Die
Frau in ihrer Lebensvielfalt; Verkörperlichungen von Menschen schlechthin. «Die Seele hat kein Geschlecht.»
Die Künstlerin lebt seit 20 Jahren
in ihrem Haus mit Atelier und Skulpturen-Garten im Zollikerberg. Aufgewachsen in Zürich Witikon, modelliert
und malt sie seit dem Kindergartenalter. Nach einem Psychologie-Studium
berät sie heute Führungspersonen und
Organisationen. Ihr zweites Standbein
blieb die Kunst. Und auch hier steht
die Faszination für den Menschen im
Mittelpunkt.
Patinierung der Figur «Luftfrau».
Das Innere im Äusseren sehen
Ein Teil von Waibels Skulpturen wird
anhand von lebenden Modellen modelliert, ein anderer quasi aus dem Innenraum der Künstlerin herausgeformt. Es sind figürliche, stets würdevolle Menschen-Darstellungen, die einerseits realistisch und somit scheinbar eindeutig, zugleich aber irritierend, symbolhaft, manchmal visionär
und vieldeutig wirken. Die Nacktheit
der Figuren will einen unverhüllten
Blick auf das Wesen des Menschen
freigeben.
Die Sprache des Körpers ist eine
andere Sprache, eine ohne Worte. Sie
will das Innere im Äusseren sichtbar
machen. Sie deutet auf Besinnlichkeit,
kraftspendende Erdhaftigkeit, Verletzlichkeit, Zentrierung und innere
Schönheit hin. Einige der dargestellten Wesen sind beflügelt und scheinen
nach oben zu ziehen. Sie versinnbildlichen eine Entwicklung hin zu Überwindung von Schwere, zu inneren
Werten, zu nur Erahntem. Andere Fi-
«Die Vergänglichkeit».
Fotos: zvg.
guren wirken auch provokativ oder
entlocken
dem
Betrachter
ein
Schmunzeln.
Die Künstlerin arbeitet mit einer
Vielfalt von Techniken: Sie ist fasziniert
von der uralten Sandguss-Technik, die
schon vor Tausenden von Jahren verwendet wurde. So entstehen archaische Abformungen, die wie eben bei
einer Ausgrabung in der Erde gefunden erscheinen. Es entstehen auch
Skulpturen in Gips, Beton, Kunststoff
und Bronze. Eine unerschöpfliche
Neugier lässt die Kunstschaffende in
letzter Zeit auch Figuren mit dem 3-DDrucker herstellen. (pd.)
Ausstellung Skulpturen von Annemarie
Waibel. Villa Meier Severini in Zollikon
Do. 27. Okt. 10–18 Uhr: Preview, Fr. 28.
Okt. bis So. 30. Okt., jeweils 10–18 Uhr.
[email protected]
www.skulpturen-annemarie-waibel.ch
Renato Hausers Werke sind geprägt von markanten Konturen.
F: zvg.
Landschaften und Stadtszenen
Der Kunstmaler und gelernte Grafiker Renato Hauser eröffnet am Donnerstag, 27. Oktober, ab 18 Uhr seine
Ausstellung in der Milchhütte Zumikon mit figurativer und abstrakter
Malerei.
Nach langjähriger Tätigkeit in der
Werbegrafik wendete sich Renato
Hauser vor einigen Jahren ganz der
selbstbestimmten Malerei zu. Seine
Freude an Farben und Formen durchzieht sein Werk, ganz einerlei, welcher
Kunstrichtung die einzelnen Bilder angehören. Sein Schaffen zeichnet sich
durch eine ausserordentliche thematische Breite aus. Für die aktuelle Ausstellung hat sich der Künstler für
Landschaften, Stadtszenen und abstrakte Werke entschieden.
Markante Flächen, Farben und
klare Konturen prägen die ganz unterschiedlichen Exponate und damit
auch den Raum. (e.)
Ausstellung. 27. Oktober – 12. November.
Vernissage: Do., 27. Okt. 2016, 18–20 Uhr.
Öffnungszeiten: Jeweils Mi. bis Fr. 17–20
Uhr. Sa. 14–17 Uhr. Galerie Milchhütte,
Dorfstrasse 31, 8126 Zumikon.