UNSEr täGLichES Brot GiB UNS hEUtE

GHM
GESTERN
HEUTE
MORGEN
Gemeindebrief der Evangelischen Kirchengemeinde Limburg — Nr. 360 — September – Novemer 2016
Unser
tägliches
Brot
gib
uns
heute
Junge Frau in einem
Quinoa Feld in Peru.
Foto: Florian Kopp, Brot für die Welt
HEUTE
Editorial
Schwerpunktthema
Diese Worte kommen uns leicht und oft ohne viel Nachdenken über die Lippen. Sie sind
Erntedankgaben. Foto: Preukschat
Liebe Leserin, lieber Leser,
2
das Schwerpunktthema der neuen Ausgabe von GHM beschäftigt sich mit der vierten Bitte des Vaterunsers und damit, was
diese Bitte nach dem Kleinen Katechismus
von Martin Luther beinhaltet. Dazu stellen
wir Ihnen Beispiele zu den Themen Ernährung, Nahrung, Wasser und Bildung in verschiedenen Ländern der Erde vor, die von
„Brot für die Welt“ betreut werden.
Am Tag vor dem Erntedankfest, 01. Oktober, werden unsere Konfirmandinnen und
Konfirmanden im Rahmen der Aktion 5000
Brote, wieder Brot backen und es verkaufen.
Sie werden auch den Gottesdienst am Erntedankfest mitgestalten.
Die ökumenischen Seiten, die Sie wieder in
der Mitte dieser Ausgabe des Gemeindebriefes finden, befassen sich im Hinblick auf das
Jubiläum 500 Jahre Reformation mit diesem
Thema.
Auf den bunten Mittelseiten des Heftes geht
es um die neue Lutherbibel und die Impulspost „Die Bibel auf einem Bierdeckel“.
Ein besonderer Termin ist die Einführung
unseres neuen Pfarrers für den Bereich Mitte,
Pfarrer Markus Stambke, am 11. September.
Außerdem möchten wir Ihnen viele verschiedene Termine ankündigen, zu denen wir Sie
ganz herzlich einladen möchten.
Vom feiermahl, über Konzerte, besondere Gottesdienste, eine Ausstellung bis hin
zum 1. Advent reicht das Angebot in diesem
Gemeindebrief.
Wie in jedem Jahr feiern wir am Reformationstag, 31. Oktober, in unserer Kirche einen
Abendgottesdienst, der auch bei uns das
Jubliäumsjahr zur Reformation einleitet.
Der November ist geprägt von den
Gedenktagen wie Volkstrauertag und Ewigkeitssonntag. Aber wir laden auch schon ein
zum 1. Advent.
Ich wünsche Ihnen einen sonnigen Herbst,
eine schöne und erlebnisreiche Zeit, in der
Sie vielleicht auch einige unserer Angebote
wahrnehmen.
Ihre Erika Preukschat
Unser tägliches Brot gib uns heute
Inhalt
Schwerpunktthema _____________ 3 – 12
Berichte aus der Gemeinde __________ 13
Reformation _____________________ 14
Impulspost ______________________ 15
Besondere Gottesdienste
und Veranstaltungen __________ 16 – 23
Kinderseite ______________________ 24
Monatssprüche _____________25 und 27
Freud und Leid _ __________________ 25
Geburtstage _ ________________26 – 27
Kontakte ________________________ 28
Terminübersicht _ _________ Beilagenblatt
Ökumenische Seiten _______ Beilagenblatt
uns geläufig und vertraut wie das Gebet, aus
dem sie stammen – das Vaterunser. Dieses
Gebet sprechen wir in jedem Gottesdienst
und so auch die Worte „Unser tägliches
Brot gib uns heute“. Es lohnt sich, sich darüber Gedanken zu machen, was diese Bitte
alles umfasst, auch wenn die Worte so einfach und leicht verständlich erscheinen.
Dass es nicht nur um Brot oder Nahrung
geht, ist selbstverständlich. In Martin Luthers
„Kleinem Katechismus“ beantwortet der
Reformator die Frage, was mit dem täglichen
Brot gemeint ist, so: „Alles, was not tut für
Leib und Leben, wie Essen, Trinken, Kleider,
Schuh, Haus, Hof, Acker, Vieh, Geld, Gut,
fromme Eheleute, fromme Kinder, fromme
Gehilfen, fromme und treue Oberherren,
gute Regierung, gut Wetter, Friede, Gesundheit, Zucht, Ehre, gute Freunde, getreue
Nachbarn und desgleichen.“
Manches, das Martin Luther da aufzählt,
klingt in unseren Ohren fremd. Wer von
uns heute hat schon noch Vieh und Acker?
Längst produzieren wir nicht mehr selbst,
was wir zum Leben brauchen. Und dass die
Menschen, mit denen wir zusammen leben,
“fromm“ sein müssen, erwarten wir auch
nicht mehr. Und doch hat
Martin Luther recht, weil
er darauf hinweist, dass die
Bitte des Vaterunsers unser
ganzes Leben umfasst. Um
gut und würdevoll leben zu
können, brauchen wir Menschen ein entsprechendes
Umfeld, das uns dies ermöglicht. Dazu gehören die politischen Bedingungen – „gute
Regierung“ – genauso wie
menschliche Beziehungen,
in denen wir uns aufgehoben fühlen. Der Zugang zu
Bildung und eine Ausbildung bieten die Möglichkeit, sich selber zu versorgen. Nur im
Frieden haben Menschen eine sichere Möglichkeit, ihren Lebensunterhalt zu verdienen.
Daran hat sich seit der Zeit Martin Luthers
nichts geändert.
Leider ist es auch heute nicht selbstverständlich, dass Menschen die Bedingungen
vorfinden, die sie brauchen, um gut und
würdevoll leben zu können – in unserem
Land nicht und erst recht nicht in der Welt.
Und selbst wir, die oft mehr haben, als
wir zum Leben brauchen, können unsere
Lebensgrundlage aufgrund bestimmter
Umstände verlieren.
Deshalb kann es gut sein, die Bitte um
das tägliche Brot bewusst zu sprechen und
sich klar zu machen, dass nicht allein unser
eigenes Bemühen dafür sorgt, dass es uns
gut geht. Vieles hängt auch von den äußeren Bedingungen ab, in die wir auch hinein
geboren und gewachsen sind.
„Unser tägliches Brot gib uns heute“ –
mit dieser Bitte sprechen wir auch unseren
Dank aus für das, was uns im Leben gegeben ist. Zugleich vertrauen wir uns Gott an,
von dem wir glauben, dass er es gut mit uns
Menschen meint.
Interessant und wichtig ist auch, dass wir um
„unser“ tägliches Brot
bitten. Der Plural drückt
aus, dass es nicht um
das Individuum geht,
sondern um die Gemeinschaft. Insofern steckt
in der Bitte auch eine
Aufgabe. Nicht ich und
die Meinen, sondern alle
sollen bekommen, was
sie zum Leben brauchen.
Solange es Menschen gibt,
3
Schwerpunktthema
4
denen der Zugang zu Bildung und gerechten
Arbeitsbedingungen verwehrt wird, solange
Menschen nicht im Frieden leben können
und dadurch in ihrer Existenz bedroht sind,
solange Menschen nicht anbauen können,
was sie zum Leben brauchen, weil korrupte
Regierungen das Land an große Konzerne
verkaufen, ist die Bitte um das tägliche Brot
immer auch eine Aufgabe für die weltweite
Menschheit genauso wie für uns einzelne.
Denn wir leben oft auf Kosten anderer,
wenn wir billige Kleidung und Nahrungsmittel kaufen.
Die Bitte um das tägliche Brot macht
uns auch bewusst, wo wir schuldig werden
durch unser Tun und Lassen. Mit unserem
Lebensstil verstrickt sind in Strukturen, die
verhindern, dass alle Menschen bekommen,
was sie zum Leben brauchen.
Dass Gott es sich anders gedacht hat und
dass genug da ist für alle, bringt für mich die
Geschichte von der wunderbaren Brotvermehrung zum Ausdruck, die in den Evangelien erzählt wird. So berichtet der Evangelist
Johannes davon, dass etwa fünftausend Menschen satt werden, obwohl doch scheinbar
nur so wenig da war: fünf Gerstenbrote
und zwei Fische hat Jesus bekommen und
dann ausgeteilt. Wie und ob man sich dieses
Wunder erklären kann, ist fraglich. Waren
die Menschen so erfüllt von den Worten Jesu,
dass der leibliche Hunger in den Hintergrund
gedrängt wurde? Hat die gute Atmosphäre
dafür gesorgt, dass sich noch der ein oder
andere Beutel geöffnet hat und Menschen
bereit waren, das Ihre zu teilen? Beides wäre
möglich. Wir wissen es nicht. Es bleibt ein
Wunder und ist, wie alle Wunder Jesu, ein
Hinweis auf Gottes neue Welt. Eine Welt,
in der es genug für alle gibt und in der alle
friedlich teilen. Auf diese neue Welt hoffen
wir nicht nur – sie ist auch Richtschnur und
Maßstab für unser Handeln.
„Unser tägliches Brot gib uns heute“ – so
sind diese Worte Bitte und Dank in einem
und zugleich eine Aufgabe, die uns Christen
und Christinnen gegeben ist. Daran können
wir denken, wenn wir diese Worte mal
wieder sprechen.
Pfarrerin Katrin Adams
Zukunft braucht Vielfalt und
gesundes Essen
Im vorigen Artikel ist zu lesen, dass unter
der Bitte „unser tägliches Brot gib uns
heute“ weit mehr zu verstehen ist, als genügend Brot, damit wir satt werden.
Es geht um die Nahrung insgesamt, die
Gott uns gegeben hat, wie schon bei Mose,
aber auch an anderen Stellen in der Bibel,
nachzulesen ist. Gleichzeitig geht es auch
darum, wie wir mit der Nahrung umgehen
und mit Gottes Schöpfung insgesamt. Es geht
um das Teilen, um Gerechtigkeit, um sinnvollen Umgang mit Ressourcen, faire Preise,
gesunde Lebensmittel und die Bewahrung
der Schöpfung.
„Brot für die Welt“ – Evangelischer
Unser tägliches Brot gib uns heute
Entwicklungsdienst ist das weltweit tätige
Hilfswerk der evangelischen Landes- und
Freikirchen in Deutschland. In mehr als 90
Ländern rund um den Globus hilft die Organisation armen und ausgegrenzten Menschen.
Ein zentraler Schwerpunkt ist die
Ernährungssicherung, denn in Zeiten des
Klimawandels und knapper werdender Ressourcen wird der Kampf gegen den Hunger
immer wichtiger. Jedes Jahr stellt „Brot für
die Welt“ eine neue Aktion vor. In den letzten Jahren standen diese unter dem Oberbegriff „Satt ist nicht genug!“ Die aktuelle
Aktion trägt die Nummer 57 (2015/2016)
und der Schwerpunkt liegt auf „Zukunft
durch Vielfalt“.
Die 58. Aktion (2016/2017) beginnt am 1.
Advent und der Schwerpunkt lautet „Gesundes Essen für alle“ sowie „Lokal und global“.
Aus beiden Aktionszeiträumen möchten
wir Ihnen stellvertretend ein paar der Länder
und die jeweiligen Projekte vorstellen. Es gibt
natürlich noch eine Reihe weiterer Aktionen
weltweit. Bevor wir aber auf die einzelnen
Aktionen und Projekte näher eingehen, hier
noch ein Text zum Start dieser Projektreihe
von Cornelia Füllkrug-Weitzel, der Präsidentin von „Brot für die Welt“.
Erika Preukschat
Satt ist nicht genug! Zukunft
braucht gesunde Ernährung
„Satt ist nicht genug!“ lautet das Motto
der 56., 57. und 58. Aktion von „Brot für die
Welt“. Sich ausreichend, gesund und vielfältig zu ernähren, ist eine Verheißung Gottes,
ein großer Genuss und eine wesentliche Voraussetzung für menschliche Entwicklung.
Aber noch immer hungern weltweit mehr
als 800 Millionen Menschen. Eine weitere Milliarde wird zwar irgendwie satt, ist aber mangelernährt, weil die Ernährung der Armen
häufig zu einseitig und nährstoffarm ist.
Wer in Armut und unsicheren Verhältnissen lebt, will vor allem erst einmal satt
werden. Was gegessen wird, ist nachrangig.
Seit den 1960er Jahren stehen in der globalen Landwirtschaftspolitik bei der Produktion
von Lebensmitteln die Ertragssteigerung und
die Gewinne von globalen Agrokonzernen im
Mittelpunkt: Die großflächige Massenproduktion von nährstoffarmem Mais hat weltweit
nährstoffhaltige lokale Getreidesorten und
die kleinbäuerliche Landwirtschaft mit ihrer
Erzeugungsvielfalt verdrängt. Außerdem sind
massenhaft produzierte, kohlenhydrat- und
fetthaltige sowie nährstoffarme Fertigprodukte global auf dem Vormarsch und verdrängen im Preiskampf oft lokal erzeugte
gesündere Produkte. Wer arm ist, dem
bleibt keine Wahl, als nach dem Billigsten zu
greifen. Gesunde Nahrung setzt zudem Bildung voraus, die Armen ebenso fehlt.
Die Folgen: Mangelernährte Menschen
sind körperlich und geistig weniger leistungsfähig und krankheitsanfälliger. Besonders gilt
dies für Kinder: Wenn sie sich in den ersten
Klappkarte zu Erntedank „Satt und gesund“ Lebensjahren nicht richtig ernähren, bleiben
Foto: Florian Kopp, Brot für die Welt“
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Schwerpunktthema
Projektbeispiele zum Thema
Nahrung 2015/2016
Indien – Zukunft durch Vielfalt –
oder die Saat des Widerstandes
Cornelia Füllkrug-Weitzel. Foto: Brot für die Welt
dauerhafte körperliche Schäden zurück und
ihre Lernfähigkeit ist eingeschränkt.
Deshalb unterstützt „Brot für die Welt“
in zahlreichen Ländern Afrikas, Asiens und
Lateinamerikas Partnerorganisationen, die
sich für eine vielfältige, gesunde und bezahlbare Ernährung stark machen - durch landwirtschaftliche Beratung und Aufklärung,
über Nährstoffbedarf, entsprechenden
Pflanzenanbau, über Ressourcenschonung
und natürliche Düngemittel. Möglichst viele
sollen lernen, gesunde Nahrungsmittel selbst
anzubauen. Besonders gilt dies für Frauen,
denn meistens sind sie diejenigen, die für die
Ernährung sorgen!
Aber auch bei uns kann man Fehlernährung feststellen. Es ist der gleiche Teufelskreis
von landwirtschaftlicher Massenproduktion
und aggressiven Marketingstrategien einerseits und andererseits Armut, schlechten
Bildungschancen und falschen Ernährungsgewohnheiten, der die Menschen krank
macht. Der westliche Ernährungsstil setzt als
schlechtes Vorbild Trends in aller Welt, die
nicht zukunftsfähig sind. Aufgrund der Nachahmung dieses Lebensstils halten Zivilisationskrankheiten wie Diabetes inzwischen auch in
den Ländern des globalen Südens Einzug. Die
entsprechenden Therapien aber können sich
dort nur ganz wenige Menschen leisten.
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In Indien kämpfen viele Kleinbauern ums
Überleben, da der indische Staat in erster
Linie die industrielle Landwirtschaft fördert.
Multinationale Konzerne wie Monsanto kontrollieren diese Form der Landwirtschaft, in
der viel chemische Düngemittel und Pestizide eingesetzt werden. Natürlich basiert
diese Landwirtschaft auch größtenteils auf
Monokulturen wie z.B. Soja, Mais oder
Baumwolle. Die Bauern kaufen veränderte
Pflanzen und bauen Jahr für Jahr die gleiche
Art an, wodurch der Boden schlechter wird
und ein Wachstum nur mit Pestiziden und
Dünger möglich ist.
Unser tägliches Brot gib uns heute
Saatgut. Hier werden regionale Arten
gesammelt und auf einer Versuchsfarm am
Fuße des Himalayas angebaut. Dadurch
wurden auch der Amarant und die Fingerhirse wiederentdeckt. Ziel ist es, die vom
Aussterben bedrohten traditionellen Sorten
zu erhalten, die hier oft auch besser gedeihen und sich dem Klima besser anpassen.
Gleichzeitig werden biologische Anbaumethoden gefördert, um die Bevölkerung mit
gesunden Lebensmitteln zu versorgen und
die lokalen Händler zu stärken. Mittlerweile
wurden 40 Saatgut-Bibliotheken in 13 indischen Staaten eingerichtet.
Die angesehene Wissenschaftlerin Dr.
Vandana Shiva ist eine der wichtigsten Aktivisten für Biodiversität und ökologische
Landwirtschaft. Sie kämpft besonders gegen
Konzerne wie Monsanto, wie sie schon auf
dem Ökumenischen Kirchentag in München
2010 berichtete. 1993 erhielt sie den alternativen Nobelpreis für ihre Arbeit.
Peru – Die Wiederentdeckung
des Wunderkorns
Dr. Vandana Shiva in der Saatgut-Bibliothek
ihrer Organisation Navdanya in Indien.
Foto: Thomas Lohnes, Brot für die Welt
Dr. Vandana Shiva rief deshalb 1991 in
ihrem Geburtsort Dehradun die Organisation Navdanya ins Leben. Der Name bedeutet „neun Saaten“ oder „neun Samen“ und
steht für die Erhaltung und den Schutz bioloCornelia Füllkrug-Weitzel, gischer und kultureller Vielfalt von Saatgut.
Präsidentin Brot für die Welt In dieser Saatgut-Bibliothek gibt es mittlerweile rund 1.000 verschiedene Sorten
Don Flavio kontrolliert auf dem Quinoa Feld, ob schon
geerntet werden kann. Foto: Florian Kopp, Brot für die Welt
pflanzen der Menschheit – die Quinoa. Sie
wurde bereits von den Inkas angebaut und
veredelt, die sogar schon Terrassen und
Bewässerungskanäle angelegt hatten.
Von den spanischen Eroberern wurde
die Quinoa und ein paar andere Pflanzen
als „Teufelszeug“ bezeichnet und verboten. Heute wird sie wieder mehr und mehr
angebaut. Die Körner enthalten viele Mineralstoffe und Vitamine. Das gilt auch für die
Blätter, die gekocht als Gemüse gegessen
oder auch roh als Salat verwendet werden.
Durch die ausgewogenere Ernährung sind
Krankheiten wie Anämie zurückgegangen.
Doch die Quinoa hat auch ihren Weg in
die USA und nach Europa gefunden. Als
Wunderkorn findet sie hier immer mehr
Anhänger und wurde zum Exportschlager,
wodurch aber auch der Preis im Erzeugerland angestiegen ist.
Die Landschaft in Peru ist sehr unterschiedlich mit Wüsten, Dschungel und
hohen kargen Bergen. In den Anden leben
Menschen auch noch in einer Höhe von über
3.000 Metern. Hier wächst nicht mehr viel,
aber die Menschen in den Andendörfern
brauchen Nahrung. Viele leiden an Mangel­
ernährung, haben Blutarmut und andere
Mangelerscheinungen. Weideland ist knapp,
der Klimawandel macht sich mit Starkregen,
der Erdrutsche auslöst, Trockenheit und
Überschwemmungen bemerkbar. Wie lässt Projektbeispiele zum Thema
sich das Problem in dieser Höhe lösen?
Ernährung 2016/2017
„Brot für die Welt“ hat mit dem loka- Brasilien – Gesundes Essen für alle
len Partner Diaconia angefangen, Frauen
Aufgrund der Macht der Agrarkonzerne
in den Dörfern zu schulen, alte und verist
das größte Land Südamerikas Weltmeigessene Pflanzen wieder anzubauen. Hier
ster
in der Nutzung von Pestiziden. Doch
wächst nun wieder eine der ältesten Kultur-
7
Schwerpunktthema
Kinder im Kindergarten „Schneewittchen“
in Cangucu beim gesunden Mittagessen.
Foto: Florian Kopp, Brot für die Welt
es regt sich Widerstand. Ganz im Süden
des Landes hat CAPA, eine Partnerorganisation von „Brot für die Welt“ bereits in
den 1970er Jahren, ein Netzwerk von ÖkoBetrieben aufgebaut. Dank erfolgreicher
Lobbyarbeit versorgen diese inzwischen
auch städtische Schulen und Kindergärten
mit gesunden Lebensmitteln.
Seit 2009 gibt es in Brasilien ein Gesetz,
wonach 30 Prozent der Lebensmittel für die
öffentliche Schulspeisung aus der regionalen
kleinbäuerlichen Landwirtschaft stammen
müssen. Vorher gab es für die Kinder abgepackte Cracker mit Marmelade und Reis mit
Bohnen. Das neue Gesetz brachte auch den
Kleinbauernfamilien Vorteile, denn die öffentliche Hand ist ein sicherer Abnehmer. Es war
ein Anreiz, statt Soja oder Tabak, gesunde
Lebensmittel anzubauen. Jeden Dienstag
fährt Iasmin Roloff nach Cangucu ins zentrale
Lager der Kooperative, lädt die Kisten auf
einen Kleinlaster und beliefert acht Kindergärten und Schulen in der Kleinstadt mit frischen
Lebensmitteln. Langsam denken die Menschen um und bauen in ihren kleinen Gärten
eine Vielzahl an Gemüsen und Obst an.
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bensmitteln – auch weil sie das für moderner
halten. Es gibt viele einheimische Lebensmittel, mit denen man abwechslungsreich und
lecker kochen könnte und die einen höheren
Nährwert haben. Die Aktion OADEL leistet
Aufklärungsarbeit, denn durch den Kauf
lokaler Produkte kann ein Einkommen für
die Bauernfamilien und auch Arbeitsplätze
in der verarbeitenden Industrie geschaffen
werden. Mit dem Ziel die Armut im Land
zu verringern. Leicht ist es nicht, weil die
Waren aus dem Ausland oft für die Hälfte
des Preises der einheimischen Produkte
verkauft werden.
Menschen, die in
den Bio-Laden der
Organisation in der
Stadt zum Essen
oder
Einkaufen
kommen, sind oft
überrascht über den
guten Geschmack
der Produkte und
kommen
gerne
wieder.
Projektbeispiele
zum Thema Wasser
Burkina Faso – Kostbares Nass
Das Land liegt in Westafrika und ist ein
Binnenland südlich der Sahara in der Sahelzone. Auf der Liste der ärmsten Länder der
Welt liegt es auf Platz 183 von 188 Ländern.
Es ist ein Agrarland, in dem meist Hirse
und Mais angebaut wurden. Aufgrund der
schlechteren Wetterverhältnisse werden
kaum noch ausreichende Ernten erzielt.
Früher fiel in Burkina Faso wenigstens noch
Togo – Lokal statt Global
genügend Niederschlag in der Regenzeit,
In Lomè der Hauptstadt Togos ernähren um eine Ernte im Jahr zu erzielen. Immer
sich viele Menschen von importierten Billigle- häufiger gibt es jetzt aber extreme Wet-
Unser tägliches Brot gib uns heute
terverhältnisse mit Dürreperioden oder
extremen Überschwemmungen.
Wasser ist ein kostbares Gut in den
meisten Dörfern des Landes. Vom Wasser
hängt auch das Gedeihen der Pflanzen ab.
Zusammen mit ARFA, einer Partnerorganisation von „Brot für die Welt“, wurden
Brunnen gebaut. Durch diese Brunnen
kann nicht nur nach der Regenzeit, sondern auch in der Trockenzeit Getreide und
Gemüse angebaut werden. Jetzt wachsen
hier Zwiebeln, Kartoffeln, Tomaten und Mit Hilfe der Brunnen können Bibata Kindo und ihr
Bohnen. Es gibt auch Mann täglich ihr Feld gießen. Foto: Helge Bendl, Brot für die Welt
schon Speicher für
Regenwasser, diese liefern Trinkwasser zum Beispiel für Schulen.
Das von „Brot für die Welt“ unterstützte Projekt richtet sich an
1.500 Kleinbauernfamilien im Osten des Landes. Von der verbesserten
Wasserversorgung profitieren fast 50.000 Menschen.
Malawi – Das Glück ist mit den Tüchtigen
Das kleine Land liegt im Südosten Afrikas und ist ein sehr armes
Land. Die meisten Menschen leben von der Landwirtschaft. Durch den
Klimawandel fällt weniger oder später Regen. Dagegen gibt es auch
extreme Regenfälle, die den guten Boden, den Humus, von den Feldern spülen. Sowohl das Saatgut, als auch die Setzlinge werden teilweise einfach mitgerissen. Dann
reicht die Ernte nicht aus und die
Menschen müssen Hunger leiden.
Seit 2014 wurden 80 Kleinbauern im Dorf Samuti an das
neue Bewässerungssystem der Organisation CARD
angeschlossen.“Brot für die Welt“ unterstützt das
Projekt, mit dem die Lebensbedingungen der armen
Bevölkerung auf dem Land verbessert werden sollen.
Durch die ausreichende Bewässerung können sie ganz
unterschiedliche Gemüsesorten wie Tomaten, Bohnen, Das neue Bewässerungssystem läßt
Erbsen, Chinakohl und einheimische Pflanzen anbauen. mehr Pflanzen gedeihen und schafft
bessere Lebensbedingungen.
Außerdem sind jetzt bis zu drei Maisernten im Jahr Foto: Jörg Böthling, Brot für die Welt
möglich. Durch den Bewässerungskanal hat sich das
Leben der Menschen im Dorf stark verbessert.
Erika Preukschat (alle Texte zu den Projektbeispielen)
Quelle: Brot für die Welt
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Schwerpunktthema
Junge Frauen in der Hauptstadt San Salvador
bei der Ausbildung zur Bäckerin, präsentieren
stolz die gebackenen Brote.
Foto: Kathrin Harms, Brot für die Welt
Projektbeispiele zum Thema
Bildung und Ausbildung
5.000 Brote –
Konfis backen Brot für die Welt
El Salvador – Eine Perspektive
für die Chancenlosen
2016: Das Backen geht weiter!
In den armen Stadtteilen von San Salvador prägen Gewalt und Perspektivlosigkeit
das Leben der Jugendlichen. Bandenmorde
stehen auf der Tagesordnung. Aus Angst
vor dem organisierten Verbrechen stellen
viele Firmen Jugendliche aus bestimmten
Stadtbezirken gar nicht ein. Die kirchliche
Organisation SSPAS zeigt einen Ausweg
auf. Sie bildet Jugendliche handwerklich aus,
begleitet sie psychologisch und vermittelt sie
in Arbeitsverhältnisse.
Albanien – Jeder kann es schaffen
Für zurückgekehrte Flüchtlinge, Roma und Schulabbrecher, ist es in Albanien sehr
schwer, einen Einstieg ins legale Arbeitsleben zu finden. Die Organisation DEVAID hilft
jungen Menschen aus diesen benachteiligten Gruppen. Sie prüft genau, welche Berufe auf
dem Arbeitsmarkt gebraucht werden. Die Jugendlichen werden während der handwerklichen Ausbildung gut begleitet. Ein starkes Netzwerk von Ausbildungszentren, Arbeitsämtern und Unternehmen ermöglicht die erfolgreiche Vermittlung von Arbeitsplätzen.
Ghana – Handwerk hat goldenen Boden
Eine gut bezahlte Anstellung zu finden, davon
können viele Jugendliche in dem westafrikanischen Land Ghana nur träumen.
Bessere Zukunftsaussichten hat, wer sich
selbständig macht. Das „Opportunities Industrialization Centre“ ermöglicht jungen Leuten
in Kumasi eine gute Ausbildung in verschiedenen
Handwerksberufen und hilft ihnen, sich selbst
eine Existenz aufzubauen.
Junge Näherinnen in Ghana bei der Ausbildung.
Foto: Brot für die Welt
Bei allen drei Projekten handelt es sich um
Projekte von „Brot für die Welt“, bei denen
Kinder und Jugendliche im Kontext einer handwerklichen Ausbildung unterstützt werden.
Das im Rahmen der Aktion 5000 Brote gesammelte Geld kommt diesen drei Projekten
zugute. Wenn mehr zusammenkommt, als benötigt, können die Mittel anderen Jugend­
bildungsprojekten zugute kommen.
Quelle: Brot für die Welt www.5000-brote.de
10
Unser tägliches Brot gib uns heute
Mit diesen Worten umschreibt „Brot für
die Welt“ eine Aktion, die auch in diesem
Jahr wieder läuft. Konfirmandengruppen in
ganz Deutschland sind aufgerufen, in Kooperation mit Bäckereien, Brot für einen guten
Zweck zu backen. Dazu öffnen Bäcker ihre
Backstuben. Jugendliche aus den Konfirmandengruppen können einen Tag lang ins
Bäckerhandwerk reinschnuppern. Die dabei
entstandenen Brote werden anschließend
auch von ihnen selbst verkauft. Das Geld,
das sie durch den Verkauf der Brote einnehmen, kommt den nebenstehenden drei Projekten von „Brot für die Welt“ zugute.
Auch die Konfirmandinnen und Konfirmanden der Evangelischen Kirchengemeinde Limburg werden an dieser Aktion
teilnehmen. Am Samstag, 01. Oktober, dem
Tag vor dem Erntedankfest, wird die Bäckerei Schäfer dafür ihre Backstube öffnen. An
diesem Tag werden auch die Brote zum Verkauf angeboten. Es wäre schön, wenn sich
zahlreiche Käufer fänden, die dieses Projekt
unterstützten und so zum Erntedank Bereitschaft zum Teilen zeigten. Wann und wo
Sie die Brote genau erwerben können, wird
noch bekannt gegeben.
Herzlich eingeladen sind Sie auch alle zum
Gottesdienst am Erntedankfest am
Sonntag, 02. Oktober, um 10.00 Uhr
in der Kirche. Diesen Gottesdienst
gestalten die beiden Konfirmandengruppen
gemeinsam mit Pfarrer Fischer und Pfarrer
Stambke. Traditionell ist an diesem Tag die
Kollekte ebenfalls für „Brot für die Welt“
bestimmt.
Evangelische Christen im Dekanat
Runkel in Geberlaune
Spendenergebnis für „Brot für die Welt“
erneut gesteigert
„Brot für die Welt“ hat im Jahr 2015 von
Spenderinnen und Spendern im Kirchengebiet der Evangelischen Kirche in Hessen und
Nassau (EKHN) 4.211.951 Euro erhalten.
Das ist ein Plus von mehr als 150.000 Euro
im Vergleich zum Vorjahr. Allein bei den
Kollekten an Heiligabend und Erntedank
legten die Gläubigen 1.736.481,24 Euro in
den Klingelbeutel. Das waren 90.509,49
Euro mehr als im Jahr zuvor.
Ganz besonders großzügig waren wie
gewohnt die Kirchenbesucherinnen und
-besucher aus dem Dekanat Runkel. Sie
spendeten dem Evangelischen Hilfswerk
an Heiligabend und Erntedank insgesamt
22.493,40 Euro. Ein schönes Plus von
2.437,68 Euro für die Arbeit von „Brot für
die Welt“ war bei der Heiligabendkollekte
mit bemerkenswerten 18.455,16 Euro zu
verzeichnen. Die Erntedankkollekte blieb
mit 4.038,24 Euro nahezu gleich.
„Wir freuen uns, dass Spenderinnen
und Spender „Brot für die Welt“ auch 2015
wieder ihr Vertrauen geschenkt haben.
Allen, die dazu beigetragen haben, sei ganz
Pfarrerin Katrin Adams,
besonders herzlich dafür gedankt“, so Dr.
Quelle: www.5000-brote.de
Ute I. Greifenstein, Referentin für „Brot
für die Welt“ für Kurhessen-Waldeck und
11
Schwerpunktthema – Unser tägliches Brot
Berichte aus der Gemeinde
Hessen und Nassau. Bundesweit haben Spenderinnen und Spender die Arbeit von „Brot
für die Welt“ im vergangenen Jahr mit 57,5 Millionen Euro unterstützt. Das sind 1,8 Millionen Euro mehr als im Vorjahr (55,7 Millionen).
Bürgermeister überraschte
102-jährige mit einer Domführung
Helmut Völkel, Profilstelle Öffentlichkeitsarbeit
im Evangelischen Dekanat Runkel
So lautet das Motto des diesjährigen
ökumenischen Tages der Schöpfung am
Freitag, 02. September ab 14.00 Uhr,
dessen zentrale Gottesdienstfeier im „Park
am Mäuseturm“ in Bingen stattfindet.
Die ganze Schöpfung ist ein einziger
Lobpreis Gottes. So singen es einige
Lieder der Bibel, wie beispielsweise Psalm
104. So will auch der ökumenische Tag
der Schöpfung einstimmen in das Lobpreiskonzert der ganzen Schöpfung.
Das Motto greift einen Vers aus einem Hymnus Hildegard von Bingens auf. Sie betonte:
der Lobpreis des Schöpfers und die Verantwortung für die Schöpfung gehören untrennbar
zusammen. Dieser Anstoß Hildegard von Bingens wird im ökumenischen Gottesdienst des
diesjährigen Schöpfungstages aufgegriffen. Als Lobende können wir gar nicht anders, als
uns nach Kräften und Möglichkeiten auch für die Schöpfung einzusetzen.
Nähere Informationen finden Sie im Internet unter: www.schoepfungstag.info
ACK Hessen-Rheinhessen
Aktionstag Nachhaltigkeit in Hessen
Foto: © Francesca Schellhaas/photocase
„Die ganze Schöpfung – Lobpreis Gottes“
Traditionell besucht der Limburger Bürgermeister die Jubilare im Wichernstift
und im Theodor-Fliedner-Haus, wenn sie
einen hohen Geburtstag feiern. Er gratuliert ihnen und überreicht ein kleines
Geschenk im Namen der Stadt. So auch
am 19. Februar, denn an diesem Tag feierte
Franziska Pulch mit Familie und Freunden
ihren 102. Geburtstag. Die rüstige Seniorin
erfreut sich noch guter Gesundheit, ist geistig sehr rege und begeistert mit ihrer positiven Lebenseinstellung.
Frau Pulch freute sich sehr über den
Besuch von Bürgermeister Dr. Marius
Hahn und unterhielt sich angeregt mit ihm.
Dabei stellte sich heraus, dass die gebürtige Wiesbadenerin, die seit Februar 2012
im Wichernstift lebt, noch nie im Limburger Dom war. Spontan lud Dr. Hahn sie zu
einer gemeinsamen Besichtigung des Gotteshauses ein.
Es wurde ein Termin vereinbart und der
Bürgermeister holte die Seniorin, begleitet von ihrer Nichte Irmtraud Nusser und
Unter dem Motto „Beobachten – Erleben – Schützen: Hessen
aktiv für Biologische Vielfalt“ findet am Donnerstag, 22. September der 4. Hessische Tag der Nachhaltigkeit statt. An diesem
Tag werden landesweit Veranstaltungen und Aktionen für die
Menschen in Hessen das Thema Nachhaltigkeit erlebbar machen.
Denn jede und jeder kann für Biologische Vielfalt selbst aktiv
werden: im eigenen Garten, in der Landwirtschaft, im Wald, in
der Stadt oder in Unternehmen. Diese große Bandbreite und
damit die Vielzahl an Ansatzpunkten für eigenes Engagement
wollen wir aufgreifen und den Menschen in Hessen bewusst
machen. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die Kampagne „Wildes Hessen?! – Mehr Vielfalt in Garten, Dorf und Stadt“. Sie lädt dazu ein, wilde Vielfalt zu beobachten, zu fördern
und zu zeigen. Informationen zu Veranstaltungen in der näheren Umgebung werden in der
Presse veröffentlicht oder Sie finden sie im Internet auf www.tag-der-nachhaltigkeit.de
Hessisches Ministerium für Umwelt,
Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
12
Frau Pulch bei der Domführung. Foto: Wichernstift
deren Tochter Dunja, mit dem Auto ab
und chauffierte sie durch die engen Gassen
der Altstadt auf den Domberg. Fürsorglich
führte Bürgermeister Dr. Hahn die Seniorin
mit Rollator durch die „Pforte der Barmherzigkeit“ in den Dom. Dort traf die kleine
Gruppe auf den Domküster Bruder Ellmar
Moosbrugger, der sich freute, der rüstigen
Seniorin die Domgeschichte erzählen zu
können. Franziska Pulch lauschte interessiert und erfreute alle mit ihren humorvollen Kommentaren. Anschließend brachte
Dr. Hahn die Damen wieder zurück ins
Wichernstift, wo sie begeistert von ihrem
kleinen Ausflug berichteten.
Annegret Müller, Sozialdienstleitung,
Diakonie Limburg
Herzliche Einladung
Die Evangelische Kirchengemeinde freut sich, dass mit
Pfarrer Markus Stambke das
Pfarrerteam nun wieder komplett ist. Mitte Juli ist Markus
Stambke mit seiner Familie
in unserer Kirchengemeinde
angekommen und wohnt im
Pfarrhaus in der Parkstraße.
Wir begrüßen Pfarrer
Stambke offiziell im Einführungsgottesdienst am
Pfarrer Stambke
Sonntag, 11. September,
Foto: privat
um 15.00 Uhr
in der Kirche, zu dem wir Sie ganz herzlich einladen. Im Anschluss an den Gottesdienst wird es bei einem Beisammensein
Gelegenheit geben, ein Grußwort zu sprechen oder persönlich mit ihm ins Gespräch
zu kommen. Bitte beachten Sie, dass
an diesem Tag kein Gottesdienst um
10.00 Uhr stattfindet.
– Fortsetzung auf Seite 16 –
13
Reformation
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Impulspost
Neue Lutherbibel wurde am 16. Juni 2016 angedruckt
Impulspost bringt Wahrheit der Bibel auf einen Bierdeckel
„Gottes Wort muss mit Händen zu greifen sein“
Es geht um die Liebe: Zu Gott, zu sich selbst und den Nächsten
Die „Lutherbibel 2017“ ist heute
mit einem feierlichen Auftakt angedruckt worden. Zusammen mit dem
Generalsekretär der Deutschen Bibelgesellschaft (DBG), Christoph Rösel,
startete der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD),
Landesbischof
Heinrich
BedfordStrohm, den Druck in der traditionsreichen Druckerei C. H. Beck in
Nördlingen. Bei dem Termin waren
auch Mitglieder des Nördlinger
Bachtrompeten-Ensembles anwesend,
die den Druckstart musikalisch mit Der EKD Ratsvorsitzende Landesbischof Heinrich
zwei Stücken von Johann Sebastian Bedford-Strohm hat den Druck der neuen Lutherbibel
Bach rahmten.
2017 gestartet. Foto: ekd
„Es wurde Großartiges geleistet“,
würdigte der Ratsvorsitzende den fast
liefen bei der Deutschen Bibelgesellschaft in
zehnjährigen Arbeitsprozess, „in dem sich Stuttgart in den letzten Monaten die Vorjahrelang mehrere Arbeitsgruppen mit bereitungen zur Drucklegung. „Die Lutherhochkarätigen Wissenschaftlern mit der bibel ist das Buch der Bücher, der erste
Lutherbibel intensiv beschäftigt haben. und immer noch wichtigste Bestseller der
„Die Lutherbibel ist schon jetzt ein fester deutschen Sprache.“, so Generalsekretär
Bestandteil der deutschen Sprache. Ich Dr. Christoph Rösel, „Im Jubiläumsjahr der
wünsche mir, dass sie in dieser Neuausgabe Reformation wollen wir als Deutsche Bibelnun ein Buch wird, das viele Menschen neu gesellschaft dieses Buch gemeinsam mit der
entdecken. Mögen die Worte dieser Bibel Evangelischen Kirche in Deutschland wieder
Kraft und Orientierung geben.“
mitten in die Gesellschaft bringen.“
„Die Ausbreitung der Reformation und
Die Lutherbibel 2017 erscheint zum
die Verbreitung der Bibel hatten vor 500 Reformationstag 2016, der offizielle VerJahren ganz wesentlich mit dem Druckge- kaufsstart ist der 19. Oktober 2016. Die
werbe zu tun!“ Der Erfolg der Reformation Bibel kann bereits vorbestellt werden. Rund
sei ohne die technischen Fortschritte, was 260.000 Exemplare werden als Startauflage
das Druckverfahren angeht, undenkbar. gedruckt. Über 300 Tonnen Dünndruckpa„Gottes Wort muss mit Händen zu greifen pier auf rund 13 LKW stehen dazu zur Versein. Auch in der revidierten Lutherüberset- fügung. Die Lutherbibel 2017 umfasst ca.
zung. Neben den neuen elektronischen Mit- 1500 Seiten. Das Erscheinen der revidierteln, die Bibel zu verbreiten, wird deswegen ten Lutherbibel 2017 ist einer der großen
die gedruckte Bibel auch in der Zukunft ihre Höhepunkte des Reformationsjubiläums
zentrale Bedeutung behalten.“
2016/17.
Nach Abschluss der inhaltlichen Arbeiten
Pressestelle der EKD, Kerstin Kipp
Was will der christliche Glaube eigentlich – kurz und konkret? Passen die Grundaussagen der Bibel auf einen Bierdeckel? Die Impulspost der Evangelischen Kirche in Hessen und
Nassau (EKHN) im Herbst 2016 wagt den Versuch, die mehr als 30.000 Verse der Bibel
in drei Sätzen zusammenzufassen. Ein bärtiger Hipster in einer Bar will wissen: „Worüber
reden wir eigentlich?“ Die Antworten sind die von Jesus: „1. Liebe Gott. 2. Liebe Dich
selbst. 3. Liebe die Anderen.“
Damit bringt die Impulspost die biblische
Wahrheit auf einen Bierdeckel. Anfang
Oktober kommt dieser per Brief in alle
evangelischen Haushalte. Das Begleitschreiben erläutert die drei Kernsätze der Bibel
weiter. Mit diesen Sätzen antwortet Jesus auf
die Frage nach dem „höchsten Gebot“ (Matthäusevangelium Kapitel 22,34 ff).
Jesus zitiert dabei zentrale Aussagen des
Alten Testaments: „Du sollst den Herrn,
deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von
ganzer Seele und von ganzem Gemüt“, (5. Mose 6,5) und „Du sollst deinen Nächsten
lieben wie dich selbst“ (3. Mose 19,18). Dann fasst er zusammen: „In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.“ (Matthäus 22,40)
Das zentrale grafische Motiv der Impulspostaktion fragt provokant in goldenen Buchstaben: „Die Bibel auf einem Bierdeckel?“ Gold ist die Symbolfarbe der Bibel. Sie betont den
besonderen Wert des Heiligen Buches.
Mit der Impulspost will die EKHN Glaubensimpulse geben. Sie regt an, über das Wesentliche ins Gespräch zu kommen – ob zuhause oder in einer Kneipe. Dabei stellt die Impulspost die Bibel nicht als Gesetzbuch oder Gebrauchsanweisung für richtiges Verhalten dar.
Vielmehr lädt die Aktion zur persönlichen Suche nach Gott und zum gemeinsamen Nachdenken darüber ein, was mit den Begriffen „Gottesliebe“, „Selbstliebe“ und „Nächstenliebe“ konkret gemeint ist und wie man sie im Alltag leben kann.
Sebastian von Gehren, Öffentlichkeitsarbeit der EKHN
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Besondere Gottesdienste und Veranstaltungen
– Fortsetzung von Seite 14 –
Besondere Gottesdienste und Veranstaltungen
Reformationstag
Der eine oder die andere hatte bereits Gelegenheit, Pfarrer Markus Stambke kennenzulernen. Er hat schon Gottesdienste mit der Gemeinde gefeiert und auch getauft.
Ihm und seiner Familie wünschen wir für die Zeit in Limburg von Herzen Gottes Segen
und dass Sie sich in unserer Mitte wohlfühlen.
Pfarrerin Katrin Adams
Musik zur Marktzeit
Wir laden Sie zu den nächsten Terminen der
Reihe „Musik zur Marktzeit“ ein, die wie gewohnt,
am 2. Samstag im Monat um 11.00 Uhr in der Evangelischen Kirche Limburg stattfinden. Das ist unser
Programm für die nächsten drei Monate:
10. September Quintoli Anchi – Das Wiesbadener
Oboenensemble
08. Oktober Klavier zu vier Händen - Julia Tseytlin
und Dr. Klaus Friedrich
12. November A quatre mains – Am Klavier Elita
Vilcane und Julia Tseytlin
Wir freuen uns auf Sie.
Pfarrer Christian Fischer und Katerina Dolke,
Kreismusikschule Limburg
Gottesdienst am Partnerschaftssonntag mit Ghana
Auch in diesem Jahr steht ein Sonntag im Dekanat Runkel im Zeichen der Verbundenheit
mit der Partnerkirche in der Region Kumasi der Presbyterian Church of Ghana. In den Gottesdiensten unserer Kirchengemeinden werden am Sonntag, 25. September Grußworte
von dort verlesen, gemeinsame Gebete gesprochen und afrikanische Lieder angestimmt.
Auch die Evangelische Kirchengemeinde Limburg wird im Gottesdienst um 10.00 Uhr in
der Kirche die Partnerschaft zu Wort kommen lassen. Dazu sind alle herzlich eingeladen.
Pfarrerin Katrin Adams
Goldene und Diamantene Konfirmation
Am 16. Oktober feiern wir im Gottesdienst um 10.00 Uhr in der Kirche Goldene und
Diamantene Konfirmation. Menschen, die vor fünfzig oder sechzig Jahren in Limburg oder
anderswo konfirmiert wurden, kommen zusammen, um Gott für seine Begleitung auf ihrem
Lebensweg zu danken und um seinen Segen zu erbitten für die Zeit, die vor ihnen liegt.
Wir freuen uns besonders, dass Pfarrer Hermann Otto Geißler aus Wiesbaden, der einen
Teil der Jubilare vor fünfzig Jahren eingesegnet hat, den Gottesdienst mit ihnen feiert.
Pfarrerin Katrin Adams
Mit dem Reformationstag am 31. Oktober 2016 beginnt die Evangelische Kirche
in Deutschland das Festjahr zum 500. Jubiläum des Thesenanschlags von Wittenberg.
Dieses Ereignis war eines der Auslöser jenes
Geschehens, das wir heute als Reformation bezeichnen. In den kommenden zwölf
Monaten wird es dann zahlreiche Veranstaltungen zu diesem Jubiläum geben.
Wir laden Sie herzlich ein, das Jubiläumsjahr mit uns im Gottesdienst am Montag,
31. Oktober, um 19.00 Uhr zu beginnen.
Pfarrerin Katrin Adams
Ökumenischer Gottesdienst
am Buß- und Bettag
Auch in diesem Jahr laden wir Sie wieder
ganz herzlich zu unserem ökumenischen
Gottesdienst am Buß- und Bettag,
Mittwoch, 16. November, um 19.00 Uhr
in das Gemeindezentrum in Blumenrod,
Bodelschwighstr. 12, katholischer Teil ein.
Im Anschluss an den Gottesdienst wollen
wir noch etwas Zeit im evangelischen Teil
des Gebäudes bei einem gemeinsamen
Abendessen verbringen.
Nach dem großen Erfolg im Jahr 2011
wird es in diesem Jahr auf dem Gelände
des Zollhauses an der B 417 bei Mensfelden
wieder eine Ausstellung mit verschiedenen
Szenen aus dem Alten und Neuen Testament geben, die mit biblischen Erzählfiguren
dargestellt werden. Die Ausstellung ist zu
sehen vom 19. August bis 04. September.
Pfarrer Christian Fischer und
Pater Toni Schroers SAC
Limburger Nacht der Kirchen
abgesagt
Die für den 16. September angekündigte
„Nacht der Kirchen“ ist abgesagt. Sie wird
eventuell zu einem späteren Zeitpunkt
im kommenden Jahr nachgeholt. Grund
für die Absage ist die Weihe des neuen
Bischofs Georg Bätzing am 18. September
im Dom. Wir wünschen ihm für sein Amt
und den Gläubigen im Bistum Limburg für
die Zukunft Gottes Segen.
Pfarrerin Katrin Adams
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…da berühren sich Himmel
und Erde – Ausstellung Biblischer
Erzählfiguren
Die Tochter des Pharao findet Mose in einem
Weidenkörbchen. Foto: Thomas Eberl
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Veranstaltungen
Veranstaltungen
Für Kaffee, Kuchen und Getränke während der allgemeinen Öffnungszeiten sorgt das
Team vom Zollhaus. Die Öffnungszeiten sind jeweils freitags von 15.00 bis 18.00 Uhr und
samstags und sonntags von 10.00 bis 18.00 Uhr. Termine für Gruppen können individuell
abgestimmt werden.
Informationen erhalten Sie über Friederike Toepfer, Telefon: 72921 sowie über das Evangelische Dekanat Runkel, Profilstelle Bildung, Pfarrer Joachim Naurath, Telefon: 4794374
oder per Mail: [email protected]
Pfarrer Thomas Eberl
feier mahl - essen - erleben – feiern
Inklusionsfest
Die Modellregion „Kirchen und Inklusion“ verwandelt den Bereich zwischen der
„WERKStadt“ am Limburger Bahnhof und
dem Neumarkt in eine Freilufttafel und lädt
zu einem „feier mahl“ ein. Unter der Schirmherrschaft von Landrat Manfred Michel soll
ein Fest gefeiert werden, das zum ungezwungenen Miteinander anregt und beim Aufspüren der eigenen Sinne hilft.
Am Samstag, 10. September von 11.00 bis 15.00 Uhr
ist die Tafelmeile geöffnet, Präsentationen, Musik, Theater oder Spiele sollen das Fest
bereichern.
Auch vor unserer Kirche werden Sie mehrere Tische finden, an denen ganz unterschiedliche Aktionen stattfinden und spezielle Themen behandelt werden. So beteiligen sich die JFS
(Jugenfreizeitstätte in der Evangelischen Kirchengemeinde) und die eritreische Gemeinde
mit verschiedenen Projekten am Inklusionsfest.
Ziel des Festes, so Sabine Jost-Schmitt, Projektleiterin der Modellregion „Kirchen und
Inklusion“, ist es, dass Menschen miteinander ins Gespräch kommen, Gemeinsamkeiten
und Neues entdecken und Zeichen der „Barrierefreiheit“ für alle Menschen im Kreis Limburg/Weilburg zu setzen.
Weitere Informationen zur Veranstaltung sowie zur Modellregion gibt Sabine JostSchmitt, Telefon: 4794797 oder E-Mail: [email protected]
Erika Preukschat
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Dr. Eckhart von Hirschhausen mit der roten
Nase – nach dem Motto „Wir setzten
Deutschland die rote Nase auf“.
Foto: Frank Eidel
auf die Ergebnisse seiner Überlegungen sehr
gespannt. Wir werden uns auch mit den
Zielen und Angeboten der Stiftung beschäftigen und erfahren, wo es Angebote dazu in
unserer Umgebung gibt.
Im Oktober greifen wir das Thema
„Frauen der Bibel – Altes Testament“ auf,
das eigentlich schon im Juni geplant war. Die
Bibel ist voll von Frauen, die ganz unerwartet zu Heldinnen und ganz überraschenden
Werkzeugen in Gottes Geschichte wurden.
Wir möchten Ihnen in loser Reihenfolge
einige der vielen Frauen vorstellen, von
denen in der Bibel berichtet wird. Es geht
um bekannte aber auch um unbekannte
Frauengestalten, die wir auch vor dem Hintergrund der damaligen Zeit und der Kultur
kennenlernen werden. Das Treffen findet
am Montag, 24. Oktober statt.
Der Frauentreff im November beschäftigt sich mit dem Thema „Gesunde Ernährung“, einem der Schwerpunktthemen der
nächsten Aktion von „Brot für die Welt“.
Am Beispiel Brasilien und anderer Länder
erfahren wir von verschiedenen Projekten,
die gegen den Mangel an Nährstoffen in der
Ernährung vorgehen. Hierzu treffen wir uns
am Montag, 21. November.
Alle Treffen finden in der Evangelischen
Kirche, Großer Gemeinderaum im 1. Stock
statt, sie beginnen um 19.00 Uhr, Dauer ca.
zwei Stunden.
Vorankündigung: Die Adventsfeier wird
auch in diesem Jahr wieder am zweiten
Montag im Dezember stattfinden. Wir
treffen uns am Montag, 12. Dezember, um
19.00 Uhr wie gewohnt im Großen Gemeinderaum 1. Stock. Alle interessierten Frauen
sind ganz herzlich zu all diesen Treffen eingeladen. Wir freuen uns auch immer über
neue Teilnehmerinnen.
Erika Preukschat
Termine Hospizdienste Limburg e.V.
Frauentreff
…. den letzten Weg gemeinsam gehen
Der Frauentreff lädt alle interessierten Frauen zu den Treffen in den nächsten drei
Monaten ein. Wir haben diese Themen für Sie vorbereitet:
Die Stiftung „Humor hilft Heilen““ (HHH-sprechen sie das mal aus) des berühmten TVArztes Dr. Eckhart von Hirschhausen ist Thema am Montag, 26. September.
Kann Humor wirklich heilen? Man sagt ja auch „Lachen ist die beste Medizin“. Mit
diesen und anderen Fragen beschäftigt sich Dr. Eckhart von Hirschhausen und wir sind
Unter diesem Motto laden die Hospizdienste
Limburg wieder zu ihrer Vortragsreihe in die Diezer Straße 38a, 1. Stock, in Limburg ein.
Die Vorträge finden in der Regel am letzten Montag im Monat statt. Beginn ist jeweils um
19.30 Uhr und sie enden gegen 21.00 Uhr.
26. September - Notfallerkennung und Erstbehandlung durch Laien
Referent: Dr. med. Thomas Schmitt, Leitender Notarzt im Kreis Limburg-Weilburg
31. Oktober - „Vom Glück einen Goldesel zu haben“ – die historische Wahrheit hinter
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Veranstaltungen
den Grimmschen Märchen
Referentin: Dr. phil. Jutta Failing, Kunsthistorikerin und Autorin
28. November - Spirituelle Begleitung in der
Palliativversorgung
Referentin: Pfarrerin Claudia GierkeHeinrich, evangelische Seelsorgerin im
St. Vincenz-Krankenhaus Limburg
Hospizdienste Limburg
Einladung zum
Partnerschaftswochenende mit
der Gemeinde Lauchhammer
vom 07. bis 09. Oktober in
Neudietendorf
Wir möchten noch einmal an die bereits
angekündigte Fahrt nach Neudietendorf
zum Treffen mit einer Gruppe aus der
Kirchengemeinde Lauchhammer erinnern.
Dafür haben wir im Zinzendorfhaus bereits
Das Zinzendorfhaus in Neudietendorf.
Foto: Preukschat
Zimmer reserviert.
Mitfahren können alle interessierten
Gemeindemitglieder, egal ob Sie bereits Kontakte zu Menschen in Lauchhammer haben,
die Sie weiter pflegen oder ob Sie neue Kontakte aufbauen möchten. Es wäre schön,
wenn wir für die Gemeindepartnerschaft
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noch mehr Menschen begeistern könnten,
denn sie lebt von einem regen Austausch.
Die Fahrt nach Neudietendorf (ca.
250 km) findet in Fahrgemeinschaften mit
privaten PKWs statt.
An dem Wochenende ist ein Austausch
über das jeweilige Gemeindeleben und die
gemeinsame Arbeit an einem, noch zu wählenden, Thema geplant. Außerdem wird
ein Ausflug nach Erfurt oder zu anderen
Sehenswürdigkeiten in der Umgebung angeboten. Natürlich gibt es auch viel Zeit, um
miteinander ins Gespräch zu kommen. Nach
dem Gottesdienstbesuch am Sonntag und
dem abschließenden gemeinsamen Mittagessen treten wir wieder die Heimreise an.
Wenn Sie Lust haben mitzufahren, melden
Sie sich bitte möglichst umgehend bei Angelika Schwenk im Gemeindebüro an Telefon:
8480.
Pfarrerin Katrin Adams
Veranstaltungen
Ein Symbol
der Aktion
Lucia, Kerzen
in Form des
Venus-Symbols,
sie werden im
Gottesdienst
angezündet.
gestaltet von Pfarrerin Claudia Gierke-Heinrich und Sr Elisabeth Lenhof, SAC.
Die musikalische Gestaltung erfolgt durch
den Chor „Capella St. Vincenz“ unter der
Leitung von Kirchenmusiker Harald Opitz.
Veranstalterinnen sind die Frauen im Evangelischen Dekanat Runkel und die Kranken­
hausseelsorge am St. Vincenz-Krankenhaus.
Foto: Preukschat
Erika Preukschat
Konzerte in der Kirche
Konzert mit Lesung „Nichts soll meine Schritte fesseln“ – Komponistinnen und
Schriftstellerinnen der Romantik am 09. Oktober, 17.00 Uhr
Ein Konzert mit Lesung, bei dem die Sätze der selten gespielten Klaviertrios von Clara
Schumann und Fanny Hensel mit ausgesuchten Briefauszügen und Gedichten von Bettina
von Arnim, Annette von Droste-Hülsoff, Karoline von Günderrode und Sophie Mereau in
Beziehung treten.
Ausführende: Katrin Ebert, Violine, Uta Kempkes, Violoncello, Monika Vetter, Klavier,
Lisa Straßberger, Lesung
Konzert „Nur frisch, nur frisch gesungen! Und alles wird wieder gut.“
am 29. Oktober, 18.00 Uhr
Ökumenischer Gottesdienst
„Licht gegen Brustkrebs“
Ein Programm mit deutschen Volksliedern zu den Themen Wandern, Liebe und
Abschied, Kinderlieder und Abendlieder.
In ganz Deutschland ist Brustkrebs die
häufigste Krebserkrankung bei Frauen.
Nahezu jede achte Frau erkrankt in ihrem
Leben an Brustkrebs. Aber auch Männer
sind betroffen.
Die Diagnose „Brustkrebs“ und die
anschließende Therapie sind nicht nur verbunden mit körperlichen Beeinträchtigungen, auch die psychischen Belastungen sind
erheblich.
In unserem Gottesdienst werden deshalb
Lichter brennen
• für die Hoffung
• gegen die Angst
• für das Leben
Dazu laden wir Sie ganz herzlich ein am
Samstag, 08. Oktober, um 18.00 Uhr
in die Kapelle des St. Vincenz Krankenhauses in Limburg. Der Gottesdienst wird
Konzert „Von Wolken, Wind und Wellen“ am 06. November, um 16.00 Uhr
Ausführende: Frauenkammerchor ‚Carpe Diem Limburg‘ gemeinsam mit dem Streichquartett ‚Viergeteilt‘
Pfarrer Christian Fischer
Ausstellung „Bloß weg von hier“
Unter dieser Überschrift steht eine Ausstellung des
„Zentrums Ökumene“ der EKHN, die in der Kirche gezeigt
wird. Sie gibt Einblicke in die Lebenswirklichkeit von Menschen, die auf der Flucht sind. Ziel ist es, über Fluchtursachen zu informieren und Verständnis zu wecken für Nöte
und Bedürfnisse von Menschen, die gezwungen sind, ihre
Heimat zu verlassen. Angesprochen sind in besonderer
Weise Konfirmandengruppen und Schulklassen.
Ein Motiv der Ausstellung.
Zu sehen ist die Ausstellung vom 11. bis 16. Oktober
während der Bürozeiten oder nach Absprache.
Nähere Informationen erhalten Sie bei Pfarrerin Katrin Adams: 06482-91077
Pfarrerin Katrin Adams
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Veranstaltungen
Frauenfrühstück in Gnadenthal
mit Pröpstin Annegret
Puttkammer
Zu unserem diesjährigen Frauenfrühstück
haben wir einen besonderen Gast eingeladen, die Pröpstin von Nord Nassau, Frau
Annegret Puttkammer.
Wir beginnen den Morgen mit einer
Andacht in der alten Klosterkirche in Gnadenthal, die von Pröpstin Puttkammer
gehalten wird. Danach gehen wir von dort
ins Äbtissinnenhaus zum gemeinsamen
Frühstück.
Nach dem Frühstück hören wir einen
Vortrag von Pröpstin Puttkammer mit dem
Thema: „Neid – ein giftig-grünes Gefühl“.
Neid – ein Thema über das wir nicht viel
reden, das wir nicht mögen und nicht eingestehen wollen…
Hierzu laden wir Sie herzlich ein am
Samstag, 22. Oktober, um 09.30 Uhr.
Ökumenischer Gottesdienst zum Internationalen Tag
„NEIN zu Gewalt an Frauen“
Pröpstin Annegret Puttkammer
Die Kosten für das Frühstück werden voraussichtlich wieder bei 7,00 Euro liegen.
Um besser planen zu können, bitten wir
um Ihre Anmeldungen bis zum 15. Oktober
bei Erika Preukschat, Telefon: 45032 oder
per E-Mail an [email protected]. Veranstalterinnen sind die Frauen
im Evangelischen Dekanat Runkel.
Erika Preukschat
Ende der 80er Jahre wurde der 25. November von
den Vereinten Nationen zum Internationalen Gedenktag
für die Opfer von Gewalt an Frauen und Kindern erklärt.
Bereits seit vielen Jahren wird auch im Landkreis Limburg-Weilburg der internationale Tag „NEIN zu Gewalt
an Frauen“ organisiert, zu dem die Frauenorganisation
„Terres des Femmes“ aufruft. Es gibt viele Arten von
Gewalt, die Frauen angetan wird. Nicht nur Frauen, aber
der Anteil von Frauen, die Opfer von körperlicher, sexueller und anderer Formen von Gewalt werden, ist leider
immer noch um ein Vielfaches höher.
Schon seit etlichen Jahren wird im November auch
in Limburg in der Aktionswoche ein ökumenischer Gottesdienst gefeiert. In diesem Jahr laden die Veranstalterinnen Sie ganz herzlich am Freitag, 25. November, um
18.00 Uhr zum ökumenischen Gottesdienst in die St. Anna-Kirche in Limburg ein.
Veranstalterinnen sind die Frauen im Evangelischen Dekanat Runkel und der Kfd Diözesan- und Regionalvorstand Limburg. Außerdem wirken mit der Verein „Gegen unseren
Willen“ – Beratungs- und Präventionsstelle für vergewaltige Frauen und Mädchen im Landkreis Limburg-Weilburg, das Frauenhaus Limburg und pro-familia.
Erika Preukschat
Konzert Bruder Martinus
Frauen-Gottesdienst am 1. Advent
Ein musikalisches Luther-Porträt
mit Siegfried und Oliver Fietz
Zum Abschluss der Angebote im Jahr 2016 laden wir Sie wieder zu einem Adventsgottesdienst in die Kapelle des St. Vincenz Krankenhauses in Limburg ein. Im Gottesdienst am
1. Advent, Sonntag, 27. November, um 15.30 Uhr, wollen wir uns bei Kerzenschein und
adventlicher Atmosphäre auf die Adventszeit einstimmen.
Nach dem Gottesdienst besteht die Möglichkeit, noch ein wenig zusammenzubleiben
und sich gemeinsam bei Kaffee und Kuchen
Austräger für GHM gesucht!
in der Cafeteria des Krankenhauses auszuFür folgende Straße suchen wir
tauschen.
eine/n
neue/n Austräger/in:
Veranstalterinnen sind die Frauen im Evan•
In
der Schwarzerde
gelischen Dekanat Runkel unter Leitung von
Bei
Interesse
melden Sie sich
Pfarrerin Claudia Gierke-Heinrich und Erika
bitte
im
Gemeindebüro
bei Angelika
Preukschat.
Schwenk
oder
rufen
an,
Telefon:
Erika Preukschat
8480. Herzlichen Dank!
Wir freuen uns auf Ihre Hilfe!
Bei diesem Konzertabend im Rahmen der Dekanats-Veranstaltungen zum bevorstehenden 500jährigen Reformationsjubiläum wird uns Martin Luther
nicht nur als bedeutender theologischer Lehrer und
Kirchenreformator, sondern als Bruder Martinus
vorgestellt: Der Fragende und Suchende, der Zweifelnde und Verzweifelte, der Polternde und Zärtliche, der Augenzwinkernde und Weinende.
Das Konzert findet statt am Dienstag, 01. November, um 19.00 Uhr in der Joseph-Kohlmaier-Halle (Stadthalle) Limburg, 1. Stock. Veranstalter ist das Evangelische Dekanat Runkel. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.
Kontakt und Information bei Pfarrer Joachim Naurath, Profilstellen Bildung und Gesellschaftliche Verantwortung, Telefon: 4794374 oder per E-Mail: joachim.naurath.dek.runkel@
ekhn-net.de
Pfarrer Joachim Naurath, Profilstellen Bildung und Gesellschaftliche Verantwortung
22
Veranstaltungen
Ihre Evangelische Kirchengemeinde
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Kinderseite
Monatsspruch – Freud & Leid
Monatsspruch September
Gott spricht:
Ich habe dich je und je geliebt,
darum habe ich dich zu mir gezogen
Foto: Lehmann
aus lauter Güte.
Jeremia 31,3
Freud & Leid
Es wurden getauft:
Es wurden beerdigt:
Foto: Lehmann
Aus datenschutzrechtlichen Gründen finden
Sie die personenbezogenen Daten nur in
der gedruckten Ausgabe des GHM.
Wir danken für Ihr Verständnis.
Monatsspruch Oktober
Foto: Lehmann
Wo aber der Geist des Herrn ist,
da ist Freiheit.
Korinther 3,17
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Geburtstage
Geburtstage
Die Evangelische Kirchengemeinde Limburg wünscht zum Geburtstag alles Gute
und Gottes Segen für das neue Lebensjahr.
Aus datenschutzrechtlichen Gründen finden
Sie die personenbezogenen Daten nur in
der gedruckten Ausgabe des GHM.
Wir danken für Ihr Verständnis.
Monatsspruch November
Umso fester haben wir das
prophetische Wort,
und ihr tut gut daran,
dass ihr darauf achtet als
auf ein Licht, das da scheint
an einem dunklen Ort,
bis der Tag anbreche und
der Morgenstern aufgehe
in euren Herzen.
2. Petrus 1,19
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27
Kontakte
Evangelische
Kirchengemeinde Limburg
Bahnhofstraße 1, 65549 Limburg
[email protected]
[email protected]
Bankverbindung
Ev. Regionalverwaltung Nassau-Nord
IBAN: DE64520604100404100174
BIC: GENODEF1EK1
Ev. Kreditgenossenschaft Frankfurt
Stichwort: Ev KG Limburg
(Bitte immer angeben)
Gemeindebüro
Tel. 06431- 8480, Fax -8650
Öffnungszeiten:
Mo – Do 10 – 12 und 14 – 16 Uhr
Fr
10 – 12 Uhr
Pfarramt Süd
Pfarrer Christian Fischer, Tel. 40 90 798
E-Mail: [email protected]
Esther Thrun
Tel. 02603 - 508633
E-Mail: [email protected]
Seelsorge im Wichernstift
und im Theodor-Fliedner-Haus
Pfarrerin Katrin Adams
Besuchsdienst für Altenheime
Auskunft: Karin Zeyen, Tel. 41940
Krebsbetroffene
Gesprächsabende – Auskunft:
Margret Hähner, Tel. 211032
CRP (Club für Rentner und Pensionäre)
Auskunft im Gemeindebüro
Frauentreff
Auskunft: Erika Preukschat, Tel. 45032
E-Mail: [email protected]
Pfarramt Mitte
Evangelische Krankenhausseelsorge
St. Vincenz Krankenhaus
Pfarrer Markus Stambke, Tel. 283 900
E-Mail: [email protected]
Pfarrerin Claudia Gierke-Heinrich,
Tel. 292-4641
Pfarramt Nord
Diakonisches Werk Limburg – Weilburg
Pfarrerin Katrin Adams
Tel. 06482-91077
E-Mail: [email protected]
Pfarrerin i.E. Siglinde Berg, Tel. 51443
E-Mail: [email protected]
Vorsitzender des Kirchenvorstandes
Volker Fachinger
E-Mail: [email protected]
Werkstatt, Bahnhofsplatz 2, 65549 Limburg,
Tel. 21740 [email protected],
www.dwlw.de
Anonymes Sorgentelefon:
Tel. 26400, Mo – Fr 17 – 22 Uhr
Impressum GHM
Jugendfreizeitstätte
Gemeindebrief der
Evangelischen Kirchengemeinde Limburg
Tel. 22318
Hans Altenhofen: [email protected]
Nicole Hommrich: [email protected]
Bahnhofstraße 1, 65549 Limburg
Tel. 06431-8480, Fax 06431-8650
Leiterin Dorothee Loschert, Tel. 45880
E-Mail: [email protected]
V.i.S.d.P.: Pfarrerin Katrin Adams
Redaktion: Erika Preukschat, Pfarrerin Katrin Adams
Herausgeber: Der Kirchenvorstand
Layout: Leoni Pfeiffer, Druck: Uwe Lichel, Limburg
Kindertagesstätte Am Schafsberg
Redaktionsschluss für die Ausgabe Nr. 361
(Dezember 2016–Februar 2017) ist der 24.10.2016.
Kindertagesstätte Blumenrod
Leiter Alexander Küll, Tel. 3459
E-Mail: [email protected]
28
Organistin
www.evangelisch–limburg.de
ÖkumenischeEinlage
Einlage
Ökumenische
September
2016
September 2015
Christen in einer Stadt
Liebe Christen in Limburg!
31. Oktober 2017 – 500 Jahre Thesenanschlag Luthers
Am 31. Oktober 2017 erinnern die reformatorischen Kirchen in der ganzen Welt an die Veröffentlichung der 95 Thesen Martin Luthers
im Jahr 1517. Mit diesem „Thesenanschlag“,
der Veröffentlichung seiner Thesen, wollte
Martin Luther eine akademische Diskussion
anstoßen, deren Ziel eine Reform der Kirche
war. Dabei waren Luther unter anderem der
direkte Zugang der Menschen zur Bibel, Gottesdienste in der Landessprache und die Möglichkeit zur Befreiung von Schuld, ohne sich
loskaufen zu müssen, wichtige Anliegen. Die
schnelle Verbreitung seiner Thesen war einer
der Auslöser der Bewegung, die wir heute als
Reformation bezeichnen. In der Folgezeit entstanden zahlreiche reformatorische Kirchen.
Dass neben vielen guten Ideen aus dieser Bewegung auch Leid hervorgegangen ist, lässt
sich nicht bestreiten. So haben Anhänger
der jeweiligen Konfessionen sich gegenseitig
oft das Leben schwer gemacht oder sich gar
bekämpft. Ein bitteres Beispiel stellt der Dreißigjährige Krieg dar, in dem im Namen Gottes
ungeheures Leid geschehen ist.
Während Reformationsjubiläen in den vergangenen Jahrhunderten immer dazu dienten, das evangelische Profil in Abgrenzung zur
römisch-katholischen Kirche zu stärken, soll
das Jubiläum diesmal bewusst ökumenisch
begangen werden. So haben es die Deutsche Bischofskonferenz und die Evangelische
Kirche in Deutschland vereinbart. Anlässlich
dieser Vereinbarung gab es einen Briefwechsel zwischen Kardinal Reinhard Marx und
dem EKD-Ratsvorsitzenden, Landesbischof
Dr. Heinrich Bedford-Strohm. Nachzulesen
ist dieser Briefwechsel auf der Homepage der
EKD unter „500 Jahre Reformation: 2017 als
gemeinsames Christusfest feiern.“ Im Oktober
2016 wird es außerdem eine ökumenische
Pilgerfahrt ins Heilige Land geben, an der
Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz
und des Rates der EKD teilnehmen.
Reformation ist kein geschichtliches Ereignis
der Vergangenheit, sondern bleibende Aufgabe für alle Kirchen und Konfessionen. Da
gilt es, Gemeinsamkeiten zu betonen, ohne
Unterschiede zu leugnen, und sich gemeinsam den Herausforderungen der Zukunft zu
stellen. Christen und Christinnen aller Konfessionen haben die Aufgabe, sich im Rahmen
ihrer Möglichkeiten für eine Welt einzusetzen,
in der alle Menschen in Frieden und Würde
leben können, und dadurch Gottes Liebe erfahrbar zu machen.
Die Evangelische Kirche in Deutschland bereitet sich seit einigen Jahren im Rahmen einer
Reformationsdekade auf die Feiern im Jubiläumsjahr vor, das am 31. Oktober 2016 eröffnet
wird. Ein Höhepunkt des Jahres 2017 wird der
Kirchentag in Berlin mit dem abschließenden
Festgottesdienst in Wittenberg sein.
Auch in Limburg werden wir uns mit der
Frage beschäftigen, welche Bedeutung die
Reformation für das Miteinander der Konfessionen heute hat.
Ihnen allen wünsche ich anregende Lektüre unserer ökumenischen Seiten.
Ihre Katrin Adams, Pfarrerin
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Die Aktualität der Reformation
Gott öffnet uns die Augen?
Am 31. Oktober 1517 veröffentlichte Martin Luther seine Thesen gegen den mittelalterlichen
Ablasshandel. Damit löste er die Reformation
aus. 500 Jahre ist das her.
Reinhard Ellsel spricht mit dem Berliner Altbischof
und ehemaligen Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Dr. Wolfgang
Huber, über die Aktualität der Reformation.
Allein Jesus Christus. Allein aus Gnade. Allein aus
Glaube. Das waren die Kernthesen der Reformation. Warum sind die noch heute aktuell?
Wir leben in einer Leistungsgesellschaft. Das
Bild vom Menschen ist weitgehend davon geprägt, dass wir sagen: Der Mensch ist das, was
er selber aus sich macht. Anerkennung bekommt der, der etwas leistet.
Und damit laufen
wir Gefahr, dass
wir selbstgerecht
werden...
Wir neigen dazu,
die Menschen in
Schwarz und Weiß
aufzuteilen.
Wir
sagen, da sind die
Dr. Wolfgang Huber, Berliner Altbischof und Guten und da sind
ehemaliger Ratsvorsitzender der EKD. Foto: epd.bild die Bösen. Da sind
diejenigen, die dazu gehören, und die anderen
gehören nicht dazu. Einheimische und Fremde.
Sie sprechen die Flüchtlingskrise an. Wie kann sich
unser verengter Blickwinkel wieder weiten?
Nur dann, wenn wir einsehen, dass keiner
von uns den letzten Sinn seines Lebens hervorbringt, nicht durch seine Leistungen, nicht
durch Eigenschaften, die er hat. Sondern wir
sind etwas, weil Gott uns zu etwas macht. Gott
sei Dank sind wir mehr, als wir aus uns selbst
machen. Denn das könnte auch gründlich
schiefgehen.
Wir leben alle aus Gottes Gnade. Das lässt uns
leichter die Seiten wechseln und auf Fremde
zugehen. Wir brauchen nämlich keine Angst zu
haben, dass wir zu kurz kommen, sondern wir
sind dankbar für alles, was wir geschenkt bekommen haben.
Dankbarkeit für die uns geschenkte Würde. Dankbarkeit für das uns geschenkte Leben. Dankbarkeit dafür, dass Gott uns anerkennt. Er öffnet uns
die Augen für unsere Mitmenschen und hilft uns
dabei, Mitmenschen als gleichberechtigt anzuerkennen und, soweit wir irgend können, auch als
gleichberechtigt zu behandeln.
Das ist für mich die Aktualität der Reformation.
Und das ist nur schwer zu überbieten.
Reinhard Ellsel epd
500 Jahre seit der Reformation
Der nachfolgende Beitrag zu der im kommenden Jahr stattfindenden 500. Jahrfeier der Reformation, will die Auswirkungen dieses Ereignisses auf den heutigen Gemeindealltag aus
katholischer Sicht bedenken.
Bis in die Mitte der 60er Jahre war es vielerorts
so, dass evangelische und katholische Christen
am Karfreitag oder auch am Fronleichnamsfest
sich gegenseitig durch Verrichten von Hausarbeiten provozieren wollten. Auch wurde die
Schließung einer Ehe mit einem Gläubigen der
jeweils anderen Konfession von der eigenen
Glaubensgemeinschaft äußerst kritisch bewertet. Nicht selten musste ein konfessionsverschiedenes Paar für die Anerkennung
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seiner Liebe kämpfen. Der Preis, der für eine
solche Ehe erbracht werden musste, bedeutete
manchmal sogar den Abbruch der Beziehung
zur Herkunftsfamilie.
Gott sei Dank ist diese Zeit überwunden! Auf katholischer Seite hat das Zweite Vatikanische Konzil erkannt, dass unter den Gläubigen ein starkes
Verlangen nach dem Wiederherstellen der Einheit im Glauben aufgebrochen ist. So stellt das
Konzil im Dekret zum Ökumenismus fest:
„Der Herr der Geschichte aber, der seinen Gnadenplan mit uns Sündern in Weisheit und Langmut verfolgt, hat in jüngster Zeit begonnen,
über die gespaltene Christenheit ernste Reue
und Sehnsucht nach Einheit reichlicher auszu-
gießen. Von dieser Gnade sind heute überall
sehr viele Menschen ergriffen, und auch unter
unsern getrennten Brüdern ist unter der Einwirkung der Gnade des Heiligen Geistes eine sich
von Tag zu Tag ausbreitende Bewegung zur
Wiederherstellung der Einheit aller Christen entstanden. Diese Einheitsbewegung, die man als
ökumenische Bewegung bezeichnet, wird von
Menschen getragen, die den dreieinigen Gott
anrufen und Jesus als Herrn und Erlöser bekennen, und zwar nicht nur einzeln für sich, sondern
auch in ihren Gemeinschaften, in denen sie die
frohe Botschaft vernommen haben und die sie
ihre Kirche und Gottes Kirche nennen. Fast alle
streben, wenn auch auf verschiedene Weise, zu
einer einen, sichtbaren Kirche Gottes hin, die in
Wahrheit allumfassend und zur ganzen Welt gesandt ist, damit sich die Welt zum Evangelium
bekehre und so ihr Heil finde zur Ehre Gottes.“
Im Gefolge des Konzils kam es besonders in
Deutschland zu zahlreichen ökumenischen
Initiativen. Auf Grund der hohen Anzahl evangelischer Christen, gingen diese Bemühungen
überwiegend in diese Richtung. Es war nicht zu
übersehen, dass diese Entwicklung dem Wirken des Heiligen Geistes zu verdanken ist. Die
früheren Ressentiments wurden von einem gegenseitigen Wohlwollen sowie dem Interesse
an dem jeweils anderen abgelöst.
Beispielhaft für diesen Wandel ist das Vorgehen
der Gründungsväter und -mütter der katholischen Kirchengemeinde St. Josef in LimburgStaffel. Hier hatte man bei der Gemeindegründung den Anschluss und die Nähe zur bereits
bestehenden evangelischen Gemeinde gesucht. So wurde die Einweihung der katholischen Kirche bewusst auf das Datum der Kirchweihe der evangelischen Kirche gelegt. Seitdem
feiern Christen beider Konfessionen an einem
Datum die Weihe ihrer Kirchen. Begonnen wird
dieses Fest mit dem Stellen des Kirmesbaumes
am ersten Freitag im September. Am darauf
folgenden Samstag feiern die Gläubigen einen
ökumenischen Gottesdienst. Anschließend findet eine weltliche Feier statt.
Dieser im Jahre 1967 gelegte ökumenische
Grundstein zeigt seine positiven Auswirkungen
bis heute. Zahlreiche Initiativen werden ge-
meinsam getragen. Gesellschaftlich relevante
Ereignisse werden ausschließlich in ökumenischen Gottesdiensten bedacht.
Die Nähe zu den Christen der jeweils anderen
Konfession hat auch das eigene Glaubensleben
bereichert. So wurde zum Beispiel der geübte
Umgang mit der Heiligen Schrift durch evangelische Christen gerne von Katholiken übernommen. Bibelkreise, die Praxis des Bibliodramas
und vieles mehr haben unter anderem ihren
Ursprung in der ökumenischen Bewegung.
Und doch darf man sich mit dem Erreichten
nicht zufrieden geben. Denn der Wille Jesu,
wonach alle eins sein sollen, (Joh 17,21), ist
nicht verwirklicht! Außerdem leiden Menschen
nach wie vor unter der Kirchenspaltung. So
fällt es konfessionsverschiedenen Ehepartnern
schwer, eine Einigung über die Kirchenzugehörigkeit ihrer Kinder zu finden - besonders dann,
wenn beide Partner eine starke Bindung an ihre
Kirche haben. Jener Elternteil, der auf die Eingliederung seines Kindes in die eigene Kirche
verzichtet, verspürt dabei nicht selten Schmerz
und Trauer. Daher bedarf es von Seiten der Verantwortlichen weiterer Anstrengungen, um auf
dem Weg zur Einheit voranzukommen. Dabei
sollte das Wort des Apostels Paulus bedacht
werden, der im 2. Korintherbrief sein Selbstverständnis so beschreibt: „Wir wollen nicht Herren
über euren Glauben sein, sondern wir sind Helfer zu eurer Freude“ (2 Kor 1,24).
Im Vertrauen auf das Wirken des Heiligen Geistes sollte vor Ort das Bemühen um das Wiedererlangen der Einheit nicht nachlassen. Viele Initiativen sollten ökumenisch getan werden. Das
stärkt den Zusammenhalt, fördert die Freundschaft und Herzlichkeit im Miteinander. So
entsteht eine geistliche Grundlage, die für den
Weg zur Einheit unverzichtbar ist. Auch sollte
um die Einheit gebetet werden. Dann darf auch
zuversichtlich gehofft werden, dass sich unsere
Nachfahren eines Tages über die wiedergewonnene Einheit im Glauben werden freuen dürfen.
Diese Vision muss keine Utopie bleiben!
Versichert doch Jesus, dass „für Gott
nichts unmöglich ist“ (Lk 1,37).
Pastoralreferent Johannes Burek
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Beten Sie mit uns für den Frieden
Gottesdienste der ACK Limburg
Um Einheit im Glauben und für Frieden bitten wir in den ökumenischen Gottesdiensten zu
denen die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) in Limburg immer am 2. Freitag
im Monat einlädt.
Freitag, 09. September, um 18.30 Uhr in der St. Anna-Kirche
Gottesdienst zum Schöpfungstag mit Dr. Georg Poell (Erwachsenenbildung
Bistum Limburg) und Pfarrer Joachim Naurath (Evangelisches Dekanat Runkel)
Freitag, 14. Oktober, um 18.30 Uhr in der Evangelischen Kirche in Limburg
Pfarrer i.R. Helmut Neumann und Pfarrerin Monika Rupprecht
Freitag, 11. November, um 18.30 Uhr in der St. Anna-Kirche
Gedächtnis an Werner Senger mit Dompfarrer Gereon Rehberg und
Pfarrer Markus Stambke und dem Frauenchor des MGV Eintracht Limburg
Freitag, 09. Dezember, um 18.30 Uhr in der St. Anna-Kirche
Pater Toni Schröers SAC und Pfarrerin im Ehrenamt Siglinde Berg
Ihre ACK Limburg
Weitere Ökumenische Gottesdienste
Ökumenischer Gottesdienst am Buß- und Bettag
Wie auch in den vergangenen Jahren laden wir Sie wieder herzlich zum ökumenischen Gottesdienst am Buß- und Bettag, Mittwoch, 16. November, um 19.00 Uhr in das Gemeindezentrum in Blumenrod, katholischer Teil, mit anschließendem gemeinsamen Abendessen
im evangelischen Teil, ein.
Pfarrer Christian Fischer und Pater Toni Schröers SAC
Ökumenischer Gottesdienst zum Internationalen Tag „NEIN zu Gewalt an Frauen“
Schon seit etlichen Jahren wird im November in Limburg in der Aktionswoche ein ökumenischer Gottesdienst gefeiert. In diesem Jahr laden die Veranstalterinnen Sie ganz herzlich am
Freitag, 25. November, um 18.00 Uhr zum Gottesdienst in die St. Anna-Kirche in Limburg
ein. Veranstalterinnen sind die Frauen im Evangelischen Dekanat Runkel und der Kfd Diözesan- und Regionalvorstand Limburg. Außerdem wirken mit: der Verein „Gegen unseren Willen“ – Beratungs- und Präventionsstelle für vergewaltigte Frauen und Mädchen im Landkreis
Limburg-Weilburg, das Frauenhaus Limburg und pro-familia.
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Zu den „Atempausen im Advent“ lädt Sie die ACK-Limburg auch in diesem Jahr wieder
herzlich ein.
Jeweils an den Samstagen vor den Adventssonntagen wollen wir in der Evangelischen
Kirche am Bahnhof in Limburg innehalten vor Gott, gemeinsam singen und beten und
auf Gottes Wort hören. So bereiten wir uns auf die Ankunft unseres Heilands an Weihnachten vor.
Die Atempausen werden somit am Samstag, 26. November, 03., 10. und 17. Dezember
jeweils um 10.30 Uhr und um 11.30 Uhr gefeiert. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
Ihre ACK Limburg
Gottesdienstorte
Kapelle an der Katholischen
St. Lubentius Kirche
Herrenberg - Dietkirchen
Katholische St. Antonius Kirche
Mainzer Straße 1 - Eschhofen
Kath. Gemeindezentrum
St. Jakobus
Im Wingert 4 - Lindenholzhausen
Terminübersicht
Angebote für
Kinder und Familien
Angebote für
ältere Menschen
KinderSonntag
monatlich, 10.00 bis 12.00 Uhr
Die Termine für Kindersonntag und
Krippenspielproben werden noch
bekannt gegeben
Club für Rentner und Pensionäre
(CRP) mittwochs, 15.00 Uhr
07. / 14. / 21. / 28. September
05. / 12. / 19. / 26. Oktober
02. / 09. / 16. / 23. / 30. November
Gemeindezentrum Blumenrod
Bodelschwinghstraße 12 - Limburg
Angebote der
Jugendfreizeitstätte (JFS)
Einladung
Zum Einführungsgottesdienst
von Pfarrer Markus Stambke
mit anschließendem Empfang
sind Sie herzlich eingeladen
am Sonntag, 11. September
um 15.00 Uhr in die Kirche.
Fahrt nach Neudietendorf vom 07. bis 09. Oktober
zum Treffen mit der Partnergemeinde Lauchhammer
Wenn Sie Lust haben mitzufahren, melden Sie sich bitte möglichst
umgehend bei Angelika Schwenk im Gemeindebüro an Telefon: 8480
– nähere Informationen in diesem Heft auf Seite 20
Offener Treff
Mo – Fr 13.00 - 20.00 Uhr
Angebote und Projekte
Mo, Mi – Fr 16.00 - 20.00 Uhr
Di 15.00 - 20.00 Uhr
Außerdem:
Mittagstisch
Mo – Fr 13.00 - 15.00 Uhr
Langer Abend
Fr 18.00 - 22.00 Uhr
Weitere Infos unter Telefon 22318
Kaffeetreff
14-tägig, freitags, 15.00 Uhr,
im Gemeindezentrum Blumenrod
09. und 23. September
07. und 21. Oktober
04. und 18. November
Angebote für
Erwachsene
Frauentreff
monatlich, montags, 19.00 Uhr
26. September - Humor hilft heilen
24. Oktober - Frauen der Bibel
21. November - Brot für die Welt
Selbsthilfegruppen
Krebsbetroffene
monatlich, montags, 18.30 Uhr
12. September, 10. Oktober,
14. November
Gottesdienste und Andachten
Sonntag, 04. September
10.00 Uhr Gottesdienst mit Abend-
Freitag, 21. Oktober
10.00 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl
mahl in der Kirche, Pfrin Adams
im Pflegeheim St. Georg
17.00 Uhr Gottesdienst in Linden-
Sonntag, 23. Oktober
10.00 Uhr Gottesdienst in der Kirche,
holzhausen, Pfrin Adams
Pfrin Berg
Montag, 05. September
16.00 Uhr Gottesdienst mit
Abendmahl im Theodor-FliednerHaus, Pfr. Stambke
Freitag, 09. September
18.30 Uhr ACK-Gottesdienst
in der St. Anna-Kirche
Sonntag, 02. Oktober – Erntedankfest –
10.00 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl
17.00 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl
15.00 Uhr Ökumenischer Gottesdienst
im Pflegeheim St. Georg, Pfr. Stambke
Sonntag, 18. September
10.00 Uhr Gottesdienst in der Kirche,
Pfr. Stambke
Sonntag, 25. September
10.00 Uhr Gottesdienst mit Taufen
in der Kirche, Pfrin Adams
Freitag, 18. November
10.00 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl
im Pflegeheim St. Georg
Sonntag, 20. November
– Ewigkeitssonntag –
10.00 Uhr Gottesdienst zum Ewigkeits-
sonntag mit Abendmahl in der Kirche
Freitag, 25. November 2016
im Theodor-Fliedner-Haus
17.00 Uhr Gottesdienst in Blumenrod
Mittwoch, 05. Oktober
17.00 Uhr Gottesdienst
Montag, 31. Oktober
19.00 Uhr Gottesdienst in der Kirche
Sonntag, 27. November –1. Advent–
10.00 Uhr Gottesdienst mit Taufen
Montag, 03. Oktober
16.00 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl
in der Seniorenresidenz
Samstag, 08. Oktober
17.00 Uhr Gottesdienst in Dietkirchen,
Pfrin Berg
Sonntag, 09. Oktober
10.00 Uhr Gottesdienst in der Kirche,
Pfrin Berg
17.00 Uhr Gottesdienst in Eschhofen,
Pfrin Berg
Freitag, 14. Oktober
18.30 Uhr ACK-Gottesdienst
in der St. Anna-Kirche
17.00 Uhr Gottesdienst in Blumenrod,
Sonntag, 16. Oktober
10.00 Uhr Gottesdienst mit Goldener
Pfr. Fischer
zum Buß- und Bettag in Blumenrod
18.00 Uhr Ökumenischer Gottesdienst
10.00 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl
im Wichernstift, Pfr. Fischer
im Wichernstift
Mittwoch, 16. November
– Buß- und Bettag –
19.00 Uhr Ökumenischer Gottesdienst
(mit der Selbsthilfegruppe Verwaiste
Eltern) in der Kirche, Pfr. Fischer u.
Pater Schröers
Sonntag, 11. September
15.00 Uhr Gottesdienst zur Einführung
Freitag, 16. September
10.00 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl
der Kirche
10.00 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl
in Lindenholzhausen
von Pfarrer Markus Stambke mit
anschließendem Empfang im 1. Stock
der Kirche, stellvertretende Dekanin
Gierke-Heinrich
Sonntag, 30. Oktober
10.00 Uhr Gottesdienst mit Taufen in
in der Kirche, Pfr. Fischer u.
Pfr. Stambke und Konfirmanden
Samstag, 10. September
17.00 Uhr Gottesdienst in Dietkirchen,
Pfrin Adams
GHM 360 – September bis November 2016
und Diamantener Konfirmation
in der Kirche, Pfrin Adams u. Pfr. i.R.
Hermann Otto Geißler
„NEIN zu Gewalt an Frauen“ in
der St. Anna-Kirche
in der Kirche
mit anschließendem Beisammensein
bei Bier und Brezeln
10.00 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl
Sonntag, 06. November
10.00 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl
17.00 Uhr Gottesdienst in Blumenrod
im Wichernstift
in der Kirche
17.00 Uhr Gottesdienst in
Lindenholzhausen
Montag, 07. November
16.00 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl
im Theodor-Fliedner-Haus
Freitag, 11. November
18.30 Uhr ACK-Gottesdienst
in der St. Anna-Kirche
Samstag, 12. November
17.00 Uhr Gottesdienst in Dietkirchen
Sonntag, 13. November
10.00 Uhr Gottesdienst in der Kirche
17.00 Uhr Gottesdienst in Eschhofen
Wochenschlussandacht
im Wichernstift:
freitags, um 16.30 Uhr
außer am letzten Freitag im Monat;
am letzten Sonntag im Monat,
um 10.00 Uhr, Gottesdienst mit
Abendmahl
Theodor-Fliedner-Haus
Gottesdienst mit Abendmahl
am 1. Montag im Monat
um 16.00 Uhr