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GALERIE RHOMBERG
Galerie Rhomberg | Clemens Rhomberg
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PRESSEINFORMATION
Right Here, Right Now
Sevda Chkoutova, Helmut P. Ortner,
Franz Wasssermann, Micha Wille
17. September – 29. Oktober 2016, Galerie Rhomberg
Mo – Fr 9.30 – 18 Uhr, Sa 9.30 – 12.30 Uhr
Ausstellungseröffnung am Freitag 16. September 2016 um 19 Uhr
curatorial.project von Anna Fliri
»Wesentlich sind die Fürsprecher (…) Das ist eine Serie. Wenn man keine
Serie erzeugt, auch wenn sie vollkommen imaginär ist, ist man verloren. Ich
brauche meine Fürsprecher, um mich auszudrücken, und sie würden sich nie
ohne mich ausdrücken: Man arbeitet immer um zu mehren, auch wenn das nicht
sichtbar ist. «
Gilles Deleuze, Unterhandlungen 1972-1990, Frankfurt am Main 1993
Sevda Chkoutova, Helmut P. Ortner, Franz Wassermann und Micha Wille
präsentieren innerhalb der Ausstellung „Right here, right now“ (dt.
„Hier und jetzt“) vier aktuelle Positionen der österreichischen
Gegenwartskunst.
Die
Schau
reflektiert
entsprechend
der
Künstlerauswahl die Diversität der individuellen Kunstproduktionen,
sowohl
in
ihrer
Themenfindung
als
auch
materialistischen
Auseinandersetzung.
Sevda
Chkoutova
ist
Zeichnerin
und
mit
64
Din
A4
großen
Papierarbeiten
vertreten,
welche
in
einem
narrativen
Block
angeordnet sind. Ihre Zeichnungen sind fein und reduziert, sowohl im
Strich als auch im zart rosa changierenden Kolorit, gearbeitet.
Beinahe im ersten Moment irritierend wirkt die inhaltliche und
komplexe Virtuosität der frechen, leisen, lauten, traurigen,
lustigen, intimen, wütenden, teils figurativen, teils abstrahierten
Darstellungen.
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Helmut P. Ortner, Maler und Zeichner, präsentiert Materialbilder und
die sogenannten Buchdeckel Bilder, bei denen er alte Bücher
zweckentfremdet
und
dabei
die
Buchdeckel
zu
Bildträgern
kontextualisiert. Inhaltlich beschäftigt sich Ortner vornehmlich mit
literarischen und philosophischen Themen, wie den lyrischen Texten
von Rainer Maria Rilke oder den mythologischen Geschichten über
Ikarus.
Dabei
entstehen
neben
den
malerischen
Elementen,
collagenartige Frequenzen und Schriftsituationen in matrixähnlicher
Anordnung.
Vom Bildhauer, Fotograf, Performance- Video- und Konzeptkünstler
Franz Wassermann werden unter anderem Arbeiten aus seiner Werkserie
„Tatenträger“ gezeigt, welche seit 1999 entsteht. Die querformatigen
und
geometrisch
angeordneten
Blätter
zeigen
unterschiedlich
arrangierte und spurenbehaftete Klebestreifenbänder, welche durch
ihre Applikation auf verschiedene Zeitungen und Magazine entstehen
und von Wassermann beinahe schon mit anatomischer Präzision und
Sauberkeit auf das Papier angebracht und fragmentarisch angeordnet
werden.
Micha Wille ist Malerin und thematisiert in ihren Bildern subjektive
Narrationen im Kontext gesellschaftlicher und kunsttheoretischer
Diskurse. Drei der ausgestellten Werke sind aus dem „Cameltoe
Zyklus“, eine Serie von Arbeiten die sich kontextuell mit der
Verformung enger Kleidungsstücke im Schrittbereich (vornehmlich) bei
Frauen orientiert und durch verschiedene Bildgeschichten humorvoll,
persiflierend, kritisch und ironisch von der Künstlerin thematisch
transformiert wird.
Wie der Ausstellungstitel verweist, konzentriert sich die Schau auf
die aktuelle Präsenz der Künstler und entspricht nicht einer
themenbezogenen Ausstellungskonzeption, welche heutzutage meist
Gruppenausstellungen definiert und oft auch erst legitimiert.
Vielmehr geht es um die pure und authentisch visuelle und ideelle
Darstellung, die sich durch den kuratorischen und künstlerischen
Dialog erst prozesshaft entwickelte. Die Künstler, als auch ihre
Arbeiten sind von Kuratorin Anna Fliri bewusst divers ausgewählt.
Einerseits präsentiert die Ausstellungsproduktion die Kunstwerke
autonom,
gleichzeitig
entwickelt(e)
sich
während
der
Ateliergespräche, Werkselektionen und räumlichen Positionierungen
der Arbeiten ein dynamischer Prozess, der eine hybride und
dialogische Beziehung und Kommunikation der verschiedenen Werke
zu/gegen/mit/über und ineinander evoziert und die Schau konzeptuell
fundiert.
Bildmaterial finden Sie
www.galerie-rhomberg.at
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Pressebereich
2
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unserer
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