die Pressemitteilung - Bernauer Chiemseecup 2016

Erster Chiemseecup in Bernau
Gut besuchte Sportveranstaltungen mit Seefest in Bernau
Trotz des sehr durchwachsenen Wetters war der Chiemseecup ein voller Erfolg. Die Organisatoren seitens
der Gemeinde und der sechs Vereine/Organisationen waren voll des Lobes über diesen sportlichen Event,
der im Chiemseepark Felden ausgetragen worden war. Das Motto „Do kemma zamm“ traf den berühmten
Nagel auf den Kopf.
Bernau – Seit vielen Jahren veranstalten verschiedene Sportvereine und Organisationen an
unterschiedlichen Tagen im Jahr Sportwettkämpfe am Seeufer. Letztes Jahr kam von Bernaus
Bürgermeister Philipp Bernhofer der Vorschlag, diese Termine auf einen Tag zusammenzuführen. Bereits
nach den ersten Treffen einigten sich alle Beteiligten auf einen gemeinsamen Tag unter dem Motto „Do
kemma zamm“, da dadurch alle Einzelveranstaltungen voneinander profitieren könnten. Durch die
Bündelung der sechs Wettbewerbe besteht die Möglichkeit, dass sich die vielen Teilnehmer kennenlernen
und gegenseitig anfeuern können. Das traditionelle Seefest der Wasserwacht sollte dann an diesem Tag der
passende Ausklang sein. Vielleicht weltweit einmalig ist die Möglichkeit einer Cup-Wertung, für die Markus
Wössner, Inhaber von „Chiemgau-Biking“, verantwortlich war. Das besondere an diesem Wettbewerb ist,
dass sich die einzelnen Teilnehmer für diese Teamwertung im Vorfeld nicht kennen. Eine Mannschaft
besteht nämlich aus je einem Sportler aus den fünf Disziplinen, die nach dem Zufallsprinzip
zusammengelost werden. Deren sportliche Leistungen werden anschließend in Punkte umgewandelt und
addiert. Über die erreichte Gesamtpunktzahl wird dann das Siegerteam ermittelt.
Bürgermeister Bernhofer, Markus Wössner und Christoph Osterhammer, Marketingleiter der Bernauer
Touristinfo, lobten in diesem Zusammenhang die gute Zusammenarbeit untereinander. „Wenn mehrere
Organisatoren zusammenhelfen, bleibt die Aufgabe für jeden einzelnen überschaubar. Die Vereine sind
Profis im Ausrichten von Wettkämpfen, die Gemeinde kann das Drumherum organisieren“, so
Osterhammer gegenüber der Chiemgau-Zeitung. Alle Beteiligten stimmten auf Nachfrage bei, dass diese
Veranstaltung für sie eine Win-Win-Aktion sei. Selten wären – trotz des nicht unbedingt sommerlichen
Wetters – so viele Besucher gekommen.
Die Witterungsbedingungen am vergangenen Samstag waren leider nicht für alle Sportarten ideal, da sich
die Sonne bis zum frühen Nachmittag nicht blicken ließ und die Temperaturen eher kühl waren. Trotzdem
beteiligten sich insgesamt über 270 Sportler von 10 bis knapp 50 Jahren an den verschiedenen Disziplinen.
Bereits um 9 Uhr begann der erste sportliche Wettbewerb am See. Die Fußballabteilung des TSV Bernau
richtete zum zwölften Mal das sehr beliebte „Beachsoccer-Turnier“ für die E-, D- und C-Jugend aus, also für
Spieler im Alter von 8 - 14 Jahren. Pro Altersklasse hatten sich sechs Teams gemeldet, die im „Jeder-gegenJeden-Modus“ gegeneinander antraten. Dank der Sparkasse Bernau erhielt jeder Teilnehmer eine Medaille
und ein Eis; für die Mannschaften gab es einen Pokal.
Um 9.30 Uhr startete dann auf den beiden Beach-Volleyballfeldern zum vierten Mal ein VolleyballMixturnier, das von „Beach am See“, einer Organisation aus Traunreut, koordiniert wird. Der Veranstalter
will damit den Teilnehmern die Möglichkeit geben, Beachvolleyball und sommerliche Bademöglichkeiten soweit das Wetter mitspielt – miteinander zu verbinden. Insgesamt traten hier 15 Teams gegeneinander an.
Wunderschöne Ballwechsel konnten beim Spiel zwei gegen zwei beobachtet werden.
Um 11 Uhr gab es dann an der Gaststätte „Badehaus“ den Startschuss für das Radrennen „Kampenkönig“,
das zum 11. Mal vom Radfahrverein Prien organisiert wurde. 45 Teilnehmer begaben sich auf die insgesamt
fast 14 km lange Strecke, bei der bis zur Steinlingalm knapp 900 Höhenmeter zurückzulegen waren. Der
Start erfolgte neutralisiert; bis zum eigentlichen Startpunkt am Bernauer Mitterweg fuhr der Radtross
hinter einem Polizeifahrzeug her. Der Tagessieger legte die Strecke in der Wahnsinnszeit von 38 Minuten
und 37 Sekunden zurück. Fast alle Teilnehmer benötigten für die gewertete Strecke weniger als eine
Stunde.
Anschließend sollte eigentlich ein Freischwimm-Wettbewerb, organisiert von der Schwimmabteilung des
TSV Bernau, stattfinden. Geplant war, dass die jugendlichen Schwimmer im Alter zwischen 10 und 16
Jahren eine Strecke von ca. 1 km zurücklegen. Leider musste dieser Wettkampf abgesagt werden, da bei
einer Seetemperatur von nur 15,1° C die Gefahr für die Schwimmer zu groß war. Stattdessen wurde ein
gemeinsamer Dreieckskurs mit einer Gesamtlänge von ca. 300 Meter zurückgelegt, der von insgesamt 12
Kindern geschafft wurde.
Mit einem SUP-Polo-Turnier startete gegen 13 Uhr der letzte Wettbewerb an diesem Tag. Ein Ball, zwei
Tore und sechs Surfbretter – das braucht man zu dieser neuen Trendsportart. Christian Kaufmann, Leiter
der hiesigen Surfschule, hatte im See vor seinem Surfverleih ein großes aufblasbares Spielfeld installiert
und insgesamt 8 Teams hatten sich zu diesem interessanten Spiel angemeldet. Das Besondere dabei: Der
Ball darf nur auf dem Brett stehend mit einem speziellen Paddel gespielt werden.
Nachdem alle Sportarten ihre Sieger gleich nach dem Wettkampf geehrt hatten, trafen sich alle Sportler –
getreu dem Motto des Tages – auf dem Festgelände vor der Bernauer Wasserwacht. Seit 15 Uhr bewirteten
dort die Mitglieder der Wasserwacht Bernau die ersten Besucher und Sportler beim traditionellen Seefest.
Neben der Musikbühne gab es einen Losestand, eine Kaffeebar und für die Kinder ein Schminkzelt.
Gegen 19 Uhr konnte dann ganz offiziell der von Chiemsee-Biking gesponserte Chiemseecup an die
Gewinnermannschaft übergeben werden. Bürgermeister Bernhofer, der bereits den ganzen Tag über die
Veranstaltungen beobachtet und immer wieder auch moderiert hatte, dankte noch einmal allen
Organisatoren für die gute Zusammenarbeit und die Bereitschaft, bei dieser Großveranstaltung
mitzumachen. Hier trafen sich zum ersten Mal die vier Gewinnerteams, wobei jedes aus einem Schwimmer,
einem Fußballer, einem Radfahrer, einem Volleyballer und einem SUPler bestand. Markus Wössner rief die
Teams auf die Bühne, die alle recht eng beieinander lagen. Gewonnen mit 16 Punkten hat das Team Lukas
Deidesheimer, Michael Ott, Lothar Bader, Judith Zahn und „Prinzessin“ Basti I, die als Preis ein 20-Liter-Fass
der Brauerei Hofbräu-Traunstein bekamen. Für den zweiten Platz und 15 Punkten gibt es ein Bierbad im
Gasthaus „Badehaus“, auf das sich Anja Schimanski, Julian Vollert, Jessica Wirth, Anastasios
Theodorakopoulos und Klaus Dedial freuten. Einen Gutschein für einen Tappas-Abend in der „Hacienda“ in
Prien gewann mit 14 Punkten das Team um Julian Fromm, Maxi Kling, Peter Herzinger, Karolina Ölkrug und
Horst Engber. Das Steckerlfischessen bei der Fischhütte „Brax“ in Felden dürfen mit 13 Punkten die
Viertplatzierten um Lilou Schönstetter, Andreas Hartl, Bernhard Heudecker, Grace Schneider und Leila
Dedial genießen.
Bei Steckerlfisch, Grillfleisch oder Currywurst und einer frischen Maß Bier klang dann dieser Tag des Sportes
zu den Klängen der Gruppe „Bergfexen“ aus Reit im Winkl aus. Zahlreiche Seefestbesucher genossen den
Abend bis in die späte Nacht hinein.
Die Vorbereitungen für das nächste Jahr dürften wahrscheinlich schon bald anfangen, da laut Bernhofer
jetzt schon einige weitere Vereine und Organisationen ihre Teilnahme am Chiemseecup 2017 angekündigt
haben. Man kann den Verantwortlichen dazu nur viel Erfolg wünschen!
gle