Rio de Janeiro, Olympische Spiele und Paralympics!

Ausgabe 04/2016 F 10 002
Rio de Janeiro,
Olympische Spiele und Paralympics!
Foto: imago
Thüringer Sportabzeichentag 2016
Neues Präventionssiegel wird verliehen
Frauen - lauf(en)
gegen Gewalt
Am 3. September in der neuen
Arena in Erfurt
„Sportverein aktiv im
Kinderschutz“
Zusammenarbeit soll drei
Jahre fortgeführt werden
Thüringen-Sport | Ausgabe 04-2016
Natur erleben,
gemeinsam lernen
Neue Dimension im Anti-Doping-Kampf
Meine Wünsche für die Olympischen und Paralympischen
Spiele in Rio
tigte Äußerung vom Thüringer 800-Meter-Olympiasieger
Nils Schumann, verbotene Mittel generell zu legalisieren,
untermauert auf provokante Weise die Situation im AntiDoping-Kampf. Natürlich kann eine generelle Legalisierung
von verbotenen Mitteln keine Alterative sein. Eltern würden
ihren Kinder von einem sportlichen Training im Verein abraten oder gar verbieten.
Unsere Bildungsstätte ist ein lebendiger Lernort direkt
am Rand des Thüringer Waldes. Hierzu gehört neben einfachen Unterkünften eine gesunde und regionale Küche.
„Herrliche Landschaft, leckere Küche, tolles Team.“
Ina Oschmann, Geschäftsführerin und Trainerin des FSV 1950 Gotha e. V.
Wir bieten Ihnen 74 Betten in funktional eingerichteten Mehrbettzimmern im Wald- und Forsthaus. Weitere Räumlichkeiten wie Mehrzweckraum mit Boulderwand und Tischtennis, Tagungs- und Mehrzweckraum, Projektbüro, Sauna und Lagerfeuerstelle stehen
zur Verfügung.
Aktivitäten:
n Multifunktionssportfläche
für Fußball, Volleyball und
Basketball, Tischtennis
n Niedrigseilgarten, Slackline
n Erlebnispädagogischer
Spielgeräte-Pool
n Seilrutsche, Himmelsleiter,
Kletterwand, Kletterbaum,
Kistenkletteranlage,
Felsklettern und Abseilen
n Bogenschießen
n Mountainbikes
n Nacht- und Naturwanderungen
n Rodeln, Skilanglauf
Aufschlag | 3
Peter Gösel
Präsident des Landessportbundes Thüringen e.V.
Programme und Projekte:
Klassenfahrten
n Erlebnispädagogische Kurse
„Prima Klima in der Klasse“
n Teamtrainings
n Multiplikatorenschulungen
n Weiterbildungen/Seminare
n Ferienfreizeiten
n Kletterprojekte
n Trainingslager
n
... in und um Finsterbergen:
n Freizeitbad
n Eishalle und Bowlingbahn
n Rennsteig
n Barfußpark
n Großer Inselsberg
n Sportklettergebiet Lauchagrund
n Marienglashöhle
n Sporthallen in Catterfeld und Ohrdruf
n Langlaufloipen
Waldhof Finsterbergen · Spießbergstraße 27 · 99894 Friedrichroda OT Finsterbergen
Telefon: 03623 306228 · E-Mail: [email protected] · waldhof-finsterbergen.de
Wenige Tage vor den Olympischen Spielen beherrschen Beiträge über offensichtliches Staatsdoping in Russland und
die Sperrung russischer Athleten für die Spiele in Rio de
Janeiro durch den Leichtathletik-Weltverband IAAF die Medien. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat von
einem Komplett-Ausschluss Russlands für die Sommerspiele abgesehen und überlässt den internationalen Sportfachverbänden die Entscheidung, welche russischen Athleten für Rio zugelassen werden. Diese Vorgehensweise rief
breite Kritik in ausgewählten Medien und Verbänden hervor,
während der DOSB-Präsident Alfons Hörmann sie als „fair
und gerecht“ einstufte. Diese Auffassung teile ich als LSBPräsident. Ich bin der Meinung, dass im Sport wie im normalen Leben die Unschuldsvermutung gilt. Sofern russische
Athleten nachweisen können, dass sie kein Teil des Staatsdoping sind beziehungsweise waren und auch sonst auf
jegliche leistungssteigernde Mittel verzichtet haben, sollte
ihnen nicht der Traum eines jeden Sportlers – die Teilnahme
an den Olympischen Spielen – verwehrt werden.
Die Meldungen der letzten Wochen werfen erneut die Frage auf, ob ein Kampf gegen Doping überhaupt erfolgreich
geführt werden kann. Die in diesem Zusammenhang getä-
Die Intensität der öffentlichen Diskussion der letzten Tage
ist ein Indiz dafür, dass der Kampf gegen Doping in eine
völlig neue Dimension getreten ist, sowohl auf politischer,
sportpolitischer, fachlicher und menschlicher Ebene. Diese
Dimension ist eine neue Chance.
Der Landessportbund Thüringen hat im Jahr 2007 seinen
Anti-Doping-Maßnahmeplan beschlossen. Diesen Maßnahmeplan wollen wir fortschreiben mit den Inhalten einer umfassenden Aufklärungsarbeit über die Gefahren von Doping
im Leistungs- und Breitensport, der Stärkung von
sozialpädagogischen Kompetenzen
der Trainer und den gesundheitsförUnsere Partner:
dernden Möglichkeiten des Sports
ohne Doping. Dazu gehört aber auch,
die Sportler von übersteigertem
Leistungsdruck zu befreien.
Deshalb wünsche ich mir für die
Olympischen Spiele und Paralympics,
dass die in diesem Heft vorgestellten
Thüringer Starter ihre bestmöglichen Leistungen abrufen können und
zufrieden mit ihrem Ergebnis sind –
unabhängig der Platzierung. Vor allem aber hoffe ich auf saubere Spiele
ohne weitere Dopingfälle. In diesem
Sinne wünsche ich den Sportlern und
auch uns als Sportfans erfolgreiche,
spannende und einmalige Spiele!
Impressum
Herausgeber:
Landessportbund Thüringen e.V.
Haus des Thüringer Sports
Werner-Seelenbinder-Straße 1
99096 Erfurt
Telefon: 0361 34054-0
Telefax: 0361 34054-77
E-Mail:[email protected]
Redaktion: Rolf Beilschmidt (V.i.S.d.P.), Alexander Krospe (Leitung), Nadin Czogalla, Heike Wichmann, Pierre
Müller, Anette Skujin, Thomas Goldmann, Thomas
Eifert, Aenne Kürschner Steffen Sindulka
Layout: Ute Hermeth
Anzeigenverwaltung: LSB Sportmanagement GmbH
Reproduktion, Druck und Versand: Druckhaus Gera,
NL Erfurt
Auflage: 5.600 mit Beileger Thüringer Sportabzeichentag
Verkaufspreis: 2,– Euro
Die Sportvereine, Landessportfachverbände, Anschlussorganisationen sowie Kreis- und Stadtsportbünde erhalten je ein Exemplar. Weitere Exemplare werden an diese in Abhängigkeit von der
Mitgliederstärke vergeben. Der Versand erfolgt an die Geschäftsstellen. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung der Verfasser wieder. Für unverlangt eingesandte Beiträge wird
keine Verantwortung übernommen. Die Zeitschrift erscheint sechsmal im Jahr und wurde auf
chlorfrei gebleichtem Papier gedruckt.
4 | Streckenplan
Ausgabe 04-2016 | Thüringen-Sport
Thüringen-Sport | Ausgabe 04-2016
Streckenplan | 5
Inhalt
Aufschlag
3 Neue Dimension im Anti-Doping-Kampf
4/5 Inhalt
Sportbild
6/7 Sprint um Zentimeter: Tour de France
LSB-Arena
8 Aus der Tagung des LSB-Präsidiums berichtet
9 Ehrungen im Thüringer Sport
Aktiv in der Kita mit PAKT
Präventionsprogramm zeigt Bewegungseinheiten für den Kindergartenalltag
10 26 neue Stützpunktvereine anerkannt
11 Thüringer Sportabzeichentag 2016 lockt mit vielen Höhepunkten
12 Fortführung des Projektes „Frauen - lauf[en] gegen Gewalt“
13 Erfahrungsaustausch: Sich von kreativen Ideen inspirieren lassen
14 Bereits 234.000 Euro Fördermittel an Vereine überreicht
15 Aktiv in der Kita mit PAKT - Präventivprogramm
Seite 15
16 „Die besondere Verantwortung ist den meisten bewusst"
Medaillenjagd an der Copacabana
Die XXXI. Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro
Leichtathletik liegt in der Familie: Nachwuchs-Sprinterin Eleni
Frommann
Seite 28
17 Ausschreibung „Sportverein aktiv im Kinderschutz“
Titelthema
18/19 Medaillenjagd an der Copacabana
20 Acht Thüringer im deutschen Olympiateam
21 Daten & Fakten zu Rio 2016
Acht Thüringer im deutschen Olympiateam
Mit neuem Landestrainer auf
dem richtigen Weg: Frank
Schulz
Seite 18-27
Seite 30/31
Thüringer
Sportabzeichentag 2016
lockt mit vielen
Höhepunkten
Seite 11
Interessante Workshops für Vereinsmanager - 3. Thüringer Sportkongress vom 9. bis 11. September
Seite 40
22-24 Thüringer Olympia- und Paralympics-Starter in Rio
25 Paralympische Wettkämpfe in elf Klassen
26 Zeitplan der Wettkämpfe mit möglicher Thüringer Beteiligung
Sportplatz
28 Leichtathletik liegt in der Familie: Sprinterin Eleni Frommann
30/31 Mit neuem Landestrainer auf dem richtigen Weg: Frank Schulz
32 Box-Club Mühlhausen: Untereinander und Miteinander
33 Badminton-Verband: Thüringen als Sportland repräsentiert
34 92 Anträge in der Dauer eines Fußballspiels behandelt
35 Stadtsporttag des Suhler Sportbundes
Sportjugend
36/37 25 Jahre Waldhof Finsterbergen
Strategie und Taktik
25-jähriges Jubiläum vom
Waldhof Finsterbergen
Bildungs- und Freizeitstätte
feierte große Geburtstagsparty
Seite 36/37
Versicherungsschutz für die
den Vereinen
überlassene
Sportanlagen
Seite 41
38 Bildungstermine
39 Leichter Anstieg der ausgestellten Lizenzen
40 Interessante Workshops für Vereinsmanager
41 Sport und Versicherung
Endspurt
42 Bilderrätsel
6 | Sportbild
Ausgabe 04-2016 | Thüringen-Sport
Thüringen-Sport | Ausgabe 04-2016
Sportbild | 7
Sprint um Zentimeter
Die Sprintduelle sind bei der bekanntesten Rad-Rundfahrt der Welt, der Tour de
France, stets hart umkämpft. Diese Erfahrung musste auch der Thüringer TopSprinter Marcel Kittel (Bildmitte) machen, der sich auf der 14. Etappe im Zielsprint
über eine Körperberührung seines Kontrahenten Mark Cavendish (links) deutlich
sichtbar beschwerte. Kittel wurde am Ende Fünfter, während Cavendish die Etappe
gewann – seine vierte insgesamt bei der diesjährigen Tour. Für Kittel, der zumindest
die vierte Etappe gewinnen konnte, war es dennoch eine gelungene Tour-Rückkehr,
nachdem der 28-Jährige im Vorjahr die Tour de France aufgrund einer Virus-Erkrankung verpasst hatte. Schon beim Giro d’Italia im Mai hatte Kittel mit zwei Etappensiegen und als Träger des Rosa Trikots (Führender des Gesamtklassements)
aufsteigende Form bewiesen. Foto: imago
8 | LSB-ARENA Ausgabe 04-2016 | Thüringen-Sport
Aus der Tagung des LSB-Präsidiums berichtet
Vorschlag zur Höhe des Anstatt-Beitrags einstimmig bestätigt
Der Tagung des Präsidiums im Juni
gingen die Gesellschafterversammlungen der LSB Thüringen Sportmanagement GmbH sowie der LSB
Thüringen Bildungswerk GmbH voraus.
Dabei standen jeweils die Jahresabschlüsse 2015 auf der Tagesordnung.
Die LSB Thüringen Sportmanagement
GmbH konnte für das Geschäftsjahr
2015 erstmalig nach drei Jahren wieder ein positives Betriebsergebnis von
190.000 Euro konstatieren, das entsprechend des Ergebnisabführungsvertrages zwischen dem LSB und
seiner GmbH auf dem Verrechnungskonto in der Bilanz des LSB Thüringen
aufgerechnet wird. Die betriebliche
Umstrukturierung und Optimierung im
Sporthotel Oberhof konnte mit Hilfe
der DEHOGA Betriebsberatung GmbH
zum Ende des Jahres 2015 erfolgreich
abgeschlossen werden, was zu einem
um 140.000 Euro verbesserten Betriebsergebnis im Vergleich zum Jahr
2014 führte. Neue Hausleiterin im
Sporthotel Oberhof ist Cornelia List.
Für die LSB Thüringen Bildungswerk
GmbH wurde zum Jahresende 2015
ein Plus von rund 49.000 Euro bilanziert. Mit 21.000 laut Erwachsenenbildungsgesetz anerkannten Stunden im
zurückliegenden Jahr, 1.413 durchge-
führten Bildungsveranstaltungen und
insgesamt fast 17.000 Teilnehmern
zeigte sich auch der Aufsichtsrat-Vorsitzende Lutz Rösner sehr zufrieden.
Beratung zu Änderungen des Sportfördergesetzes
Die Gespräche zu möglichen Änderungen des Sportfördergesetzes dauern
an. Auf Grundlage der Ergebnisse der
insgesamt vier Beratungen der „Arbeitsgruppe Sportverein – Kommune“
wurden Vorschläge zu Änderungen
des Sportfördergesetzes, die in den
Prozess der Evaluierung des Gesetzes
einfließen sollen, beraten.
Hauptpunkte dabei sind:
∆ eine Konkretisierung und vor allem
Klarheit in der Auslegung des § 14
zur unentgeltlichen Nutzung der
Sportstätten öffentlicher Träger für
den Übungs- und Lehrbetrieb der
Vereine sowie eine Neuregelung für
den Wettkampfbetrieb,
∆ vom Land zu fördernde Aufgaben der
Sportentwicklung,
∆ die Definition von Fördervoraussetzungen für Sportorganisationen,
∆ die Förderung von Sport und Spiel
als Pflichtaufgabe im eigenen
Wirkungskreis der Landkreise und
Gemeinden.
Konkret zum letzten Punkt liegt
inzwischen ein Rechtsgutachten zum
Rechtsstatus des Sports im Freistaat
Thüringen vor, das der LSB Thüringen
bei Prof. Dr. Udo Steiner in Auftrag
gegeben hatte. Im Rahmen des
Diskussionsprozesses zur Änderung
des Thüringer Sportfördergesetzes
wird dieses Rechtsgutachten allen
Fraktionen im Thüringer Landtag zur
Verfügung gestellt.
Stand zum Thema Anstatt-Beitrag
Nach einem langen Abstimmungsund Beratungsprozess über die
Einführung eines Anstatt-Beitrages
fasste Hauptgeschäftsführer Rolf
Beilschmidt den Verlauf des
>>>
Aufnahmen von Sportvereinen in den Landessportbund Thüringen (Juli 2016)
KSB / SSB
Eisenach
Erfurt
LSB Nr.
Verein
070160
Reit- und Fahrverein Probstei Zella
100359
Capoeira Erfurt
100360
Einradclub Erfurt
Gera
120163
Zwötzener Sportgemeinschaft Gera
Gotha
130266
Triathlon Friedrichroda
Greiz
140257
Sempuco Modellsportverein Greiz
Schmalkalden-Meiningen
210322
MXT Schmalkalden
Suhl
360102
1. Suhler Großkaliber-Schützenverein
Weimarer Land
370032
SV Grün-Weiß 56 Großobringen
Thüringen-Sport | Ausgabe 04-2016
>>> Prozesses zusammen und
informierte über den Stand der
Umsetzung der dazu vom LSBPräsidium beschlossenen Maßnahmen. Unter Abwägung aller Für- und
Gegen-Argumente entschied sich das
LSB-Präsidium einstimmig dazu, der
Mitgliederversammlung im November
einen Beschluss zur Erhebung des
Anstatt-Beitrages von drei Euro pro
Jahr und Mitglied vorzuschlagen.
Über die Verwendung der damit erzielten Einnahmen verständigte sich das
LSB-Präsidium bereits in der Tagung
im April. Sie werden zu 100 Prozent
an die Mitgliedsorganisationen ausgeschüttet. 50 Prozent bekommen
Sportvereine, die lizenzierte Trainer
und Übungsleiter haben. Die weiteren
50 Prozent der Einnahmen gehen
zweckgebunden für Maßnahmen im
Kinder-und Jugendsport beziehungsweise der Sportentwicklung an jene
Sportfachverbände, die die größten
Differenzen zwischen der in der
Sportart registrierten Mitglieder und
tatsächlich im Verband gemeldeten
Mitglieder aufweisen. In den HerbstKonferenzen der Sportfachverbände
sowie der Kreis- und Stadtsportbünde
wird dieser Beschlussvorschlag nochmals vorgestellt und Raum für einen
Austausch darüber gegeben.
Neue Fördermöglichkeiten
Im Rahmen des Programms „Integration durch Sport“ bestehen neue Fördermöglichkeiten für Vereine, die sich
bei der Integration von Flüchtlingen
überdurchschnittlich engagieren.
Hierfür stehen über das DOSB-Projekt
„Willkommen in Sportdeutschland“
insgesamt 42.000 Euro zur Verfügung.
Nach ersten Gesprächen über die
Inhalte, Ziele und Anforderungen des
Projektes und vorbehaltlich einer
letztendlichen Antragstellung kommen 26 Sportvereine aus 13 Kreisbeziehungsweise Stadtsportbünden
sowie zwei Sportfachverbände für
diese Förderung in Betracht.
LSB-ARENA | 9
Ehrungen im Thüringer Sport –
Herzlichen Glückwunsch
Ehrenurkunde im Rahmen für regionale Förderer
Phönix Mecano Digital Elektronik GmbH TSG Ruhla
Elektroanlagen GmbH Klaus Weiss
TSG Ruhla
GutsMuths-Ehrenplakette des Landessportbundes Thüringen in Gold
Hans-Jürgen Frost
Rudolstädter Keglerverein Albert Janson
Dieter Schmiedgen
PSV Meiningen
GutsMuths-Ehrenplakette des Landessportbundes Thüringen in Silber
Bärbel Fleischhhack
SV Gelb-Blau Wipfra
Wilfried Hering
Rodishainer Schützenkompanie
GutsMuths-Ehrenplakette des Landessportbundes Thüringen in Bronze
Jörg Broders
SV Blau-Weiß ´90 Neustadt
Bettina Menzel
SV Eintracht Ifta
Hans-Jürgen Lerche
Rodishainer Schützenkompanie
Jens Panse
USV Erfurt
Werner Schmidt
SV Gelb-Blau Wipfra
Heinz Telemann
SSV 1923 Udersleben
Einladung
zur LSB-Mitgliederversammlung
2016
Auf Grundlage der Satzung des Landessportbundes Thüringen (Paragraph 15, Punkt 7) lade ich
die Delegierten der Sportfachverbände, Kreis- und Stadtsportbünde sowie Anschlussorganisationen zur Mitgliederversammlung am
Samstag, 19. November 2016 (Beginn: 9.30 Uhr, Ende: ca.15.00 Uhr)
Ort: Landessportschule Bad Blankenburg
ein.
In die Mitgliederversammlung eingebunden ist ein Festakt anlässlich des Jubiläums „90 Jahre
Sportschule Bad Blankenburg“.
Der anschließende parlamentarische Teil beinhaltet unter anderem die Entgegennahme der Berichte des LSB-Präsidiums und der Thüringer Sportjugend sowie die Beratung und Beschlussfassung zu den Haushalten 2015 bis 2017. Weiterhin wird die Höhe des Mitgliedsbeitrages und des
ab 2017 neu erhobenen Anstatt-Beitrages beschlossen.
Die Einladung mit konkreter Tagesordnung der Mitgliederversammlung sowie die entsprechenden Beschlussunterlagen werden satzungsgerecht vier Wochen vor der Veranstaltung schriftlich
zugestellt.
Peter Gösel
Präsident
10 | LSB-ARENA Ausgabe 04-2016 | Thüringen-Sport
26 neue Stützpunktvereine anerkannt
LSB Thüringen setzt Projekt „Willkommen in Sportdeutschland“ um
Thüringer Sportvereine leisten einen wichtigen Beitrag zur Integration von Flüchtlingen und
Asylbewerbern. Dem Landessportbund Thüringen sind derzeit rund 180 Sportvereine im Freistaat Thüringen bekannt, die regelmäßige Sportangebote für Flüchtlinge und Asylbewerber
unterbreiten. Zu den beliebtesten Sportarten bei den Flüchtlingen und Asylbewerbern zählen
Fußball, Boxen, Kampfsport (z.B. Kickboxen und Taekwondo) sowie Volleyball. Einige der 180
Sportvereine setzen intensivere Integrationsmaßnahmen um, als andere. Damit verbunden
sind zumeist Kosten für Materialien, Übungsleiter, Fahrten, etc.
Um diese Sportvereine zu unterstützen, hat der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) im Zuge
der Flüchtlingsbewegung die beiden
Projekte „Willkommen im Sport“ und
„Willkommen in Sportdeutschland“
ins Leben gerufen, die gemeinsam
mit den Landessportbünden umgesetzt werden. Infolgedessen hat der
Landessportbund (LSB) Thüringen
nun 26 neue Sportvereine im Projekt
„Willkommen in Sportdeutschland“
anerkannt. Diese werden mit 1.500
Euro pro Verein unterstützt. Das Geld
kann unter anderem für ÜbungsleiterHonorare, Fahrtkosten, Sportmaterialien oder Integrationsmaßnahmen
wie gemeinsame Feste und Ausflüge
verwendet werden.
Symbolisch für diese 26 Vereine hat
der Präsident des Landessportbundes
Thüringen, Peter Gösel, am 21. Juli
jeweils einen Zuwendungsscheck an
den Fußballsportverein Sömmerda
und den Freizeitsportverein 06 Kölleda übergeben. Dabei wurde schnell
deutlich, welch wichtigen Part die
Sportvereine bei der Integration von
Flüchtlingen und Asylbewerbern
übernehmen. So werden nicht nur die
Kinder in die verschiedenen JuniorenMannschaften eingebunden, sondern
bei beiden Vereinen auch Migranten
als Übungsleiter eingesetzt.
Eine Übersicht der
26 Stützpunktvereine
finden Sie unter:
www.thueringen-sport.de
Sport interkulturell
- Fit für die Vielfalt
„Sport interkulturell“ ist eine fachübergreifende Lizenzverlängerung (15 LE) und soll
die Übungsleiter für kulturelle Differenzen
sensibilisieren. Die Lehrgangsplanung sieht
eine enge Verknüpfung zwischen Theorie
und Praxis vor, um den Teilnehmenden einen
Eindruck davon zu geben, wie die eigene
Kultur das eigene Denken und Handeln im
Sportverein beeinflusst und welches die
Chancen und Risiken der interkulturellen Arbeit im Sport sind. Die Teilnehmer
erarbeiten neue Ideen für den Umgang mit
multikulturellen Sportgruppen.
Ort: Landessportschule Bad Blankenburg
Zeit: 30. September bis 2. Oktober 2016
und 21. bis 23. Oktober 2016
Teilnahme als Tandem: je eine Person mit
und ohne Migrationshintergrund.
LSB-Präsident Peter Gösel übergab den Zuwendungsscheck in Höhe von 1.500 Euro an die beiden neuen
Stützpunktvereine FSV Sömmerda (oben) und FSV 06 Kölleda (unten). Fotos: LSB
www.thueringen-sport.de
Thüringen-Sport | Ausgabe 04-2016
LSB-ARENA | 11
Thüringer Sportabzeichentag 2016 lockt mit
vielen Höhepunkten
Arena Erfurt wird am 3. September dem organisierten Sport übergeben
Der Thüringer Sportabzeichentag am 3. September 2016 verspricht wieder etwas ganz
Besonderes zu werden. Nachdem der Landessportbund Thüringen im vergangenen Jahr
den Thüringer Sportabzeichentag anlässlich
seines 25-jährigen Jubiläums an einem ungewöhnlichen Ort auf dem Flughafen ErfurtWeimar veranstaltet hatte, kehrt die Veranstaltung nun wieder ins Stadion zurück – in die
neu umgebaute Arena Erfurt.
Der Thüringer Sportabzeichentag
gehört von 10 bis 17 Uhr zu den ersten
Veranstaltungen überhaupt, die in der
neuen Arena stattfindet. Symbolisch
soll die Arena an diesem Tag dem
organisierten Sport übergeben werden.
Dabei verspricht die Veranstaltung ein
umfangreiches Rahmenprogramm,
denn der Thüringer Sportabzeichentag
wird mit dem Tag der offenen Tür der
Arena Erfurt gekoppelt. So haben die
Besucher nicht nur die Möglichkeit, das
Deutsche Sportabzeichen abzulegen,
sondern auch einen Blick in alle Räume
der neuen Arena zu erlangen.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht
aber das kostenlose Ablegen des Deutschen Sportabzeichens im Innenraum
der Arena. Hierbei muss in den vier Kategorien Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit
und Koordination jeweils eine Disziplin
absolviert sowie die Schwimmfähigkeit nachgewiesen werden. Für die
Schwimm-Disziplinen ist an diesem
Tag die Roland-Matthes-Schwimmhalle neben der Arena Erfurt geöffnet.
Das Deutsche Sportabzeichen wird
anschließend in den Stufen Gold, Silber
und Bronze verliehen. Teilnehmen
können sowohl Einzelpersonen als
auch Teams. Ein Team besteht aus drei
Personen – unabhängig von Alter und
Geschlecht. Beim Team-Wettbewerb,
der in den Kategorien Familie/Freunde, Sportverein, Unternehmen und
inklusiv, ausgetragen wird, werden die
Gesamtergebnisse der drei Starter
zusammengezählt. Auf die jeweils drei
besten Teams jeder Kategorie warten
attraktive Preise.
Sportabzeichentag erstmals inklusiv
Neu ist in diesem Jahr, dass der Thüringer Sportabzeichentag erstmals inklusiv ausgetragen wird. Dabei werden
Menschen mit und ohne Behinderung
gemeinsam das Deutsche Sportabzeichen ablegen und dabei ein wichtiges
Signal für eine gleichberechtigte Teilhabe setzen.
Vielfältiges Rahmenprogramm
Nach dem Ablegen des Deutschen
Sportabzeichens wartet ein buntes
Rahmenprogramm auf die Besucher.
Beim Köstritzer Sporttalk werden
unter anderem die frühere SkeletonWeltmeisterin Marion Thees und die
Handballerinnen vom Thüringer HC an-
Das LSB-Maskottchen Muskelkater sorgte in Sonneberg für eine fröhliche Aufwärmphase und freut sich
auch auf viele Teilnehmer zum Thüringer Sportabzeichentag in Erfurt. Foto: LSB
wesend sein. Auch Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein hat seine
Teilnahme zugesagt. Vielleicht können
die Besucher auch den einen oder
anderen Thüringer Olympiastarter live
erleben. Bei der Veranstaltung präsentieren sich auch zahlreiche Thüringer
Sportvereine und Sportfachverbände.
So wird es neben Torwandschießen,
Bubble Soccer, Rollenrutsche, Hüpfburgen, Biathlon-Laserschießen auch
ein Siebenmeter-Werfen gegen eine
Torhüterin des THC geben.
Als Gesundheitspartner der Veranstaltung bietet die
IKK classic eine gesunde Erfrischung für alle Teilnehmer. Versicherte können sich vor Ort ihren Bonusstempel abholen!
Weitere Informationen zum
Thüringer Sportabzeichentag
2016 und die Anforderungen
des Deutschen Sportabzeichens unter:
www.thueringen-sport.de
12 | LSB-ARENA Ausgabe 04-2016 | Thüringen-Sport
LSB und Barmer GEK wollen Zusammenarbeit im Projekt „Frauen lauf[en] gegen Gewalt“ fortführen
Rund 3.000 Einsätze wegen häuslicher Gewalt wurden 2015 von der Polizei in
Thüringen erfasst. Erstmals hat der Landessportbund Thüringen in diesem Jahr
das Projekt „Frauen - lauf[en] gegen Gewalt" initiiert, um auf das Thema
häusliche Gewalt aufmerksam zu machen. Dazu war der LSB Thüringen
Mitveranstalter beim 16. Thüringer Frauenlauf am 5. Juni in Erfurt und
beim 5. Herzog-Georg-Lauf am 11. Juni in Meiningen. Dank einer Kooperation mit der Krankenkasse Barmer GEK sponserte diese 1.260,50 Euro
an die Landesarbeitsgemeinschaft der Interventionsstellen gegen häusliche Gewalt. Der symbolische Scheck dazu wurde am 16. Juni im Haus
des Thüringer Sports in Erfurt von LSB-Hauptgeschäftsführer Rolf Beilschmidt und dem Landesgeschäftsführer der Barmer GEK, Hermann
Schmitt, an die Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft der
Thüringer Interventionsstellen, Kathrin Nordhaus, überreicht.
„Wir wollen dieses in der Vergangenheit tabuisierte Thema mithilfe des
Sports aufgreifen und dafür sensibilisieren. Wenn wir die mediale Berichterstattung über das Projekt und die
beiden Frauenläufe gegen Gewalt sehen, ist uns das auch gut gelungen“,
findet Michaela Tielsch, Präsidiumsmitglied Frauen und Gleichstellung
im Landessportbund Thüringen. Beim
vom SC Impuls Erfurt organisierten 16. Thüringer Frauenlauf haben
108 Starterinnen insgesamt 992 Kilometer zurückgelegt und bei dem vom
Sportstättenförderverein
Meiningen veranstalteten 5. HerzogGeorg-Lauf in Meiningen liefen
106 Teilnehmerinnen gemeinsam
584 Kilometer.
„Wir freuen uns, dass der Landessportbund die bundesweite Tradition
dieser Läufe aufgreift und auch in
Thüringen umsetzt“, erklärte Katrin
Matzky, stellvertretende Referatsleiterin im Thüringer Ministerium für
Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen
und Familie. Auch Hermann Schmitt
zeigte sich vom Projekt begeistert.
Thüringen-Sport | Ausgabe 04-2016
LSB-ARENA | 13
Sich von kreativen Ideen inspirieren lassen
Erster Erfahrungsaustausch zu Aktivitäten der Kreis- und Stadtsportbünde im Rahmen der Lokalen Aktionspläne
Der Anfang ist gemacht. Insgesamt 14 Vereinsberater und Sportjugendkoordinatoren trafen sich am
15. Juni in Erfurt, um sich erstmals zu ihren im Rahmen der Lokalen Aktionspläne (LAP) gesammelten
Erfahrungen auszutauschen. Die Veranstaltung fand auf Initiative des Projektes „Sport zeigt Gesicht!
Gemeinsam couragiert handeln“ statt.
Bereits seit mehreren Jahren werden
über verschiedene Bundesprogramme
sowie das Thüringer Landesprogramm
für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit sogenannte LAP gefördert.
Damit sind regionale Konzepte zur
Stärkung der Zivilgesellschaft und
Bekämpfung von Extremismus vor Ort
gemeint. Die Kreis- und Stadtsportbünde, aber auch Sportvereine, bringen sich in diese LAP bereits vielfältig
ein: durch die Umsetzung eigener
Projektvorhaben, die Teilnahme an
Veranstaltungen oder die Mitwirkung in den Begleitausschüssen. Die
Begleitausschüsse bündeln unter
anderem die örtlichen Problemwahrnehmungen und entscheiden zudem
über die Projektförderung.
zur Ausstellung herzustellen, bringen
wir derzeitig fünf lokale Akteure aus
der Politik und unseren Sportvereinen zusammen, damit die bisherige
Ausstellung durch ihre Statements
ergänzt werden kann“, so Leibold.
Ausgrenzung – ohne uns!
VorBILDER • www.vereint-gegen-rechtsextremismus.de
HEIKE TAUBERT
Thüringer Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit
Scheckübergabe: LSB-Hauptgeschäftsführer Rolf Beilschmidt, Michaela Tielsch, Präsidiumsmitglied Frauen
und Gleichstellung im LSB Thüringen, Kathrin Nordhaus, Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft der
Thüringer Interventionsstellen und Hermann Schmitt, Landesgeschäftsführer der Barmer GEK. Foto: LSB
„Wir sind dem Landessportbund sehr
dankbar für die Idee und den betreffenden Vereinen für die Umsetzung“,
so der Landesgeschäftsführer der
Barmer GEK, der bei der Scheckübergabe ankündigte, die Zusammenarbeit
mit dem LSB Thüringen im Projekt
„Frauen – lauf[en] gegen Gewalt“
auch in den kommenden drei Jahren
fortführen zu wollen. „Wir müssen
offen mit dem Thema umgehen. Wenn
es uns gelingt, die Menschen in den
Sportverein zu bewegen, ist viel gewonnen“, so Schmitt.
Der LSB Thüringen plant für 2017, die
Veranstaltungen im Rahmen des Projektes von bisher zwei auf vier Läufe
auszubauen. So soll es im kommenden Jahr auch Auflagen in Gera und
Nordhausen geben. „Ich hoffe, dass
wir in Zukunft noch weitere Frauen für
den Sport und diese Veranstaltungen
begeistern können“, erklärt Tielsch.
Im Rahmen des Erfahrungsaustausches stellte Anja-Maria Leibold,
Sportjugendkoordinatorin im KSB
Altenburger Land, ihr diesjähriges
Projekt vor. Sie wird die Wanderausstellung VorBILDER - Sport und
"
Politik vereint gegen Rechtsextremismus" nach Altenburg holen.
Die Ausstellung wurde vom Berliner
Künstlerpaar Angelika und Bernd
Kohlmeier inhaltlich, konzeptionell
und fotografisch realisiert (finanziert
vom Bundesministerium des Innern).
Die Schwarz-Weiß-Fotografien zeigen
prominente Sport- und Politikerpaare,
die an ungewöhnlichen Orten einen
gemeinsamen Standpunkt gegen
Diskriminierung, für Respekt und die
Achtung der Menschenwürde erarbeiteten. „Um einen regionalen Bezug
ISABELL FOERDER
Leichtathletik-Nachwuchssportlerin
Thüringens Sozialministerin Heike Taubert und
Behindertensportlerin Isabell Foerder setzen sich
gegen Ausgrenzung und Rechtsextremismus ein.
Fotografie und Gestaltung: © studio kohlmeier berlin
Durch die Ausstellung führen sollen
dann Schüler, die vorher auch zum
Thema Rechtsextremismus geschult
worden sind.
Die Bedeutung von Kooperationspartnern unterstreicht neben Anja-Maria
Leibold auch Stefan Kuhirt, LAPProjektverantwortlicher beim KSB
Weimarer Land: „Kooperationspartner
erleichtern nicht nur die Organisation solcher Projekte, weil sich die
Arbeit auf mehrere Schultern verteilt;
die Zusammenarbeit mit ihnen ist
auch ein wichtiger Aspekt, wenn die
Begleitausschüsse die eingereichten Projektanträge bewerten.“ Kuhirt
berichtete über seine Erfahrungen bei
der Umsetzung eines Integrationsprojektes mit einem Sportverein
und machte den Teilnehmern Mut:
„Natürlich muss es am Anfang jedes
Projektes eine Idee geben. Wenn die
aber gefunden ist, lässt sich auch das
Antragsverfahren stemmen. Gerade,
wenn Sportjugendkoordinatoren oder
Vereinsberater bereits etwas Erfahrung in der Antragstellung haben,
können sie auch ehrenamtlichen
Vereinsverantwortlichen die Angst vor
dem bürokratischen Aufwand nehmen.
Bei uns im Landkreis ist es zudem
gelungen, ein vereinfachtes Antragsverfahren zu vereinbaren und so die
Hürde etwas niedriger zu legen“.
Ausgehend von diesen Erfahrungen
sammelten die Teilnehmer anschließend Projektideen und formulierten,
welche Unterstützungsleistungen
nötig sind. Bis Jahresende ist darauf
aufbauend eine formlose Handreichung geplant, um sich so von
kreativen Projektideen aus dem Sport
inspirieren zu lassen. Darüber hinaus
soll es noch einen weiteren Workshop
geben, um Vereinsberater und Sportjugendkoordinatoren beim Prozess
der Antragstellung zu unterstützen.
Die Veranstaltung wurde gefördert
durch:
14 | LSB-ARENA Ausgabe 04-2016 | Thüringen-Sport
Thüringen-Sport | Ausgabe 04-2016
Bereits 234.000 Euro Fördermittel an
Vereine überreicht
LSB-ARENA | 15
Aktiv in der
Kita mit PAKT
Startschuss für zehn von 19 geplanten Projekten ertönt
Deutlich früher als 2015 konnten bereits mit Ende der ersten Jahreshälfte 2016 zehn von insgesamt 19 der diesjährig geplanten Förderprojekte im Rahmen des vereinseigenen Sportstättenbaus durch Zuwendungsverträge geschlossen und gestartet werden. Mit den zur Verfügung
gestellten Fördermitteln des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport ist es den
Vereinen nun möglich, mit Hochdruck an die erfolgreiche praktische Umsetzung der geplanten
Neubauten, Modernisierungs- oder Sanierungsvorhaben ans Werk zu gehen. Exemplarisch für
die Vielfältigkeit der einzelnen Vorhaben stehen dabei drei Fördermittelübergaben.
Eine frühe Gesundheitsförderung sollte bereits in der Kindertagesstätte beginnen. Foto: Carolin Hupp
SV Mihla
Der SV Mihla konnte sich über Fördermittel in Höhe von 1.200 Euro freuen,
die stellvertretend durch den Schatzmeister des KSB Eisenach, Rüdiger
Höhn, vor der historischen Vereinsfahne des Turnvereins Mihla überreicht
wurden. Mit den Fördermitteln soll die
Sanierung der Ballfanganlagen erfolgen. Das Gesamtvolumen des Bauvorhabens beträgt knapp 11.000 Euro. Der
Verein erhält zudem eine Zuwendung
von Kreis und Gemeinde in Höhe von
2.985 beziehungsweise 2.625 Euro.
Der Restbetrag wird in Form von Eigenmitteln und unentgeltlicher Arbeit
durch die Vereinsmitglieder erbracht.
Kegelclub 90 Leimbach
An den Kegelclub 90 Leimbach wurden
Fördermittel durch LSB-Präsident
Peter Gösel in Höhe von 12.620 Euro
für die Sanierung der Kegelbahn überreicht. Die Gesamtkosten des Projekts
belaufen sich auf insgesamt etwa
59.000 Euro. Der Verein wird neben
der Arbeitskraft seiner Vereinsmitglieder und den eingesetzten Eigenmitteln auch durch Zuwendungen der
Gemeinde Leimbach in Höhe von
25.000 Euro sowie des Kreises in Höhe
von 12.377 Euro unterstützt.
Mit dem Förderprogramm (derzeitiges Budget: 450.000 Euro) ist
es möglich, den Vereinssport jährlich zielgerichtet zu unterstützen. Das Interesse an einer Förderung wie auch der anhaltende
Sanierungsstau ist nach wie vor ungebrochen hoch. Der LSB hofft,
mit den zur Verfügung stehenden Fördermitteln eine punktuelle
Verbesserung innerhalb der vereinseigenen Sportstätteninfrastruktur in Gemeinsamkeit mit Vereinen und der öffentlichen Hand
zu erreichen.
VfB Oldisleben
Mit 81.030 Euro stellt die Förderung an den VfB Oldisleben für die
Errichtung eines neuen Rasenplatzes das Vorhaben mit der höchsten
LSB-Förderung dar. Die Gesamtkosten
von rund 275.000 Euro werden neben
Eigenmitteln und unentgeltlicher
Arbeitsleistungen des Vereins durch
eine Zuwendung des Kreises in Höhe
von 160.000 Euro bezuschusst.
Interesse an einer
Bauförderung vereinseigener Sportstätten?
Die Anmeldefrist für die Förderperiode 2017
endet am 1. Oktober 2016. Die LSB-Förderrichtlinie und das Anmeldeformular finden
Sie unter:
www.thueringen-sport.de
Präventionsprogramm zeigt Bewegungseinheiten für den Kindergartenalltag
Hampelmann oder Balancieren – viele
Kinder im Vorschulalter sind mit einfachen Übungen schon überfordert,
wie Schuleingangsuntersuchungen
auch in Thüringen belegen. Der Anteil
der Kinder mit Haltungsschwächen,
Koordinationsstörungen und einer
nicht altersgemäßen motorischen Entwicklung nimmt zu. Damit verbunden
sind Probleme wie Übergewicht, zu
hoher Blutdruck sowie schwere Unfälle
bereits im Kindergartenalter. „All diese
Erscheinungen sind zumindest teilweise auf eine zu geringe körperliche Aktivität zurückzuführen“, sagt BARMER
GEK Landesgeschäftsführer Hermann
Schmitt.
Deshalb unterstützt die Krankenkasse
das Präventionsprogramm PAKT. Es
richtet sich gezielt an Kindergärten
und kooperierende Sportvereine, denn
Gesundheitsförderung muss früh
beginnen, um nachhaltig zu wirken.
PAKT ist ein geprüftes Bewegungsförderungsprogramm, entwickelt von der
VORTEILE:
• Wissenschaftlich entwickeltes
Bewegungsprogramm
• Einfache Umsetzung eines bestehenden Projektes
• Auswertung und Bewertung der
Ergebnisse
Kinderklinik des Universitätsklinikums
Würzburg. In zweitägigen Fortbildungen werden Erzieher und Übungsleiter geschult. Anschließend können
sie mit Hilfe von über 400 Spiel- und
Bewegungsideen die Kinder täglich
auf Trab bringen – mit abwechslungsreichen Übungen und viel Spaß. Das
entsprechende Know-how wird durch
qualifizierte Referenten vermittelt.
Während der Fortbildung erfolgt unter
anderem eine Schulung in der Diagnostik motorischer Leistungsfähigkeit
von 3- bis 6-Jährigen. Es werden Tipps
gegeben, wie die täglich 30-minütige
Bewegungseinheit in den Kindergartenalltag integriert oder die Übungsstunde
im Sportverein gestaltet werden kann.
DAS BIETEN WIR:
• 2-tägige Fortbildung für interessierte Fachkräfte (Erzieher und Übungsleiter)
• Fertig entwickeltes Medienpaket inklusive
einer Spielesammlung
• Unterstützung zur Förderung einer gesunden
Kindesentwicklung
Zum PAKT-Programm gehört auch eine
Bewegungshausaufgabe pro Woche für
das Kind und seine Familie. Deshalb
sollten auch die Eltern bei der Umsetzung eingebunden werden. 60 Erzieher
und Übungsleiter haben die Fortbildungen in diesem Jahr bereits genutzt.
Die nächsten Fortbildungstermine:
30.09. - 01.10.2016 in Bad Blankenburg 28.10. - 29.10.2016 in Sonneberg
Anmeldungen unter : www.pakt-projekt.de/
anmeldung-zum-workshop oder
www.thueringen-sport.de/Bildung
16 | LSB-ARENA Ausgabe 04-2016 | Thüringen-Sport
„Die besondere Verantwortung ist den
meisten bewusst“
Steffen Sindulka über Kinderschutz im Thüringer Sport
Thüringen-Sport | Ausgabe 04-2016
LSB-ARENA | 17
Ausschreibung Präventionssiegel
„Sportverein aktiv im Kinderschutz“
Worum geht es?
Sportliche Betätigung ist für viele Kinder und Jugendliche ein wesentlicher Teil ihrer Freizeitbeschäftigung. Im Sportverein sind die
Fast die Hälfte aller Thüringer Mädchen und Jungen zwischen sieben und 14 Jahren treiben regelmäßig Sport im Verein. Die dortigen besonderen Vertrauensverhältnisse zwischen Kindern und Erwachsenen bergen leider auch mögliche Gefahren. „Kinderschutz im Sportverein“ ist ein sensibles und
wichtiges Thema für den Landessportbund Thüringen. Thüringen-Sport sprach mit Steffen Sindulka
als verantwortlichen Mitarbeiter.
Übungsleiter und Trainer neben der Familie und dem Freundeskreis mitunter die wichtigsten Bezugspersonen für sie. Gerade durch die enge
Bindung zwischen Sportler und Trainer im täglichen Training oder bei Trainingslagern entsteht oftmals eine emotionale und körperliche
Nähe. Im Rahmen ihrer Erklärung zum Kinderschutz haben der Landessportbund und die Thüringer Sportjugend interessierten Vereinen und
Verbänden die Möglichkeit eingeräumt, sich für ein personalisiertes Präventionssiegel „Sportverein aktiv im Kinderschutz“ zu bewerben.
Welchen Nutzen haben wir als Sportverein/ -verband?
Sportvereine und –verbände haben die Pflicht, die ihnen anvertrauten Kinder und Jugendliche bestmöglich zu schützen. Neben der aktiven
Steffen Sindulka
Mitarbeiter Kinderschutz im
Landessportbund Thüringen
Wie schätzen Sie die Situation ein?
Grundsätzlich ist das ein sehr, sehr sensibles Thema. Sowohl in den Sportfachverbänden als
auch in den Sportvereinen rennt man damit nicht gerade offene Türen ein. Aber ich habe gemerkt, dass die Bereitschaft und das Verständnis dafür da sind, warum wir uns mit dem Thema
intensiver beschäftigen. Die besondere Verantwortung, die Vereinsvorstände und Trainer für die
ihnen anvertrauten Kinder übernehmen, ist den meisten bewusst.
Auseinandersetzung mit möglichen Präventionsmaßnahmen im eigenen Verein/ Verband ergeben sich weitere Vorteile:
Welche Erfahrungen haben Sie in Ihrer Tätigkeit gemacht?
Dass ich neben der Beratung und der Umsetzung präventiver Maßnahmen auch einige Vorfälle
bearbeiten musste, zeigt, dass ein Kinderschutzfall im eigenen Sportverein nicht so abwegig
ist, wie viele vielleicht denken könnten. Meine Aufgabe ist dann die Unterstützung und Beratung
der betreffenden Vereine oder Verbände. Für die Opferberatung sind die regionalen Kinder- und
Jugendschutzdienste oder der Kinderschutzbund da, Ermittlungs- beziehungsweise Aufklärungsarbeit kann nur über die Polizei erfolgen.
Wie können wir uns bewerben?
Wie sehen Sie das Thema Kinderschutz im Thüringer Sport umgesetzt?
Wir sind noch an den Anfängen. Es gibt Vereine und Verbände, die sich dem Thema intensiv
widmen und eigene Maßnahmen zur Prävention umsetzen. Bei vielen gibt es noch Nachholbedarf. Neben der Unterschrift der Trainer und Übungsleiter auf dem Ehrenkodex - was zunächst
ein guter Start ist, um das Thema in den Verein zu bringen - kann noch sehr viel mehr präventiv
und mit wenig Aufwand umgesetzt werden.
Welche Maßnahmen wurden bisher realisiert?
Das Thema Kinderschutz wurde in die Ausbildungen des LSB, der KSB/SSB sowie bei einigen
Sportfachverbänden eingebunden. Zudem haben wir im Dezember 2015 erstmals eine Qualifizierung für „Kinderschutzverantwortliche im Sportverein“ durchgeführt. Diese findet auch im
Dezember 2016 in Oberhof wieder statt. In den Vereinen und Verbänden sind inzwischen die
Unterschrift auf dem Ehrenkodex und/oder die Vorlage des erweiterten Führungszeugnisses als
Voraussetzung für den Erwerb einer Lizenz verpflichtend.
Wie sehen künftige Maßnahmen aus?
Wir wollen, dass weitere Sportfachverbände das Thema Kinderschutz in ihren Aus- und Fortbildungen berücksichtigen und dass noch mehr Sportvereine ihre Mitglieder für das Thema sensibilisieren. Mit dem neuen Präventionssiegel „Sportverein aktiv im Kinderschutz“ (Ausschreibung
auf Seite 17) möchten wir Sportvereine motivieren und unterstützen, eigene Präventionsmaßnahmen zu entwickeln und zu etablieren. Das öffentlich sichtbare Siegel - im Vereinsheim oder
an der Sporthalle angebracht - soll als Qualitätsmerkmal des Vereins wahrgenommen werden.
Nicht selten ist so etwas auch ein gutes Argument für Eltern, ihre Kinder im Verein anzumelden.
∆
Präventionssiegel als Qualitätskriterium im Vereins-/ Verbandsleben,
∆
Sensibilisierung der Vereinsverantwortlichen zu einem schwierigen Thema
∆
Möglichkeit der aktiven Nachwuchsgewinnung
∆
Entscheidungskriterium für Eltern und ihre Kinder
∆
Aufbau eines Netzwerkes vor Ort
Die Bewerbung erfolgt mittels eines formlosen Antrages im Zeitraum Oktober bis Dezember jeden Jahres. Von Januar bis Juni erfolgt die
Auswahl und Überprüfung der nachgenannten Kriterien. Ebenfalls in diesem Zeitraum findet eine umfassende Beratung der antragstellenden Vereine/ Verbände statt, um die Bewerbung für das Präventionssiegel zu unterstützen.
aktuelles Jahr
Oktober bis Dezember
Antrag
Die Bewerbung erfolgt mittels eines
formlosen Antrages im Zeitraum Oktober
bis Dezember jeden Jahres.
Folgejahr
Januar bis Juni
Auswahl
Von Januar bis Juni erfolgt die Auswahl und
Überprüfung der nachgenannten Kriterien.
Ebenfalls in diesem Zeitraum findet eine umfassende Beratung der antragstellenden Vereine/
Verbände statt, um die Bewerbung um das
Präventionssiegel zu unterstützen.
August und September
Übergabe
In den Monaten August und September
werden die Präventionssiegel vor Ort feierlich überreicht. Das Siegel ist für fünf Jahre
gültig und kann im Rahmen einer Re-Zertifizierung erneut erworben werden.
Was müssen wir dafür tun?
Für die Bewerbung um das Präventionssiegel sind folgende Maßnahmen im Verein/ Verband erforderlich:
∆
Ernennung und Qualifizierung eines Kinderschutzverantwortlichen im Verein/ Verband (LSB-Workshop oder Nachweis einer ähnlichen Ausbildung)
∆
Nachweis zum Umgang mit dem Ehrenkodex Kinderschutz
∆
Einsichtnahme in das Erweiterte Führungszeugnis
- aller Vorstandsmitglieder
- aller hauptamtlichen Mitarbeiter
- aller ehrenamtlichen Mitarbeiter
∆Präventionskonzept
∆
Verankerung in der Vereins-/ Verbandssatzung
∆Jugendordnung
In den Monaten August und September werden die Präventionssiegel vor Ort feierlich überreicht. Das Siegel ist für fünf Jahre gültig und
kann im Rahmen einer Re-Zertifizierung erneut erworben werden.
18 | Titelthema
Ausgabe 04-2016 | Thüringen-Sport
Medaillenjagd an der Copacabana
Die XXXI. Olympischen Sommerspiele in
Rio de Janeiro 2016
Thüringen-Sport | Ausgabe 04-2016
Titelthema | 19
Zuckerhut, die 38 Meter hohe Christusfigur auf dem Gipfel des
Corcovado und der Strand des Stadtteils Copacabana – Rio de
Janeiro ist für viele Wahrzeichen bekannt. Vom 5. bis 21. August
sowie vom 7. bis 18. September steht die brasilianische Metropole
jedoch im Blickpunkt der Olympischen Sommerspiele und Paralympics. Zum ersten Mal in der Geschichte finden Olympische Spiele in
Südamerika statt. Auf den nachfolgenden Seiten stellt ThüringenSport die Thüringer Athleten und jede Menge Informationen rund um
die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele vor. Foto: fotolia
Titelthema | 21
Acht Thüringer im deutschen Olympiateam
Daten & Fakten zu Rio 2016
Das olympische Feuer ist entzündet. Vom 5. bis zum 21. August werden in 306 Wettbewerben die
Medaillen vergeben. Rio de Janeiro - das sind die ersten Olympischen und Paralympischen Spiele
in Südamerika. Die Vorbereitungen waren geprägt von Bauverzögerungen, dem finanziellem Notstand des Bundesstaates Rio de Janeiro sowie den Warnungen vor dem gefährlichen Zika-Virus.
Doch pünktlich vor dem Start der XXXI. Olympischen Sommerspiele scheinen die Sportstätten
fertig zu sein und auch die Zahl der Infektionen mit dem Zika-Virus ist im Vergleich zum Jahresanfang deutlich zurückgegangen. Die Wettkämpfe finden in 31 Sportstätten in Rio de Janeiro und
fünf Fußballstadien in weiteren brasilianischen Städten wie Belo Horizonte und Sao Paolo statt.
ΔΔ Mit 66 zu 32 Stimmen setzte sich Rio de
Janeiro gegen Madrid um die Austragung
der Olympischen Sommerspiele 2016 durch
∂
ΔΔ Motto der Sommerspiele: „Paixao e Transformacao – Leidenschaft und Transformation“
Olympia-Stadion
Sambódromo
ΔΔ 10.500 Athleten und Teammitglieder aus
204 Nationen
Riocentro
∂
∂
Barra Olympic Park
∂∂
∂
Marina da
Glória
Lagoa Stadion
Fort Copacabana
Mediennummer:
64106267
Aufnahmedatum:
20160426
ΔΔ die Maskottchen Vinicius und Tom ähneln
einem Mischwesen von Affe und Katze sowie
einer Tropenpflanze
Maracanà
∂
ΔΔ 12.000 Fackelläufer trugen das olympische
Feuer über 20.000 Kilometer durch 329
brasilianische Städte
∂
Einige der Thüringer Olympiastarter, darunter
Thomas Röhler, die in Erfurt wohnhafte Trixi Worrack,
Lisa Klein, Gudrun Stock, René Enders und Kristina
Vogel (von links), wurden am 12. Juli im Rahmen der
25-Jahr-Feier des Olympiastützpunktes Thüringen in
der Radrennbahn Andreasried verabschiedet.
Deodoro
∂
Acht Thüringer Medaillenhoffnungen
Das deutsche Olympiaaufgebot umfasst 426 Sportler plus 26
sogenannte „Alternate Athletes“, also Ersatzleute. Eine davon
ist Lisa Klein vom RSC Turbine Erfurt, die in der Mannschafts-
verfolgung zum Einsatz kommen könnte. Aus Thüringer Vereinen nehmen sieben weitere Sportler – und damit einer mehr
als in London 2012 - an den Olympischen Spielen teil. Mit
Maria Selmaier vom KSC Motor Jena nimmt erstmals in der
Geschichte eine Thüringer Ringerin an Olympischen Spielen
teil. Hinzu kommen fünf Sportler, die ihre leistungssportlichen Wurzeln in Thüringen haben. Einigen Thüringern werden
gute Medaillenchancen eingeräumt. So liegen die Hoffnungen
unter anderem auf der Bahnrad-Olympiasiegerin von London,
Kristina Vogel, ihrem Vereinskollegen vom RSC Turbine Erfurt,
René Enders, sowie Speerwerfer Thomas Röhler, der die
gesamte Saison mit weiten Würfen beherrschte, aber angeschlagen in die Wettkämpfe von Rio geht. Ziel des deutschen
Olympiaaufgebotes ist es, die Medaillenausbeute der Spiele
von London 2012 mindestens zu wiederholen. Damals hatten
deutsche Athleten insgesamt 44 Medaillen gewonnen (11x
Gold, 19x Silber, 14x Bronze). Die Nominierung der Paralympics stand zu Redaktionsschluss noch aus. Hier konnten sich
aber fünf Thüringer Hoffnungen machen.
Die Sommerspiele finden vom 5. bis 21. August 2016 in Brasilien statt.
∂
Je zwei neue Sportarten im olympischen und paralympischen Programm
Ausgetragen werden bei den Olympischen Sommerspielen
Wettbewerbe in 28 Sportarten. Nach 112 Jahren steht erstmals wieder Golf im olympischen Programm, das bisher 1900
und 1904 olympisch war. Wieder im Programm ist nach 92
Jahren auch Rugby als 7er-Variante, bei der mit sieben statt
mit 15 Spielern gespielt wird. Beide Sportarten setzten sich
bei der Abstimmung um die Aufnahme ins olympische Programm gegen Karate, Inlineskating und Squash durch. Bei
den Paralympics vom 7. bis 18. September werden 4.300
Athleten aus über 175 Nationen starten und in 22 Sportarten
in über 500 Wettbewerben um Medaillen kämpfen. Neu im
Programm sind hier Kanu und Triathlon.
Sportstätten der Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro
Pontal
ΔΔ erstmals starten Sportler mit Flüchtlingsstatus unter neutraler Flagge bei Olympia
ΔΔ Größte deutsche Olympiaaufgebot seit Athen 2004
ΔΔ erstmals wird der Deutsche Fahnenträger unter fünf vorher bestimmten Athleten
und durch eine öffentliche Abstimmung gewählt - unter den Nominierten ist auch
die Thüringer Radsportlerin Kristina Vogel
ΔΔ 340 Stunden Liveübertragung in ARD und ZDF
Thüringer Olympia-Splitter
Die olympischen Medaillen
ΔΔ seit 1990 haben Thüringer Sportler 93
Olympiamedaillen gewonnen
Das Design
ΔΔ Nachwuchs-Karateka Madeleine
Schröter (Berlstedt) wurde aufgrund
ihrer sportlichen Leistungen und ihres
ehrenamtlichen Engagements im Sport
als einzige Thüringerin für das Deutsche
Olympische Jugendlager in Rio de Janeiro berufen
Die Herstellung
Goldmedaille
Mediennummer:
81773531
Aufnahmedatum:
20160704
Silbermedaille
Bronzemedaille
Die olympischen Medaillen (04.07.2016)
Die olympischen Medaillen von Rio 2016; Format 90 x 90 mm; Grafik: J. Reschke, Redaktion:
A. Stober
Rechtevermerk: picture-alliance/ dpa-Grafik
Fotograf: dpa-infografik
Sportstätten der Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro (Wiederholung) (04.07.2016)
Orte und Sportarten der Olympischen Sommerspiele in Rio vom 5. bis 21. August 2016;
Querformat 135 x 105 mm; Grafik: F. Bökelmann, Redaktion: K. Pepping/A. Eickelkamp
Thüringen-Sport | Ausgabe 04-2016
∂
Ausgabe 04-2016 | Thüringen-Sport
∂
20 | Titelthema
ΔΔ Rio sind bereits die achten Olympischen
Spiele für die Weimarer Band „REST OF
best“, die regelmäßig von verschiedenen
Auftraggebern für das Olympia-Programm gebucht wird
22 | Titelthema
Ausgabe 04-2016 | Thüringen-Sport
Thüringen-Sport | Ausgabe 04-2016
Thüringer Olympia-Starter in Rio
Leichtathletik
Radsport
Thomas Röhler
Verein: LC Jena
Teilnahme: 1. Olympische Spiele
Start: Speerwerfen
Rene Enders
Verein: RSC Turbine Erfurt
Teilnahme: 3. Olympische Spiele
Bisherige Erfolge: 2x Bronze
Start: Teamsprint
Mediennummer:
82198126
Aufnahmedatum:
20160721
Thomas Röhler
Thomas Röhler bei der Einkleidung für Rio 2016 in der Emmich-Cambrai-Kaserne Hannover,
aufgenommen am 21.07.2016
Rechtevermerk: picture alliance / Jan Haas
Fotograf: Jan Haas
Mediennummer:
81835419
Aufnahmedatum:
20160706
© dpa Picture-Alliance GmbH - Gutleutstr. 110, 60327 Frankfurt am Main, Tel.: int +49 69 2716 - 34770
In Thüringen ausgebildete Rio-Starter
Fotograf: Frank May
Lisa Klein
Verein: RSC Turbine Erfurt
Teilnahme: 1. Olympische Spiele
Start: Mannschaftsverfolgung
(Alternate Athlete)
Mediennummer:
81972042
Aufnahmedatum:
20160711
Gudrun Stock
Gudrun Stock bei der Einkleidung für Rio 2016 in der Emmich-Cambrai-Kaserne Hannover,
aufgenommen am 11.07.2016
Ringen
Rechtevermerk: picture alliance / Jan Haas
Fotograf: Jan Haas
Robert Hering
Verein: SC DHfK Leipzig
Teilnahme: 1. Olympische Spiele
Start: 4x 100 Meter
Mediennummer:
82173150
Aufnahmedatum:
20160720
Kersten Thiele
Kersten Thiele bei der Einkleidung für Rio 2016 in der Emmich-Cambrai-Kaserne Hannover,
aufgenommen am 05.07.2016. Foto: Frank May / picture alliance.
Rechtevermerk: picture alliance / Frank May
Fotograf: Jan Haas
Fotograf: Frank May
Mediennummer:
82068324
Aufnahmedatum:
20160715
Alexander John
Alexander John bei der Einkleidung für Rio 2016 in der Emmich-Cambrai-Kaserne Hannover,
aufgenommen am 15.07.2016
Rechtevermerk: picture alliance / Jan Haas
Mediennummer:
82173096
Aufnahmedatum:
20160720
Roy Schmidt
Roy Schmidt bei der Einkleidung für Rio 2016 in der Emmich-Cambrai-Kaserne Hannover,
aufgenommen am 20.07.2016
Mediennummer:
81835365
Aufnahmedatum:
20160706
Maria Selmaier
Verein: KSC Motor Jena
Teilnahme: 1. Olympische Spiele
Start: 75 Kilogramm Freistil
Mediennummer:
81780831
Aufnahmedatum:
20160704
Maria Selmaier
Maria Selmaier bei der Einkleidung für Rio 2016 in der Emmich-Cambrai-Kaserne Hannover,
aufgenommen am 04.07.2016. Foto: Frank May / picture alliance.
Rechtevermerk: picture alliance / Frank May
Rechtevermerk: picture alliance / Frank May
Fotograf: Frank May
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Julian Reus
Julian Reus bei der Einkleidung für Rio 2016 in der Emmich-Cambrai-Kaserne Hannover,
aufgenommen am 20.07.2016
Judo
Rechtevermerk: picture alliance / Jan Haas
Fotograf: Frank May
Fotograf: Jan Ha
Sven Maresch
Verein: SC Berlin
Teilnahme: 1. Olympische Spiele
Start: bis 81Kilogramm
Mediennummer:
81994454
Aufnahmedatum:
20160712
Sven Maresch
Sven Maresch bei der Einkleidung für Rio 2016 in der Emmich-Cambrai-Kaserne Hannover,
aufgenommen am 12.07.2016
Rechtevermerk: picture alliance / Jan Haas
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© dpa Picture-Alliance GmbH - Gutleutstr. 110, 60327 Frankfurt am Main, Tel.: int +49 69 2716 - 34770
Fotos: picture alliance (15),
LSB (5), RSB Thuringia Bulls
(1)
Kristina Vogel
Kristina Vogel bei der Einkleidung für Rio 2016 in der Emmich-Cambrai-Kaserne Hannover,
aufgenommen am 06.07.2016. Foto: Frank May / picture alliance.
Mediennummer:
82173000
Aufnahmedatum:
20160720
Fotograf: Jan Haas
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© dpa Picture-Alliance GmbH - Gutleutstr. 110, 60327 Frankfurt am Main, Tel.: int +49 69 2716 - 34770
Kristina Vogel
Verein: RSC Turbine Erfurt
Teilnahme: 2. Olympische Spiele
Bisherige Erfolge: 1x Gold
Starts: Teamsprint, Sprint, Keirin
Fotograf: Jan Haas
Julian Reus
Verein: TV Wattenscheid
Teilnahme: 2. Olympische Spiele
Starts: 100 Meter, 4x100 Meter
© dpa Picture-Alliance GmbH - Gutleutstr. 110, 60327 Frankfurt am Main, Tel.: int +49 69 2716 - 34770
Roy Schmidt
Verein: SC DHfK Leipzig
Teilnahme: 1. Olympische Spiele
Start: 4x 100 Meter
Rechtevermerk: picture alliance / Jan Haas
Fotograf: Jan Haas
Alexander John
Verein: SC DHfK Leipzig
Teilnahme: 2. Olympische Spiele
Start: 110 Meter Hürden
© dpa Picture-Alliance GmbH - Gutleutstr. 110, 60327 Frankfurt am Main, Tel.: int +49 69 2716 - 34770
© dpa Picture-Alliance GmbH - Gutleutstr. 110, 60327 Frankfurt am Main, Tel.: int +49 69 2716 - 34770
Kersten Thiele
Verein: 1. RSV 1886 Greiz
Teilnahme: 1. Olympische Spiele
Start: Mannschaftsverfolgung
Mediennummer:
81808613
Aufnahmedatum:
20160705
Robert Hering
Robert Hering bei der Einkleidung für Rio 2016 in der Emmich-Cambrai-Kaserne Hannover,
aufgenommen am 20.07.2016
Rechtevermerk: picture alliance / Jan Haas
© dpa Picture-Alliance GmbH - Gutleutstr. 110, 60327 Frankfurt am Main, Tel.: int +49 69 2716 - 34770
Gudrun Stock
Verein: RSC Turbine Erfurt
Teilnahme: 1. Olympische Spiele
Start: Mannschaftsverfolgung
Mediennummer:
81971850
Aufnahmedatum:
20160711
Lisa Klein
Lisa Klein bei der Einkleidung für Rio 2016 in der Emmich-Cambrai-Kaserne Hannover,
aufgenommen am 11.07.2016
Rechtevermerk: picture alliance / Jan Haas
© dpa Picture-Alliance GmbH - Gutleutstr. 110, 60327 Frankfurt am Main, Tel.: int +49 69 2716 - 34770
Tony Martin
Verein: RSC Turbine Erfurt
Teilnahme: 2. Olympische Spiele
Bisherige Erfolge: 1x Silber
Starts: Straße, Einzelzeitfahren
Titelthema | 23
Leichtathletik
Rene Enders
Rene Enders bei der Einkleidung für Rio 2016 in der Emmich-Cambrai-Kaserne Hannover,
aufgenommen am 06.07.2016. Foto: Frank May / picture alliance.
Rechtevermerk: picture alliance / Frank May
Ihr Draht zu den Olympia-Stars Kommunikationskanäle des DOSB für Rio 2016:
Die schnellsten News sind auf dem Twitter-Kanal @DOSB mit Hashtag #WirfuerD zu finden. Porträts aller Athleten der
Deutschen Olympiamannschaft gibt es auf der Webseite www.deutsche-olympiamannschaft.de und in der offiziellen App
(für Android und iOS). Beide Plattformen bündeln zudem die Kommunikation der Athleten und Verbände in den sozialen
Netzwerken. Begleitet wird die Olympiamannschaft auf Facebook unter www.facebook.com/olympiamannschaft.
www.deutsche-olympiamannschaft.de
Fotograf: Jan Haa
24 | Titelthema
Ausgabe 04-2016 | Thüringen-Sport
Thüringen-Sport | Ausgabe 04-2016
Titelthema | 25
Voraussichliche Thüringer Paralympics-Starter in Rio
Paralympische Wettkämpfe in elf Klassen
Bogenschießen
Um Chancengleichheit und Spannung zu gewährleisten, sind die Athleten bei den Paralympics nach
elf Behinderungsarten unterteilt. Diese werden nach Wettkampfklassen weiter differenziert - je nach
Ausmaß der Beeinträchtigung in der jeweiligen Sportart. Die elf Hauptklassen im Überblick:
Mario Oehme
Verein: INTEGRA Gera
Teilnahme: 4. Paralympics-Teilnahme
Bisherige Erfolge: 2x Gold
Rollstuhlbasketball
André Bienek
Verein: RSB Thuringia Bulls Elxleben
Teilnahme: 3. Paralympics-Teilnahme
Bisherige Erfolge: 5. Platz, 6. Platz
Aliaksandr Halouski
Verein: RSB Thuringia Bulls Elxleben
Teilnahme: 1. Paralympics-Teilnahme
Leichtathletik
Art der Behinderung
Merkmale
Beeinträchtigung der
Muskelleistung
Reduzierte Kraft in einem Muskel oder ganzen Muskelgruppen. Die Klasseneinteilung erfolgt nach dem Wirbelsegment,
unterhalb dessen die Lähmung besteht.
Beeinträchtigung der
passiven Beweglichkeit
Die Bewegungsmöglichkeiten eines oder mehrerer Gelenke sind systematisch eingeschränkt.
Fehlen von Gliedmaßen
Komplettes oder teilweises Fehlen von Knochen oder Gelenken.
Beeinträchtigung durch
unterschiedliche Beinlänge
Verkürzung des Knochens in einem Bein.
Kleinwuchs
Die Körpergröße ist durch Anomalien der Knochen in den oberen und unteren Extremitäten oder des Rumpfes reduziert.
Sehbehinderte
Die Sehfähigkeit ist durch eine Funktionsstörung des Auges, des Sehnervs, der Augenstruktur oder des visuellen Cortex im
Gehirn beeinträchtigt. Unterschieden wird zwischen "vollblind", "wenig Sehrest" und "sehbehindert" - auf dem besseren Auge.
Intellektuelle Beeinträchtigung
Signifikant limitierte intellektuelle Fähigkeiten und Defizite im konzeptionellen, sozialen und praktischen Anpassungsvermögen.
Zerebralparetiker
Die frühere Klasse der Zerebralparetiker wurde unterteilt in Auslösung durch Zerebralparese, Gehirnverletzungen oder
Multiple Sklerose. Unterschieden wird jeweils zwischen stehenden und sitzenden Athleten.
Muskelhypotonie
Beeinträchtigung durch erhöhte Spannung der Muskulatur und reduzierte Fähigkeit, einen Muskel zu strecken.
Ataxie
Verschiedene neurologisch bedingte Störungen der muskulären Bewegungskoordination.
Athetose
Unkontrollierte Muskelbewegungen und Schwierigkeiten bei der Aufrechterhaltung einer symmetrischen Körperhaltung.
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Zusammen neue Wege finden
Zusammen neue Wege finden
Isabelle Foerder
Verein: HSC Erfurt
Teilnahme: 6. Paralympics-Teilnahme
Bisherige Erfolge: 2x Silber
Maria Seifert
Verein: HSC Erfurt
Teilnahme: 3. Paralympics-Teilnahme
Bisherige Erfolge: 3x Bronze
Hinweis: Die endgültige Nominierung durch den Deutschen Behindertensportverband (DBS) fand nach Redaktionsschluss statt.
Marion Peters
Trainerin
Druckhaus Gera GmbH
Jacob-A.-Morand-Straße 16
Druckhaus Gera GmbH
07552 Gera
Jacob-A.-Morand-Straße 16
Telefon: 03 65/7 37 52-0
07552 Gera
Telefax: 03 65/7 10 65 20
Telefon: 03 65/7 37 52-0
Telefax: 03 65/7 10 65 20
Internet: www.druckhaus-gera.de
Internet: www.druckhaus-gera.de
Geschäftsstelle Erfurt/Weimar
Friedrich-List-Straße 36
Geschäftsstelle Erfurt/Weimar
99096 Erfurt
Friedrich-List-Straße 36
Telefon: 03 61/5 98 32-0
99096 Erfurt
Telefax: 03 61/5 98 32 17
Telefon: 03 61/5 98 32-0
Telefax: 03 61/5 98 32 17
Ausgabe 04-2016 | Thüringen-Sport
Thüringen-Sport | Ausgabe 04-2016
Zeitplan der Wettkämpfe mit möglicher Thüringer Beteiligung
Samstag, 6. August
Samstag, 13. August
Donnerstag, 18. August
14.30 Uhr
14.30 Uhr
100-Meter-Sprint Männer Qualifikation (mit Julian Reus)
1.30 Uhr
15.00 Uhr
Bahnrad-Keirin Frauen Vorlauf
(mit Kristina Vogel)
Speerwerfen Männer, Qualifikation Gruppe A (mit Thomas
Röhler)
2.55 Uhr
16.17 Uhr
Bahnrad-Mannschaftsverfolgung Frauen 1. Runde (mit
Gudrun Stock)
Speerwerfen Männer, Qualifikation Gruppe B (mit Thomas
Röhler)
15.08 Uhr
Ringen Freistil Schwergewicht
Frauen, Qualifikation (mit Maria
Selmaier)
15.56 Uhr
Ringen Freistil Schwergewicht
Frauen, Achtelfinale (mit Maria
Selmaier)
16.32 Uhr
Ringen Freistil Schwergewicht
Frauen, Viertelfinale (mit Maria
Selmaier)
16.40 Uhr
4x100-Meter Sprint Männer,
Vorlauf (mit Julian Reus, Robert Hering, Roy Schmidt)
17.44 Uhr
Ringen Freistil Schwergewicht
Frauen, Halbfinale (mit Maria
Selmaier)
21.30 Uhr
Ringen Freistil Schwergewicht
Frauen, 1. Hoffnungsrunde (mit
Maria Selmaier)
21.53 Uhr
Ringen Freistil Schwergewicht
Frauen, 2. Hoffnungsrunde (mit
Maria Selmaier)
23.20 Uhr
Ringen Freistil Schwergewicht
Frauen, Kampf um Platz 3 (mit
Maria Selmaier)
23.36 Uhr
Ringen Freistil Schwergewicht
Frauen, Finale (mit Maria
Selmaier)
Straßenrennen Männer
(mit Tony Martin)
Dienstag, 9. August
15.54 Uhr
Judo Halbmittelgewicht
Männer, 1. Runde (mit Sven
Maresch)
17.38 Uhr
Judo Halbmittelgewicht
Männer, Viertelfinale (mit Sven
Maresch)
21.02 Uhr
21.20 Uhr
22.10 Uhr
22.35 Uhr
17.00 Uhr
100-Meter-Sprint Männer
Vorlauf (mit Julian Reus)
21.22 Uhr
Judo Halbmittelgewicht Männer, Hoffnungsrunde (mit Sven
Maresch)
Bahnrad-Keirin Frauen Halbfinale (mit Kristina Vogel)
21.53 Uhr
Judo Halbmittelgewicht
Männer, Halbfinale (mit Sven
Maresch)
Bahnrad-Mannschaftsverfolgung Frauen Finale, Rennen
um Platz 3 (mit Gudrun Stock)
22.27 Uhr
Judo Halbmittelgewicht
Männer, Kampf um Platz 3 (mit
Sven Maresch)
Bahnrad-Keirin Frauen Finale,
Finale B (mit Kristina Vogel)
Sonntag, 14. August
Judo Halbmittelgewicht Männer, Finale (mit Sven Maresch)
Mittwoch, 10. August
15.00 Uhr
Zeitfahren Männer (mit Tony
Martin)
Donnerstag, 11. August
21.00 Uhr
Bahnrad-Teamsprint Männer
Qualifikation (mit René Enders)
21.19 Uhr
Bahnrad-Mannschaftsverfolgung Frauen Qualifikation (mit
Gudrun Stock)
22.10 Uhr
21.00 Uhr
Bahnrad-Sprint Frauen Qualifikation (mit Kristina Vogel)
22.12 Uhr
Bahnrad-Sprint Frauen Zwischenrunde (mit Kristina Vogel)
Montag, 15. August
15.00 Uhr
Bahnrad-Sprint Frauen Achtelfinale (mit Kristina Vogel)
Dienstag, 16. August
1.40 Uhr
110 Meter Hürden Männer,
Vorlauf (mit Alexander John)
Bahnrad-Teamsprint Männer 1.
Runde (mit René Enders)
15.00 Uhr
Bahnrad-Sprint Frauen Viertelfinale (mit Kristina Vogel)
22.23 Uhr
Bahnrad-Mannschaftsverfolgung Männer Qualifikation (mit
Kersten Thiele)
21.00 Uhr
Bahnrad-Sprint Frauen Halbfinale (mit Kristina Vogel)
23.21 Uhr
Bahnrad-Teamsprint Männer
Finale, Rennen um Platz 3 (mit
René Enders)
22.44 Uhr
Bahnrad-Sprint Frauen Finale,
Rennen um Platz 3 (mit Kristina Vogel)
Freitag, 12. August
21.00 Uhr
Bahnrad-Teamsprint Frauen
Qualifikation (mit Kristina Vogel)
21.52 Uhr
Bahnrad-Mannschaftsverfolgung Männer 1. Runde (mit
Kersten Thiele)
22.17 Uhr
Bahnrad-Teamsprint Frauen
1. Runde (mit Kristina Vogel)
23.00 Uhr
Bahnrad-Teamsprint Frauen
Finale, Rennen um Platz 3 (mit
Kristina Vogel)
23.20 Uhr
Bahnrad-Mannschaftsverfolgung Männer Finale, Rennen
um Platz 3 (mit Kersten Thiele)
22.35 Uhr
Judo Halbmittelgewicht Männer, Finale (mit Sven Maresch)
Samstag, 20. August
3.35 Uhr
4x100-Meter Sprint Männer,
Finale (mit Julian Reus, Robert
Hering, Roy Schmidt)
Das Ziel bestimmt den Rio-Rhythmus. Sportdeutschland
drückt allen Athletinnen und Athleten die Daumen!
Sonntag, 21. August
1.55 Uhr
Speerwerfen Männer, Finale
(mit Thomas Röhler)
Mittwoch, 17. August
1.40 Uhr
110 Meter Hürden Männer,
Halbfinale (mit Alexander John)
3.45 Uhr
110 Meter Hürden Männer,
Finale (mit Alexander John)
Alle Angaben in MESZ.
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Titelthema | 27
© picture alliance
26 | Titelthema
28 | Sportplatz
Ausgabe 04-2016 | Thüringen-Sport
Leichtathletik liegt in der Familie
Zehn Fragen an Sprinterin Eleni Frommann
Geboren: Sportart: Verein: Tätigkeit: Erfolge: Ziel: 27. April 1997
Leichtathletik, Sprint
LC Jena
Sportlerin
Zweimalige Deutsche Meisterin 200 Meter, 3. Platz mit der JuniorenWeltmeisterschaft mit der 4x400-m-Staffel 2014 in Eugene/USA,
Länderkampfsieger 2015 in Lyon, 3. Platz U20-Weltmeisterschaft mit der 4x100-m-Staffel in Bydgosz
Teilnahme an den Olympischen Spielen
Foto:
imago
Was ist für Dich das
Besondere an Deiner
Sportart?
Der Moment nach
dem Lauf, wenn
man auf die
Zeit guckt und
einfach hofft,
dass sich all
die Arbeit der
letzten Wochen
und Monate
ausgezahlt
hat. Genauso
der Moment,
wenn man in
den Startblock
geht und weiß,
dass die nächsten
Sekunden alles
entscheiden.
Wie und wann
bist Du zum
Sport gekommen?
Ich mache Leichtathletik eigentlich
seitdem ich denken kann. Ich habe
damit schon in der Grundschule angefangen, nachdem
ich aus der Fußball-AG ausgetreten bin, weil ich einen Ball
ins Gesicht bekommen habe. Ich bin über die Grundschule
ans Sportgymnasium gekommen und mache es seither
'professionell'. Außerdem liegt das bei mir in der Familie:
meine Mutter, Oma, Opa, Tante und Cousine haben Leichtathletik betrieben oder machen es zum Teil noch.
Was ist Deine typischste Charaktereigenschaft?
Dass ich ziemlich emotional bin (in jeder Hinsicht), also
ich lache sehr viel, mir kommen aber auch schnell mal die
Tränen.
Was sind Deine größten Stärken und Schwächen?
Meine größte Stärke ist, dass ich immer Spaß an den Dingen habe, die ich mache und das alles nicht zu verbissen
sehe. Klar, mit einem gewissen Ehrgeiz, aber viel mehr
mit Spaß und Leichtigkeit. Größte Schwäche ist, dass ich
nie wirklich oder lange böse sein kann und meine Freunde
manchmal ganz gut wissen, wie sie das ausnutzen können.
Worauf könntest Du niemals verzichten?
Auf meine Freunde und meine Familie, die stehen bei mir
wirklich über allem.
Was nervt Dich?
Dass ich kein Langschläfer bin. Selbst wenn es abends mal
später wird, bin ich gegen acht Uhr hellwach.
Worüber freust Du Dich besonders?
Wenn etwas unerreichbar erscheint, ich es aber trotzdem
schaffe.
Thüringen-Sport | Ausgabe 04-2016
Sportplatz | 29
SPORT.AKTIV - Thüringens größtes Sportevent
Drei Tage Sport-und Outdoormesse in Erfurt
Seit zehn Jahren lockt die sport.aktiv Ende Oktober Freizeitsportler, Familien und Bewegungsfans auf die Erfurter
Messe, dieses Jahr sogar zum ersten Mal an drei Veranstaltungstagen. Die Kombination aus professioneller Beratung
und Aktionsflächen zum Selbsttesten, machen die Messetage zu einem unvergesslichen Erlebnis. Ca. 80 Aussteller
und Partner, darunter auch der Landessportbund Thüringen,
gestalten viele Aktionsflächen und Programmpunkte mit.
Kompetente Händler und Vereine zeigen neueste Trends.
Die gesamte Veranstaltung animiert zur Bewegung und zum
Testen oder einfach zum sportlich aktiv werden.
Zu den jeweiligen Themenwelten gibt es verschiedene Aktionen, wie beispielsweise im Bereich Fahrrad eine Minidrome
Radrennbahn. Hier kann man selbst aktiv werden oder bei
den verschiedenen Show-Wettkämpfen mitfiebern. Neu im
Fahrradbereich ist auch das Thema Outdoornavigation mit
Vorträgen und unabhängiger Beratung des Magazins Navisio.
Der Bereich Trendsport präsentiert sich mit einem Pump-
Track und den dort stattfindenden Deutschen Meisterschaften von Hudora. Neues Erlernen kann man hier außerdem bei
den Einrad- und Parkour-Workshops. Echten Schnee gibt es
wieder im Wintersportbereich. Es besteht die Möglichkeit,
sich im Skilanglauf und Snowboarden zu versuchen. Tauchen,
Quad fahren, Slacklinen, Klettern und vieles mehr kann man
im Outdoorbereich erleben.
Ein buntes Programm gibt es auch für die ganz Kleinen,
wobei unbestritten das Highlight das mehrmals täglich
stattfindende Maskottchen-Zumba mit dem Landessportbund Maskottchen „Muskelkater“ ist.
Ebenfalls ist mit dem gleichen Ticket ein Besuch der parallel
stattfindenden Messe „Reisen & Caravan“ möglich.
Die Messe Erfurt verlost für die sport.aktiv vom 29. bis 31.
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30 | Sportplatz
Ausgabe 04-2016 | Thüringen-Sport
Mit neuem Landestrainer auf dem
richtigen Weg
Frank Schulz schmiss
sein Jura-Referendariat,
um Thüringer Tischtennis-Talente zu
trainieren
Mit Landestrainer Frank Schulz erlebt das
Thüringer Tischtennis wieder einen Aufschwung.
Thüringen-Sport | Ausgabe 04-2016
sich Schulz entwickeln und erlangte
die Trainer-A-Lizenz. Nun wurde er
auch in verschiedenen Funktionen im
Westdeutschen Tischtennis-Verband
tätig. „Diese Etappe bedeutete nicht
nur einen großen Lerneffekt im sportlichen Bereich, sie beeinflusste entscheidend mein persönliches Leben“,
erinnert er sich. Der angehende Jurist
kippte seine Lebensplanung nach
dem ersten Staatsexamen, schmiss
das Referendariat und wollte fortan
professionell im Tischtennis arbeiten.
Neben der Vereinstätigkeit betreute er
dort Kader des WTTV bei deutschlandweiten Turnieren und am Düsseldorfer
Tischtennis-Internat des DTTB. Dann
kam das Angebot aus Thüringen…
Schulz verfolgt seitdem beharrlich
das Ziel, die besten TischtennisTalente des Freistaates in Erfurt zu
konzentrieren. In Thüringen besteht
Sportplatz | 31
nur am Erfurter Sportgymnasium die
einmalige Möglichkeit, einerseits zwei
Mal täglich zu trainieren und andererseits einen hochqualitativen Schulabschluss mit dem Abitur ablegen zu
können. Die Arbeit trägt bereits erste
Früchte. In seinem Konzept spielen
auch die „Bezirks-Stützpunkte“ in
Zeulenroda, Jena, Schwarza und
Mühlhausen eine tragende Rolle.
Zudem legt der Landestrainer größten
Wert auf den weiteren Ausbau der
Talentsichtung durch die „Präsenz an
der Basis“ mit Talentfördergruppen
wie beim TSV Breitenworbis, TTV Hildburghausen, USV Jena oder OTG Gera.
Problematisch stellt sich im Moment
die Talentsichtung in Erfurt dar, aber
das will der engagierte Trainer mit
dem neuen Kooperationsverein TTZ
Sponeta Erfurt auflösen und ist guter
Dinge:
>>> Der Aufbau eines jungen
Trainerteams ist neben der Sportarbeit mit dem Nachwuchs eines
meiner größten Ziele im Rahmen
der Verbandsarbeit.<<<
Mit der Nordhäuserin Katharina
Bondarenko-Getz hat der TTTV wieder
eine Bundeskaderathletin und die
Bronzemedaille des Doppels Leander
Neudeck (Zeulenroda)/ Nico Müller
(Schwarza) sowie die DTTB-Top12-Platzierung von Andreas Wenzel
(Mühlhausen) lassen aufhorchen. Aus
der befristeten 75-Prozent-Stelle ist
seit dem 1. Januar 2016 eine unbefristete, volle Stelle geworden. Der
Thüringer Tischtennis-Verband und
sein zukünftiger Diplom-Trainer befinden sich auf dem richtigen Weg.
Thomas Recknagel
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Es war eine schwierige Phase, in
der sich der Thüringer TischtennisVerband (TTTV) 2013 befand. Die Entwicklung und nachhaltigen Erfolge im
Nachwuchsleistungssport blieben aus,
die besten Thüringer Nachwuchstalente wollten nicht mehr am Zentralen
Landesleistungsstützpunkt in Erfurt
unter dem ehemaligen Landestrainer
trainieren, weshalb die Sportförderung seitens des Landessportbundes
gestrichen wurde. Der Verbleib der
Sportart auf dem Sportgymnasium
Erfurt wurde in Frage gestellt und der
langjährige Landestrainer musste
gehen. Der Verband, mit seinem Präsidenten Uwe Schlütter an der Spitze,
wollte (und musste) einen Neuanfang wagen. Der Verband begab sich
deutschlandweit auf die Suche, denn
die Betreuung der (noch) vorhandenen Athleten am Sportgymnasium
sollte weiter abgesichert und zukünftig wieder erfolgreicher werden.
Mit dem Schuljahresbeginn im August
2014 wurde schließlich Frank Schulz
Tischtennis-Landestrainer in Thüringen. Der Rheinländer war damals als
Honorartrainer im Westdeutschen
Tischtennis-Verband (WTTV) sowie
am Tischtennis-Internat des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) in
Düsseldorf tätig. Das Angebot, eine
75-Prozent-Stelle befristet für ein
Jahr als Verbandstrainer antreten
zu können, war wohl weniger die
Motivation des jungen Mannes, sehr
wohl aber die Bedingungen, die er in
Erfurt vorfand: Sportgymnasium mit
angeschlossenem Internat in unmittelbarer Nähe zu den Trainingsstätten
(Tischtennishalle, Kraftraum) sowie
die optimale Verbindung zu anderen
Sportstätten und Einrichtungen wie
dem Olympiastützpunkt überzeugten
den gebürtigen Kaarster (Stadt bei
Düsseldorf).
Optimale Bedingungen vorgefunden
"Hier ist es optimal, die Bedingungen
sind fantastisch! Ich musste nicht allzu lange überlegen und war mir sicher,
dass ich hier etwas bewegen kann“,
ist der 32-Jährige immer noch hellauf
begeistert.
Begonnen hatte seine Laufbahn einst
als 16-Jähriger bei der SG Kaarst.
Schulz engagierte sich stark im
Nachwuchs sowie als Betreuer der
Spitzenmannschaft des Vereins, wo
mit Alexander Wiertz - ein ehemaliger
Regionalligaspieler - sein erster Mentor spielte. In den folgenden Jahren
erlangte Schulz die Trainer-B-Lizenz.
Nach einem kurzen Intermezzo bei der
heimischen SG Kaarst wechselte er
2003 zur TG Neuss, die mit gestandenen, zweitligaerfahrenen Spielern in
der Oberliga an den Start ging. „Hier
konnte ich als Trainer weitere Erfahrungen sammeln.“
Beim ambitionierten SV DJK Holzbüttgen, der mit seiner Damenmannschaft
in der 2. Bundesliga und mit den
Herren in der Regionalliga startete,
konnte der Jura-Student ins „professionelle“ Tischtennis starten. An
der Seite von Stefan Vollmert konnte
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32 | Sportplatz
Ausgabe 04-2016 | Thüringen-Sport
Untereinander und Miteinander im Vordergrund
Beim Box-Club Mühlhausen werden immer wieder neue Migranten integriert
Um Flüchtlingen die Möglichkeit zu bieten, Sport im Verein zu treiben, hat der Deutsche Olympische
Sportbund (DOSB) Ende 2015 gemeinsam mit 13 Landessportbünden das Projekt "Willkommen im
Sport" gestartet. Darüber hinaus unterstützt das von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration geförderte Projekt die vielen Ehrenamtlichen in den Sportvereinen, die
sich für Flüchtlinge engagieren. „Thüringen-Sport“ stellt die Vereine vor, die sich im Projekt engagieren.
gie und immer neuen Ideen erfrischt.
Dazu gehört aber auch der 14-jährige
Vladimir Vasilenko aus Russland, der
nicht nur selbst talentierter Boxer
ist, sondern in seinen jungen Jahren
auch den Deutsch- und Geschichtsunterricht nach dem Training für die
anderen Kinder übernimmt.
Beim Box-Club Mühlhausen steht das Untereinander und Miteinander im Vordergrund. Fotos: Verein
„Nur wer aufgibt, hat verloren“, steht
an der Zufahrt zur Halle des BoxClubs Mühlhausen geschrieben. Es
ist eine kleine Halle, doch die rund 50
Vereinsmitglieder sind stolz darauf.
Sie haben die Halle in den vergangenen Jahren selbst modernisiert, „Wir
machen Stück für Stück“, sagt Trainer
Uwe Bellstedt. „Stück für Stück“ – das
könnte auch das Motto für die Integrationsarbeit des recht kleinen Vereins
sein.
Nach und nach hat der BC Mühlhausen
in den zurückliegenden Monaten und
Jahren Menschen mit Migrationshintergrund im Verein integriert. „Mittlerweile stammen 70 Prozent unserer
Vereinsmitglieder aus dem Ausland. Einige sind mit der Flüchtlingsbewegung
mitgekommen. Wir haben auch einige
Kinder hier, die ohne Elternteile nach
Deutschland gekommen sind“, verrät
Bellstedt. Erfahrungen habe er bisher
nur Positive gemacht. „Eine Chance
kriegt jeder hier. Nicht jeder wird am
Ende ein Boxer. Aber wir machen auch
viel Breitensport und pflegen dabei
Kooperationen mit anderen Sportvereinen. Mit Post Mühlhausen arbeiten
wir beispielsweise intensiv zusammen,
gehen dort mit unseren Kindern zum
Schnuppertraining hin, tauschen uns
beim Probetraining aus und ergänzen
uns bei Veranstaltungen“, erklärt
Bellstedt, dessen Verein seit einem
dreiviertel Jahr auch eine neue Gruppe
für 15 bis 20 Kinder im BreitensportBereich gegründet hat.
Das Projekt Jugendarbeit betreut
Marcel Schröter. Unter den Kindern ist
auch ein Mädchen aus Tschetschenien,
die seit einem halben Jahr das Training
mit den Jungs mitmachen darf. „Das
hat viel Überzeugungsarbeit bei den
Eltern gekostet. Aber am Ende haben
wir es geschafft“, freut sich Bellstedt,
der inzwischen viel Unterstützung
erfährt. „Ich bin schon ewig im Sport
tätig. Aber seit einem Jahr habe ich
ein Team, worauf ich mich verlassen
kann“, lobt der 58-Jährige. Dazu zählt
er neben Marcel Schröter auch die Integrationsbeauftragte des Vereins, Verena Stolze, die den Club mit viel Ener-
Auch mit den anderen Box-Vereinen
aus Bad Langensalza, Leinefelde, Eisenach, Nordhausen und Gotha klappt
das Zusammenspiel. Ein bis zwei Mal
im Quartal treffen sich die Clubs zum
gemeinsamen Training von Sportlern,
die noch nicht im Wettkampfbetrieb
stehen. „Das Untereinander und
Miteinander sollen die Kinder so kennenlernen“, erklärt Bellstedt. In seinem
Verein trainieren inzwischen Russen,
Weißrussen, Rumänen, Tschetschenen und Afghanen zusammen. „Es
ist schwierig, die immer zusammenzukriegen. Aber wir schaffen das“, so
Bellstedt, der dabei auch die Eltern mit
ins Boot holt. „Wir machen Elternabende und Einzelgespräche. In den
Wintermonaten bringen die Trainer die
Kinder im Dunkeln nach Hause oder die
Kids müssen von ihren Eltern abgeholt
werden. So kommen wir mit ihnen ins
Gespräch und sie liefern ihre Kinder
nicht nur ab“, erklärt er.
Über mangelnden Zulauf kann sich
der Box-Club Mühlhausen trotz der
geschlossenen Erstaufnahmeeinrichtung in Mühlhausen übrigens nicht
beschweren. „Wir haben einen stabilen
Zulauf. Das wird auch noch weiter
wachsen“, sagt er. Stück für Stück.
Thüringen-Sport | Ausgabe 04-2016
Sportplatz | 33
Thüringen als Sportland repräsentiert
Suhl war Austragungsort für den 52. Ordentlichen Verbandstag
des Deutschen Badminton-Verbandes
LSB-Vizepräsidentin Marion Seeber überreichte
dem scheidenden DBV-Präsidenten Karl-Heinz
Kerst anlässlich seines Geburtstages ein
Präsent des Landessportbundes Thüringen.
Foto: Wenke Thron
Zum dritten Mal in den letzten zehn Jahren fand der Verbandstag des Deutschen
Badminton-Verbandes (DBV) in Thüringen statt. Nach Gera (2006, 2011) war Suhl
dieses Mal Austragungsort. Der Thüringer Badminton-Verband organisierte dabei
unter Führung seines Präsidenten Volkmar Burgold ein vielfältiges Programm
für die Anreisenden aus ganz Deutschland. Traditionell stand am Vorabend des
Verbandstags ein Empfang für die Delegierten und Gäste auf dem Programm.
Anwesend war auch die Vizepräsidentin Bildung/Ehrenamt des LSB Thüringen, Marion Seeber, die dem scheidenden DBV-Präsidenten Karl-Heinz Kerst ein Präsent
überbrachte. Kerst kandidierte nach zehn Jahren im Amt nicht wieder. Als sein
Nachfolger wurde der Berliner Thomas Born gewählt. Für die Delegierten veranstaltete der Thüringer Badminton-Verband nach dem Verbandstag einen Thüringer
Abend mit einem filmischen Rundgang durch den Freistaat. Am Sonntag konnten
die Interessenten das Wintersportzentrum Oberhof besuchen, wo mithilfe des
Thüringer Skiverbandes die Sportstätten in Szene gesetzt wurden. Die Teilnehmer
zeigten sich von Oberhof begeistert. „Hauptanliegen unserer Organisation war es,
Thüringen als Sportland zu repräsentieren, aber auch zu zeigen, wie man wichtige
Tagungen mit interessanten Informationen zur Region verbinden kann“, erklärte
Burgold, dessen Idee eindrucksvoll funktioniert hat.
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Ausgabe 04-2016 | Thüringen-Sport
92 Anträge in der Dauer eines Fußballspiels behandelt
Großer Vertrauensbeweis beim 8. Ordentlichen Verbandstag des
Thüringer Fußball-Verbandes
Thüringen-Sport | Ausgabe 04-2016
Stadtsporttag des Suhler Sportbundes mit
reichlich Gesprächsstoff
Kostenfreie Nutzung der Sportstätten wurde viel diskutiert
Der Vorstand des
Thüringer FußballVerbandes im
Überblick:
Der Vorstand des Thüringer Fußball-Verbandes. Foto: TFV
Offensichtlich hatte die Arbeit des
erweiterten Präsidiums in den letzten
vier Jahren die 94 Delegierten, die
am 18. Juni zum 8. Ordentlichen
Verbandstag des Thüringer FußballVerbandes (TFV) in der Landessportschule Bad Blankenburg erschienen
waren, überzeugt. Denn bei der Wahl
des Gremiums durfte sich nicht nur
Präsident Dr. Wolfhardt Tomaschewski über ein einstimmiges Votum
freuen. Auch alle seine Mitstreiter aus
der Legislaturperiode 2012 bis 2016
erhielten diesen großen Vertrauensbeweis beziehungsweise nur wenige
Enthaltungen.
Die drei neuen Gesichter im erweiterten Präsidium spürten bei der Abstimmung den uneingeschränkten
Rückhalt der Anwesenden. Anja Kirchner (Vorsitzende des Frauen- und
Mädchenausschusses), Sven Wenzel
(Vorsitzender Spielausschuss) und
Mike Noack (Vorsitzender Qualifizierungsausschuss) lösen in diesen
ehrenamtlichen Spitzenämtern Bärbel
Friedel, Gerhard Frankenstein und
Wolfgang Bartusch, die allesamt nicht
wieder kandidierten, ab. Aufgrund
ihrer Funktion gehören Geschäftsführer Heinz-Joachim Jungnickel und
der ernannte Ehrenpräsident Rainer
Milkoreit dem erweiterten Präsidium an. Der Vorstand des Thüringer
Fußball-Verbandes setzt sich aus dem
Präsidium, dem erweiterten Präsidium
sowie den neun Vorsitzenden der
Kreis-Fußballausschüsse zusammen.
Der wiedergewählte TFV-Präsident Dr.
Tomaschewski hatte den Verbandstag eröffnet. Zunächst hörten die
Delegierten und Gäste die Grußworte,
unter anderem von LSB-Präsident
Peter Gösel und Bad Blankenburgs
Bürgermeister Frank Persike. In seinen Bericht an das Auditorium ging
Tomaschewski noch einmal auf einige
Schwerpunkte der zu Ende gehenden
Wahlperiode ein. Im Anschluss erläuterte Schatzmeister Harry Wiesner die
Ein- und Ausgabenrechnung und den
Plan für den Zeitraum Juli bis Dezember 2016, der von den Anwesenden
genehmigt wurde. Die Kassenprüfer bestätigten dem Verband eine
ordnungsgemäße Haushaltsführung.
Präsident: Dr. Wolfhardt Tomaschewski
1. Vizepräsident: Peter Brenn
2. Vizepräsident: Udo Penßler-Beyer
Schatzmeister: Harry Wiesner
Vorsitzender Jugendausschuss: Peter Ott
Vorsitzender Schiedsrichterausschuss:
Burkhard Pleßke
Vorsitzender Breitensportausschuss: KarlHeinz Schütz
Vorsitzender Öffentlichkeitsausschuss:
Hartmut Gerlach
Vorsitzender Sportgericht: Bernd Kruse
Vorsitzender Verbandsgericht: Jens Krauße
KFA-Vorsitzende: Dittmar Börner, Ralf Hanemann, Hans Hörnlein, Klaus Hübschmann,
Jochen Scheerbaum, Jens Schenk, Ortwin
Schmeling, Jürgen Schweser, Dr. Olaf Wünsch
www.tfv-erfurt.de
Das war auch die Grundlage für die
Entlastung des Vorstandes.
Durch die straffen Führung des Versammlungsleiters Udo Penßler-Beyer
und die konstruktive und disziplinierte
Mitarbeit der Delegierten konnten die
92 (!) Beschlussvorlagen – darunter
25 zur Änderung der TFV-Satzung
- und die beiden Dringlichkeitsanträge in der Dauer eines Fußballspiels
behandelt werden. Dabei wurde
unter anderem über Änderungen der
Spielordnung sowie der Rechts- und
Verfahrensordnung abgestimmt.
Mit seinen Schlussbemerkungen beendete der TFV-Präsident nach knapp
viereinhalb Stunden den Verbandstag.
Im Anschluss traf sich der neu gewählte Vorstand zur ersten Sitzung.
Sportplatz | 35
Das neu gewählte Präsidium des Suhler
Sportbundes mit Hendrik Hausdörfer, Ernst
August Feil, Inge Stoy, Gerhard Neukirchner,
Pierre Döring und Achim Arnold (von links). Es
fehlt Gerhard Wendicke. Foto: SSB Suhl
„Wir halten die Auferlegung von
Betriebskosten nicht für gesetzeskonform. Das belastet und schwächt
die Vereine, die ja bereits zur Erhaltung der Sportstätten beitragen“,
betonte SSB-Präsident Gerhard
Neukirchner und bezog damit klar
Stellung zum städtischen Vorhaben,
die Vereine an den Betriebskosten
der Städtischen Sportanlagen zu
beteiligen. Unterstützung erhielt
er von der Vizepräsidentin Bildung/
Ehrenamt des Landessportbundes,
Marion Seeber, und vom LandtagsFraktionsgeschäftsführer der SPD,
Uwe Schlütter. Beide blickten mit
Sorge auf dieses Unterfangen und
ließen zugleich durchblicken, dass die
beabsichtigte Novellierung des Sportfördergesetzes dem Spuk ein Ende
setzen könnte. Unabhängig dessen
verwies Marion Seeber darauf, dass
auch Vereine der gesellschaftlichen
Entwicklung begegnen müssen. Neben
der Gewinnung und Bindung von Ehrenamtlichen darf die Diskussion über
angemessene Mitgliedsbeiträge nicht
gescheut werden.
Das brisante Thema der Kostenbeteiligung drängte die anderen Tagesordnungspunkte des Stadtsporttages ein
wenig in den Hintergrund. Dabei gab
es wichtige Fakten zu verkünden.
So konnte in 2016 die Stelle des Vereinsberaters auf 40 Stunden aufge-
Neuer Vereinsberater im KSB Sömmerda
stockt werden. Dadurch ist nun wieder
genügend Zeit vorhanden, um den anfallenden Arbeiten gerecht zu werden
und den Vereinen als Ansprechpartner
zur Verfügung zu stehen. Schatzmeister Ernst August Feil wusste zu
berichten, dass sich das wirtschaftliche Vereinsergebnis des Suhler Sportbundes im Geschäftsjahr 2015 wieder
ins Positive gedreht hat. Sein besonderer Dank galt hier seinem Vorgänger
Bernd Freytag, der maßgeblichen
Anteil an dieser Entwicklung besaß.
Nach der Entlastung des Präsidiums
stellte der Sportbund mit Verabschiedung des Arbeitsprogrammes 2016
bis 2018 die inhaltlichen Weichen
seines künftigen Wirkens.
Indes verlief die Neuwahl des SSBPräsidiums ohne Überraschungen
(siehe Info-Kasten). Die Position für
Öffentlichkeitsarbeit bleibt vorerst unbesetzt. Ebenfalls später hinzu kommt
die beziehungsweise der Vorsitzende
der Sportjugend.
Der Vorstand des
SSB Suhl im Überblick:
Zum 1 Juli gibt es einen Wechsel in der Vereinsberatung. Hubert Steinmetz löst den in den Ruhestand
gehenden Reinhard Lahnor ab, der seit 1990 als
Vereinsberater im Kreissportbund Sömmerda tätig
war und in dieser Funktion zu den dienstältesten
Vereinsberaten im Landessportbund Thüringen zählt.
Hubert Steinmetz studierte von 1980 bis 1984 an
der DHfK in Leipzig Sportwissenschaften mit Abschluss Diplomsportlehrer. Seit 1990 war er im Thüringer Fußball-Verband als Landestrainer
beschäftigt. Der in Greußen wohnhafte Thüringer kennt sich im Landkreis
Sömmerda bestens aus. Von 1983 bis 1990 begann er seine berufliche
Laufbahn im Sport in Sömmerda als Kreissportlehrer.
Präsident: Gerhard Neukirchner
Vizepräsident Recht/Finanzen: Hendrik
Hausdörfer
Vizepräsident Sport/Verwaltung: Pierre
Döring
Schatzmeister: Ernst August Feil
Lehrwart: Gerhard Wendicke
Breitensportwart: Achim Arnold
Frauenbeauftragte: Inge Stoy
Kassenprüfer: Petra Häfner, Hans-Joachim
Schrimpf
Hubert Steinmetz - Tel. 03634 621312
www.suhler-sportbund.de
36 | Sportjugend
Ausgabe 04-2016 | Thüringen-Sport
Thüringen-Sport | Ausgabe 04-2016
Sportjugend | 37
werden. Dann gab es die Chance, bei
einer Verlosung einen kleinen Preis zu
gewinnen.
Der „Waldhof“ Finsterbergen – die Bildungs- und Freizeitstätte der Thüringer Sportjugend – feierte seinen 25. Geburtstag unter dem Motto:
((Emotionen x Spaß)² + (Teamgeist x Vielfalt) + (Gäste x Motivation)) x 365 = Waldhof
25-jähriges Jubiläum vom Waldhof Finsterbergen
Bildungs- und Freizeitstätte feierte große Geburtstagsparty
Am 17. Juni feierte der Waldhof Finsterbergen seinen 25. Geburtstag. Und so wie es in der
beliebten Bildungs- und Freizeitstätte der Thüringer Sportjugend (THSJ) in den vergangenen
25 Jahren zuging, präsentierte sich der Waldhof Finsterbergen natürlich auch an seinem
Geburtstag: aktiv und vielfältig mit einem „Tag der offenen Tür“.
Knapp 150 Gäste folgten der Einladung
in den Waldhof, darunter Partner
und Unterstützer aus der Politik und
Verbandsarbeit, ehemalige Leiter und
Mitarbeiter des Waldhofs sowie Referenten und Teamer. Gekommen waren
auch viele Kinder mit ihren Eltern oder
Betreuern, um mitzufeiern und den
Waldhof (neu) kennenzulernen.
Stefan Gruhner, stellvertretender
Vorsitzender der THSJ, begrüßte zu
Beginn der Veranstaltung herzlich
LSB-Präsident Peter Gösel, Angela
Lorenz (Referatsleiterin Jugendpolitik
im Thüringer Ministerium für Bildung,
Jugend und Sport), Thomas Fröhlich
(2. Beigeordneter, der in Vertretung
des Landrates kam), Peter Weise
(Landesgeschäftsführer des Landesjugendrings Thüringen) sowie Vertreter
des Kreisjugendrings und des Jugendamtes Gotha. Auch die Mitglieder der
Jugendleitungen der Kreis- und Stadtsportbünde und Sportfachverbände
wurden herzlich empfangen.
In seinem Grußwort betonte Peter
Gösel die Bedeutung, die dem Waldhof
Finsterbergen als landesweit tätige
Bildungs- und Freizeitstätte für
Sportvereine und -fachverbände, aber
auch für andere Träger der Jugendund Jugendverbandsarbeit zukommt.
Mit Hilfe der Fördermittel des Landes
konnten in den zurückliegenden Jahren zahlreiche Investitionen umgesetzt
werden, sodass der Waldhof mit seinen
Bildungs- und Betätigungsmöglichkeiten an weiterer Attraktivität gewann.
Daran, dass der Waldhof Finsterbergen bereits 1991 einen bleibenden
Eindruck bei seinen Gästen hinterließ,
erinnert sich auch der ehemalige Geschäftsführer der Sportjugend Hessen
und Leiter der Jugendbildungsstätte
Wetzlar, Klaus-Jürgen Tolksdorf. Neben
vielen anderen Zeitzeugen kommt er in
der Festbroschüre zu Wort: „Es war ein
unvergesslicher Eindruck, den ich bei
meinem ersten Besuch 1991 gewinnen
konnte. Ich erlebte einen Zeitsprung
rückwärts. Herz und Hand, Liebe zum
Objekt, Selbsthilfe und Arbeitsbereitschaft weit über das normale Maß
hinaus schienen gefordert und wurden,
wie heute zu sehen ist, auch geleistet.
Es entstand ein naturbezogener Lernort für außerschulische Jugendbildung
und erlebnispädagogische Angebote.
Die Entwicklung beziehungsweise
Weiterentwicklung von Einrichtungen dieser Art bietet für Kinder und
Jugendliche eine echte Alternative zur
formalisierten Welt.“
Ludwig Gräbedünkel, von 1991 bis
2001 Hauptgeschäftsführer des LSB
Thüringen, gehörte damals zu den Initiatoren der Übernahme des Waldhofs.
Auch dank seines Engagements hatte
der 1990 gegründete Jugendverband
des LSB, die THSJ, ab diesem Zeitpunkt
eine eigene Bildungs- und Freizeitstätte. Er resümierte: „Was einst ‚klein‘
begann, wurde zu einem hervorragenden Beispiel.“
Angesichts der Historie des Waldhofs
Finsterbergen und der vielen gemeinsamen Erinnerungen sollte auch die
Geburtstagsparty etwas Besonderes
sein. Bereits ab dem frühen Nachmittag verwandelte sich das gesamte
Gelände des Waldhofs mit seinen
Häusern und Freiflächen in eine große
Aktionsfläche. Vielfältige Angebote
zum Mitmachen, Ausprobieren oder
Zuschauen brachten Spaß und Unterhaltung. Geschicklichkeit und Mut waren gefragt, die jeder der Gäste an den
insgesamt 13 Stationen unter Beweis
stellen konnte. Der umliegende Wald
wurde mit Holzleitern, Seilrutschen
und Slacklines zu einem abenteuerlichen Geschicklichkeitsparcours. Am
Eingang des Waldhofs konnten die
Kinder und Jugendlichen im Basketball
und Soccer ihre Fähigkeiten demonstrieren. Auch für die, die hoch hinaus
wollten, war etwas dabei: die 7,5 Meter
hohe Kletterwand wurde von Kindern
und Jugendlichen aller Altersgruppen
bezwungen. Viele Gruppen fanden sich
hierbei zusammen, um dem jeweiligen
Kletterer dabei zu helfen, die Wand
zu besiegen. Großen Andrang fand
auch das Kistenklettern. Wer diese
Stationen geschafft hatte, konnte sich
unter anderem noch im Cocktailmixen
(natürlich alkoholfrei), beim Bogenoder Biathlonschießen und dem GPSLauf beweisen. Sieben der insgesamt
13 Stationen mussten absolviert
Höchste THSJ-Auszeichnung für FSV
Gotha
Ein besonderer Höhepunkt war am
Nachmittag die Ehrung des Fachschulsportvereins 1950 Gotha. Der Verein
erhielt die höchste Auszeichnung der
THSJ für Vereine: das Goldene Band.
Aufgeregt und voller Stolz nahmen die
Vereinskinder mit ihrer Betreuerin die
Auszeichnung entgegen. Sie freuen
sich bereits auf ein Wiedersehen in
Finsterbergen, denn die Ehrung ist mit
einem Gutschein für ein Wochenende
im Waldhof verbunden.
Der Abend im Waldhof Finsterbergen
klang am urigen Lagerfeuer, an dem
sich nicht nur die erschöpften Kinder
niederließen, mit Songs der Liveband
„Indie-Library“ aus.
Die THSJ und das Team des Waldhofs
möchten sich bei allen bedanken, die
dazu beigetragen haben, dass der
Waldhof zu dem werden konnte, was er
heute ist, und natürlich bei allen Helfern, die sie dabei unterstützt haben,
dass das 25-jährige Jubiläum würdig
gefeiert werden konnte.
Einladung zum
Landesjugendausschuss der Thüringer Sportjugend
Auf der Grundlage der Jugendordnung der
Thüringer Sportjugend § 6 (5) lade ich die
Jugendleitungen der Kreis- und Stadtsportbünde sowie der Sportfachverbände zur
Tagung des Landesjugendausschusses 2016
ein. Die Tagung findet am Dienstag, dem
8. November 2016, um 18:00 Uhr in der Aula
des Sportgymnasiums Erfurt statt. Eine
Einladung mit Tagesordnung geht allen Delegierten fristgemäß zu.
Chris Rohmeiß
Vorsitzender
38 | Strategie und Taktik
Ausgabe 04-2016 | Thüringen-Sport
Teil 2
16.09.-18.09.2016
Teil 3
07.10.-09.10.2016
Teil 4
04.11.-06.11.2016
Teil 5
18.11.-20.11.2016
Prüfung
03.12.2016
Bad Blankenburg
90 Lehreinheiten
Ausbildung Übungsleiter B – Grundkurs Prävention
Teil 1
02.09. – 04.09.2016
Teil 2
16.09. – 18.09.2016
Bad Blankenburg
30 Lehreinheiten
Ausbildung Übungsleiter B - Spezialkurs Haltungs- und Bewegungssystem
Teil 1
23.09. – 25.09.2016
Teil 2
07.10. – 09.10.2016
Prüfung
22.10.2016
Bad Blankenburg
30 Lehreinheiten
Ausbildung Vereinsmanager B
Teil 1
23.09. – 25.09.2016
Teil 2
07.10. – 09.10.2016
Teil 3
04.11. – 06.11.2016
Teil 4
18.11. – 20.11.2016
Bad Blankenburg
60 Lehreinheiten
Fortbildung Übungsleiter der ersten und zweiten Lizenzstufe
Qualitätszirkel SPORT PRO GESUNDHEIT
24.09.2016
Weimar
8 Lehreinheiten werden zur Fortbildung anerkannt
Qualitätszirkel SPORT PRO GESUNDHEIT
29.10.2016
Eisenach
8 Lehreinheiten werden zur Fortbildung anerkannt
Qigong – die 8 Brokate – Vertiefung
24.09.2016
Bad Blankenburg
8 Lehreinheiten werden zur Fortbildung anerkannt
Koordinative Fähigkeiten spielerisch entwickeln
08.10.2016
Erfurt
4 Lehreinheiten werden zur Fortbildung anerkannt
Organisations- und Personalentwicklung
23.09. – 25.09.2016
Bad Blankenburg
15 Lehreinheiten werden zur Fortbildung anerkannt
Mitgliederverwaltung, Sportanlagen, Sportbetriebsmanagement
07.10. – 09.10.2016
Bad Blankenburg
15 Lehreinheiten werden zur Fortbildung anerkannt
Jena
8 Lehreinheiten werden zur Fortbildung anerkannt
Fortbildung Vereinsmanager C und B
Engagiert die Zukunft gestalten. Neue Wege in der 08.10.2016
Ehrenamtsförderung
Referentenschulungen
DOSB – Ausbilderzertifikat „Methoden der Erwachsenenbildung“
14.10. – 16.10.2016
Werdau
Strategie und Taktik | 39
Leichter Anstieg der ausgestellten Lizenzen
Aktuelle Bildungsangebote – Landessportbund Thüringen
Ausbildung Übungsleiter C Breitensport in der 1. Lizenzstufe
Teil 1
02.09.-04.09.2016
Thüringen-Sport | Ausgabe 04-2016
15 Lehreinheiten werden zur Fortbildung anerkannt
Information/Anmeldung:
Heike Wichmann, Tel. 0361 34054 -71, E-Mail: [email protected] ∆ Jana Riedel, Tel. 0361 34054 -74, E-Mail: [email protected]
Buchtipp: Die 100 besten Übungsleiter-Ideen
Der „Übungsleiter“ ist seit über 50 Jahren
eine feste Größe in der Planung und Durchführung von erfolgreichen Sportstunden
für alle Altersgruppen und erscheint seit
seiner ersten Ausgabe im Limpert Verlag.
Grund genug, aus den besten und bewährtesten Übungsideen zum Fitness-, Wasserund Gesundheitssport einen praktischen
Sonderband zusammenzustellen. Egal ob
mit Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen
oder Senioren, als Auftakt, Ausklang oder
als Hauptteil einer Übungseinheit, zur
Koordination, Kondition, Dehnung
und Kräftigung oder zum Training von
Ball-, Wurf- und Schlagspielen – in
dem Buch sind die richtigen Ideen
enthalten. Ein Schnellzugang, der
nach Zielsetzung und Altersgruppen
aufgebaut ist, soll dabei helfen.
Die 232-seitige Ausgabe mit circa 700
farbigen Abbildungen kosten 19,95
Euro. Zu beziehen ist das Buch unter:
Limpert Verlag
ISBN 978-3-7853-1927-7
Zahl der zu qualifizierenden Übungsleiter muss dennoch
ausgebaut werden
Bildung ist der grundlegende Baustein für gesellschaftliche
Entwicklung. Der Landessportbund Thüringen sieht eine
wesentliche Aufgabe darin, durch Aus- und Fortbildung
aller ehren- und hauptamtlich im Sport tätigen Personen,
entscheidende Voraussetzungen zu schaffen, um die
Erfüllung der Aufgabenstellung in den Mitgliedsorganisationen des LSB zu sichern. Qualifizierte Vorstände mit gut
ausgebildeten Vereinsmanagern, lizenzierte Trainer und
Übungsleiter, Kampf- und Schiedsrichter sind dabei die
wichtigste Stütze in den Sportfachverbänden, Sportvereinen und Anschlussorganisationen. Bildung im Sport sichert
qualifizierte Angebote und bildet das Fundament für eine
positive, zukunftsorientierte Vereinsentwicklung.
Zum Stichtag 31. Dezember 2015 hatten 7.952 tätige Trainer eine Fachlizenz ihres Sportfachverbandes und 3.018
Übungsleiter und Vereinsmanager eine fachübergreifende
Lizenz. Die Zahl der Lizenzen erhöhte sich somit gegenüber
dem Jahr 2013 geringfügig von 10.820 auf 10.970.
2013
2014
2015
Trainer Lizenzen
7 855
7 842
7952
sportartübergreifende Lizenzen,
Übungsleiter C Breitensport, Übungsleiter B „Sport in der Prävention,
Vereinsmanager C und B
2 965
3 024
3018
10 820
10 866
10970
Lizenzen gesamt
Die Gesamtentwicklung der Lizenzen von 2013 bis 2015.
Bei 21.000 Übungsleitern kommen statistisch gesehen bei
3.422 Sportvereinen im LSB circa sechs Übungsleiter auf
einen Sportverein. Die 10.000 Übungsleiter ohne Lizenz machen deutlich, dass die Zahl der zu qualifizierenden Übungsleiter weiter ausgebaut werden muss, um den Anforderungen in der Gesellschaft und im Sport gerechter zu werden.
Stellenausschreibung
Zum 1. Dezember 2016 stellt der Kyffhäuser-Kreissportbund e.V. einen/eine
Vereinsberater/-in und Leiter/-in der Geschäftsstelle befristet bis 30.09.2018
in Vollzeit (40 h) für die Geschäftsstelle in Sondershausen ein.
Aufgabenprofil:
∆ Beratung, Förderung und Unterstützung der dem Kreisgebiet zugehörigen Mitgliedsvereine in allen vereinsrechtlichen, finanziellen und organisatorischen Fragen
∆ Interessenvertretung der Sportvereine bei der örtlichen und regionalen Sportstättenplanung sowie deren Beratung bei Investitionen, Erwerb und
Betreibung von Sportstätten und Anlagen
∆ Unterstützung der Aus- und Fortbildung von Übungsleitern und Vereinsmanagern sowie die Qualifizierung der ehrenamtlichen Vereinsvorstände
∆ Organisation und Durchführung von Seminaren und Lehrgängen zur Qualifizierung der Vereine im Vereins-, Finanz- und Steuerrecht, zur Sportversicherung einschließlich der gesetzlichen Unfallversicherung für eingetragene Vereine
∆ Koordinierung aller verwaltungstechnischen Vorgänge einer Geschäftsstelle
∆ Erfassung und Pflege von vereins- und mitgliederrelevanten Daten
∆ Erarbeitung von Analysen, Konzepten, Berichten und Planungsdokumenten für die Arbeit des ehrenamtlichen Präsidiums
∆ Zusammenarbeit mit kommunalen Strukturen und Ämtern
∆ Zusammenarbeit mit regionalen Medien und öffentlichkeitswirksame Darstellung des Sports im Kreisgebiet
∆ Initiierung und Mitgestaltung von sportlichen Veranstaltungen und Präsentationen
∆ Umsetzung und Vermittlung der Sportpolitik und der Aufgaben des Landessportbundes Thüringen e.V.
Anforderungen:
∆ Hoch- oder Fachschulabschluss im Bereich Sportwissenschaften oder des Sportmanagements, ein berufsorientierter oder pädagogischer Abschluss
oder der qualifizierte Nachweis berufspraktischer Erfahrungen einer vergleichbaren Tätigkeit
∆ Nachweis einer gültigen DOSB-Lizenz
∆ Kenntnisse und Erfahrungen über Strukturen des selbstverwalteten Sports
∆ gute EDV-Kenntnisse und sicherer Umgang mit Office-Programmen
∆ hohes Maß an Organisationsfähigkeit und Selbstständigkeit
∆ sicherer Umgang mit Vertretern der Vorstände von Vereinen, Behörden und Unternehmen
∆ Bereitschaft zur flexiblen Arbeitszeitgestaltung und notwendigen Wochenendeinsätzen
∆ Motivation, Durchsetzungsvermögen, Belastbarkeit, sicheres Auftreten und kommunikative Fähigkeiten
∆ Führerschein der Klasse B und eigener PKW
Die Gehaltszahlung erfolgt auf Grundlage der „Vergütungsordnung für Vereinsberater der KSB/SSB des Landessportbundes Thüringen e.V.“.
Schwerbehinderte Bewerber werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Bitte senden Sie Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen bis
zum 31.08.2016 an: Kyffhäuser-Kreissportbund e.V., Geschäftsstelle, Am Sportzentrum 11, 99706 Sondershausen
40 | Strategie und Taktik
Ausgabe 04-2016 | Thüringen-Sport
Interessante Workshops für Vereinsmanager
3. Thüringer Sportkongress vom 9. bis 11. September in Bad Blankenburg
Thüringen-Sport | Ausgabe 04-2016
Strategie und Taktik | 41
Sport und Versicherung
Versicherungsschutz für die den Vereinen überlassenen Sportanlagen
In letzter Zeit erhalten viele Vereine das Angebot, die Sportanlage,
die sie seit Jahren von der Gemeinde oder den Städten nutzen,
in ihr Eigentum zu übernehmen oder auf neuer vertraglicher
Grundlage zu nutzen. Die öffentliche Hand bietet den Vereinen
überwiegend an, die Sportstätte für einen geringen Kaufbetrag
zu erwerben oder per Erbbaurecht/Pacht für eine gewisse Zeit
zu übernehmen. Oft wird neben den Abwicklungsmodalitäten
wie Notar, Grundbucheintragung und Vertragsgestaltung bei der
Überlassung der notwendige Versicherungsschutz geregelt.
Bereits deutlich mehr als 200 Anmeldungen und damit so viele wie noch nie zu
diesem Zeitpunkt sind für den 3. Thüringer Sportkongress des Landessportbundes
Thüringen vom 9. bis 11. September in der Landessportschule Bad Blankenburg
eingegangen. Drei Tage lang erwartet die Teilnehmer eine große Palette interessanter und spannender Themen. Neben Übungsleitern und Trainer sind vor allem
auch Vereinsmanager beim Thüringer Sportkongress angesprochen. Für sie wurde
ebenfalls ein interessantes Themenfeld zusammengestellt. Praxisbezogene Antworten gibt es unter anderem in folgenden Workshops:
∆ Versicherungsschutz von Kindern bei sportbezogenen, satzungsgemäßen
Veranstaltungen im Sportverein
∆ Betriebliche Gesundheitsförderung - Der Verein als Gesundheitspartner
∆ Aktiver Kinderschutz als Qualitätsmerkmal im Sportverein
∆ Interkulturelles Zusammenleben im Sportverein gestalten
∆ Wie bringe ich meinen Sportverein in die Medien?
∆ Netz ohne doppelten Boden - Rechtliche Aspekte rund ums Internet
∆ Engagiert die Zukunft gestalten. Neue Wege in der Ehrenamtsförderung
∆ Schwerpunkte und Zukunft der öffentlichen Sportförderung in Thüringen
∆ Aktuelles Steuerrecht für Sportvereine
∆ LSB-Sportstättenbauförderung
∆ Gesetzlicher Unfallversicherungsschutz im Sportverein
∆ Vereinsarbeit mit Flüchtlingen und Asylbewerbern - Ein rechtlicher Leitfaden.
Anzeige
Ausführliche Beschreibung der Referate/
Workshops und organisatorische Hinweise in
der Kongressbroschüre
sowie unter:
www.thueringen-sport.de
E-Mail: [email protected]
Versicherung von genutzten Sportstätten
Wenn dem Verein die Verantwortung
für die Unversehrtheit der überlassenen Mietsache (Gebäude und bauliche
Anlagen) übertragen wird und der
Vermieter diese nicht selbst gegen
die grundlegenden Risiken wie Feuer
etc. versichert hat, ist eine eigene
Versicherungslösung für den Verein geboten. Oft findet sich auch in den oben
erwähnten Verträgen eine Verpflichtung für den Verein, eigenständig Versicherungsschutz zu beschaffen. Wenn
diese Versicherungslösung unterbleibt
und der Vermieter nach einem Schaden
aus der vertraglichen Verpflichtung
der unversehrten Erhaltung der Mietsache einen Schadenersatzanspruch
gegen die Führung des Vereins erhebt,
kann nicht nur der Verein erheblichen
Schaden bis zur Insolvenz nehmen,
auch der Vorstand des Vereins kann
unter Umständen persönlich haftbar
gemacht werden. Ob gegebenenfalls
fremder Versicherungsschutz besteht,
erfährt der Verein entweder aus dem
Miet- oder Überlassungsvertrag oder/
und aus der Nebenkostenabrechnung.
Versicherung der Sachrisiken
Betrachtet werden muss in diesem
Zusammenhang auch das mobile
Eigentum des Vereins wie Mobiliar/
Einrichtungen, Sportgeräte etc. Auch
für den Versicherungsschutz dieser
Sachen braucht es eine angemessene Lösung. Für diese Fälle hat das
Sportservicebüro einen Rahmenvertrag
„Gebäude- und Geschäftsversicherung“
entwickelt. Versicherungsnehmer ist
der Landessportbund Thüringen mit
seinen angeschlossenen Sportvereinen,
Sportfachverbänden, Kreis- und Stadtsportbünden sowie Anschlussorganisationen. Gegenstand des Rahmenvertrages sind Versicherungslösungen für:
∆ im Eigentum des Versicherungsnehmers (Verein) stehende Gebäude/
Sportstätten
∆ in fremden Eigentum genutzte
Gebäude/Sportstätten, für die aber
durch den Verein Versicherungsschutz beschafft werden muss
∆ Inventar des Vereins.
Versicherung der Haftpflichtrisiken
Über den Sportversicherungsvertrag
mit dem Landessportbund Thüringen
sind die Vereine durch ihre Mitgliedschaft im LSB über die Grunddeckung
„obligatorischer Versicherungsschutz“
gedeckt. Diese Grunddeckung beinhaltet eine Unfall-, eine Haftpflicht-, eine
Rechtsschutz- und eine Vertrauensschadenversicherung. Wird nun der
Verein Eigentümer, verändert sich die
Anspruchsgrundlage eines Geschädigten gegen den Verein. Durch dieses
Eigentum an der Sportanlage trägt
der Verein das ganze Risiko eines
Eigentümers, insbesondere der Ver-
kehrssicherungspflichten. Über die
Haftpflichtversicherung innerhalb des
Sportversicherungsvertrages ist das
Risiko des Vereins aus dem Haus- und
Grundbesitz versichert. Allerdings
entfällt dieser Versicherungsschutz
beispielsweise für den Betrieb von
Gaststätten oder ähnliches, wenn diese
an einen Betreiber untervermietet ist.
Im Sportversicherungsvertrag ist dies
wie folgt geregelt (Auszug):
„(…) Versichert ist die gesetzliche
Haftpflicht des Vereins als Haus
und Grundbesitzer (Eigentümer,
Mieter, Pächter, Nutznießer), soweit
Räumlichkeiten und Grundstücke zu
satzungsgemäßen Vereinszwecken
benutzt werden (z.B. Vereinshäuser,
Turnhallen, Sport- und Spielplätze,
Restaurationsbetriebe in eigener
Regie, Tribünen, sofern sie behördlich
abgenommen sind)“.
Damit besteht auch Haus- und
Grundbesitzer-Haftpflichtversicherungsschutz des Vereins in seiner
Eigenschaft als Eigentümer.
Ihr Ansprechpartner:
Robbi Braun
Servicebüro Sportversicherung des
LSB Thüringen
Tel. 0361666 20 20
Mobil: 0151 20350566
E-Mail: [email protected]
42 | Endspurt
Ausgabe 04-2016 | Thüringen-Sport
Thüringen-Sport | Ausgabe 04-2016
Endspurt | 43
Original
Gewinnspiel - Original oder Fälschung
Der aus Bad Langensalza stammende Torhüter
Silvio Heinevetter von den Füchsen Berlin ist in
das Aufgebot der Deutschen Handball-Nationalmannschaft für die Olympischen Spiele vom
5. bis 21. August 2016 in Rio de Janeiro nominiert worden. Doch was ist im Bild unten falsch?
Sechs Fehler sind eingebaut. Finden Sie diese?
Dann deutlich kennzeichnen und die Lösung (Originalseite oder Kopie) einsenden. Bei mehr als
drei richtigen Einsendungen entscheidet das Los.
OFFIZIELLER STANDARD
DES DEUTSCHEN SPORTS
Einsendeschluss: 21. September 2016
Foto: imago
Ihr Gewinn!
Fälschung
Das Badetuch vom Landessportbund Thüringen wird
unter allen Teilnehmern
dreimal verlost.
Finanzielle
Entlastung
Professionelle Mitgliedsausweise
Innovationen für Vereine
Attraktivitätssteigerung
Gebündelte Einkäufe
Mehreinnahmen
Kostensenkung
Gewinnspieladresse:
LSB Thüringen
Kennwort: Thüringen-Sport
Werner-Seelenbinder-Straße 1
99096 Erfurt
E-Mail: [email protected]
Verein Musterstadt e.V.
6050 7830 0523 7945
MAX MUSTERMANN
Schon gewusst?
+++Vier Thüringer Sportvereine
mit Grünem Band für vorbildliche
Talentförderung ausgezeichnet: Die
Thüringer Vereine ASV Erfurt (Rasenkraftsport), Karate Dojo Chikara-Club
Erfurt, SSV Gera 1990 (Radsport) und
WSV Trusetal (Biathlon) haben das
mit 5.000 Euro dotierte Grüne Band
für außerordentliches Engagement
und vorbildliche Nachwuchsarbeit
erhalten. Der Förderpreis des Deutschen Olympischen Sportbundes und
der Commerzbank wurde 2016 zum
30. Mal vergeben. Im Herbst werden
die Trophäen und der Scheck bei
Veranstaltungen in ganz Deutschland
offiziell an die Vereine überreicht.
Modernisierung
+++Sportvereine können erstmals
Anträge für Kommunalrichtlinie stellen: Das Bundesumweltministerium
erweitert die Fördermöglichkeiten für
Kommunen im Rahmen der Nationalen
Klimaschutzinitiative. Die Kommunalrichtlinie bietet seit dem 1. Juli
erweiterte Fördermöglichkeiten für
Klimaschutzprojekte. Erstmals können
Sportvereine noch bis zum 30. September 2016 Anträge für Klimaschutzinvestitionen beim Projektträger Jülich stellen. Vom 1. Januar bis 31. März
2017 wird ein weiteres Antragsfenster
geöffnet. +++Thüringer Ministerium
für Bildung, Jugend und Sport vergibt
Demokratiepreis: Das Thüringer
Ministerium für Bildung, Jugend und
Sport lobt den „Thüringer Demokratiepreis“ aus. Mit dem Preis sollen gute
Praxisbeispiele und innovative Ansätze
in der Arbeit für Demokratie, Toleranz
und Weltoffenheit ausgezeichnet werden. Dies können besondere Erfolge in
der Arbeit für eine demokratische und
offene Alltagskultur oder das Engagement gegen Rechtsextremismus in
einem besonders schwierigen Umfeld
sein. Die drei Hauptpreise sind mit
jeweils 3.000, 2.000 und 1.000 Euro
dotiert. Zusätzlich werden vier, mit 500
Euro dotierte, Anerkennungspreise
verliehen. Die Bewerbungsfrist endet
am 31. August 2016.+++
Effiziente
Verwaltung
LANDES
SPORT
BUND
DOSB-Nr.
0000203890
SPITZEN
FACH
MITGLIED
VERBAND
Multifunktional
Vereinsübergreifend
Sportartenunabhängig
Incentivierung
Mitgliederbindung
Ehrenamtsförderung
Mehrwertprogramm
WWW.SPORTAUSWEIS.DE/INFO
Vereinsbetreuung:
DSA Deutsche Sportausweis GmbH
Massenbergstraße 9-13
D–44787 Bochum
Tel.:
Fax.:
E-Mail:
+49 (234) 58 71 00 14
+49 (234) 58 71 00 29
[email protected]
44 | Endspurt
Ausgabe 04-2016 | Thüringen-Sport
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