SL+TR Installationshandbuch

SIGMALOCK Plus-TR
Installationshandbuch
Building Technologies
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Dieses Dokument enthält Anweisungen zur Installation, Inbetriebnahme
und Bedienung der Schalteinrichtung SIGMALOCK Plus-TR.
Das vorliegende Dokument kann nicht alle möglichen Anwendungsfälle behandeln. Weitere
nützliche Produktinformationen wie Anwendungsbeispiele und Ergänzungen zu den
Handbüchern finden Sie im Intranet unter https://psp.sbt.siemens.com/ (Product Support
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Warenzeichen
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Center:
Intranet:
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Internet:
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E-Mail:
[email protected]
Schulungen
Siemens Building Technologies bietet zu allen Produkten die notwendigen
Schulungen an. Für Siemens-Mitarbeiter steht die SBT Academy zur
Verfügung. Externe Kunden wenden sich bitte an Ihre lokale SiemensNiederlassung
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1. Inhaltsverzeichnis
2.
Sicherheit...................................................................................................................... 5
2.1
Zielgruppe ............................................................................................................ 5
2.2
Allgemeine Sicherheitshinweise ........................................................................... 5
2.3
Transport ............................................................................................................. 5
2.4
Installation ............................................................................................................ 5
2.5
Betrieb ................................................................................................................. 6
2.6
VS-Anwendung Behörden und Industrie .............................................................. 6
2.7
Instandhaltung, Wartung und Revision ................................................................. 6
3.
Allgemein ...................................................................................................................... 7
4.
Gerätebeschreibung ..................................................................................................... 8
5.
Bestellinformationen ..................................................................................................... 9
6.
Technische Daten ....................................................................................................... 10
6.1 IF842-TR AWE................................................................................................... 10
6.2
IF860-EE Leser .................................................................................................. 11
7.
Maße und Montage Leser ........................................................................................... 12
8.
Funktionsbeschreibung IF842-TR AWE ..................................................................... 13
9.
8.1
8.2
Blockschaltbild ................................................................................................... 13
Einstellungen und Anzeigen ............................................................................... 16
8.3
Service Funktionen mit TR-Term........................................................................ 16
8.4
Meldungen Alarm-Logbuch ................................................................................ 18
8.5
Firmware aktualisieren ....................................................................................... 20
Anschaltpläne ............................................................................................................. 21
9.1
Anschaltplan Transliner Bus............................................................................... 21
9.2
Anschaltplan PL1, PL3, SZU (PL6) .................................................................... 21
9.3
Anschaltplan Leser IT860-EE............................................................................. 22
9.4
Anschaltplan Sperrelement 8320 ....................................................................... 22
9.5
Anschaltplan Sperrelement 8360 EasyLock ....................................................... 23
9.6
Anschaltplan Sperrelement 1 ............................................................................. 23
9.7
Anschaltplan Türöffner (Option) ......................................................................... 24
10. Parametrierung IC-Zentrale ........................................................................................ 25
11. Anzeige und Bedienelemente IT860-EE ..................................................................... 28
12. Symbollegende ........................................................................................................... 28
13. Inbetriebnahme und Funktionstest .............................................................................. 29
14. Austausch einer defekten AWE oder eines Lesers ..................................................... 31
15. System- und Benutzerkarten erstellen ........................................................................ 32
15.1 Voraussetzung ................................................................................................... 33
15.2 Bedienungsablauf .............................................................................................. 34
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16. Übersicht Systemfunktionen ....................................................................................... 36
16.1 Funktions-Codes Systembevollmächtigter ......................................................... 36
16.2 Funktions-Codes Benutzer ................................................................................. 36
17. Systemverwaltung am Leser (Systembevollmächtigter) .............................................. 37
17.1 Erster Systemschlüssel von Schlüssel-Karte speichern [90E] ............................ 37
17.2 Neuer Systemschlüssel von Schlüssel-Karte übernehmen [90E] ....................... 37
17.3 Benutzerkarte(n) dem System hinzufügen [91E] ................................................ 39
17.4 Benutzerkarte(n) vom System löschen [92E]...................................................... 40
17.5 Benutzerkarte(n) mit Kartennummer vom System löschen [92E]........................ 40
17.6 Standard-Ziffer +5 für Bedrohungscode ändern [93E] ........................................ 41
17.7 Benutzercode ändern/überschreiben [94E] ........................................................ 42
17.8 Betriebsanzeige Leser EIN/AUS schalten [95E] ................................................. 42
18. Bereich scharf schalten ohne Codeeingabe [1E]......................................................... 43
19. Bereich scharf schalten mit Codeeingabe [1E] ............................................................ 44
20. Bereich unscharf schalten [3E] ................................................................................... 45
21. Bereich unscharf schalten ohne Code nach Alarm [3E] .............................................. 46
22. Eigenen Benutzercode ändern [2E] ............................................................................ 47
23. Bereichszustand abfragen [0E] ................................................................................... 48
24. Türöffner im Bereichszustand unscharf (Option) ......................................................... 48
25. Glossar ....................................................................................................................... 49
26. Entsorgung/Umweltschutz .......................................................................................... 50
26.1 Entsorgung......................................................................................................... 50
26.2 Entsorgungsnachweis ........................................................................................ 50
27. Notizen ....................................................................................................................... 51
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2. Sicherheit
2.1 Zielgruppe
Die Anweisungen in diesem Dokument gelten nur für folgende Personen:
Zielgruppe
Installateur
Qualifikation
Besitzt Fachkenntnisse
im Bereich
Elektroinstallationen.
Tätigkeit
Installiert das Produkt,
Einzelkomponenten
oder Ersatzteile des
Produkts.
Zustand des Produkts
Einzelkomponenten des
Produkts sind noch nicht
installiert oder müssen
ersetzt oder umgebaut
werden.
2.2 Allgemeine Sicherheitshinweise
l Lesen Sie vor der Installation/Konfiguration/Inbetriebnahme des Gerätes
die allgemeinen Sicherheitshinweise.
l Bewahren Sie dieses Dokument zum Nachschlagen auf.
l Geben Sie dieses Dokument bei der Weitergabe des Produktes mit.
l Beachten Sie zusätzlich die landesspezifischen und ortsüblichen
Sicherheitsnormen oder Gesetze für die Installation, den Betrieb und die
Entsorgung des Produktes.
2.3 Transport
Geräteschaden bei Transport
l Bewahren Sie die Verpackung des Gerätes für den Weitertransport auf.
l Setzen Sie das Gerät keinen starken Erschütterungen aus.
2.4 Installation
Funkstörungen umliegender Geräte / EMV
l Beachten Sie beim Berühren von elektrostatisch gefährdeten
Baugruppen und Bauteilen die Handhabungsvorschriften (EGBRichtlinie).
l Das Gerät besitzt die Zulassungen für den Betrieb in der EU. Außerhalb
der EU sind die örtlichen Zulassungsvoraussetzungen vor
Inbetriebnahme zu prüfen.
Geräteschaden durch den falschen Standort
l Halten Sie die vom Hersteller empfohlenen Umgebungsbedingungen
ein (siehe Technische Daten).
l Installieren Sie das Gerät nicht in der Nähe einer stark
elektromagnetischen Strahlungsquelle.
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2.5 Betrieb
l Setzen Sie das Gerät keiner Erschütterung aus.
l Schützen Sie das Gerät vor andauernder Feuchtigkeit und Nässe.
l Halten Sie die vom Hersteller empfohlenen Umgebungsbedingungen
ein (siehe Technische Daten).
l Wählen Sie als Code eine Kombination aus mindestens 6 Ziffern.
Verwenden Sie keinen einfachen Code, wie z.B. Ihr Geburtsdatum oder
einfache Ziffernabfolgen (wie 123456 oder 343434).
l Schreiben Sie den Code nach Möglichkeit nicht auf. Falls doch,
bewahren Sie den Code an einem sicheren Platz auf.
l Wir empfehlen, den Code alle 3 Monate bzw. nach Vorgaben zu ändern.
2.6 VS-Anwendung Behörden und Industrie
Hinweis zur Anwendung von Chipkarten und Codeeingabe
l Die Nutzung von Schließmedien im Geheimschutz ist für Behörden in
der Verschlusssachenanweisung (VSA) sowie für die
geheimschutzbetreute Industrie im Geheimschutzhandbuch für die
Wirtschaft (GHB) geregelt.
2.7 Instandhaltung, Wartung und Revision
Gefahrensituation durch Test-/Probealarm
l Informieren Sie die am System angeschlossenen hilfeleistenden Stellen
vor einer Test-Fernübermittlung.
l Informieren Sie alle anwesenden Personen vor der Überprüfung der
Alarmierungsgeräte, um Panikreaktionen zu vermeiden.
Reinigung
l Verwenden Sie keine Flüssigreiniger oder Sprays, die Alkohol, Spiritus
oder Ammoniak enthalten.
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3.
Allgemein
Die Geräte des Systems SIGMALOCK Plus TR können nur im Rahmen ihrer
physikalischen Wirkungsweise und technischen Daten sowie ihrer kundenspezifischen
Parametrierung mit der Intrusionsmeldeanlage funktionieren.
Der Hersteller übernimmt keine Verantwortung für Personen- und Sachschäden, die beim
Betrieb des SIGMALOCK Plus TR Systems entstehen können.
Die nachfolgend aufgeführten Vorschriften gelten für die Bundesrepublik Deutschland. In
anderen Staaten sind die dort geltenden Vorschriften zu beachten.
Intrusionsmeldeanlagen (Einbruchmeldeanlagen) müssen nach den Normen der Reihe DIN
VDE 0800 errichtet werden (VdS-Klassen A, B und C).
Für das Errichten, Erweitern, Ändern und Betreiben von Intrusionsmeldeanlagen der VdSKlassen B und C ist die DIN VDE 0833 anzuwenden.
Bei Intrusionsmeldeanlagen, die die Forderungen der VdS Schadenverhütung erfüllen
müssen, ist darüber hinaus die Richtlinie VdS 2311 anzuwenden.
Zur Erfüllung der Anforderungen durch das Bundesamt für Informationssicherheit BSI, sind
folgende Richtlinien relevant:
- BSI-TL 03400
Produkte für die materielle Sicherheit
- BSI TL-03419
Technische Anforderungen an Schalteinrichtungen
- BSI TL-03424
Anforderungen für elektronische Schlüssel
Auszug aus DIN VDE 0833:
Intrusionsmeldeanlagen müssen durch Elektrofachkräfte1) errichtet werden.
Der Bediener einer Intrusionsmeldeanlage muss eine Eingewiesene Person2) sein.
Anmerkung: Unter ”Errichten” ist hier zu verstehen: Projektieren, Montieren,
Inbetriebsetzen und Instandhalten.
1)
Elektrofachkraft ist, wer auf Grund seiner fachlichen Ausbildung, Kenntnisse und Erfahrungen sowie Kenntnis der
einschlägigen Normen die ihm übertragenen Arbeiten beurteilen und mögliche Gefahren erkennen kann.
Anmerkung: Zur Beurteilung der fachlichen Ausbildung kann auch eine mehrjährige Tätigkeit auf dem betreffenden
Arbeitsgebiet herangezogen werden.
Für den Bereich der Intrusionsmeldetechnik sind aus dem Spektrum der Elektrotechnik zusätzlich Ausbildung, Kenntnisse
und Erfahrungen auf den Gebieten der Intrusionsmelde-, Fernmelde-, Prozessdatenverarbeitungs- und Starkstromtechnik
erforderlich.
2)
Eingewiesene Person ist, wer in die für den Betrieb einer Gefahrenmeldeanlage (GMA) erforderlichen Aufgaben
eingewiesen wurde. Sie ist in der Lage, selbstständig die Bedienung der GMA vorzunehmen, Einflüsse auf die
Überwachungsaufgaben bzw. Unregelmäßigkeiten zu erkennen und eigenverantwortlich bei Beeinträchtigung Inspektionen
und Störungsbeseitigungen zu veranlassen.
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4.
Gerätebeschreibung
Die Schalteinrichtung SIGMALOCK Plus TR stellt für das Transliner-Ringbus-System (TRSystem) eine busfähige elektronische Schalteinrichtung gemäß den Anforderungen des BSI
und VdS zur Verfügung.
SIGMALOCK Plus TR besteht aus folgenden Komponenten:
·
·
IF842-TR Auswerteeinheit mit direkter Anschaltung an den TR-Bus (LSN)
IF860-EE Kartenleser System mifare DESFire EV1 mit Tastatur
Zusammen mit einer Sperreinrichtung bildet SIGMALOCK Plus TR eine Schalteinrichtung.
Mit Schalteinrichtungen können Intrusionsmeldeanlagen (IMA) unter Wahrung der
Zwangsläufigkeit nach dem Verlassen/Abschließen der Sicherungsbereiche scharf und vor
dem Aufschließen/Betreten unscharf geschaltet werden.
Die genaue Bedienung des SIGMALOCK Plus TR ist abhängig von der gewünschten
Parametrierung und der vorgegebenen Organisation (z. B. Aufbau gemäß den Richtlinien der
VdS Schadenverhütung GmbH bzw. den Richtlinien des Bundesamtes für Sicherheit in der
Informationssicherheit BSI). Bei Übergabe der Anlage an den Kunden wird der
Kundenbetreuer die kundenspezifischen Bedienmöglichkeiten erklären und vorführen sowie
ein Abnahmeprotokoll erstellen.
Die Parametrierung der Zentralenfunktion „Schalteinrichtung“ erfolgt wie bisher über das
Parametrierungstool TR-Plan. Die Anwenderdaten der Schalteinrichtung werden über den
Kartenleser, mittels separat programmierten System- bzw. Benutzerkarten, an die
Auswerteeinheit übertragen und dort gespeichert. Die benötigten Karten werden separat für
jede Schalteinrichtung als System- bzw. Benutzerkarten mit einer speziell dafür entwickelter
Software (PC-Tool) vor Ort programmiert. Es können bis zu 1000 Benutzerkarten verwendet
werden.
Für die Nutzung als BSI-Schalteinrichtung ist derzeit nur 1 Kartenleser zugelassen.
Sobald die Version für 2 Kartenleser verfügbar ist werden weitere Informationen über
die Nutzungsmöglichkeiten veröffentlicht.
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5. Bestellinformationen
Bezeichnung
Bemerkung
Art. Nr.
IF842-TR SIGMALOCK Plus TR
BSI
Auswerteeinheit zum Anschluss an den
Transliner Bus.
S24243-A3702-A1
IT860-EE SIGMALOCK Plus TR
Kartenleser DESFire System für
u.P bzw. a.P. Montage
S24243-F3290-A1
IT860-SS UP Sichtschutz
u.P. Ausführung
Sichtschutz für IT860-EE für
u.P. Montage mit Abhebesicherung
S24243-D3292-A1
IT860-GH AP Gehäuse
a.P. Ausführung
Aufbaugehäuse für IT860-EE
S24243-D3293-A1
IT860-SS AP Sichtschutz
a.P. Ausführung
Sichtschutz für IT860-EE für
a.P. Montage mit Abhebesicherung
S24243-D3294-A1
IT860-KS DF
Kartensatz 10 Stück
Kartensatz DESFire (System- bzw.
Benutzerkarten)
S24243-D3295-A1
IT860-SA DF
Schlüsselanhänger 10 Stück
Schlüsselanhänger DESFire (Systembzw. Benutzerkarten)
S24243-D3295-A2
ADMITTO-A-3100 D-DESFire
USB
Initialisierungsmodul für Kartensatz
S24243-F3296-A1
Bezeichnung
Bemerkung
Art. Nr.
IF160 Verteiler Relaisplatine
Zusatzbaugruppe für IF160 Gehäuse.
Relais mit Umschaltkontakt und freie
Stützpunkte.
S24243-A3761-A1
Sperrelement mit Rückmeldung
Sperrelement 8320
V24244-Z5050-A1
Sperrelement mit Rückmeldung
Sperrelement 8360 EasyLock
V24244-Z5051-A1
Bezeichnung
Bemerkung
Art. Nr.
Benutzerhandbuch SL+TR BSI
Erstellen von Kartensätzen und
Bedienungsablauf für den Betreiber
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Zubehör
Dokumentation
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6. Technische Daten
6.1 IF842-TR AWE
Versorgungsspannung / Stromaufnahme Daten
Versorgungsspannung (+UB)
Stromaufnahme AWE
12 V, 8,5 V, 30 V
mit Leser IT860-EE
12 V, 8,5 V, 30 V
mit Leser und vorgehalt. Karte 12 V, 8,5 V, 30 V
8,5 – 30 Vdc, mit Verpolungsschutz
35 mA, 50 mA, 16 mA
95 mA, 135 mA, 40 mA
120 mA, 175 mA, 50 mA
Schnittstelle TR-Bus (Ring- od. Stichbetrieb)
Daten
Versorgungsspannung (Busspannung)
Stromaufnahme
Leitungslänge (2x2x0,6 mm)
10 bis 36 V
PIN-Codes und Digitale Schlüssel
Daten
PIN-Codes
Digitale Schlüssel
Unerlaubte PINs 6, 7 oder 8 stellig
Anzahl ungültiger Codeeingaben
>106
128 Bit
12345678 und gleiche Zahlen
Erste. Sperre nach 3 Versuchen, erste Sperrzeit
10 sec.. Mit jeder weiteren Falscheingabe wird
die Sperrzeit erhöht.
Schnittstelle Leser
Daten
RS485
Leitungslänge
38400 Bit/s
max. 100 m
Schnittstelle Service (X27)
Daten
RS232 (für TR-Projektierungskabel)
57600 Bit/s
Eingänge
Daten
PL1, PL3 (PL2 u. PL4 nur interne Funktion)
SZU oder PL (parametrierbar)
SPE-E (Endstellung ausgefahren)
X13 externer Abhebekontakt
EW 12K1
EW 12K1//3K92 oder 12K1
Schließer (0V >200 ms).
Öffnerkontakt (max. Leitungslänge 1 m)
Ausgänge
Daten
TÖ1+2, SPE-A, SPE-Z, STA1, STA2, STÖ
U1 Betriebsspannung TÖ u. SPE
U2 Betriebsspannung Leser
0V schaltend, max. 25 mA, kurzschlussfest
+UB über PTC-Sicherung 0,5 A
+UB über PTC-Sicherung 0,5 A
Anschlusstechnik
Daten
Steckbare 2-polige Schraubanschlüsse
max. 1 x 1,5 mm oder 2 x 0,6 mm je Klemme
Gehäuse
Daten
Abmessungen (H x B x T)
Material/Farbe
Gewicht
Schutzart
Betriebstemperatur
215 x 160 x 36 mm
ABS/grauweiß (RAL 9002)
370 g
IP40
-25 °C bis +55 °C
Zulassung
Daten
Umweltklasse
EN55022 (Störaussendung)
EN50131-3
II -10 °C bis +55 °C (erweitert auf -25 °C)
Klasse B
Grad 3, Klasse II, Alle programmierbaren
Funktionen entsprechen den EN-Anforderungen.
G116012, Klasse C
VdS-Anerkennungs-Nr.
2 mA (±15%)
max. 1000 m
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6.2 IF860-EE Leser
Versorgungsspannung /
Stromaufnahme
Daten
Versorgungsspannung (+UB)
Leistungsaufnahme
8,0 – 30 Vdc, mit Verpolungsschutz
max. 1,7 VA
Schnittstelle
Daten
RS485 (nicht galvanisch getrennt)
Leitungslänge
9600 Bit/s und 38400 Bit/s
max. 100 m
Anschlusstechnik
Daten
Steckbare 4-polige Federklemme
max. 0,8 mm je Klemme
Signalanzeigen
Daten
3 LEDs, grün, gelb, rot, Piezo-Summer
Betriebs- Funktionsanzeige, Quittierung
Gehäuse Leser
Daten
Abmessungen (H x B x T)
Material/Farbe
Gewicht
Schutzart
Betriebstemperatur
81 x 81 x 11 mm
Frontdeckel PMMA Oroglas HFI 10
Lichtgrau (RAL ähnlich 7035)
Streuscheibe BC7040/4 UV weiß
Rückwand Grivory GV 5H natur
100 g
IP54
-25°C bis +60°C
Gehäuse a.P.
Daten
Abmessungen (H x B x T) incl. Leser
Material/Farbe
Gewicht
Schutzart
81 x 81 x 29 mm
Gehäuse: PS Lichtgrau/(RAL ähnlich 7035)
40 g
IP54
Sichtschutz u.P.
Daten
Abmessungen (H x B x T)
Material/Farbe
Gewicht
93 x 96 x 40 mm
Gehäuse: PS Lichtgrau/(RAL ähnlich 7035)
Dom: PS/Reinweiß ähnlich RAL 9010
50 g
Sichtschutz a.P.
Daten
Abmessungen (H x B x T)
Material/Farbe
Gewicht
93 x 96 x 68 mm
Gehäuse: PS Lichtgrau/(RAL ähnlich 7035)
Dom: PS/Reinweiß ähnlich RAL 9010
80 g
Zulassung
Daten
Umweltklasse
EN55022 (Störaussendung)
EN50131-3
VdS-Anerkennungs-Nr.
III -25 °C bis +55 °C (erweitert bis +60 °C)
Klasse B
Grad 3, Klasse III
G116014, Klasse C
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7. Maße und Montage Leser
Montage Kartenleser
Pos. Beschreibung
1
Einsichtschutz a.P./u.P.
2
a.P.-Gehäuse
3
Einbaurahmen IT860-EE
4
Kartenleser IT860-EE
5
Sicherungsschr. für Abreißkontakt
6
Sicherungsschraube Kartenleser
Einsichtschutz
Maße Kartenleser
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8. Funktionsbeschreibung IF842-TR AWE
Die IF842-TR AWE verhält sich im Transliner Bus wie ein AE-SE100 bzw. IF160-TR (im SEModus). Damit wurde dem Wunsch entsprochen, dass der Betrieb oder Austausch in bereits
installierten Anlagen ohne Änderungen der Parametrierung bzw. ohne Update der
Zentralensoftware möglich ist.
Nachfolgend werden alle Ein-/Ausgänge mit ihrer jeweiligen Funktion beschrieben.
8.1 Blockschaltbild
Übersicht Funktion Primärlinien
Anschluss
Erläuterung
PL1
Physikalisch frei beschaltbar. Meldungsart erfolgt über die Parametrierung.
PL2
Physikalisch ohne Funktion. Wird intern nach 3 x "Falschcode"-Eingabe aktiviert.
Meldungsart erfolgt über die Parametrierung.
PL3
Physikalisch frei beschaltbar. Meldungsart erfolgt über die Parametrierung.
PL4
Physikalisch ohne Funktion. Wird intern durch den "Bedrohnungscode" aktiviert.
Meldungsart erfolgt über die Parametrierung.
PL6
Physikalisch frei beschaltbar. Kann über Parametrierung als normale Primärlinie oder
als SZU-Meldung eingestellt werden.
[PL5] Leser
Wird durch die Bedienvorgänge am Leser intern als "Blockschloßlinie" zur scharf/unscharf-Schaltung des Sicherungsbereiches geschaltet.
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Technische Details zu den Ein-/ Ausgängen
Anschluss
Erläuterung
0V
Betriebsspannung (
+UB
Betriebsspannung (+).
Bei einer Spannung <8,5 V wird die Meldung 'Ausfall Hilfsspannung' aktiviert.
TR Ax / TR Bx
Transliner Ringbus A (-) / B (+).
Der Transliner-Anschluss ist galvanisch getrennt aufgebaut. Die AWE kann
deshalb rückwirkungsfrei mit einer externen Energieversorgung betrieben werden.
Die Stromaufnahme aus dem Ringbus beträgt max. 2,3 mA (2,0 mA ±15%)
S
Anschlüsse für Beidraht Kabelschirm. Alle mit S bezeichneten Anschlüsse sind
miteinander verbunden.
)
Entspricht Betriebsspannung 0V
PL1
Primärlinie PL1 ist frei zu beschalten. Funktion wird durch die Parametrierung der
Zentrale festgelegt. Es kann der interne oder ein externer EW (12K1) verwendet
werden. Reaktionszeit der PL ≥ 100 ms.
PL2
Primärlinie PL2 wird intern als 'Falschcode'-Meldung verwendet. Die
Meldung wird dynamisch aktiviert sobald ein Benutzer 3x einen falschen
Benutzercode eingegeben hat. Der physikalische Anschluss hat keine
Funktion.
PL3
Primärlinie PL3 ist frei zu beschalten. Funktion wird durch die
Parametrierung der Zentrale festgelegt. Es kann deer interne 14de rein
externer EW (12K1) verwendet werden. Reaktionszeit deer PL ≥ 100 ms.
PL4
Primärlinie PL4 wird intern als 'Bedrohungsalarm' verwendet. Die Meldung wird
dynamisch aktiviert sobald ein Benutzer beim Vorgang "Bereich unscharf schalten"
die Eingabe seines Benutzercodes an der letzten Stelle mit der festgelegten
Bedrohungsziffer addiert. Bei Schalter S4/5 auf ON ist diese Funktion auch für den
Vorgang "Bereich scharf schalten" aktiv.
Der physikalische Anschluss hat keine Funktion.
EW
Interne Endwiderstände 12K1 die über Jumper (Steckbrücken) zugeschaltet
werden können. Wenn sie nicht benötigt werden stehen die jeweiligen 2 poligen
Anschlüsse als Rangierpunkte zur Verfügung.
PL6 (SZU)
Primärlinie für Sperrzeituhr (Geistige Schalteinrichtung) oder als frei definierbare
Meldung. Wird durch die Parametrierung der Zentrale festgelegt. EW 12K1 bei
normaler Primärlinie, EW 12K1//3K92 bei SZU Meldung.
[PL5]
Wird durch die Bedienvorgänge am Leser intern als "Blockschloßlinie" zur scharf/unscharf-Schaltung des Sicherungsbereiches geschaltet. Der Ausfall der
Eingabeeinheit wird als BS-Störung (Sabotage) gemeldet.
Leser A / B
RS485 A (+) B (-) Datenleitung Leser.
Bei Störung oder Austausch des Lesers wird 'Störung Blockschloßlinie' aktiviert.
Die Meldung bleibt solange aktiviert bis die Störung beseitigt wurde. Bei Tausch
eines Lesers unter Spannung muss zur Initialisierung die AWE kurz spannungslos
gemacht werden (Power On Reset).
In MP1.0 ist nur ein Leser anschließbar.
+U2
Betriebsspannung (+) für Leser über Sicherung 500 mA.
Die Sicherung ist selbstheilend. Bei Auslösung der Sicherung wird die Meldung
'Ausfall Hilfsspannung' aktiviert.
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Anschluss
Erläuterung
LED1 (STA1)
Der Steuerausgang wird intern für die Freigabe 'Unscharfschaltung ohne Code'
ausgewertet. Festlegung erfolgt durch die Parametrierung z.B. durch die Meldung
'Anzeige Alarm' des Sicherungsbereiches oder durch die Meldung eines
'Notöffnungstasters'. Der Ausgang kann für eine Anzeige verwendet werden.
Der Ausgang ist kurzschlussfest und strombegrenzt auf 25 mA.
LED2 (STA2)
Der Steuerausgang ist frei parametrierbar und hat keine interne Verwendung.
Der Ausgang ist strombegrenzt auf 25 mA und ist kurzschlussfest.
CKPT (STÖ)
Steuerausgang 'Sicherungsbereich scharf'. Wird intern als 'Bereich scharf'
ausgewertet. Muss in der Parametrierung durch Meldungsparameter 'Ausgang
scharf' des Sicherungsbereiches angesteuert werden. Der Ausgang kann zur
Anzeige 'Bereich scharf' verwendet werden.
Der Ausgang ist kurzschlussfest und strombegrenzt auf 25 mA.
SPE E
Eingang für Sperrelement Endstellung (Riegel ausgefahren). Aktives Signal 0V.
Rückmeldung ob der Riegel des Sperrelementes bis zur Endstellung ausgefahren
ist. Wird diese Funktion gewünscht muss Schalter S4/6 auf ON stehen.
Beim Vorgang "Bereich scharf schalten" erwartet die AWE das Signal innerhalb
von 5 Sek. sonst wird die Scharfschaltung abgebrochen.
SPE A
Steuerausgang für Sperrelement Ansteuersignal AUF. Das Signal steht statisch an
solange der Bereich unscharf ist.
Der Ausgang ist kurzschlussfest und strombegrenzt auf 25 mA.
SPE Z
Steuerausgänge für Sperrelement Ansteuersignal ZU. Das Signal wird aktiviert
sobald der Scharfschaltevorgang eingeleitet wird und steht statisch an solange der
Bereich scharf ist.
Der Ausgang ist kurzschlussfest und strombegrenzt auf 25 mA.
TOE1
Steuerausgang für Türöffner 1. Nur aktiv wenn Schalter S4/2 auf ON gestellt ist.
Wird für 5 Sek. aktiviert wenn bei unscharfen Bereich eine gültige Benutzerkarte an
Leser 1 vorgehalten wird. Nach dem Vorgang "Bereich unscharf schalten" wird der
Ausgang automatisch gesetzt, die Karte muss nicht noch einmal vorgehalten
werden.
Ist zusätzlich Schalter S4/5 auf ON gestellt muss zur Aktivierung ein Benutzercode
eingegeben werden.
Der Ausgang ist kurzschlussfest und strombegrenzt auf 25 mA.
TOE2
Steuerausgang für Türöffner 2. Nur aktiv wenn Schalter S4/2 auf ON gestellt ist.
Wird für 5 Sek. aktiviert sobald eine gültige Benutzerkarte an Leser 2 vorgehalten
wird und der Bereich unscharf ist.
Ist zusätzlich Schalter S4/5 auf ON gestellt muss zur Aktivierung ein Benutzercode
eingegeben werden.
Der Ausgang ist kurzschlussfest und strombegrenzt auf 25 mA.
In MP1.0 nicht verfügbar.
+U1
Betriebsspannung (+) für TÖ und / oder SPE über Sicherung 500 mA.
Die Sicherung ist selbstheilend. Bei Auslösung der Sicherung wird die Meldung
'Ausfall Hilfsspannung' aktiviert.
X13
Anschluss für Abhebekontakt Art-Nr. S24243-A3031-A1. Wird benötigt wenn
EN50131-3:2009 Grad 3 gefordert ist.
X27
Schnittstelle Service zum Auslesen des Logbuchs und der FW-Version und
Einstellen von Datum und Uhrzeit mit Terminalprogramm TR-Term
Der Anschluss erfolgt per IC-Projektierungskabel an einen PC/Notebook.
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8.2 Einstellungen und Anzeigen
D20
D19
D18
Jumper
J1
Funktion
LED 'Crypt-Modul'
(immer aktiv)
Betriebsanzeige
blinkt langsam = OK
ein = defekt
RND-Generator
aus = OK
ein = Fehler
Leser
aus = Online
ein = Offline
Stellung (* ab Werk)
Deckelkontakt
AUS / EIN
Interne Endwiderstände 12K1 an Klemmen EW
J7, J9
J12
Klemmen EW sind frei verwendbar
Update Firmware aktivieren
X13
Anschluss Abhebekontakt
Schalter S4
AUS / EIN
Funktion
Stellung (* ab Werk)
1
Anzahl Leser (MP1.0 nur 1 Leser)
2
Funktion Türöffner (TOE1, 2)
3
In MP1.0 ohne Funktion
*OFF
4
In MP1.0 ohne Funktion
*OFF
5
Scharfschaltung und Türöffner
6
SPE Endstellung beachten
AUS / EIN
*OFF / ON
7
Werkseinstellung (EIN+Reset-Taste)
AUS / EIN
*OFF / ON
8
Debug Modus
AUS / EIN
*OFF / ON
LED-Anzeige
D13
D14
D17
1/2
*OFF / ON
AUS / EIN
*OFF
ohne Code / mit Code
*OFF / ON
Funktion (nur aktiv bei ausgelöstem DK)
Anzeige
Betriebsanzeige TR-Bus
OK
Störung
Kommunikation Leser
OK
Störung
blinkt langsam
blinkt schnell
flackernd
aus
Betriebsanzeige CPU
OK
CPU defekt
blinkt langsam
aus oder ein
8.3 Service Funktionen mit TR-Term
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An der AWE stehen einige Service-Funktionen zur Verfügung die über die Service
Schnittstelle X27 und dem Terminalprogramm 'TR-Term' aktiviert werden können. Die
Schnittstellengeschwindigkeit beträgt 57600 Bit/s:
Die nachfolgend beschriebenen Funktionen sind nur bei ausgelöstem DK möglich (LED auf
der AWE sind aktiv).
1. Zeit stellen
Mit dem Menü Symbol
wird Datum und Zeit vom PC/Notebook an die AWE
übertragen. Muss während der Inbetriebnahme durchgeführt werden damit alle
Einträge im Logbuch mit korrekter Zeit erfolgen.
2. Zeit abfragen
Mit dem Menü Symbol
und der nachfolgenden Auswahl
und Zeit von der AWE ausgelesen werden.
kann Datum
3. Ausdruck Alarm-Logbuch
Mit dem Menü Symbol
und der nachfolgenden Auswahl
alle Logbucheinträge auf das Terminalprogramm ausgelesen werden.
Wird zuvor das Menü Symbol
als Datei gespeichert werden.
können
(Mitschnitt starten) aktiviert kann das Alarm-Logbuch
4. Gerätetyp abfragen
Mit dem Menü Symbol
und der nachfolgenden Auswahl
Geräteinformationen ausgegeben, IF842-TR, Firmware-Version.
werden die
5. Seriennummer auslesen (auf Anfrage der Hotline)
Im TR-Term Fenster 'GET_SERIAL' eintippen und mit 'Enter' bestätigenDie Seriennummer wird angezeigt z.B. '13-000000a3'. Die 13 steht für Hardwaretyp
und Fertigungsort. Die letzten 8 Ziffern sind die einmalige Seriennummer (in HEX).
6. 'Debug'-Ausgabe aktivieren und mitschneiden
Bei Störungen die nicht vor Ort beseitigt werden können ist es oft notwendig für den
Entwickler spezielle Daten des Gerätes auszulesen. Diese Funktion sollte nur mit
Absprache eines Hotline-Mitarbeiters (oder Entwicklers) ausgeführt werden.
Für einen 'Debug'-Mitschnitt müssen folgende Vorrausetzungen erfüllt werden:
- TR-Term ist geöffnet
- Mitschnitt ist aktiviert
Erst jetzt darf Schalter S4/8 auf ON gestellt werden. Der Mitschnitt sollte so lange
aufgezeichnet werden wie vorab mit der Hotline besprochen.
Bevor der Mitschnitt
und die Schnittstelle
Schalter S4/8 wieder auf OFF gestellt werden.
HINWEIS
wieder geschlossen werden muss
Wenn Schalter S4/8 nicht auf OFF steht bevor der Mitschnitt geschlossen oder das
Schnittstellenkabel entfernt wird, geht die AWE in TR-Störung und es muss an der Zentrale eine
Initialisierung durchgeführt werden.
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8.4 Meldungen Alarm-Logbuch
Übersicht der Meldungen die ins Alarm-Logbuch eingetragen werden.
Der Ausdruck wird in TR-Term wird mit dem Menü Symbol
und der nachfolgenden Auswahl
aktiviert.
Das Logbuch ist als Ringspeicher ausgelegt und wird in einem nichtflüchtigen Flash
gespeichert.
Vor jeder Zeile steht eine interne Seiten-Nummerierung von 129 bis 149 (Flashbereich). Jede
dieser 20 Seiten speichert 64 Einträgen mit Datum und Uhrzeit des Ereignisses. Da immer ein
Flashbereich vor dem neuen Beschreiben gelöscht werden muss stehen somit max.
19x64=1280 Einträge zur Verfügung.
Beispiel:
DRU_ALOG
130/00 2015-05-20 12:20:50 Benutzer 9, Tueroeffner
130/01 2015-05-20 17:00:20 Benutzer 9, scharf geschaltet
130/02 2015-05-20 07:50:10 Benutzer 9, unscharf geschaltet
…
…
130/63 2015-05-29 17:01:50 Benutzer 9, scharf geschaltet
131/01 2015-05-29 07:05:50 Benutzer 9, unscharf geschaltet
131/02 2015-05-29 10:15:07 Benutzer 9, Tueroeffner
Folgende Einträge sind definiert (verschiedene Benutzer):
Benutzer 9, Tueroeffner
Benutzer 9, scharf geschaltet
Benutzer 9, unscharf geschaltet
Systemschluessel geloescht
Systemschluessel geaendert
Benutzer 1 angelegt
Benutzer 2 angelegt
Benutzer 3 angelegt
Benutzer …
Benutzer 5 geloescht
Benutzer 7, falscher Code
Benutzer 2 Code geaendert
Benutzer 7 Code geaendert (admin)
Benutzer 2, Tueroeffner
Benutzer 1, scharf geschaltet
Benutzer 8, Bedrohungscode
Benutzer 8, unscharf geschaltet
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Bedrohungsoffset 2
Deckelkontakt in Ruhe
Deckelkontakt ausgeloest
Leser Ausfall
Leser Reset
Leser war offline
Leser OK
Reset (V01000038)
Werkseinstellungen
Leser Sabotage ausgeloest
Leser Sabotage in Ruhe
Zufallsgenerator OK
Zufallsgenerator Ausfall
DIP Anzahl Leser 0
DIP Anzahl Leser 1
DIP Tueroeffner 0
DIP Tueroeffner 1
DIP Scharfschaltecode 0
DIP Scharfschaltecode 1
DIP SPE Endstellung 0
DIP SPE Endstellung 1
DIP Werkseinstellungen 0
DIP Werkseinstellungen 1
DIP Debug 0
DIP Debug 1
Logbuch Ausdruck Ende
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8.5 Firmware aktualisieren
Die IF842-TR AWE kann vor Ort mit Hilfe eines Windows Tool aktualisiert werden.
Voraussetzungen:
·
·
·
Windows-Tool "Flash_Loader_Demonstrator_v2.6.0" (oder höher) ist installiert ().
Firmware Datei "if842-01000036.s19" (Beispiel) ist vorhanden.
IC-Projektierungskabel (‚ƒ) ist angeschlossen.
Vorgehensweise:
1. Stecken sie am IF842-TR den Jumper J12 nach rechts (Firmware aktualisieren EIN).
2. Drücken sie einmalig die Taste Reset.
Ø Die LED 'Betriebsanzeige CPU' erlischt.
3. Starten Sie das Tool "Flash Loader Demo".
4. Überprüfen Sie die Einstellungen: Port: COM1 (Beispiel), Baud Rate: 115200, Flow
Control: ON, Parity: Even, Echo: Disable, Timeout: 10.
5. Klicken Sie im Tool auf die Schaltfläche "NEXT".
Ø Bei erfolgreicher Verbindung erscheint ein neues Fenster mit einer grünen Ampel.
6. Klicken sie auf "NEXT".
7. Warten Sie bis der Prozessor Typ unter "Target" erkannt wird und klicken Sie auf "NEXT".
8. Wählen Sie unter "Download from File" die vorher gespeicherte Firmware Datei "if84201000036.s19" (Beispiel) aus. (Alle weiteren Einstellungen bleiben unverändert).
9. Klicken Sie auf "NEXT".
Ø Im folgenden Fenster zeigt die steigende Balkenanzeige den korrekten Flashvorgang.
10. Nach Abschluss des Flashvorganges schließen sie das Tool mit "CLOSE".
11. Stecken Sie den Jumper J12 wieder nach links (Firmware aktualisieren AUS).
12. Drücken sie einmalig die Taste Reset.
Ø Die LED 'Betriebsanzeige CPU' blinkt. Sie haben die Firmware erfolgreich aktualisiert.
13. Die FW-Version kann über TR-Term abgefragt werden (siehe 'Service Funktionen')

Notebook mit
Windows-Tool
‚
Service Schnittstelle
ƒ
IC-Projektierungskabel
an COM 1 (RS232)
HINWEIS
Die aktuelle Firmware und das Tool 'Flash_Loader_Demonstrator_v2.6.0' finden sie auf der PSP
(psp.sbt.siemens.com) oder auf Anfrage über die Hotline (passwortgeschützt).
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9. Anschaltpläne
9.1 Anschaltplan Transliner Bus
9.2 Anschaltplan PL1, PL3, SZU (PL6)
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9.3 Anschaltplan Leser IT860-EE
Anschlussklemme ST2
1
Daten A
2
Daten B
3
GND
4
+Ub (8-30VDC)
S1
S2
S3
S4
Leseradresse 1
DIP-Schalter
OFF
OFF
OFF
X
Leseradresse 2
ON
OFF
OFF
X
RS485 kein Busabschlusswiderstand
X
X
X
OFF
RS485 mit
Busabschlusswiderstand
X
X
X
ON
DIP-Schalter des IT860-EE beachten
Der Deckelkontakt bzw. Abhebekontakt der Eingabeeinheit wird als Sabotage Deckelkontakt AWE
gemeldet.
9.4 Anschaltplan Sperrelement 8320
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9.5 Anschaltplan Sperrelement 8360 EasyLock
9.6 Anschaltplan Sperrelement 1
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9.7 Anschaltplan Türöffner (Option)
Bei Anschaltung des Türöffners oder den Sperrelementen an den Spannungsausgang U1 ist zu beachten,
dass sich der benötigte Strom im Schaltmoment direkt auf den Spannungsabfall der Zuleitung auswirkt!
Dieser zusätzliche Spannungsabfall ist für den Betrieb (insbesondere Batterie-Betrieb) der entsprechenden
Geräte zu berücksichtigen.
Bei größeren Leitungslängen zwischen Zentrale und SL+TR ist ggf. eine externe EV zu bevorzugen.
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10.
Parametrierung IC-Zentrale
Voraussetzung für einen korrekten Funktionsablauf der Schalteinrichtung ist die nachfolgend
dargestellte Parametrierung der TR-Zentrale mit TR-Plan.
1. Beispielprojekt IC1000 mit einem AE-SE100/IF160-TR
2. Im Sicherungsbereich das SL+TR unter 'Scharfschaltung…' anlegen
Die Funktion 'gleichberechtige Blockschlösser' ist mit SL+TR nicht möglich, auch
nicht in Kombination mit einem gleichberechtigen 'virtuellen Blockschloß'. Es darf
nur jeweils ein SL+TR pro Sicherungsbereich eingesetzt werden.
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3. Dem AE das neu angelegte Blockschloß zuordnen
Wenn bei --Quittierung-- der Summer ausgewählt ist, wird bei erfolgter Scharfschaltung,
zusätzlich zum Signalgeber im Leser, auch der Summer (BUZ1) in der AWE für ca. 7 Sek.
aktiviert.
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4. Meldungsparameter des AE bearbeiten
Register
PL 2
PL 4
Blockschloß Lampe
1
open collector
Anschluss
Meldungstyp: / Ansteueradresse:
Beispiel Meldungstyp: 'Technik' (Anzeige speichern)
(oder Meldungstyp nach Anwendungsfall)
Meldungstyp: 'Bedrohung'
Ansteueradresse eintragen z.B. 'SL+TR LED1'
Ansteueradresse eintragen z.B. 'SL+TR CKPT'
Die Primärlinien 2 und 4 sind im IF842-TR intern vorbelegt und müssen wie oben dargestellt
verwendet werden. Die physikalischen Anschlüsse PL2 und PL4 sind ohne Funktion. eine
Beschaltung mit Endwiderstand ist nicht erforderlich.
5. Meldungsparameter Sicherungsbereich bearbeiten
Register
Steuerfunktion/Befehl
Ausgang scharf
z.B. durch
Anzeige Alarm
Anzeige Einbruch
Anzeige Überfall
oder Meldung je nach
Anwendungsfall
'SL+TR CKPT' auswählen
'SL+TR LED 1' auswählen
Nur verwenden wenn das 'Unscharf schalten' nach Alarm ohne
Codeeingabe gefordert ist.
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11. Anzeige und Bedienelemente IT860-EE
Kartenleser IT860-EE Eingabeeinrichtung für SIGMALOCK Plus TR
1
Zustandsanzeige durch LEDAnzeige und Signalgeber
(im Leser)
2
Eingabetastatur mit
Zusatzfunktionen mit Piktogramm
3
Hinweis auf RFID-System
(mifare DESFire EV1)
Die Karte sollte immer mittig zur Tastatur vorgehalten werden um Lesefehler zu
vermeiden.
12. Symbollegende
Signalgeber
(im Leser):
Kurzer Signalton bei "Karte erkannt" und Tasten Rückmeldung.
Schneller Intervallton 'Negativ Quittung'.
Langsamer Intervallton bei "Alarm"
5 Sek. Dauerton "Bereich scharf geschaltet".
Zustandsanzeige:
5 Sek. Dauerlicht "Bereichszustand scharf".
Langsames Blinkintervall "Scharfschaltung eingeleitet", "im
Programmiermodus" oder bei "Alarm".
Schnelles Blinkintervall "Vorgang nicht möglich" bzw. 'Negativ Quittung'.
Betriebsanzeige:
Dauerlicht "Betriebsbereit" Leuchtet während der Inbetriebnahme und
erlischt nach dem Speichern des "System-Schlüssel".
Langsames Blinkintervall "Eingabe gesperrt", z.B. nach mehrfacher
Eingabe eines falschen Codes oder Leser-Störung.
Zustandsanzeige:
2 Sek. Dauerlicht "Bereichszustand unscharf" bzw. "Bestätigung im
Programmiermodus".
Langsames Blinkintervall "unscharf schalten eingeleitet" bzw. „warten
auf Codeeingabe“.
Eingabe-Taste zur Übernahme eines Bedienvorganges.
Abbruch-Taste zum sofortigen Abbrechen eines Bedienvorganges.
Zifferntasten zur Codeeingabe
Zifferntaste mit Piktogramm "Scharfschaltung einleiten"
Zifferntaste mit Piktogramm "Code ändern"
Zifferntaste mit Piktogramm "Unscharfschaltung einleiten"
Zifferntaste mit Piktogramm "Info" Abfrage Bereichszustand
F
Bedienvorgang Benutzer
v
Systemvorgänge und Rückmeldungen
Information über weitere Funktionsabläufe
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13.
Inbetriebnahme und Funktionstest
Zur Inbetriebnahme der AWE mit einer IT860-EE wird die 'Inbetriebnahmekarte SL+TR' mit
einem fixen 3 stelligen Benutzercode verwendet. Diese Karte ermöglicht den kompletten
Funktionstest an einer TR-Zentrale.
Bereich scharf schalten (1E)
F
F
Taste
drücken und mit
bestätigen.
Die Karte so lange vor den Kartenleser halten bis ein kurzes Signal
ertönt.
v Die Berechtigung wird geprüft.
Ist es keine 'Inbetriebnahmekarte SL+TR' reagiert der Leser nicht.
v Der Bereichszustand wird geprüft.
leuchtet und zeigt damit den Bereichszustand "unscharf" an.
Ist der Bereichszustand bereits "scharf" wird der Vorgang abgebrochen und
leuchtet für 2 Sek.
v Ist der Bereich "scharfschaltebereit" blinkt zusätzlich
"Scharfschaltung eingeleitet".
langsam zur Signalisierung
Liegt kein "scharfschaltebereit" vor, wird der Vorgang mit 'Negativ Quittung'
abgebrochen.
und
2 Sek. im schnellen Intervall.
Mit positiver Rückmeldung "Bereich scharf" durch das System erlischt
.
und
werden für 5 Sek. aktiviert und signalisieren die erfolgreiche Scharfschaltung.
Bitte beachten: Je nach Anlagengröße kann der Vorgang zwischen 2 bis 10 Sek. dauern.
Bereich unscharf schalten (3E)
F
F
Taste
bestätigen.
Die Karte so lange vor den Kartenleser halten bis ein kurzes Signal
v
F
drücken und mit
ertönt.
blinkt langsam zur Signalisierung "Codeeingabe".
Innerhalb von 30 Sek. den Code '1 2 3' eingeben und
bestätigen.
v Die Kartenberechtigung wird geprüft
Ist es keine 'Inbetriebnahmekarte SL+TR' reagiert der Leser nicht.
v Der Bereichszustand wird geprüft.
leuchtet und zeigt damit den Bereichszustand "scharf" an.
Ist der Bereichszustand bereits "unscharf" wird der Vorgang abgebrochen und
leuchtet für 2 Sek. Der Ausgang TÖ1 wird für 5 Sek. aktiviert.
v Ist der Bereich "bereit zum unscharf schalten" blinkt zusätzlich
Signalisierung "unscharf schalten eingeleitet"
langsam zur
Liegt kein "bereit zum unscharf schalten " vor, wird der Vorgang mit 'Negativ
Quittung' abgebrochen.
und
2 Sek. im schnellen Intervall.
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v Mit positiver Rückmeldung "Bereich unscharf" durch das System erlischt .
leuchtet für 2 Sek. in Dauerlicht und signalisiert die erfolgreiche
Unscharfschaltung.
Bitte beachten: Je nach Anlagengröße kann der Vorgang zwischen 2 bis 10 Sek.
dauern.
Erfolgt keine positive Rückmeldung des Systems, wird der Vorgang mit 'Negativ
Quittung' abgebrochen.
und
2 Sek. im schnellen Intervall.
Der Bereich bleibt weiterhin scharf geschaltet.
Türöffner bei Bereich unscharf (nur mit Schalter S4/2 ON)
F
Die Karte so lange vor den Kartenleser halten bis ein kurzes Signal
v Der Ausgang TOE1 wird für 5 Sek. aktiviert und
ertönt.
leuchtet für 5 Sek.
Bedrohungscode bei Bereich unscharf schalten
F
F
Die Karte so lange vor den Kartenleser halten bis ein kurzes Signal
ertönt.
Code '1 2 8' eingeben (letzte Ziffer +5).
v PL4 wird ausgelöst (TR-Plan Meldungstyp 'Bedrohung').
Manipulationsalarm (Falschcode) bei Bereich unscharf schalten
F
F
Die Karte so lange vor den Kartenleser halten bis ein kurzes Signal
ertönt.
3 x einen falschen Code eingeben und jeweils mit Taste "E" bestätigen.
v PL2 wird ausgelöst (TR-Plan Meldungstyp frei wählbar).
Nach dem Speichern des "System-Schlüssel" durch den Betreiber verliert die
Inbetriebnahmekarte SL+TR ihre Funktion und die gelbe Betriebsanzeige erlischt.
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14.
Austausch einer defekten AWE oder eines Lesers
Der Austausch einer AWE oder eines Lesers darf nur im
spannungslosen Zustand der Schalteinrichtung durchgeführt werden.
Defekte AWE
Bei einer defekten AWE muss diese und der Leser getauscht werden da eine neue AWE die
zuletzt erzeugte Verschlüsselung des Lesers nicht kennen kann.
Der getauschte aber eigentlich funktionstüchtige Leser kann nicht mehr verwendet werden
und muss zur Reparatur eingeschickt werden.
Eine NEU-Initialsierung (Werkszustand) kann nur vom Lieferant des Lesers vorgenommen
werden.
Defekter Leser
Den Ausfall eines Lesers meldet die AWE der Zentrale als BS-Störung (Sabotage).
Nach der Installation eines neuen Lesers und Einschalten der Betriebsspannung wird der
Leser automatisch initialisiert und die BS-Störung kann an der Zentrale quittiert werden.
Beim Tausch unter Spannung kann es passieren dass der neue Leser
nicht erkannt wird. Zur Initialisierung des Lesers muss dann die AWE
kurz spannungslos gemacht werden (Power On Reset).
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15. System- und Benutzerkarten erstellen
Die erforderlichen Identifikationsmerkmalträger (Karte) werden mittels einer separaten
Software programmiert (PC-Tool). Diese stehen ausschließlich jeweils nur für eine
Schalteinrichtung zur Verfügung. Die Software dient zur Programmierung der System- und
Benutzerkarten. Hierbei werden folgende Karten angelegt:
·
·
·
System-Karte
Schlüssel-Karte
Lösch-Karte A
·
·
Lösch-Karte B
Benutzer-Karten
Freigabe der Systemfunktionen
Systemschlüssel für Auswerteeinheit
Zum Löschen des aktiven Systemschlüssels. Vorbereitung zur
Übernahme eines neuen Systemschlüssels.
Sicherheitskopie zu Lösch-Karte A
Benutzer Karten mit IDs von "0001" bis "1000"
In der Beschreibung wird der Begriff "Karte" verwendet. Alle Funktionen können
selbstverständlich auch mit "Schlüsselanhänger" realisiert werden.
Mit jedem Start dieses Tools wird durch das Bewegen der PC-Maus ein temporärer zufälliger
Schlüssel generiert. Dieser wird verwendet um für jeden neu erstellten Kartensatz einen
eindeutigen Systemschlüssel zur Diversifizierung der Karten zu erstellen.
Über ein Eingabefeld im Tool wird die Anzahl der zu projektierenden Benutzerkarten
festgelegt und damit der entsprechende Kartensatz, bestehend aus System- und
Benutzerkarten angelegt.
Alle Benutzerkarten sind entsprechend mit Karten-ID zu beschriften. Die Schlüssel-, beide
Lösch- und die Systemkarte sind mit Kartenfunktion, Datum und Objekt (Gebäude, Raum) zu
beschriften.
Alle nicht genutzten Benutzer- und die Systemkarten sind unter Verschluss zu halten.
Hinweis zu VdS Anlagen:
Die Erstellung der System- und Benutzer-Karten und das Anlegen der Benutzer im
System muss nach VdS Richtlinien durch den Errichter der Anlage erfolgen.
Der Tausch eines Systemschlüssels kann durch den Betreiber erfolgen.
Wenn der Betreiber der Anlage die Erstellung und Verwaltung der Karten selbst
übernehmen will, muss das entsprechend vereinbart und dokumentiert werden.
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15.1 Voraussetzung
·
·
PC/Notebook mit Betriebssystem Windows 7 oder höher
ADMITTO USB-Tischleser wurde mit den erforderlichen Treibern installiert. Im
Geräte-Manager von Windows muss ein neuer COM Port vorhanden sein.
Alle dazu notwendigen Installationsdaten sind in der ZIP-Datei "ADMITTO-A3100-D_Install.zip" enthalten (Download auf 'psp.sbt.siemens.com').
·
PC-Tool "BSI_Karten_Tool" (oder Verknüpfung) ist auf dem Desktop des
PC/Notebook vorhanden. Das Tool ist eine reine Ausführungsdatei und erfordert
keine Installation auf dem PC/Notebook.
Das PC-Tool ist in der ZIP-Datei "BSI_Karten_Tool.zip" enthalten. Das ZIP-File
ist verschlüsselt (Download auf 'psp.sbt.siemens.com').
·
Insgesamt 5 Karten für die Systemverwaltung. Davon werden 4 beschrieben, die 5.
wird für die Erstellung eines neuen Kartensatzes beim Wechsel der "SchlüsselKarte" benötigt. Siehe Kapitel "Neuer Systemschlüssel von Schlüssel-Karte
übernehmen".
·
Anzahl Karten für Benutzer 0001 bis max. 1000
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15.2 Bedienungsablauf
·
Start der Anwendung mit Doppelklick auf das "Symbol BSI_Karten_Tool.exe"
·
Den Cursor der PC-Maus innerhalb der Anwendung solange bewegen bis sich die
Darstellung der Anwendung ändert (grüner Fortschrittsbalken).
Der Random-Wert (Zufallszahl) wird generiert.
·
Die entsprechende COM-Nummer auswählen (siehe Geräte-Manager)
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·
"Schnittstelle öffnen" betätigen.
·
Im Feld "Anzahl Benutzer-Karten:" die Anzahl eintragen.
·
Folgendes Hinweisfenster erscheint
Schlüssel-Karten: 01
Lösch-Karten: 02
System-Karte: 01
Benutzer-Karten: 0012 (bis max. 1000)
Die System- und Benutzerkarten werden gemäß der angezeigten Abfolge beschrieben
und sind entsprechend zu beschriften.
Eine Löschkarte ist separat z.B. im verschlossenen Umschlag zu hinterlegen.
Diese wird für die nächste Umstellung des System-Schlüssels benötigt und darf
nicht für den aktuellen Kartensatz genutzt werden!
Vor dem Erstellen eines neuen Kartensatzes müssen bereits verwendete Karten
formatiert werden.
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16. Übersicht Systemfunktionen
Zur Einleitung von Funktionsabläufen ist zur bewussten Bedienung ein Funktions-Code
vorangestellt. Des Weiteren werden die entsprechenden System- bzw. Benutzerkarten für den
weiteren Ablauf benötigt.
16.1 Funktions-Codes Systembevollmächtigter
Eingabe
am Leser
Systemfunktionen
90 – E
Schlüssel an System übergeben Erstinbetriebnahme bzw. Schlüsseltausch
91 – E
Benutzerkarte(n) dem System hinzufügen
92 – E
Benutzerkarte(n) löschen, mit Karte oder über Benutzer-ID (Kartennummer)
93 – E
Standard-Ziffer + 5 für Bedrohungscode ändern (Offset)
94 – E
Benutzercode ändern bzw. überschreiben
95 –E
Betriebsanzeige Leser AUS/EIN schalten (Standard AUS)
16.2 Funktions-Codes Benutzer
Eingabe
am Leser
Benutzerfunktionen
1-E
Scharfschaltung einleiten
2-E
Eigenen Benutzercode ändern
3-E
Unscharfschaltung einleiten
0-E
Abfrage Bereichszustand
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17. Systemverwaltung am Leser (Systembevollmächtigter)
Alle nachfolgenden Funktionen sind nur im unscharfen Zustand eines Bereiches
möglich.
17.1 Erster Systemschlüssel von Schlüssel-Karte speichern [90E]
F
Zifferntasten "9+0" drücken und mit Taste "E" bestätigen.
v
blinkt langsam, das System ist im Programmiermodus.
Die "Schlüssel-Karte" wird erwartet.
Wird die Karte nicht innerhalb von 10 Sek. vorgehalten wird der Vorgang mit
'Negativ Quittung' abgebrochen.
und
2 Sek. im schnellen Intervall.
F
Die "Schlüssel-Karte" vorhalten
v Das System bestätigt mit
und
für 2 Sek.
erlischt. Programmiermodus ist beendet.
17.2 Neuer Systemschlüssel von Schlüssel-Karte übernehmen [90E]
Wichtiger Hinweis
Bei der Erstellung eines neuen Kartensatzes werden 2 Löschkarten erzeugt. Das hat
folgende Gründe:
1. Nach dem Erstellen eines neuen Kartensatzes muss eine der "alten" Löschkarten
verwendet werden um den neuen System-Schlüssel auf der "Schlüssel-Karte" in
das System übernehmen zu können.
2. Zur Reserve wenn eine Karte defekt / verloren. Ohne Löschkarte ist die
Übernahme einer neuen Schlüssel-Karte nicht möglich. Bei Verlust beider LöschKarten muss der Errichter-Service informiert werden.
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F
Taste "9+0" drücken und mit Taste "E" bestätigen.
v
F
blinkt langsam, das System ist im Programmiermodus.
Die "Lösch-Karte" aus dem "alten" Kartensatz vor den Kartenleser halten
Wird die Karte nicht innerhalb von 10 Sek. vorgehalten wird der Vorgang mit
'Negativ Quittung' abgebrochen.
und
2 Sek. im schnellen Intervall.
v Das System bestätigt mit kurzem Signal
F
.
Die neue "Schlüssel-Karte" vorhalten
v Das System bestätigt mit
und
für 2 Sek.
erlischt. Programmiermodus ist beendet.
Wenn ein neuer Kartensatz erstellt und die neue Schlüssel-Karte in das System
gespeichert wurde, können alle bisher benutzen Karten nicht mehr verwendet werden.
Diese Karten können jedoch formatiert werden und stehen somit für die Erstellung
eines neuen Kartensatzes zur Verfügung.
Nach dem Wechsel des "System-Schlüssel" und Erstellen eines neuen Kartensatzes
können die neuen Benutzerkarten sofort verwendet werden.
Die bisher verwendeten Codes der Benutzer sind im System gespeichert und müssen
nicht neu eingegeben werden.
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17.3 Benutzerkarte(n) dem System hinzufügen [91E]
F
Zifferntasten "9+1" drücken und mit Taste "E" bestätigen.
F
Die "System-Karte" vorhalten.
v
blinkt langsam, das System ist im Programmiermodus.
Wird die Karte nicht innerhalb von 10 Sek. vorgehalten wird der Vorgang mit
'Negativ Quittung' abgebrochen.
und
2 Sek. im schnellen Intervall.
F
Die "Benutzer-Karte" vorhalten
v Das System bestätigt mit
und
für 2 Sek.
Es können nun weitere Benutzer-Karten hinzugefügt werden, oder…
F
Taste "C" drücken
v
erlischt. Der Programmiermodus ist beendet (automatisch nach 10 Sek.).
Vor der erstmaligen Verwendung der Benutzerkarten bitte auch Kapitel
"Eigenen Benutzercode ändern (2E)" beachten.
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17.4 Benutzerkarte(n) vom System löschen [92E]
F
Zifferntasten "9+2" drücken und mit Taste "E" bestätigen.
F
Die "System-Karte" vorhalten.
v
blinkt langsam, das System ist im Programmiermodus.
Wird die Karte nicht innerhalb von 10 Sek. vorgehalten wird der Vorgang mit
'Negativ Quittung' abgebrochen.
und
2 Sek. im schnellen Intervall.
F
Die Benutzer-Karte vorhalten
v Das System bestätigt mit
v
und
für 2 Sek.
erlischt. Der Programmiermodus ist beendet.
17.5 Benutzerkarte(n) mit Kartennummer vom System löschen [92E]
F
Zifferntasten "9+2" drücken und mit Taste "E" bestätigen.
F
Die "System-Karte" vorhalten.
v
blinkt langsam, das System ist im Programmiermodus.
Wird die Karte nicht innerhalb von 10 Sek. vorgehalten wird der Vorgang mit
'Negativ Quittung' abgebrochen.
und
2 Sek. im schnellen Intervall.
F
Die Nummer der zu löschenden Benutzer-Karte eingeben und mit Taste "E" bestätigen
(führende 0-en werden ignoriert, z.B. Eingabe 11 oder 0011 wird akzeptiert).
F
Eingabe der Nummer wiederholen und mit Taste "E" bestätigen.
v Das System bestätigt mit
v
und
für 2 Sek.
erlischt. Der Programmiermodus ist beendet.
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17.6 Standard-Ziffer +5 für Bedrohungscode ändern [93E]
Ein Bedrohungsalarm wird durch Addition der hier definierten 1-stelligen Ziffer an der
letzten Stelle des Benutzercodes ausgelöst (ohne Übertrag).
Beispiel mit +5: Benutzercode ist 455678 / Bedrohungscode ist 455673.
Dieser hier eingestellte Wert ist für alle Benutzer gültig.
F
Zifferntasten "9+3" drücken und mit Taste "E" bestätigen.
F
Die "System-Karte" vorhalten.
v
blinkt langsam, das System ist im Programmiermodus.
Wird die Karte nicht innerhalb von 10 Sek. vorgehalten wird der Vorgang mit
'Negativ Quittung' abgebrochen.
und
2 Sek. im schnellen Intervall.
F
gewünschten Wert mit einer der Zifferntasten 1 bis 9 eingeben und mit Taste "E"
bestätigen.
F
Eingabe des Wertes wiederholen und mit Taste "E" bestätigen.
v Das System bestätigt mit
und
für 2 Sek.
erlischt. Programmiermodus ist beendet.
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17.7 Benutzercode ändern/überschreiben [94E]
Wird verwendet wenn ein Benutzer seinen Code vergessen hat.
Um den Zugang zu einem Bereich jedoch jederzeit zu ermöglichen ist diese
Systemfunktion auch im scharfen Zustand eines Bereiches möglich.
F
Zifferntasten "9+4" drücken und mit Taste "E" bestätigen.
F
Die "System-Karte" vor den Kartenleser halten.
v
blinkt langsam, das System ist im Programmiermodus.
Wird die Karte nicht innerhalb von 10 Sek. vorgehalten wird der Vorgang mit
'Negativ Quittung' abgebrochen.
und
2 Sek. im schnellen Intervall.
F
Die "Benutzer-Karte" vor den Kartenleser halten.
F
Der Benutzer kann nun mit den Zifferntasten einen neuen 6 bis 8 stelligen Code
eingeben und mit Taste "E" bestätigen (nicht 123456).
F
Eingabe des neuen 6 bis 8 stelligen Code wiederholen und mit Taste "E" bestätigen.
v Das System bestätigt mit
und
für 2 Sek.
erlischt. Programmiermodus ist beendet.
17.8
Betriebsanzeige Leser EIN/AUS schalten [95E]
F
Zifferntasten "9+5" drücken und mit Taste "E" bestätigen.
F
Die "System-Karte" vor den Kartenleser halten.
v
blinkt langsam, das System ist im Programmiermodus.
Wird die Karte nicht innerhalb von 10 Sek. vorgehalten wird der Vorgang mit
'Negativ Quittung' abgebrochen.
und
2 Sek. im schnellen Intervall.
F
Zum EIN schalten der Betriebsanzeige Zifferntaste "1" drücken und mit Taste "E"
bestätigen.
F
Zum AUS schalten der Betriebsanzeige Zifferntaste "0" drücken und mit Taste "E"
bestätigen.
v Das System bestätigt mit
und
für 2 Sek.
erlischt. Programmiermodus ist beendet.
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18. Bereich scharf schalten ohne Codeeingabe [1E]
F
Taste "1" drücken und mit Taste "E" bestätigen.
F
Die "Benutzer-Karte" so lange vor den Kartenleser halten bis ein kurzes Signal
ertönt.
v Die Berechtigung wird geprüft.
Ist die Karte nicht berechtigt wird der Vorgang mit 'Negativ Quittung'
abgebrochen.
und
2 Sek. im schnellen Intervall.
v Der Bereichszustand wird geprüft.
leuchtet und zeigt damit den Bereichszustand "unscharf" an.
Ist der Bereichszustand bereits "scharf" wird der Vorgang abgebrochen und
leuchtet für 2 Sek.
v Ist der Bereich "scharfschaltebereit" blinkt zusätzlich
"Scharfschaltung eingeleitet".
langsam zur Signalisierung
Liegt kein "scharfschaltebereit" vor, wird der Vorgang mit 'Negativ Quittung'
abgebrochen.
und
2 Sek. im schnellen Intervall.
v Mit positiver Rückmeldung "Bereich scharf" durch das System erlischt
und
werden für 5 Sek. aktiviert und signalisieren die erfolgreiche
Scharfschaltung.
.
Bitte beachten: Je nach Anlagengröße kann der Vorgang zwischen 2 bis 10 Sek.
dauern.
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19. Bereich scharf schalten mit Codeeingabe [1E]
Diese Funktion muss zwischen Betreiber und Errichter des Systems abgestimmt
werden (kann nur durch den Errichter eingestellt werden).
F
Taste "1" drücken und mit Taste "E" bestätigen.
F
Die "Benutzer-Karte" so lange vor den Kartenleser halten bis ein kurzes Signal
ertönt.
v
F
blinkt langsam zur Signalisierung "Codeeingabe".
Innerhalb von 30 Sek. den Code eingeben und mit Taste "E" bestätigen.
v Die Berechtigung wird geprüft.
Ist die Karte nicht berechtigt oder Code falsch eingegeben wird der Vorgang mit
'Negativ Quittung' abgebrochen
und
2 Sek. im schnellen Intervall.
v Der Bereichszustand wird geprüft.
leuchtet und zeigt damit den Bereichszustand "unscharf" an.
Ist der Bereichszustand bereits "scharf" wird der Vorgang abgebrochen und
leuchtet für 2 Sek.
v Ist der Bereich "scharfschaltebereit" blinkt zusätzlich
"Scharfschaltung eingeleitet".
langsam zur Signalisierung
Liegt kein "scharfschaltebereit" vor, wird der Vorgang mit 'Negativ Quittung'
abgebrochen.
und
2 Sek. im schnellen Intervall.
v Mit positiver Rückmeldung "Bereich scharf" durch das System erlischt
.
und
werden für 5 Sek. aktiviert und signalisieren die erfolgreiche
Scharfschaltung.
Bitte beachten: Je nach Anlagengröße kann der Vorgang zwischen 2 und 10 Sek.
dauern.
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20. Bereich unscharf schalten [3E]
F
Taste "3" drücken und mit Taste "E" bestätigen.
F
Die Karte so lange vor den Kartenleser halten bis ein kurzes Signal
v
F
ertönt.
blinkt langsam zur Signalisierung "Codeeingabe".
Innerhalb von 30 Sek. den Code eingeben und mit Taste "E" bestätigen.
v Die Berechtigung wird geprüft.
Ist die Karte nicht berechtigt oder Code falsch eingegeben wird der Vorgang mit
'Negativ Quittung' abgebrochen.
und
2 Sek. im schnellen Intervall.
v Der Bereichszustand wird geprüft.
leuchtet und zeigt damit den Bereichszustand "scharf" an.
Ist der Bereichszustand bereits "unscharf" wird der Vorgang abgebrochen und
leuchtet für 2 Sek. Wenn vorhanden wird der Türöffner für 5 Sek. aktiviert.
v Ist der Bereich "bereit zum unscharf schalten" blinkt zusätzlich
Signalisierung "Unscharfschaltung eingeleitet"
langsam zur
Liegt kein "bereit zum unscharf schalten" vor, wird der Vorgang mit 'Negativ Quittung'
abgebrochen.
und
2 Sek. im schnellen Intervall.
v Mit positiver Rückmeldung "Bereich unscharf" durch das System erlischt
.
leuchtet für 2 Sek. in Dauerlicht und signalisiert die erfolgreiche
Unscharfschaltung.
Bitte beachten: Je nach Anlagengröße kann der Vorgang zwischen 2 bis 10 Sek.
dauern.
Erfolgt keine positive Rückmeldung des Systems, wird der Vorgang mit 'Negativ
Quittung' abgebrochen.
und
2 Sek. im schnellen Intervall.
Der Bereich bleibt scharf geschaltet.
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03.2016
21. Bereich unscharf schalten ohne Code nach Alarm [3E]
Diese Funktion muss zwischen Betreiber und Errichter des Systems abgestimmt
werden (kann nur durch den Errichter eingestellt werden).
F
Taste "3" drücken und mit Taste "E" bestätigen.
F
Die Karte so lange vor den Kartenleser halten bis ein kurzes Signal
ertönt.
v Die Berechtigung wird geprüft.
Ist die Karte nicht berechtigt oder Code falsch eingegeben wird der Vorgang mit
'Negativ Quittung' abgebrochen.
und
2 Sek. im schnellen Intervall.
v Alarm wird für 5 Sek. durch
und
im langsamen Intervall angezeigt.
Ist der Bereichszustand bereits "unscharf" wird der Vorgang abgebrochen und
leuchtet für 2 Sek. Wenn vorhanden wird der Türöffner für 5 Sek. aktiviert.
v Mit positiver Rückmeldung "Bereich unscharf" durch das System erlischt
.
leuchtet für 2 Sek. in Dauerlicht und signalisiert die erfolgreiche
Unscharfschaltung.
Bitte beachten: Je nach Anlagengröße kann der Vorgang zwischen 2 bis 10 Sek.
dauern.
Erfolgt keine positive Rückmeldung des Systems, wird der Vorgang mit 'Negativ
Quittung' abgebrochen.
und
2 Sek. im schnellen Intervall.
Der Bereich bleibt scharf geschaltet.
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22. Eigenen Benutzercode ändern [2E]
Diese Funktion ist nur im unscharfen Zustand des Bereiches möglich.
Beim erstmaligen Anmelden einer Benutzer-Karte an das System ist die Ziffernfolge für
den "Bisher verwendeten Code" 1 2 3 4 5 6.
F
Taste "2" drücken und mit Taste "E" bestätigen.
F
Die "Benutzer-Karte" so lange vor den Kartenleser halten bis ein kurzes Signal
ertönt.
v
F
blinkt langsam zur Signalisierung "Codeeingabe".
"Bisher verwendeten Code" eingeben und mit Taste "E" bestätigen.
v Der Bereichszustand wird geprüft.
Ist der Bereichszustand "scharf" wird der Vorgang mit 'Negativ Quittung'
abgebrochen.
und
2 Sek. im schnellen Intervall..
v
blinkt langsam, das System ist im Programmiermodus.
F
Neuen 6 bis 8 stelligen Code mit den Zifferntasten eingeben und mit Taste "E"
bestätigen.
F
Eingabe des Codes wiederholen und mit Taste "E" bestätigen.
v Das System bestätigt mit
und
für 2 Sek.
erlischt. Programmiermodus ist beendet.
Stimmen die beiden Codes nicht überein wird der Vorgang mit 'Negativ
Quittung' abgebrochen.
und
2 Sek. im schnellen Intervall.
Ohne Änderung des "Eigenen Benutzercode" hat die "Benutzer-Karte" keine
Berechtigung für alle weiteren Funktionen.
Der erstmalige Anmeldecode 1 2 3 4 5 6 kann nur einmal verwendet werden.
6, 7 oder 8 stellige Codes mit gleichen Ziffern werden vom System nicht akzeptiert.
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23. Bereichszustand abfragen [0E]
F
Taste "0" drücken und mit Taste "E" bestätigen.
F
Die "Benutzer-Karte" so lange vor den Kartenleser halten bis ein kurzes Signal
ertönt.
v Die Berechtigung wird geprüft.
Ist die Karte nicht berechtigt wird der Vorgang mit 'Negativ Quittung'
abgebrochen.
und
2 Sek. im schnellen Intervall.
v Der Bereichszustand wird geprüft.
leuchtet für 2 Sek. wenn der bei Bereichszustand "unscharf" ist.
leuchtet für 2 Sek. wenn der Bereichszustand "scharf" ist.
24. Türöffner im Bereichszustand unscharf (Option)
Diese Funktion muss zwischen Betreiber und Errichter des Systems abgestimmt
werden (kann nur durch den Errichter eingestellt werden).
F
Die "Benutzer-Karte" so lange vor den Kartenleser halten bis ein kurzes Signal
ertönt.
v Die Berechtigung wird geprüft.
Ist die Karte nicht berechtigt wird der Vorgang mit 'Negativ Quittung'
abgebrochen.
und
2 Sek. im schnellen Intervall.
v Der Türöffner wird für 5 Sek. aktiviert und
leuchtet für 5 Sek.
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25. Glossar
AWE
Auswerteeinheit des Sigmalock Plus TR
Leser
Kartenleser mifare DESFire EV1
System
SigmalockPlus TR Schalteinrichtung bestehend aus AWE und Leser
Bereich
Sicherungsbereich eines Einbruchmeldesystems (Raum/Gebäude)
DF
DESFire EV1 Kartentechnik
RFID
Radio-Frequency IDentification
TR
Transliner Ringbus
EE
Eingabe Einheit
Systemschlüssel
Durch das PC-Tool zufällig erzeugter Schlüssel der zum Erstellen der Systemund Benutzerkarten verwendet wird
(entspricht dem "Master-Key" für DESFire EV1).
Schlüssel-Karte
Auf dieser Karte befindet sich der erzeugte einmalige Systemschlüssel zum
Betrieb des Sigmalock Plus TR.
Lösch-Karte
Mit dieser Karte wird Sigmalock Plus TR in den Zustand versetzt einen neuen
Systemschlüssel aus einer neu erstellten Schlüssel-Karte zu übernehmen.
System-Karte
Wird benötigt für Änderungen an den Systemeinstellungen, wie z.B. BenutzerKarten anlegen/löschen.
Benutzer-Karte
Erlaubt die Scharf-/Unscharf- Schaltung eines Bereiches und die Änderungen
des eigenen Benutzercodes.
Benutzer-Code
Jeder Benutzer muss seinen eigenen 6 bis 8 stelligen Code einstellen um
einen Bereich scharf/unscharf schalten zu können. Codes mit gleichen Ziffern
sind nicht erlaubt (z.B. 6 x die 8 bei einem 6 stelligem Code).
SystemBevollmächtigter
Eine Person mit Personalverantwortung die berechtigt ist System-Kartensätze
zu erstellen, Benutzer anzulegen / zu löschen, Codes zu ändern oder andere
Systemeinstellungen vorzunehmen.
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26. Entsorgung/Umweltschutz
26.1 Entsorgung
Alle Elektro- und Elektronikgeräte sind getrennt vom allgemeinen Hausmüll über dafür
staatlich vorgesehene Stellen zu entsorgen.
Wenn dieses Symbol eines durchgestrichenen Abfalleimers auf einem Produkt
angebracht ist, unterliegt dieses Produkt der europäischen Richtlinie 2002/96/EC.
Die sachgemäße Entsorgung und getrennte Sammlung von Altgeräten dienen der
Vorbeugung von potenziellen Umwelt- und Gesundheitsschäden. Sie sind eine
Voraussetzung für die Wiederverwendung und das Recycling gebrauchter Elektround Elektronikgeräte. Ausführlichere Informationen zur Entsorgung Ihrer Altgeräte
erhalten Sie bei Ihrer Kommune, Ihrem Müllentsorgungsdienst oder dem
Fachhändler, bei dem Sie das Produkt erworben haben.
26.2 Entsorgungsnachweis
Ein Entsorgungsnachweis ist nicht erforderlich.
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27. Notizen
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Herausgegeben von
Siemens Switzerland Ltd
Gubelstr. 22
CH-6301 Zug
www.buildingtechnologies.siemens.com
Dokument Nr.
Ausgabe
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© 2016 Copyright by
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Liefermöglichkeiten und technische Änderungen vorbehalten.
Gedruckt in der Bundesrepublik Deutschland
auf umweltfreundlichem chlorfreiem Papier.
Diese Anleitung liegt dem Produkt bei. Sie ist nicht bestellbar.
Technische Änderungen vorbehalten